Wahl-O-Mat Bremen

Beim Wahl-O-Mat Bremen 2015 steht nicht nur die AfD wieder auf dem ersten Platz bei mir, sondern ist die Übereinstimmung noch höher als beim ‚Wahl-O-Mat Hamburg‘, bei dem ich die bislang höchste Übereinstimmung bei einer Landtagswahl erzielte. Nur beim ‚Wahl-O-Mat zur Bundestagswahl‘ und dem ‚Wahl-O-Mat zur Europawahl‘ war meine Übereinstimmung mit der AfD noch höher, doch da ging es auch direkt um den Euro. Ohne Gewichtung habe ich für Bremen die folgenden Werte erzielt und empfehle (nicht nur) deshalb die Wahl der AfD am 10. Mai:

AfD 73,7 %

FDP 72,4 %

BIW (Bürger in Wut) 69,7 %

CDU 65,8 %

NPD 55,3 %

SPD 53,9 %

Grüne 44,7 %

Piraten 42,1 %

Tierschutzpartei 38,2 %

Die Partei 36,8 %

Die Linke 27,6 %

20 Gedanken zu „Wahl-O-Mat Bremen

  1. Beim Wahl-O-Mat nervt mich immer der Gender-Gaga-Sprachgebrauch. In der Deutschen Sprache sind Schülerinnen ein Teil der Schüler. Niemand würde „Pferde und Schimmel“ sagen. Je mehr die links-intellektuelle Schickeria unsere Sprache verändern will, desto mehr Lust habe ich, genauso so zu sprechen, dass die ausflippen. Ich liebe Negerküsse! Mit etwas Leckerem wie Schokolade verglichen zu werden, ist eine Ehre und niemals eine Beleidigung!

    • Dieses Neusprech wird gesetzlich vorgegeben, jedenfalls für öffentlich-rechtliche Einrichtungen, wie das der Wahl-O-Mat, wenn ich das richtig sehe, ist, was ganz sicher kein Argument für dessen Gebrauch darstellt.

      Die Manipulation läuft subtiler, etwa:
      „Soll Bremen mehr Flüchtlinge aufnehmen? – Ja/Nein/Keine Angabe“
      Wie würden die Leute wohl antworten, wenn da stünde:
      „Es muss schärfer gegen den Missbrauch des deutschen Asylsystems vorgegangen werden.“
      Oder: „Abgelehnte Asylbewerber sind konsequent abzuschieben.“

      • Meines Wissens nach werden aus den Wahlprogrammen der Parteien einzelne Aussagen genommen, zu denen sich dann alle Parteien bzw. Vertreter von ihnen positionieren. Bei der konkreten Frage würde ich von einer sehr breiten Ablehnung ausgehen (leider scheint das nicht statistisch ausgewertet zu werden, wie im Schnitt geantwortet wird). Es ist nicht klar, ob bei Ihren Fragen die Zustimmung größer wäre, gerade weil sie schärfer formuliert sind.

      • Ich habe an Ende des Wahl-0-Mat auch die Übereinstimmung meiner Wahl mit den Aussagen der Parteien verglichen. Dabei ist mir aufgefallen, dass die AfD einer vielen Positionen keine Begründung geliefert, bzw. lt. Wahl-0-Mat nicht geantwortet hat. Hier vergibt sich die AfD Chancen, ihre Position zu erklären. BIW ist dieser Fehler nicht unterlaufen. Nach wie vor finde ich es schade, dass es keine Zusammenarbeit zwischen AfD und BIW gibt.

      • Die BIW haben in Bremerhaven ihr Wählerklientel. Es ist durchaus damit zu rechnen, dass sie in Bremerhaven die 5% wieder übertreffen werden. In Bremen hingegen sind sie dagegen noch nicht so verankert. Deshalb und wegen den finanziellen Mitteln hat die AfD in Bremen die wesentlich besseren Chancen. Sollte man in Bremerhaven die 5% nicht übertreffen, wäre das zwar schmerzlich aber nicht weiter schlimm, da in Bremerhaven nur 15 der 83 Sitze vergeben werden.

      • @Alexander Dilger
        Es ging mir um die Präzision der Fragen. Wenn von „mehr Flüchtlingen“ die Rede ist weiß ich nicht, was damit gemeint ist, angesichts der sehr großzügigen Verwendung des Begriffs. Von daher ist die Fragestellung aufgrund der Wortwahl irreführend, egal wie man antwortet. Bei meinen eigenen Fragestellungen bestünde weniger die Gefahr, dass man z.B. zu den Grünen gelenkt wird, wenn man das eigentlich gar nicht will. Zustimmung und Ablehnung sind dabei die Weichenstellungen. Es geht mir nicht darum, die Richtung zu bewerten, sondern nur darum dass die Leute wissen, wohin sie gerade abbiegen.
        An der „breiten Ablehnung“ zweifle ich bei der Formulierung übrigens, jedenfalls beim Bremer Publikum.

        @francomacorisano
        Begründungen sollten geliefert werden ja. Ob eine Zusammenarbeit mit den BiW gut wäre weiß ich nicht, weil ich die Partei nicht bewerten will. Ich kann mir aber vorstellen dass die BiW das als kleinere Partei gar nicht will, jedenfalls solange sie es durch das Bremer Wahlrecht auch allein kann und keine überregionalen Ambitionen hat.

        @Manuel
        Danke für die Aufklärung. Es ist aus gesamtdeutscher Sicht aber v.a. wichtig, überhaupt in die Bürgerschaft zu kommen, und wenn es nur ein Sitz wäre. Außerdem wäre es natürlich auch ein Problem wenn die BiW der AfD im stadtbremer Teil Stimmen von der AfD abziehen, ohne Aussicht auf ein Mandat.

  2. Die AfD hat in Bremen hat bei der Bundestags- und Europawahl jeweils etwas schlechter abgeschnitten als die Hamburger AfD. Durch die innerparteilichen Streitigkeiten wird der Landesverband natürlich weiter geschwächt. Es könnte diesmal also wirklich eine Zitterpartie werden, ob man die 5% Hürde knackt. Das wird auch davon abhängen, ob sich die FDP in Bremen wieder ähnlich berappelt wie die Hamburger FDP.

    • Die FDP wird es in Bremen nicht schaffen, aber auch die AfD hat es dort sehr schwer. Mir scheint es leider, dass einige Funktionäre in anderen Landesverbänden es sogar darauf anlegen, der AfD Bremen zu schaden, weil sie sich davon innerparteiliche Vorteile versprechen.

      • Ja sozusagen um den liberalen Kurs dann weiter diskreditieren zu können. Dabei gefällt mir Herr Schäfer als Spitzenkandidat eigentlich sehr gut. Bald werden wohl die ersten Meinungsumfragen veröffentlicht werden. Da wird man dann sehen wo die AfD in etwa steht.

    • Die FDP ist in Bremen nicht in der Bürgerschaf vertreten, anders als in Hamburg. Für die Partei ist es also eine völlig andere Ausgangslage. Wieso sollte sie heute deutlich mehr bekommen als beim letzten Mal? (Und sie bräuchte deutlich mehr.)

      Allerdings ist Bremen in der Tat von den Wahlergebnissen her das klar linkslastigste Bundesland, jedenfalls im Westen. Nirgendwo ist die Ausgangslage so schlecht für die AfD wie dort. Gleichzeitig gibt es dort eine rechte Protestplattform in Gestalt der BiW, die in der Bürgerschaft vertreten ist und so auch von rechts Konkurrenz macht. Wenn es nicht klappt dann ist das angesichts der Größe Bremens zwar nicht repräsentativ, wird aber ausgeschlachtet werden. Die vielen Landtagswahlen nächstes Jahr werden aber wahrscheinlich v.a. eine organisatorische und finanzielle Herausforderung. Was Bremen anbelangt, so ist jede helfende Hand willkommen.

      In der Tat scheint es Ost-Verbänden Spaß zu machen, Westverbände im Wahlkampf zu torpedieren. Ich warne aber davor, verschwörungstheoretischem Denken anheim zu fallen, denn manchmal ist die Erklärung wesentlich einfacher: Dummheit.

      Bei den Meinungsumfragen bitte ich zu bedenken, dass die AfD auch in Hamburg etwa ein Fünftel besser abgeschnitten hat als in den letzten Umfragen vor der Wahl gezeigt.

      • Ja, Meinungsumfragen sind für kleinere Parteien weniger genau. Es gibt eine große Zahl von Menschen, die AfD wählen, aber das nicht in der Öffentlichkeit sagen. Man will ja nicht als „Rechtpopulist“ hingestellt werden, aber nutzt die Wahl als Protest gegen den Mainstream.

        Und ja, schon zu meiner Zeit in der Jungen Union haben wir von Bremen als der „westlichsten Sowjetrepublik“ gesprochen……

      • Allgemein kann man immer ganz gut mit einer Schwankungsbreite von 2% rechnen, wenn einer Partei 5% ausgewiesen werden. Das heißt eine Partei liegt gesichert zwischen 3% bis 7%. Bei einer Partei, die in einer Umfrage 50% erreicht, kann man mit einer Schwankungsbreite von 5% rechnen. Kommt natürlich immer darauf an, wie viele Personen befragt werden.

      • In dem speziellen Fall sind die Umfragen deswegen mit besonderer Vorsicht zu genießen, da kurz vor dem Wahltag etwas Gravierendes passieren könnte. Ich meine damit einen griechischen Staatsbankrott, auch wenn ich es nicht glaube.

  3. Die neue Flüchtlingskatastrophe im Mittelmeer zeigt, dass wir dringend eine neue Politik brauchen. Die Amerikaner und Europäer sollten sich nicht mehr in Afrika und Vorderasien einmischen. Dann wird es auch weniger Kriege, und weniger Flüchtlinge geben.
    Prinzipiell ist es so, dass die Afrikaner und Vorderasiaten ihre Probleme selbst lösen müssen. Die Einwanderung nach Europa muss sehr stark begrenzt werden.
    Es ist sinnvoll, wenn es im Jahr 2017 eine Regierungskoalition aus CDU und AfD gibt. Später kann dann die Partei FW (oder ÖDP) in diese Koalition aufgenommen werden. Es ist sinnvoll, eine konservative, nicht-grüne Ökopolitik zu etablieren. Es sollte ein nachhaltiges Wirtschaften gemäß Schmidt-Bleek geben. Zudem muss das Christentum reformiert werden. Mystische Erfahrungen und Geistiges Heilen (gemäß C. G. Jung) müssen in den Vordergrund gestellt werden.

    • Wirtschaftsfluechtlinge resultueren nicht wegen USA oder EU Politik! Eine Reform des Chrstentums ist sicherlich nich Teil des AfD Programms. Eigentlich reden wir eher ueber Trennung von Staat und Religion!

  4. Hier meins:

    Ihr Wahl-O-Mat Ergebnis

    FDP 75 %
    CDU 68,4 %
    BIW 64,5 %
    AfD 60,5 %
    GRÜNE 52,6 %
    NPD 50 %
    Die PARTEI 50 %
    SPD 48,7 %
    Tierschutzpartei 46,1 %
    PIRATEN 44,7 %
    DIE LINKE 35,5 %

    (Wie immer ohne Firlefanz und Gewichtung.)

    Für meine Verhältnisse ist die AfD zu weit vorne (sonst weiter hinten), sonst ist alles wie immer. Die Platz-1-Partei wähle ich allerdings (so ich wähle) konsequent nicht: Es ist die verlogenste Partei (hier stimmen wir überein) (neben der AfD, hier stimmen wir nicht überein), die ‚Deutschland‘ im Angebot hat.

  5. Warum ist die FDP so stark bzw. was wäre aus Sicht der AfD Bremen zu tun, um diese Wähler zu gewinnen?

    Bei der letzten Wahl hatte die FDP 2% in Bremen – warum sind aktuell +3% ihr zugeneigt, und nicht der AfD?

    Im Hamburg (Sie hatten ja mal eine ausführlichere Wahlanalyse angekündigt, die allerdings an mir vorübergegangen ist) hatte die AfD (scheinbar) zu keinem Zeitpunkt vom zwischenzeitlichen Absturz der FDP nach der vorhergehenden Wahl profitiert (aber auch nichts an die FDP verloren bei der „liberalen“ finalen Aufholjagd), sondern das lief alles zwischen CDU und FDP ab. Die AfD scheint in Hamburg einen Wahlkampf an den FDP/liberalen Wählern vorbei geführt zu haben, die ja eigentlich – wie ich es verstanden hatte – die Hauptzielgruppe hätten sein sollen.

    Was lief da in Hamburg falsch und was hätte vor Ort (auch im Hinblick auf Bremen) inhaltlich besser gemacht werden können? Was war etwa beim EP-Wahlkampf besser – denn dort wurde ein beträchtlicher Zuwachs gegenüber der BTW erreicht.

    Das mit der Zerstrittenheit (2/3 der Hamburger sprachen der AfD deshalb die Wählbarkeit ab – rechnet man das auf unser angebliches Potential von 20% an, kommt genau das Wahlergebnis heraus) wurde seither ja leider nochmal getoppt, von daher keine gute Ausgangsposition. Und Spekulationen über die Auswirkungen von ostdeutschen/national-konservativen Störungen sollten nicht vorgeschoben werden (va ohne entsprechende Belege), denn wenn überhaupt wären diese zu spät anzunehmen, um FDP > CDU statt > AFD zu erklären.

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