Wahl-O-Mat zur Europawahl

Es gibt wieder einen Wahl-O-Mat zur Europawahl (wie schon den ‚Wahl-O-Mat zur Bundestagswahl‘) und ich habe auch diesmal zu allen 38 Thesen meine Präferenz bekundet (und diesmal die Hälfte davon doppelte gewichtet, vor allem wirtschaftsnahe Thesen) und folgende Übereinstimmung mit den 25 antretenden Parteien (siehe ‚AfD und 24 weitere Parteien zur Europawahl zugelassen‘) erzielt:

AfD 79,8 %

AUF 76,3 %

FDP 76,3 %

REP 74,6 %

BüSo 70,2 %

CSU 70,2 %

Bayernpartei 67,5 %

CDU 64 %

PRO NRW 63,2 %

Volksabstimmung 63,2 %

Freie Wähler 60,5 %

PBC 58,8 %

NPD 57,9 %

PSG 57 %

Familien-Partei 53,5 %

Christliche Mitte 52,6 %

Die PARTEI 50,9 %

ÖDP 48,2 %

DKP 44,7 %

MLPD 43,9 %

Tierschutzpartei 43,9 %

Die Linke 42,1 %

SPD 38,6 %

Grüne 37,7 %

Piraten 37,7 %

In fünf Fällen habe ich gegensätzlich zur AfD (bzw. deren Vertreter) votiert: Ich bin grundsätzlich für, nicht gegen die Aufnahme weiterer EU-Mitglieder (Erweiterung statt Vertiefung), außerdem bin ich gegen eine Finanztransaktionssteuer, grundsätzlich für ein Freihandelsabkommen mit den USA (nach transparenten Verhandlungen), gegen eine EU-Förderungen von Projekten gegen Rechtsextremismus (natürlich bin ich gegen Extremismus von rechts und links) und gegen eine EU-weite Widerspruchslösung bei Organspenden.

Außerdem bin ich für die Möglichkeit (nicht Pflicht), gentechnisch veränderte Pflanzen in der EU anzubauen, und gegen ein Verständnis der EU als christlicher Wertegemeinschaft, wo die AfD jeweils neutral ist, während ich umgekehrt neutral bin, wo die AfD Edward Snowden Asyl gewähren will, gegen den Empfang von Sozialleistungen durch EU-Bürger nur in ihrem jeweiligen Heimatland ist (das hängt von der Art der Sozialleistungen ab), sich für die EU-weite Anerkennung von Berufsabschlüssen einsetzt (was von den Abschlüssen abhängt), für den Ausbau der gemeinsamen EU-Außenpolitik votiert, für EU-weit gleiche Regeln zur Aufnahme von Asylsuchenden eintritt, gegen mehr EU-Entwicklungshilfe ist und gegen eine Reduktion der EU-Mittel für wirtschaftlich schwächere Regionen in der EU.

Sehr gut finde ich übrigens, dass zumindest hier die AfD mit mir klar gegen die 1. These ist, dass Deutschland den Euro behalten soll. Allein schon deswegen unterstütze ich die AfD und halte ich die etablierten Parteien für nicht wählbar. FDP, Grüne (mit denen ich insgesamt am wenigsten übereinstimme) und SPD sind sogar explizit für einen Ausbau der EU zu einem europäischen Bundesstaat und damit für das Ende der deutschen Souveränität.

3 Gedanken zu „Wahl-O-Mat zur Europawahl

  1. Ganz schön präjudizierend, dieser „Wahl-O-Mat“ … erinnert mich irgendwie an die jüngsten Pseudo-Umfragen der AfD.

    Meine Wahl-O-Mat – Ergebnisse indes überraschen mich nicht wirklich:

    Bayern Partei 70,8 %
    Die PARTEI 70,8 %
    CSU 63,3 %
    AfD 60,8 %
    FDP 54,2 %
    DIE LINKE 49,2 %
    GRÜNE 46,7 %
    SPD 38,3 %

    Irgendwie spiegelt sich darin wider, dass die AfD mit ihren veröffentlichten Positionen schon ganz schön im Mainstream mitschwimmt und insbesondere keine klare Kante in Sachen Souveränität und Subsidiarität zeigt.

    • Bei mehreren Thesen scheint die AfD der EU mehr und zusätzliche Kompetenzen geben zu wollen. Wenn Sie jedoch andere Parteien präferieren, sollten Sie sich vielleicht einmal näher bei diesen umschauen.

  2. Pingback: Wahl-O-Mat Bremen | Alexander Dilger

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