Pfingsten 2022

Wie jedes Jahr wünsche ich auch 2022: ‚Schöne Pfingsten!‘ Leider ist die Welt auch heute nicht friedlich, sondern führt der russische Präsident einen blutigen Krieg in der Ukraine und gab es „Dutzende Tote bei Angriff auf Pfingstmesse“ in Nigeria. In Deutschland ist es zumindest friedlich und wir besuchten heute die „Festkonzerte 2022 der Chorakademie“ am und im Konzerthaus Dortmund, bei der Sophia ihren ersten öffentlichen Auftritt hatte.

AOK-Firmenlauf Dortmund 2022 in 31:48 und 5 km TU Dortmund Campuslauf in 24:15

Heute fand wieder der AOK-Firmenlauf Dortmund statt (siehe zuletzt ‚AOK-Firmenlauf Dortmund 2019 in 30:03‘). Auf leicht geänderter Strecke von weiterhin rund 6,7 km brauchte ich 31:48 (brutto, also ab Startschuss 31:56, siehe Ergebnisse). Damit war ich 144. von 989 Männern. In meiner Altersklasse war ich 15. von 96. 10 von 772 Frauen waren schneller als ich (und eine hatte die gleiche Nettozeit). Gestartet bin ich wieder für Ausbüttels Apotheken, für die meine Frau arbeitet. Sie wurde übrigens 1. in ihrer Altersklasse (von 76) mit 34:26 und 30. Frau.

Gestern lief ich 5 km beim 36. Campuslauf der TU Dortmund. Mit 24:15 (brutto 24:16, siehe Ergebnisliste) war ich 73. von 196 Männern (9 von 93 Frauen waren schneller als ich). Dort liefen auch meine Kinder den Kids Run über 600m. Wegen eines Staus auf der B1 kamen wir zu spät und reichte es nach dem Abholen der Startnummern nur noch für einen fliegenden Start, bei dem meine Kinder das Feld von hinten aufrollten. Fabian wurde in 2:22 trotzdem noch 6. von 16 Jungs (eines von 13. Mädchen war schneller). Sophia wurde 8. Mädchen in 2:41 (und war schneller als 6 Jungen).

Inflation in Deutschland steigt auf 7,9 Prozent

Die Inflation ist dieses Jahr nur gestiegen. Die ‚Inflation bleibt entgegen Vorhersagen bei fast fünf Prozent‘ in Deutschland im Januar, konkret bei 4,9 Prozent. Im Februar liegt die ‚Deutsche Inflation bei 5,1 Prozent noch ohne Kriegseffekte‘. Die deutsche ‚Inflation steigt auf 7,3 Prozent durch Putins Krieg und Versagen der EZB‘ im März. ‚Deutsche Inflation steigt weiter auf 7,4 Prozent‘ im April. Die „Inflation im Mai erreicht 7,9 Prozent“ in Deutschland wie zuletzt während der ersten Ölkrise vor knapp 50 Jahre. Damals gab es aber noch keine Europäische Zentralbank, die an Null- und Negativzinsen trotz Rekordinflation festhält.

„Experten gehen davon aus, dass der Inflationsdruck vorerst sehr hoch bleiben wird.“ Die ‚Energiesteuer wird kurz ein wenig gesenkt […]‘, was zumindest den Inflationsanstieg die nächsten drei Monate begrenzen könnte. Doch andere Preistreiber einschließlich EZB bleiben bestehen und machen die meisten Deutschen real ärmer. Zwar sind die Löhne im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahr durchschnittlich um 4 Prozent gestiegen, aber die Inflation ist eben noch höher, wobei eine Lohn-Preis-Spirale droht mit sich verfestigender hoher Inflation, weil die EZB ihr Mandat eklatant verletzt.

Ostern 2022

‚Frohe Ostern!‘ Das wünsche ich wie letztes Jahr (siehe ‚Ostern 2021‘) auch diesmal schon in der Osternacht. Die Ostereier sind versteckt und morgen werden meine Frau und Kinder außerdem für eine Woche verreisen, während ich daheim bleibe, weil Schulferien und Semesterzeiten gar nicht mehr aufeinander abgestimmt werden, meine beruflichen Verpflichtungen aber Vorrang für mich haben. ‚Erste Präsenzveranstaltung[en] seit über zwei Jahren‘ haben eben auch ihre Nachteile, da rein digitale Lehre von überall auf der Welt erbracht werden könnte. Ihnen und Ihrer Familie alles Gute, vor allem Gesundheit und der Welt Frieden!

Erste Präsenzveranstaltung seit über zwei Jahren

Vor zwei Jahren wurden alle ‚Lehrveranstaltungen verschoben und noch offen‘ gelassen, wie es weitergehen soll. Heute stand ich zum ersten Mal seither wieder im Hörsaal vor Studenten. Denn drei Semester lang war das verboten und im letzten Semester hatte ich ein Forschungssemester ohne eigene Lehrveranstaltungen. Die ersten drei Wochen sollen wir jetzt hybride Lehre anbieten, also die Präsenzveranstaltungen zusätzlich aufzeichnen (oder simultan im Internet übertragen), damit sie von zu Hause aus verfolgt werden können. Ich möchte das eigentlich das ganze Semester beibehalten, doch heute hat die vom Zentrum für Hochschullehre angebotene automatische Aufzeichnung gar nicht stattgefunden, so dass ich mich um eine Alternative kümmern muss, z. B. die eigene Aufzeichnung der rein digitalen Veranstaltung vor einem Jahr und eigene neue Aufzeichnungen ab nächster Woche bzw. in anderen Vorlesungen am Donnerstag.

Es waren im Vergleich zur Zeit vor der Pandemie weniger Studenten anwesend, sei es wegen des hybriden Lehrangebots (welches auch Nachteile haben kann, wenn deshalb weniger gelernt wird) oder wegen insgesamt weniger aktiven Studenten nach zwei Jahren COVID-19 und Gegenmaßnahmen. Das Rektorat und auch Dekanat empfehlen weiterhin das Tragen von Masken in Innenräumen, während die Rechtsgrundlage für eine Maskenpflicht gerade entfallen ist. Tatsächlich haben alle eine Maske freiwillig aufbehalten (bis auf mich als Dozent mit hinreichend Abstand, was schon letztes Semester erlaubt war). Das zeigt, dass staatlicher Zwang gar nicht nötig ist, damit sich Menschen vorsichtig und rücksichtsvoll verhalten. Bei weiter fallenden Fallzahlen und wieder steigenden Temperaturen könnte darauf verzichtet werden, zumal für übervorsichtige oder tatsächlich besonders gefährdete Personen das digitale Angebot besteht.

Positiver Corona-Test

Anfang der Woche hat COVID-19 auch unsere kleine Familie erreicht. Meine Frau hatte am Montag bei Arbeitsbeginn einen positiven Schnelltest, was dann noch von einem PCR-Test bestätigt wurde. Sie hatte leichte Erkältungssymptome, die inzwischen abgeklungen sind. Trotzdem muss sie noch bis mindestens nächsten Montag in Quarantäne bleiben. Sie ist geimpft und geboostert, was jedoch selbst bei Beachtung aller weiteren Regeln offensichtlich nicht vor einer Infektion schützt, womit es keinerlei ethische Grundlage für eine leider immer noch diskutierte Impfpflicht gibt. Ob die Impfungen wenigstens zum milden Krankheitsverlauf beigetragen haben, ist unbekannt. Wir wissen auch nicht, wo und bei wem sie sich angesteckt hat, wobei sie durch ihre Arbeit und Arbeitswege viel mehr gefährdet ist als ich.

Dass unsere ‚Kinder vollständig geimpft‘ sind, hat ihnen jetzt genutzt. Gesundheitlich lässt sich das nicht sagen, sie sind nicht krank und ihre Tests sind negativ. Trotzdem hätten sie ungeimpft ebenfalls in Quarantäne gemusst, also nicht zur Schule, nicht zum Sport und gar nicht aus dem Haus (und Garten) gedurft. Politisch halte ich diese Regelungen für falsch, doch sie gelten trotzdem und wir navigieren uns irgendwie durch die gesundheitlichen und politischen Gefahren und Probleme.

Auch meine Tests sind zumindest bislang negativ, was wohl eher ungewöhnlich ist angesichts der häuslichen Nähe insbesondere vor den positiven Testergebnissen, aber (zusammen mit meinen Impfungen) den Vorteil hat, dass ich unsere Kinder noch begleiten und Einkäufe erledigen darf. Vielleicht erwischt es mich noch, doch dann hoffentlich zeitversetzt, wenn meine Frau wieder nach draußen darf. Ich lege es auch nicht darauf an, will aber auch eine Infektion nicht um jeden Preis vermeiden, sondern werde mich weiter vernünftig verhalten ohne Panik. Es wäre gut, wenn auch die deutsche Politik endlich zur Vernunft kommen würde.

Dieselpreis explodiert

Die ‚EZB heizt Inflation noch an bei Spritpreisrekord‘. Das gilt weiterhin. Vor einem Monat tankte ich für 1,599 Euro pro Liter Diesel, was ein Rekord für mich war. Heute musste ich bereits 1,969 Euro pro Liter bezahlen (an den meisten Tankstellen lag der Preis sogar schon bei über 2 Euro), was 23,1 Prozent mehr sind in nur einem Monat. Im Vergleich dazu ist eine Jahresinflation von 5,1 Prozent niedrig (siehe ‚Deutsche Inflation bei 5,1 Prozent noch ohne Kriegseffekte‘). Interessant ist auch, dass Diesel jetzt mehr kostet als Super(benzin), obwohl die Steuern niedriger sind. Der Grund dafür ist, dass Diesel ein direktes Substitut für Heizöl ist, bei dem die Preise noch stärker gestiegen sind, was wiederum an Putins Krieg gegen die Ukraine liegt. Dabei sind noch gar keine russischen Lieferungen ausgefallen, doch es werden massive Lieferprobleme antizipiert und bereits eingepreist. Sollte der Krieg bald enden, fallen die Preise wieder. Stellt Russland alle Lieferungen ein oder werden sie im Rahmen der Sanktionen verboten, dann werden die Preise noch deutlich stärker steigen. Der Staat verdient daran übrigens kräftig mit und vom Tankstellenpreis bekommt er weit mehr als die Hälfte. Er profitiert auch von der Inflationspolitik der EZB und dem fallenden Euro zu Lasten der Konsumenten und Sparer, also seiner eigenen Bürger.

Schul-, Sport- und Bahnausfälle wegen Sturm in der Nacht

Kaum geht die jüngste, ohnehin nicht mehr so gefährliche Welle der Corona-Pandemie zurück, findet sich ein neuer Anlass, um Kindern Schule und Sport zu verbieten. Weil es letzte Nacht ein Sturmtief mit starken Windböen gab, wurden heute am Tag in NRW alle Schulen zur Freude der Schüler und ihrer Eltern geschlossen. Schon gestern, aber auch für heute und morgen hat die Stadt Dortmund allen Kindern und Jugendlichen (sowie erwachsenen Amateuren) den Sport in Sportstätten verboten, während die Fußballprofis spielen durften (und der BVB prompt verlor). Es fiel auch einmal wieder die Bahn aus, während ich mit dem Auto extra etwas langsamer nach Münster fuhr, doch wegen weniger Verkehr gar nicht länger brauchte als sonst. Das nächste Sturmtief wird übrigens für die Nacht von Freitag auf Samstag erwartet, was nicht am Klimawandel, sondern einfach der Jahreszeit und Wetterlage liegt.

EZB heizt Inflation noch an bei Spritpreisrekord

Die ‚Inflation bleibt entgegen Vorhersagen bei fast fünf Prozent‘ in Deutschland. Die „Euro-Inflation steigt auf 5,1 Prozent“ in der gesamten Eurozone (genau wie in Deutschland nach den etwas anderen Kriterien von Eurostat). Der EZB ist das jedoch entgegen ihrem Mandat völlig egal, sie lässt heute die Leitzinsen bei nominal null Prozent (und damit real -5,1 Prozent), den Einlagezins nominal negativ (-0,5 Prozent, real -5,6 Prozent) und die Anleihenkäufe auf hohem Niveau: „Die EZB will weiterhin Hunderte Milliarden in die Märkte pumpen, obwohl die Inflation ein Rekordniveau erreicht hat“.

‚Für keinen Euro getankt‘ hatte ich vor knapp zwei Jahren. Heute habe ich erstmals (5 Cent) über 100 Euro für eine Tankfüllung bezahlt, mit einem Rekordwert von 1,599 Euro pro Liter Diesel, was aktuell sogar relativ günstig ist und demnächst weiter gesteigert werden dürfte durch den Zangenangriff von inflationsverstärkender EZB und preistreibender Politik bei auch global steigenden Energiepreisen. Es ist leider gewollt, dass unser Wohlstand sinkt.

Verschlechtertes Testverfahren an Grundschulen in NRW

Das „‚Lolli‘-PCR-Testverfahren an Grundschulen wird verändert“, wurde gestern Abend in NRW angekündigt und heute schon umgesetzt. Erst seit diesem Jahr, also faktisch gut zwei Wochen wurden neben den schon länger verwendeten Pool-Tests für die ganze Klasse von jedem Schüler Einzelproben genommen, die im Falle eines positiven Poolergebnisses sogleich getestet werden sollten, um zu wissen, welches Kind infiziert ist und in Quarantäne muss. ‚Quarantäne für gesunde Kinder mit negativem Test‘ blieb und bleibt allerdings möglich, wenn mehrere Kinder einer Klasse in einer Woche positiv getestet wurden. Letzte Woche wurde uns das sogar angedroht, weil das Ergebnis vom Pooltest am Abend noch nicht vorlag. Ein verzögertes Testergebnis sollte also dieselben Konsequenzen wie ein positives haben, wobei das negative Ergebnis zum Glück noch über Nacht kam.

Nun trifft das allgemeine Missmanagement bei den PCR-Tests, von denen ganz Deutschland weniger schafft als Wien allein, auch die Schüler (und ihre Eltern), indem die PCR-Einzeltests entfallen. Bei positivem Pooltest sollen die Eltern jetzt mit ihrem Kind frühmorgens selbst zu einem Testzentrum fahren für einen Antigen-Schnelltest. Ein solcher Einzeltest an der Schule vor Unterrichtsbeginn ist auch möglich, aber nicht erwünscht. Also stehen wir morgen früher auf wegen einem weiteren Beispiel von Politikversagen.