Team Todenhöfer gegründet

Vor einer Woche feierte er seinen achtzigsten Geburtstag und dreht noch einmal voll auf: „Jürgen Todenhöfer tritt aus CDU aus – und gründet eigene Partei“, das „Team Todenhöfer“. Grundsätzlich finde ich neue Parteien interessant, insbesondere wenn sie bislang noch nicht abgedeckte Lücken im Parteienspektrum abdecken. In diesem Fall ist das die Kombination von Kritik an den Auslandseinsätzen der Bundeswehr und das Eintreten für Marktwirtschaft. Beides begrüße ich, trotzdem halte ich die Partei nicht für erfolgversprechend. Das liegt nicht nur an den hohen Hürden und a priori geringen Erfolgsaussichten für jede neue Partei in Deutschland. Grüne und AfD sind da die absoluten Ausnahmen, die die Regel bestätigen.

So hat es schon egomanische Züge, eine Partei nach sich selbst zu nennen, insbesondere wenn man kein A-, sondern eher C-Promi ist. Das hat nicht einmal Bernd Lucke gewagt. Nur Frau Merkel könnte sich eine Merkel-Partei erlauben, die sie aber gar nicht nötig hat, da die Union ihr immer noch hörig ist und sie auch sofort Spitzenkandidatin bei den Grünen werden könnte. Außerdem hat das Team Todenhöfer kein klares Programm. Die beiden Hauptthemen sind zwar wichtig, aber nicht innovativ und eingängig genug. Vor allem wird der Pazifismus wie bei den Linken dadurch getrübt, dass er nicht allumfassend ist, sondern fremde Gewalttäter unkritisch sieht, in diesem Fall insbesondere muslimische wie den IS und die mörderischen Regime in Iran und Syrien, während er vor allem Israel und die USA kritisiert. Schließlich ist die Parteistruktur nicht transparent und wohl auch nicht sonderlich demokratisch, sondern eher als Fan-Club gedacht. Trotzdem wünsche ich Herrn Todenhöfer viel Erfolg und ist vor allem sein CDU-Austritt nach 50 Jahren ein Zeichen, wie es um die Merkel-Partei inzwischen steht.

51 Gedanken zu „Team Todenhöfer gegründet

  1. Ich finde den Typen unsympathisch, hätte ihn basierend auf den Auftritten in den letzten Jahren eher im linken Spektrum verortet. Auf Wikipedia lese ich, dass er traditionell zum rechten Spektrum der CDU gehöre. Ein schwer durchschaubarer Politiker, der kaum Erfolg mit seiner Partei haben wird.

    • Sehe ich genauso mit der Einschränkung, daß Einträge von Wikipedia zu nicht-linken Politikern mittlerweile mit größter Vorsicht zu genießen sind, da ein ganzes Heer an linksradikalen Editoren – manchmal direkt erkennbar an Antifasymbolen auf ihrer Benutzerseite – diese im Sinne ihrer eigenen Ideologie und gegen die Gebote der Neutralität und Ausgewogenheit verfaßt.

    • Sehr linke und sehr rechte Politiker können sich recht ähnlich sein. Traditionelle Rechte sind ebenso wie die Linken antisemitisch und antiamerikanisch, während sie nichts gegen Islamisten haben.

      • Ja, die Kategorien verschwimmen. Das fängt ja schon damit an, daß die NPD aufgrund ihres Menschenbildes als rechte Partei gilt, obgleich ihre Wirtschafts- und Sozialpolitik sozialistisch ist.

      • Die Nationalsozialisten nannten sich nicht ohne Grund so, wobei ihre reale Wirtschaftspolitik dann nicht sozialistisch im allgemeinen Wortsinne war, aber auch alles andere als liberal und marktwirtschaftlich.

  2. Den einst als „rechtsaußen“ geltenden Dr. Jürgen G. Todenhöfer habe ich persönlich in seiner Zeit als CDU-Bundestagsabgeordneter von Kaiserslautern Ende der 70er/Anfang der 80er kennengelernt. In der schon damals progressiv geltenden rheinland-pfälzischen CDU hatte er es als „Rechter“ nicht einfach, wo nach der verlorenen Bundestagswahl 1980 zur Jagd auf Strauß-Fans geblasen wurde. Ich habe mich damals erfolgreich gegen einen Ausschlussantrag aus der Jungen Union gewehrt. Strauß persönlich hat sich dann darum gekümmert, dass sein „Freund“ Todenhöfer aus der Schusslinie genommen wurde und in Baden-Württemberg einen neuen, sicheren CDU-Wahlkreis bekam. ABER daran möchte sich der heutige „Aktivist“ Todenhöfer bestimmt nicht mehr erinnern…?!?

    • Sehr interessant, daß Strauß bereits vor 40 Jahren selbst in der CDU als zu rechts galt. Das bestätigt mich in meiner Aufassung, daß die CDU unreformierbar ist. Sie sollte in das Dunkeln der Nacht gehen, damit die so frei gewordenen Kräfte und Wählerschichten wieder eine echte bürgerlich-konservative Politik betreiben können.

      • Ich bin Zeuge, dass 1980 Mitglieder der Jungen Union, die damals dem „progressiven Flügel“ der Union zugerechnet wurde, mit „Stoppt Strauß“-Buttons herumgelaufen sind. Von den selben Leuten wurde ich damals als „Ewiggestriger“ und „reaktionärer Illusionist“ beschimpft, weil ich den Auftrag des Grundgesetzes zur Wiedervereinigung nicht aufgegen hatte.

        Damals war dieser linke CDU-Flügel noch in der Minderheit. Merkel & Co. haben ihm zur Merheit verholfen. Die Konservativen von damals sind heute bei der AfD, wollen mit Politik nichts mehr zu tun haben oder sind leider verstorben… 😦

    • „Team Stronach“ war aber ein anderes Kaliber, teilweise haben die bei Landtagswahlen mehr Stimmen als die FPÖ erreicht.
      Da hat der Strache ordentlich hinhauen müssen auf den Frank Stronach.

      • Stronach war so eine Art Minitrump in Österreich. Er hat die Wähler in den Glauben versetzt, daß der Politik das Machertum der Wirtschaftswelt zum Erfolg fehlt. Er mußte einsehen, daß Politik komplexer als Unternehmensführung ist.

  3. Ein Werbe-Gag, um dem umfangreichen Bücherangebot Todenhöfers zu mehr Aufmerksamkeit zu verhelfen. Für ein Dilger-Team fehlt es da noch an geeigneter Geschäftsgrundlage.

    • Herr Dilger ist programmatisch jedenfalls viel breiter aufgestellt als Todenhöfer. Und wäre mir politisch auch viel näher. Wahrscheinlich steckt bei Todenhöfer nur die Eitelkeit dahinter, die er sein Leben lang offen zeigte, sowie die Angst vor der absoluten Bedeutungslosigkeit im Alter. Naja, gönnen wir ihm sein Projekt für den letzten Lebensabschnitt; vermutlich ist es ihm zu langweilig, nur den Hund Gassi zu führen oder mit den Urenkeln zu spielen.

      • Herr Dilger mag breiter aufgestellt sein, ihm fehlt aber bislang ein gewisses Charisma, mit dem er (auch, aber nicht nur) den Bodensatz auf seine Seite ziehen kann.

      • Die Eitelkeit mancher Politiker im Alter stört mich nicht, wenn sie der guten Sache dienen. Da finde ich die eiskalte Art von unscheinbaren Persönlichkeiten wie Merkel bedrohlicher.

      • Danke, allerdings mache ich mir im Gegensatz zu Herrn Todenhöfer keine Illusionen über die Erfolgsaussichten einer Ein-Mann-Partei.

    • Die Auflage all meiner Bücher zusammen ist kleiner als die Zahl der täglichen Leser hier, was ich aber auch keinem verdenken kann. Für eine aussichtsreiche Parteigründung ist aber auch die Zahl der Leser viel zu klein. Herr Todenhöfer dürfte seinerseits vergeblich auf die viel größere Zahl seiner Follower setzen.

      • Auf jeden Fall sollten Sie Ihr Werkverzeichnis um marktgängige semiwissenschaftliche Literatur erweitern, etwa
        „Lehrbuch der politischen Beschimpfungen“ ©
        Wir helfen Ihnen mit Vorschlägen zur Herstellung einer Plattform, die die des J. Todenhöfer in den Schatten stellt. Sie müssen sich dann eben zwischen dem Ruf als Wissenschaftler und dem des politischen Schlitzohrs entscheiden.

      • Aber die Entscheidung habe ich doch schon vor langer Zeit getroffen. Wäre es nicht besser, wenn ein anderer politisch vorangeht, z. B. Sie? Ich kann Sie dabei unterstütze, nicht nur mit Büchern. Wir machen dann halbe-halbe.

      • Sie könnten sich auch mit dem Wendler zusammenschließen und gemeinsam ein Lied einsingen. Oder sich um einen Platz im RTL-Dschungelcamp bemühen. Das bringt alles mehr Publicity als die Geburtstagsfeier von Jürgen Todenhöfer am Brandenburger Tor. 😂

  4. „Team Todenhöfer“ klingt zwar fatalistisch, wird aber – im Falle seines tatsächlichen Wahlantritts – wohl trotzdem mehr Stimmen holen als LKR.

      • LKR braucht keine Stimmen. Die stauben im EU-Parlament und im Bundestag die Mandate der anderen ab. Vielleicht erleben wir ja bald eine Wiedervereinigung von Team Lucke und Team Petry. Man trifft sich im Leben ja immer zweimal.

      • LKR feiert sich gerade dafür, mit Mario Miruch einen zweiten ehemaligen AfD-Bundestagsabgeordneten gewonnen zu haben. Er war aber ganz fest mit dem Pleitepärchen verbunden. Alle scheinen vergessen zu haben, wie und von wem die ursprüngliche AfD zerstört wurde. Mit Frau Petry an Bord wäre LKR noch absurder als ohnehin schon.

      • LKR steht doch eine glänzende Zukunft bevor. Sobald die Wahlversammlungen zum Bundestag vorbei sind, wird die Partei zum Sammelbecken von Bundestagsabgeordneten der AfD, die nicht wieder aufgestellt wurden.

        Um Absolution zu erhalten und wieder in den Schoß der bürgerlichen Gesellschaft aufgenommen zu werden, werden diese Leute alle Kanäle über den angeblichen „Rechtsruck der AfD“ vollheulen, Frank-Spalter Steinmeier verleiht ihnen dafür einen Orden, wenn er nicht gerade linksradikale Musikgruppen „liked“, und Lucke kriegt seine 15 min Medienaufmerksamkeit als wahrer Erbe der AfD 1.0.

        Man könnte mit den verteilten Rollen eine absurde Komödie schreiben.

      • LKR wird doch ebenfalls geächtet, wenn auch nicht so stark wie die AfD. Für die Absolution müsste man schon in eine linke Partei eintreten und Merkel-Hymnen singen. LKR nützen doch auch nicht gescheiterte AfD-Kandidaten, sondern für ein dauerhaftes Geschäftsmodell müsste es gelingen, auch nach den nächsten Wahlen noch AfD-Abgeordnete abzuwerben, was ich jedoch bezweifle.

      • Für LKR wird auch in ZUkunft etwas abfallen. Solange man bei der AfD nicht danach Präsident der Bundesanstalt für Post und Telekommunikation o.ä. werden kann, wird die Partei ein Loyalitätsproblem von abgewählten Politikern haben.

      • Doch was nützen abgewählte Politiker, insbesondere wenn sie auch sonst nichts zu bieten haben? Aktuelle Mandatsträger sind da schon interessanter, aber auch nicht dasselbe, als wenn eine Partei selbst Mandate vergeben kann. Die Wahlergebnisse sind auch unglaublich schlecht, selbst für eine Splitterpartei. Schauen Sie, was LKR aus fünf Mandaten im EU-Parlament gemacht hat.

      • Sage ich ja, die LKR ist lächerlich. Aber ihre Staubsaugerfunktion könnte ihr ein längeres Leben verleihen und in der deutschen Parteiengeschichte einen Platz als Kuriosum sichern. Das Verhältnis von Wahlstimmen zu Mandaten dürfte jetzt schon einmalig hoch sein.

      • Die LKR ist eine lächerliche Mandatsräuberpartei ohne Wählerlegitimation. Mit einem, wie auch immer herbei konstruierten, demokratischen Auftrag hat ihr Geschäftsgebaren nichts zu tun.

      • Die AfD tut gerade alles dafür, ins Einstellige zu fallen. Die Entwicklung das Gebaren der Linken zu kopieren und pöbelnde Aktivisten in den Bundestag einzuladen, ist ein neuer Tiefpunkt. Es ist doch überaus traurig, dass die bewusste Zerstörung unseres Wohlstandes nur medienwirksames Gegengekreische hervorruft. Was soll man denn noch wählen? Die AfD? Die neuen Linken/Grünen, nur von rechts? Die FDP? Ist das nicht jene Partei, die demütig auf Schreien der Linken zu Kreuze kriecht? Die Union? Damit populistische, autoritäre Geister wie Söder noch den letzten Rest Freiheit abschaffen? Es wäre zum Lachen, wenn es nicht so traurig wäre. Eine neue Partei wäre zwar überfällig. Aber der Verlauf wäre schon vorprogrammiert: Einzelne gestörte Gestalten würden in den Medien aufgebauscht, Vernünftige abgeschreckt und die Partei in der verrückten, rechten Ecke abgestempelt. Einzige Konsequenz: Ein paar zerstörte Existenzen mehr, darunter einige, um die es wirklich traurig wäre.

      • Immerhin scheinen Sie inzwischen auch zu der Erkenntnis gelangt zu sein, dass mit der AfD nicht nur kein Staat, sondern nicht einmal mehr vernünftige Oppositionsarbeit zu machen ist. Das Problem ist, dass auch die übrige Opposition ausfällt. Die Grünen sind ohnehin schon länger (un)heimliche Regierungspartei, die FDP ist zu opportunistisch und prinzipienlos und Die Linke ist eben die SED-Nachfolgepartei, die keine ernsthaften Einwände gegen eine FDJ-Funktionärin an der Spitze der Regierung hat.

        Eine neue Partei hätte das Doppelproblem, irgendwie hinreichend bekannt und gewählt zu werden, ohne von Spinnern und Extremisten überrannt zu werden. Trotzdem wird es dazu kommen, einfach weil die aktuellen Parteien zu schlecht und dysfunktional sind.

      • Woher soll eine neue Partei bis zur Bundestagswahl 2021 (so diese 2021 überhaupt stattfindet) denn kommen?

        Glauben Sie etwa,
        … dass Friedrich Merz aktiv wird?
        … oder die kastrierte „Werteunion“?
        … oder eine mit 80% Umsatzentschädigung ruhig gestellte bayerische Gastronomen-Gang?
        … oder eine heimliche Vereinigung der Gold- und Edelmetallhändler um Amarone-Krall mit den anderen Auguren in eigener Sache, allen voran Max Otte und Dirk Müller?
        … oder funktioniert Gabor Steingart sein vor Ort bereits geschickt platziertes Redaktionsschiff zur Wahlkampfzentrale um?

        Alles wenig Erfolg versprechende und entsprechend unwahrscheinliche Szenarien.

      • Binnen Jahresfrist rechne ich nicht mit einer solchen Partei. Vielleicht dauert es sogar noch länger als fünf Jahre. Das hängt auch davon ab, ob Frau Merkel Kanzlerin bleibt oder wer ihr Nachfolger wird. Auch die anderen Parteien könnten sich irgendwann wieder berappeln. Aber wie jetzt kann es nicht dauerhaft weitergehen.

      • Kleine, aber wichtige Korrektur: Die Linke ist nicht Rechtsnachfolgerin der SED, sondern rechtsidentisch mit der SED. Das sagte ihr eigener Schatzmeister an Eides statt (https://hubertus-knabe.de/die-fortsetzungspartei/).

        Die paar Dumpfbacken, die auf AfD-Einladung im Bundestag herumstreunten, waren ein echtes Ärgernis, aber die deutsche Demokratie wurde an diesem Tag im Plenum von den Altparteien eingeschränkt. Die Medien betreiben ein Ablenkungsmanöver wie bei den Fake „Hetzjagden“ in Chemnitz, die es so nie gab (http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/19/085/1908570.pdf) und vom Mord eines syrischen Flüchtling an einem Deutschen ablenken sollten.

        Das Problem sind die Medien, die ihren Aufklärungsauftrag schon lange verlassen haben und sich darauf verlagert haben, Kampfaufträge gegen Feinde des linksgrünen Weltbildes auszuführen.

      • Auch diese Diskussion hatten wir schon mehrfach. Ich habe extra nicht „Rechtsnachfolgerin“ geschrieben, sondern „Nachfolgepartei“. Beide Parteien sind rechtsidentisch, trotzdem gibt es natürlich Unterschiede (die gäbe es allerdings auch, wenn sich Die Linke noch SED nennen würde).

        Dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk bestimmte Ereignisse aufbauscht und nahezu gleiche Ereignisse von linker Seite, die den einfallslosen Rechten vermutlich sogar als Vorbild dienten, ganz anders darstellt, ist unbestritten.

      • „Die LINKE“ ist weder Rechtsnachfolgerin noch Nachfolgepartei der SED, sondern sie ist nach wie vor die „gute alte SED“. Es wurden lediglich mehrmals neue Namen kreiert – also der Markenauftritt geändert – und die zum Zeitpunkt der vorzeitig von Oskar Lafontaines Rivalen „Acker“ (Gerhard Schröder, seinerzeit Bundeskanzler) ausgerufenen Bundestagswahl noch gar nicht wahlfähige „Wahlalternative“ WASG eilig aufgesaugt, was dann auch die Umbenennung der SED von PDS in „Die LINKE“ zu Folge hatte.

        Logische Weiterentwicklung wäre eigentlich, wenn die Blockparteien SPD und CDU auch noch aufgenommen werden. Aber vielleicht kommt „Kohls Mädchen“ ja in ihrer fünften Kanzlerschaftsperiode von selbst auf diese Idee. Damit wäre die DDRisierung der ehemaligen Bundesrepublik Deutschland dann auch nach außen gut sichtbar vollzogen. Den Sozialismus in seinem Lauf hält eben weder Ochs noch Esel auf …

  5. Vielen Dank für Ihren Artikel. Es freut mich zu lesen, dass sie der Partei viel Erfolg wünschen.

    Der Name „Team Todenhöfer“ wurde vom Team gewählt und nicht von ihm. Es geht darum, dass Jürgen Todenhöfer bereits eine Marke ist. Wenn man sich die Follower auf Facebook, Instagram und Co. anschaut, so überragt das bei weitem die Anzahl jedes anderen Politikers da draußen. Diesen Vorteil möchte das Team nutzen! Es geht hier nicht um Personenkult oder dergleichen. Ehrlich gesagt, ist es schon fast lustig, dass die Menschen das glauben und ich denke dass es dazu führen wird, dass die Partei unterschätzt wird. Das haben sie ja auch schon in ihren Beitrag anklingen lassen, dass sie nicht glauben, dass das ganze von Erfolg gekrönt ist. Gut so! Ich denke, dass Sie damit falsch liegen, aber die Zeit wird es zeigen.

    Natürlich gibt es auch ein weit umfangreiches Parteiprogramm, dass nicht nur Außenpolitik und Marktwirtschaft anspricht. Jeden Sonntag wird ein weiterer Punkt aus dem Parteiprogramm auf seinen Seiten veröffentlicht. Sie dürfen also gespannt sein auf ein wirklich gut ausgearbeitetes und vor allen Dingen sozialgerechtes Parteiprogramm, dass sich weder am linken noch am rechten Rand orientiert, sondern wirklich ein Programm für die Mitte Deutschlands ist!

    • Nichts für ungut, aber geben Sie sich 2017 mit dem erstmaligen Einzug in den Bundestag zufrieden oder streben Sie direkt eine Regierungsbeteiligung an?

      • 2021 ist gemeint.
        Mein Problem ist: JT mag viele Follower haben, aber er scheint in den großen Medien kaum vertreten zu sein, insbesondere nicht mit einer plausiblen Story, die die Menschen berührt. Ohne das ist größerer politischer Erfolg nicht möglich.

      • Die großen Massenmedien, insbesondere die öffentlich-rechtlichen, stützen nur die etablierten Parteien, insbesondere die Grünen. Eine neue Partei wird dort bestenfalls erwähnt (wie auch das Team Todenhöfer anlässlich seiner Gründung), ansonsten ignoriert oder niedergemacht. Soziale Medien sind deshalb wichtig sowie Mund-zu-Mund-Propaganda.

      • (A)“Soziale Medien“ sind der Tod jeder kultivierten politischen Debatte. Sie spalten die Gesellschaft und haben die Diskussionskultur vernichtet. Durch diese Mediengattung entwickelt sich die Menschheit erschreckend zurück. Und zwar auf ein intellektuelles Tiefflieger-Niveau, das ich vor 20, 30 Jahren für undenkbar gehalten hätte. Diffamierung, Schlammwerferei, üble Nachrede und Falschbeschuldigung bestimmen den Schlagabtausch.

    • Nastassja Rose-Hallgrimson sagte am 24/11/2020 um 15:52 :“ . . .Wenn man sich die Follower auf Facebook, Instagram und Co. anschaut, so überragt das bei weitem die Anzahl jedes anderen Politikers da draußen. Diesen Vorteil möchte das Team nutzen! . . .“
      Die schiere Masse- das hat auch bei Sahra Wagenknecht mit ihrem „Aufbruch“ nicht geklappt. Und die offizielle WEB- Seite des Teams verrät auch keinen USP, der neugierig machen würde. Vielleicht haben Sie da noch Links mit konkreten Informationen ?

      • Wenn ich Frau Rose-Hallgrimson richtig verstanden habe, soll das Parteiprogramm von ‚Team Todenhöfer‘ häppchenweise als eine Art Adventskalender über „Soziale Medien“ bekannt gegeben werden. Na da wünsche ich ‚Team Todenhöfer‘ mal viel Glück und vor allem, dass die Reichweite über die eigene Blase hinausreicht. Die Wirkung „Sozialer Medien“ wird schon von der größten Oppositionspartei im Deutschen Bundestag völlig verkannt. Erreicht werden damit tatsächlich nämlich nur der harte Kern des eigenen Fanclubs und wenig freundlich gesonnene Auguren. Das Gros der Wahlberechtigten verirrt sich nicht auf die Fanseiten politischer Parteien.

      • Das stimmt zwar, aber die Massenmedien unterstützen weder die AfD noch eine ganz neue Partei, so dass diese sich anders behelfen müssen.

      • Die Massenmedien stützen die AfD ganz gewaltig. Denn „bad news are good news“. Nur leider bleibt dabei die Qualität auf der Strecke (die der Massenmedien selbst allerdings auch).

    • „Team Todenhöfer“ könnte am Anfang ein Arbeitstitel sein, um möglichst viele Fans seiner Person anzusprechen, die aber am Ende nicht genug sind für einen Wahlerfolg, zu dem ein Unterschätzen auch nicht beiträgt. Dafür wird ein allgemeinerer, personenunabhängiger Parteiname benötigt, der möglichst die Grundposition charakterisiert. Wie wäre es mit „Frieden, Freiheit, Fairness“? Dagegen ist „sozialgerecht“ ein linkes Wieselwort. Wer hat schließlich das Parteiprogramm ausgearbeitet? Sollten das in einer demokratischen Partei nicht die Mitglieder machen oder zumindest daran beteiligt werden?

  6. Also ich weiß ja nicht, ob Ihnen klar ist, dass JT nach Merkel der (Ex-)Politiker mit der größten Social Media Reichweite und Followerschaft ist. Alle seine letzten Bücher waren Bestseller, auch wenn sein letztes Werk von den Mainstream-Medien totgeschwiegen wurde – kein Wunder, wenn es Politik und Medien so scharf kritisiert. Todenhöfer ist längst eine politische Marke. Sie muss nicht erst etabliert werden, wie das bei einem neuen Parteinamen der Fall wäre. Das ist der Vorteil des Namens. Und dass dies mit solch einem Namen per se nicht erfolgsverprechend sei, dagegen spricht zumindest eine Partei wie „Team Kurz“. Zudem gibt ein Parteiprogramm. Natürlich. Und es wird jetzt nach und nach veröffentlicht. Jeden Sonntag ein Punkt. Außerdem sind einige der Inhalte des Programms in der Rede vom 12. November wiedergegeben.

    • Eine sechsstellige Zahl von Followern reicht nicht, zumal nicht jeder zum Wähler wird oder auch nur eine weitere natürliche Person ist. Selbst mit über zwei Millionen Stimmen kann man an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern, wie FDP und AfD 2013 erleben durften. Seine Fans würde Herr Todenhöfer doch auch als Spitzenkandidat ziehen, ein ordentlicher Parteiname könnte zusätzliche Wähler gewinnen oder zumindest nicht verschrecken. Wer hat schließlich das Parteiprogramm geschrieben und beschlossen und warum wird es nicht gleich zentral und vollständig zur Verfügung gestellt?

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