Kinder hatten Corona

Meine Frau hatte einen ‚Positive[n] Corona-Test‘ im März. ‚Corona-positiv‘ getestet wurde ich selbst im August. Letzte Woche hat es unsere Kinder erwischt. Letzten Montag war der Corona-Test von unserem Sohn positiv, weshalb er zu Hause bleiben musste. Er hatte leichten Husten und wäre bei negativem Test zur Schule und wahrscheinlich sogar zum Sport gegangen. Unsere Tochter entwickelte etwas stärkere Symptome, ihre Tests waren allerdings noch negativ. Deshalb versuchten wir, die Kinder zu trennen, was nicht so leicht ist, weder für Kinder noch Eltern. Am Donnerstag war dann auch ihr Corona-Test positiv, während die Symptome verschwanden und sie wieder ganz gesund wirkte. Heute gelang es, sie beide freitesten zu lassen. Bei unserer Tochter war es der fünfte Tag der Isolierung. Vorher ist ein Freitesten gar nicht erlaubt und laut Auskunft der Teststelle hätte es bislang auch noch keiner am fünften Tag geschafft. Beide Kinder sind gesund und froh, endlich wieder das Haus immerhin mit Garten verlassen zu dürfen. Morgen wollen sie wieder in die Schule gehen und kann ich hoffentlich etwas Arbeit nachholen.

Bundesarbeitsgericht verlangt ständige Erfassung aller Arbeitszeiten

Das Bundesarbeitsgericht hat heute geurteilt zur „Einführung elektronischer Zeiterfassung – [ein] Initiativrecht des Betriebsrats“ gibt es nicht, weil der Arbeitgeber gesetzlich ohnehin dazu verpflichtet sei. Im Gesetz steht dazu nichts (außer bei Überstunden und Sonntagsarbeit), doch das Bundesarbeitsgericht legt es trotzdem so aus unter Berufung auf den EuGH. Der ‚EuGH verbietet Vertrauensarbeitszeit […]‘ und das muss jetzt in Deutschland umgesetzt werden ohne Rücksicht auf die Belange der Beschäftigten und Betriebe. Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser und Bürokratie am Arbeitsplatz einschließlich Homeoffice ist am besten in Deutschland und der EU.

Politiker für Waschlappen und weniger Beleuchtung, aber gegen ernsthafte Lösungen wie Atomkraft

„Nicht so viel duschen – Kretschmann empfiehlt Bürgern den Waschlappen“. Mit seinen drolligen Energiespartipps und Bevormundungsideen steht der grüne Ministerpräsident von Baden-Württemberg nicht allein. „Kalt duschen reicht ihm nicht: CDU-Günther will unsere Heizungen runterdrehen“. Der grüne Vizekanzler Habeck hat bereits einen konkreten „Regierungsentwurf: Mit diesen Regeln will die Ampel im Winter Energie einsparen“:

Gemeinschaftsflächen, „die nicht dem dauerhaften Aufenthalt von Personen dienen“, sollen im Winter nicht mehr beheizt werden. Das seien etwa Warte- und Eingangsräume in Rathäusern und Schulen. Krankenhäuser, Pflegestätten und Kitas seien davon ausgeschlossen.
Die Beleuchtung von Denkmälern und öffentlichen Gebäuden soll untersagt werden.
Einzelhändler sollen ihre Türen nicht mehr dauerhaft offen haben. Ausnahmen seien Notausgänge und Fluchtwege.
In öffentlichen Gebäuden, die nicht bewohnt sind, sind Trinkwassererwärmungsanlagen wie Durchlauferhitzer oder dezentrale Warmwasserspeicher auszuschalten.
Zwischen 22 Uhr und 6 Uhr soll beleuchtete Werbung verboten werden.
Private Pools sollen nicht mehr mit Gas und Strom beheizt werden dürfen. Für öffentliche Schwimmbecken soll dies aber nicht gelten.
Die Lufttemperatur in Arbeitsräumen in öffentlichen Gebäuden soll auf bestimmte Höchsttemperaturen begrenzt werden:
1. für körperlich leichte und überwiegend sitzende Tätigkeit 19 °C,
2. für körperlich leichte Tätigkeit überwiegend im Stehen oder Gehen 18 °C,
3. für mittelschwere und überwiegend sitzende Tätigkeit 18 °C,
4. für mittelschwere Tätigkeit überwiegend im Stehen oder Gehen 16 °C und
5. für körperlich schwere Tätigkeit 12 °C.

Diese Detailregelungen passen ideal zur grünen Verbotspartei (siehe ‚Habeck hält Verbote für kostenlos und effiziente Preise für unsozial‘ und ‚Baerbock hält jedes Verbot für einen Innovationstreiber‘), aber leider überhaupt nicht zum Ernst der Lage. Die extrem gestiegenen Preise sorgen schon dafür, dass die meisten Menschen, die diese Preise plus Steuern, Abgaben und Gasumlage bezahlen müssen, vernünftig und sparsam mit Energie umgehen. Der zusätzliche Einspareffekt solcher Regeln ist verschwindend gering, während die Politiker sich weigern, ihrer Verantwortung gerecht zu werden und für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung zu sorgen. Wirtschaftsminister „Habeck lehnt längere AKW-Laufzeiten zur Gas-Einsparung ab“, obwohl sie mehr bringen würden als die vorgeschlagenen Verbote und Spartipps. Deutsches Gas soll auch nicht gefördert werden, der Einkauf von zusätzlichem ausländischen Gas gelingt dem Minister nicht und mit Russland strebt seine Partei auch keine Verständigung an. Seiner Klientel ist das egal, doch mit Recht ist eine „Große Mehrheit mit Arbeit von Scholz und Ampel unzufrieden“.

Endlich freigetestet

Dienstag letzte Woche wurde ich ‚Corona-positiv‘ getestet. Heute (Donnerstag), am zehnten Tag, wurde ich endlich wieder negativ getestet und durfte die Isolierung (vor allem im Keller und Garten, ohne den es noch viel trostloser gewesen wäre) verlassen. Ohne oder sogar mit positivem Test wäre mir das sonst ab Samstag erlaubt gewesen, wobei ich unsicher bin, was ich bei einem immer noch positiven Test dann tun würde.

Wirklich krank war ich die ganze Zeit nicht. Jede Erkältung, die ich als solche bemerke, ist schlimmer. Trotzdem war ich nicht ganz fit und kann in dem Punkt Herrn Lauterbach verstehen, dass er seine mangelnde Fitness nicht als spezifisches Symptom von Corona ansah. Trotzdem ging er wohl zu lax mit den von ihm selbst propagierten Corona-Regeln um (siehe „Lauterbach verteidigt sich: Isolation nicht zu früh beendet“), was man mir nicht vorwerfen kann, obwohl ich sie in dieser Form nicht für sinnvoll halte. Zumindest habe ich wohl niemanden angesteckt, wobei ich weiterhin nicht weiß, wo ich mich selbst infiziert haben könnte.

Corona-positiv

Meine Frau hatte einen ‚Positive[n] Corona-Test‘ im März. Bundesgesundheitsminister ‚Lauterbach infiziert[e] sich mit Corona‘ letzte Woche und nun hat es auch mich erwischt. „Dies zeigt, dass bei der hochansteckenden Omikronvariante eine Infektion selbst bei äußerster Vorsicht nicht vollständig auszuschließen ist“, meinte das Bundesgesundheitsministerium hinsichtlich des Ministers. Zu „äußerster Vorsicht“ würde es wohl gehören, sich ständig selbst zu isolieren, was ich erst jetzt angesichts positiver Testergebnisse mache. Doch ich habe mich zumindest nicht besonders riskant verhalten und weiß nicht, wo und bei wem ich mich angesteckt haben könnte. Ich bin auch nicht ernstlich krank und habe keine coronaspezifischen Symptome, sondern nur ganz leichte Kopf- und Halsweh. Ohne Corona-Test würde ich jetzt ganz normal weiterleben.

Doch ich habe am Dienstag einen Selbsttest gemacht, der ganz schwach positiv war. Das darf man nicht einfach ignorieren, auch wenn ein zweiter Selbsttest eindeutig negativ ausfiel. Ich ließ deshalb noch einen Schnelltest in einem offiziellen Testzentrum machen. Dieser soll wohl zu diesem Zweck gar nicht mehr staatlich bezahlt werden, aber der Mitarbeiter kreuzte einfach etwas an. Er kreuzte dann auch erst das negative Ergebnis an, bis er ebenfalls eine ganz schwache positive Testlinie erkannte. Damit war meine Corona-Infektion offiziell und musste ich in Isolierung.

Gestern habe ich noch einen PCR-Test gemacht, wobei der tiefe Nasenabstrich der schmerzhafteste Teil der ganzen Geschichte war. Heute kam das ebenfalls positive Ergebnis, so dass ich, je nach Auslegung („frühestens am fünften Tag der Isolierung“ laut § 8 Abs. 4 Satz 1 Corona-Test-und-Quarantäneverordnung NRW), ab Samstag oder Sonntag versuchen kann, mich freitesten zu lassen. Bis dahin wohne ich im Keller und besuche nur unseren Garten. Zum Glück geht es den Kindern gut und meine Frau blieb diesmal verschont. Wenn man schon infiziert wird, ist es im Sommer wohl besser als im Winter. Vielleicht schützt mich die Genesung auch besser vor der nächsten Infektion, da meine drei Impfungen dafür offensichtlich nicht hinreichend waren.

Zweites Meerschweinchen gestorben

Vor anderthalb Jahren ist eines unserer ‚Meerschweinchen gestorben‘. Gestern, kurz bevor wir es nach unserem ‚Dänemark-Urlaub‘ abholen wollten, starb das zweite, nach Jack auch Jan. Nun haben wir nur noch Schneeflöckchen, den wir als Ersatz für Jack kauften, damit Jan nicht allein ist. Wahrscheinlich kaufen wir demnächst noch ein Meerschweinchen und hoffen dann auf ein längeres Leben für beide. Jan war schon vor unserem Urlaub im Bauchbereich krank und der Tierarzt deutete seinen nahen Tod an. Jan erholte sich dann wieder, aber offensichtlich nicht nachhaltig. Heute haben wir ihn neben Jack (und Tieren aus dem Garten) beerdigt.

Dänemark-Urlaub

Dieses Jahr haben wir Urlaub in Dänemark gemacht. Es gibt dort keine den Alltag beeinträchtigenden Corona-Maßnahmen mehr. Es ist alles etwas teurer, doch das größtenteils bargeldlose Bezahlen ist häufig Vertrauenssache, wohl weil die meisten Menschen ehrlich sind und Personal zum Kassieren teurer wäre als die Nachteile durch Nichtzahler. Das Wetter war kühler als in Deutschland, was diesen Sommer jedoch auch ein Vorteil war. Nord- und Ostsee sind ohnehin schön. Unsere Kinder mochten am meisten Legoland und Tivoli. Auf der Rückreise waren wir noch in Greifswald, wo nach zweijähriger Pause wieder das Berliner-Münsteraner Doktorandenseminar stattfand.

Neue Corona-Maßnahmen vorgestellt

Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) und das Bundesministerium der Justiz (BMJ) bzw. Karl Lauterbach und Marco Buschmann haben sich Gedanken gemacht zur „Pandemievorsorge für Herbst und Winter: neuer rechtlicher Rahmen im Infektionsschutzgesetz“ vom 1. Oktober 2022 bis zum 7. April 2023 wird skizziert. „Freiheitseinschränkungen darf es nur geben, wenn sie erforderlich sind. Lockdowns und Ausgangssperren erteilt unser Konzept deshalb eine Absage.“ Der Grundsatz wird leider nicht eingehalten, auch wenn Letzteres zu würdigen ist.

Eine pauschale „Maskenpflicht im Luft- und öffentlichen Personenfernverkehr“ ist übertrieben und macht das sonst von der Politik geschmähte Auto attraktiver.

„Masken und Testnachweispflicht für den Zutritt zu Krankenhäusern sowie voll- und teilstationären Pflegeeinrichtungen und vergleichbaren Einrichtungen sowie für Beschäftigte in ambulanten Pflegediensten und vergleichbaren Dienstleistern während ihrer Tätigkeit“ ist eine deutliche Verschärfung ohne hinreichenden Grund.

„Die Länder können weitergehende Regelungen erlassen, um die Funktionsfähigkeit des Gesundheitssystems oder der sonstigen kritischen Infrastruktur zu gewährleisten.“ Diese Funktionsfähigkeit war nie beeinträchtigt, jedenfalls nicht durch Coronaviren, sondern höchstens doch die politischen Maßnahmen. Trotzdem ist mit Folgendem fast überall zu rechnen:

„Maskenpflicht im öffentlichen Personennahverkehr“, was ebenfalls das Autofahren attraktiver macht.

„Maskenpflicht in öffentlich zugänglichen Innenräumen. Eine zwingende Ausnahme ist bei Freizeit-, Kultur- oder Sportveranstaltungen, in Freizeit- und Kultureinrichtungen sowie in gastronomischen Einrichtungen und bei der Sportausübung für Personen vorzusehen, die über einen Testnachweis verfügen oder genesen sind (Genesenennachweis; es gilt die bisherige 90 Tage-Frist) oder die vollständig geimpft sind und bei denen die letzte Impfung höchstens drei Monate zurückliegt.“ Im Grunde wird hier ein ständiges Impfen allen drei Monate propagiert, was sicher nicht gesund ist.

Eine „Verpflichtung zur Testung in bestimmten Gemeinschaftseinrichtungen (z.B. Einrichtungen zur Unterbringung von Asylbewerbern, Hafteinrichtungen, Kinderheimen) sowie Schulen und Kindertageseinrichtungen“ ist auch völlig übertrieben und erfolgt zu Lasten von Kindern und anderen, die sich kaum wehren können.

Eine „Maskenpflicht in Schulen und sonstigen Ausbildungseinrichtungen für Beschäftigte und für Schülerinnen und Schüler ab dem fünften Schuljahr, wenn dies zur Aufrechterhaltung eines geregelten Präsenz-Unterrichtsbetriebs erforderlich ist“, macht ebenfalls keinen Sinn, weil es nicht erforderlich ist. Zumindest werden hier die Grundschüler verschont.

„Stellt ein Landesparlament für das gesamte Bundesland oder eine konkrete Gebietskörperschaft anhand bestimmter, gesetzlich geregelter Indikatoren eine konkrete Gefahr für die Funktionsfähigkeit des Gesundheitssystems oder der sonstigen kritischen Infrastrukturen fest, können dort außerdem folgende Maßnahmen angeordnet werden“, obwohl die Funktionsfähigkeit noch nie gefährdet war:

„Maskenpflicht bei Veranstaltungen im Außenbereich, wenn ein Mindestabstand von 1,5 m nicht eingehalten werden kann, sowie bei Veranstaltungen in öffentlich zugänglichen Innenräumen. Die Ausnahmeregelung für genesene, frisch geimpfte oder getestete Personen gilt dann nicht.“ Es gibt keinen empirischen Nachweis, dass Masken draußen etwas bringen. Immerhin kann man sich das ständige Impfen dann auch wieder sparen.

„Verpflichtende Hygienekonzepte (Bereitstellung von Desinfektionsmitteln, Vermeidung unnötiger Kontakte, Lüftungskonzepte) für Betriebe, Einrichtungen, Gewerbe, Angebote und Veranstaltungen aus dem Freizeit-, Kultur- und Sportbereich für öffentlich zugängliche Innenräume, in denen sich mehrere Personen aufhalten.“ Am besten bleibt man ständig allein.

„Anordnung eines Mindestabstands von 1,5 m im öffentlichen Raum.“ Das käme mir sogar entgegen, aber wer soll das kontrollieren?

„Festlegung von Personenobergrenzen für Veranstaltungen in öffentlich zugänglichen Innenräumen.“ Am besten auf eine Person.

„Länder kritisieren Infektionsschutzgesetz »Alles wird von einer FDP blockiert«“. Leider hat die FDP nicht alles blockiert, sondern trägt weiterhin illiberale Maßnahmen mit, die der Gesundheit gar nichts nützen.

Weltbevölkerung wächst langsamer mit Maximum noch in diesem Jahrhundert

Heute ist Weltbevölkerungstag und die UNO hat eine gute Nachricht zu verkünden: Die „Weltbevölkerung wächst immer langsamer“. Schätzungsweise im November soll es 8 Milliarden Menschen geben. Gegen 2080 erwartet die UNO ein Maximum von ca. 10,4 Milliarden Menschen und ab 2100 einen globalen Bevölkerungsrückgang. Wissenschaftler aus den USA rechnen bereits 2064 mit einem Maximum von 9,7 Milliarden Menschen. Das sinkende Wachstum und dann die Schrumpfung der Weltbevölkerung sind jedenfalls gut gegen Hunger und Umweltzerstörung sowie für mehr Bildung und Fürsorge für jedes Kind. Eine alternde Gesellschaft führt jedoch auch zu eigenen Problemen, wie wir bald in Deutschland merken werden.

Pfingsten 2022

Wie jedes Jahr wünsche ich auch 2022: ‚Schöne Pfingsten!‘ Leider ist die Welt auch heute nicht friedlich, sondern führt der russische Präsident einen blutigen Krieg in der Ukraine und gab es „Dutzende Tote bei Angriff auf Pfingstmesse“ in Nigeria. In Deutschland ist es zumindest friedlich und wir besuchten heute die „Festkonzerte 2022 der Chorakademie“ am und im Konzerthaus Dortmund, bei der Sophia ihren ersten öffentlichen Auftritt hatte.