Realer VIVAWEST-Halbmarathon in 1:53:19

Meine ‚Anmeldung zu Marathon in Gelsenkirchen und Essen‘ erfolgte vor über zwei Jahren. Der VIVAWEST-Marathon wurde wegen Corona bzw. wegen der Gegenmaßnahmen viermal verschoben. Allerdings hatte ich nun beim Training Probleme und mich deshalb auf den Halbmarathon umgemeldet. Diesen lief ich heute in 1:53:19 (netto, also von der Start- bis zur Ziellinie, siehe diese Ergebnisseite). Brutto (vom ersten Startschuss an) brauchte ich 1:58:22, wobei ich in der ersten Reihe der zweiten Startwelle stand, die fünf Minuten nach der ersten gestartet wurde. Ich wurde 470. insgesamt (von 1.681, die das Ziel erreichten), 389. Mann (von 1.121) und 41. (von 160) in meiner Altersklasse. Damit war ich schneller als beim virtuellen ‚Corona Run Halbmarathon in 2:06:49‘ vor zwei Jahren und beim ‚Virtuelle[n] VIVAWEST-Halbmarathon in 1:58:18‘ vor anderthalb Jahren (siehe auch ‚Weitere virtuelle VIVAWEST-Läufe‘ mit einem Halbmarathon in 1:56:51) oder auch dem realen ‚Rhein-Ruhr-Halbmarathon Duisburg in 1:53:50‘ 2019, aber langsamer als z. B. beim ‚Phoenix-Halbmarathon 2019 in 1:39:40‘.

Leipzig gewinnt den DFB-Pokal und Frankfurt den Europapokal

‚Dortmund gew[ann] den Pokal 2021‘ gegen RB Leipzig. „Freiburg versagen die Nerven vom Punkt: Leipzig gewinnt den DFB-Pokal“ 2022 zum ersten Mal. Dabei war der SC Freiburg in der 19. Minute in Führung gegangen, wobei ein Handspiel nicht sanktioniert wurde. Dagegen wurde eine Notbremse von Leipzig in der 57. Minute mit einer roten Karte bestraft, so dass die Leipziger in Unterzahl weiterspielen mussten. Trotzdem gelang ihnen in der 76. Minute der Ausgleich, der zur Verlängerung der Partie führte. In der 117. Minute bekam Leipzig keinen Elfmeter, gewann dann aber mit vier Treffern beim das Spiel abschließenden Elfmeterschießen, während Freiburg zweimal nicht traf. „Eintracht Frankfurt gew[ann] die Europa League“ bzw. den Europapokal im Finale gegen die Glasgow Rangers bereits am Mittwoch 5:4 im Elfmeterschießen. Meinen Glückwunsch den Gewinnern!

Bayern München wird zum zehnten Mal hintereinander Deutscher Meister

Der „FC Bayern schlägt den BVB und ist zum zehnten Mal in Folge Deutscher Meister“. Meinen Glückwunsch! Es ist sogar schon der 32. Meistertitel der Bayern insgesamt. Seitdem ich diesen Blog schreibe, muss ich jedes Jahr Bayern München gratulieren. Davor war es zweimal noch Borussia Dortmund gewesen. Aber dafür hätten die Borussen heute nicht 3:1 in München verlieren dürfen. Vielleicht wird es Zeit für Reformen, damit der deutsche Fußball wieder spannender wird.

Winter-Paralympics 2022 in Peking enden für China erfolgreich

Heute endeten die XIII. Winter-Paralympics in Peking. China holte diesmal mit Abstand die meisten Medaillen, insgesamt 61, davon 18 goldene (siehe hier). Die Ukraine liegt auf dem zweiten Platz, Kanada auf dem dritten und Deutschland auf dem siebten. 2018 hatte Deutschland noch den fünften Platz erreicht und im ewigen Medaillenspiegel liegt Deutschland damit immer noch auf dem ersten Platz. China hatte 2018 erstmals eine (goldene) Medaille bei Winter-Paralympics gewonnen und jetzt gleich die meisten, wobei es auch Vorwürfe wegen der Einstufung der Athleten gab. Russland durfte diesmal wegen des Angriffskriegs gegen die Ukraine gar nicht antreten, beim letzten Mal wegen Dopings auch nicht unter eigener Flagge, wobei die russischen Athleten trotzdem den zweiten Platz erreichten.

Diskussionspapier zum Euro im Fußball

Das Diskussionspapier des Instituts für Organisationsökonomik 2/2022 von meinem ehemaligen Doktoranden Michael Hickfang (siehe ‚Mitarbeiter promoviert‘) und mir widmet sich der Frage: „Is There a Euro Effect in European Football?“ Interessanterweise scheint eine Mitgliedschaft in der Eurozone dem professionellen Fußball eher zu nutzen als zu schaden, doch wirklich belastbar ist dieses Ergebnis nicht und vielleicht eher ein Größeneffekt. Zumindest gibt es in diesem Bereich keine Nachteile durch die Gemeinschaftswährung. Dagegen ist ein Angriffskrieg nicht gut für die Sportler und Sportvereine eines Landes (siehe „Fifa und Uefa suspendieren Russland“).

Abschluss Olympische Winterspiele 2022 in Peking

Heute endeten die Olympischen Winterspiele 2022 in Peking. Im „Medaillenspiegel der Olympischen Winterspiele 2022“ liegt Deutschland wie schon 2018 im südkoreanischen Pyeongchang (siehe ‚Medaillen bei den Olympischen Winterspielen 2018‘) hinter Norwegen (diesmal historischer Rekord mit 16 Goldmedaillen von allerdings auch erstmals insgesamt 109) auf dem zweiten Platz mit 12 Goldmedaillen (2018 waren es 14 gewesen), 10 Silbermedaillen (unverändert) und 5 Bronzemedaillen (beim letzten Mal 7). Den dritten Platz belegt diesmal Gastgeber China (mit 9 Goldmedaillen) statt Kanada (nur noch 11. Platz mit 4 Goldmedaillen). Im „Ewige[n] Medaillenspiegel der Olympischen Winterspiele“ bleibt Deutschland (einschließlich DDR) auf dem ersten Platz vor Russland (einschließlich Sowjetunion, GUS und russischen Athleten mit olympischer Flagge wie schon letztes Mal und auch dieses Jahr) und Norwegen.

Russland, welches wegen systematischen Staatsdoping nicht unter eigener Flagge antreten durfte, lieferte auch gleich wieder einen Dopingskandal um die erst 15-jährige Eiskunstläuferin Kamila Walijewa, die positiv getestet wurde und nur wegen ihres jungen Alters (sie ist mehr Opfer als Täter) noch nicht definitiv disqualifiziert wurde. Viele Athleten durften wegen positiver Corona-Tests entweder gar nicht starten oder erst nach längerer, teilweise die Leistung beeinträchtigender Quarantäne. Es waren auch fast keine Zuschauer zugelassen und die Ökobilanz dieser Spiele teilweise in einem Naturschutzgebiet dürfte besonders schlecht sein, da es in und um Peking zwar ziemlich kalt, aber auch sehr trocken ist, weshalb viel Kunstschnee zum Einsatz kam. Schließlich ist die Menschenrechtslage in China schlecht und hat sich das Internationale Olympische Komitee mit dem Deutschen Thomas Bach an der Spitze nicht mit Ruhm bekleckert.

Schul-, Sport- und Bahnausfälle wegen Sturm in der Nacht

Kaum geht die jüngste, ohnehin nicht mehr so gefährliche Welle der Corona-Pandemie zurück, findet sich ein neuer Anlass, um Kindern Schule und Sport zu verbieten. Weil es letzte Nacht ein Sturmtief mit starken Windböen gab, wurden heute am Tag in NRW alle Schulen zur Freude der Schüler und ihrer Eltern geschlossen. Schon gestern, aber auch für heute und morgen hat die Stadt Dortmund allen Kindern und Jugendlichen (sowie erwachsenen Amateuren) den Sport in Sportstätten verboten, während die Fußballprofis spielen durften (und der BVB prompt verlor). Es fiel auch einmal wieder die Bahn aus, während ich mit dem Auto extra etwas langsamer nach Münster fuhr, doch wegen weniger Verkehr gar nicht länger brauchte als sonst. Das nächste Sturmtief wird übrigens für die Nacht von Freitag auf Samstag erwartet, was nicht am Klimawandel, sondern einfach der Jahreszeit und Wetterlage liegt.

Beitrag zu Geisterspielen in Athens Journal of Sports erschienen

Das ‚Diskussionspapier zu fehlendem Heimspielvorteil bei Geisterspielen‘ von Lars Vischer und mir ist in der abgelaufenen Woche in einer aktualisierten Version im Athens Journal of Sports erschienen: „No Home Bias in Ghost Games“. Das Thema bleibt untersuchenswert und der aktuelle Abstract lautet:

Because of the COVID-19-pandemic the men’s first German football league (Bundesliga) had to take a break before it was permitted to finish the season 2019/20. However, only ghost games without spectators in the stadiums were allowed in this finishing phase. Comparing these 83 games without spectators with the corresponding 83 regular games between the same teams with spectators before, we find that the normal advantage for the home team disappears. There were 48.2% home wins with spectators and only 32.5% without. This decrease is statistically significant. There were 32.5% away wins before the break and 44.6% thereafter, while the draws increased from 19.3% to 22.9%. However, these increases are not statistically significant. One reason for the lost home advantage is the disappearance of a home bias by the referees, who gave significantly less extra time and also less yellow and red cards to the away team.

Australien wirft ungeimpften Tennisstar raus

Der Weltranglisten-Erste im Tennis hat seinen „Gerichtskrimi verloren: Djokovic verlässt Melbourne“. Er war nach Australien eingeladen worden, um an den Australian Open teilzunehmen, die er bereits neunmal gewann. Es hätte sein 21. Grand-Slam-Titel werden können, ein absoluter Rekord. Doch nach seiner Ankunft wurde sein Visum annulliert und er musste in ein Abschiebehotel, weil er nicht gegen Corona geimpft ist. Seine medizinische Ausnahmegenehmigung wegen einer COVID-19-Infektion wurde nicht anerkannt und er verwickelte sich dabei auch in Widersprüche. So gibt es Bilder von ihm bei öffentlichen Auftritten ohne Maske, während er infiziert gewesen sein soll. Trotzdem ließ ein Richter seine Einreise zu und befreite ihn aus dem Abschiebehotel. Der australische Einwanderungsminister annullierte daraufhin sein Visum erneut, was schließlich ein Bundesgericht als rechtmäßig beurteilte. Damit musste Novak Djokovic ausreisen, was er inzwischen getan hat.

Die australische Regierung gibt dabei ein ganz schlechtes Bild ab. Der Tennisspiele wurde eingeladen und ist offensichtlich kerngesund. Von ihm geht keinerlei Infektionsrisiko aus, jedenfalls hinsichtlich des Virus, während die Regierung eine Zunahme von Impfskepsis fürchtet. In Melbourne hatte es den weltweit längsten Lockdown gegeben, der mangels Erfolg abgebrochen werden müsste. No-COVID ist gescheitert. Doch nun will man einen Tennisprofi nicht großzügiger behandeln als die eigene Bevölkerung und besteht auf Prinzipien, auch wenn sie im konkreten Fall erkennbar keinen Sinn ergeben bzw. reine Schikanen sind. Umgekehrt muss sich auch Herr Djokovic fragen lassen, warum er sich lieber ausweisen lässt und seiner Karriere schadet, als sich impfen zu lassen. Die Risiken sowohl von COVID-19 als auch der Impfung sind in seinem Fall sehr gering, weshalb sich beide Seiten nicht mit Ruhm bekleckert haben, sondern einen unnötigen Konflikt öffentlich austrugen, durch den am Ende beide verloren, auch wenn die Regierung mit Macht ihre Position durchsetzen konnte. Australien war lange ein liberales und gastfreundliches Land, was leider nicht mehr so ist.

WTA setzt sich für Tennisspielerin ein und Turniere in China aus

Die Women’s Tennis Association „WTA setzt Tennis-Turniere in China aus“, weil die chinesische Regierung die Tennisspielerin Peng Shuai verschwinden ließ und weiterhin unter Druck setzt. Sie hatte am 2. November öffentlich in einem sozialen Medium beklagt, dass 2018 der damalige Erste Vizepremierminister Zhang Gaoli sie sexuell missbraucht habe. Das wurde sofort gelöscht und sie verschwand. Später tauchte ein Widerruf von ihr auf und „IOC-Chef Thomas Bach lässt sich für Chinas Propaganda einspannen“, indem er mit ihr ein Videogespräch führte und sich versichern ließ, dass es ihr gut gehe und ihre Vorwürfe unwahr seien. Es ist gut, dass die WTA sich ethischer verhält und sich ernsthaft für die Tennisspielerin einsetzt.