Vater-Kinder-Reise in Niedersachsen

Nach mehreren ‚Vater-Sohn-Urlaub[en …]‘ und einer ‚Vater-Tochter-Reise nach Berlin‘ habe ich jetzt im Anschluss an das ‚[…] Doktorandenseminar in Greifswald‘ erstmals eine kurze Reise mit beiden Kindern gleichzeitig ohne meine Frau und ihre Mutter unternommen. Wir waren u. a. im Dinosaurier-Park Münchehagen, mit der Steinhuder Personenschifffahrt auf dem Steinhuder Meer unterwegs, im Filmpalast Nienburg, um „Pets 2“ zu sehen, sowie im Kindermuseum Zinnober in Hannover.

Es hat alles sehr gut geklappt, wenn man von der Internetverbindung im Mühlengasthof Landesbergen absieht. Deren Fehlen hat aber weder meinen Kindern noch meinem Nachtschlaf geschadet, sondern höchstens diesem Blog, während ich Dienstliches nachhole. Die nächste Reise zu dritt kann deshalb kommen, spätestens wenn mein Sohn nächstes Jahr in die Schule kommt und dann viel mehr Ferien hat als seine Mutter.

Anreisetag zum Doktorandenseminar in Greifswald

Dieses Jahr findet wieder das ‚Berliner-Münsteraner Doktorandenseminar‘ in Greifswald statt. Letztes Jahr besuchten wir ‚Greifswald in anderer Besetzung‘, die auch dieses Jahr wieder gilt, also Fabian und meine Nichte, dazu vier Doktoranden von mir und mein Kollege aus Berlin mit eigenen Doktoranden. Heute war Anreisetag und mit meinen Verwandten habe ich nicht nur Wismar besucht, sondern auch schon den Strand in Lubmin, worauf ein geselliger Abend mit Kollegen folgte. Morgen beginnen die Vorträge, mit denen die Vorlesungszeit definitiv endet, plus Freizeitgestaltung in Abhängigkeit vom Wetter.

Gerichte winken Totfahren von Kindern und Schreddern von Küken durch

Ein „Prozess um Tod eines Vierjährigen endet mit Geldstrafe“ in Berlin. Ein Autofahrer fuhr illegal auf der Busspur mit über 70 Stundenkilometern statt den erlaubten 30. Dadurch fuhr er ein Kind tot, welches nicht mit diesem Fehlverhalten rechnen konnte und bei ordnungsgemäßer Fahrweise noch leben würde. Während in Hamburg ein „Raser erstmals wegen Mordes verurteilt“ wurde, was ich für überzogen halte, wird hier die fahrlässige Tötung viel zu lasch bestraft mit einer Geldstrafe in Höhen von 200 Euro (40 Tagessätze zu 5 Euro). Allein für die Geschwindigkeitsübertretung hätte es das außerdem verhängte Fahrverbot von einem Monat ohnehin gegeben und ein Bußgeld von 160 Euro, so dass die Tötung eines Kindes hier faktisch nur 40 Euro kostet. Das Urteil ist lebens-, kinder- und familienfeindlich.

Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hat gestern entschieden, dass das „Töten männlicher Küken tierschutzrechtlich nur noch übergangsweise zulässig“ ist, ohne eine Übergangsfrist zu bestimmen. Erst stellt das Gericht richtig fest: „Das wirtschaftliche Interesse an speziell auf eine hohe Legeleistung gezüchteten Hennen ist für sich genommen kein vernünftiger Grund i.S.v. § 1 Satz 2 des Tierschutzgesetzes (TierschG) für das Töten der männlichen Küken aus diesen Zuchtlinien. […] Im Lichte des im Jahr 2002 in das Grundgesetz aufgenommenen Staatsziels Tierschutz beruht das Töten der männlichen Küken für sich betrachtet nach heutigen Wertvorstellungen nicht mehr auf einem vernünftigen Grund.“ Aber selbst 17 Jahre später „kann von den Brutbetrieben eine sofortige Umstellung ihrer Betriebsweise nicht verlangt werden.“ Dabei gibt es bereits Verfahren zur Geschlechtsbestimmung im Ei und auch andere Alternativen, die jedoch nicht kostenlos sind. Faktisch wird weiterhin erlaubt, Millionen männliche Küken kurz nach dem Schlüpfen zu töten, weil das ein wenig billiger ist. Die verantwortlichen Politiker sollten jetzt keine großen Reden halten, sondern die gesetzliche Grundlage für ein sofortiges Verbot schaffen.

AOK-Firmenlauf Dortmund 2019 in 30:03

Gestern bin ich zum vierten Mal den AOK-Firmenlauf Dortmund gelaufen von Phoenix-West um den Phoenix-See und wieder zurück (für die Vorjahre siehe ‚AOK-Firmenlauf in Dortmund‘ 2016 mit Baby-Jogger in 38:35, ‚AOK-Firmenlauf diesmal in 31:36‘ im Jahr 2017 und ‚AOK-Firmenlauf über 6,7 km in 32:33‘ in 2018). Obwohl ich noch den ‚Rhein-Ruhr-Halbmarathon Duisburg in 1:53:50‘ in den Beinen spürte, brauchte ich diesmal „nur“ 30:03 (und brutto 30:14, siehe hier), wobei der Zugläufer mit dem 30-Minuten-Ballon noch hinter mir ins Ziel kam (aber auch nach mir gestartet war). Jedenfalls war ich damit der 133. von 1.479 Männern und der 143. insgesamt von 2.515 Läuferinnen und Läufern.

Ich startete wieder für Ausbüttels Apotheken, für die meine Frau arbeitet. Da ihr Chef fehlte, schafften wir als Team aus drei Männern nur den 145. Platz von 433. Meine Frau war übrigens in 34:29 die 64. von 1.036 Frauen und erreichte in der Teamwertung den 31. von 291 Plätzen, ist also relativ deutlich besser. Unsere Kinder blieben auch dieses Jahr zu Hause.

Rhein-Ruhr-Halbmarathon Duisburg in 1:53:50

Bereits Sonntag lief ich bei über 30 Grad im Schatten und wenig Schatten den Rhein-Ruhr-Halbmarathon Duisburg in 1:53:50 bzw. brutto in 1:54:12 (siehe hier). Damit war ich der 63. von 205 in meiner Altersklasse, der 400. von 1.281 Männern und der 470. von 1.900 Läuferinnen und Läufern insgesamt. Zuletzt lief ich den Dortmunder ‚Phoenix-Halbmarathon 2018 in 1:47:24‘ bei lauffreundlicherem Wetter, aber auf anspruchsvollerer Strecke.

Meine Frau und Kinder haben mich nach Duisburg begleitet. Danach waren wir noch in Bochum am Grab meines Vaters anlässlich seines dritten Todestages (siehe ‚Mein Vater ist gestorben‘) und haben meine Mutter besucht.