Frauenquote bald auch in Vorständen

Die Plagiatorin Franziska „Giffey feiert historischen Durchbruch: ‚Die Quote in Vorständen wird kommen'“. Auf diese Geschlechterdiskriminierung und weitere Einschränkung der Freiheit hat sich nach dem Umfallen der früher bürgerlichen CDU und vor allem CSU (siehe „Markus Söder: ‚Ich bin für die Frauenquote'“) eine Arbeitsgruppe der Koalition geeinigt, obwohl ihre Verfassungswidrigkeit für Parlamente gerade erst festgestellt wurde (siehe ‚Brandenburgs Verfassungsgericht erklärt Parité-Gesetz einstimmig für nichtig‘). Doch Frau Giffey sieht das wie bei ihrer Doktorarbeit: „Penetranz schafft Akzeptanz – dieser Satz hat sich heute mal wieder bewahrheitet.“

Eine Frauenquote in Aufsichtsräten gibt es bereits, nun sollen auch Vorstände von börsennotierten und paritätisch mitbestimmten Unternehmen die nächste Vorstandsposition mit einer Frau besetzen müssen, wenn es mehr als drei (rein männliche) Vorstandsmitglieder gibt. Wie mit Angehörigen des neuen dritten Geschlechts (siehe ‚Bundesverfassungsgericht erfindet drittes Geschlecht‘) verfahren werden soll, verlautbarte nicht. Dabei ist der Wettbewerb auf höchster Ebene der Wirtschaft hart und mangelt es einfach an Frauen, die sich eine so anstrengende Karriere antun wollen (siehe allgemein ‚Mütter verdienen wegen ihrer Kinder weniger, nicht Frauen wegen ihres Geschlechts‘). Wer es tut, wird reich belohnt, denn „Frauen in Dax-Vorständen verdienen mehr als Männer“, weil sie besonders knapp sind. Das gilt auch für MDAX und SDAX, allerdings nicht für Vorstandsvorsitzende, von denen im DAX30 momentan alle männlich sind.

Die neue Vorschrift dürfte die Gehälter für Top-Frauen noch steigen lassen, von denen jedoch nicht alle Unternehmen eine abbekommen werden. Diese Unternehmen werden dann auf echte Quoten-Frauen zurückgreifen müssen, die für ihre Loyalität statt Leistung bezahlt werden, wie das in der Politik auch für viele Männer üblich ist.

127 Gedanken zu „Frauenquote bald auch in Vorständen

  1. Ach, da wäre ich entspannter. Ich bin kein Freund von Quoten, aber in anderen Ländern ist es doch Standard, dass die ein oder andere Frau im Board sitzt. Manche Entscheidungen werden so vielleicht besser.

    Ich hätte viel mehr ein Problem damit, wenn qualifizierte Männer eine bestimmte Stelle nicht bekommen, die sie sehr gut ausfüllen würden. Das sollte man im Auge behalten.

    • Demokrat: Ihre Ansicht ist Ihre Freiheit. Gesetzliche Quoten und Diskriminierungsverbote vernichten aber die Freiheit der Frauen und Männer, die etwa aus Glaubensgründen „den Platz der Frau im Haus des Mannes“ sehen- wie es der berühmteste, deutsche von Hitler ermordete ev. Theologe in seiner Traupredigt (aus der Gestapohaft geschickt) tat- Freiheit für alle, auch für nicht „zeitgemäße“ Reaktionäre!

      • Auch das sollte erlaubt sein, ist aber nicht der Beweggrund in den meisten Unternehmen. Die wollen einfach die beste Person für die Position nehmen, unabhängig vom Geschlecht. Die Quotenbefürworter meinen nun ganz naiv, dass es deshalb im Schnitt gleich viele Frauen wie Männer sein müssten, obwohl das Überwiegen von Männern durchaus durch Leistung, Qualifikation und vor allem Selbstselektion für eine Managerkarriere erklärt werden kann.

      • Es gibt Argumente dafür, dass eine einzelne Frau in einem Männergremium großen positiven Nutzen stiftet (sofern sie ein gewisses Maß an Qualifikation mitbringt). Denken Sie allein an das Thema Nachhaltigkeit, das immer mehr zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor wird, gerade auch an der Börse.

      • Das bestreitet hier doch auch niemand. Doch wieso sollte es für eine verpflichtende Aufnahme einer Frau in den Vorstand sprechen, wenn schon hinreichend Gründe für eine freiwillige Aufnahme bestehen? Dass die Frauen in DAX-Vorständen inzwischen mehr verdienen als die Männer, deutet doch darauf hin, dass die Unternehmen sich um sie bemühen, aber einfach nicht genügend hinreichend qualifizierte und gute Frauen finden. Es ist schon in der Politik eine gefährliche Illusion, dass die Posten einfach da sind und es egal wäre, wer sie mit welchen Fähigkeiten und welcher Motivation besetzt.

      • Es ist aber doch naheliegend, dass Frauen in manchen Fällen die Qualifikation per se abgesprochen wird, weil man das Unternehmen nicht auf einen zu weiblichen Kurs bringen will.

      • In welchen Unternehmen sollte das denn (noch) der Fall sein? Wir reden hier immerhin von DAX-Konzernen, nicht von vom Patriarchen geführte Personengesellschaften. Doch selbst wenn das in einzelnen Unternehmen noch so sein sollte, was wäre denn schlimm daran? Es spricht doch auch nichts Grundsätzliches gegen rein frauengeführte Unternehmen. Frau Giffey darf doch gerne ein solches gründen, wenn ihre politische Karriere hoffentlich bald vorbei ist. Auch Sie dürfen ein Unternehmen gründen und dann die Leitung allein Frauen überlassen.

      • Es ist halt die Frage, was für ein Wirtschaftssystem man haben möchte. Nicht jeder mag den Raubtierkapitalismus, in dem nur klassisch maskuline Werte gelten, im Gegenteil.

      • Ist ein Wirtschaftssystem, in dem es als ideal gilt, jahrzehntelang die Arbeit über alles andere zu stellen, sozial?

      • In der sozialen Marktwirtschaft ist ein Leben voller Arbeit ohne Zeit für die Familie und anderes nicht das Ideal für alle, aber auch nicht verboten. Sie wollen hingegen anderen vorschreiben, wie sie zu leben und zu arbeiten haben und was sie dafür bekommen dürfen.

      • Sie wollen verhindern, dass Frauen, die nicht bereit sind, dem Ideal der 24-7-Erwerbsarbeit alles unterzuordnen, an die Schaltzentralen der (ökonomischen) Macht gelangen.

      • Der Staat sollte weder Geschlechterdiskriminierung betreiben noch Unternehmen noch stärker unsinnig regulieren. Meinen Sie denn, Männer würden da grundsätzlich besser behandelt? Es ist doch bereits jetzt das Gegenteil der Fall. Bei gleicher Leistung und Qualifikation hat eine Frau heutzutage deutlich bessere Chancen. Die Männer müssen sich deshalb noch mehr anstrengen, was sogar zum Vorteil der Unternehmen insgesamt sein könnte.

      • Bei einer konkreten Arbeitsstelle mag es sein, dass auch mal eine Frau bevorzugt wird. In der Population könnte das dazu führen, dass dann auch mal Männer verstärkt zuhause bleiben und auf die Kinder aufpassen, was nicht schlecht sein muss.

        Wie hier anderswo angemerkt, denke ich, dass Männer in manchen Branchen auch durchaus gefördert werden können. Warum z.B. suchen KiTas nicht gezielt nach männlichen Erziehern?

      • Sie machen sich offensichtlich falsche Vorstellungen, wer da mit wem wie konkurriert. Wenn demnächst mehr Frauen in Vorstände einziehen, bleiben doch nicht diejenigen Männer zu Hause, die sonst Vorstandsmitglieder geworden wären. Kurzfristig dürften die meisten einfach auf einer Hierarchieebene darunter verbleiben, mittel- und langfristig werden sie sich Alternativen suchen, z. B. in Unternehmen ohne solche Regeln, seien es Personengesellschaften oder ausländische Firmen. Außerdem können die Unternehmen selbst reagieren, etwa durch Wechsel der Rechtsform oder des Standortes. Es ist auch eine bereits benannte Möglichkeit, einen zusätzlichen Vorstandsposten ohne wesentlichen Geschäftsbereich für die eine vorgeschriebene Frau zu schaffen. Dafür eigenen sich auch bewährte Multiaufsichtsrätinnen, die durch die entsprechende Quote im Aufsichtsrat entstanden sind. Zu Hause bleiben dafür ganz andere Männer und Frauen, deren normale Arbeitsplätze wegfallen.

      • Diese Ausweichbewegungen gibt es in der Theorie, aber nicht in der Praxis, zumal, wie bereits geschrieben, ein gewisser Frauenanteil international üblich ist. Deutschland ist in mancher Hinsicht viel konservativer als andere Länder.

      • Natürlich gibt es diese Ausweichbewegungen in der Praxis, wenn auch kaum bei den direkten Vorstandsberufungen, aber z. B. schon bei der Wahl der Hochschule oder des ersten Arbeitgebers. Auch die leistungsstarken Frauen werden durch die Regelung (und vieles mehr) eher ins Ausland getrieben.

      • Mit Merkel als Bundeskanzler, AKK als CDU-Chef und Verteidigungsminister und UvdL als EU-Boss haben wir doch die Frauenquote für die nächsten 50 Jahre erfüllt… 😉

    • Die Unternehmen dürfen doch aktuell so viele Frauen in den Vorstand aufnehmen, wie sie wollen. Das soll ihnen zukünftig verboten werden, weil sie mindestens eine Frau aufnehmen müssen und deshalb gegebenenfalls einen besser geeigneten Mann allein wegen seines Geschlechts ablehnen müssen. Verschärft wird das übrigens noch dadurch, dass die nächste zufällig freiwerdende Vorstandsposition mit einer Frau besetzt werden muss, auch wenn es in dem Funktionsbereich noch weniger geeignete Bewerberinnen geben sollte als ohnehin schon.

    • Das Problem ist doch, dass die Regelungsdichte in der Wirtschaft insgesamt immer weiter zunimmt, ebenso der Sanktionierungsumfang bei Verstößen gegen diese Vorschriften- was sich letztlich auf Wettbewerbsfähigkeit, Ertrag und Dividenden auswirkt. Wer diese Tendenz aussitzen zu können meint, macht sich mitschuldig am Niedergang unserer Wirtschaft. Die bezahlten Söldner aus den Vorständen/ Aufsichtsräten unserer börsennotierten Unternehmen machen sich dabei zu willigen Helfern der Regierungen- wie z.B. Hans-Werner Sinn jüngst am Beispiel der Autoindustrie kritisiert hat (und was der FDP den Handlungsspielraum einschränkt).

  2. Mit welchem (Un)Recht will der Gesetzgeber den Eigentümmern von Unternehmen vorschreiben, welche Geschlechterquoten bei der Besetzung von Vorständen zu erfüllen sind? Quoten sind sozialistische Instrumente. Sozialismus = Diktatur!

      • Wäre es auch „demokratisch legitimiert„, wenn das Parlament mehrheitlich beschließen würde, allen Frauen eine bestimmte Frisur vorzuschreiben oder alle Männer zu kastrieren?

        Wo soll das hinführen? Quoten für den Vorstand für jeden Angelsportverein? Hier wird doch der Versuch gestartet, das sozialistische Gleichheitsideal radikal durchzudrücken. Scheibchenweise verschwindet die Freiheit… 😦

      • Demokratisch legitimiert werden kann (fast) alles, wenn eine relevante Mehrheit das denn will, der Abbau von Freiheit sowieso, aber sogar die Abschaffung der Demokratie selbst. Deshalb ist es wichtig, sich trotz der schlechten Lage für eine bessere Politik einzusetzen, statt sich z. B. einfach auf den Grundrechtsschutz des Grundgesetzes zu verlassen. Das Diskriminierungsverbot wird nämlich sonst einfach neu interpretiert und zur Rechtfertigung statt Abwehr von Quoten herangezogen. Corona rechtfertigt jetzt ohnehin jede Grundrechtsbeschränkung. Vielleicht erinnert sich der Veterinärmediziner an der Spitze des RKI demnächst daran, dass gegen eine Seuche Keulen durchaus effektiv sein kann.

    • Das frage ich mich auch.

      Da möchte ich aber auch eine Männerquote für Kindergärtner, Inhaber von Lehrstühlen von Gender Studies und andere behagliche Jobs, die für Frauen reserviert zu sein scheinen.

      Ich bin mittlerweile kategorisch gegen jeden Quotenrassismus. Das ist spalterisch und zerstört das Verhältnis der Geschlechter.

  3. Ich bin kein Jurist: Aber könnte man nicht eine loyale Sekretärin zu ihrem bisherigen Gehalt plus 500 Euro zusätzlich pro Monat in den Vorstand befördern… ? Im übrigen: wenn die Briten klug sind, lassen sie von Quoten-Unfreiheit die Finger: Vielleicht wäre das ein zusätzlicher Anreiz für tüchtige Frauen und Männer, dort eine Karriere zu starten…. Ich sage im übrigen voraus, daß besonders tüchtige Männer sich wahrscheinlich nur noch sehr vermindert für solche Bereiche in Großunternehmen anstellen lassen werden, die typischerweise Frauen in Vorständen (und sonstiger Leitungsposition) besetzen werden, etwa Personal, Recht… „Leute“: Geht wenigstens in die FDP (wenn ihr schon keine liberale Partei schafft). Bis irgendwann – ich habe kaum Zeit.

    • Wahrscheinlich scheitert mein Vorschlag am Aktienrecht, genauso wie an anderem Recht eine Art von erklärtem Einkaufsboykott durch antifeministische Frauen und Männer von Firmen mit Quote… Aber CDU/CSU können wir ganz offiziell boykottieren!

      • Rein theoretisch ist für Vorstände nicht einmal der Mindestlohn vorgeschrieben. Aber die große Verantwortung wird man wohl nicht völlig unbezahlt lassen wollen, zumal selbst mit Versicherung noch Haftungsrisiken verbleiben. Trotzdem wäre es durchaus möglich, demnächst z. B. die Chefsekretärin mit einem Lohnzuschlag in den Vorstand zu befördern oder die Ehefrau des Vorstandsvorsitzenden.

      • Rational wäre eher, dass die Frauen von den etwas niedrigeren Ebenen jetzt verstärkt nach oben drängen. Wenn sie den Job dann quasi sowieso nicht verlieren können, können sie auch selber entscheiden, wie sie ihn ausfüllen.

      • Inzwischen machen mehr junge Frauen Abitur und studieren als Männer. Doch die freiwillige Fächerwahl (selbst bei NC haben sie wegen durchschnittlich besserer Noten ein Vorrecht bei der Auswahl) geht bereits mehrheitlich nicht in Richtung einer Karriere in der Wirtschaft. Das verstärkt sich ungemein beim ersten oder gar zweiten Kind. Ich finde das völlig in Ordnung. Doch selbst wenn Sie darin eine Form der gesellschaftlichen Diskriminierung sehen wollen, wäre der richtige Ansatzpunkt nicht eine Frauenquote auf höchster Ebene, sondern z. B. das Angebot besserer Kinderbetreuung sowie bessere Anreize für Väter, sich mehr um ihre Kinder zu kümmern.

      • Von Diskriminierung habe ich nicht geschrieben. Ich versuche lediglich mögliche Vorteile von Frauen in Führungspositionen aufzuzeigen. Natürlich kann es auch komparative Nachteile geben, wenn man z.B. in direktem Wettbewerb mit einem sehr männlich dominiertem Unternehmen steht und dieses sich dann besser durchsetzen kann.

      • Sie treten hier doch für Diskriminierung nach dem Geschlecht ein. Warum sollte eine Frau im Wettbewerb mit männerdominierten Unternehmen ein Nachteil und kein Vorteil sein?

      • Es kommt wie gesagt auf das Wirtschaftssytem bzw. spezifische Gegebenheiten an. Man kann das nicht verallgemeinern.

      • Genau deswegen macht eine allgemeine Quote per Gesetz keinen Sinn. Warum soll nicht mehr jedes Unternehmen auf seine spezifischen Gegebenheiten reagieren dürfen?

      • Ich hatte ja erwähnt, dass auch ich kein Freund von allgemeinen Quoten bin.

      • Sie haben es mir in den Mund gelegt und erkennen außerdem valide Argumente dafür nicht an.

      • Sie stehen nicht zu Ihrer Meinung und haben kein einziges valides Argument benannt (sondern haben auch in dieser Hinsicht nur eine wankelmütige Meinung).

    • Die FDP ist liberaler als die anderen Parteien (selbst im Vergleich zu Klein- und Kleinstparteien), aber ist zu opportunistisch und prinzipienlos sowie zu Euro- und EU-begeistert. Wir könnten gleich nächste Woche eine liberale Partei gründen, die aber kaum gute Erfolgsaussichten hätte (nur die Wahlergebnisse von LKR könnten wir leicht schlagen), zumal wir alle auch noch anderes zu tun haben.

      • Die Frage ist, wie man den grün-links-autoritären Trend stoppen kann. Ja, die FDP ist noch liberaler als der Rest. Liberal ist sie aber definitiv nicht mehr. Sie bemüht sich allenfalls noch, simple Selbstverständlichkeiten zu äußern. Ähnliches gilt für Merz. Was also machen? Die FDP stärken und ihr die Stimme geben? Höchstwahrscheinlich wird sie dennoch umkippen und sich dem Zeitgeist anpassen. Die FDP schwächen und ihr die Stimme entziehen und rechts oder gar nicht wählen? Die FDP bekommt nackte Panik, um die reine Existenz und biedert sich noch mehr an.

        Ich sehe im aktuellen Umfeld nur wenig, bis gar keine Aussicht auf Besserung. Bewirkt eine Stimme für die FDP überhaupt etwas? Als reines Gedankenexperiment: Würde eine CDU-FDP-Regierung anders agieren? Ist sie eine Stimme des „geringeren Übels“ wert oder ist der Frust so groß, dass man symbolisch (da die einzelne Stimme eh fast nie entscheidet) eine grüne (Mit)regierung in Kauf nimmt?

        Ich denke mittlerweile, dass Wahlen ohnehin bedeutungslos sind. Über den Weg der Gesellschaft wird in den Medien entschieden. Und dort sind die Aussichten auf einen liberalen Umschwung noch düsterer.

      • Eine schwarz-gelbe Regierung ist auch nicht besser, wie die letzte gezeigt hat. Rot-grün war rückblickend betrachtet besser als alle nachfolgenden Merkel-Regierungen, die immer schlimmer wurden. Wenn Frau Merkel entgegen ihrer Ankündigung bleiben will, kann sie aber auch 2021 keiner verhindern. Die Massenmedien sind ein Problem, insbesondere der öffentlich-rechtliche Rundfunk, dem aber auch schon viele nicht mehr vertrauen. Es wäre ein politisch lohnendes Ziel, über ein Bundesland den Rundfunkstaatsvertrag aufzukündigen.

      • Es gibt noch eine kleine Chance, dass Sachsen-Anhalt den Staatsvertrag aufkündigt, wenn die CDU-Fraktion mit der AfD-Fraktion im Dezember gegen die Beitragserhöhung stimmen. Da MP Haseloff aber jetzt anfängt „Gespräche“ zu führen, wird die CDU am Ende wohl auch zustimmen.

      • Meines Wissens nach denkt die CDU nirgendwo an eine Aufkündigung des bestehenden Staatsvertrages. Es geht nur darum, einer völlig unpassenden Beitragserhöhung in der aktuellen Krisenlage vielleicht nicht zuzustimmen.

      • @Alexander Dilger 22/11/2020 um 23:58

        Ja, so ist es (die CDU-geführte Regierung in Sachsen-Anhalt beabsichtigt lediglich, der Beitragserhöhung nicht zuzustimmen).

      • Die Beitragserhöhung wir doch gebraucht um die Gehälter der Fußball Stars zu bezahlen.
        Hände weg von der Beitragserhöhung!!!!

      • Sie haben recht. Mittlerweile halte ich es aber für fast ausgeschlossen, dass die CDU tatsächlich gegen die Erhöhung stimmt. Die anderen Parteien und Teile der Medien fangen bereits damit an, die AfD-Keule auszupacken. Sobald sich dann die Bundes-CDU einschaltet, werden die Mandatare einknicken.

  4. Quoten anstelle von Kompetenz. Das sollte, kann keiner gestandenen Frau in einem Konzern gefallen noch sich damit schmücken, dient allenfalls dem eigenen Ego.

    Natürlich ist hohe / gute Entlohnung Ausgleich für „schlechtes“ Gewissen, aber dem zu vertretenden Unternehmen ist Sinn und Zweck von Vorständen nach Proporz ein Bärendienst, im äußersten Fall der Untergang gedient.

    Weil von Vorständen z.B. in prekären Situationen wie aktuell Corona höchste Kompetenz zugewiesen ist. IT Kenntnis mit Kundenbindung, Ersatz für Messen , Präsentation und Außendienst , persönliche Führungskraft , Sach- und Sprachkompetenz, Erfahrung etc. an das eigene Team gefordert wird.

    Es rächt sich wieder einmal – auch bei CDU/CSU – dass keiner der Funktionäre Erfahrung in einem Unernehmen hat. Giffey als Mit – Inititiatorin rennt nur Mainstream hinterher, Wählern von Grün , Rot, Links und ist selbst Ausweis für Inkompetenz im Amt mit Schummeln und Tricksen.

    Sofern das Ganze umgesetzt wird – gegen wirtschaftliche Interessen deutscher Unternehmen –
    gibt es einen weiteren Nachteil / Baustein im internationalen Wettbewerb der Besten.

  5. Ergänzung , vergessen : …..in der aktuellen Lage / Corona ohne definitives Ende in Sicht ist persönliche Präsens Vorstand / GF / Führungskräfte per Medien mittels EDV , Computer , Telefon, Telefonkonferenzen etc. unabdingbar.

    Eine Frau kann – will – diese absolut nerven- und energieaufreibende Arbeit nicht leisten. Physisch, psychisch.

    Ohne Pausen von 7:00 bis 22:00 , Wochenende. Anforderungen an Führungskräfte Vorstand aktuell irre, riesig groß. Sämtliche Verantwortung für Mitarbeiter / Unternehmen ruht auf ihren sachgerechten, schnellen Entscheidungen. 2. Ebene im Unternehmen braucht jetzt Führung, sofortige Entscheidungen, Wege aus der Krise.

    Kann, will das eine Frau machen , ohne Rücksicht auf persönliches Wohlergehen, Verzicht auf Freizeit, Familie ?

    • Es gibt Frauen, die das wollen und können, während viele Männer dazu nicht (mehr) bereit sind. Aber die Verteilung ist immer noch so, dass mehr Männer jahrzehntelang darauf hingearbeitet haben als Frauen. Mütter müssen nicht nur von 7 bis 22 Uhr für ihre (kleinen) Kinder da sein, sondern auch von 22 bis 7 Uhr. Sie leisten häufig mehr als die Männer, aber eben nicht allein bzw. vorrangig für ihr Unternehmen, sondern auch für ihre Familie.

      • Mit einem ordentlichen Vorstandsgehalt ist die Bezahlung eines Kindermädchens oder Aupairs doch kein Problem.

      • Solche Karrieren müssen jedoch viel früher gestartet werden und auch Kinder kämen meist vor dem Vorstandsamt, zumindest für die Mütter.

      • Nicht, wenn die Vorstandsposten für Frauen nach einer vorgeschriebenen Quote vergeben werden.

      • Es gibt genügend Beispiele für erfolgreiche Karrierefrauen mit mehr als nur ein oder zwei Kindern. Vielleicht nicht unbedingt so häufig im bequemen Vollkasko-Deutschland aber selbst hier.

      • Für normale Mütter ist das kaum leistbar. Entweder waren sie schon sehr wohlhabend und haben die Kinderbetreuung größtenteils outgesourct oder ihr Mann hat das übernommen. Beides kommt vor, ist aber nicht die Regel. Andernfalls wäre doch überhaupt kein Karrierenachteil für Frauen zu sehen. Wie erklären Sie sich dann den niedrigen Frauenanteil in Vorständen? Sind doch die bösen Männer schuld, die keine Frauen mitspielen lassen wollen?

      • Ich denke, dass das weibliche Geschlecht überwiegend schlicht und ergreifend gar kein Interesse daran hat, sich im Beruf, insbesondere in einem privatwirtschaftlichen Unternehmen aufzuarbeiten. Halten Sie mich jetzt meinetwegen für einen Chauvinisten, aber die meisten Frauen in unserer angeblich ach so emanzipierten Gesellschaft, erwarten doch nach wie vor vom Mann, dass er das Geld nach Hause bringt und sie (und die Familie) „versorgt“. Ausnahmen bestätigen die Regel.

      • Ich denke nicht, dass das für die meisten Frauen (noch) stimmt. Diese versuchen, Beruf, Haushalt und Kinder unter einen Hut zu bringen. Vielen gelingt das auch ganz gut, aber es schließt eben aus, sich vollständig nur einem Bereich zu widmen.

        Interessanter finde ich die Frage, ob das überhaupt nötig ist. Arbeiten Sie sich als Unternehmer tot? Es ist eine Vorstellung der Mittelschicht, es durch Fleiß und Sparsamkeit nach oben zu schaffen. In der Oberschicht ist man deutlich entspannter, was in den oberen Positionen (einschließlich Professuren) durchaus auch Vorteile hat, aber nicht unbedingt auf dem Weg von weiter unten dorthin. Wenn man das bis zum Ende denkt, könnte daraus sogar ein Argument für Frauenquoten bzw. ganz andere Besetzungsverfahren abgeleitet werden, welches jedoch deutlich von den eher schlichten Standardargumenten abweicht.

      • Nun, heute arbeite ich mich nicht mehr tot, sonst wäre ich ja bereits tot. 😂

        Aber es gab schon Zeiten – und die währten bei mir immerhin mehr als ein Vierteljahrhundert – da habe ich fast nichts anderes gemacht als gearbeitet. Natürlich immer mit Leidenschaft und ich bereue auch keine Minute davon. Und das, obwohl es manchmal schon sehr herbe Rückschläge gab, die ein abhängiger Beschäftigter im sogenannten „Sozialstaat“ so ganz sicher nie erleben muss.

        In den anderen Punkten bin ich bei Ihnen, was aber eben genau nicht widerlegt, was ich weiter oben über Frauen und ihr überwiegendes Verhältnis zu Spitzenjobs geschrieben habe.

      • Sie hatten behauptet, dass die meisten Frauen erwarten würden, dass der Mann das Geld nach Hause bringt. Ich denke nicht, dass das so noch gilt. Wie erklären Sie dann z. B. die vielen alleinerziehenden Mütter? Für eine reine Karriere haben sie erst recht keine Zeit, aber sie sorgen für sich und ihre Kinder, wo viele Männer sich drücken.

      • Ich kenne tatsächlich alleinerziehende Mütter, die sich mit zwei, drei Kindern, Aupairmädchen und Haushaltshilfe durchschlagen, ohne zu jammern und ohne Unterhalt vom Ex zu erhalten.

        Ich kenne aber auch Trennungsväter, die sich abrackern, im Beruf gutes Geld verdienen und so viel davon abdrücken müssen, dass sie selbst nicht mehr über die Runden kommen.

        Das Narrativ von der armen, ohne eigenes Verschulden vom bösen Kindesvater zurück gelassenen „Alleinerziehenden Mutter“ wird zwar nach wie vor gepflegt, ist aber in den meisten Fällen nichts weiter als ein Vorwand, sich nicht selbst anstrengen zu müssen und den Kindesvater auszuplündern bis zum letzten Cent.

        Meiner Ansicht nach ist die Lage von Trennungsvätern in Deutschland in den meisten Fällen erheblich schlimmer als die der alleinerziehenden Mütter, die oftmals mit ihrem neuen Partner ein sehr komfortables Leben führen.

      • Mit neuem Partner ist man nicht mehr alleinerziehend. Es gibt allerdings Fehlanreize, einen solchen Partner zu verschweigen. Das ganze Scheidungs- und Unterhaltsrecht gehört auf den Prüfstand, da dabei die Ehrlichen mal wieder die Dummen sind.

      • Genau das meine ich.

        Gibt der pöse, pöse Kindesvater seine neue Lebensgefährtin an, kann es dieser passieren, dass sie auch noch mitbezahlen muss (jedenfalls mittelbar). Lebt die angeblich „Alleinerziehende Mutter“ hingegen mit dem neuen Partner in einer luxuriösen Villa in Saus und Braus zusammen, hat aber mit dem Kind noch irgendwo eine Meldeanschrift, an der ihr neuer Partner nicht auch gemeldet ist, wird sie weiterhin „alleinerziehend“ behandelt – mit allen dazugehörenden Privilegien des sogenannten „Sozialstaats“.

        Niemandem (außer besonders faulen Berufspolitikern und Beamten) wird es in Deutschland so einfach gemacht wie „Geflüchteten“ und „Alleinerziehenden Müttern“.

      • Es mag solche Fälle geben, aber es gibt viel mehr Alleinerziehende, denen es an Zeit, Geld und Unterstützung mangelt. Trotzdem sollte nicht der Status alleinerziehend entscheidend sein, sondern die tatsächliche Hilfsbedürftigkeit, die auch bei anderen bestehen kann und nicht bei allen Alleinerziehenden gegeben ist.

        Ebenso sind nicht alle Berufspolitiker und Beamten faul. Bei manchen Politikern würde man sich das vielleicht lieber wünschen, während viele fleißige Beamte diesen Staat überhaupt erst am Laufen halten.

      • Es mag alleinerziehende Mütter geben (z.B. solche, die dem Alkohol verfallen sind), auf die das Klischee zutrifft. Der Grund für die „Armut“ ist dann aber in den meisten Fällen nicht der Umstand, dass sie alleinerziehend sind, sondern eher, dass sie ihr Leben nicht im Griff haben und das Geld für die verkehrten Dinge ausgeben.

        Wo steht, dass ALLE Politiker und Beamten faul sind?
        Ich habe nur geschrieben, dass es FAULEN Politikern und Beamten (ebenso wie als „Geflüchtete“ und „Alleinerziehende Mutter“ etikettierten Personen) in Deutschland besonders leicht gemacht wird. Gemeint ist, für Nichtstun gut versorgt zu werden.

      • Mütter, ob alleinerziehend oder in einer Beziehung, tun nicht nichts, das ist doch eine absurde Vorstellung. Insbesondere wenn Kinder klein sind, brauchen sie viel Zeit, was eine Vollzeitbeschäftigung oder gar berufliches Engagement weit darüber hinaus zumindest sehr schwierig macht.

      • Ich kenne so einige Mütter – sowohl alleinerziehende als auch in Ehe oder Partnerschaft lebende – denen es gar nicht schnell genug gehen konnte, nach der Geburt wieder arbeiten zu gehen. Tagesmütter, Krabbelgruppe usw. machen das den Müttern doch auch leicht.

      • Mit hohem Einkommen kann man sich das leisten, wenn man sein Kind kaum noch sehen will. Aber wer wenig verdient, gibt schnell mehr für die Kinderbetreuung aus, als pro Arbeitsstunde zusätlich hereinkommt.

      • Das ist schon so. Aber es wird ja keine Mutter gezwungen, arbeiten zu gehen. Jedenfalls nicht Deutschland und anderen europäischen Staaten.

      • Theoretisch vielleicht. Aber so oft kommt das in der Praxis wohl nicht vor. Die Wahrscheinlichkeit tendiert gen null.

      • Sie behaupten jetzt ernsthaft, dass die Leistungsträger nicht 24/7 arbeiten? Vor einem Tag haben Sie mich für eine solche Position noch scharf attackiert.

      • Sie haben die ganze Argumentation für Freiheit von Diskriminierung und wirtschaftsfeindlicher Regulierung überhaupt nicht verstanden. Niemand kann jeden Tag 24 Stunden arbeiten. Spitzenleistungen schafft man aber auch nicht im Schlaf und wer sich stärker auf eine Sache konzentriert, hat darin mit höherer Wahrscheinlichkeit einen größeren Erfolg als jemand, der das vielleicht aus guten Gründen nicht tut.

      • Es geht die ganze Zeit darum, dass Menschen zu unterstützen sind, die aus gewichtigen Gründen kein Höchstmaß an Leistung bringen können. Wenn die „Oberschicht“ gar nicht 24/7 (was natürlich eine Metapher ist) arbeitet, dann kann man doch auch z.B. Frauen einstellen, die in Teilzeit gute Arbeit leisten können. Dies könnte eine Gesellschaft den Unternehmen, die ihr dienen sollen, schmackhaft machen.

      • Es ist völlig absurd, dass jemand in Teilzeit einen DAX-Konzern vernünftig führen könnte. Man könnte höchstens diskutieren, ob es nicht vielleicht mit 70 Stunden pro Woche geht statt mit 100. In Teilzeit könnte nur eine Quoten-Frau beschäftigt werden, die abnickt, was andere ihr vorgeben. Dadurch würde die Corporate Governance aber nicht verbessert, sondern verschlechtert.

      • Das sind eher kleinere Unternehmen oder Teile von größeren Konzernen. Als Unternehmer kann man sich außerdem zum Vorstandsvorsitzenden machen und die eigentliche Arbeit weiterdelegieren. Richtige Spitzenkräfte werden in Ihrem Artikel doch auch zitiert: „Tesla CEO Elon Musk recently said that people need to work 80-100 hours per week to ‚change the world‘ and former Yahoo chief Marissa Mayer claimed she clocked in 130-hour weeks“. Selbst wenn die Grenzproduktivität sinkt, lohnt sich der Zusatzaufwand wegen des hohen Leverage meist noch. Das gilt auch für Spitzenpolitiker, die anderen kürzere Arbeitszeiten und früheren Renteneintritt vorschreiben, nicht sich selbst.

      • Hier wird nicht die Qualifikation abgesprochen, sondern die Bereitschaft, über Jahrzehnte rund um die Uhr der Arbeit den absoluten Vorrang zuzusprechen. Vielleicht sind Frauen auch einfach klüger als Männer und geben sich dafür nicht her.

      • Ich hätte nichts dagegen, wenn dieses Ideal ganz verschwinden würde.

      • Für die meisten Menschen ist das doch gar kein Ideal (mehr?). Gerade deshalb sind die hohen Gehälter nötig, um überhaupt noch wen dafür zu finden. Sie wollen nun mit den Linken die Gehälter ohne die entsprechende Arbeit umverteilen.

      • Durch Deckelung der Gehälter würde man ermöglichen, dass sich eine 24/7-Hingabe gar nicht mehr lohnt. So ist es ja auch in der Wissenschaft: Sie können als Professor durch externe Rufe mehr Gehalt bekommen, aber es gibt dafür eine Grenze.

      • Was meinen Sie eigentlich, wo der Wohlstand in Deutschland herkommt? Warum sind Sie nicht einfach froh, dass es Menschen gibt, die sich mehr anstrengen (wollen) als Sie?

        Es mag Bereiche geben, wo zusätzliche Anstrengung ineffizient ist, insbesondere bei Wettbewerben um eine gegebene Verteilungsmasse, da es sich dann nicht einmal um Nullsummenspiele handelt, sondern wegen der Anstrengung um Negativsummenspiele. In den meisten Wirtschaftsunternehmen (und auch an vielen Lehrstühlen) werden jedoch positive Werte geschaffen und ist die Leistung an der Spitze auch für die Wertschöpfung weiter unten wesentlich.

      • Wohlstand ist gut, aber nicht um jeden Preis. Ich möchte keine Kultur, in der jemand nur dann wertgeschätzt wird, wenn er/sie 24/7 arbeitet.

      • Sie dürfen doch wertschätzen, wenn Sie möchten. In unserer Gesellschaft allgemein werden wie von Ihnen Leistungsträger kaum noch geschätzt. Ihre Arbeit wird verachtet und ihnen das Geld selbst nach hohen Steuern und Abgaben geneidet. Der Staat sollte sich hinsichtlich der individuellen Lebensentwürfe möglichst neutral verhalten, wirft aber den Leistungsträgern immer mehr Knüppel zwischen die Beine, bis der Laden irgendwann gar nicht mehr läuft.

      • Wenn Ihnen die Gesellschaft nicht gefällt, warum verlassen Sie sie dann nicht? Vielleicht finden Sie ja irgendwo auf der Welt noch Systeme mit einem Raubtierkapitalismus, in dem es als sehr positiv zählt, 24/7 zu arbeiten. Fernost könnte passend sein.

      • Sie verstehen nichts von individueller Freiheit. Ich konkurriere doch gar nicht um Vorstandsmandate, sondern bin Lebenszeitbeamter. Meinen Kindern werde ich allerdings raten, sich gut zu überlegen, in welchem Land sie leben und arbeiten wollen.

      • Sie schüren Ängste und berücksichtigen nicht, dass die Mischung aus individueller Freiheit und gesamtgesellschaftlichem Wohlstand in Deutschland nach wie vor recht einzigartig ist.

      • Ist das Ihr Rechtfertigungsversuch für den Abbau individueller Freiheit und Diskriminierung nach dem Geschlecht? Freiheit und Demokratie wurden den Deutschen geschenkt und werden zunehmend abgebaut. Auch die Grundlagen unseres Wohlstands werden von der Politik systematisch untergraben. Ohne Trendumkehr wird sich das hohe Niveau in beiden Bereichen nicht halten lassen. Andere Länder haben hingegen einen positiven Trend, selbst wenn das Niveau noch nicht so ausgeprägt sein sollte.

      • Demokrat: Auch das ist (unmoralische) Freiheit wie auch die Entscheidung, die Sie oben ansprachen für ein Wirtschaftssystem: Jeder Gruppe ihr (gewaltloses) Wirtschaftssystem.

      • Der Sozialismus funktioniert nur über die Staatsgewalt. Allein die Marktwirtschaft basiert auf Privatautonomie und freiwilligem Handel.

      • Das waren doch keine hohen Wachstumsraten. Das BIP misst außerdem nicht die Realeinkommen, sondern die Wertschöpfung, selbst wenn diese faktisch verschenkt oder durch exorbitante Schulden finanziert wird. Die demokgraphischen Probleme kommen erst noch, ebenso die Folgen der systematischen Zerstörung wichtiger Branchen einschließlich der Automobilindustrie.

      • Die Reallöhne sind seit mindestens 2007 monoton gestiegen: https://www.destatis.de/DE/Themen/Arbeit/Verdienste/Realloehne-Nettoverdienste/Tabellen/liste-reallohnindex.html;jsessionid=47C483AC8A8726550A35D9D505ED0D74.internet8712
        Zur Bewältigung der demographischen Probleme haben wir jetzt Neubürger, die man zumindest zum Teil gut ausbilden kann (das impliziert nicht, dass ich die Wanderungen 2015 in Gänze gut fand). Schließlich kann die Transformation zu E-Autos auch eine Chance sein, wenn man es richtig macht.

      • 2009 und 2013 gab es einen Rückgang bei den Reallöhnen, das nennt man dann nicht monoton steigend. Unqualifizierte Personen z. T. mit erheblicher Gewaltbereitschaft lösen doch keine demographischen Probleme, sondern verschärfen sie. Die deutsche Automobilindustrie profitiert offensichtlich nicht vom direkten Angriff auf ihre Kernkompetenzen wie den Diesel, sondern wandert lieber ab. Die Solarindustrie produziert doch auch nicht mehr in Deutschland, während die bisherigen Kraftwerke massiv entwertet wurden. Die Strompreise sind inzwischen rekordverdächtig hoch bei geringerer Versorgungssicherheit und dem Import von Atom- und Kohlestrom, als wenn er im Ausland sicherer und sauberer produziert würde.

      • -0,1% zweimal, gut, aber das ist ein unbedeutender Rückgang verglichen mit den sonstigen Anstiegen.

        Gewaltbereit, das ist ein Problem, aber unqualifiziert würde ich nicht pauschal behaupten. Zumindest die Flüchtlinge aus Syrien bildeten einen Querschnitt der Bevölkerung.

        Die Transformation zu E-Autos ist natürlich nicht trivial, aber früher oder später wird man sich auch in nicht-grünen Kreisen damit auseinandersetzen müssen, weil die fossilen Ressourcen schlicht endlich sind.

      • Das Bildungsniveau ist in Syrien insgesamt viel niedriger. Viele sind funktionale Analphabeten in Arabisch und können kein Deutsch. Berufliche Ausbildung im deutschen Sinne gibt es in Syrien nicht und auch die meisten, nicht alle, Akademiker sind geringer qualifiziert als hierzulande. Über eine zeitweise Flüchtlingsaufnahme aus humanitären Gründen könnte man noch diskutieren, wobei man auch dann hätte kontrollieren müssen, wer überhaupt aus Syrien stammt und dort zu den Opfern statt Tätern gehörte. Aber es ist einfach nicht wahr, dass Deutschland und seine Sozialsysteme dadurch ent- statt belastet würden.

        Das gilt auch für die Märchen vom Wirtschaftswachstum durch den Verzicht auf die Nutzung fossiler Energieträger. Die Endlichkeit der fossilen Ressourcen hat 1972 der Club of Rome überdramatisiert. Danach hätten jetzt schon alle Lichter ausgehen müssen. Anstatt aus den Fehlern zu lernen, wird jetzt einfach das Ende der Industriegesellschaft oder gleich ganzen Menschheit aus einem anderen Grund vorhergesagt, nämlich Klimawandel, weshalb wir die meisten Rohstoffe in der Erde lassen müssten.

      • Es geht doch nicht um die aktuellen Kosten in den Sozialsystemen, sondern um die demographische Entwicklung. Man muss den Menschen, die hier im Land sind, natürlich auch die Möglichkeit geben zu arbeiten, wenn man möchte, dass sie zum Wirtschaftswachstum beitragen.

        Was Prognosen aus den 70ern mit heutigen Problemen zu tun haben, erschließt sich mir nicht. Ich möchte kein Schwarzmalen betreiben, aber es ist doch offensichtlich, dass die Umstellung auf praktikable E-Autos langfristig für die Umwelt und damit auch für die Gesellschaft gut ist. Es ist wichtig, dieses Thema nicht allein den Grünen oder noch radikaleren Parteien zu überlassen.

      • Wer weniger produktiv ist als der Mindestlohn, findet legal gar keine Beschäftigung mehr. Aber auch sonst entnehmen die meisten Flüchtlinge den Sozialsystemen schon jetzt in jüngeren oder auch mittelalten Jahren mehr Geld, als sie einzahlen, während sie natürlich auch alt werden und dann noch mehr kosten. Man kann versuchen, ihre Produktivität zu erhöhen, was aber häufig nicht hinreichend gelingt und in jedem Fall mit zusätzlichen Kosten verbunden ist. Länder, die von Zuwanderung profitieren, achten auf die Qualifikationen und sonstigen Qualitäten ihrer Zuwanderer. Deutschland vernachlässigt das und verliert zugleich viele Qualifizierte aus Deutschland.

        Sie haben doch fälschlich behauptet, dass es bei den E-Autos und anderen Schikanen um die Endlichkeit der fossilen Rohstoffe ginge. So hätten die Vorläufer der Grünen vor 50 Jahren argumentiert und sich auch dabei auf die Wissenschaft berufen. Aktuell ist aber der Klimawandel die Begründung für fast alles (wenn er nicht reicht, gibt es aber auch noch Feinstaub und Stickoxide), also die Endlichkeit der Atmosphäre statt der Rohstoffe in der Erde. Letztere wäre marktwirtschaftlich ohnehin kein Problem, weil gegebenenfalls der Preis die Nachfrage senken und zu mehr Anstrengungen (die Sie auch nicht mögen) auf der Angebotsseite führen würde.

      • Die Notwendigkeit der E-Autos wird natürlich auch mit der Endlichkeit der Ressourcen begründet, wobei in der Tat der Schwerpunkt der Argumentation auf dem Klimawandel liegt. Es gibt übrigens auch noch andere Vorteile, etwa die geringere Lautstärke und die geringere olfaktorische Belästigung.

      • Ihr Verweis auf die „Endlichkeit der Ressourcen“ ist völlig unökonomisch und widerspricht auch der Empirie. Trivial richtig ist, dass rein physikalisch die Erde wie auch das ganze Weltall endlich sind (allerdings nicht nur räumlich und materiell, sondern auch zeitlich, was gerne übersehen wird beim Strohmann des unendlichen Wachstums). Das ist aber ökonomisch nicht relevant, weil wir gar nicht bis zu diesen Grenzen vorstoßen (bei der Umweltverschmutzung mag das anders sein, weil bei ihr sowohl der Ressourcenverbrauch als auch die Anreize dazu ganz anders sind). Die Steinzeit endete nicht durch einen Mangel an Steinen und auch das Ölzeitalter wird nicht durch einen Mangel an Öl enden.

        Ganz unabhängig davon verbrauchen E-Autos zumindest bislang mehr Ressourcen als z. B. moderne Dieselfahrzeuge. Dass E-Autos kaum zu hören sind, ist ein Sicherheitsrisiko, weshalb z. T. extra Geräusche erzeugt werden.

      • Demokrat
        sagte am 21/11/2020 um 23:34 :“ . . . aber es ist doch offensichtlich, dass die Umstellung auf praktikable E-Autos langfristig für die Umwelt und damit auch für die Gesellschaft gut ist . . .“
        Die Vielfalt an Thesen, die Sie unter einer konkreten Themen-Vorgabe unterbringen, entzieht sich einer erkenntnisfördernden Diskussion- und das macht die Sache ärgerlich.
        Um an das zitierte Beispiel anzuknüpfen: Das wird der Bundesregierung vorgeworfen , dass sie nicht technologieoffen fördert- vielmehr – um willkürlich gesetzte Ziele zu erreichen – die E-Mobilität unter Einsatz unvertretbarer Mittel durchsetzt. Eine Alternative wäre z.B. der Einsatz mit Wasserstoff aufgeladener Trägerflüssigkeiten (LOHC-Technik), für den kleinere Anlagen bereits verkauft werden ( (Hydrogenious Technologies https://is.gd/QRAH1v -Deutscher Zukunftspreis- Podcast dort abrufbar). Die weit naheliegendere Alternative wäre die Durchsetzung alternativer Mobilitätskonzepte unter Beibehaltung bestehender Technik, die zu einer Verringerung des Individualverkehrs und Rationalisierung des Gütertransports führen.
        Zur Problematik der Politik zum Wechsel der Energieträger hat sich Sigmar Gabriel (SPD) als Wirtschaftsminister der GROKO 2014 mehrfach in einer Form geäußert , wie man sie hier nicht klarer finden kann- einmal auf dem Energieeffizienzkongress in 11-2014 in Kassel, weiter bei einer von der SMA AG organisierten Tagung- ebensfalls 2914 in Kassel- Mitschnitt auf SAT1 (wer seine Anonymität aufdeckt, kann solche Infos aus meiner Cloud abrufen).
        Um zum Ausgangspunkt zurückzukommen: Es ist doch „offensichtlich“, dass die gegenwärtig noch bestehende Effizienz unseres Staatswesens die Frucht einer Entwicklung seit Kriegsende ist, diese Frucht aber durch beispiellose Strukturbrüche – insbesondere seit den „90igern“ – beeinflusst -ich sage bedroht – wird. Dazu gehört die Regelungswut, in der sich CDU, SPD und Kommission der EU einen Wettbewerb liefern.

      • „Demokrat“ hat doch deutlich gemacht, dass ihm die konkrete Regulierung egal ist, Hauptsache die individuelle Freiheit und der Markt werden eingeschränkt. Anstrengen soll sich auch niemand, das Geld kommt sowieso von der EZB.

      • KWB: Das Thema Automobilindustrie habe nicht ich aufgeworfen.

        Würden Sie Ihre Argumente bitte präzise vorbringen und nicht auf obskure Internetseiten verweisen? Ich kann Ihnen andernfalls leider nicht konstruktiv antworten.

      • Demokrat
        sagte am 22/11/2020 um 15:12 :“ . . .Würden Sie Ihre Argumente bitte präzise vorbringen und nicht auf obskure Internetseiten verweisen . . .“
        Ich trete hier mit Klarnamen auf und beanspruche auf Grund meiner diversen Beiträge einen Vertrauensvorschuss. Wenn Sie mir diesen nicht gewähren wollen, googeln Sie statt Benutzung der angegebenen Shorten URL den Begriff „hydrogenious technologies“ – es handelt sich um einen Träger des Deutschen Zukunftspreises und es lohnt sich für Sie.
        Im übrigen habe ich nicht die Absicht, mit Ihnen durch die Themen zu mäandern; entweder Sie halten sich an Diskussions-Disziplin oder Ihre Beiträge bleiben von meiner Seite aus unkommentiert stehen.

      • Ich kann keine Informationen über Sie finden, lege aber auch ehrlich gesagt keinen besonderen Wert auf einen Austausch mit Ihnen. Wasserstoff ist eine Alternative zum E-Auto, ja. Aber auch den Übergang dorthin (sofern sich der Weg als praktikabel erweist) kann der Staat beschleunigen, wenn er es klug macht. Libertäre Ansätze sind hier nicht unbedingt ideal.

      • Der perfekte staatliche Planer könnte alles machen wie der Markt und sogar noch besser. Reale Planer aber nicht, weil ihnen dazu Wissen und Anreize fehlen. Außerdem gibt es keine Feedbackschleifen wie beim Markt, durch die Fehlentwicklungen zeitnah und unblutig korrigiert würden. Das Eintreten für die soziale Marktwirtschaft und gegen Ihren Etatismus ist liberal. Libertäre wollen hingegen den Staat ganz abschaffen statt eine Konzentration auf seine Kernaufgaben.

      • Die Endlichkeit der Umweltressourcen ist ein zentrales Thema der modernen VWL, schauen Sie doch mal in aktuelle Lehrbücher zur Umweltökonomik. Ihr Versuch, mich in die linke unwissenschaftliche Ecke zu stecken, ist durchaus abenteuerlich.

      • Ich kann doch nichts dafür, dass Sie Unsinn schreiben und mit wirtschaftswissenschaftlichem Wissen prahlen, welches Sie nicht haben. Wenn Sie in die Lehrbücher geschaut hätten, wüssten Sie, dass es wesentliche Unterschiede zwischen Rohstoffen und Schadstoffen sowie bei deren Bewirtschaftung gibt.

      • Sie übersehen, dass Sie ein Professor für BWL sind, der meines Wissens nach nicht ausgewiesen ist in der VWL, insbesondere nicht in der modernen VWL. Marktversagen und nachhaltiges Wirtschaften sind wichtige Themen. Sie können z.B. auch in die große Literatur zum Thema „Peak Oil“ schauen.

      • Das ist schon ironisch, wie Sie als anonymer Kommentator ohne irgendeine nachgewiesene Qualifikation nun wissenschaftliche Autorität als Argument gegen mich als promovierten Volkswirt und habilitierten Wirtschaftswissenschaftler anführen wollen, weil Ihnen die inhaltlichen Argumente ausgegangen sind. Dabei ist das Autoritätsargument überhaupt kein wissenschaftliches Argument. Es kann höchstens zur Orientierung dienen, wenn man einer wissenschaftlichen Diskussion nicht folgen kann oder vorab entscheiden möchte, mit wessen Argumenten eine nähere Beschäftigung vielleicht eher lohnt. Rein wissenschaftlich zählen nur die inhaltlichen Argumente, wobei empirische Evidenz ein besonders starkes ist.

        So gibt es meiner Kenntnis nach überhaupt keinen nicht lebendigen Rohstoff, der der Menschheit jemals ausgegangen wäre. Mit dieser All-Aussage wage ich mich weit vor und Sie könnten sie leicht mit einem einzigen Gegenbeispiel widerlegen, wenn es ein solches gibt. Viele Rohstoffe sind sogar weniger knapp (für uns Menschen und gemessen in realen Preisen oder besser noch relativ zum Stundenlohn) geworden, was auch für Erdöl gilt. Die nachgewiesenen Vorkommen sind heute deutlich größer als 1972. „Peak Oil“ wird deshalb kaum noch angebotsseitig erwartet, sondern die Nachfrage wird von vielen Ländern zunehmend politisch begrenzt. Das erhöht übrigens den Anreiz der Förderländer, jetzt noch schnell Kasse zu machen.

      • Sie selber hatten doch behauptet, dass mir wirtschaftswissenschaftliches Wissen fehle. Ist das ein inhaltliches Argument?

        Die Frage ist nicht, ob ein Rohstoff irgendwann gar nicht mehr vorhanden ist, sondern ob es irgendwann nicht mehr wirtschaftlich ist, den Rohstoff zu nutzen. Bei Öl gab es nach dem 2. Weltkrieg ein Maximum bei den Funden, doch diese haben dann stark abgenommen: https://de.wikipedia.org/wiki/Globales_%C3%96lf%C3%B6rdermaximum#/media/Datei:Olfunde.png Es ist natürlich schwierig abzuschätzen, ob es in absehbarer(!) Zeit eine Angebotskrise geben wird, aber das Risiko besteht und es kann sinnvoll sein, das Thema frühzeitig zu adressieren.

      • Dass Ihnen wirtschaftswissenschaftliche und andere Kenntnisse fehlen, ist kein Argument, sondern eine Feststellung auf Grund Ihrer schwachen Ausführungen. So sind die nun von Ihnen präsentierten Daten doch bereits völlig veraltet. Inzwischen hat z. B. Fracking die USA zum größten Ölproduzenten und vom Importeur zum Exporteur gemacht, während Venezuela die größten nachgewiesenen Ölvorkommen hat, aber kaum noch fördert.

        Sie hatten Marktversagen als Schlagwort angeführt, aber welches Marktversagen soll es denn bei der Förderung von Rohöl und vergleichbaren Rohstoffen geben? Wenn sie knapper werden, steigt der Preis, der gleichzeitig die Förderanstrengungen steigert, die Verwendung von Substituten fördert und die Nachfrage drosselt. Bei der Ausbeutung von lebendigen Ressourcen kann es hingegen Marktversagen geben, z. B. bei schlecht definierten Fangrechten ein Überfischen bis hin zur Austrottung. Ebenso ist ein Marktversagen bei Schadstoffen möglich, wenn diese einfach ohne Preis in die Umwelt entsorgt werden können.

      • Ich finde meine Argumente gut; Sie sollten nicht den Fehler begehen, Diskutanten aufgrund anderer Ansichten abzuqualifizieren. Natürlich gibt es neue Ölfunde, aber gerade beim Fracking ist doch die Frage, ob der Aufwand bzw. die Kosten (auch aus Umweltgesichtspunkten) den Nutzen aufwiegen. Hinsichtlich Marktversagen beim Öl könnte man z.B. die Kartellbildung oder das Phänomen negativer Preise anführen. Aber vielleicht sollten wir es jetzt dabei belassen, da es in dem Faden hier eigentlich um etwas ganz anderes geht.

      • Natürlich finden Sie Ihre Argumente gut. Der Test ist aber, ob Sie Einwände kontern können (z. B. auch, ob das angebliche Autoritätsargument nicht auf Sie zurückfällt) oder nicht lieber auf ständig neue Thesen und ganze Themen ausweichen. So sind wir überhaupt aufs Rohöl gekommen, weil Sie dessen Endlichkeit als Argument für die staatliche Förderung von E-Autos anführten, die wiederum nur ein Beispiel von Ihnen für die segensreichen Wirkungen jeder staatlichen Regulierung war in Verteidigung von Frauenquoten. Nun kommen Sie schon wieder mit ganz anderen Gesichtspunkten wie der OPEC, die von Staaten gebildet wurde und fast keine Bedeutung mehr hat, oder kurzfristig negativen Ölpreisen wegen begrenzter Lagerkapazitäten bei sprunghaften staatlichen Maßnahmen gegen Corona.

      • @Alexander Dilger und „Demokrat“

        Ich beobachte jetzt schon eine ganze Weile amüsiert Ihren Schlagabtausch um Elektroautos versus Verbrenner. Gewinner ist eindeutig Herr Dilger, der in diesem Fall die Realität auf seiner Seite hat und ausnahmsweise nicht nur die Theorie.

        Das vermeintliche Killerargument „Ende des Öls“ für die netten Batterieautos, die jetzt alle großen Automobilhersteller auf Geheiß unterbelichteter Politiker bauen müssen, ist doch längst widerlegt. Oder sind die für Akkumulatoren benötigten Rohstoffe (insbesondere seltene Erden wie Lithium) etwa unendlicher vorhanden als fossile Brennstoffe und ist deren Förderung umweltfreundlicher und ethisch vertretbar als die von Öl und Gas?

        Einmal ganz davon abgesehen, dass wirklich nachhaltig nur eine mölichst lange Nutzung eines Automobils ist, weshalb ein dreißig oder auch fünfzig Jahre alter Mercedes Diesel ohne jegliches Prädikat „schadstoffarm“ immer noch umweltfreundlicher ist als ein Elektroauto, dessen durch die Akkus begrenzte Lebenserwartung derzeit bei maximal 300.000 km liegt.

        Wer mehr wissen will, sollte sich diese beiden Dokumentationen (je ca. 45 Minuten) ansehen:

      • Das wurde auch von KWB kritisiert, ich verstehe den Einwand aber nicht. So haben Sie das Thema Automobilindustrie überhaupt erst ins Spiel gebracht. Wenn man kontert, ist es doch üblich, Beispiele zu bringen und diese können dann durchaus auch andere Themenbereiche anschneiden. Es ist ja nun nicht so, dass ich hier allgemein über die Vorzüge des Sozialismus spreche (ich bin übrigens Antisozialist und lehne es insbesondere ab, die Freiheit des einzelnen Bürgers zu sehr zu beschneiden). Schließlich ist anzumerken, dass es der Vorteil von Blogs ist, auch unbequeme Meinungen aussprechen zu dürfen, ohne die eigene Person in diesen Zusammenhängen in die Öffentlichkeit zu bringen. Vielleicht treffen wir uns ja mal irgendwann beim Hayekclub.

      • 300sel: Dass jemand, der eine Linie vertritt, die nicht auf der Mainstreamlinie des Blogs liegt, als „Sieger“ bei einer einschlägigen Diskussion hervorgeht, erwarten Sie vermutlich nicht wirklich. Wer würde sich denn zu meiner Linie bekennen, wenn er/sie hier politisch angesehen bleiben will?

        Natürlich ist die Abhängigkeit der E-Autos von seltenen Rohstoffen ein Problem. Nicht zuletzt kann es hier Probleme in Bezug auf Menschenrechte geben. Ich erwähnte weiter oben, dass „praktikable“ E-Autos oder halt auch anders betriebene Alternativen zu Benzinern/Dieseln die Zukunft sein sollten. Vielleicht bekommt man durch gute Forschung Lösungen ohne diese Rohstoffe hin. Gebraucht werden Anreize dafür und eine gewisse staatliche Förderung, genauso wie bei den schnell entwickelten Coronaimpfstoffen (ja, ich weiß, jetzt bringe ich wieder ein neues Thema auf, aber genau diese Analogie sehe ich).

      • Es geht nicht darum, wer „Sieger“ ist, sondern dass Sie Ihren Etatismus einfach nicht gut begründen (können). Woher wissen Sie, dass „E-Autos oder halt auch anders betriebene Alternativen zu Benzinern/Dieseln die Zukunft sein sollten“? Politisch wird es vermutlich so kommen, aber das kostet gerade in Deutschland viel Wohlstand und Arbeitsplätze bei schlechteren Folgen für die Umwelt.

      • Dass eine generelle Reduzierung der CO2-Emissionen wünschenswert ist, denken sie aber schon? Ich habe das auch nicht immer so gesehen und erkenne die Vorteile von höheren Temperaturen in Deutschland durchaus an. Aber die Nachteile des Klimawandels, auch für Deutschland, überwiegen. Allein aus diesem Grunde halte ich es für wichtig, langfristig Autos zu haben, die weniger oder gar kein CO2 mehr emittieren.

      • Sie können meine Position dazu doch hier im Blog nachlesen. Es handelt sich um ein globales Kollektivgutproblem. Was Deutschland tut oder lässt, ist global betrachtet für sich genommen bedeutungslos. Momentan dient die deutsche Politik eher als abschreckendes Beispiel und nutzt auch politische Möglichkeiten der internationalen Zusammenarbeit nicht richtig, weil sie lieber auf nationale Alleingänge setzt.

      • Der tatsächliche (geogrophische, metereologische) Klimawandel findet mit oder ohne Zutun des Faktors Mensch statt. Was hingegen das vom Homo sapiens stark beeinflusste regionale Mikroklima angeht, wäre weniger Versiegelung der Böden ein erheblich wichtigerer Beitrag, als ständig neue Autos zu produzieren (und dafür weitere Fabriken aus dem Boden zu stampfen, für die noch mehr Bäume gefällt und Böden versiegelt werden), die sich lediglich beim bloßen Fahren im CO2-Ausstoß unterbieten, nicht jedoch in der Gesamtbilanz eines Autolebens.

  6. Frauen sollen einfach selbst entscheiden, ob sie Hausfrau und Mutter, Karrierefrau oder eine Mischform von beidem wollen! Was mich einfach stört, ist die wieder aufgewärmte, klassische „DDR“-Doktrin, dass Frauen berufstätig sein müssen, um als „vollwertig emanzipiert“ zu gelten…!

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