Impfmöglichkeit für Kinder führt zu Dilemma

Demnächst gibt es gegen Corona eine „Impfung für Kinder ab fünf Jahren – Biontech legt positive Studienergebnisse vor“ und will zeitnah die Zulassung beantragen. Es wird der gleiche Impfstoff wie bei älteren Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen verwendet und zweifach verimpft, allerdings nur mit einem Drittel der Dosierung. Die Wirksamkeit liegt nach der Studie bei 95 Prozent, wobei die Zahlen der infizierten Geimpften und Ungeimpften unter den 2.268 Kindern, die an der Studie teilnahmen, nicht berichtet wurden. Es fehlen auch nähere Angaben zu den selten aufgetretenen Nebenwirkungen. Ganz schlimme Nebenwirkungen bis hin zu Todesfällen sind ohnehin so unwahrscheinlich, dass sie bei der Studiengröße gar nicht zu erwarten waren und auch nicht auftraten.

Das Ganze wird zu einem Dilemma führen, wie es häufig durch medizinischen Fortschritt entsteht, wenn auch selten so stark. Denn grundsätzlich ist es gut, eine Möglichkeit mehr zu haben, in diesem Fall auch Kinder gegen COVID-19 impfen zu können. Dann muss man jedoch entscheiden, ob man diese Möglichkeit auch tatsächlich nutzen will. Das gilt zuerst für die Zulassungsbehörden und die Ständige Impfkommission und danach für jeden Einzelnen, wobei erschwerend hinzukommt, dass die Kinder bis elf Jahre das nicht wirklich selbst entscheiden können, sondern die Eltern diese Entscheidung für sie treffen müssen.

Noch schlimmer ist der zu erwartende Druck Richtung Impfung. Schlimmstenfalls werden ungeimpfte Kinder noch stärker diskriminiert werden als jetzt schon ungeimpfte Erwachsene. In der Folge könnte eine Entscheidung für die Impfung für die Kinder am besten sein, aber nicht aus gesundheitlichen Gründen, da Kinder fast nie schwer an COVID-19 erkranken, doch durchaus an Impfschäden leiden können, sondern allein zur Vermeidung der Sanktionen, die Kinder auch noch härter treffen als Erwachsene. Eine vernünftige und kinderfreundliche Politik würde diesen Druck gar nicht erst aufbauen, sondern die Eltern wirklich frei entscheiden lassen und zumindest aktuell ihnen von einer Impfung ansonsten gesunder Kinder erst einmal abraten.

26 Gedanken zu „Impfmöglichkeit für Kinder führt zu Dilemma

  1. Das Problem ist doch eher, dass die Unter-5-Jährigen immer noch nicht berücksichtigt wurden. Gegen andere Krankheiten werden Säuglinge geimpft, ohne dass es ihnen schadet. Ich verstehe nicht, warum man hier so zögerlich ist. Schauen Sie sich die Realität in Kitas und Schulen an, permanent haben Kinder irgendwelche Krankheiten und stecken sich gegenseitig an. Je mehr Krankheiten dort nicht mehr auftreten, desto besser ist es für alle. Das Thema Long Covid kommt noch hinzu.

    • Die Studie umfasst auch Kinder unter 5 Jahren, wozu die Ergebnisse und gegebenenfalls Zulassungsanträge jedoch erst später kommen. Säuglinge werden nur gegen bestimmte, besonders gefährliche Krankheiten geimpft, nicht gegen alle möglichen, was ohnehin zu viele wären. Die verwendeten Impfstoffe sind auch schon alle sehr lange erprobt und haben viel weniger Nebenwirkungen. Kinder erkranken sehr selten schwer an COVID-19 und leiden auch kaum unter Long Covid, aber sehr unter der Hysterie und den für sie völlig unverhältnismäßigen Maßnahmen.

  2. Zum Glück stehen die Rechte der Kinder – ausgeübt durch Jugendämter – noch nicht (vor den Rechten der Eltern, und damit höherrangig!) im Grundgesetz. Denn dann haben Eltern bei dem Thema Impfen gar nichts mehr zu sagen. Eltern die dann nicht spuren, wird dann einfach mindestens das medizinische oder gleich das komplette Sorgerecht entzogen und auf einen Amtsvormund übertragen. Darüber werden sich wohl parteiübergreifend die meisten Staatsdiener einig sein, die Kritiker der teilweise höchst unausgegorenen Corona Schutzmaßnahmen auf die Stufe von Nazis stellen.
    Das sind übrigens genau die selben Amtsvormünder, die Heim- und Pflegekinder an die Pharmaindustrie als Versuchskaninchen verkaufen. Da dies regelmäßig Sozialpädagogen sind, haben sie (z.B. bei Prof. Groner an der Stiftungs-Fachhochschule in München) in ihrer Ausbildung gelernt das Empathie für die sozialpädagogische Arbeit kontraproduktiv ist. Will im Klartext heißen: Soll ihnen scheißegal sein, denn es sind ja schließlich nicht ihre Kinder. Je kaputter die Kinder dabei werden, desto mehr erhalten und schaffen sie Arbeitsplätze für ihresgleichen: Die Kinder von ehemaligen Heimkindern landen regelmäßig iwiederum der Obhut des Jugendamtes. Das spricht zwar nicht für die Qualität der Heimerziehung, ist aber so. Die Fachkräfte werden für diese Leistung zumindest mit Sonderurlaub und Gutschein honoriert. Die Zeche dafür zahlt der Steuerzahler: Im Schnitt ca 7ooo € pro Kind und Monat (!) für Vernachlässigung bei einem mehr oder weniger seriösen Träger der Kinder und Jugendhilfe -unter den Augen das Jugendamt und des Familiengerichts.
    Ich kenne nur sehr wenig Leute, die pro Kind monatlich 7ooo € zur Verfügung haben. „Wahnsinn, was man mit dem vielen Geld alles für die Kinder machen könnte, Wahnsinn, wie man die Kinder damit fördern könnte.“ Man könnte sie so fördern, dass dabei mehr als 90 % best ausgebildeter Abiturienten, die hervorragend für ein erfolgreiches Studium geeignet sind, rauskommen. Doch genau das Gegenteil ist der Fall, weil das politisch nicht gewollt ist. Die wenigsten Heimkinder erreichen einen qualifizierten Hauptschulabschluss und ergreifen, wenn überhaupt, Berufe, mit denen sie dauerhaft für ein gutes Einkommen sorgen und Steuern zahlen können. Man kann man von Glück sprechen, wenn die Kinder dort nicht missbraucht wurden.
    Während Eltern vom genau demselben Staat mit einem vergleichsweise lächerlichen Kindergeld abgespeist werden, das gerade mal, falls überhaupt, die Mehrwertsteuer für die notwendigsten Ausgaben für Kinder abdeckt. Oder, anders ausgedrückt: Man nimmt den Eltern das Schwein und erstattet Ihnen ganz großzügig ein Kotelett.
    Kommentare von Fredl Fesl: „Für Geld, da kann man alles kaufen, auch Leute, die dem Ball nachlaufen.“
    Fesl meinte damit aber offensichtlich nicht nur Fußballer.

    • Ja, Kinderrechte im Grundgesetz würden nicht den Kindern nutzen, sondern dem Staat bzw. übergriffigen Politikern zu Lasten der Eltern und damit in der Regel auch zum Nachteil der Kinder. Die hohen Heimkosten zeigen vielleicht nur, wie viele Leistungen die Eltern tatsächlich erbringen ohne Mindestlohn und 35-Stunden-Woche.

  3. Als Erwachsener, der schon alle möglichen Impfungen empfangen hat, nur keine gegen Corona, weiß ich, wie dynamisch es sein kann, dies gegenüber einem hysterisierten Mob vertreten zu müssen. Für die Kinder wird das eine harte Schule werden.

  4. Dann auf jeden Fall besser die mögliche Diskriminierung als Ungeimpfte aushalten. Wenn man sich und seine Kinder nicht als 100% Mitläufer und Untertanen ansieht, kann man gar nicht früh genug damit anfangen, Selbstverteauen auch und gerade für gut begründete Minderheitenpositionen aufzubauen.

    • Diese Auseinandersetzung ist eigentlich politisch zu führen und Eltern sollten ihre Kinder dafür nicht instrumentalisieren. Als Staatsbürger sollten wir für bessere Regeln kämpfen und auch entsprechend wählen (einschließlich taktischen Überlegungen, z. B. dass eine Stimme für eine Splitterpartei eigentlich anderen Parteien nutzt). Als Eltern sollte man das Wohl seiner Kinder im Auge haben angesichts der faktisch geltenden Regeln, selbst wenn diese nicht optimal sind. Auch die Kinder müssen lernen, mit nicht immer idealen Regeln umzugehen, ohne blind an sie zu glauben.

  5. Diese geplanten bzw. schon laufenden „Corona-Impfungen“ für Kinder und Jugendliche sind zumindest abwegig bis unangemessen. Ohne Not – es besteht für Nicht-Voerkrankte unter ihnen praktisch kein nennenswertes Risiko einer schweren Covid-Erkrankung – ist es unnötig bis fahrlässig, derart ins Risiko zu gehen.

    • Man sollte die Risiken auch nicht übertreiben. Beide sind sehr klein für Kinder, sowohl durch COVID-19 als auch die Impfungen. Viele andere Maßnahmen sind viel schlimmer für sie, ohne dass ein entsprechender Nutzen erkennbar wäre, weder für die Kinder selbst noch für Ältere.

  6. Dass Kinder unter 12 ab nächstem Jahr mit dem heutigen Impfstoff geimpft werden sollen, ist nicht notwendig. Sie werden ohne Not geimpft. Dabei sollte man voraus sehen, dass diese kleinen Kinder dann ständig geimpft werden müssten, alle 10-12 Monate.
    Wir sind doch mitten in der Entwicklung bei den Tod- und Lebendimpfstoffen, und somit ist auch Zeit für die Hoffnung, dies bei der Säuglingserstimpfung zu berücksichtigen.

    • In der ganzen Europäischen Union befindet sich derzeit nur ein Tot-Impfstoff im Zulassungsverfahren. Die Zulassung des Impfstoffes befindet sich in der dritten Phase. Deutschland hat 11 Millionen Dosen bestellt. Mir ist jetzt nicht bekannt, ob mit diesem Vakzin eine Auffrischimpfung nötig wird, da das Virus gänzlich abgetötet wird.

      • Entscheidend ist hier nicht, dass das Virus tot ist, sondern dass es komplett enthalten ist, während die anderen Impfstoffe nur auf einzelne Teile abstellen. Von daher sind Auffrischungsimpfungen wohl seltener nötig und ist der Schutz auch vor Mutationen höher.

      • „Fake News“ hin oder her … wie war das seinerzeit mit Contergan? Das galt auch als sicher, oder?

      • Die Corona-Impfungen gelten doch gar nicht als besonders sicher. Sie sind gefährlicher als die meisten anderen Impfungen, aber für die meisten, vor allem ältere Menschen viel weniger gefährlich als COVID-19.

      • Contergan galt auch nicht als „besonders sicher“ – es hat nur schlicht niemanden interessiert, bis die Probleme deutlich sichtbar wurden und erkannt wurde, dass die Opfer nicht radioaktiv verstrahlt waren, wie zunächst angenommen.

      • Doch, bevor die schlimmen Nebenwirkungen für ungeborene Kinder erkannt wurden, galt Contergan als besonders sicher und verträglich.

      • Da kommen wir nicht zusammen.

        Sie glauben an die Harmlosigkeit dieses IMO unverantwortlichen Massenexperiments und ich eben nicht. Wer Recht hat(te) werden wir erst in vielen Jahren wissen. Bis dahin halte ich mich lieber an die AHA-Regeln und lasse mich regelmäßig testen. Sie können sich Ihre Impfungen alle halbe Jahre „auffrischen“ lassen. Jeder muss das für sich selbst entscheiden.

      • Warum schreiben Sie immer denselben Unsinn? Die Impfungen sind nicht harmlos, aber COVID-19 ist es auch nicht. Es kommt darauf an, die Risiken und Kosten vernünftig und differenziert gegeneinander abzuwägen, was unsere Politiker, aber auch Sie leider verweigern.

      • Für mich persönlich habe ich diese Abwägung doch getroffen.

        Dass die Politik in der Gesamtbetrachtung massive Fehler im Umgang mit der Corona-Pandemie gemacht hat, steht auf einem anderen Blatt. Die Impfbereitschaft lässt sich auch mit noch so viel gesellschaftlichem Druck nicht mehr signifikant steigern. Viel wichtiger wäre es daher, zu gewährleisten, dass lückenlos getestet werden kann. Gerade durch die Abschaffung der Gratistests wird aber nicht die Impfbereitschaft steigen, sondern es werden viel weniger Menschen zum Testen gehen, was der Seuche wieder Vorschub leisten wird. Aber dümmer geht offenbar immer.

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