Fabians sechster Geburtstag

Gestern hatte und feierte Fabian seinen sechsten Geburtstag. Es war fast wie im letzten Jahr (siehe ‚Fabians fünfter Geburtstag‘). Allerdings waren es diesmal „nur“ sieben Kinder. Das Thema waren Piraten und die meisten Kinder waren verkleidet (auch ich hatte ein Piratentuch auf dem Kopf). Es gab Kuchen und später Pizza, dazwischen eine Schatzsuche und mehrere gemeinsame Spiele wie Topfschlagen, eine „Schneeballschlacht“ (mit flauschigen Bällchen) und Säbelkampf (mit aufblasbaren Säbeln), bei denen jedoch niemand zum Mitmachen gezwungen wurde. Der Spaß dauerte wieder dreieinhalb Stunden. Schon vorher hatte Fabian ein neues Fahrrad bekommen, einen Lego-Spieltisch und Sachen von Lego, einen Globus, Bücher sowie etliche Kleinigkeiten.

Hersteller erhöhen die Preise nach Senkung der Steuer für Tampons

„Nach Senkung der ‚Tamponsteuer‘: Hersteller erhöhen Preise für Menstruationsprodukte“. Wer auch nur Grundkenntnisse in Ökonomie besitzt, kann das nicht überraschend finden. Die Steuerinzidenz, also wer wirklich eine Steuer tragen muss bzw. von einer Steuersenkung profitiert, ist keineswegs so einfach wie die politisch-juristische Festlegung, wer eine Steuer an den Fiskus abzuführen hat. Gerade bei preisunelastischen Gütern, zu denen Tampons gehören, sind die Kundinnen leicht die Leidtragenden. Verwunderlich war eher, dass die großen Handelsketten die Umsatzsteuersenkung zum Jahreswechsel von 19 auf 7 Prozent nicht zu ihrem Vorteil ausgenutzt haben. Das machen nun eben die großen Hersteller, so dass letztlich die vielen Unterschriften für diese Steuersenkung zur Mehrung der Konzerngewinne gesammelt wurden.

Sinnvoller wäre es, die Umsatz- bzw. eigentlich Mehrwertsteuer für alle Güter und Dienstleistungen einheitlich und unter 19 Prozent anzusetzen, die die erste Merkel-Regierung zum Regelsatz machte. Nachdem die Union im Wahlkampf den Verzicht auf jegliche Umsatzsteuererhöhung versprochen und die SPD zwei Prozentpunkte mehr gefordert hatte, einigte man sich nach der Wahl auf drei, die inzwischen (fast) vollständig bei den Endverbrauchern angekommen sein dürften.

Klimahysterie macht sie zum Unwort des Jahres

Regelmäßig werden die ‚Unworte des Jahres ohne Sachkenntnis gekürt‘, so auch das „Unwort des Jahres 2019: ‚Klimahysterie'“. Die Begründung lautet:

Mit dem Wort „Klimahysterie“ werden Klimaschutzbemühungen und die Klimaschutzbewegung diffamiert und wichtige Debatten zum Klimaschutz diskreditiert. Der Ausdruck wurde 2019 von vielen in Politik, Wirtschaft und Medien – von der F.A.Z. über Unternehmer bis hin insbesondere zu AfD-Politikern – verwendet. Er pathologisiert pauschal das zunehmende Engagement für den Klimaschutz als eine Art kollektiver Psychose. Vor dem Hintergrund wissenschaftlicher Erkenntnisse zum Klimawandel ist das Wort zudem irreführend und stützt in unverantwortlicher Weise wissenschaftsfeindliche Tendenzen.

Dabei soll durch die Bezeichnung „Unwort“ selbst diffamiert und sollen Gegenpositionen in der Debatte diskreditiert werden. Die gelegentlich falsche Verwendung eines Wortes spricht nicht gegen das Wort oder dessen richtige Verwendung. Im konkreten Fall wäre es nicht richtig, jede Sorge um das Weltklima oder gar seriöse wissenschaftliche Untersuchungen dazu als Klimahysterie zu bezeichnen. Effektheischende Übertreibungen wie Warnungen vor dem Aussterben der Menschheit, wenn es etwas wärmer wird, sind jedoch im ursprünglichen Wortsinn hysterisch (siehe auch ‚Klimafanatiker wollen Demokratie und Menschen opfern‘).

Hysterie ist als Fachbegriff veraltet und könnte als frauenfeindlich verstanden werden, aber darauf haben sich die selbsterklärten Sprachkritiker nicht bezogen. Der heutige umgangssprachliche Gebrauch passt jedenfalls auf viele Klimaaktivisten: „Damit meint man einen Menschen oder ein Verhalten, das durch Theatralik und einen übertriebenen Ausdruck von Gefühlen […] gekennzeichnet ist.“ Deshalb wäre, wenn man schon Unwörter bestimmen will, Klimanotstand passender gewesen (siehe ‚EU-Parlament ruft Klimanotstand aus‘). Das ist allerdings nicht so politisch korrekt, worum es vor allem zu gehen scheint.

Neujahrslauf um den Phoenixsee

Diesmal lief ich keinen Silvesterlauf (nach zuletzt dem ‚Herner Silvesterlauf‘), sondern einen Neujahrslauf um den Phoenixsee in Dortmund, der allerdings erst heute stattfand. Das Besondere an diesem Lauf ist, dass man erst während des Laufes entscheidet, wie viele Runden man laufen möchte (innerhalb von 90 Minuten, wobei begonnene Runden noch beendet werden dürfen). Das kann zum Aufgeben verführen, doch ich bin die fünf Runden gelaufen, die ich mir vorgenommen hatte (ich hätte auf jeden Fall noch eine und wahrscheinlich wegen nicht so strenger Durchsetzung der 90 Minuten- Regel auch noch zwei schaffen können, während die Besten sogar acht Runden liefen). Ich brauchte für die offiziell „etwa 16,25 km“ 1:17:35 (siehe die Ergebnisliste für fünf Runden). Damit war ich der 17. Mann über fünf Runden von 139, außerdem waren 2 von 99 Frauen, die nach fünf Runden aufhörten, schneller als ich. Wie viele, die insgesamt sechs bis acht Runden liefen, in ihren ersten fünf Runden schneller waren als ich, habe ich nicht überprüft (es ginge grundsätzlich über die Gesamtergebnisliste mit Rundenzeiten). Jedenfalls haben mich einige Läufer sogar überrundet, doch noch viel mehr wurden von mir überrundet. Insgesamt hat es Spaß gemacht und meine kleine Familie hat mich jede Runde angefeuert.

Frohes neues Jahr(zehnt)!

Allen wünsche ich einen guten Rutsch und ein frohes neues Jahr(zehnt)!

„Wann beginnt das nächste Jahrzehnt?“ Beim Jahrhundert und Jahrtausend ist klar, dass sie am 1. Januar 2001 begonnen haben, weil es kein Jahr 0 gab. Dementsprechend beginnt das 203. Jahrzehnt nach Christus erst am 1. Januar 2021. Aber die Zwanziger Jahre beginnen morgen. Ein neues Jahrzehnt kann man also gleich zweimal feiern, morgen und in einem Jahr.