Erststimme in Dortmund II

In einer Woche ist die Bundestagswahl. Meine Wahlempfehlung für die CDU habe ich schon gegeben (siehe ‚Wahl-O-Mat Bundestagswahl 2021‘), wobei sie mich nicht wirklich überzeugt, doch Herr Laschet als das kleinere Übel erscheint im Vergleich zu den anderen Kanzlerkandidaten (oder gar Frau Merkel). Eine Wahl der FDP fände ich ebenfalls sinnvoll, während die Wahl jeder anderen Partei entweder Rot-Rot-Grün wahrscheinlicher macht oder zumindest den Einfluss der Grünen und/oder SPD in der nächsten Bundesregierung vergrößert.

Inzwischen habe ich mir auch die Direktkandidaten in meinem Wahlkreis Dortmund II angeschaut (Auflistung hier). Sabine Poschmann von der SPD wird ziemlich sicher wieder den Wahlkreis gewinnen. Das gibt mir mehr Freiheit bei der eigenen Wahl. ‚Meine Wahl(empfehlung)‘ 2017 hatte sich allerdings nachträglich als schwerer Fehler herausgestellt, weil Matthias Helferich sich selbst als „das freundliche Gesicht des ns“ [Nationalsozialismus] und „demokratischer Freisler“ bezeichnete (siehe „Meuthen scheitert im Streit über AfD-Landesvize Helferich“). Er kandidiert trotzdem wieder, doch ich werde ihn und die AfD sicher nicht mehr wählen. Michael Depenbrock von der CDU ist mir zu EU-begeistert, weshalb ich diesmal Frieder Löhrer von der FDP wählen werde, der schon wirklich etwas geleistet hat und mit dem Motto wirbt: „Für mehr Freude am Erfinden als am Verbieten.“

72 Gedanken zu „Erststimme in Dortmund II

  1. Ihre Wahlempfehlung für die CDU kann nicht nur in Schwarz-Rot-Gelb bzw. Rot-Gelb-Schwarz enden, sondern ebensogut in „Weiter so!“ (Rot-Schwarz bzw. Schwarz-Rot), „Kenia“ oder „Jamaica“.

    Meiner Einschätzung nach ist nach derzeitigem Stand der Umfragen Rot-Grün-Dunkelrot zwar die wahrscheinlichste Option, aber eine starke FDP kann ggf. mehr zur Schadensbegrenzung beitragen als die sozialdemokratisierten Unionsparteien als Fortführer der so genannten „Großen Koalition“ oder gar als Juniorpartner in einer Kenia-Koalition.

    Die Worstcase-Szenarien sind für mich (meine persönliche Liste des Grauens):

    1. Rot-Grün-Dunkelrot
    2. Kenia
    3. Rot-Schwarz oder Schwarz-Rot (sog. „GroKo“)
    4. Jamaica
    5. Ampel (egal ob Grün-Rot-Gelb oder Rot-Grün-Gelb)
    6. Rot-Schwarz-Gelb (in dieser Reihenfolge)

    Die FDP zu wählen wirkt den Super-GAUs 1., 2. und 3. auf alle Fälle entgegen.
    Und 4., 5. oder 6. sind mit einer möglichst starken FDP auch besser zu ertragen als mit einer möglichst starken CDU/CSU, die sich vor den Grünen und der SPD ohnehin schon seit Jahrzehnten verneigen.

    Ich kann daher nur an jeden appellieren, der in Erwägung zieht, aus taktischen Gründen CDU oder CSU zu wählen: Bitte überdenken Sie Ihre Wahl!

    • Da CDU/CSU/FDP nie die Mehrheit bekommen, ist „Weiter so“ – LEIDER!- die beste aller realistischen Möglichkeiten- und die weitere Linksverschiebung selbst bei einer Koalition mit CDU/CSU/FDP und eben Grün oder Rot sehr wahrscheinlich. Die FDP hat in der Koalition mit SPD und Grünen in Rheinland-Pfalz sehr wenig durchgesetzt. Ich denke, das Wichtigste nach der Verhinderung von rot-rot-grüner Mehrheit im Bundestag ist jetzt Laschet (den ich sehr wenig schätze) vor Scholz: deshalb CDU/CSU! Stefan Aust sagte gestern im Pressesclub: Wer AfD wählt, wählt Scholz. Wer FDP wählt, steigert wohl dessen Chancen…
      PS: Der AfD-Spitzenkandidat lehnte übrigens bei „Maischberger“ die weitere Privatisierung von Post und Telekom ab, bejahte Staatseigentum bei Infrastrukturunternehmen.

      • Schwarz-Rot-Gelb bzw. Rot-Schwarz-Gelb ist aber immer noch das kleinere Übel als „weiter so“ ohne FDP. Wählen Sie daher lieber FDP …

      • Der männliche AfD-Spitzenkandidat ist ein Sozialist. Er selbst weiß es nur nicht.

      • Der Malermeister aus Görlitz mimt immer gerne den kleinen unschuldigen Handwerksunternehmer. Aber er steht weder für KMU und Familienunternehmen noch für liberale oder bürgerlich-konservative Positionen, sondern allenfalls für nie überwundenen DDR-Sozialismus und schlechte Schulbildung (von wegen „mein Lieblingsdichter ist Heinrich Heine“ …). Dass er den „nationalen Sozialisten“ nachplappert ist auch keine Eigenleistung. Er wurde von Gauland und Co. auserkoren, um dem Flügel ein frommes Antlitz zu verpassen. Nicht mehr und nicht weniger.

    • Das scheint mir keine ganz saubere Analyse zu sein. Kenia ist doch z. B. immer möglich. Mit einer stärkeren Union wäre eine solche Koalition gleichzeitig erträglicher und weniger wahrscheinlich. Viele Stimmen für die FDP statt CDU könnten vielleicht eine erneute „Große Koalition“ verhindern, doch angesichts der Alternativen wäre sie gar nicht die schlechteste Option und mit Herrn Laschet als Kanzler besser als mit Genosse Scholz (oder gar Frau Merkel). Dasselbe gilt für eine Deutschland-Koalition. FDP statt CDU wäre am ehesten sinnvoll, wenn die Union ohnehin hinter der SPD liegen sollte, die FDP es jedoch dadurch noch auf den dritten Platz vor den Grünen schaffen könnte.

      • Wahrscheinlich wird es ohnehin Rot-Grün-Dunkelrot. SPD und Grüne flirten und packeln ja schon ganz offen. Wenn sich die FDP fa für eine Ampel hergäbe, geriete sie hoffnungslos unter die Räder. Also wird es Rot-Grün-Dunkelrot.

        Davon halte ich weitere vier Jahrre GroKo für den maximalen Stillstand. Keine gute Option.

  2. Den FDP-Kandidaten F. Löhrer kritisierte ich als Kandidaten bei einer früheren Wahl, weil er – antiliberal – staatliche Förderung für Unternehmensgründung forderte. Seine Antwort darauf zeigte nicht gerade „intellektuellen Glanz“…

    • Er scheint mir trotzdem der beste Direktkandidat in diesem Wahlkreis zu sein. Der Staat sollte gleiche Wettbewerbsbedingungen für alle schaffen und sich ansonsten möglichst aus dem Marktgeschehen heraushalten, doch angesichts erheblicher regulatorischer und steuerlicher Vorteile für viele Großkonzerne ist etwas Gründungsförderung nicht die schlechteste Form staatlicher Mittelverwendung.

    • Also uns Unternehmern endlich einmal nicht nur die Gewinne sondern im Gegenzug auch die Risiken abzunehmen, das wäre doch echt einmal eine feine Sache. 😎
      Allerdings glaube ich nicht, dass sich die Mehrheit der Wähler dafür begeistern kann. Denn dann könnte es durchaus passieren, dass es knapp wird mit der Beschaffung der Staatsknete, von der die meisten Wahlberechtigten leben.

      • Es gibt viele Unternehmen, die am Staatstropf hängen oder sogar staatlich sind. Deren angestellte Manager werden dann stolz von der SPD als Verantwortliche der Wirtschaft präsentiert, die Herrn Scholz präferieren (siehe „Wer wir sind“).

      • Da haben Sie zwar leider Recht, aber das sind nicht die Unternehmen, die auf Hilfe angewiesen sind. Sie bekommen die Aufträge der öffentlichen Hand nämlich sowieso zugeschanzt.

      • Ich bin für keine(n) der drei Kanzlerkandidat*innen.

        Und da die SPD von mir garantiert keine Stimme bekommt (und auch noch nie eine bekommen hat) bin ich natürlich auch nicht für Herrn Scholz als Bundeskanzler. Wenn aber die Mehrheit der Deutschen diese Winkekatze zum Kanzler machen will, werden weder Sie noch ich das verhindern können.

      • Über den nächsten Kanzler entscheiden nicht wirklich die Wähler, sondern die Parteien kungeln das untereinander aus. Wir können nur die Kräfteverhältnisse bei den Verhandlungen darum marginal beeinflussen.

      • Das ist zwar richtig, aber Rot-Grün-Dunkelrot werden kaum Herrn Laschet, Herrn Lindner oder Frau Weidel zum Kanzler wählen. Daher entscheiden mittelbar schon die Wähler, wer Kanzler wird oder zumindest voraussichtlich Kanzler wird.

      • Nein, es wird nach der Wahl ganz viele Koalitionsmöglichkeiten geben. Zwischen diesen haben die Wähler nicht die Wahl, sondern nur die Politiker. Vielleicht wäre es doch besser, wenn die Regierung direkt gewählt werden könnte und unabhängig davon das Parlament bei echter Gewaltenteilung.

      • Selbstverständlich wäre es besser, wenn die Regierung von den Bürgern direkt gewählt würde. Der ganze Parteienapparat wäre nicht mehr nötig und man könnte zugleich das Parlament auf 299 Sitze verschlanken, wenn nur noch die jeweils gewählten Direktkandidaten der Wahlkreise einziehen. Alles könnte so einfach sein …

      • „Nein, es wird nach der Wahl ganz viele Koalitionsmöglichkeiten geben.“

        Theoretisch ja. Praktisch aber nicht. Wenn sich die derzeitigen Umfrageergebnisse bestätigen sollten (wovon man realistischerweise leider ausgehen muss), ist die Entscheidung doch längst gefallen. Spätestens das letzte TV-Triell hat bestätigt, was auch ich schon längere Zeit befürchte. https://juergenfritz.com/2021/09/21/ulf-poschardt-nach-der-wahl-werden-wir-sehr-schnell-eine-rot-gruen-rote-regierung-haben/

      • Wir haben doch schon darum gewettet. Sie müssten sich nur einmal in die Lage von Herrn Scholz versetzen, der es mit einer rot-rot-grünen Regierung viel schwerer hätte als mit der FDP oder auch Union.

  3. Stört es Sie nicht, dass Herr Löhrer Alter Herr einer schlagenden (!) Studentenverbindung ist? Ich habe nichts gegen Studentenverbindungen, aber Mensuren mit scharfen Waffen sind doch etwas archaisch.

    • Mercedes: Ich wußte bisher nicht, daß Herr Löhrer Mitglied einer schlagenden Studentenverbindung ist, was ich nicht bin. Glaube und Geschlecht(lichkeit) mache ich nur in Extremfällen (etwa Salafist oder Kinderschänder) zum Wahlmaßstab. Hier in Dortmund kandidiert für die Grünen eine Frau, die früher ein Mann war: Wenn sonst nichts gegen sie spräche… So halte ich es auch in solchen Dingen wie bei Herrn Löhrer.

      • Sie machen als angeblich reformierter Christ das Er/Sie-Spiel mit? Verleugnen Sie jetzt die Bibel, die sich auf zwei Geschlechter festlegt und sagt, dass der Panter sein Fell nicht ändern kann?

      • @Motte

        Ihre breite Darlegung gegen den von Ihnen selbst aufgestellten Strohmann angeblich geforderter Intoleranz (nichts läge MIR ferner!) dementiert sich selbst als Heuchelei, denn meine Anfrage, wie Sie es nun mit Ihrer Bibel halten, bezog sich auf Ihren Beitrag und schloss sich an diesen an. Und in diesem schreiben Sie (und nicht etwa ich!) die folgende, diskriminierende Sentenz:

        „Hier in Dortmund kandidiert für die Grünen eine Frau, die früher ein Mann war: Wenn sonst nichts gegen sie spräche…“

        Also; in Ihrer Selbstgerechtigkeit spricht eben DOCH die Transgenderität der Person gegen sie! Eindeutig. Unwiderlegbar. Für alle sichtbar.

        Also wohl nur ein weiteres Zeugnis religiöser Heuchelei, sowohl ihr erster Beitrag, als auch ihre langweilende, ausufernde Ausflucht mit der billigen, wohlfeilen Flucht nach vorn. Lächerlich. Durchsichtig.

      • Die vermeintliche Berufung DURCH oder das Berufen AUF einen „Gott“ oder einen Dämon (und wenn es nur der Klima-Baal ist) ist immer problematisch, da nicht wirklich faktenbasiert.

      • Menschen entscheiden nicht immer nur faktenbasiert, denken Sie an Ihre Impfablehnung. Wenn der Glaube zu tödlichem Fanatismus führt, muss versucht werden, ihn zu mäßigen, sei es durch Fakten, Zwang oder auch religiöse Argumente und Autoritäten, selbst wenn diese ihrerseits nicht faktenbasiert sind. Führt der Glaube hingegen zu Toleranz, Mitmenschlichkeit, Demokratie und Freiheit, wo ist dann das Problem?

      • Fakt ist, dass eine Covid-Impfung für mich persönlich nach meiner Einschätzung ein größeres Risiko darstellt als mich nicht dagegen impfen zu lassen. Und da ich keinen rationalen Grund sehe, mich diesem unnötigen Risiko auszusetzen, verzichte ich dankend. Stigmatisierung durch Sie oder andere Impflinge ist für mich kein Grund „gleichzuziehen“. Meine Impfdosis darf gerne nach Afrika oder sonstwohin gespendet werden, wenn sich dort genügend Interessenten dafür finden.

        Im Übrigen gibt es auch Wissenschaftler, die ganz generell der Auffassung sind, dass gerade der mRNA-Impfstoff inzwischen mehr Leben fordert als er rettet (siehe z.B. hier https://de.rt.com/nordamerika/124350-fuhrender-us-corona-forscher-pfizer/ ).

      • Fakt ist, dass Ihre persönliche Einschätzung nicht faktenbasiert ist und RT ein russisches Propaganda-Medium ist, welches gezielt Fake News verbreitet. Steve Kirsch ist kein Mediziner und hat viele nachweislich falsche Behauptungen über die Impfungen aufgestellt.

      • @Alexander Dilger
        Ich finde es schon sehr befremdlich und anmaßend, wie Sie glauben, in andere Menschen hineinsehen zu können. Was wissen Sie über meine persönlichen Risiken, eine etwaige Covid-Impfung betreffend? Nichts.

      • Sie haben jede Menge keine Ahnung. Ihre Statistiken interessieren nicht mehr, wenn Sie z.B. ein Gehirnschlag wegen eines Blutgerinsels ereilt. Davon ab sind Statistiken nur dann relevant, wenn Sie zur entsprechenden Grundgesamtheit gehören.

      • Ausgangspunkt dieser Teildiskussion war, dass Sie pauschal jeden Glauben als nicht faktenbasiert kritisierten. Dabei glauben Sie an Ihr eigenes Auserwähltsein und nicht an die simplen Fakten, dass Sie natürlich zur Grundgesamtheit der Menschen gehören und die Statistik auch die ungewöhnlichen Menschen und Ereignisse umfasst, nicht nur den Durchschnitt, der seinerseits vom Normalen und Außergewöhnlichen beeinflusst wird. Doch selbst wenn Sie so außergewöhnlich sind, bestreiten Sie nicht auch, dass ein normaler Mann Ihres Alters sich impfen lassen sollte?

      • Das ist doch überhaupt nicht meine Position. Auch halte ich mich nicht für auserwählt (bin ich etwa Calvinist und heiße Bernd Lucke?).

        Aber im Unterschied zu Ihnen bin ich der Auffassung, dass jeder erwachsene, mündige Mensch selbst für sich abwägen und entscheiden muss, ob er sich gegen Covid-19 impfen lässt oder nicht. Sie hingegen versuchen anderen ihren Glauben wie ein fanatischer Missionar aufzuoktroyieren.

      • Auch wenn Sie das immer wieder behaupten, stimmt es einfach nicht. Sie dürfen doch glauben und tun, was Sie wollen. Ich darf dann jedoch in meinem eigenen Blog auf die Tatsache hinweisen, dass das eben nicht faktenbasiert und rational begründet ist. Das mache ich auch nur, weil Sie sich selbst hier so in den Vordergrund rücken. Würden Sie sich einfach einmal still verhalten, würden niemand hier Ihre persönliche Impfentscheidung diskutieren.

      • Was ist denn das für eine Begründung?
        Ich habe nie eine andere Position vertreten als die dargestellte. Meine persönliche Entscheidung steht folglich auch nicht zur Diskussion. Dass Sie immer wieder damit anfangen ist einzig Ihrer offenbar angeborenen Besserwisserei und Intoleranz anderen Meinungen gegenüber geschuldet.

      • Sie sind hier der intolerante Besserwisser und Heuchler, der gläubige Menschen dafür verspotten wollte, dass sie sich nicht an Fakten orientieren würden, was Sie selbst nicht tun. Damit ist auch diese Diskussion an ihr Ende gekommen.

      • Er schreibt doch zuerst, dass die Transformation gegen die Kandidaten
        (den Kandidaten) spräche („sonst nichts“). Wenn er es nicht so meinte, warum erwähnte er es überhaupt?

        Aber gut, wenn Sie es auch anders lesen können, will ich Ihre Lesart annehmen und nehme die Kritik zurück.

      • Die Ignoranz des 300sel, was den Nutzen der Impfung betrifft, ist durchaus interessant. Sie*er sollte eine persönliche Erklärung mitführen, dass sie*er nicht auf der Intensivstation behandelt werden möchte im Falle einer Corona-Erkrankung.

      • Das scheint keine angemessene Reaktion auf bzw. Sanktion von Impfverweigerung zu sein. In anderen Fällen, wo Menschen Risiken für ihre Gesundheit erhöhen (bzw. absichtlich nicht senken), wird doch auch nicht so verfahren. Das heute bundeseinheitlich beschlossene Streichen der Lohnfortzahlung bei vom Staat angeordneter Quarantäne ist ebenfalls keine gute Idee, weder fair noch hilfreich bei der Pandemiebekämpfung.

      • Bei der Impfung ist es schon etwas anderes. Aufgrund der Gefährlichkeit von Mutanten etc. handeln Impfgegner schlicht asozial und sollten die entsprechende Antwort der Gesellschaft erhalten. Ein Problem mag der hippokratische Eid sein.

      • Die Impfung schützt vor allem die Geimpften gegen schwere Krankheitsverläufe. Sie schützt auch etwas vor Infektionen, wovon ebenfalls die Geimpften profitieren, selbst wenn andere sich nicht impfen lassen, die dadurch tatsächlich das Virus stärker weiterverbreiten, allerdings vor allem an andere Ungeimpfte. Gegen die Pandemie und die Entstehung vieler Mutationen hilft es auch, wenn die Impfdosen an andere Länder weitergegeben werden, wo viele Menschen sie stärker wollen und z. T. auch brauchen.

      • @Mercedes

        Tatsächlich stellen infizierte Geimpfte für Ungeimpfte eine viel größere Gefahr dar als umgekehrt. Ich habe trotzdem noch keinen Ungeimpften sagen hören: „Aufgrund der Gefährlichkeit von Mutanten etc. handeln ungetestete Geimpfte schlicht asozial und sollten die entsprechende Antwort der Gesellschaft erhalten.“
        Denken Sie nach!

      • 300sel: Sie spammen den Blog mit aussagelosen Links zu. Das ist, mit Verlaub, ermüdend. Erläutern Sie doch eher, warum die von Ihnen angeführten Sachverhalte Ihrer Meinung nach für oder gegen die Coronaimpfung sprechen.

        Übrigens stoßen infizierte Geimpfte im Allgemeinen keine große Viruslast aus. Ganz am Anfang der Infektion womöglich schon, aber das geht dann schnell zurück. Das ist nicht vergleichbar mit infizierten Ungeimpften, bei denen z.B. die unsicheren Schnelltests oft nichts aussagen.

      • @Mercedes

        Abgesehen davon, dass schon die Wahrscheinlichkeit, SARS-CoV-2 überhaupt zu begegnen je nach Lebensweise sehr unterschiedlich hoch ist, ist auch die damit verbundene Gefahr sehr von der gesundheitlichen Verfassung der etwaig infizierten Person abhängig.

        Auch die Risiken einer Impfung sind nicht gleich verteilt.

        Es ist daher völliger Humburg zu behaupten, „Aufgrund der Gefährlichkeit von Mutanten etc. handeln Impfgegner schlicht asozial und sollten die entsprechende Antwort der Gesellschaft erhalten.“, wie Sie es oben getan haben.

      • Es gibt praktisch immer eine relevante Wahrscheinlichkeit, dass Sie das Virus weitertragen oder auch die Intensivstationen blockieren. Stellen Sie sich vor, dass Sie einen Herzinfarkt bekommen (Gott habe Sie selig), ins Krankenhaus kommen, sich infizieren, eine Mutante entwickeln und sie beim nächsten Essen in der Dönerbude verbreiten.

      • @Mercedes

        Im Krankenhaus können Sie sich immer mit irgendwelchen multiresistenten Keimen infizieren. Nicht nur mir SARS-CoV-2. Daher meide ich Krankenhäuser auch sonst wie die Pest.

        Wenn Sie ein gutes Immunsystem haben, sich genug bewegen und regelmäßig an der frischen Luft sind, sich außerdem nicht nur von fetter Wurst, Burgern und Pommes ernähren, dann ist ihr Risiko nicht so hoch wie das einer typisch deutschen Couchpotatoe.
        Die Wahrscheinlichkeit, eine Herzmuskelentzündung, eine Thrombose oder ein Blutgerinsel im Gehirn zu bekommen, ist hingegen ohne Spritze weitaus geringer als mit bzw. durch die Impfung mit den derzeitigen Impfstoffen. So etwas kann auch einen ansonsten gesunden Menschen wirklich umhauen.
        Aber wie gesagt – jeder muss die Freiheit haben dürfen, selbst zu entscheiden.
        „Asozial“ ist man deswegen noch lange nicht.

      • Sie sind doch sicherlich kein Kleinkind, daher besteht ein hohes Risiko, dass Sie sich infizieren und das Virus weitergeben, egal wann und wo.

        Die Impfrisiken sind völlig vernachlässigbar, vor allem bei gesunden Menschen. Eine Herzmuskelentzündung könnte bei jungen Männern auftreten, aber diese wäre gut behandelbar.

        Leider wird sich der Staat wohl nicht dazu durchringen, eine allgemeine Impfpflicht vorzuschreiben.

      • Warum sollte ich mich dem Risiko einer Herzmuskelentzündung oder eines Gehirnschlags für eine Impfung aussetzen, die ich a) nicht benötige und deren Vakzin b) nicht ansatzweise ausreichend getestet ist? Nur weil Impfjünger wie Sie das von Ungeimpften verlangen?

      • @Alexander Dilger

        Mensuren, Prügeleien und Stafettensaufen sind eben nicht Jedermanns Sache. Man kommt auch ohne das sich daraus ergebende „Vitamin B“ durchs Leben.

  4. Dass Sie in obigem Einleitungstext sagen, dass sie bei der Wahl 2017 einen schweren Fehler begangen haben, muss ich Ihnen hoch anrechnen. Wem ich die Erststimme hier in Hattingen gebe, weiß ich nicht, kenne keinen der Kandidaten. Wahrscheinlich werde ich dort ein Kreuz machen, wo ich auch bei der Zweitstimme ein Kreuz mache.

  5. Scholz arbeitet ganz klar auf Rot-Grün-Dunkelrot, Kenia oder „Weiter so!“ (Rot-Schwarz) hin. Geschuldet ist dies dem kurzfristig nicht mehr umkehrbaren gesamtgesellschaftlichen Linksruck. Er will die FDP nicht an Bord haben.
    https://www.infranken.de/lk/nuernberg/scholz-in-nuernberg-spd-kanzlerkandidat-attackiert-fdp-heftig-unfinanzierbar-art-5294746?trafficsource=onesignal#?cleverPushBounceUrl=https%3A%2F%2Fwww.infranken.de%2F%3Ftrafficsource%3Donesignal&cleverPushNotificationId=y6cwMCBE5mJJQj9TQ

    Wer beseelt von Jamaica, Schwarz-Rot-Gelb oder „Weiter so“ die scheinkonservativen Linksparteien CDU oder CSU wählt, wird trotzdem mit Scholz als Bundeskanzler aufwachen. Eine verzwickte Situation, die nicht mehr zu retten ist. Verabschieden Sie sich schon einmal von einem Großteil Ihres Vermögens und Ihren Immobilien … Deutschland haben fertig.

    • Die Wahl ist noch nicht entschieden und Herr Scholz wird nicht ernsthaft Rot-Rot-Grün wollen. Trotzdem könnte ihn seine Partei (oder auch eine Absage der FDP) dazu drängen, wenn die Möglichkeit besteht.

      • @Alexander Dilger
        „Herr Scholz wird nicht ernsthaft Rot-Rot-Grün wollen“

        Oh, ich denke, da schätzen sie den zu seiner Juso- und Studentenzeit glühenden Marxisten und Kommunisten Scholz etwas arglos ein. Lassen Sie sich nicht durch seine Anzüge blenden.

        Scholz ist ein Maneki-neko (https://www.travelbook.de/fun/wtf/die-wahre-bedeutung-der-asiatischen-winkekatze), wie „francomacorisano“ vor ein paar Tagen treffend ins Spiel brachte.

        Hier hat jemand etwas gründlicher recherchiert:
        https://juergenfritz.com/2021/09/17/so-viel-verdient-olaf-scholz/

      • Sowohl wenn es Herrn Scholz um die Macht als auch ums eigene Geld geht, kann er Rot-Rot-Grün nicht wirklich wollen. Wenn ihn seine Partei dazu treibt, macht er es natürlich trotzdem. Idealerweise gibt es gar keine Mehrheit dafür, dann stellt sich diese Frage auch nicht.

      • Wovon träumen Sie eigentlich in der Nacht?

        Dass Parteibonzen von allem ausgenommen sind selbst in Saus und Braus leben dürfen, war doch im Kommunismus schon immer so. Olaf Scholz hat mit Rot-Grün-Dunkelrot nichts zu verlieren.

      • Herr Scholz könnte dadurch die Kanzlerschaft schnell wieder verlieren, weil die Koalition entweder zerbricht (die Abgeordneten von Die Linke machen längst nicht alle so brav mit wie die der FDP) oder er von den eigenen Leuten ausgetauscht wird, die ihn doch schon nicht als Parteivorsitzenden wollten. Deshalb ist der Wahlabend viel weniger spannend als die nachfolgende Schlacht in der SPD.

      • Dass der Wahlabend weniger spannend ist als die nachfolgende Schlacht in der SPD, das sehe ich genauso. Da Winkekatze Scholz in der SPD aber nichts zu melden hat, entscheiden nach der Wahl andere Genossen, mit wem koaliert wird.

  6. Es lohnt sich gar nicht mehr, über Details zu philosophieren. Deutschland zelebriert längst seinen kollektiven Untergang. Auch „FFF“ tritt zum Wahlkampffinale noch einmal richtig in Aktion:
    https://www.klima-streik.org/demos
    Berauscht vom angeblich „globalen Klimastreik“ fiebern die vereinigten Lemminge dem Sprung über die Klippe entgegen.

  7. Reformierte (Calvinisten) wie Lutheraner glauben (bei manchen, meines Erachtens sehr kleinen Unterschieden), daß Gott sie erwählt hat, und nicht sie selber, Gott allein sie zum Glauben gebracht hat, der Glaube also ein reines Geschenk ist, oder wie es die Reformation sagt, allein Gnade. Schlimmeres Mißverständnis noch ist mir zu unterstellen, ich leugnete die von Gott gestifte Zweigeschlechtigkeit, Gottes Sexualordnung. Da kann einer offensichtlich nicht unterscheiden zwischen Kirche und Staat, fordert Intoleranz. Mir nahe Konfessionen lehren das besonders klar, lehren eindeutig konservative Werte, auch in Bezug auf Ehe und Familie, und üben bei unbereuter Sünde (bis zur Reue eben, die immer möglich ist) Gemeindeauschlüsse. Aber wir bekennen uns (meine Konfession:, Baptisten, Reformierte Baptisten sowie General-Baptisten seit ihrer Gründung 1611) eben auch glasklar zur Toleranz. Andersdenkende, etwa Atheisten und Katholiken, Anderslebende, etwa Feministen und Homosexuelle, müssen völlig gleiche Rechte und Freiheiten haben. Und deshalb machen wir mit ihnen auch Geschäfte, helfen ihnen, wählen sie. Die Religionslosigkeit von Herrn Scholz, früher evangelisch, oder (wohl auch) von Herrn Lindner, früher katholisch, sind kein Hinderungsgrund, sie nicht zu wählen, genauso wie die Homosexualität Westerwelles, Laschets Katholizismus, die Transsexualität der Gouverneurskandidatin gerade von Kalifornien Caitlyn Jenner. Würde ich nur die Kandidaten wählen, die nach meiner Konfession Meinung wenigstens die Minima biblischer Lehre beachten, könnte ich kaum je wählen. Meine Konfession lehrt so einen Unsinn „Kauft nicht bei Andersreligiösen“ nicht!

  8. Absurde Kritik: Wenn ich erkläre bezüglich der transsexuellen Kandidatin „Wenn sonst nichts gegen sie spräche“, heißt das eindeutig, daß ich sie wählen würde, spräche sonst nichts gegen sie, ich ihre Wahl oder Nichtwahl also gerade nicht von ihrer Transsexualität abhängig machen würde.

  9. In Köln IV/Leverkusen tritt Prof. Lauterbach an. Da er nicht über einen Listenplatz gesichert ist, muss er die Direktwahl gewinnen. Leider ist die CDU-Gegenkandidatin Frau Serap Güler. Sie steht in der CDU linksaußen. Eine Wahl zwischen Pest und Cholera. Dennoch werde ich mit Bauchschmerzen Frau Güler wählen, weil sie die aussichtsreichste Kandidatin ist, um Herrn Lauterbach zu verhindern. Ich glaube, dass dies Frau Gülers einzige Qualifikation und Chance ist, da sie bisher noch nie bei einer Landtagswahl ihren Bezirk gewonnen hat.

  10. „! Nicht so blöd wie von ihnen erhofft“: Ein konservativer Protestant wie ich konnte in einer Erinnerung an biblische Aussagen zur Zweigeschlechtlichkeit in diesem Zusammenhang nur eine Aufforderung zur Nichtwahl wegen Transsexualität sehen. Ich baute keinen Strohmann auf, sondern Sie ein Mißverständnis, daß Sie leicht hätten vermeiden können. Meine höchst indirekte, beiläufige, erkennbar keinesfalls beabsichtigte Einordung von Transsexualität “ als gegen jemanden sprechend“ nennen Sie „diskriminierende Sentenz, Selbstgerechtigkeit, Heuchelei.“
    Transsexuelle tun mir besonders leid, denn nach meinem Wissen über sie leiden sie furchtbar. Das schrieb ich hier schon einmal. Ich legte an verschiedenen Sünden im biblischen Sinne dar, daß sie nicht zur Unwählbarkeit führen sollten. Die Bibel erklärt ja schon das begehrende Anblicken einer fremden Frau zu Sünde (eine bei mir häufige Sünde), weist zugleich gerade mit diesem Bespiel Selbstgerechtigkeit („Balken im eigenen Auge“) gegegenüber anderen Sündern zurück. Wenn Sie aber die beiläufige Erwähnung der Einordung eines Verhaltens als Sünde als „diskriminierende Sentenz“ verurteilen, liefern sie beste Argumente für das Recht Privater (nicht des Staates) zu „diskriminieren“, entlarven den häufigen freiheitsfeindlichen Unsinn hinter Antidiskrimierungsgesetzen. Und es liegt auch nicht Heuchelei vor, also Unterschiede zwischen Sagen und Tun. Keinesfalls folgt aus der Behauptung der Wählbarkeit eins Sünders, daß die Einordung seines Verhaltens als Sünde Heuchelei sei. Das ist kein Widerspruch zwischen Sagen und Tun, sondern einem differenzierenden Sagen folgt dessen konsequentes Tun.

    • Ok, Herr Motte. Alles geklärt, danke. Ich habe dies fehlinterpretiert, geeifert ohne Verstand und bedaure dies.

      • Ihre Aussage ehrt Sie: Sie handeln für uns alle vorbildlich!

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