Mit Keller scheitert der nächste DFB-Präsident

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) kommt einfach nicht zur Ruhe. Zwar ist die ‚Super League vorerst gescheitert‘ und war für die deutschen Vereine zumindest offiziell ohnehin kein Thema, aber es gibt wieder Personalquerelen. Schon vor zwei Jahren musste Reinhard Grindel als Präsident nach Korruptionsverwürfen gehen (siehe ‚Grindel geht […]‘), der nach dem ‚Rücktritt von Niersbach […]‘ als vermeintlicher Saubermann und Hoffnungsträger angetreten war. Nun hat sich sein anfangs ebenso gelobter Nachfolger Fritz Keller selbst ins Aus manövriert. „DFB-Präsident Keller soll zurücktreten“, fordern mehrheitlich die Präsidenten der Landes- und Regionalverbände. Anlass ist, dass Herr Keller seinen Stellvertreter Rainer Koch als „Freisler“ bezeichnet hatte, den Vorsitzenden des NS-Volksgerichtshofs. Eigentliche Ursache ist das Zerwürfnis mit seinem Generalsekretär Friedrich Curtius, der nun ebenfalls zum Rücktritt aufgefordert wurde. Doch wahrscheinlich reicht es nicht für einen Neuanfang, wenn nur diese beiden Männer gehen. Die ganze Struktur gehört auf den Prüfstand und alle vorbelasteten Herren sollten den Vorstand verlassen.

8 Gedanken zu „Mit Keller scheitert der nächste DFB-Präsident

  1. Herrn Keller kenne ich nicht und beschäftige mich auch nicht mit Fußball. Ein freiheitliches Land muss unterschiedliche Meinungen aushalten, auch wenn sie noch so schräg sind. ABER wer es heute in Merkels Neubuntland wagt, etwas zu sagen, was der offiziellen linksgrünen Linie widerspricht, wird ganz schnell mundtot gemacht, gesellschaftlich ausgegrenzt, beruflich fertiggemacht und für vogelfrei erklärt. Die Diktatur ist nicht mehr weit…

    • @francomacorisano – Sehen Sie sich mal ein paar Aufzeichnungen der Verhandlungen des „Volksgerichtshofs“ an; Sie werden dann erkennen, wie deplatziert und ärgerlich Ihr Beitrag hier ist.
      Der promovierte Historiker Helmut Kohl hat allerdings Gorbatschow zunächst auch mit Joseph Goebbels verglichen, ohne dass ein Rücktritt bekannt geworden wäre.

    • Es geht hier nicht um freie Meinungsäußerung vs. politische Korrektheit, sondern um eine schwere Beleidigung in einem Leitungsgremium. Was ist das für ein Führungsverständnis und wie soll so vertrauensvolle Zusammenarbeit möglich sein?

    • Bemerkenswert (aber nicht überraschend) ist, daß niemand sich für die Querelen im DFB-Vorstand interessiert hat, bis ein (verbaler) Nazikontext auftauchte.

      • Es gab durchaus Berichte zu den Streitigkeiten im Vorstand. Aber normalerweise hält man sich besser heraus oder stärkt eher dem Vorsitzenden den Rücken, was nun keiner mehr tun wird.

  2. Ich begrüße es, wenn Leute, die unpassende Nazivergleiche ziehen, die Konsequenzen spüren. Das kommt mittlerweile viel zu selten vor.

    • Das ist prinzipiell richtig. Aber es sind heutzutage genau die Leute, die jeden mit abweichenden Meinungen, als „Nazi“ beschimpfen und dabei selbst die Methoden der National-Sozialisten anwenden. Sozialismus ist IMMER schlecht, egal ob in seiner roten, braunen oder grünen Variante!

      • Wenn jeder mit anderer Meinung als Nazi beschimpft wird, sind das tatsächlich auch den echten Nationalsozialismus verharmlosende Beleidigungen. Im konkreten Fall scheint mir jedoch das Beleidigen an sich das Hauptproblem zu sein.

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