Wahlen zur Bezirksvertretung und dem Ruhrparlament

Nächsten Sonntag sind die Kommunalwahlen in NRW. Für Dortmund gibt es eine neue „Forsa-Umfrage: Politische Stimmung in Dortmund vor der Kommunalwahl 2020“. Sie bestärkt mich darin, bei der ‚OB-Wahl in Dortmund‘ mit Günther Ziethoff einen Außenseiter zu wählen. Denn in der Stichwahl kann ich dann immer noch gegen die Dauerherrschaft der SPD stimmen, ohne eine Grüne wählen zu müssen. Auch für den Stadtrat macht es Sinn, die sehr schwache FDP etwas zu stützen (siehe ‚Wahlhelfer für Rat der Stadt Dortmund‘). Alle Kandidaten finden sich übrigens im Amtsblatt der Stadt Dortmund. Von den Kandidaten für die Bezirksvertretung Aplerbeck kenne ich keinen vom Namen. Zur Abwechslung werde ich dort dann wohl die Bürgerliste – Freie Wähler wählen, deren Engagement ebenfalls zu würdigen ist.

Außerdem gibt es diesmal erstmals eine Direktwahl des Ruhrparlaments des Regionalverbandes Ruhr (siehe „Direktwahl 2020“). Hier kenne ich auch fast keinen Kandidaten und keine Positionen der 21 antretenden Parteien und Wählergruppen. Immerhin gibt es auch hier einen „Wahl-Kompass Ruhr 2020“. Meine Übereinstimmung mit den 17 daran beteiligten Parteien ist dabei:

AfD 59 %
Bündnis C 56 %
FDP 55 %
Nationales Bündnis Ruhr 55 %
CDU 48 %
UWG: Freie Bürger 41 %
Freie Wähler NRW 40 %
Ideengemeinschaft.Ruhr 40 %
SPD 36 %
Die Linke 33 %
ÖDP 32 %
Volt 31 %
Die Violetten 30 %
Piraten 30 %
Die Partei 26 %
Die Grünen 25 %
Basisdemokratie jetzt 23 %

Das spricht wohl für noch eine FDP-Stimme. Interessant ist auch die graphische Darstellung des Gesamtergebnisses in einem Vier-Felder-Schema. Die meisten Parteien clustern links oben bei staatliche Regulierung/regional und ökologisch-integrativ. Ich bin rechts unten im Quadranten konservativ-traditionell und Freier Markt/lokal zwischen AfD (die eigentlich auf der Grenze liegt zwischen staatliche Regulierung/regional und Freier Markt/lokal) und FDP einsortiert. Zumindest in der Graphik sind Bündnis C und Nationales Bündnis Ruhr deutlich weiter entfernt und nach eigener Einschätzung bin ich auch für mehr Markt sowie Lokales statt Regulierung und Zentralisierung, wofür der Regionalverband und fast alle Parteien stehen.

9 Gedanken zu „Wahlen zur Bezirksvertretung und dem Ruhrparlament

  1. Die AfD, das Bündnis C und sogar das
    Nationale Bündnis Ruhr liegen bei Ihnen weit vorne? Es würde mich nicht wundern, wenn demnächst Ihre Vorlesungen an der Uni von „Aktivisten“ gestört werden…?!?

    • Das ist doch bei all diesen Vergleichen mit Wahlaussagen so ähnlich. Wirklich rechtsextreme Positionen werden gar nicht abgefragt und bei normalen Themen sind die eher rechten Parteien meistens bürgerlich oder geben sich zumindest so.

    • Die Frage ist insbesondere, warum bei diesem Rechtsdrall eine immer weiter nach links driftende FDP gewählt wird. Ich werfe nur die Stichwörter „Kemmerich“ und „Teuteberg“ in den Raum.

      • Bei welchem Rechtsdrall? Wenn man sich das Gesamtergebnis anguckt, knubbeln sich fast alle Parteien in der linken oberen Ecke (für staatliche Regulierung/regional und ökologisch-integrativ). Auf der rechten Hälfte (Freier Markt/lokal) findet sich überhaupt nur die FDP, und zwar im Quadranten mit konservativ-traditionell, während der rechte obere Quadrant (Freier Markt/lokal und ökologisch-integrativ) völlig unbesetzt ist.

      • Die Top 3 sind bei mir
        NBR 64%
        FDP 59%
        AfD 58%,
        wobei die AfD in der Grafik am Dichtesten dran liegt. Ich stehe aber auch dazu, dass sie meine Interessen im Bereich Migration oder Gendersprache am Ehesten vertritt.

  2. Bei mir haben bei „Wahlomat“ schon die Marxistisch-Leninistische Partei (MLPD) oder die Deutsche Kommunistische Partei (DKP) oder Die Linke überraschend gut abgeschnitten…

  3. Auch in meiner österreichischen Wahlheimat sind heute Gemeindewahlen. Ich habe dabei soeben erschreckt festgestellt, dass ich von den 24 Kandidaten auf dem Wahlzettel (wir haben in unserem Sprengel keine Parteien, sondern nur eine Einheitsliste) lediglich zwei bewusst kenne und nicht einmal von ihnen weiß, wo sie inhaltlich eigentlich zu verorten sind.

  4. Pingback: Ergebnisse der Kommunalwahlen 2020 in Dortmund | Alexander Dilger

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