Beitrag zum Euro aus Unternehmensperspektive erschienen

„The Euro from a Business Perspective“ ist vorab online in Economia Internazionale/International Economics erschienen, wo es auch bereits einen „Comment to ‚The Euro from a Business Perspective‘ by A. Dilger“ gibt. Mein Beitrag ist eine überarbeitete Version vom (2017) ‚Neue[n] Diskussionspapier zum „Euro aus Unternehmensperspektive“‚, welches offensichtlich immer noch relevant ist, inzwischen vielleicht sogar noch relevanter.

5 km Leonardo-Campus-Run 2022 in 24:57

Heute fand der 20. Leonardo-Campus-Run statt, der in den letzten beiden Jahren pandemiebedingt ausfiel bzw. letztes Jahr nur virtuell veranstaltet wurde (siehe ‚[…] Leonardo-Campus-Run digital‘, wo ich für 5 km 24:21 brauchte). 2019 lief ich ‚5 km Leonardo-Campus-Run in 22:42‘. Heute waren es 24:57 beim „5,0 km Sparkassen-Run (After-Work I)“ (siehe Ergebnisse). Damit wurde ich 61. von 219 das Ziel erreichenden Männern. 10 von 130 Frauen waren schneller als ich. In meiner Altersklasse wurde ich 6. von 23. Vor drei Wochen lief ich die ‚[…] 5 km [beim] TU Dortmund Campuslauf in 24:15‘, wobei es heute deutlich wärmer und sonniger war.

Diskussionspapier zum Zufall in den Wirtschaftswissenschaften

„Der Zufall in den Wirtschaftswissenschaften“ ist Titel und Thema des kurzen Diskussionspapiers des Instituts für Organisationsökonomik 5/2022, welches ich kurz vor Mitternacht fertiggestellt habe. Es basiert auf einem vor zehn Jahren gehaltenen Vortrag und hat folgende Zusammenfassung:

Der Zufall spielt in den Wirtschaftswissenschaften eine große Rolle, wobei meistens auf sub­jek­tive Wahrscheinlichkeiten abgestellt wird, also eingeschränktes Wissen der Wirt­schafts­­akteure. Objektiver Zufall in der Natur wird seltener modelliert, kommt aber auch vor. Beispielhaft wird die Rolle des Zufalls in der Entscheidungstheorie, der Spieltheorie, der Kapitalmarkttheorie und der Ökonometrie betrachtet.

Diskussionspapier zu koordinierender Führung

Das Diskussionspapier des Instituts für Organisationsökonomik 4/2022 trägt den Titel „Interkulturelle Führung aus spieltheoretischer Sicht“ und lässt sich in einem Satz zusammenfassen: „Ein Problem interkultureller Führung kann die richtige Koordination bei unterschiedlichen Normen und Erwartungen sein, was sich durch geeignete Auswahl eines Fokalpunktes lösen lässt.“ Vielleicht ist das auch ein Problem bei der Lösung globaler Konflikte bis hin zu Kriegen, nur dass es da an Führung mangelt, die koordinieren könnte.

Ostern 2022

‚Frohe Ostern!‘ Das wünsche ich wie letztes Jahr (siehe ‚Ostern 2021‘) auch diesmal schon in der Osternacht. Die Ostereier sind versteckt und morgen werden meine Frau und Kinder außerdem für eine Woche verreisen, während ich daheim bleibe, weil Schulferien und Semesterzeiten gar nicht mehr aufeinander abgestimmt werden, meine beruflichen Verpflichtungen aber Vorrang für mich haben. ‚Erste Präsenzveranstaltung[en] seit über zwei Jahren‘ haben eben auch ihre Nachteile, da rein digitale Lehre von überall auf der Welt erbracht werden könnte. Ihnen und Ihrer Familie alles Gute, vor allem Gesundheit und der Welt Frieden!

Erste Präsenzveranstaltung seit über zwei Jahren

Vor zwei Jahren wurden alle ‚Lehrveranstaltungen verschoben und noch offen‘ gelassen, wie es weitergehen soll. Heute stand ich zum ersten Mal seither wieder im Hörsaal vor Studenten. Denn drei Semester lang war das verboten und im letzten Semester hatte ich ein Forschungssemester ohne eigene Lehrveranstaltungen. Die ersten drei Wochen sollen wir jetzt hybride Lehre anbieten, also die Präsenzveranstaltungen zusätzlich aufzeichnen (oder simultan im Internet übertragen), damit sie von zu Hause aus verfolgt werden können. Ich möchte das eigentlich das ganze Semester beibehalten, doch heute hat die vom Zentrum für Hochschullehre angebotene automatische Aufzeichnung gar nicht stattgefunden, so dass ich mich um eine Alternative kümmern muss, z. B. die eigene Aufzeichnung der rein digitalen Veranstaltung vor einem Jahr und eigene neue Aufzeichnungen ab nächster Woche bzw. in anderen Vorlesungen am Donnerstag.

Es waren im Vergleich zur Zeit vor der Pandemie weniger Studenten anwesend, sei es wegen des hybriden Lehrangebots (welches auch Nachteile haben kann, wenn deshalb weniger gelernt wird) oder wegen insgesamt weniger aktiven Studenten nach zwei Jahren COVID-19 und Gegenmaßnahmen. Das Rektorat und auch Dekanat empfehlen weiterhin das Tragen von Masken in Innenräumen, während die Rechtsgrundlage für eine Maskenpflicht gerade entfallen ist. Tatsächlich haben alle eine Maske freiwillig aufbehalten (bis auf mich als Dozent mit hinreichend Abstand, was schon letztes Semester erlaubt war). Das zeigt, dass staatlicher Zwang gar nicht nötig ist, damit sich Menschen vorsichtig und rücksichtsvoll verhalten. Bei weiter fallenden Fallzahlen und wieder steigenden Temperaturen könnte darauf verzichtet werden, zumal für übervorsichtige oder tatsächlich besonders gefährdete Personen das digitale Angebot besteht.

Diskussionspapier zu Tenure Track, Pragmatisierung und Hausruf

Gerade habe ich das Diskussionspapier des Instituts für Organisationsökonomik 3/2022 fertiggestellt und mit einigen Schwierigkeiten hochgeladen. Es trägt den Titel „Tenure Track, Pragmatisierung und Hausruf: Sollen Insider bevorzugt oder ausgeschlossen werden?“ und geht auf einen bereits 2006 gehaltenen Vortrag zurück. Die Rechtslage hat sich seither geändert, doch gerade dadurch ist es zu einem echten Entscheidungsproblem des Hochschulmanagements geworden, wie mit dem wissenschaftlichen Nachwuchs auf dem Weg zur ersten Professur umgegangen werden soll. Faire Tenure Tracks und offener wissenschaftlicher Wettbewerb sind vermutlich nicht die schlechtesten Lösungen.

Beitrag zu Wettbewerb in der Zeitschrift Hochschulmanagement erschienen

Beim ‚Hochschulforum Sylt‘ hatte ich 2014 einen Vortrag gehalten. Daraus machte ich ein Diskussionspapier mit dem Titel ‚Die Bedeutung des Wettbewerbs in Wissenschaft und Hochschule‘. Der Beitrag ist nun, fast siebeneinhalb Jahr später, leicht überarbeitet in der Zeitschrift Hochschulmanagement erschienen (siehe auch diesen „Überblick“ über das Heft 4/2021, welches sich leider etwas verspätete). Aus meiner Sicht ist der Beitrag immer noch lesenswert und in gewisser Weise zeitlos.

Empirische Evidenz gegen Corona-Zwangsmaßnahmen

Jonas Herby, Lars Jonung und Steve H. Hanke vom Johns Hopkins Institute for Applied Economics, Global Health, and the Study of Business Enterprise legen „A Literature Review and Meta-Analysis of the Effects of Lockdowns on COVID-19 Mortality“ vor. Sie beginnen mit 18.590 Studien, von denen schließlich 24 in die Metaanalyse eingehen. Die verbliebenen Studien finden unterschiedliche, teilweise sogar erhöhende Effekte von nichtpharmazeutischen Interventionen (also staatlichen Ge- und Verboten unabhängig von Impfungen und Medikamenten) auf die Todesfälle durch COVID-19. In der Gesamtbetrachtung ergeben sich keine oder nur sehr kleine (im Promillebereich) Reduktionen der Mortalität durch Lockdowns und Teilmaßnahmen davon wie Ausgangssperren, Kontakt- und Reisebeschränkungen, Betriebs- und Schulschließungen etc. Am ehesten könnten noch Schließungen von Bars und Maskenpflicht in Gebäuden, insbesondere bei der Arbeit, zu weniger Todesfällen geführt haben. Für die meisten anderen Maßnahmen übersteigen die Kosten den Nutzen deutlich:

While this meta-analysis concludes that lockdowns have had little to no public health effects, they have imposed enormous economic and social costs where they have been adopted. In consequence, lockdown policies are ill-founded and should be rejected as a pandemic policy instrument.

Das ist der aktuelle Stand der Wissenschaft, der leider von den meisten Politikern und Journalisten, vielen Richtern und auch etlichen Wissenschaftlern in Deutschland ignoriert wird. Erkenntnisse zur aktuellen Corona-Welle mit der Omikron-Variante sind noch nicht in diese Metaanalyse einbezogen, doch die internationale Erfahrung deutet darauf hin, dass Zwangsmaßnahmen (und Impfungen hinsichtlich Infektionen) bei ihr noch weniger wirken als vorher schon, während die Mortalität als solche durch diese Virusvariante deutlich geringer ist. Deshalb geben jetzt viele Länder die meisten oder sogar alle staatlichen Maßnahmen auf, nur in Deutschland wird einmal mehr ein Sonderweg entgegen jeder Evidenz beschritten.

Mehrheit für Akademikersteuer

Eine „Mehrheit der Deutschen befürwortet nachgelagerte Studiengebühren“, konkret 62,4 Prozent, wenn sie auch noch einkommensabhängig sind bzw. erst ab einem Schwellenwert bezahlt werden müssen. 26,3 Prozent sind wie ich dagegen (siehe ‚Sollten in Deutschland Studiengebühren erhoben werden? Contra‘). Denn faktisch ist es einfach eine Erhöhung der progressiven Einkommensteuer, bei der ich dann eher einen Abschlag für Nichtakademiker empfehlen würde (der implizit schon besteht, da die Progression auf Jahresbasis berechnet wird und fehlende Einkommen während des Studiums später nicht verrechnet werden dürfen). Regulären Studiengebühren bereits während des Studiums lehnen 45,1 Prozent ab, während 44,0 Prozent sie befürworten, selbst wenn viele Studierwillige bzw. deren Eltern sie sich gar nicht leisten können. Kredite, die einkommensabhängig zurückgezahlt werden müssen, wirken hingegen wie nachgelagerte Studiengebühren. Von Jugendlichen zwischen 14 und 17 Jahren sind 62,9 Prozent gegen reguläre Studiengebühren und 46,3 Prozent gegen nachgelagerte.