Greenpeace verletzt nach schwerem Diebstahl Menschen

„Volkswagens seltsames Verständnis für den tausendfachen Diebstahl“ von Autoschlüsseln durch Greenpeace war keine gute Idee, sondern hat die überhaupt nicht friedliche Organisation zu einer noch kriminelleren Aktion heute angestachelt. „Motorgleitschirmflieger landet im Stadion – Technikerin verletzt“ beim ersten deutschen EM-Spiel in München, welches übrigens Frankreich durch ein Eigentor von Mats Hummels gewann. Bei dieser Aktion von Greenpeace gegen VW hätten noch mehr Menschen verletzt oder sogar getötet werden können. Hinzu kommen Sachbeschädigung und Hausfriedensbruch.

Ein Greenpeace-Sprecher erklärte danach: „Es war natürlich nie unsere Absicht, jemanden zu verletzen.“ Doch das ist passiert und wurde mindestens grob fahrlässig in Kauf genommen. Greenpeace sollte mindestens die Gemeinnützigkeit entzogen werden, sogar ein Verbot als kriminelle Vereinigung wäre gerechtfertigt. Dabei geht es nicht um die politischen Forderungen, die man teilen kann oder auch nicht, sondern die fast immer illegalen Mittel, um in die Medien zu kommen und Spendengelder zu akquirieren.

Dortmund gewinnt den Pokal 2021

Es ist wieder, wie zuletzt 2017, Zeit für einen ‚Glückwunsch dem BVB zum Pokal‘. Heute hat Borussia Dortmund das Pokalfinale in Berlin gegen RB Leipzig 4:1 gewonnen. Es ist der fünfte Pokalsieg von Dortmund. Schon am Samstag gewann Dortmund 3:2 gegen Leipzig in der Bundesliga und machte dadurch den FC Bayern München vorzeitig zum Deutschen Meister (bereits zum 31. Mal). Meinen Glückwunsch auch dazu!

Mit Keller scheitert der nächste DFB-Präsident

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) kommt einfach nicht zur Ruhe. Zwar ist die ‚Super League vorerst gescheitert‘ und war für die deutschen Vereine zumindest offiziell ohnehin kein Thema, aber es gibt wieder Personalquerelen. Schon vor zwei Jahren musste Reinhard Grindel als Präsident nach Korruptionsverwürfen gehen (siehe ‚Grindel geht […]‘), der nach dem ‚Rücktritt von Niersbach […]‘ als vermeintlicher Saubermann und Hoffnungsträger angetreten war. Nun hat sich sein anfangs ebenso gelobter Nachfolger Fritz Keller selbst ins Aus manövriert. „DFB-Präsident Keller soll zurücktreten“, fordern mehrheitlich die Präsidenten der Landes- und Regionalverbände. Anlass ist, dass Herr Keller seinen Stellvertreter Rainer Koch als „Freisler“ bezeichnet hatte, den Vorsitzenden des NS-Volksgerichtshofs. Eigentliche Ursache ist das Zerwürfnis mit seinem Generalsekretär Friedrich Curtius, der nun ebenfalls zum Rücktritt aufgefordert wurde. Doch wahrscheinlich reicht es nicht für einen Neuanfang, wenn nur diese beiden Männer gehen. Die ganze Struktur gehört auf den Prüfstand und alle vorbelasteten Herren sollten den Vorstand verlassen.

Super League vorerst gescheitert

Am Montag präsentierte die Union of European Football Associations (UEFA) ein „Neues Format für die Champions League ab 2024: Die wichtigsten Infos“ sind, dass die Zahl der teilnehmenden Vereine um vier auf 36 erhöht wird und in der ersten Phase jeder Verein gegen zehn andere spielt (und nicht zweimal gegen drei in acht Gruppen), worauf Play-offs für die Vereine im Mittelfeld (Platz 9 bis 24, während die ersten acht Plätze sicher weiterkommen und die hinteren Plätze gleich ausscheiden) folgen und dann ab dem Achtelfinale das bisherige K.-o.-System. Diese Neuerungen wurden jedoch dadurch überschattet, dass bereits am Sonntag zwölf Top-Vereine (aus England, Italien und Spanien) die Gründung einer Super League ankündigten, die zwanzig Vereine in einer teilweise geschlossenen Liga (fünfzehn dauerhafte Vereine und fünf mit jährlicher Qualifizierung, erst zwei Gruppen und dann K.-o.-System ab dem Viertelfinale) mit eigener Vermarktung umfassen sollte.

Das gefiel der UEFA gar nicht, die keine Konkurrenz duldet und nicht nur den beteiligten Vereinen, sondern auch all ihren Spielern dauerhafte Sperren androhte. Das wäre rechtlich vermutlich nicht haltbar gewesen, doch auf jeden Fall gab es viel Gegenwind, auch aus den nationalen Verbänden, von Politikern und Fans, weshalb die meisten Vereine gleich wieder einknickten (was sie schlimmstenfalls eine Vertragsstrafe von jeweils 300 Millionen Euro kostet) und das Projekt zumindest vorerst gescheitert ist. Doch es wird weitere Überlegungen in diese Richtung geben, immerhin geht es um sehr viel Geld und dessen Verteilung. Konkurrenzligen sind übrigens schlecht fürs Geschäft, doch ein Monopol wird satt und träge, weshalb es vielleicht gelegentlich zumindest durch potentielle Konkurrenz aufgeschreckt werden muss, selbst wenn sich diese dann nicht realisiert.

Bundesregierung beschließt Notbremse gegen Gang an die frische Luft

Die Bundesregierung hat heute eine „Bundeseinheitliche Notbremse bei hohen Infektionszahlen“ beschlossen, die nächste Woche durch ihre Mehrheit im Bundestag ins Infektionsschutzgesetz eingefügt werden soll. Nach Ansicht der Bundesregierung muss der Bundesrat nicht zustimmen, sondern könnte höchstens Einspruch einlegen, was seinerseits strittig ist. Ziel ist es, die Bundesländer zu entmachten, weil sich Frau Merkel gegenüber den Ministerpräsidenten nicht mehr durchsetzen konnte. Die Länder können schon jetzt jede überhaupt zulässige Maßnahme anordnen und dabei differenzierter auf die Verhältnisse vor Ort eingehen.

Die geplante Notbremse soll im Wesentlichen bei einer Inzidenz über 100 (positiven Corona-Tests in den letzten sieben Tagen pro 100.000 Einwohner im jeweiligen Landkreis) zum Einsatz kommen. Darunter können die Länder wie bisher nach eigenem Ermessen entscheiden. Darüber kommt es zu Ausgangssperren zwischen 21 Uhr und 5 Uhr, Kontaktbeschränkungen drinnen und draußen auf einen Hausstand plus eine Person, Schließung der meisten Geschäfte und Verbot der meisten körpernahen Dienstleistungen sowie starke Einschränkungen im Freizeit- und Sportbereich. Bei einer Inzidenz über 200 kommt es auch zur Schließung der Schulen und Kitas im Regelbetrieb.

Einheitliche Regeln für unterschiedliche Problemlagen wegen einer zweifelhaften Zahl (der Inzidenzwert ist von Zahl der Tests abhängig und ist bis heute offiziell wegen Ostern nicht wirklich aussagekräftig) sind nicht der einzige Kritikpunkt. Die meisten Regeln setzen nicht bei den tatsächlichen Infektionstreibern an oder gar den Risikogruppen. Vernünftige ‚Schutzmaßnahmen sollten sich auf Innenräume und Erwachsene konzentrieren‘, doch die Notbremse verbietet vor allem den sinnvollen Gang ins Freie, sei es nachts, mit Kontakten, zur Außengastronomie oder in Freizeiteinrichtungen und zum Sporttreiben. Schulen und Kitas werden geschlossen, dafür gibt es jedoch Notbetreuung mit ständig wechselnden Kindern und damit höherem Risiko. Damit handelt es sich nur um kontraproduktive Symbolpolitik, die vom Versagen derselben Politiker beim Impfen und Ver- oder zumindest Behindern des Einschleppens des Virus und nun mutierter Varianten ablenken soll.