München bleibt Meister, ansonsten spannender letzter Bundesligaspieltag

Heute ist der FC Bayern München offiziell Deutscher Meister im Fußball der Männer geworden (und faktisch schon Ende April am 31. Spieltag). Meinen Glückwunsch! Es ist für München der 5. Titel in Folge, der 27. insgesamt und der 26. in der Bundesliga. Vizemeister wurde erstmals RasenBallsport Leipzig. Den wichtigen dritten Platz, der die Teilnahme an der Champions League garantiert, sicherte sich Borussia Dortmund heute mit einem knappen Sieg (4:3) gegen Werder Bremen (siehe „Ziel erreicht! Dortmund dreht Offensiv-Spektakel“). Beim Kampf zur Vermeidung des drittletzten Platzes siegte der Hamburger SV 2:1 gegen den VfL Wolfsburg, der nun in die Relegation muss, während in der Frauen-Bundesliga morgen der VfL Wolfsburg die Meisterschaft gewinnen wird und in einer Woche das Pokalendspiel in Köln wie letztes Jahr gegen den SC Sand aus Willstätt im Ortenaukreis gewinnen kann. Dafür dürfen Borussia Dortmund und Eintracht Frankfurt in einer Woche noch das Pokalendspiel der Männer in Berlin bestreiten.

Smartphone gefunden

Heute habe ich beim Laufen ein Smartphone gefunden. Es handelte sich um ein Samsung Galaxy wie meines (siehe ‚Samsung Galaxy S6 gekauft‘). Ich habe es mitgenommen. Zu Hause rief dann tatsächlich jemand auf dem Gerät an. Ansonst hätte ich es morgen bei der Stadt abgegeben, wo ich ohnehin einen Termin habe, um einen neuen Reisepass zu beantragen. Ich habe dem Anrufer gesagt, dass ich das Telefon gefunden habe und dass er den Besitzer informieren soll, damit jener es bei mir abholen kann. Kurze Zeit später rief der Besitzer mit der Anzeige „Home“ an. Ich habe ihm meine Adresse gegeben. Es kam ein Jugendlicher vorbei, der sich freute und mir 20 Euro Finderlohn anbot, was ich dankend ablehnte. Ich halte es für selbstverständlich, dass man solche Sachen mitnimmt, aber dann nicht für sich behält. Dabei geht es nicht nur um den materiellen Wert, sondern auch Daten wie Telefonnummern und Fotos.

Massive Verspätung mit der Bahn

Schon länger fahre ich nicht mehr gerne mit der Bahn. Wenn ich es doch tue, habe ich kein Glück. Heute ging es nicht nur um eine ‚Nutzlose Reservierung bei der Bahn‘ (obgleich diese im Ersatzzug auch keinen Wert mehr hatte) oder ‚Ärger mit der BahnCard‘ (den ich indirekt bei der Buchung hatte, weil deswegen noch mein Account gesperrt war mit entsprechendem Abbruch, nachdem ich alles eingegeben hatte, weshalb ich ihn nun gelöscht habe), sondern ausgerechnet vor meinen ICE hat sich jemand geworfen (siehe „Nach Sperrung bei Leiferde: Bahn fährt wieder“). Das geschah übrigens nicht an einem Bahnhof, sondern in einem Waldstück, wobei ich nicht nur, aber auch mit Rücksicht auf das Bahnpersonal und Tausende Reisende empfehlen würde, von solchen Taten Abstand zu nehmen.

Es dauerte über zwei Stunden, bis der Zug ein kurzes Stück bis zum kleinen Bahnhof von Meinersen weiterfahren durfte, wo er von der Staatsanwaltschaft beschlagnahmt wurde, als wenn es da noch viel zu ermitteln gäbe. Dort war wieder Warten angesagt, da nur wenige Türen an dem für einen Doppel-ICE viel zu kurzen Bahnsteig geöffnet werden sollten. Immerhin stand schon ein Ersatzzug bereit, wenn auch kein ICE. Dieser fuhr nicht nur, wie anfangs angekündigt, bis Hannover, sondern weiter, wobei in Hamm noch einmal länger auf neues Zugpersonal gewartet werden musste. Bei Verspätungen von über zwei Stunden kann man die Hälfte des Reisepreises erstattet bekommen (was in meinem Fall vermutlich an die Universität ginge, obwohl diese gar keinen Nachteil durch die Verspätung hatte), aber mehr auch nicht, weshalb es die Bahn in so einem Fall nicht mehr eilig hat, weitere Verspätungen zu vermeiden. Am Dortmunder Hauptbahnhof kam ich jedenfalls fast vier Stunden später als nach Fahrplan an, zu Hause mehr als vier Stunden später, weil abends die U-Bahn seltener fährt. Das nächste Mal fahre ich wieder mit dem Auto.

Meine Erststimme für Sarah Beckhoff

Bei der Landtagswahl am Sonntag in NRW hat jeder Wähler nicht nur die eigentlich wichtigere Zweitstimme, mit der eine Parteiliste gewählt werden kann und damit über die Zusammensetzung des Landtags entschieden wird, sondern auch eine Erststimme für einen Wahlkreiskandidaten. Wenn dieser nicht ohnehin über die Landesliste abgesichert ist, verdrängt ein erfolgreicher Kandidat allerdings in der Regel nur einen Listenkandidaten der eigenen Partei, zumindest wenn er einer Partei mit Liste angehört, die die Fünf-Prozent-Hürde überschreitet. Einzelkandidaten und Kandidaten kleiner Parteien unterhalb der Fünf-Prozent-Hürde könnten über die Erststimme auch direkt in den Landtag kommen, doch praktisch kommt das nicht vor. Meinen Wahlkreis Dortmund III wird mit ziemlicher Sicherheit Nadja Lüders von der SPD holen, die 2012 die absolute Mehrheit der Simmen erhielt (52,9 Prozent).

Trotzdem habe ich mir beim WDR-Kandidatencheck die acht Kandidaten meines Wahlkreises angesehen bzw. die fünf, die in einem vierminütigen Video die immer gleichen Fragen des WDR beantwortet haben, wobei die letzte Antwort teilweise abgeschnitten wurde. Es ist schade, dass sich Bernd Schreyner dieser Vorstellung wie die meisten der ohnehin wenigen AfD-Direktkandidaten verweigert hat, insbesondere da auch sonst fast nichts über ihn im Internet zu finden ist. Die AfD in NRW und vor allem Dortmund scheint weder Straßen- noch Internetwahlkampf zu machen. Auch die Kandidatin der Piraten, die doch eigentlich neuen medialen Möglichkeiten gegenüber besonders aufgeschlossen sein müssten, hat wohl schon aufgegeben, während ich nicht traurig bin, kein Video vom Kandidaten der Partei Die Rechte zu sehen.

Am besten gefallen haben mir die Antworten von Sarah Beckhoff, der erst 22-jährigen CDU-Kandidatin. Wenn die CDU mehr solche Kandidaten und dann vor allem Abgeordnete hätte, könnte sie nur gewinnen. Jedenfalls bekommt sie meine Stimme, auch wenn sie leider fast chancenlos ist. Nur auf den ersten Blick wirkt die FDP-Kandidatin Katharina Magerstedt noch kompetenter, doch sie gibt dann einige ziemlich linke Antworten. In linken Ideen zum Geldausgeben, Umverteilen und Grenzöffnen überbieten sich dann die voraussichtlich siegreiche SPD-Kandidatin, Mustapha Essati von den Grünen und Celine Ellenore Erlenhofer von Die Linke, die für eine 18-Jährige immerhin ziemlich eloquent ist.