Briefwahl NRW 2022

Am 15. Mai findet die Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen statt. Da ich dann schon etwas anderes vorhabe, habe ich Briefwahl beantragt, was inzwischen ganz einfach online geht, und heute schon gewählt. Die Zweitstimme war einfach, da brauchte ich nur meiner eigenen Wahlempfehlung zu folgen (siehe ‚Wahl-O-Mat NRW 2022‘).

Die Erststimme fand ich schwieriger. Wahrscheinlich wird wieder Frau Nadja Lüders von der SPD den hiesigen Wahlkreis gewinnen. Sie ist inzwischen Generalsekretärin der SPD NRW, steht allerdings erst auf Platz 70 der Landesliste der SPD, könnte also tatsächlich verhindert werden. Überhaupt eine Chance dazu hat nur die CDU-Kandidatin, Frau Ina Brandes. Sie ist inzwischen Verkehrsministerin und damit direkte Nachfolgerin von Herrn Hendrik Wüst, der zum Ministerpräsidenten aufstieg. Sie verdankt dieses Amt wohl nur ihrer persönlichen Bekanntschaft mit ihm und ist auch sonst etwas dubios (siehe Wikipedia). Doch einen Versuch ist es wert, zumal sie sonst wahrscheinlich ohnehin über die Landesliste einzieht, auf der sie auf Platz 7 steht.

9 Gedanken zu „Briefwahl NRW 2022

  1. Eine absolute Mehrheit der Sitze für CDU/FDP – wie bisher- ist sehr unwahrscheinlich. Das bedeudete aber mit großer Wahrscheinlichkeit irgendeine Beteiligung von Rot-Grün an der Regierung.

      • Sie haben recht: So wird es sehr wahrscheinlich werden und damit eben – im Gegensatz zu jetzt – eine Beteiligung von SPD oder Grünen oder beiden an der Regierung geben. Wie im Bund (CDU/CSU/FDP) von 2009 bis 2013 ist es der CDU/FDP Koalition in NRW von 2017 bis 2022 wohl nicht gelungen, sich eine dauernde Mehrheit zu sichern…

      • Die Merkel-Regierung mit der FDP als Anhängsel war eine Katastrophe, nur dass es danach mit der SPD noch schlimmer wurde. Die schwarz-gelbe Regierung in NRW war deutlich besser, vor allem unter Herrn Laschet, der nicht hätte aufhören sollen.

      • Die in NRW dominante Bevölkerungsgruppe wählt halt eher links.

      • Nicht zwingend. Die Linke schafft es wohl wieder nicht in den Landtag. Rot-Grün könnte dann doch knapp die Mehrheit im Landtag bekommen, doch wahrscheinlich sind CDU, FDP und AfD zusammen stärker. Doch da die AfD in keinster Weise koalitionsfähig ist, kommen eben Grüne und/oder SPD wieder an die Regierung. Ich weiß nicht, ob die AfD-Wähler das wirklich wollen, doch sie bewirken das.

  2. Oh ja Wahlen … die Wahl zwischen Pest oder Cholera … oder das „Weggeben“ der eigenen Stimme an Parteien, die eh nicht für koalitionsfähig befunden werden oder gar nicht erst über die 5%-Hürde kommen.

    Boah, was für eine Freude, in Deutschland wählen zu dürfen. Ich kann’s kaum erwarten. Da kommt für mich einfach nichts Gutes bei raus bei den Wahlen hier, frustriert nur.

    • Was haben Sie gegen Wahlen und Demokratie? Unsere könnte besser funktionieren, aber deswegen sollte man sie nicht gleich ganz abschaffen wollen. Wenn stets alle das kleinere Übel wählen würden, wären die politischen Übel nicht so groß.

      • Gegen Wahlen und Demokratie habe ich prinzipiell nichts einzuwenden und die Alternativen würden mir auch definitiv nicht zusagen. Aber die Wahlrealität hier in Deutschland finde ich aus meiner subjektiven Wählersicht eben sehr frustrierend.

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