Bremen-Marathon 2021 in 3:47:27

Heute bin ich den 16. swb-Marathon Bremen 2021 in 3:47:27 gelaufen (netto, Bruttozeit ab Startschuss statt Überschreiten der Startlinie 3:47:35, siehe hier). Damit war ich gut zwei Minuten schneller als vor zwei Jahren beim ‚Essen-Marathon 2019 in 3:49:33‘ noch vor Corona. Ich wurde 107. von 323 Männer im Ziel, 20. von 65 in meiner Altersklasse und insgesamt 124. von 412 Läuferinnen und Läufern. Diesmal hatte ich elf Wochen trainiert mit zwanzig Zwei-Stunden-Läufen (oder länger), zusätzlich zwei Drei-Stunden-Läufen und noch deutlich mehr kürzeren Läufen. Viel schneller werde ich vielleicht nicht mehr, doch Training und realer Wettkampf haben Spaß gemacht, was die Hauptsache ist.

Anmeldung zum Marathon in Bremen

Vor anderthalb Jahren hatte ich mich zum VIVAWEST-Marathon 2020 angemeldet (siehe ‚Anmeldung zu Marathon in Gelsenkirchen und Essen‘), der kürzlich coronabedingt zum vierten Mal verschoben wurde und nun mit zwei Jahren Verspätung nächstes Frühjahr stattfinden soll, was aber auch noch nicht sicher ist. Gestern fand der Volksbank-Münster-Marathon statt, für mich jedoch etwas zu früh in der Saison, obwohl das Wetter diesmal nicht zu heiß und sonnig war. Deshalb habe ich mich heute für den 16. swb-Marathon Bremen 2021 angemeldet, der am 3. Oktober stattfinden soll. Falls er auch noch ausfällt, laufe ich meinen ersten virtuellen Marathon.

Urlaub auf Fehmarn

Dieses Jahr haben wir keine Fernreise gemacht, nicht aus Angst vor COVID-19, sondern wegen der willkürlichen, unverhältnismäßigen und sich ständig ändernden Maßnahmen dagegen. Es ist zu unsicher, ob man gleich wieder zurückgeschickt wird, im Ausland bleiben oder hier in Quarantäne muss. Nach unserem ‚Ausflug zur Saarschleife‘ waren wir noch für ein Wochenende in Aachen und jetzt zwei Wochen auf Fehmarn. Die Ostseeinsel ist sehr schön und wir haben bei jedem Wetter viel unternommen, mit dem Rad, im Meer, am Strand, auch auf dem Festland. Wir spielten Minigolf und Soccergolf. Ich bin viel gelaufen und wir fuhren mit der Bimmelbahn. Wir haben draußen bei Restaurants gegessen und in der Ferienwohnung selbst gekocht. Wir besichtigten Hünengräber, Wallanlagen, verschiedene Museen und Leuchttürme. Nur die Straßen nach Fehmarn einschließlich der Fehmarnsundbrücke sind überlastet, weshalb ich die Proteste gegen den geplanten Fehmarnbelttunnel verstehen kann.

Medaillen bei den Olympischen Sommerspielen in Tokyo

Die eigentlich für 2020 angesetzten Olympischen Sommerspiele in Tokyo bzw. Japan endeten heute. In Japan stieg die Zahl der Corona-Infektionen, aber wohl nicht deshalb, zumal erstmals die meisten Wettbewerbe ohne Zuschauer in den Stadien stattfanden. Es fielen etliche Weltrekorde, was durchaus an Doping gelegen haben könnte, da die Dopingkontrollen im Vorfeld pandemiebedingt viel lascher als üblich gewesen waren. Bei den Medaillen liegen wieder die USA auf Platz 1, gefolgt von China und wohl wegen des Heimvorteils Gastgeber Japan (siehe „Olympic Medal Count“). Deutschland erreicht nur den neunten Platz, der schlechteste Wert seit der Wiedervereinigung (2016 in Rio de Janeiro war es noch der fünfte gewesen, siehe ‚Olympischer Medaillenspiegel‘). Ich gratuliere wieder allen Olympiateilnehmern und vor allem Medaillengewinnern, die nicht gedopt waren.

NRW Uni-Laufcup 2021 und Leonardo-Campus-Run digital

Beim „NRW Uni-Laufcup digital 2021“ (für letztes Jahr siehe ‚Digitaler NRW-Uni-Laufcup abgeschlossen‘) brauchte ich für
die 10 km in Dortmund 51:15. Für die 10 km, die für Köln gewertet wurden, die ich allerdings auch in Dortmund lief, brauchte ich 53:56. Die 7,5 km für Münster bewältigte ich in 37:59 ebenfalls in Dortmund. Für Aachen waren 5,555 km zu laufen bzw. wegen der Messgenauigkeit meiner Laufuhr 5,56 km, die ich ebenfalls in Dortmund in 27:18 lief. Im Gesamtergebnis brauchte ich für die vier Läufe (über 33,06 km) 2:50:28, womit ich 39. von 56 Männern wurde und 1. in meiner Altersklasse (von zwei). Bei Einbezug auch der Teilnehmerinnen wurde ich 47. von 97. Meine Frau war mit 2:56:04 die 23. von 41 Teilnehmerinnen.

In Münster gab es dieses Jahr außerdem den Leonardo-Campus-Run digital, für den ich am 23. Juni gleich zwei zusätzliche Läufe virtuell in Dortmund lief. Für 10 km brauchte ich 53:40, womit ich 46. von 95 Männern wurde und 1. in meiner Altersklasse (von vier). Für zusätzliche 5 km benötigte ich am gleichen Tag 24:21 als 26. von 113 Männer und 1. meiner Altersklasse (von ebenfalls vier). Wirklich schnell bin ich also nicht mehr, was neben dem Alter und relativ schlechten Training wohl auch am virtuellen Charakter dieser Wettkämpfe liegt, wodurch ich langsamer laufe und die tatsächliche Strecke länger ist.

Italien ist Europameister

Italien hat heute das Finale der Fußballeuropameisterschaft gegen England gewonnen und ist damit Europameister, was es schon einmal 1968 wurde. England ging im Wembley-Stadion bereits in der zweiten Minute in Führung, spielte jedoch in der zweiten Halbzeit schwächer und kassierte einen verdienten Gegentreffer. Im Elfmeterschießen gewann Italien 3:2, wie es schon im Halbfinale nach 1:1 gegen Spanien im Elfmeterschießen 4:2 gewonnen hatte.

England ist traditionell schwach im Elfmeterschießen, hat noch nie eine Europameisterschaft gewonnen (es war jetzt erstmals im Finale) und nur einmal die Weltmeisterschaft (Italien viermal), und zwar 1966 gegen Deutschland ebenfalls in Wembley mit dem berühmt-berüchtigten Wembley-Tor. Diesmal war der Sieg gegen Deutschland im Achtelfinale eine klare Sache (siehe ‚Löw scheidet aus EM und als Bundestrainer aus‘), während der entscheidende Foul-Elfmeter im Halbfinale gegen Dänemark doppelt zweifelhaft war (die Elfmeter-Entscheidung war zu hart und der dänische Torwart wurde von englischen Fans mit einem Laserpointer gestört). Meinen Glückwunsch an Italien, den unzweifelhaften Europameister!

Löw scheidet aus EM und als Bundestrainer aus

Deutschland ist heute im Achtelfinale der Fußball-Europameisterschaft torlos gegen England (welches zwei Tore erzielte) ausgerechnet im Wembley-Stadion ausgeschieden. Auch die Gruppenphase war nicht glorreich mit einer Niederlage gegen Frankreich (immerhin Weltmeister, doch gestern selbst spektakulär ausgeschieden gegen die Schweiz) einem Unentschieden gegen Ungarn und nur einem guten Spiel und Sieg gegen Portugal.

Doch mehr war auch nicht mehr zu erwarten vom endlich nach 15 Jahren endgültig ausscheidenden Bundestrainer Joachim Löw. ‚Löw macht[e] nach katastrophaler Niederlage gegen Spanien einfach weiter‘ letztes Jahr. ‚Deutschland sch[ied] erstmals bei Fußball-WM in der Vorrunde aus‘ 2018 unter Löw. Bei der letzten EM 2016 schaffte es die deutsche Mannschaft unter ihm immerhin bis ins Halbfinale, wo sie ebenfalls gegen Frankreich verlor (siehe ‚Von Münster nach Dortmund mit dem Rad‘). Sein größter und anerkennenswerter Erfolg war der WM-Titel 2014 in Brasilien (‚Wir sind Weltmeister!‘), nach dem er am besten aufgehört hätte, wie auch Frau Merkel besser nach acht Jahren das Kanzleramt verlassen hätte.

Greenpeace verletzt nach schwerem Diebstahl Menschen

„Volkswagens seltsames Verständnis für den tausendfachen Diebstahl“ von Autoschlüsseln durch Greenpeace war keine gute Idee, sondern hat die überhaupt nicht friedliche Organisation zu einer noch kriminelleren Aktion heute angestachelt. „Motorgleitschirmflieger landet im Stadion – Technikerin verletzt“ beim ersten deutschen EM-Spiel in München, welches übrigens Frankreich durch ein Eigentor von Mats Hummels gewann. Bei dieser Aktion von Greenpeace gegen VW hätten noch mehr Menschen verletzt oder sogar getötet werden können. Hinzu kommen Sachbeschädigung und Hausfriedensbruch.

Ein Greenpeace-Sprecher erklärte danach: „Es war natürlich nie unsere Absicht, jemanden zu verletzen.“ Doch das ist passiert und wurde mindestens grob fahrlässig in Kauf genommen. Greenpeace sollte mindestens die Gemeinnützigkeit entzogen werden, sogar ein Verbot als kriminelle Vereinigung wäre gerechtfertigt. Dabei geht es nicht um die politischen Forderungen, die man teilen kann oder auch nicht, sondern die fast immer illegalen Mittel, um in die Medien zu kommen und Spendengelder zu akquirieren.

Dortmund gewinnt den Pokal 2021

Es ist wieder, wie zuletzt 2017, Zeit für einen ‚Glückwunsch dem BVB zum Pokal‘. Heute hat Borussia Dortmund das Pokalfinale in Berlin gegen RB Leipzig 4:1 gewonnen. Es ist der fünfte Pokalsieg von Dortmund. Schon am Samstag gewann Dortmund 3:2 gegen Leipzig in der Bundesliga und machte dadurch den FC Bayern München vorzeitig zum Deutschen Meister (bereits zum 31. Mal). Meinen Glückwunsch auch dazu!

Mit Keller scheitert der nächste DFB-Präsident

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) kommt einfach nicht zur Ruhe. Zwar ist die ‚Super League vorerst gescheitert‘ und war für die deutschen Vereine zumindest offiziell ohnehin kein Thema, aber es gibt wieder Personalquerelen. Schon vor zwei Jahren musste Reinhard Grindel als Präsident nach Korruptionsverwürfen gehen (siehe ‚Grindel geht […]‘), der nach dem ‚Rücktritt von Niersbach […]‘ als vermeintlicher Saubermann und Hoffnungsträger angetreten war. Nun hat sich sein anfangs ebenso gelobter Nachfolger Fritz Keller selbst ins Aus manövriert. „DFB-Präsident Keller soll zurücktreten“, fordern mehrheitlich die Präsidenten der Landes- und Regionalverbände. Anlass ist, dass Herr Keller seinen Stellvertreter Rainer Koch als „Freisler“ bezeichnet hatte, den Vorsitzenden des NS-Volksgerichtshofs. Eigentliche Ursache ist das Zerwürfnis mit seinem Generalsekretär Friedrich Curtius, der nun ebenfalls zum Rücktritt aufgefordert wurde. Doch wahrscheinlich reicht es nicht für einen Neuanfang, wenn nur diese beiden Männer gehen. Die ganze Struktur gehört auf den Prüfstand und alle vorbelasteten Herren sollten den Vorstand verlassen.