Facebook darf Erben nicht ausschließen

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat heute geurteilt: „Facebook muss Eltern Zugriff auf Nachrichten verstorbener Tochter gewähren“. Das ist doch eigentlich völlig selbstverständlich, insbesondere bei einer Minderjährigen, für deren Facebook-Konto die Eltern ohnehin schon das Passwort hatten, wobei der Bundesgerichtshof auf das allgemeine Erbrecht abstellt, wonach auch Tagebücher und Verträge vererbt werden. Aber Facebook ist ein übler Konzern, der lieber über fünf Jahre und drei Instanzen Prozesse darum führte, statt von sich aus menschlich und anständig zu handeln.

Ich habe gerade meine Frau als Nachlasskontakt bei Facebook angegeben. Allerdings überlege ich ernsthaft, dort ganz aussteigen, wobei eine vollständige Löschung des eigenen Facebook-Accounts gar nicht möglich ist. Die ‚Datenschutz-Grundverordnung gängelt kleine Vereine und Betriebe‘, aber die großen Internetkonzerne nutzen sie noch zu ihrem Vorteil aus. Das ‚Niveau bei Facebook sinkt‘ derweil weiter. Würde jemand meine Seiten dort vermissen?

Diskussion in Münster zur Arbeitszufriedenheit

Am Donnerstag, den 12. Juli 2018, gibt es von 19 Uhr bis 20.30 Uhr den „Dialog an Deck: Frohes Schaffen“. Die MS Wissenschaft macht von Donnerstag bis Sonntag Station in Münster im Stadthafen hinter der Kunsthalle (Hafenweg 28, 48155 Münster) mit der Ausstellung „Arbeitswelten der Zukunft“. Bei der Abendveranstaltung nächsten Donnerstag geht es dort um das Thema „Was steigert die Zufriedenheit am Arbeitsplatz?“ Die Arbeitspsychologin Frau Prof. Dr. Carmen Binnewies diskutiert diese Frage mit Herrn Winfried Lange vom Deutschen Gewerkschaftsbund, mir und dem Publikum moderiert durch Frau Monika Seynsche. Der Eintritt ist frei und jeder ist eingeladen.

EU lässt über Sommerzeit abstimmen

Die EU-Kommission lässt jetzt über die Sommerzeit abstimmen. Das Verfahren ist recht intransparent und wenig demokratisch. Vielleicht bringt es trotzdem etwas. Ich habe hier für ‚Ewige Sommerzeit‘ gestimmt. Die Fragen (nach denen zur Person) und meine Antworten lauteten:

What is your overall experience with the switching from wintertime to summertime on the last Sunday of March and from summertime back to wintertime on the last Sunday of October?

Negative

Evidence suggests that common EU rules in this area are very important to ensure the proper functioning of the internal market. In order to ensure such common rules also for the future, which of the following alternatives would you favour?

Abolishing the switching for all EU Member States

For what reason?

energy saving / lack of energy saving
human health
leisure activities in the evening
other (please specify): direct and indirect switching costs

If you would prefer to keep/abolish the switching, how important is it for you to see that happening? Please rate from 0 – 10 (0 = not an important issue; 10 = very important issue)

9

If the switching were to be abolished, what option would you prefer? To abolish the switching and stick with:

permanent summertime (clocks are advanced one hour compared to wintertime)

Please provide any additional information or remarks you may have on this matter.

The EU should show that it can stop bad policies.

Klage wegen pauschaler Abfallgebühren

Meine ‚Stadt will lieber Geld statt Abfall vermeiden‘. Zu meinem Widerspruch gegen die Müllgebühren und die Weigerung der Stadt, eine nicht benötigte Mülltonne zurückzunehmen, habe ich endlich, nach knapp zwei Jahren, am 9. Mai einen Widerspruchsbescheid erhalten, der mit einer Monatsfrist die Möglichkeit einer Klage vor dem Verwaltungsgericht Gelsenkirchen eröffnete. Diese habe ich heute, am letztmöglichen Tag (weil der 9. Juni ein Samstag war), genutzt. Nun verklage ich die Stadt darauf, unseren konkreten Fall und den wenigen Müll von kleinen Kindern, der bei Wegfall der Windeln noch weniger wird, zu würdigen und die Reduktion von zwei Mülltonnen auf eine mit Leerung alle zwei Wochen zuzulassen.

Ich bin nicht sicher, ob eine mögliche Ersparnis von 146,79 Euro pro Jahr den Klageaufwand rechtfertigt, insbesondere wenn man das Klagerisiko berücksichtigt. Doch ich finde es einfach nicht richtig, wie die Stadt uns behandelt ohne jede Kompromissbereitschaft, dafür mit formalen Winkelzügen bei eigenen Verfehlungen (meine Antwort auf den fehlerhaften Widerspruchsbescheid vom letzten Jahr, der nicht auf den Gerichtsweg, sondern die Möglichkeit eines erneuten Widerspruchs verwies, sei verfristet gewesen, obgleich sich das städtische Einschreiben mit Rückschein über zwei Wochen auf dem Postweg befand und sich die Stadt mit eigenen Antworten gerne ein halbes Jahr Zeit lässt). Es kann auch anderen Familien nützen, wenn gerichtlich festgestellt wird, dass eine Abfallsatzung nicht pauschal gegen Familien mit Kindern ausgelegt werden darf. Sollte hingegen das Gericht die Auffassung der Stadt unterstützen, hilft nur noch eine politische Lösung. Bei der Kommunalwahl 2020 wird die Familien-Partei in Dortmund antreten und die Abfallgebühren sind dann zwar nicht das wichtigste, aber trotzdem ein relevantes Thema.

Professoren vs. Sisters of No Mercy 1:0

Nach ‚Professoren gewinnen 2:1 gegen Sisters of No Mercy‘ im letzten Jahr und ‚Sisters of No Mercy gewinnen 2:1 gegen Professoren‘ vor zwei Jahren haben heute beim MLP-Wiwi-Cup 2018 wir Professoren 1:0 gegen die Mitarbeiterinnen (und einen Mitarbeiter im Tor) gewonnen. Das Tor fiel ziemlich zu Anfang. Wir hatten noch etliche Chancen, doch die Chancenverwertung war ein Problem, übrigens auch für mich. Heute war ich Feldspieler, während der Torwart kaum etwas zu tun hatte. Immerhin bin ich in zweimal zehn Minuten viel gelaufen bei über dreißig Grad im Schatten ohne Schatten. Mit dem Ball bin ich nicht wirklich gut, aber vielleicht doch etwas besser geworden, weil ich jetzt öfter mit Fabian Ball spiele.