Vater-Kinder-Reise in Niedersachsen

Nach mehreren ‚Vater-Sohn-Urlaub[en …]‘ und einer ‚Vater-Tochter-Reise nach Berlin‘ habe ich jetzt im Anschluss an das ‚[…] Doktorandenseminar in Greifswald‘ erstmals eine kurze Reise mit beiden Kindern gleichzeitig ohne meine Frau und ihre Mutter unternommen. Wir waren u. a. im Dinosaurier-Park Münchehagen, mit der Steinhuder Personenschifffahrt auf dem Steinhuder Meer unterwegs, im Filmpalast Nienburg, um „Pets 2“ zu sehen, sowie im Kindermuseum Zinnober in Hannover.

Es hat alles sehr gut geklappt, wenn man von der Internetverbindung im Mühlengasthof Landesbergen absieht. Deren Fehlen hat aber weder meinen Kindern noch meinem Nachtschlaf geschadet, sondern höchstens diesem Blog, während ich Dienstliches nachhole. Die nächste Reise zu dritt kann deshalb kommen, spätestens wenn mein Sohn nächstes Jahr in die Schule kommt und dann viel mehr Ferien hat als seine Mutter.

Anreisetag zum Doktorandenseminar in Greifswald

Dieses Jahr findet wieder das ‚Berliner-Münsteraner Doktorandenseminar‘ in Greifswald statt. Letztes Jahr besuchten wir ‚Greifswald in anderer Besetzung‘, die auch dieses Jahr wieder gilt, also Fabian und meine Nichte, dazu vier Doktoranden von mir und mein Kollege aus Berlin mit eigenen Doktoranden. Heute war Anreisetag und mit meinen Verwandten habe ich nicht nur Wismar besucht, sondern auch schon den Strand in Lubmin, worauf ein geselliger Abend mit Kollegen folgte. Morgen beginnen die Vorträge, mit denen die Vorlesungszeit definitiv endet, plus Freizeitgestaltung in Abhängigkeit vom Wetter.

Monetärer Anreiz für schnelles Gutachten

Momentan bin ich mit einem Projekt zu wissenschaftlichen Begutachtungsverfahren beschäftigt. Da erreichte mich zufällig die Anfrage von einer ziemlich guten Fachzeitschrift, ob ich nicht als Gutachter für einen bei ihr eingereichten Beitrag tätig werden wolle mit einem interessanten, mir bislang so noch nicht bekannten Anreiz für ein zügiges Gutachten: Wenn ich es innerhalb von vier Wochen erstelle, bekomme ich 50 Euro dafür.

Grundsätzlich halte ich das Bezahlen für solche Gutachten durch wissenschaftliche Zeitschriften für keine gute Idee. Eine angemessene Bezahlung für das gründliche Lesen und Begutachten eines anspruchsvollen Fachartikels wäre sehr hoch. 50 Euro drücken da eher eine geringe Wertschätzung aus und führen zu einem ziemlich niedrigen Stundenlohn (zumal ich einen hohen Grenzsteuersatz habe und zusätzlich einen lästigen ‚Zwang zur elektronischen Einnahmenüberschussrechnung‘). Ohne Bezahlung mache ich das aus Pflichtgefühl, manchmal ist es auch inhaltlich interessant und eine gute Zeitschrift überträgt marginal ihr Prestige auch auf von ihr ausgewählte Gutachter. Wenn man es für Geld machen soll, kommen andere Überlegungen ins Spiel und ich würde viel eher ablehnen.

Das Bezahlen nicht für das Gutachten selbst, sondern dessen schnelle Anfertigung ist ein interessanter Spezialfall. Ich habe gar nicht mehr Arbeit, sondern muss diese nur zeitlich vorziehen. Doch ich ertappe mich schon bei dem Gedanken, diesen Beitrag besonders lange liegenzulassen. Immerhin wurde mir keine andere Frist gesetzt und der moralische Druck ist durch die angebotene Bezahlung bzw. den Verzicht darauf viel geringer. Wahrscheinlich versuche ich es trotzdem vorher, aber ich habe auch noch anderes zu tun, z. B. diesen Blog, der ebenfalls nicht wirklich gut bezahlt wird (siehe ‚Weniger Blogbeiträge meldefähig‘ mit Diskussion).

Evangelischer Kirchentag in Dortmund

Es ist gerade der Evangelische Kirchentag in Dortmund. In meinem Stadtteil Aplerbeck bekomme ich jedoch direkt nichts davon mit, sondern nur über Medien vermittelt. Der Kirchentag könnte auch in einer anderen Stadt, einem anderen Land oder gar nicht stattfinden. Interessant finde ich außerdem, dass der katholische Feiertag Fronleichnam dafür genutzt wird, zu dem Martin Luther meinte (siehe „Fronleichnam abschaffen?“): „Ich bin keinem Fest mehr feind … als diesem. Denn es ist das allerschändlichste Fest.“

Offen widersprüchlich äußert sich der Kirchentagspräsident Hans Leyendecker zum Ausschluss der AfD, denn er „begründet das damit, dass auf den Kirchentag keine Menschen eingeladen werden, die andere ausschließen“, was er selbst gerade tut (siehe „‚Hört auf euch gegenseitig zu beschmeißen, hört auf alles schlecht zu reden.'“). Denn „mit solchen Leuten möchte ich nicht reden“, explizit auch wegen abweichenden Meinungen zum Klimawandel. Das ist nicht verboten, da die Kirche trotz Kirchensteuer, hoher Staatszuschüsse und anderer Privilegien nicht zum Staat gehört. Doch Toleranz sieht anders aus, christliche Nächstenliebe wohl auch, während gerade Christen sich eigentlich um „Sünder“ bemühen müssten, statt diese pharisäerhaft auszugrenzen.

Im Nationalsozialismus spielte die Deutsche Evangelische Kirche, Vorläufer der heutigen Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), eine unrühmliche Rolle. Inhaltlich vertritt die EKD jetzt ganz andere Positionen, doch am Grundprinzip hat sich offensichtlich wenig geändert. Sie folgt dem Zeitgeist, der nun eben grün ist, und hofiert die Herrschenden, während sie zur Ausgrenzung der jeweils Ausgegrenzten noch aktiv beiträgt. Sollte die AfD jemals an die Macht kommen, ist entsprechend wieder ein Kurswechsel zu erwarten. Dagegen wäre es wohl besser, die Kirche würde sich wie Jesus aus der Politik heraushalten, dafür um ausgegrenzte Menschen kümmern und gar keine Parteipolitiker mehr einladen.

Professoren gewinnen 2:1 gegen Sisters of No Mercy im Elfmeterschießen

Heute fand der MLP Wiwi-Cup 2019 statt mit dem traditionellen Spiel der Mitarbeiterinnen gegen die Professoren (siehe für letztes Jahr ‚Professoren vs. Sisters of No Mercy 1:0‘ mit weiteren Verweisen). Die Damenmannschaft (mit einem männlichen Torwart) hieß übrigens nicht immer Sisters of No Mercy, sondern startete 1990 als D-FB 04 mit einem Unentschieden (siehe „50 Jahre Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät der WWU Münster“, S. 176). Nach zweimal zehn Minuten stand es heute auch noch unentschieden (0:0), doch danach fand ein Elfmeterschießen statt, welches wir knapp 2:1 gewonnen haben (bei je fünf Schüssen). Ich bin im regulären Spiel wieder viel gelaufen und danach auch noch am Kanal in Münster, bis ein Gewitter einsetzte.