Neujahrslauf um den Phoenixsee

Diesmal lief ich keinen Silvesterlauf (nach zuletzt dem ‚Herner Silvesterlauf‘), sondern einen Neujahrslauf um den Phoenixsee in Dortmund, der allerdings erst heute stattfand. Das Besondere an diesem Lauf ist, dass man erst während des Laufes entscheidet, wie viele Runden man laufen möchte (innerhalb von 90 Minuten, wobei begonnene Runden noch beendet werden dürfen). Das kann zum Aufgeben verführen, doch ich bin die fünf Runden gelaufen, die ich mir vorgenommen hatte (ich hätte auf jeden Fall noch eine und wahrscheinlich wegen nicht so strenger Durchsetzung der 90 Minuten- Regel auch noch zwei schaffen können, während die Besten sogar acht Runden liefen). Ich brauchte für die offiziell „etwa 16,25 km“ 1:17:35 (siehe die Ergebnisliste für fünf Runden). Damit war ich der 17. Mann über fünf Runden von 139, außerdem waren 2 von 99 Frauen, die nach fünf Runden aufhörten, schneller als ich. Wie viele, die insgesamt sechs bis acht Runden liefen, in ihren ersten fünf Runden schneller waren als ich, habe ich nicht überprüft (es ginge grundsätzlich über die Gesamtergebnisliste mit Rundenzeiten). Jedenfalls haben mich einige Läufer sogar überrundet, doch noch viel mehr wurden von mir überrundet. Insgesamt hat es Spaß gemacht und meine kleine Familie hat mich jede Runde angefeuert.

Russland für vier Jahre bei Sportwettkämpfen gesperrt

Formal ist es die höchste jemals verhängte Strafe der Welt-Anti-Doping-Agentur Wada: „Russland für vier Jahre von Olympischen Spielen und WM ausgeschlossen“, weil die erst letztes Jahr wieder zugelassene (siehe ‚Welt-Anti-Doping-Agentur nimmt russische Doping-Agentur wieder auf‘) russische Anti-Doping-Agentur Rusada im großen Stil Daten manipuliert und gelöscht hat, um das systematische russische Staatsdoping weiter zu verschleiern. Faktisch ändert sich nicht viel, sondern dürfen die meisten russischen Athleten weiterhin unter neutraler Flagge starten, wenn ihnen nicht individuell Doping nachgewiesen wurde, was aber gerade durch die staatlichen Manipulationen massiv erschwert wurde.

Essen-Marathon 2019 in 3:49:33

Heute bin ich den innogy Marathon „Rund um den Baldeneysee“ in Essen gelaufen. Ich brauchte 3 Stunden 49 Minuten und 33 Sekunden (netto, während es brutto, also ab dem Startschuss statt dem Überschreiten der Startlinie, 11 Sekunden mehr waren, siehe hier, wobei von den „Splits“ nur der Halbmarathon mit 1:46:21 stimmt). Damit wurde ich 140. von 404 Männern im Ziel, 27. von 83 meiner Altersklasse und 163. von 496 erfolgreichen Läuferinnen und Läufern insgesamt.

Zwar hatte ich mir mehr erhofft nach acht Wochen Training seit meiner ‚Anmeldung zum Marathon in Essen‘ mit fast jedem Tag einem zumindest einstündigen Lauf, elf Zwei-Stunden-Läufen, drei Drei-Stunden-Läufen und dem ‚Phoenix-Halbmarathon 2019 in 1:39:40‘, aber mein Minimalziel habe ich erreicht und war etwas schneller als bei meinem letzten Marathon vor vier Jahren, dem ‚Frankfurt Marathon 2015 in 3:52:53‘. Dabei überlegte ich ernsthaft, nach 25 km aufzuhören, um in zwei Wochen es noch einmal in Frankfurt (oder anderswo) versuchen zu können. Aber ich habe noch nie aufgegeben und wollte heute nicht damit anfangen. So lief ich lieber mit meinen beiden Kindern gemeinsam ins Ziel, wo sie jeweils eine sonst den Damen vorbehaltene Rose bekamen.

„Brigid Kosgei läuft Weltrekord“ der Frauen heute beim Chicago-Marathon in 2:14:04. Auch gestern gab es eine „Historische Bestmarke: [Eliud] Kipchoge läuft Marathon unter zwei Stunden“ in Wien, nämlich in 1:59:40, allerdings nicht unter Wettkampfbedingungen, weshalb es kein offizieller Weltrekord ist. Diesen stellte er selbst auf mit 2:01:39 in Berlin letztes Jahr (siehe ‚Neuer Weltrekord beim Berlin-Marathon‘). „Kenenisa Bekele verpasst[e] Weltrekord um zwei Sekunden“ vor zwei Wochen in Berlin. Vielleicht sollten beide nächstes Jahr direkt gegeneinander antreten und versuchen, die Zwei-Stunden-Marke ganz offiziell zu knacken.

Phoenix-Halbmarathon 2019 in 1:39:40

Heute bin ich den „8. Sparkassen Phoenix-Halbmarathon“ in Dortmund gelaufen. Mein Ergebnis von 1:39:40 netto (1:39:55 brutto) ist das beste, seit ich diesen Blog betreibe. Bisher war es der ‚Phoenix-Halbmarathon 2016 in 1:43:32‘. Zuletzt lief ich den ‚Rhein-Ruhr-Halbmarathon Duisburg in 1:53:50‘. Letzte Jahr bewältigte ich den ‚Phoenix-Halbmarathon 2018 in 1:47:24‘. Die diesjährigen ’10 km in Bochum diesmal in 46:05′ waren übrigens auch langsamer als die heute selbst gemessenen 45:57 für die ersten 10 km, was zeigt, wie wichtig gutes Laufwetter (recht kühl und bewölkt, aber ohne Regen) und ausgiebiges Training sind. Ich war heute übrigens der 190. Mann von 1.273, der 26. von 186 in meiner Altersklasse und die 205. von 1.865 Personen insgesamt im Ziel, denn 15 von 592 Frauen waren schneller als ich.

Leichtathletik-WM der Hitze und Korruption in Doha

„Gesa Krause holt erste deutsche WM-Medaille“ in Doha, und zwar Bronze im Hindernisrennen. Ansonsten mangelt es nicht nur an deutschen Erfolgen, sondern ist diese komplette Leichtathletik-Weltmeisterschaft mitten in der Wüste eine Farce. „‚Es war schrecklich‘ – Hitze-Wahnsinn beim WM-Marathon“ der Frauen gab es mitten in der Nacht mit trotzdem fast 33 Grad und 73 Prozent Luftfeuchtigkeit. Viele brachen ab oder zusammen.

Die Stadien werden zwar „klimafreundlich“ heruntergekühlt, haben aber trotzdem kaum Zuschauer. Die ganze WM wurde nur wegen Korruption dorthin vergeben von Funktionären, denen die Sportler, der Sport und auch das Publikum herzlich egal sind, solange sie sich nur bereichern können. Dasselbe gilt für die Fußball-Weltmeisterschaft 2022, die ebenfalls in Katar stattfinden soll und dazu extra in den nicht ganz so heißen Winter verlegt wurde.