Erststimme in Dortmund II

In einer Woche ist die Bundestagswahl. Meine Wahlempfehlung für die CDU habe ich schon gegeben (siehe ‚Wahl-O-Mat Bundestagswahl 2021‘), wobei sie mich nicht wirklich überzeugt, doch Herr Laschet als das kleinere Übel erscheint im Vergleich zu den anderen Kanzlerkandidaten (oder gar Frau Merkel). Eine Wahl der FDP fände ich ebenfalls sinnvoll, während die Wahl jeder anderen Partei entweder Rot-Rot-Grün wahrscheinlicher macht oder zumindest den Einfluss der Grünen und/oder SPD in der nächsten Bundesregierung vergrößert.

Inzwischen habe ich mir auch die Direktkandidaten in meinem Wahlkreis Dortmund II angeschaut (Auflistung hier). Sabine Poschmann von der SPD wird ziemlich sicher wieder den Wahlkreis gewinnen. Das gibt mir mehr Freiheit bei der eigenen Wahl. ‚Meine Wahl(empfehlung)‘ 2017 hatte sich allerdings nachträglich als schwerer Fehler herausgestellt, weil Matthias Helferich sich selbst als „das freundliche Gesicht des ns“ [Nationalsozialismus] und „demokratischer Freisler“ bezeichnete (siehe „Meuthen scheitert im Streit über AfD-Landesvize Helferich“). Er kandidiert trotzdem wieder, doch ich werde ihn und die AfD sicher nicht mehr wählen. Michael Depenbrock von der CDU ist mir zu EU-begeistert, weshalb ich diesmal Frieder Löhrer von der FDP wählen werde, der schon wirklich etwas geleistet hat und mit dem Motto wirbt: „Für mehr Freude am Erfinden als am Verbieten.“

Erster Schultag unserer Tochter

Heute wurde die ‚Vorzeitige Einschulung‘ unserer Tochter Sophia vollzogen. Ihr erster Schultag verlief ähnlich wie die ‚Einschulung von Fabian‘. Der Maskenzwang für uns Eltern war etwas gelockert, dafür müssen die Kinder, auch wenn sie noch keine sechs Jahre alt sind, Maske tragen, was wenig bringt und viel schadet. Wir haben danach noch privat etwas gefeiert bzw. viel gegessen, wobei Sophia reich beschenkt wurde. Der heutige Tag hat ihr gefallen. Mal sehen, ob das morgen nach dem ersten „richtigen“ Schultag auch noch so ist.  Wahrscheinlich wird sie jetzt noch 13 Jahre in die Schule gehen.

Starkregen und Überschwemmungen

Am Mittwoch und die Nacht auf Donnerstag hat es Starkregen mit Überschwemmungen gegeben, insbesondere in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz, aber auch unseren Nachbarländern Belgien, Luxemburg und Niederlande. Es ist eine hohe zweistellige Zahl an Menschen gestorben, noch mehr wurden verletzt. Es wurden Gebäude, Straßen und Autos zerstört. Viele mussten ihre Häuser verlassen, hatten vollgelaufene Keller oder Stromausfälle. Auch Dortmund war stark betroffen, wir persönlich zum Glück nicht.

Es mag sein, dass solche Unwetter durch den Klimawandel häufiger vorkommen. Doch deutsche Klimaschutzpolitik wird daran nichts ändern und selbst bei großen globalen Anstrengungen zur Reduktion der CO2-Emissionen wird es weiter extreme Wetterereignisse geben, auf die sich Deutschland noch besser vorbereiten muss. Wichtig ist, wo und wie gebaut wird, dass es hinreichende Möglichkeiten zum Abfließen großer Wassermassen gibt, aber auch zum Versickern und Zurückhalten. Für den Katastrophenfall werden umsetzbare Rettungspläne benötigt, die den Betroffenen auch bekannt sind und von ihnen akzeptiert werden. Versicherungen helfen im Schadensfall und ihre Prämien setzen auch im Vorfeld sinnvolle Anreize.

NRW Uni-Laufcup 2021 und Leonardo-Campus-Run digital

Beim „NRW Uni-Laufcup digital 2021“ (für letztes Jahr siehe ‚Digitaler NRW-Uni-Laufcup abgeschlossen‘) brauchte ich für
die 10 km in Dortmund 51:15. Für die 10 km, die für Köln gewertet wurden, die ich allerdings auch in Dortmund lief, brauchte ich 53:56. Die 7,5 km für Münster bewältigte ich in 37:59 ebenfalls in Dortmund. Für Aachen waren 5,555 km zu laufen bzw. wegen der Messgenauigkeit meiner Laufuhr 5,56 km, die ich ebenfalls in Dortmund in 27:18 lief. Im Gesamtergebnis brauchte ich für die vier Läufe (über 33,06 km) 2:50:28, womit ich 39. von 56 Männern wurde und 1. in meiner Altersklasse (von zwei). Bei Einbezug auch der Teilnehmerinnen wurde ich 47. von 97. Meine Frau war mit 2:56:04 die 23. von 41 Teilnehmerinnen.

In Münster gab es dieses Jahr außerdem den Leonardo-Campus-Run digital, für den ich am 23. Juni gleich zwei zusätzliche Läufe virtuell in Dortmund lief. Für 10 km brauchte ich 53:40, womit ich 46. von 95 Männern wurde und 1. in meiner Altersklasse (von vier). Für zusätzliche 5 km benötigte ich am gleichen Tag 24:21 als 26. von 113 Männer und 1. meiner Altersklasse (von ebenfalls vier). Wirklich schnell bin ich also nicht mehr, was neben dem Alter und relativ schlechten Training wohl auch am virtuellen Charakter dieser Wettkämpfe liegt, wodurch ich langsamer laufe und die tatsächliche Strecke länger ist.

Zweitimpfung

Ende Mai wurde ich zum ersten Mal mit dem Impfstoff von BioNTech und Pfizer ‚Geimpft‘. Heute bekam ich die zweite Impfung wieder im Impfzentrum Dortmund ohne jegliche Probleme bürokratischer oder gesundheitlicher Art. Die Einstichstelle tut wie beim ersten Mal bei Druck etwas weh, aber das wäre vermutlich auch bei einer Kochsalzlösung so. Selbst wenn die Doppelimpfung nicht so wirksam gegen Infektionen mit der Delta-Variante sein sollte wie gehofft, reduziert sie nach den vorliegenden Erkenntnissen das ohnehin für die meisten Menschen einschließlich mir sehr kleine Risiko einer schweren Erkrankung oder gar des Todes noch einmal deutlich.

Ich hoffe deshalb, dass wir jetzt, wo jeder zumindest ein erstes Impfangebot bekommen hat, endlich unser Freiheit und Grundrechte vollständig zurückbekommen. Mündige Bürger können selbst und besser als Politiker mit ganz anderen Interessen verantwortliche Entscheidungen treffen. Aber auch Kinder sollten nicht länger gequält werden, da ihre Risiken einer schweren oder gar tödlichen Erkrankung ohnehin auch ohne Impfung viel kleiner sind.

Geimpft

Vor dreieinhalb Wochen hatte ich einen ‚Impftermin reserviert trotz unklarer Regeln in NRW‘. Die Regeln sind nicht wirklich klarer geworden. Nach dem „Impffahrplan der Stadt Dortmund“ dürften Hochschulangehörige aktuell wohl (nur) von Hausärzten geimpft werden. Trotzdem fuhr ich heute Morgen zum Impfzentrum Dortmund, wo meine Arbeitgeberbescheinigung ohne Nachfragen akzeptiert wurde. Es gab drei weitere bürokratische Anlaufstellen im Impfzentrum, während die Impfung selbst mit dem Impfstoff von BioNTech und Pfizer nur wenige Sekunden dauerte. Nach rund zwanzig Minuten war ich wieder draußen.

Die Impfstelle tut bei Druck etwas weh. Sollte es mehr Komplikationen geben, werde ich darüber berichten. Doch nach den vorliegenden Daten ist eine Impfung für die meisten Erwachsenen empfehlenswert, da die Impfrisiken weitaus geringer sind als die von COVID-19. Außerdem schützt man auch andere und trägt dazu bei, dass der ‚Ausnahmezustand seit [über] einem Jahr‘ für alle erkennbar gar nicht mehr gerechtfertigt ist.

Dortmund gewinnt den Pokal 2021

Es ist wieder, wie zuletzt 2017, Zeit für einen ‚Glückwunsch dem BVB zum Pokal‘. Heute hat Borussia Dortmund das Pokalfinale in Berlin gegen RB Leipzig 4:1 gewonnen. Es ist der fünfte Pokalsieg von Dortmund. Schon am Samstag gewann Dortmund 3:2 gegen Leipzig in der Bundesliga und machte dadurch den FC Bayern München vorzeitig zum Deutschen Meister (bereits zum 31. Mal). Meinen Glückwunsch auch dazu!

Zoobesuch mit Auflagen

Heute waren wir im Dortmunder Zoo. Normalerweise wäre das wohl nicht berichtenswert. Wir waren früher mit unseren Kindern recht häufig in Zoos. Doch die Zeiten sind nicht normal und auch die Zoos wurden in den Dauerlockdown geschickt, so dass einige Tiere gelangweilt waren und extra bespaßt werden mussten (siehe „Dortmunder Zoo: Tiere im Lockdown“).

Seit dem 10. März darf der Zoo wieder öffnen. Allerdings gibt es Auflagen wie eine Reservierungspflicht und das ständige Tragen von Mund-Nase-Bedeckungen, was im Freien wenig sinnvoll ist und ausgerechnet von einem Bediensteten der Sicherheitsfirma konsequent missachtet wurde. Außerdem sind alle Tierhäuser zu und auch sonst weniger Tiere zu sehen als üblich, während erstaunlich viele Besucher im Zoo waren. Vielleicht sind alle wie wir noch schnell heute gegangen, da es morgen zu einer weiteren Verschärfung kommt, nämlich einer Corona-Testpflicht mit tagesaktuellem negativen Ergebnis (siehe diese Allgemeinverfügung in Verbindung mit der jüngsten Coronaschutzverordnung von NRW).

Das gerade erst wieder aufgenommene Fußballtraining unserer Kinder wäre auch nur noch unter dieser Bedingung möglich (zumindest für unseren Sohn, während die Tochter noch nicht in der Schule und damit weder test- noch maskenpflichtig ist), fällt deswegen aber wieder ganz aus. Dabei wäre Sport gesünder als diese ganzen Schikanen.

Tödlicher Unfall auf Schulweg unseres Sohnes

Ein „Auto überrollt Kind (4) – Junge stirbt nach Verkehrsunfall in Dortmund“, und zwar auf dem Schulweg unseres Sohnes. Allerdings lassen wir ihn gerade wegen dieser Baustellenampel, die ständig von Autos noch bei Rot überfahren wird, und der nachfolgenden regulären Fußgängerampel noch nicht alleine zur Schule gehen. Eigentlich liegt die Schule auf unserer Seite der Straße, aber wegen einer Dauerbaustelle ist der Bürgersteig gesperrt, was den Weg zur Schule objektiv deutlich gefährlicher macht, wie dieser Unfall belegt. Es parken auch ständig Autos auf dem Gehweg und rangieren dort herum, z. T. sogar von Eltern der Grundschüler und Kindergartenkinder. Doch ‚Dortmund gibt Gehwege zum Parken frei‘ und nimmt den Tod von Kindern billigend in Kauf, während die Kinder zugleich massiv unter Corona-Maßnahmen zu leiden haben, die ihnen selbst überhaupt nichts nützen. Das verstorbene Kind und seine Angehörigen tun mir sehr leid, aber auf die mitverantwortliche Stadt bin ich wütend.

Bund subventioniert marode Kaufhauskette

Der „Bund will Galeria Karstadt Kaufhof mit Hunderten Millionen Euro stützen“. Es soll einen Staatskredit von bis zu 460 Millionen Euro vom Wirtschaftsstabilisierungsfonds geben. Dabei war der Konzern schon vorher marode und erst letztes Jahr in einem Insolvenzverfahren. Die Wahrscheinlichkeit eines Totalausfalls des Kredits ist höher als die der vollständigen Rückzahlung. Es wäre besser, den Lockdown zu lockern, statt ein überlebtes Geschäftsmodell und darüber letztlich Banken und Vermieter zu subventionieren.

Ich war gegen den ‚Kahlschlag von Galeria Karstadt Kaufhof auch in Dortmund‘, wobei Karstadt und Karstadt Sports zumindest bis zur letzten staatlich verordneten Schließung doch wieder eine Perspektive in Dortmund hatten, während Kaufhof schon geschlossen wurde. Trotzdem ist dieser Weg der Marktverzerrung durch Staatshilfen für Konzerne, während kleinere Wettbewerber in die Röhre schauen, ökonomisch falsch und auch unfair. Dabei finanziert der Bund den Kredit selbst auf Pump und will sich dabei nicht länger selbst beschränken (siehe ‚Kanzleramtschef will Schuldenbremse mit Grundgesetzänderung aushebeln‘).