Wahl-O-Mat Bundestagswahl 2021

Beim „Wahl-O-Mat Bundestagswahl 2021“ ist die Übereinstimmung meiner Antworten mit denen der antretenden Parteien folgendermaßen:

AfD 78,9 %
LKR 73,7 %
diePinken/BÜNDNIS21 71,1 %
CDU/CSU 69,7 %
Bayernpartei 68,4 %
Freie Wähler 68,4 %
Bündnis C 64,5 %
FDP 64,5 %
Bürgerbewegung für Fortschritt und Wandel 61,8 %
III. Weg 60,5 %
NPD 60,5 %
Team Todenhöfer 60,5 %
Unabhängige für bürgernahe Demokratie 60,5 %
Die Grauen 57,9 %
dieBasis 57,9 %
BüSo 56,6 %
Europäische Partei LIEBE 55,3 %
Gesundheitsforschung 55,3 %48,7 %
Die Humanisten
Menschliche Welt 48,7 %
PdF (Partei des Fortschritts) 46,1 %
Tierschutzallianz 40,8 %
Piraten 39,5 %
SPD 36,8 %
LfK (Partei für Kinder, Jugendliche und Familien) 35,5 %
SSW (Südschleswigscher Wählerverband) 34,2 %
DKP 34,2 %
SGP (Sozialistische Gleichheitspartei) 30,3 %
Volt 28,9 %
MLPD 27,6 %
V-Partei³ (Partei für Veränderung, Vegetarier und Veganer) 26,3 %
Die PARTEI 23,7 %
DiB (Demokratie in Bewegung) 22,4 %
ÖDP 22,4 %
Tierschutzpartei 22,4 %
Die Linke 21,1 %
du. (Die Urbane. Eine HipHop Partei) 19,7 %
Grüne 18,4 %

Interessanterweise landen die Grünen bei mir auf dem letzten Platz, weshalb ich hoffe, dass sie möglichst gar nicht an der nächsten Regierung beteiligt sind. Die ‚Farbenspiele bei der Koalitionsbildung‘ sollten also möglichst zu einer Deutschland-Koalition führen, die zwar auch nicht toll ist, aber besser als die Alternativen, was ebenso für eine Kanzlerschaft von Armin Laschet gilt. Die Wahl der auch sonst zweifelhaften AfD trägt nichts dazu bei. LKR und diePinken/BÜNDNIS21 haben ohnehin keine realistische Chance.

Deshalb empfehle ich trotz schwerer Bedenken die Wahl der CDU. Ihre Antworten sind liberaler als die der FDP und Herr Laschet ist nicht Frau Merkel. Er hat eine faire Chance verdient und sollte möglichst vor Herrn Scholz mit seinen viel ernsthafteren Skandalen landen. Die Union hat kein Traumergebnis verdient, aber das ist auch nicht zu erwarten, eher ein Albtraum mit einer noch stärkeren Linksverschiebung. In Bayern würde ich übrigens wegen Markus Söder nicht die CSU, sondern dann doch lieber die FDP oder Freien Wähler wählen.

67 Gedanken zu „Wahl-O-Mat Bundestagswahl 2021

  1. Schon interessant, wie oft die AfD bei Ihnen auf dem Spitzenplatz landet.

    Markus Söder tritt übrigens gar nicht zur Bundestagswahl an. Sie könnten also getrost CSU wählen, wenn Sie in Bayern leben würden. 😂

    • Stimmt das eigentlich mit dem AfD-Wahlprogramm überein oder gibt jemand aus der Geschäftsstelle einfach ganz andere Antworten für den Wahl-O-Mat?

      Herr Söder kandidiert nicht für den Bundestag, aber vielleicht doch noch als Bundeskanzler. Ein besseres Ergebnis für die CDU als CSU würde das verhindern.

      • Das weiß ich nicht, da ich mich mit dem Wahl-O-Mat nicht beschäftige. Aber wenn Sie sich das Wahlprogramm der AfD ansehen, werden Ihnen etwaige Abweichungen sicher selbst ins Auge stechen.

        Dass die CDU ein besseres Ergebnis einfährt als die CSU in Bayern, ist nicht zu erwarten. Ohne CSU stünde die CDU bundesweit bei 16 bis 17 Prozent und müsste fürchten, dass die FDP demnächst an ihr vorbeizieht.

      • Die rheinland-pfälzische CDU-Soitzenkandidatin Julia Klöckner transportiert ihr Wahlkampf-Elektroauto mit dem Diesel von Auftritt zu Auftritt:
        https://images.app.goo.gl/fGkGYGvKf44JiA1y5
        Wasser für das doofe Volk predigen, aber selber den besten Wein saufen. Widerlich! So jemand soll man wählen…???

  2. Geben Sie auch eine Empfehlung für den Direktkandidaten in Ihrem Wahlkreis ab? Die Erststimme wird oft unterschätzt, dabei ist die personelle Zusammensetzung des Bundestages nicht unwichtig, vor allem, wenn die Mehrheitsverhältnisse knapp sind.

  3. Strategisch müssten also FDP-(Wechsel-)Wähler, die die Grünen ablehnen, auf Laschet umschwenken, um damit die einzige Chance auf eine Regierung ohne Grüne aufrecht zu erhalten. Seien wir gespannt, wie viele das tun werden. Aktuell sind schon viele sehr alte Wähler unterwegs zur Briefwahl. Vielleicht können die Alten und Hochbetagten ein letztes Mal den Ausschlag für eine Kanzlerschaft der Union geben, plus einige Wechselwähler.

  4. Nur mit der AfD habe über 90% Zustimmung und meine Familie, meine Freunde und ich werden auch nichts anderes wählen, CDU schon gar nicht (mehr)!

    Wir Westdeutschen sind wohlstandsverwöhnt und träge, wie glückliche Sklaven. Nur im Osten Deutschlands (und anderen ehemaligen Ostblockstaaten) gibt es noch einen konterrevolutionären Kampfgeist, weil man sich dort an die „Segnungen des Sozialismus“ erinnert… ✌

    • Francomacorisano: Die AfD-Führer Höcke (man lese sein Buch mit der ausdrücklichen Ablehnung westlicher Freiheit aus angeblich sozialen Gründen) und Gauland (bejahte ausdrücklich Bismarcks Verstaatlichungen) sind nun keinesfalls Antisozialisten, wie übrigens auch die AfD-nahen Regierungen im ehemaligen Ostblock von Rußland über Polen und Ungarn bis Slowenien und Kroatien… Hinzu kommen von der AfD geforderten und im Ex-Ostblock durchgesetzten Freiheitseinschränkungen im nichtmateriellen Bereich, sozusagen Weltanschauungs- und Lebensweisensozialismus… von der Verharmlosung sehr bis extremst freiheitsfeindlicher Regime von Bismarck bis Hitler zu schweigen…

      • @Ulrich Motte

        Was diesen Teil der AfD angeht („ehemaliger Flügel“) haben Sie leider Recht. Der AfD bleibt nichts anderes übrig, als sich endlich von diesen Figuren zu trennen, wenn sie jemals in den Alten Bundesländern reüssieren und koalitionsfähig werden möchte.

      • Die AfD wird sich nie von diesen Figuren trennen, sondern sie dominieren diese Partei immer stärker. Die einen (wie ich) merken das früher, die anderen (wie Sie) später.

      • Wären Hasenfüße wie Sie nicht so früh gegangen, nur weil seine Scheinheiligkeit Bernd Lucke (der zusammen mit Gauland den Flügel überhaupt erst möglich gemacht hat) nicht mehr zum Vorsitzenden gewählt wurde, wäre der Flügel niemals in die Position gekommen, die AfD eines Tages vielleicht tatsächlich dominieren zu können.

      • Nein, der Zug ist spätestens Mitte 2015 abgefahren, und zwar in die völlig falsche Richtung. Ex post betrachtet hätte ich schon 2013 gehen sollen. Den Versuch war es wert, aber er ging daneben.

      • Kommen Sie gerade aus Frauke Petrys Seelenamt („Requiem für die AfD“) und haben sich dort mit Marcus Pretzell verbrüdert? 😂

      • Ja, einige Liberale und Konservative sind wie Hasen davongelaufen, statt um die erste und einzige nicht linke, erfolgreiche Parteineugründung zu kämpfen. Jetzt gehen die Absetzbewegungen weiter:
        https://www.rheinpfalz.de/lokal/kreis-germersheim_artikel,-landtags-abgeordneter-matthias-joa-tritt-aus-afd-aus-_arid,5248462.html

        Ich warte die Bundestagswahl und den AfD-Parteitag im November ab. Wenn dann der „Flügel“ im Bundesvorstand dominieren sollte, werde auch ich mich distanzieren. Antiamerikanische Tendenzen werden niemals meine Unterstützung bekommen!!!

    • Auch bei mir kommt die AfD bei dem Schlagwort-Fragenkatalog des Wahl-O-Mat auf über 70% und einen Spitzenplatz. Aber leider hat das heutige Handeln der AfD mit dem ursprünglichen auf dem Gründungs-Parteitag 2013 in Berlin erlebten wirtschafts-liberal-gesellschafts-konservativen Aufbruch von 2013 nichts mehr zu tun. Heute sehe ich eine national-sozialistisch-anti-liberal-irrationale Partei, die ich nicht mehr wählen kann.

      Selbst so engagierte, gestandene und konservative Menschen wie der ehemalige Landesvorsitzende von Rheinland-Pfalz, Uwe Junge, haben es nun 2021 nicht mehr in der AfD ausgehalten.

      • Es ist traurig, mir fällt aber eines auf: In Ostdeutschland sind die Wahlplakate der AfD bürgerlicher, gemäßigter und souveräner als im Westen. Dort hat man eher das Gefühl auf einer schreienden Grünen-Demo mit anderen Inhalten zu sein. Warum ist das so? Mich hat das doch sehr verwundert.

  5. Traurig der Tag, an dem man einen politischen Harlekin wie Laschet wählen muss, um Schlimmeres zu verhindern. Aber egal, das Land hat so oder so fertig.

    • Mit mehr Liberalismus – der gar nicht so umfassend sein müßte- würden sich die Verhältnisse im Land recht schnell deutlich verbessern lassen. Leider bleiben CDU und FDP in praktischer Politik noch deutlich hinter ihrer sowieso schwachen liberalen Wahlkampfpropaganda zurück, siehe ihre Koaltion in NRW seit 2017. Und Söder ist noch linker als Laschet. Wir brauchen endlich eine liberale Partei.

      • Eine wirklich liberale Partei wäre gut, aber hätte sie hinreichend Chancen bei den deutschen Wählern oder gar in einer Regierung? Aktuell können wir ohnehin nur zwischen den Parteien wählen, die auf dem Wahlzettel stehen. Trotz allem sind CDU und FDP am wenigsten schlimm.

      • Mindestens 95% der Deutschen haben doch keinerlei Interesse an wirklich liberaler Politik. Sie haben sich längst daran gewöhnt, dass der Staat alles für sie regelt und tun sich höchstens als Blockwarte hervor. Also wählen sie Parteien, die ihnen den totalen Supernanny-Staat versprechen. So ist nun mal die Mentalität in diesem Lande und jedes Volk bekommt die Regierung, die es sich verdient. Traurige Erkenntnis, aber so ist das wohl tatsächlich.

  6. Ihre Wahlempfehlung überrascht mich. Ja, Laschet ist nicht Merkel, aber bei ihm und seiner Partei sehe ich (noch) keine ernsthafte Neuausrichtung nach dieser schlimmen Kanzlerschaft. Vielleicht kippen die CDUler um und waren plötzlich immer schon „konservativ“, „freiheitlich“ und „rechts der Mitte“, wenn Merkel das Kanzleramt verlassen haben wird. Aber das ist doch alles andere als sicher.

    Das Ergebnis des Wahl-O-Mats ist für mich nur ein untergeordnetes Kriterium für meine Wahlentscheidung. Ich werde ihn die nächsten Tage ausprobieren. Nur, weil die CDU hier ggf. vor der FDP landet, wähle ich sie noch nicht. Bei wohl keiner Partei war die Diskrepanz zwischen Programm und realer Politik in den letzten Jahren so groß wie bei der CDU.

    Eine Regierungsbeteiligung der Grünen ist übrigens auch bei einer starken Union wahrscheinlich. RRG kann man mit der Wahl der FDP ebenso verhindern wie mit der Wahl der CDU. Man kann einiges an der FDP kritisieren, aber ich halte sie immer noch für das „kleinere Übel“ und auch als deutlicheres Signal der Distanzierung von den Merkeljahren, als die Union zu wählen…

    • Die Entscheidung zwischen CDU und FDP ist tatsächlich am schwierigsten. Fangen wir bei den anderen Parteien an. Wenn man Rot-Rot-Grün nicht will (falls doch, sieht es natürlich ganz anders aus), sollte man diese Parteien nicht wählen. Die Wahl von chancenlosen Kleinstparteien begünstigt auch eher Rot-Rot-Grün, ist aktuell also nicht hilfreich. Wenn es die Freien Wähler nicht über die Fünf-Prozent-Hürde schaffen, gilt für sie dasselbe (falls doch, kommen sie wahrscheinlich trotzdem nicht an die Regierung und ähneln dann der AfD, ohne beide gleichsetzen zu wollen). Die Wahl der AfD erschwert tatsächlich Rot-Rot-Grün, hat aber keinen (positiven) Einfluss auf die sonstige Koalitionsbildung, macht also Grüne und SPD relativ stärker.

      Damit verbleiben nur noch FDP und Union. Wenn es zu einer Ampel-Koalition kommt, ist eine stärkere FDP tatsächlich besser, während die Größe der Union relativ egal ist. Allerdings macht eine stärkere FDP (und schwächere Union) die Ampel wahrscheinlicher. Bei einer Kenia-Koalition gilt umgekehrt, dass die Größe der FDP egal ist und eine starke Union von Vorteil wäre, insbesondere wenn sie vor der SPD liegt (gilt auch bei Fortsetzung der „Großen Koalition“). Bei der Deutschland-Koalition kommt es auch vor allem darauf an, ob die Union stärker ist als die SPD. Bei Jamaika ist es vielleicht egal, ob man Union oder FDP stärkt, doch die Wahrscheinlichkeit für Jamaika (statt Ampel) steigt, wenn die Union vor der SPD liegt. Insgesamt halte ich deshalb aktuell eine Wahl der CDU für etwas sinnvoller als die Wahl der FDP, die jedoch auch okay ist und besser als alle übrigen Optionen.

      • @Alexander Dilger
        „Bei einer Kenia-Koalition gilt umgekehrt, dass die Größe der FDP egal ist und eine starke Union von Vorteil wäre, insbesondere wenn sie vor der SPD liegt.“

        Im Falle einer Kenia-Koalition gerät die Union immer unter die Räder, egal ob vor oder hinter der SPD. In dieser Koalition hätten immer die Genossen und die Maoisten das Sagen, selbst wenn die CDU den Kanzler stellt. Keine gute Option!

      • Es ist keine gute Option, doch trotzdem wäre Kenia mit Herrn Laschet als Kanzler erträglicher als unter dem Genossen der Wirecard-Betrüger.

      • Der Genosse der Wirecard-Betrüger und Cum-Ex-Betrüger gefällt mir auch nicht. Aber ich traue selbst Christian Lindner eher zu, diesen einzuhegen als dem Aachener Karnevalisten Lachet.

    • @GL Ich stimme Ihnen vollinhaltlich zu und hoffe, dass eine starke FDP das Schlimmste verhindert. Entscheidend ist, dass die CDU mit Laschet eine Führungskraft ohne Management-Qualitäten aufgeboten hat. Armin hat sich Zeit seines Polit-Daseins durchgemogelt. Roland Nelles erinnert auf SPON bezüglich Laschets „Zukunfts-Team“ an Rudolf Scharpings Wahlkampf von 1994. Wenn die CDU jetzt kräftige Mandatsverluste erleidet, kommt es vielleicht zu einer Renaissance dieser Partei.

      • Die anderen Kanzlerkandidaten sind leider noch schlimmer. Kräftige Mandatsverluste der CDU könnten auch fehlinterpretiert werden als nachträgliche Bestätigung von Frau Merkel, obwohl sie eigentlich die Hauptverantwortung trägt. Schließlich könnte die CDU auch ganz implodieren. Ich werde ihr nicht nachweinen, aber wir wissen nicht, was danach kommt.

      • „Kräftige Mandatsverluste der CDU könnten auch fehlinterpretiert werden als nachträgliche Bestätigung von Frau Merkel“ Dieser Gedanke liegt sogar nahe, denn das Ansehen von Merkel in der Öffentlichkeit war der politische JOB-Garant. Dieses Ansehen war begründet in dem persönlichen Lebensstil von Merkel und einer apolitischen Mehrheit. Nur: Frau Merkel steht weder jetzt noch in vier Jahren zur Wahl.

      • Richtig, Frau Merkel steht nicht mehr zur Wahl. Ansonsten würde ich die CDU auch auf keinen Fall wählen. Selbst Frau Baerbock wäre mir als Kanzlerin lieber und sie hat ihren Lebenslauf weniger manipuliert. Viele konservative Kritiker von Herrn Laschet übersehen, dass alle Alternativen zu ihm zu einer noch linkeren Politik führen werden einschließlich Markus Söder.

      • Die meisten Wähler in Deutschland haben doch überhaupt kein Problem mit linker Politik. Ein Erwachen wird es erst geben, wenn es allen gleich schlecht geht.

      • Den meisten Deutschen wird es schlechter gehen, aber nie allen gleich schlecht. Selbst dieses Gleichheitsversprechen können Grüne und Linke nicht einlösen.

      • Ja, genau exakt gleich schlecht wird es nicht allen gehen. Aber es wird so vielen deutlich schlechter gehen, dass zumindest eine Chance besteht, dass die Menschen beginnen, sich wieder mit der Realität zu befassen und wenigstens nach den Ursachen des Absturzes fragen.

    • @GL

      Volle Zustimmung. Es gehört schon eine gehörige Portion Naivität dazu, zu glauben, ausgerechnet die CDU würde sich im späteren Tagesgeschäft noch an ihr Wahlprogramm halten.

  7. Von 38 Parteien liegt ihrer politischen Gesinnung nach die Grünen auf dem letzten Platz. Ehrlich gesagt, solch einem Menschen bin ich schon begegnet und tatsächlich haben wir beide schon mal für einige Stunden am gleichen Tisch gesessen. Deshalb meine ich, Ihnen ist bei der Eingabe des Wahlomaten irgendwo ein Tippfehler unterlaufen. Wenn nicht, und sollten die Grünen Regierungspartei werden, werde ich mich über ihre Gesundheit tatsächlich Sorgen machen müssen.

    • Sie brauchen sich nicht um meine Gesundheit zu sorgen, schon gar nicht deswegen. Machen Sie sich lieber Sorgen um die Zukunft unseres Landes. Die Grünen sind die illiberalste Partei in Deutschland, zumindest was die abgefragten allgemeinen Thesen angeht. Wenn es wirklich darauf ankommt, sind allerdings die extremistischen Parteien noch schlimmer, zu denen in wesentlichen Teilen jetzt leider auch die AfD gehört.

      • Ist ja gut. Einsam an der Spitze ihrer Wahlomat Eingaben steht bei Ihnen aber, wie sie sagten, eine extremistische Partei. Ich finde, dass darf nicht sein, zumal die Gründe ihres Austritts aus der Partei ja richtig waren.

      • Die AfD ist zu Teilen extremistisch. III. Weg und NPD, die es gänzlich sind, schneiden bei mir auch relativ gut ab sowie auf linksextremer Seite DKP, SGP, MLPD und Die Linke zumindest besser als die Grünen. Man darf den Wahl-O-Mat hier nicht überinterpretieren, weil die dafür relevanten Thesen kaum abgefragt werden (siehe auch „Hilfe, bin ich jetzt ein Nazi?“). Deswegen manipuliere ich jedoch nicht meine Antworten, bis das Ergebnis politisch korrekter scheint. Fraglich ist eher, ob nicht vielleicht die AfD nicht ganz ehrlich antwortet, da zumindest der Flügel viel freiheitsfeindlicher und (national-)sozialistischer ist.

      • Der freiheitsfeindliche und zu tiefst (national-) sozialistische Flügel ist zum Glück nicht die ganze AfD. Aber die AfD muss sich von ihm trennen, um auf Bundesebene oder auch „nur“ in den Alten Bundesländern (85% der Bevölkerung!) langfristig erfolgreich sein zu können.

      • Die AfD kann sich von diesen Leuten nicht mehr trennen und wird langfristig auch nicht erfolgreich sein im Sinne von verantwortlicher Politikgestaltung. Sie ist inzwischen eine reine Protestpartei, die eine Gruppe opportunistischer Mandatsträger durch eine andere ersetzt und zugleich linke Regierungsmehrheiten absichert.

      • Je mehr Vernünftige gehen, desto wahrscheinlicher wird dieses Szenario natürlich.

      • Nicht erst 2015, sondern bereits 2013 hätte die Gründung von Parteien in der Partei postwendend unterbunden werden müssen. Das begann ja alles nicht erst mit der ‚Erfurter Erklärung‘ im Jahr 2015, sondern bereits mit dem „Stuttgarter Apell“ vom 28.04.2013 (Erstunterzeichner u.a. Stefan Räpple). Aber auch was Bernd Luckes Reaktionen darauf angeht, sind diese nicht gerade hilfreich gewesen, die von ihm selbst und Gauland herbei gerufenen Geister zu bändigen.

      • Lieber Herr Prof. Dilger, jetzt bitte mal Klartext: Wenn Meuthen & Co. „auf’s Ganze gehen“ und den „Flügel“ absprengen, kommen Sie dann in eine „reformierte“ AfD zurück…?

      • Ich schaffe es nicht, auf jeden Kommentar zu antworten, schon gar nicht sofort. Die Bedingung ist auch zu unwahrscheinlich. Der Flügel setzt sich ganz durch, bleibt aber auch sonst in der AfD und wird nicht gehen. Falls doch, schauen wir neu.

      • Noch gebe ich die AfD nicht auf. Aber antiatlantische, also antiamerikanische oder antijüdische Tendenzen werde ich niemals mittragen. Ich bin für gute Beziehungen zu Russland, doch wer Deutschland von seinen Verbündeten im Westen abkoppeln will, hat die Lehre aus zwei Weltkriegen nicht gezogen!

  8. Im heutigen Politbarometer hätte rot-schwarz eine knappe Mehrheit. Ich könnte mir gut vorstellen, dass das in solch einem Fall gemacht werden würde. Wozu ein Dreierbündnis, wenn man auch zu zweit hinkommt? Wozu mit anspruchsvollen Grünen oder der FDP zusammenarbeiten, wenn es nicht sein muss?

    • Mercedes: CDU/CSU traue ich es in der Tat sogar zu, wie in Baden-Württemberg (dort unter Grün) als Juniorpartner unter Rot mitregieren zu wollen… Scholz dürfte aber lieber die FDP wollen, die mit Rot-Grün in Rheinland-Pfalz regiert. In den beiden genannten Bundesländern haben das CDU und FDP mit herben Wahlverlusten bezahlt!

      • Alles Spekulation. Im Moment lässt sich kaum abschätzen, was bis zur Bundestagswahl noch passiert. Vielleicht tauscht die Union Lachet noch aus? Ausschließen lässt sich das nicht.

      • In den beiden Bundesländern sind die MPs beliebt, was die Parteien der jeweiligen MPs beflügelt. Wie beliebt die Herren Laschet oder Scholz sein werden, ist heute schwer abzuschätzen.

  9. Interessant, dass bei der Masse der Kleinparteien die „Familien-Partei“ nicht am Start ist. Nach dem 2019er „Höhepunkt“, als sie ein Familienmitglied im EU-Parlament untergebracht hatte, ist nun erstmal Pause angesagt.

  10. Ich habe wirklich lange mit mir gerungen. Heute habe ich meine Briefwahl erledigt und war im Ergebnis zu der gleichen Einschätzung gekommen -auch mit ähnlichen Bedenken und Bauchschmerzen- wie Sie sie im letzten Abschnitt getroffen haben. Unter Merkel habe und hätte ich die CDU nie gewählt. In der Abwägung aller Vor- und Nachteile und auch unter strategischen Gesichtspunkten sind bürgerliche Wechselwähler, zu denen ich inzwischen auch zähle, bei dieser BTW wohl am besten bei der CDU aufgehoben.

    • Als Professor höre ich eben doch mehr auf die Wissenschaft als die politische Korrektheit. Auch was das reine Eigeninteresse angeht, sehen die meisten Beamten das laut verlinktem Artikel eher durch die Union vertreten.

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