Frankreich ist neuer Fußballweltmeister

„Frankreich ist Weltmeister“ im Männerfußball (zum zweiten Mal nach 1998). Meinen Glückwunsch!

Das Ergebnis von 4:2 gegen Kroatien wirkt deutlicher, als das Spiel tatsächlich war. Denn das erste Tor für Frankreich war ein Eigentor der Kroaten nach einem Freistoß, der seinerseits auf einer Schwalbe beruhte, also eigentlich gar nicht hätte gegeben werden dürfen. Der Ausgleichstreffer der Kroaten war mehr als verdient, doch das zweite Tor der Franzosen beruhte auf einem Handelfmeter, der ebenfalls nicht unbedingt hätte gegeben werden müssen. Das dritte und das vierte Tor für die Franzosen entstanden aus dem Spiel heraus, während das zweite Tor der Kroaten auf einem schweren Fehler des französischen Torwarts beruhte, der den Ball an einen direkt vor ihm stehenden kroatischen Stürmer abspielte. Insgesamt war es eine spannende Partie und beide Mannschaften waren viel besser als die deutsche diesmal (siehe ‚Deutschland scheidet erstmals bei Fußball-WM in der Vorrunde aus‘, aber auch ‚Wir sind Weltmeister!‘ 2014).

Deutschland scheidet erstmals bei Fußball-WM in der Vorrunde aus

„Der deutsche Untergang“ insgesamt war es nicht, doch bei der Fußballweltmeisterschaft 2018 in Russland schon. Nach einer 0:1 Niederlage im Auftaktspiel gegen Mexiko und einem glücklichen Tor in wahrlich letzter Minute beim 2:1 gegen Schweden hat heute die deutsche Fußballnationalmannschaft, die sich nur noch „Die Mannschaft“ nennt, 0:2 gegen Südkorea verloren. Damit scheidet der Weltmeister von 2014 erstmals in der Vorrunde aus, und zwar als Gruppenletzter.

Erst in der Nachspielzeit fielen die beiden Tore. Zuvor hatte das deutsche Team mehr Chancen, verwandelte diese aber nicht. Da Schweden überraschend mit drei Toren gegen Mexiko führte, hätte Deutschland ein Unentschieden nicht gereicht. Man musste also mehr riskieren und hat dabei verloren. Beim zweiten Gegentreffer war der Torwart Manuel Neuer vorne und das Tor völlig frei. Das kann man ihm nicht vorwerfen, doch insgesamt wurde nicht weltmeisterlich gespielt und ist das Ausscheiden traurig, aber verdient.

„Bundestrainer Löw schließt Rücktritt nicht aus“. Mit seinen Rücktrittsgedanken ist er schon weiter als die Bundeskanzlerin, doch die Gedanken reichen nicht, sondern müssen in die Tat umgesetzt werden, auch wenn sein Vertrag gerade erst bis 2022 verlängert wurde. Er hat 2014 die deutsche Fußballnationalmannschaft zum Weltmeistertitel geführt, doch jetzt ist er ebenso für das erstmalige Vorrundenaus verantwortlich. Bei genauerer Betrachtung gibt es da einen Zusammenhang. Auch die beiden vorherigen Weltmeister Spanien (2010) und Italien (2006) patzten danach.

Sportlich ist das Ergebnis ganz schlecht, doch zumindest politisch hat es positive Aspekte: Mit der Fußballweltmeisterschaft lässt sich nicht mehr von schlechter Politik in Deutschland ablenken. Die Regierungskrise wird noch deutlicher und schlechte Gesetze können nicht mehr fast unbemerkt während deutscher Spiele durchgedrückt werden. Frau Merkel wird auch von keinem sportlichen Erfolg mehr profitieren, sondern der Lack ist insgesamt ab. Für das heutige Ergebnis ist sie nicht verantwortlich, doch für den allgemein erwarteten Erfolg hätte sie auch nichts gekonnt und doch davon profitieren wollen. Es ist Zeit, dass der Bundestrainer und die Bundeskanzlerin gehen, damit neue Mannschaften ihre Chancen bekommen und nutzen.

5 km Leonardo-Campus-Run in 23:55

Gestern bin ich beim 18. Leonardo-Campus-Run der Westfälischen-Wilhelms-Universität Münster und in deren Team mitgelaufen, und zwar wieder beim „5,0 km Sparkassen-Run (After-Work I)“ um 18 Uhr. Diesmal brauchte ich 23 Minuten und 55 Sekunden. Ich werde also immer langsamer nach 23:06 im letzten Jahr (siehe ‚Leonardo-Campus-Run mit Running Profs‘), 22:49 vor zwei Jahren (siehe ‚5 km Leonardo-Campus-Run allein in 22:49‘) und 22:19 vor fünf Jahren (siehe ‚5 km Leonardo-Campus-Run Münster in 22:19‘), während die beiden Jahre dazwischen mit Baby-Jogger nicht vergleichbar sind. Meine Familie war übrigens gestern dabei, ist aber nicht mitgelaufen. Ich wurde 122. von 500 männlichen Teilnehmern und acht von 277 erfolgreichen Teilnehmerinnen waren schneller als ich.

Schweizer lehnen Vollgeld-Initiative und Olympiabewerbung ab

Heute wurde über die ‚Vollgeld-Initiative in der Schweiz‘ abgestimmt. Nach der letzten Enttäuschung (siehe ‚Schweizer wollen weiter Rundfunkgebühren zahlen müssen‘) gilt jetzt wieder die Regel, die ‚Schweizer entscheiden vernünftig‘. Die „Volksabstimmung vom 10. Juni 2018“ lehnte mit 75,7 Prozent (bei allerdings einer nur geringen Beteiligung von 33,8 Prozent) die „Volksinitiative «Für krisensicheres Geld: Geldschöpfung allein durch die Nationalbank! (Vollgeld-Initiative)“ ab. Diese wollte nicht nur den Geschäftsbanken die Geldschöpfung (durch neue Bankguthaben bei Kreditvergabe) untersagen, sondern auch für die Schweizerische Nationalbank die Gegenposition zu geschöpftem Geld in Form von Krediten abschaffen, so dass der Schweizer Franken zu ‚Willkürgeld‘ geworden wäre. Damit wäre das Geld- und Banksystem in der Schweiz unfreier und unsicherer zugleich geworden.

Heute wurde außerdem in einem Kanton über die Austragung der Olympischen Winterspiele 2026 abgestimmt bzw. genauer über eine finanzielle Beteiligung daran. Das Ergebnis folgt einem Trend auch in vielen anderen Regionen (siehe z. B. ‚Mehrheit gegen Münchens Olympiabewerbung‘ und ‚Mehrheit auch gegen Hamburgs Olympiabewerbung‘): „Das Wallis will keine Olympischen Spiele“, sondern lehnt die öffentliche Finanzierung und damit die Austragung insgesamt mit 54,0 Prozent der Stimmen ab. Das ist auch eine Niederlage für das IOC mit Sitz in der Schweiz.

AOK-Firmenlauf über 6,7 km in 32:33

Gestern bin ich wieder beim ‚AOK-Firmenlauf in Dortmund‘ mitgelaufen. Ich war mit 32 Minuten und 33 Sekunden (brutto 32:38) knapp eine Minute langsamer als letztes Jahr (siehe ‚AOK-Firmenlauf diesmal in 31:36‘) über die schweren 6,7 km (mit Steigungen und vielen Kurven), was ein Tempo von 4:51 pro Kilometer bedeutet. Damit war ich der 228. von 1.429 Männern (siehe hier). 29 von 1.123 Frauen waren schneller als ich. Meine Frau war übrigens die 133. in 37:53. Ich bin wieder für ihre Ausbüttels Apotheken gestartet und war knapp der Schnellste dieser Firma. Unsere Kinder blieben dieses Mal zu Hause.