Drohende Impfpflicht und willkürliche Beschränkung eines Impfstoffs

„SPD und FDP schließen Impfpflicht aus“. Das wäre schön, nur leider stimmt es nicht und wäre auch für die Zukunft nicht glaubwürdig, wenn es jetzt so wäre. Tatsächlich äußern sich noch einzelne Politiker von SPD und FDP so, dass sie eine allgemeine Impfpflicht ablehnen. Für eine einrichtungsbezogene Impfpflicht spricht sich hingegen inzwischen selbst der FDP-Vorsitzende Christian Lindner aus. Vor noch relativ kurzer Zeit hatten fast alle Spitzenpolitiker bis hin zur Kanzlerin jede Impfpflicht gegen Corona in Deutschland ausgeschlossen. Demnächst wird eine solche Pflicht für Millionen Menschen kommen und bald darauf vielleicht sogar für alle wie in Österreich (siehe ‚Eingeschränkte Lockdowns in Bayern und Sachsen, harter Lockdown und Impfpflicht in Österreich‘). Letzteres ist zwar weder medizinisch noch ethisch gerechtfertigt, was aber Populisten wie Markus Söder völlig gleichgültig ist, die gleichzeitig die Grundrechte massiv beschneiden und damit besonders schlechte Resultate im Kampf gegen Corona produzieren.

Der geschäftsführende Bundesgesundheitsminister ändert auch ständig nicht nur seine Meinung, sondern gleich die ganze Gesundheitspolitik. Sein jüngster Angriff auf die Entscheidungsfreiheit und zugleich Gesundheit seiner Untertanen ist es, den Zugang zum besonders nachgefragten BioNTech-Impfstoff künstlich zu begrenzen, um kleines Geld zu sparen, indem dadurch vielleicht etwas mehr sonst verfallender Moderna-Impfstoff genutzt wird (siehe „Spahn verteidigt Begrenzung von BioNTech-Bestellungen“). Dabei ist der Mann schon längst abgewählt und sollte endlich auch abgelöst werden.

33 Gedanken zu „Drohende Impfpflicht und willkürliche Beschränkung eines Impfstoffs

  1. Die Impfstoffe von Moderna und BioNTech sind sich sehr ähnlich. Moderna ist bei der Erst- bzw. Zweitimpfung etwas effektiver (und hat etwas mehr Nebenwirkungen), was aber an der höheren Dosis liegt. Bei der Drittimpfung sind die Dosen gleich.

    Richtig ist, dass die Kommunikation der Regierung einmal wieder grottig ist.

    • Es ist nicht bekannt, wie die Wirkungen und Nebenwirkungen einer Drittimpfung über Kreuz sind. Deshalb wird vom RKI empfohlen, beim gleichen Impfstoff zu bleiben, hilfsweise aber auch der jeweils andere Impfstoff akzeptiert. Die Akzeptanz in der Bevölkerung könnte geringer sein, weshalb die künstliche Verknappung eines Impfstoffs keine gute Idee ist.

  2. Ich glaube nicht, daß unser geschäftsführendes Bundesgesundheitsminister*:In diesmal die Hauptschuld trägt.
    Es war Muttis Wille, daß mehrere millionen Dosen Impfstoff, für die der Steuermichel ein Heidengeld bezahlt hat, an UN-Organisationen weitergerecht werden, damit weltweit möglichst viele Menschen in den Spritzgenuß kommen. Da die Weiterreichung der anderen Impfstoffe wohl rechtlich nicht so ganz einfach ist, mußte halt das Bionteczeugs raus.

    Und wer hätte bei diesem tollen Impfstoff ahnen können, daß er nur ein paar Wochen wirkt?

    • Ein verantwortungsvoller Gesundheitsminister hätte auch einmal seiner Kanzlerin widersprechen können. Allerdings könnte sie ihn immer noch entlassen, obwohl beide nur noch geschäftsführend im Amt sind.

  3. Es sieht doch so aus, dass immer mehr Befürchtungen von „bösen Rechten“ und „Verschwörungstheoretikern“ Realität werden, siehe jetzt die Impfpflicht.
    Allerdings wächst die Wahrscheinlichkeit, dass die Regierenden bald nicht mehr umhin kommen einzugestehen, dass die „Corona-Impfungen“ nicht so viel positives gebracht haben und die ganzen sog. Maßnahmen für sehr große psychosoziale, ökonomische und auch gesundheitliche Schäden verantwortlich sind.
    Außerdem gilt es zu beobachten, wie viele Menschen in D in toto sterben. Im September/Oktober 2021 waren es lt. destatis 9-10% mehr als im Vergleichszeitraum der Vorjahre und +16% in der ersten Novemberwoche, im Gesamtjahr bisher +5%. Der Zuwachs im Herbst kann wenn überhaupt nur zu einem kleinen Teil auf mehr „Corona-Tote“ zurückgeführt werden. Das kann sich natürlich auch wieder ändern. Wenn sich dieser Trend jedoch fortsetzen sollte – der allgemeine demographische Trend liegt bei etwa +1% Sterbefälle p.a. – dann wird das ein großes Thema werden.
    Eine breite öffentliche Diskussion etwa von schweren Impfnebenwirkungen oder der schnell zunehmenden Zahl schwerer „Impfdurchbrüche“ wird sich bald kaum mehr verhindern lassen.
    Ach ja, und es soll ja auch noch Probleme außerhalb der „Corona-Zahlen“ geben.
    Dann kann das ganze Kartenhaus schnell einstürzen.

    • Und wenn die Regierenden niemals irgendetwas eingestehen sollten (Fehler schon gar nicht), dann wird sich das Volk von ihnen abwenden.

      • Die Regierung wird keine größeren Fehler eingestehen. Allerdings könnte die neue Regierung der alten die Schuld geben und umgekehrt, wie es sich bereits andeutet.

    • 2020 gab es in Deutschland Untersterblichkeit, nun eine geringe Übersterblichkeit im Vergleich zum Durchschnitt der Vorjahre, wobei sich alles noch im normalen Schwankungsbereich befindet. Schon allein das spricht gegen übermäßige Maßnahmen. Die Impfungen wirken schlechter als gedacht, was paradoxerweise jedoch gerade für eine höhere Impfquote spricht.

    • Die „Experten“ der geschäftsführenden noch-Regierung sagen, dass es 6 Monate Schutz bieten soll. Aber die erzählen ja auch ständig etwas anderes…

    • Die aktuelle Rechtslage unterscheidet da noch nicht, also gelten Sie als vollständig geimpft. Das könnte sich demnächst ändern und die Frage ist, ob das gut ist bzw. welche Regelung am besten wäre. Rein medizinisch macht eine Auffrischungsimpfung für Sie vermutlich Sinn, aber nicht für jeden, was gegen eine pauschale Regelung spricht.

  4. Fräulein Spahn hat sich soeben mit einem besonders klugen Satz verewigt:
    „Jeder wird in diesem Winter geimpft, genesen oder gestorben sein“

    Meint er damit, daß er in diesem Winter jeden zwangsspritzen lassen wird? Anders ist eine Wortspende kaum zu interpretieren, denn selbst bei bayrischen Inzidenzen von 1000 braucht es 100 Wochen, bis alle genesen oder gestorben sind. Es sieht düster aus. Dieser Winter wird lang. Sehr lang.

    • Herr Spahn führt das doch gerade als Argument dafür an, warum man keine Impfpflicht bräuchte, wobei diese Argumentation absurd oder zumindest faktisch eindeutig falsch ist (Fake News). Jeder kann sich infizieren, wobei die Wahrscheinlichkeit und vor allem im Falle der Infektion die Gefahr für Leib und Leben bei Geimpften geringer sind als bei Ungeimpften. Doch auch für Ungeimpfte ist die Infektionswahrscheinlichkeit kleiner eins, es werden sich also nicht alle infizieren.

      • Mittlerweile werden die Totimpfstoffe, im Gegensatz zu früher, mit Gentechnik hergestellt. Da viele auch Angst vor der Spritze haben, sehe ich kein Impfhype, wenn der Impfungzwang nicht kommt.

      • Sie übertreiben die Angst vor der Spritze im Gegensatz zum Impfstoff darin. Bei Totimpfstoffen kommt die Gentechnik in der Herstellung zuvor zum Einsatz, bei den mRNA-Impfstoffen in unserem eigenen Körper. Ich gehe davon aus, dass das zusätzliche Angebot auch zu zusätzlichen Impfungen führen wird, aber sich auch damit nicht alle impfen lassen werden. Selbst bei einer Impfpflicht werden nicht wirklich alle geimpft werden.

    • Dann lasse ich mich auch impfen, da ich ja bekanntlich keine Angst vor dem Pieks habe. Sehr wohl aber höchste Bedenken gegenüber den erwiesenermaßen sehr schwach wirksamen Propaganda-„Impf“stoffen, deren kurzfristige gezeigte Nebenwirkungen nicht unwesentlich und langfristige Folgeschäden naturgemäß (noch) unbekannt sind. Bis dahin bleibe ich gerne Mitglied der ungeimpften Kontrollgruppe, die das sehr geringe Risiko einer schweren Erkrankung solidarisch in dem allgemeinen Interesse auf sich nimmt, Politik, Pharma und Medien die spätere Ausrede der Nichtfeststellbarkeit von Folgeschäden zu nehmen, welche durch die ziemlich offensichtliche Hass- und Druckkampagne gegen die Kontrollgruppe erreicht werden soll. Was wahrscheinlich zu komplex für Sie ist, obwohl doch so einfach, plausibel, realistisch und die einzig nach Okham verbliebene Methode, nach der die Bürger geschoren werden sollen.

      • Die Technologie der mrna Impfstoffe sind seit über 30 Jahren bekannt. Vor über 10 Jahren begannen klinische Studien. Nachfolgeschäden können sie demnach ausschließen. Ich kenne keine Impfungen auf dieser Welt, die Nachfolgeschäden erlitten, nachdem die Kurzfolge vorbei war.
        Sie müssen allerdings bedenken, dass man sich auch an einem Bonbon verschlucken kann und womöglich ersticken.

      • Erste klinische Studien von mRNA-Impfstoffen bei Menschen gab es bereits 2002, die erste (Not-)Zulassung und dann massenhafte Anwendung allerdings erst vor knapp einem Jahr. Natürlich kann es lang anhaltende Impfschäden geben, die allerdings nicht plötzlich nach Jahren entstehen, sondern sich aus den bekanntlich sehr vielen Komplikationen kurz nach der Impfung entwickeln. Die gesundheitlichen Risiken sind deutlich höher als bei einem Bonbon, allerdings für die meisten (nicht zwingend alle) Menschen kleiner als durch COVID-19.

      • Eine Impfung schützt Sie und andere. Eine Entscheidung dagegen sollte nicht leichtfertig oder nur aus Trotz getroffen werden. Trotzdem sollte sie akzeptiert werden, wozu in unserer Gesellschaft leider viele nicht mehr bereit sind. Ich rechne demnächst mit einer Impfpflicht entgegen all den anderslautenden Versprechungen.

  5. Inzwischen mehren sich auch in der FDP Stimmen für die – sogar – allgemeine Impfpflicht, so wie sich Herr Stamp heute bei hartaberfair äußerte. Diesen Laden FDP kann man wirklich vergessen.

    • Die FDP fällt wieder einmal um. Es gibt durchaus Argumente für eine Impfpflicht, doch viele davon sind nicht liberal und vor allem hat (nicht nur) die FDP vorher eine Impfpflicht definitiv ausgeschlossen, verliert also weiter an Glaubwürdigkeit.

    • Die Impfpflicht wird kommen. Die hundertprozentige Durchimpfung der Untertanen war von Anfang an das Ziel Merkels und ihrer Handtaschenträger in den Staatskanzleien.
      Zunächst hat man versucht, dieses Ziel mit den bewährten Mitteln der Volksaufklärung und Propaganda durchzusetzen. Da sich aber ein signifikanter Teil der Bürger als vollimmunisiert gegenüber dieser medialen Beeinflussung erwiesen hat und dem Befehl, sich freiwillig spritzen zu lassen, nicht folge leistet, müssen jetzt die Masken fallen.

      • Auch eine Impfpflicht führt nicht zu einer Impfquote von 100 Prozent, steigert sie jedoch deutlich, insbesondere bei Kindern, die sich nicht wehren können.

      • Die Frage ist ja, wie finden die Behörden heraus, ob ich geimpft bin oder nicht?

        Werden sie an strategisch wichtigen Punkte Checkpoints errichten, an denen jeder seinen Impfpaß vorzeigen muß?
        Werden sie eine Datenbank mit den Impfdaten der Bürger einrichten?
        Oder werden sie einfach nur bluffen?

      • Eine allgemeine Impfpflicht lässt sich leichter kontrollieren und durchsetzen als z. B. 3G mit unterschiedlichem und ständig wechselndem Status aller Menschen.

    • An solchen Einzwelwerten sollte man das nicht festmachen, zumal es Meldeverzug und andere Fehler gibt. Richtig ist, dass die Hospitalisierungsrate seit über einer Woche rückläufig ist (auf den Intensivstationen gibt es allerdings noch einen Anstieg) und auch die Wachstumsrate bei den Neuinfektionen stark zurückgeht, diese selbst also demnächst wieder fallen werden, und zwar bevor die ganzen Zusatzmaßnahmen der Politiker wirksam geworden sind, die mal wieder zu spät kommen bzw. komplett an der Realität vorbeigehen.

  6. Pingback: Booster-statt Kinderimpfung | Alexander Dilger

  7. Pingback: Politiker schaffen zugleich Impfstoffmangel und Impfpflicht | Alexander Dilger

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