Wahl-O-Mat NRW 2022

Beim „Wahl-O-Mat Nordrhein-Westfalen 2022“ komme ich zu folgenden Übereinstimmungen mit den antretenden Parteien (wie üblich ohne Gewichtung der Antworten; die Partei Volksabstimmung hat sich nicht am Wahl-O-Mat beteiligt):

AfD 77,6 %
FDP 76,3 %
ZENTRUM 68,4 %
CDU 61,8 %
Team Todenhöfer 61,8 %
Freie Wähler 59,2 %
DSP (Deutsche Sportpartei) 57,9 %
Die Humanisten 55,3 %
dieBasis 53,9 %
Partei für Gesundheitsforschung 52,6 %
Familien-Partei 48,7 %
neo. Wohlstand für alle 48,7 %
Europäische Partei LIEBE 39,5 %
Volt 39,5 %
PdF (Partei des Fortschritts) 38,2 %
Piraten 38,2 %
SPD 38,2 %
BIG (Bündnis für Innovation & Gerechtigkeit) 34,2 %
Die Violetten 34,2 %
Grüne 34,2 %
LfK (Partei für Kinder, Jugendliche und Familien – Lobbyisten für Kinder) 32,9 %
ÖDP 31,6 %
Die PARTEI 27,6 %
Die Linke 21,1 %
Die Urbane. Eine HipHop Partei 21,1 %
DKP 19,7 %
MLPD 19,7 %
Tierschutzpartei 19,7 %

Herr Pretzell hat die AfD verlassen, doch die meisten seiner Getreuen sind noch da und in der ablaufenden Legislaturperiode hat sie effektiv nichts erreicht, was auch nach dieser Wahl wieder so sein wird. Das ZENTRUM und die Freien Wähler sind leider chancenlos, so dass ich schon wieder die FDP zur Wahl empfehle. Sie hat insbesondere während der Pandemie viele schlimme Maßnahmen mitgetragen, aber noch schlimmere verhindert. NRW fuhr unter der schwarz-gelben Regierung deutlich besser als zuvor unter der rot-grünen. Wahrscheinlich reicht es nicht für eine Fortsetzung dieser Koalition und eine Abwahl von Hendrik Wüst fände ich durchaus gerechtfertigt, doch in einer möglichen Ampel-Koalition wie im Bund sollte auch die FDP möglichst stark sein.

19 Gedanken zu „Wahl-O-Mat NRW 2022

  1. Als Wechselwähler, der ich inzwischen bin, werde ich nun wohl CDU wählen, Das hat was mit Personen zu tun. Pinkwart ist mir als bemerkenswerter Ausbund an Lügen, Unverfrorenheit, nur gespielter Kompetenz und Skrupellosigkeit hinter der Biedermann-Maske in lebhafter Erinnerung geblieben. Darum fällt FDP bei dieser Wahl weg. Bei Kutschaty ist es anders: Ihn kenne ich nicht aus vielen persönlichen Begegnungen wie Pinkwart. Ich mag Kutschaty einfach nicht; er scheint mir aber besonders hinterfotzig zu sein (warum soll man sich nicht mal auf sein Bauchgefühl verlassen?). Dann schon lieber Wüst; geben wir ihm doch eine Chance im Amt zu wachsen. Dazu braucht er mehr als ein paar Monate. Grüne und die heutige AfD sind für mich aus inhaltlichen Gründen nicht wählbar. Bleibt nach dem Ausschlussverfahren also die CDU, da ich meine Stimme nicht an eine Partei vergeben möchte, die den Sprung ins Parlament nicht schafft.

    • Herr Wüst ist viel weniger liberal als Herr Laschet, insbesondere bei der Pandemie-Bekämpfung, die im Herbst wieder zum Thema werden könnte. Die FDP bleibt mit höherer Wahrscheinlichkeit Regierungspartei und Herr Pinkwart ist nicht ihr Spitzenkandidat.

      • Manches sehe ich wohl anders, auch weil ich den Freiheitsschutz bei der Pandeemiebekämpfung anders sehe (anderes Thema). Statt FDP deshalb (wegen des Anderssehens) CDU zu wählen, will ich nicht ausschließen: Herr Wüst steht wie Herr Merz für einen stärker marktwirtschaftlichen Kurs in der CDU- beide stärkte ich daher gern in der CDU. Zudem kämpfen CDU und SPD um Platz 1 in NRW. Bliebe die CDU vorn, könnte das eventuell bewirken, daß in einer zukünftigen Koalition die CDU vertreten wäre, also das bürgerliche Element stärker als bei einer Ampel… Aber generell gilt: Ich sehe die bisherige CDU/FDP Koalition in NRW zwar als besser, aber deutlich weniger besser als Rot-Grün vorher als Herr Prof. Dilger es wohl zu tun scheint- und im Vergleich zu einer liberalen Partei sind CDU und FDP sowieso nur Varianten von Rot-Grün…

      • Die symbolische Bedeutung, wer stärkste Partei wird, sollte in der Tat nicht unterschätzt werden. Davon könnte abhängen, ob es eher zu einer Ampel- oder Jamaika-Koalition kommt. Auch bei einer Koalition von CDU und SPD wäre es sehr relevant. Deswegen verstehe ich Stimmen für die CDU und habe ich selbst zweimal Herrn Laschet gewählt (2017 im Land und 2021 im Bund), doch Herrn Wüst werde ich nicht wählen.

        Immer wieder interessant und ernüchternd finde ich, dass es unter den vielen kleinen Parteien keine besonders liberale gibt. Die FDP ist trotz allem die liberalste Partei in Deutschland, nicht nur unter den etablierten Parteien, sondern selbst bei Einbezug der Klein- und Kleinstparteien (zumindest von denen, die überhaupt zu Wahlen antreten). Beim Wahl-O-Mat reicht nur die AfD an sie heran (oder überflügelt sie sogar manchmal leicht wie jetzt in NRW), doch bei näherer Betrachtung ist die AfD gar nicht liberal, nicht einmal mehr bürgerlich und ohne jede politische Gestaltungsmöglichkeit.

    • Ich habe Herrn Pinkwart ganz anders, nämlich deutlich positiver, in Erinnerung. Er hat die heutige Struktur der Hochschulen in NRW zentral mitgestaltet, z.B. hat er den Hochschulen mehr Autonomie verschafft.

  2. Es lassen sich viele sinnvolle Initiativen mehrerer AfD MdL aufzählen, so etwa von Herrn Loose zur Energiepolitik, von Herrn Tritschler in der Medienpolitik oder Herrn Seifen im Bereich Bildung. Was hätten sie signifikant besser machen können?

    • Was ist aus diesen Initiativen geworden? Die AfD müsste aus der rechten Ecke der Fundamentalopposition herauskommen. Sie wird nicht gleich mitregieren können, doch könnte so politisch mitwirken. Gerade in NRW wäre das grundsätzlich möglich, da hier die AfD weniger extremistisch ist als anderswo. Aber sie ist hier noch korrupter und weniger an Kompetenz interessiert.

      • Das mit der Korruption (und dem gierigen Beutismus) in Teilen der AfD NRW muß ich leider bestätigen. Die Partei krankt an der Gier von Pöstchenjägern, welche allein die lukrativen Ämter und Pfründen im Auge haben. „Frei fressen und frei saufen“ – auf den Veranstaltungen der Lobbyisten, eingefangen vom Glanz und Glamour der Hauptstadt.. Steht in Björn Höckes Dresdner Rede vom 17. Januar 2017!

  3. Hier mein Ergebnis:
    AfD: 86,8
    Team Todenhöfer: 71,1
    Zentrum: 69,7
    Die Basis: 68,4
    DSP: 64,5
    FDP: 61,8
    Freie Wähler: 60,5
    Liebe: 59,2
    Die Humanisten: 59,2
    neo: 57,9
    Familie: 57,9
    Gesundheitsforschung: 56,6
    CDU: 55,3
    LfK: 44,7
    PdF: 42,1
    BIG: 40,8
    Die Violetten: 38,2
    SPD: 36,8
    ÖDP: 35,5
    MLPD: 34,2
    Die Partei: 31,6
    Die Urbane: 30,3
    DKP: 28,9
    Piraten: 28,9
    Tierschutzpartei: 28,9
    Volt: 27,6
    Die Linke: 25,0
    Grüne: 22,4

    ohne Wichtung!

    Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag.
    Bernd Hellwege

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  6. Wie sind die hohen inhaltlichen Übereinstimmungen mit Aussagen der AfD zu erklären? Ist das alles reiner Populismus?
    Nebenbei, Hans Herbert von Arnim hat sich bereits 1993 mit „Der Staat als Beute“, 2000 mit „Vom schönen Schein der Demokrate“ und 2017 mit „Die Hebel der Macht“ so seine Gedanken über die politische Klasse in diesem Land gemacht! Oder haben wir bei uns keine Oligarchen?,

    • Wir haben in Deutschland keine Oligarchen, jedenfalls nicht wie in Osteuropa einschließlich Russland mit starker Verquickung von wirtschaftlicher und politischer Macht.

      Die AfD-Antworten beim Wahl-O-Mat suggerieren eine Liberalität, für die die AfD leider nicht mehr steht. Den Grund für diese große Diskrepanz kenne ich allerdings nicht, also ob es z. B. reine Taktik ist, ein Fortschreiben alter Antworten, die persönliche Meinung der konkret antwortenden Personen oder die Auswahl der Thesen durch die Macher des Wahl-O-Mats.

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