Politiker entwerten meinen Diesel um 5.000 Euro

Es gibt jetzt „5000 Euro weniger für einen drei Jahre alten Diesel“. Mein Diesel ist jetzt drei Jahre alt (siehe ‚Autoabholung‘ und ‚Neuen Volvo seit einem Jahr‘). ‚Autobesitzer sollten nicht für Fehlverhalten von Konzernen und Staat zahlen müssen‘. Faktisch habe ich aber doch den Schaden. Zwar will ich mein Auto in absehbarer Zeit nicht verkaufen und damit einen entsprechenden Verlust nicht realisieren, trotzdem drohen mir Fahrverbote in einigen Städten, deren Risiko wiederum der Haupttreiber beim Preisverfall ist. Außerdem werde ich in einer doch möglichen Verkaufsentscheidung (mit Neukauf) negativ beeinflusst.

Erst kontrolliert die Politik die Autokonzerne nicht richig, dann sollen dafür die Autofahrer bestraft werden. Das ist typisch für unsere Politiker, die demnächst Verbrennungsmotoren ganz verbieten wollen, aber nur für Privatleute bzw. in PKWs, während auch die politisch gemachten Strompreise für Privathaushalte viel höher sind als für größere Betriebe.

Beim Kemnader Burglauf 10 km in 54:37

Gestern sind wir beim „Kemnader Burglauf“ die 10 km-Runde um den Kemnader See gelaufen. Leider sind die Ergebnisse noch nicht online, doch ich habe schon eine Urkunde vor Ort erhalten. Demnach wurde ich der 124. Mann (und der 150. insgesamt) in 54 Minuten und 37 Sekunden. Faktisch war ich etwas schneller. So gab es keinen Chip zur Zeitmessung, weshalb nur die Bruttozeit erfasst wurde. Mit unserem „Zweite[n] Baby-Jogger für zwei“ wollte ich mich nicht ganz vorne anstellen. Vor allem war für diesen Wagen der Zieleinlauf zu schmal, weshalb ich mich daneben durch die Zuschauer kämpfte und meinen Einlauf sowohl den Zeitnehmern als auch danach separat den Erfassern der Startnummer kundtun musste, was zu einer gewissen Ungenauigkeit führte (ich kam rund zehn Plätze früher an, als es dann notiert wurde).

Unabhängig davon war es wieder ein Fall von ‚Langsamster und schnellster […] Lauf zugleich‘. Denn ich lief noch keinen 10 km-Lauf mit dem Babyjogger und schon gar nicht mit dem Doppelwagen. Pro Kilometer war ich etwas schneller als beim letztjährigen ‚AOK-Firmenlauf in Dortmund‘. Es war zwar wieder voll, aber nicht so voll, vor allem nicht die ganze Zeit. Allerdings war die Laufstrecke nicht gesperrt, so dass mich am meisten die Radfahrer auf dem Fußweg störten (während auf dem Weg zum Start der Gehweg komplett zugeparkt war und wir auf einer vielbefahrenen Straße gehen mussten). Außerdem war es sehr sonnig und warm.

Meine Frau brauchte übrigens 56 Minuten und 28 Sekunden, womit sie 34. Frau wurde (früher war sie schon einmal als Dritte beim dortigen Halbmarathon auf dem Treppchen). Außerdem lief meine 18-jährige Nichte ihren ersten 10 km-Lauf in gut 57 Minuten. Eigentlich hätten wir angesichts der geringen Differenzen auch die ganze Zeit zusammen laufen können. Gemeinsam haben wir danach die Oma bzw. meine Mutter in Bochum besucht.

Seehofer fordert jetzt Verbrennungsmotoren statt Obergrenze

Gerade erst hat Horst Seehofer eine angebliche Koalitionsbedingung aufgehoben (siehe ‚Seehofer will Koalition ohne Obergrenze für Willkür akzeptieren‘), da stellt er eine neue auf: „Seehofer macht Festhalten am Verbrennungsmotor zur Koalitionsbedingung“. Es fällt auf, dass es sich um reine Rückzugsgefechte handelt, die er dann auch noch aufgibt, weil selbst die Kanzlerin der CDU für so verrückte Ideen der Grünen eintritt, unkontrolliert unbegrenzt viele Menschen ins Land zu lassen oder Verbrennungsmotoren zumindest für PKWs staatlich zu verbieten (statt zu warten, bis Alternativen attraktiv genug sind, um von selbst gekauft zu werden).

Dabei stehen unsere Politiker weder zu ihrer eigenen Verantwortung beim Dieselskandal noch nehmen sie die Autokonzerne in Haftung (während in den USA langjährige Haftstrafen drohen), sondern sie wollen entschädigungslos Millionen Autobesitzer enteignen. Wer das als Wähler auch noch unterstützt, ist allerdings selbst schuld. Immerhin wird eine Koalition zugleich mit CSU und Grünen durch diesen Schritt etwas schwerer. Doch im Zweifel fällt Herr Seehofer einmal mehr um, zumal er sich jetzt schon für eine fünfte Amtszeit von Frau Merkel ausspricht (siehe „CSU-Chef kann sich fünfte Amtszeit für Merkel vorstellen“), die es unbedingt zu verhindern gilt.

Teurer Wahlkampf mit Subventionen für Air Berlin

Air Berlin hat gestern Insolvenz beantragt und gleichzeitig einen Kredit mit Bundesbürgschaft über 150 Millionen Euro erhalten. Das ist schon vom Ablauf her zweifelhaft, aber vor allem ist diese Staatsbürgschaft grundsätzlich nicht in Ordnung, die entgegen den Bekundungen wahrscheinlich verloren ist und der vielleicht noch viel mehr Steuergelder folgen, was die EU-Kommission ignoriert. Die Politik entscheidet wieder einmal willkürlich über Gute Pleiten, schlechte Pleiten“. Es stehen Wahlen bevor und die Regierung will offensichtlich keine Bilder von gestrandeten Urlaubern, die es in anderen Fällen und zu anderen Zeiten durchaus gab und wieder geben wird.

Auch die Beschäftigten und Gläubiger werden ungleich zu anderen Fällen behandelt. Als Wähler kann ich das nicht gutheißen, hätte aber Frau Merkel ohnehin nicht gewählt. Richtig wäre es, das Insolvenzrecht immer gleich anzuwenden. Wenn man bestimmte Gruppen wie Arbeitnehmer, Endverbraucher oder Kleinsparer bevorzugen bzw. besonders schützen will, dann sollte das systematisch in das Insolvenzrecht integriert statt fallweise willkürlich entschieden werden.

Wieder zurück aus den USA

Wie vor zwei Jahren (siehe ‚Zurück von der Ostsee und aus den USA‘) waren wir wieder in den USA und haben u. a. erneut meinen Bruder und seine Familie besucht sowie diesmal Silberhochzeit gefeiert (siehe ‚Glückwunsch zur Silberhochzeit!‘). Danach waren wir noch in Boston sowie Cambridge (MA) mit MIT und Harvard, in Plymouth und auf Cape Cod.

Von dort dauerte die Rückreise von Tür zu Tür 24,5 Stunden. Davon benötigte der Transatlantikflug über Nacht nur gut sechs Stunden. Der Check out bei unserem Hotel war jedoch schon um 10 Uhr und der Rückflug erst am Abend, so dass wir dazwischen noch eingekauft und einen Spielplatz besucht haben. Noch mehr Zeit kostete der Aufenthalt in Paris. Nach der Buchung wurde der Flug verlegt, was den Aufenthalt wie schon bei der Hinreise um mehrere Stunden verlängerte, so dass wir vielleicht mit dem Auto jeweils schneller gewesen wären. Daraus ziehe ich den Schluss, möglichst nur noch einen Direktflug in die und von den USA zu buchen, selbst wenn das etwas teurer ist.

Das hilft auch dagegen, dass man in der EU vor einem Anschlussflug noch einmal durch eine Sicherheitskontrolle muss, als wenn die Kontrollen in den USA inzwischen nicht viel strenger wären. Tatsächlich hat man dort ganz anderes untersucht als in Paris, wo unsere Tochter zu ihrem großen Missfallen abgetastet wurde. In Boston war hingegen seltsam, dass Sophia und ich als angeblich voruntersucht in eine schnellere und großzügigere Schlange gedurft hätten als meine Frau mit Fabian. Wir sind dann gemeinsam durch die normale Kontrolle gegangen, wobei ich zumindest meine Schuhe anbehalten durfte.

Viel schneller als beim letzten Mal verlief die Einreise in die USA (vergleiche ‚Schwierige Einreise in die USA‘). Wir stellten uns diesmal einfach in die kürzere und viel schnellere Schlange mit schon einmal erfolgter ESTA-Einreise, obwohl Sophia bei der letzten Einreise noch gar nicht geboren war. Das klappte problemlos und eben viel schneller. Trotzdem dauerte auch die Hinreise über Paris nach Chicago fast 20 Stunden. Zum Glück konnten die Kinder jeweils mehrfach schlafen.