Bombe in Aplerbeck

Gestern wurde ein „Blindgänger an der Eggensteinstraße in Aplerbeck gefunden – Circa 1.900 Anwohner*innen und B1 betroffen“. Laut Karte gehörten wir gerade nicht dazu. Trotzdem fand ich heute Morgen einen Zettel mit Evakuierungsaufruf im Briefkasten, der gestern Nachmittag, als ich die Tagespost entnahm, noch nicht darin war. Nach etlichen Anrufversuchen beim Ordnungsamt und der Stadt selbst kam ich endlich durch und bekam die Bestätigung, dass unser Haus als einziges in der Straße nicht evakuiert werden müsste. Trotzdem bin ich dann lieber nach Münster gefahren, als mich vielleicht mitten in meiner Vorlesung per Zoom deswegen doch noch mit dem Ordnungsamt oder sogar der Polizei herumstreiten zu müssen. Nach der kontrollierten Sprengung der Bombe fuhr ich zurück, den Stau auf der zuvor gesperrten B1 umfahrend. Es gibt eben nicht nur Corona, sondern auch noch ganz andere Gefahren und Beschränkungen im Alltag. Zumindest leben wir im Frieden, auch wenn der letzte Weltkrieg noch nachwirkt und die Bundeswehr an ferne Orte geschickt wird.

42 Gedanken zu „Bombe in Aplerbeck

  1. Mit dem neuen Ermächtigungsgesetz kann die Bundeswehr auch im Inneren eingesetzt werden. Das wäre ja noch sinnvoll, um Flughäfen, Bahnhöfe oder wichtige Gebäude z. Bsp. vor Terrorakten zu schützen. ABER jetzt könnte die Bundeswehr auch Maskenverweigerer internieren oder Weihnachtsfeiern von mehr als zwei Familien sprengen… 😦

    • Ich weiß nicht, was dieses blödsinnige Gerede soll. Das ist hier immerhin noch der Blog eines Hochschullehrers und es sollte schon darauf geachtet werden, nicht absurde Fake News zu verbreiten. Wer dieses Gesetz ernsthaft Ermächtigungsgesetz nennt, der hat womöglich ganz andere Probleme. Sie sind doch angeblich in der DomRep, wissen Sie überhaupt, worum es bei dem Gesetz konkret geht?

      • In dem Gesetz geht es durchaus um die Ermächtigung der Regierung. Das kommt in anderen Gesetzen auch vor, aber so umfassende Grundrechtsbeschränkungen gab es in der Bundesrepublik Deutschland noch nie. Vor allem sind diese Beschränkungen weder effektiv noch verhälnismäßig.

      • Glauben Sie ernsthaft, dass es den Nazis (und anderen Rechtsextremen), die gegen das Gesetz oder andere Coronamaßnahmen demonstrieren, um Grundrechte geht?

      • Welchen Nazis? Rechts- wie Linksextremisten mögen gegen alle Maßnahmen der Regierung sein. Aber das erlaubt nicht den Umkehrschluss, dass jeder Kritiker dieses Gesetzes ein Extremist sei. In gewisser Weise ist das Gesetz selbst extremistisch und gegen das Grundgesetz und vor allem die Grundrechte gerichtet. Vor allem mangelt es an einer Abwägung der Rechtsgüter. Der Schutz von Leben ist durchaus ein hehres Ziel, doch bei Untersterblichkeit einen Großteil der Grundrechte auszusetzen, ist nicht gerechtfertigt.

      • @ Demokrat
        Es wehren sich Menschen mit ganz unterschiedlichen politischen Ansichten gegen die Einschränkung unserer Grundrechte. Merkel & Co. stempeln alle Kritiker einfach als „Nazis“ ab. Damit drängt man andere Meinungen ganz praktisch ins gesellschaftliche Aus und braucht sich mit diesen Meinungen erst gar nicht auseinandersetzen. Was für ein „Demokrat“…?!?

      • Wer über Holocaust-Impfstoffe o.ä. hetzt und damit den Völkermord massiv verharmlost, der muss erstmal einiges tun, um zu zeigen, dass er kein Nazi ist.

      • Die echten Nazis haben den Holocaust nicht verharmlost, sondern begangen. Nazi-Vergleiche sind fast immer unpassend und Sie machen doch genau dasselbe, was Sie anderen vorwerfen, nämlich den Nationalsozialismus und seine Verbrechen dadurch verharmlosen, dass Sie andere Menschen mit anderen Ansichten zu Nazis erklären.

      • Neonazis haben den Holocaust nicht begangen und bezeichnen sich in der Regel selber als Nazis.

        Und es geht um die Art und Weise der Kritik. Wenn sie auf Lügen basiert, dann habe ich damit ein Problem.

      • Selbst Neonazis sind keine echten Nazis, wie schon der Name sagt und auch das Verhalten zeigt. Das heißt nicht, dass sie nicht schlimm sind, aber es sind nicht alle Übel gleich. Das gilt doch auch für die falschen Holocaust-Vergleiche. Es sterben ständig Menschen, ohne dass es sich um Massen- und Völkermord handelt. Dass auch durch Impfungen Menschen sterben können, ist eine Tatsache. Entscheidend ist, ob durchs Impfen ingesamt viel mehr Menschen gerettet werden können (und auch die Risikoverteilung für die jeweils geimpfte Person positiv ist).

      • Bei den aktuell diskutierten Impfstoffen gegen das neue Coronavirus gibt es bislang überhaupt keine Anzeichen, dass Gefahren drohen. Langzeitschäden können immer auftauchen, aber ich denke nicht, dass es eine realistische Option ist, zehn Jahre lang abzuwarten.

      • Es waren viele potentielle Impfstoffe am Start. Einige sind schon wegen Problemen herausgefallen. Vorne sind jetzt solche, bei denen bislang keine Probleme aufgetreten sind. Das ist keine Garantie gegen spätere Probleme. Langzeitfolgen lassen sich noch gar nicht abschätzen, aber auch Daten zur Altersverteilung etc. liegen noch nicht vor. Wahrscheinlich wares es jetzt vor allem sehr gesunde und relativ junge, aber erwachsene Probanden. Wirkungen und Nebenwirkungen bei Alten und Kindern sind dadurch weniger klar. Ich will die Risiken gar nicht übertreiben, aber es geht auch hier eben um eine Abwägung und ich würde meine Kinder und mich im Gegensatz zu Ihnen nicht vorne beim Impfen anstellen. Das ist allerdings auch in Ordnung und sogar gut, dass einige vorangehen wollen und andere erst später folgen.

        Besonders heuchlerisch oder einfach ignorant sind mal wieder die Grünen. Sie lehnen grüne Gentechnik, die Millionen Menschenleben retten könnte, kategorisch ab, jubeln aber hier über ein gentechnisches Verfahren, welches in Menschen zum Einsatz kommen soll.

      • In der Tat möchte ich möglichst schnell geimpft werden. Die Teilnahme an einer Impfstudie garantiert das jedoch nicht, da die Wahrscheinlichkeit einer Impfung hier nur 50% beträgt.

  2. Typisch für Deutschland heute.

    Wir sind an fast allen Stellen des täglichen Lebens mit einer überbordenden Bürokratie überzogen. Man steht sich quasi im eigenen Weg, “ …Gut gemeint “ die Devise.

    Es fehlt Behörden – Einsicht daß der mündige Bürger/in – in der Regel – verantwortungsbewusst handelt. Kleines Beispiel :

    Gerade beim Thema “ Sicherheit “ . Nach furchtbarem Loveparade – Unglück wurden quer durch die Landschaft – eigentlich überall – Sperrgitter gezogen, z.B. an Aussichtspunkten die seit Jahrzehnten – bei Burgen Jahrhunderten – nur kleine Brüstung hatten und die nun nicht mehr ausreichend hoch sein sollte.

    Gleichwohl soweit bekannt niemals Besucher oder Bewohner zu Schaden gekommen waren weil nicht lebensmüde . Bei Kindern passten Erwachsene auf, oder die Kinder waren nicht dumm.

    Die dämlichen Sperrgitter verschandelten nicht nur “ die Landschaft / Aussichtspunkte “ , waren auch kontraproduktiv weil oft mutwillig – aus welchen Gründen auch immer – demontiert und runtergeschmissen. Geld des Steuerzahlers.

    Hat sich erst in letzten 2 Jahren wieder auf Normalität eingependelt.

    Und zum Bombenfund : …in Hannover wieder mal Weltkriegsbombe gefunden. Weitläufige Absperrung , Straßen, Autobahnen ( A 2 / A 7 ) , Zugverkehr etc.

    Von Berlin kommend auf der A 2 Umleitung und bei jeder nächsten Abfahrt wurde man weitergeleitet, Polizisten/innen ohne Bescheid wie man Richtung Dortmund kommen konnte. Schulterzucken. Navi passte auch, wollte immer wieder zurück. Karte nicht hilfreich weil man ja nicht runterdurfte.

    Bei Celle endlich runter , dann quer durch Niedersachsen / Westfalen ( OWL) . Umweg per PKW ca. 3 Stunden. Abends in Nachrichten : „…Bombe abtransportiert, Absperrungen aufgehoben.“

    Alles gut gemeint , im Detail nicht organisiert. Polizisten nicht an Autobahn-Abfahrten mit Sach- Ortskenntnis ausgestattet, kamen teilweise aus Hamburg etc.

    Das ist Behörde !

  3. Heute ist meine Vorhersage eingetroffen. Nach Notstand kommt Ermächtigung.
    Der künftige Stauffenberg geht wohl noch zur Schule. Ich wünsche ihm für sein späteres Vorhaben viel Glück

    • Im Moment sorgt mich weniger das Erbe, sondern der aktuelle Umgang mit Kindern. Denen wird ohne vernünftigen Grund viel genommen und gerade die kinderlose Frau Merkel will ihnen noch mehr verbieten, z. B. den Besuch ihrer Großeltern und von Freunden, Reisen ohnehin, Sport selbst im Freien, demnächst wohl auch die Schule, wo sie jetzt den ganzen Tag mit Masken vor dem Gesicht verbringen müssen. Zugleich hetzt der öffentlich-rechtliche Rundfunk mit Zwangsbeiträgen gegen Kinder, da sie die größte Ressourcenverschwendung überhaupt wären. Für wen sollen die Ressourcen eigentlich erhalten werden in einer kinderlosen Welt?

      • Übersehen Sie nicht die grandiose Anpassungsfähigkeit von Kindern? Vielleicht verpassen sie im Moment etwas, aber sie vermissen es nicht.

      • Ich weiß nicht, ob Sie Kinder haben, aber meine Kinder leiden durchaus unter der Situation und wissen (sowie vermissen) sehr wohl, was sie verpassen. Wir versuchen, ihnen trotzdem bestmöglich durch diese Zeit zu helfen, was für andere Eltern noch deutlich schwerer sein dürfte.

      • Viele Menschen haben Kinder, aber auch Erwachsene können derzeit z.B. vielen Freizeitaktivitäten nicht nachkommen. Ich verstehe nicht, inwiefern ausgerechnet Kinder im Moment so betroffen sein sollen.

      • Sie haben offensichtlich keine Kinder und auch Ihre eigene Kindheit erfolgreich verdrängt. Rein objektiv werden Kinder nicht schwerer getroffen von den Maßnahmen (und vom Virus fast überhaupt nicht), aber subjektiv schon, zumindest erscheint es uns Eltern und anderen empathischen Menschen so. Erstens fehlt Kindern noch die volle Einsichtsfähigkeit, dass man weder gegen das Virus noch die Politiker wirklich viel tun kann (hinsichtlich der Politik bin ich vielleicht immer noch zu sehr ein naives Kind und müsste lernen, sie einfach hinzunehmen ohne zu meckern). Zweitens brauchen sie mehr soziale Kontakte und auch körperliche Nähe. Für Babys machen die Maßnahmen deshalb wohl wirklich keinen Unterschied, für Kleinkinder und Grundschüler hingegen sehr wohl und für Jugendliche in der Pubertät auf andere Weise ebenfalls.

      • Ich habe kleinere Kinder und sehe kein großes Problem. Treffen in kleinen Gruppen sind weiterhin möglich und es ist nicht entscheidend, jeden Tag zig verschiedene Kinder zu treffen. Das Wichtigste ist der gute Kontakt zu den Eltern.

      • Für Babys und sehr junge Kleinkinder sind die Eltern mit Abstand am wichtigsten. Wenn die Kinder älter werden, brauchen sie aber auch andere Kinder (und Erwachsene). Geschwister sind gut, Freunde aber auch. Die von der kinderlosen Kanzlerin geplante Beschränkung auf nur einen Freund ist nicht sinnvoll, insbesondere wenn man die Beschränkung der Kontakte des ganzen Haushalts auf nur einen anderen Haushalt ernst nimmt, also alle Kinder zusammen nur einen Freund treffen dürften und dafür z. B. auf alle Großeltern verzichten müssten (und auch ohne Freund eine Entscheidung zwischen den Großeltern nötig wäre). Vor allem ist es unsinnig, die privaten Treffen zu verbieten, wenn sich dieselben Kinder ohnehin in der Kita oder Schule treffen oder sie im Schulbus mit noch ganz vielen anderen Kindern zusammengepfercht werden. Bestimmte Maßnahmen können nur im Zusammenhang mit anderen Maßnahmen wirken.

      • Dass die vom Kanzleramt geplanten Regeln übertrieben sind, da stimme ich zu und das scheinen auch einige der Ministerpräsidenten so zu sehen. Allerdings müsste man sich an diese Regel ja nicht halten. Wie schon woanders gesagt, sind wir weit davon entfernt, Kontrollen à la China zu bekommen. Politiker wie Söder haben zwar eine kämpferische Rhetorik, ich sehe aber absolut nicht, dass irgendwelche Polizisten jetzt damit anfangen, Privatwohnungen zu kontrollieren.

      • Das halte ich für keine sinnvolle Begründung von Regeln, dass man sich nicht daran halten müsse. Wozu macht man dann überhaupt solche Ge- und Verbote? Unverbindliche Empfehlungen könnten durchaus sinnvoll sein, nicht aber sanktionsbewehrte Regeln, die nur sehr selten und willkürlich durchgesetzt werden. Das ist leider der Trend, der zur Erosion des Rechtsstaats führt.

        Im Frühjahr wurden durchaus Menschen bestraft, die z. B. zwei Freunde im Haus oder im Auto hatten. Das geschah nicht flächendeckend, sondern eben willkürlich z. T. mit drastischen Strafen in vierstelliger Höhe, die wiederum teilweise von Gerichten reduziert wurden.

      • Also ich habe vor dem Staat aktuell keine Angst. Sie als Familienvater aus Dortmund-Aplerbeck müssten sich doch vielleicht auch eher fragen, wie es mit den problematischen Jugendlichen weitergeht, die den Stadtteil seit Monaten belästigen. Jüngst gab es wieder einen entsprechenden Vorfall:
        https://www.ruhrnachrichten.de/dortmund/bespuckt-und-geschlagen-jugendliche-greifen-lehrer-auf-schulhof-an-plus-1575859.html
        Das sind alles Jugendliche mit einem bestimmten Migrationshintergrund, gegen die der Staat wenig unternimmt.

      • Was schlagen Sie denn konkret vor, wie Kinder an Schulen vor wildgewordenen Jugendlichen geschützt werden können? Ein Selbstverteidigungskurs? Waffen? In den USA ist man bei einem Amoklauf auf der sicheren Seite, wenn man zurückschießen kann.

      • Es ist vor allem ein Versagen von Frau Merkel, jeden unkontrolliert ins Land zu lassen (während jetzt sogar Grenzübertritte von Deutschen zwischen Bundesländern und Kommunen sanktioniert werden) udn selbst schwere Gewaltverbrecher nicht wieder abzuschieben. Mittelfristig werden wir amerikanische Verhältnisse bekommen mit No-Go-Areas und Sicherheitskontrollen an den Schulen. Die freie Verfügbarkeit von Waffen führt hingegen zu viel mehr Opfern.

  4. Das „Kommando Marcus Pretzell“ hat sich zu dem Blindgänger bekannt.

    Passt zwar nicht zum Thema, aber der der Friedensnobelpreis ist immer peinlich. Der Herr aus Äthiopien, auch so eine Friedensnobelpreisheld, räumt ordentlich auf.
    Die viele Jahre an der Regierung waren, war eine bestimmte Liga.
    „…. Die TPLF stand seit ihrer Gründung in Opposition zum Derg unter Mengistu und verstand sich zunächst als marxistisch-leninistische Bewegung, die in den 1970er und 1980er Jahren enge Beziehung zur Partei der Arbeit Albaniens und in geringeren Maßen auch zur KPD/ML in der BRD pflegte….“
    https://de.wikipedia.org/wiki/Volksbefreiungsfront_von_Tigray

    Man ist dann halt sozialdemoktatischen geworden.

    • Herr Pretzell würde sich zu gar nichts bekennen, außer er bekommt Geld dafür. Dass mit den früh verliehenen Friedensnobelpreisen ist so eine Sache. Dabei gibt es wohl sogar einen direkten Zusammenhang zwischen dem Friedensschluss mit Eritrea und nun den Kämpfen gegen die eigene Provinz.

  5. @ Demokrat
    Holocaust-Vergleiche habe ich nicht gemacht! Und 99% aller Gegner von voreiligen Impfungen und staatlichen Zwangsmaßnahmen auch nicht. Natürlich mischen sich ein paar Neonazis unter den Protest, aber nur weil Adolf Hitler Vegetarier war, wollen sie bestimmt nicht allen Vegetariern national-sozialistisches Gedankengut unterstellen. Sehr richtig ist der Verweis von Herrn Dilger auf die Doppelmoral der Grünen.

    Wenn die Bundesregierung und die Landesregierungen nachweislich geimpft wurden, bin ich gerne bereit, mich mit dem gleichen (!) Impfstoff impfen zu lassen, vorher nicht…!

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