Artikel zu Corporate Governance Reporting mit Open Access erschienen

Gestern ist das ‚Diskussionspapier zu Corporate Governance Reporting‘ von Frau Dr. Ute Schottmüller-Einwag und mir in überarbeiteter Form im Corporate Law & Governance Journal erschienen. Damit unsere Ergebnisse auch international mehr Beachtung finden, habe ich dafür die Open Access Option gewählt. Diese kostet für diese Zeitschrift inzwischen 340 Euro, wobei ich noch den alten Preis zum Zeitpunkt der Einreichung von 290 Euro bezahlen durfte. Größere Verlage nehmen z. T. das Zehnfache dafür, was ich dann nicht bezahlen würde, während unseriöse Verlage teilweise nur ein Zehntel verlangen und dafür die Veröffentlichung garantieren, was gerade ein Zeichen der mangelnden Seriosität ist (siehe ‚Aufnahme in Herausgeberkreis abgelehnt‘). Hier hätte ich auch auf Open Access und die Zahlung verzichten können, allerdings wäre dann der Leserkreis noch viel überschaubarer geblieben, als ohnehin zu erwarten ist.

10 Gedanken zu „Artikel zu Corporate Governance Reporting mit Open Access erschienen

  1. Die Qualität der Zeitschrift ist schwierig einzuschätzen, da sie erst 2019 aufgelegt wurde. Warten wir mal die ersten Rankings ab.

    • Ich habe den Verlag ausgewählt, weil er die zumindest beim VHB relativ hoch gerankte Zeitschrift „Corporate Ownership and Control“ herausgibt. Diese Zeitschrift habe ich dann aber nicht genommen, weil sie erstens weniger gut passte und zweitens höhere Gebühren auf jeden Fall nimmt (Open Access ist dort keine Option, sondern Pflicht). Letzteres ist eigentlich ein Zeichen von unseriösen Zeitschriften (im konkreten Fall vielleicht nicht, aber diese spannende Frage konnte ich bislang nicht definitiv klären).

      • Im Bereich Finance sind die Gebühren oft sehr hoch. Einerseits werden dadurch die Gutachter bezahlt, andererseits (und das ist meine Vermutung) handelt es sich um einen Selektionsmechanismus. Forscher an gut ausgestatteten Top-Departments sollen es leichter haben, dort zu publizieren.

  2. Es heißt doch im Corporate Governance Codex, dass Zahlungen an ein Vorstandsmitglied bei vorzeitiger Beendigung der Vorstandstätigkeit den Wert von zwei Jahresvergütungen nicht überschreiten soll. Ist die Vergütungsvereinbarung denn nicht schon im Anstellungsvertrag festgelegt?
    Hier mal ein Tipp zur Veröffentlichung:
    Ich weiß nicht, wie es bei Professoren ist mit deutscher Anstellung. Alle ihre Veröffentlichungen in Fachzeitschriften könnten sie doch mal in einem Buch zusammenfassen. Bei „Books on demand“ zahlen sie 29 Euro im Jahr und bestimmen den Preis selbst. Ich habe es bei meinen Büchern so geregelt, dass ich auf Margen weitgehendst verzichte und dadurch den Kaufpreis der Bücher reduziere.

    • Die Abfindung kann zwar im Anstellungsvertrag geregelt werden, aber diese Regelung ist dann bei konkreten Abfindungsverhandlungen rechtlich irrelevant (was ich für einen Fehler halte, was jedoch ein anderes Thema ist).

      Ein gutes Buch besteht nicht einfach nur aus einer Aneinanderreihung von Einzelbeiträgen. Ich könnte sie noch thematisch ordnen, aber auch dann erschließt sich mir der Zusatznutzen nicht, insbesondere wenn die Beiträge auch so zugänglich sind. Ein durchgehendes Buch zu schreiben, ist hingegen bei einem bestimmten Qualitätsanspruch gar nicht so leicht.

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