Kurzurlaub auf dem Campingplatz

Dieses verlängerte Wochenende waren wir auf einem Campingplatz im Sauerland, wo wir einen stationären Wohnwagen gemietet hatten, um auch diese Art des Urlaubs einmal auszuprobieren. Das hat erstaunlich gut geklappt. Als Ökonom muss ich allerdings bemängeln, dass es nicht wirklich billiger ist, in beengten Verhältnissen mit getrennten Duschräumen zu campieren, als wenn man sich in einem Mittelklassehotel einmietet (wobei es zu Hause noch viel günstiger und bequemer ist). Zwei Vorteile sind die vielen weiteren Familien mit Kindern drumherum und die Möglichkeit, direkt vor dem Wohnwagen im Vorzelt oder ganz draußen zu sitzen. Gefehlt hat mir WLAN oder auch nur eine gute mobile Verbindung, worunter auch dieser Blog gelitten hat, mein Nachtschlaf aber nicht. Mit den Kindern haben wir viel unternommen, wobei sie für viele Sachen noch etwas klein sind und in einigen Jahren vielleicht zu groß sein werden. Der nächste Urlaub wird jedenfalls wieder ganz anders.

Smartphone gefunden

Heute habe ich beim Laufen ein Smartphone gefunden. Es handelte sich um ein Samsung Galaxy wie meines (siehe ‚Samsung Galaxy S6 gekauft‘). Ich habe es mitgenommen. Zu Hause rief dann tatsächlich jemand auf dem Gerät an. Ansonst hätte ich es morgen bei der Stadt abgegeben, wo ich ohnehin einen Termin habe, um einen neuen Reisepass zu beantragen. Ich habe dem Anrufer gesagt, dass ich das Telefon gefunden habe und dass er den Besitzer informieren soll, damit jener es bei mir abholen kann. Kurze Zeit später rief der Besitzer mit der Anzeige „Home“ an. Ich habe ihm meine Adresse gegeben. Es kam ein Jugendlicher vorbei, der sich freute und mir 20 Euro Finderlohn anbot, was ich dankend ablehnte. Ich halte es für selbstverständlich, dass man solche Sachen mitnimmt, aber dann nicht für sich behält. Dabei geht es nicht nur um den materiellen Wert, sondern auch Daten wie Telefonnummern und Fotos.

Massive Verspätung mit der Bahn

Schon länger fahre ich nicht mehr gerne mit der Bahn. Wenn ich es doch tue, habe ich kein Glück. Heute ging es nicht nur um eine ‚Nutzlose Reservierung bei der Bahn‘ (obgleich diese im Ersatzzug auch keinen Wert mehr hatte) oder ‚Ärger mit der BahnCard‘ (den ich indirekt bei der Buchung hatte, weil deswegen noch mein Account gesperrt war mit entsprechendem Abbruch, nachdem ich alles eingegeben hatte, weshalb ich ihn nun gelöscht habe), sondern ausgerechnet vor meinen ICE hat sich jemand geworfen (siehe „Nach Sperrung bei Leiferde: Bahn fährt wieder“). Das geschah übrigens nicht an einem Bahnhof, sondern in einem Waldstück, wobei ich nicht nur, aber auch mit Rücksicht auf das Bahnpersonal und Tausende Reisende empfehlen würde, von solchen Taten Abstand zu nehmen.

Es dauerte über zwei Stunden, bis der Zug ein kurzes Stück bis zum kleinen Bahnhof von Meinersen weiterfahren durfte, wo er von der Staatsanwaltschaft beschlagnahmt wurde, als wenn es da noch viel zu ermitteln gäbe. Dort war wieder Warten angesagt, da nur wenige Türen an dem für einen Doppel-ICE viel zu kurzen Bahnsteig geöffnet werden sollten. Immerhin stand schon ein Ersatzzug bereit, wenn auch kein ICE. Dieser fuhr nicht nur, wie anfangs angekündigt, bis Hannover, sondern weiter, wobei in Hamm noch einmal länger auf neues Zugpersonal gewartet werden musste. Bei Verspätungen von über zwei Stunden kann man die Hälfte des Reisepreises erstattet bekommen (was in meinem Fall vermutlich an die Universität ginge, obwohl diese gar keinen Nachteil durch die Verspätung hatte), aber mehr auch nicht, weshalb es die Bahn in so einem Fall nicht mehr eilig hat, weitere Verspätungen zu vermeiden. Am Dortmunder Hauptbahnhof kam ich jedenfalls fast vier Stunden später als nach Fahrplan an, zu Hause mehr als vier Stunden später, weil abends die U-Bahn seltener fährt. Das nächste Mal fahre ich wieder mit dem Auto.

Keine Gebühren, aber auch kein Roaming

Heute hat das Europaparlament mit Wirkung ab Juni Gebühren für EU-internes „Roaming abgeschafft – Kunden müssen trotzdem aufpassen“. So hatte ich meinen ‚Mobilfunkvertrag gewechselt‘ und eigentlich darauf vertraut, schon beim ‚Vater-Sohn-Urlaub auf Mallorca‘ dieselbe Flatrate wie in Deutschland nutzen zu können. Doch da hatte ich das Kleingedruckte nicht genau genug studiert, welches für ca. sieben Wochen die Sperrung der SIM-Karte außerhalb Deutschlands androht. Entsprechend konnte ich mein Smartphone auf Mallorca nicht günstiger, sondern überhaupt nicht nutzen, nicht einmal für eingehende Anrufe (sondern nur WLAN). Dabei habe ich nicht einmal den Konzern gewechselt. So führt eine Regulierung zu Ausweichreaktionen, die eigentlich gleich die nächste Regulierung erfordern, da es sich doch eindeutig um eine Diskriminierung im EU-Ausland handelt.