Autobesitzer sollten nicht für Fehlverhalten von Konzernen und Staat zahlen müssen

In der Regel halte ich von Bundesjustizminister Heiko Maas und seinen Maßnahmen wenig (siehe zuletzt ‚Netzwerkdurchsetzungsgesetz soll Zensur durchsetzen‘ oder zuvor z. B. ‚Maas mag Mörder mehr‘). In der Diesel-Affäre muss ich ihm jedoch ausnahmsweise einmal zustimmen, wenn er sagt: „Die Kosten dürfen nicht an den Autokäufern hängen bleiben“. Zumindest einige Autokonzerne haben die Autokäufer betrogen (Volvo ist noch nicht weiter aufgefallen, was jedoch schlicht an mangelnder Größe liegen könnte) und dazu vielleicht sogar ein illegales Kartell gebildet (siehe „Das geheime Kartell der deutschen Autobauer“).

Zugleich hat der Staat mehrfach versagt (siehe „Wenn die Hersteller keine Lösungen anbieten, ist der Diesel tot“). Schon die Vorgabe von Grenzwerten scheint mehr willkürlich (und vielleicht sogar absichtlich ungenau) als sachlich begründet erfolgt zu sein. Vor allem hat man dann bei deren Überwachung geschlampt, bis in den USA massive Manipulationen auffielen und nicht einfach ignoriert wurden. Dort mussten in der Folge milliardenschwere Entschädigungen gezahlt und Autos ohne die zugesicherten Eigenschaften zurückgenommen werden, während hierzulande die Kunden zweifelhafte Nachrüstungen, die gegebenenfalls Leistung und mehr Dieselkraftstoff kosten oder sogar aus eigener Tasche zu bezahlen sind, hinnehmen sollen und vielleicht auch noch mit Fahrverboten bestraft werden, was einen enteignungsgleichen Eingriff darstellt.

Sollte das auch mein Auto betreffen, werde ich nicht auf die Möglichkeit für Sammelklagen warten, sondern neben Volvo auch die zuständigen staatlichen Stellen verklagen, selbst wenn das mehr kosten als finanziell bringen mag. In diesem speziellen Fall halte ich auch zivilen Ungehorsam für gerechtfertigt, also z. B. das bewusste Missachten von Fahrverboten, um mich durch alle Instanzen verklagen zu lassen. Die verantwortlichen Parteien wähle ich ohnehin nicht mehr.

Betriebsausflug nach Düsseldorf

Heute fand der diesjährige Betriebsausflug des Centrums für Interdisziplinäre Wirtschaftsforschung (CIW) statt, dem mein Institut für Organisationsökonomik angehört. Leider konnten die meisten meiner Mitarbeiter und studentischen Hilfskräfte nicht teilnehmen, weil sie heute Lehrveranstaltungen bis hin zu Klausuren hatten. Es ist allerdings auch sehr schwierig, einen für die meisten passenden Termin zu finden. Immerhin haben insgesamt 21 Personen teilgenommen.

Es ging nach Düsseldorf, wobei ich direkt von Dortmund mit öffentlichen Verkehrsmitteln (und der übertragbaren Monatskarte meiner Frau) dorthin gefahren bin, während der Rest aus Münster kam. Zuerst stand eine Tour über den Düsseldorfer Flughafen auf dem Programm, die nicht in den Gebäuden, sondern mit einem Bus auf dem Gelände stattfand. Obwohl der Bus dort nicht verlassen werden durfte, fand anfangs eine Personenkontrolle statt (für die der Bus verlassen werden musste). Die Tour war interessant und hätte meinem Sohn sicher auch gefallen. Vielleicht fahre ich mit ihm demnächst auf die Besucherterrasse, für die es Gutscheine gab.

Danach ging es zur Altstadt und am Rhein entlang zum Landtag. Bei viel Regen erfolgte eine Führung durch den Medienhafen. Ich war zwar schon öfter dort, habe ihn aber noch nie so gesehen. Anschließend aßen wir in einer Pizzeria, deren hohe Rechnung (Düsseldorf ist nicht Dortmund) meine beiden Kollegen und ich uns teilen.

Schließlich brauchte ich wegen verspäteter Züge fast drei Stunden nach Hause, während die Hinfahrt anderthalb Stunden gedauert hatte. Beides wäre mit dem Auto schneller möglich gewesen, welches ich wohl beim nächsten Mal wieder nutzen werde. Insgesamt war ich 12 Stunden und 40 Minuten unterwegs. Es war ein schöner Tag, weder reine Freizeit noch harte Arbeit, sondern wie häufig etwas dazwischen.

Auffahrunfall

Heute war ich in Münster unterwegs. Am Schlossplatz, früher Hindenburgplatz, bremsten die Autos vor mir stark, so dass ich anhalten musste. Während ich mich etwas ärgerte, nicht in die andere Spur (von zwei Spuren in dieselbe Richtung) gewechselt zu haben, fuhr mir jemand hinten auf. Wegen der zeitlichen Verzögerung gehe ich davon aus, dass es nicht an schlechteren Bremsen oder der nassen Fahrbahn lag, sondern an Unachtsamkeit. Die Fahrerin gestand auch sofort ihre Schuld ein. Wir haben trotzdem die Polizei gerufen und dann gleich die Straße geräumt. Die Polizei kam später und erstellte ein Protokoll. Danach vertauschte sie unsere Fahrzeugscheine, was die Frau zum Glück noch bemerkte.

Der auffahrende Smart ist vorne viel mehr zerstört als mein Volvo hinten. Die hintere Verkleidung wurde wieder (siehe ‚(Keine) Fahrerflucht‘) etwas verkratzt und diesmal auch verschoben, weshalb im Rückwärtsgang jetzt immer der Abstandswarner piept. Ob auch die Karosserie in Mitleidenschaft gezogen wurde, muss Montag die Werkstatt klären. Die fremde Versicherung wird alle Kosten übernehmen, doch trotzdem habe ich jetzt schon zum dritten Mal die Rennerei.

Viel wichtiger ist natürlich, dass niemand verletzt wurde. Ich habe auch nichts falsch gemacht und muss deshalb mein Fahrverhalten nicht überdenken. Die Kinder, die nicht dabei waren, und mich selbst schnalle ich ohnehin immer an. Der Kauf eines Volvo mit viel Masse und passiver Sicherheit war auch eine gute Idee.

Allerdings werden wir uns wohl demnächst nach einer anderen Marke umsehen müssen, da Volvo zukünftig nur noch Elektrofahrzeuge an eingefleischte Grüne verkaufen will (siehe „Volvo lässt den Verbrenner sterben“ in Verbindung mit ‚Grüne wollen Deutschland bzw. sich selbst abschaffen‘). Dieselfahrzeuge sind nun ebenfalls gefährlich, weniger direkt wegen des Abgasskandals, sondern wegen drohender Fahrverbote, weil unser Staat eben lieber seine Bürger schikaniert, als vernünftige Gesetze zu machen und dann gegenüber Großkonzernen auch durchzusetzen.

Künstliche Intelligenz bedroht Millionen Arbeitsplätze

Gestern trug ‚Jobst Landgrebe zu KI beim Hayek-Club Ruhrgebiet‘ vor. Er sieht keine ‚Gefahr von superintelligenten Computern‘, jedenfalls nicht auf absehbare Zeit. Dagegen sieht er ganz konkret die Gefahr, dass durch Künstliche Intelligenz Millionen Arbeitsplätze vernichtet werden, weil ganze Klassen von Tätigkeiten inzwischen oder in den nächsten Jahren von Computern sowohl besser als auch billiger erledigt werden können als von Menschen. Er nannte konkrete Beispiele, wie sein Unternehmen Hunderte von Arbeitsplätzen überflüssig machte und noch machen wird. Dabei wurden die Beschäftigten größtenteils intern versetzt. Aber die Arbeitsplätze sind dauerhaft weg und stehen zukünftigen Arbeitssuchenden nie mehr zur Verfügung, weshalb er von Grünen schon wüst beschimpft wurde.

Der gestrige Vortrag knüpfte an den letztjährigen Vortrag von ‚Holger Schiele zur Demographie beim Hayek-Club Ruhrgebiet‘ an. Dabei ging es vor allem um ‚Demographie und steigende Produktivität‘, gestern um steigende Produktivität und Arbeitslosigkeit. Dazu zog Herr Landgrebe auch aktuelle Literatur aus dem Umfeld der Österreichischen Schule der Nationalökonomie heran. ‚Andere statt keine Arbeit durch Roboter‘ war am Ende auch sein Hauptergebnis. Höhere Produktivität ist volkswirtschaftlich von Vorteil. Es ergeben sich jedoch Verteilungsfragen und Beschäftigungsprobleme. Viele Berufe werden verschwinden und andere sich ändern. Früher ist das auch passiert, aber in der Regel nicht so schnell. Der Sozialstaat kann den Wandel abfedern, sollte ihn aber nicht zu verhindern versuchen. Wichtig sind auch gute Bildungspolitik und vorausschauende Ratschläge für die Berufswahl. „‚Kraftfahrer gesucht‘ – Merkel gibt Flüchtlingen Tipps“, die leider ebenso falsch sind wie ihre Politik, weil demnächst Lastwagen, Bussen und Taxen keine menschlichen Fahrer mehr brauchen.

Grüne wollen Deutschland bzw. sich selbst abschaffen

‚LKR tritt nicht zur Bundestagswahl an‘. Die Grünen treten zwar an, wollen aber offensichtlich nicht gewählt werden und schon gar nicht regieren (siehe auch „Grüne Todessehnsucht“). Denn „Grüne ziehen rote Linien fürs Mitregieren“, die keine Partei akzeptieren kann, die Deutschland nicht abschaffen möchte, also höchstens noch Die Linke. Die „Ehe für alle“ als Kernforderung, ohne die die Grünen nicht regieren wollen, wird nicht gleich zum Untergang der Republik führen, insbesondere da es den Grünen dabei in Wirklichkeit nur um homosexuelle Paare geht, nicht (mehr) um Kinderehen von Pädophilen, Inzest oder Vielweiberei (außer von Muslimen, für die zur angeblich besseren Integration möglichst viele Sonderrechte gelten sollen).

Viel schwerer wiegt da schon das absolute Verbot von Verbrennungsmotoren, also faktisch der größten deutschen Branche, der Automobilindustrie, sowie von Kohlekraftwerken, damit spätestens 2030 in Deutschland der Strom ausfällt bzw. die zu geringen deutschen Importe gesteigert werden, in diesem Fall durch den Import von Atomstrom, der hierzulande dann auch nicht mehr produziert werden darf. Auch sonst sollen die Menschen und Unternehmen möglichst viel gegängelt werden (siehe den „Entwurf Wahlprogramm 2017“ von 106 Seiten Umfang). Dass Spitzenkandidat Cem Özdemir „die Grünen zur Partei der Freiheit“ erklärt, ist da wohl seine Form der orwellschen Sprachverdrehung.

Umgekehrt muss man die ‚Freiheit vor [den] Grünen sichern‘. Selbst die Umwelt lässt sich ohne sie besser schützen. Ich weiß zwar noch nicht, welche Partei ich bei der Bundestagswahl wählen werde, aber ich weiß sicher, dass es nicht die Grünen sein werden. Ich lade alle Leser meines Blogs zu einer Grillparty mit Fleisch, aber ohne illegalen Drogen ein, wenn diese freiheits-, menschen- und deutschlandfeindlichste Partei endlich wieder aus dem Bundestag fliegt.