Nahles mag lieber Islamisten als europäische Demokraten

Die SPD-Vorsitzende Andrea „Nahles bringt deutsche Hilfen für die Türkei ins Gespräch“. Sie meint: „Es kann die Situation entstehen, in der Deutschland der Türkei helfen muss – unabhängig von den politischen Auseinandersetzungen mit Präsident Erdogan.“ Das ist nicht richtig, da sich die Türkei durchaus selbst helfen könnte und auch Unterstützung vom IWF bekäme, was jedoch der türkische Präsident abgelehnt hat. Die ‚Türkische Lira und Wirtschaft brechen wegen Erdogan ein‘, nicht auf Grund eines exogenen Schocks. Frau Nahles möchte also tatsächlich einen die eigenen Landsleute unterdrückenden und kriegführenden islamistischen Despoten bedingungslos unterstützen, statt die vernünftigen und demokratischen Kräfte in der Türkei zu stärken.

Während die SPD-Vorsitzende den türkischen Alleinherrscher unterstützen will, wendet sie sich gegen demokratisch gewählte Regierungschefs in Europa. Frau „Nahles warnt im ZDF-Sommerinterview: ‚Viele Regierungschefs wollen Europa zerstören'“. „Wir sind umzingelt von Antieuropäern“, meint sie. Doch wenn sie so viele andere Europäer für schlechte Europäer hält, sollte sie sich einmal fragen, ob nicht sie selbst ein falsches Bild von Europa hat. Europa besteht aus vielen demokratischen Ländern, nicht nur der wenig demokratischen EU und Merkel-Deutschland.

Überhaupt scheint die SPD-Vorsitzende ein Problem mit der Demokratie und den Wählern zu haben. Frau „Nahles will Spurwechsel in Koalition durchsetzen“. Dabei kommt der aktuelle Vorschlag dazu gar nicht von ihr, sondern dem Merkel-Vertrauten Daniel Günther, der auch Koalitionen mit Die Linke befürwortet, um die SPD komplett durch die Merkel-CDU zu ersetzen (siehe ‚CDU bereitet Koalitionen mit Die Linke vor‘). Die Grundidee finde ich gar nicht so dumm, nicht vor allem die gut integrierten und für sich selbst sorgenden Ausländer abzuschieben, während man Terroristen zurückholt und andere einfach untertauchen. Trotzdem werden dadurch deutsche Asylverfahren eine noch größere Farce als ohnehin schon, wenn jeder unabhängig von ihrem Ausgang bleiben darf. Immerhin gäbe es dann einen echten Anreiz, sich stärker zu integrieren, wenn das tatsächlich ein Bleibekriterium würde, statt es jedem zu bescheinigen, da die SPD doch nur noch Menschen kennt und keine Bürger, die sie bei abweichender Meinung geringer schätzt als Islamisten.

Kofi Annan ist tot

Heute ist im Alter von 80 Jahren der „Frühere[] UN-Generalsekretär Kofi Annan gestorben“. Er arbeitete jahrzehntelang für die UNO und war von 1997 bis 2006 ihr Generalsekretär. 2001 erhielt er zusammen mit der UNO den Friedensnobelpreis. Er wurde zu einer echten „Moralische[n] Instanz der Weltgemeinschaft“, auch wenn viele in Zeiten von Donald Trump und der AfD nichts mehr davon halten. Richtig war z. B. seine Kritik am letzten Irakkrieg der USA. Falsch war hingegen sein Handeln als Verantwortlicher für die Blauhelmeinsätze 1994 beim Völkermord in Ruanda und 1995 beim Massaker in Srebrenica. In beiden Fällen führte Nichtstun zum Tod sehr vieler unschuldiger Menschen, was er bis heute durch vielfältiges friedliches Engagement zu kompensieren versuchte.

Sind Quereinsteiger falsche Lehrer?

„Nur ein Drittel der neuen Lehrer sind auch richtige Lehrer“ in Berlin, womit Absolventen eines Lehramtsstudiums gemeint sind. In Berlin sind die Probleme einmal mehr besonders groß, doch auch in anderen Bundesländern gibt es Probleme beim Lehrernachwuchs. Der Staat erzeugt hier in seinem eigenen Bereich einen „Schweinezyklus“, bei dem es abwechselnd Lehrermangel und Lehrerarbeitslosigkeit gibt, obwohl sich der Bedarf relativ gut vorhersagen ließe, wenn man von den Willküraktionen der Bundeskanzlerin absieht.

„Besser Quereinsteiger als kein Unterricht“ ist die richtige Einstellung, wobei die Quereinsteiger sowohl fachlich als auch von ihrer Motivation her sogar besser sein können als durchschnittliche Absolventen eines Lehramtsstudiums. Eine meiner besten Lehrerinnen war z. B. eine promovierte Wirtschaftswissenschaftlerin, die als Quereinsteigerin zum Entsetzen der studierten Politiklehrer den Lehrplan nicht so genau nahm, sondern uns wirklich etwas über Wirtschaft beibrachte.

Pädagogik wird an den Universitäten als Wissenschaft betrieben, nicht im Sinne von konkreten Tipps für den Schulalltag, so wie wir Wirtschaftswissenschaftler auch keine praktischen Rezepte für gutes Managen vermitteln. Von daher nutzt angehenden Lehrern vielleicht das Referendariat am meisten bzw. von erfahrenen Lehrern unterstützte Praxiserfahrung. Das könnte man aber auch Quereinsteigern anbieten.

Noch besser wäre es wohl, die Lehrerausbildung komplett umzustellen. Dass Lehramtsstudenten immer sowohl einen Bachelor- als auch einen Masterabschluss machen müssen, scheint mir nicht sinnvoll zu sein und widerspricht auch dem (seinerseits fragwürdigen) Grundgedanken des Bachelor-Master-Systems. Warum reicht z. B. für die Grundschule und die Sekundarstufe I nicht ein Bachelorabschluss? Früher konnte man bereits mit Abitur Volksschullehrer werden. Alternativ könnte man auch lehramtsspezifische Bachelorstudiengänge ganz abschaffen und für fachwissenschaftliche Bachelorabsolventen ein Masterstudium oder auch nur das Referendariat zur Spezialisierung auf den Lehrerberuf anbieten. Angehende Lehrer wären dann breiter qualifiziert und könnten sich auch für andere Berufe entscheiden, wenn der Umgang mit Schülern doch nicht das Richtige für sie sein sollte, so wie umgekehrt Studenten mit ursprünglich anderen Berufswünschen der Quereinstieg erleichtert würde und sie auch niemand mehr „falsche Lehrer“ nennen könnte.

Restaurant verbietet Kinder

Ein „Rügener Restaurant sperrt Kinder aus“ und wirbt noch damit. Es handelt sich um „Oma´s Küche und Quartier“ in Binz, tatsächlich mit Deppenapostroph und Feindschaft der angeblichen Oma gegen die Enkel bzw. die eigenen Kinder, die selbst wieder Kinder haben. Das Verbot betrifft Kinder unter 14 Jahren ab 17 Uhr.

Als Liberaler finde ich, dass das Restaurant bzw. dessen Eigentümer Rudolf Markl, der gar keine Oma ist, das dürfen, sie deshalb aber auch niemand mehr besuchen muss. Tatsächlich ist es jedoch umgekehrt, dass diese Aktion mehr Zuspruch als Kritik bekommt, z. B. bei Facebook. Dabei zeigt sich, insbesondere in den Kommentaren, dass Deutschland inzwischen ein kinder-, eltern- und familienfeindliches Land ist. Viele haben keine Kinder mehr, können sich an ihre eigene Kindheit offensichtlich nicht mehr erinnern und setzen zu Pauschalkritik an, die gegen keine andere gesellschaftliche Gruppe toleriert würde (vielleicht mit Ausnahme von heterosexuellen weißen Männern, die sich allerdings besser wehren können).

Ja, Kinder können laut und nervig sein, das gilt aber z. B. auch für Hunde (dazu demnächst eine andere Geschichte), die in dem Restaurant besonders willkommen sind, oder Erwachsene mit Mobiltelefonen, also fast alle. Es gilt aber jeweils gerade nicht für alle in der jeweiligen Gruppe und vor allem nicht immer. Ein familienfreundlicheres Restaurant könnte z. B. ein paar Grundregeln formulieren oder einen Extrabereich für Familien mit Kindern schaffen. Zum Glück sind die meisten Restaurants toleranter, wobei das schlechte Beispiel durchaus Schule machen könnte, so dass Kinder und ihre Eltern noch mehr ausgegrenzt und benachteiligt werden als ohnehin schon. Zugleich wird darüber gejammert, dass es zu wenige Kinder gäbe, die aber bitte nicht stören sollen und weggesperrt gehören.

Zehn Jahre Alumnigruppe

Im Grunde gilt dasselbe wie vor fünf Jahren, als ich ‚Fünf Jahre Alumnigruppe‘ schrieb, nur dass es jetzt zehn Jahre sind (siehe auch ‚Sechster Geburtstag meiner Alumnigruppe‘):

Vor [zehn] Jahren habe ich bei XING die Gruppe „Alumni der Betriebswirtschaftslehre bei Professor Dilger“ gegründet. Diese virtuelle Alumnivereinigung steht allen offen, die irgendeine Studienleistung bei mir erbracht haben. Anlässlich des Jubiläums lade ich für Dienstag die Gruppenmitglieder zu einem Umtrunk in Münster ein.