Grüne gegen Ampel-Partner

Es sind zu „Schleppende Ampel-Verhandlungen für die Grünen – nun sollen Umweltverbände Druck machen“ auf SPD und FDP, was sicher nicht zu einem besseren Verhandlungsklima beiträgt, aber auch das Weltklima nicht verbessert. Denn es ist „China für 31 Prozent der globalen CO2-Emissionen verantwortlich“ und Deutschland für weniger als zwei Prozent mit fallender Tendenz. Selbst pro Kopf wird China uns bald überholen bei deutlich niedrigerer Wertschöpfung.

Doch die Grünen wollen gar nicht die globalen Emissionen senken, sondern hierzulande mehr Macht. „Grünes Vetorecht für alles? Baerbock will ‚Klimacheck‘ für neue Gesetze“, also im Grunde mehr als die Richtlinienkompetenz des Kanzlers für sich selbst. SPD und FDP sollten das ablehnen und einfach die Emissionsmengen (möglichst europaweit und noch darüber hinaus) vorgeben und den Rest den Markt regeln lassen. Das wäre für die Umwelt und die Menschen eine deutliche Verbesserung vom ‚Sondierungsergebnis für die Ampel-Koalition‘, welches die Grünen weiter verschlechtern wollen.

10 Gedanken zu „Grüne gegen Ampel-Partner

  1. „…sollen Umweltverbände Druck machen“…

    Wer hat die Umweltverbände gewählt? Welche demokratische Legitimation haben die? Räte-Republik…?!?

    • Die Umweltverbände haben keine eigene demokratische Legitimation, sondern können ihre Ansichten äußern wie alle anderen auch. Die Grünen sind demokratisch legitimiert, aber nicht mehr als die anderen Parteien auch. Eine Regierungsbildung ohne sie würde ich begrüßen.

      • Die Frage ist: Ist das Problem der Klimaerwärmung so dringend, dass es eine „Umweltdiktatur“ geben muss, um das Überleben der Menschheit zu sichern? Vgl. H. Jonas: „Handle so, dass die Wirkungen deiner Handlung verträglich sind mit der Permanenz echten menschlichen Lebens auf Erden.“ Hans Jonas: Das Prinzip Verantwortung. Versuch einer Ethik für die technologische Zivilisation, Frankfurt am Main 1979, S. 36. (Damit bin ich aufgewachsen

      • „Nein“ ist die Antwort, da erstens der Klimawandel gravierende Folgen haben kann, der Untergang der Menschheit jedoch nicht dazu gehört. Zweitens nützt eine Diktatur der Umwelt gar nichts, sondern schadet ihr mehr als Demokratie und Marktwirtschaft (siehe z. B. die DDR, aktuell China oder auch die Pläne der Grünen).

  2. @Alexander Dilger Woher nehmen Sie den Optimismus, dass der Klimawandel nicht zum Aussterben des homo sapiens führen kann? Der neanderthaler ist schließlich auch ausgestorben. Oder gehört das Aussterben der Gattung Mensch einfach zum natürlichen Evolutionsprozess?

    • Die voraussichtlichen Klimaveränderungen führen nicht dazu, dass die Erde ingsgesamt für Menschen unbewohnbar wird. Das gilt auf jeden Fall für Temperatursteigerungen um 1,5 oder 2,0 Grad (wovon ein Grad schon erreicht wurde), aber selbst für Extremszenarien, falls die globale Durchschnittstemperatur um 5 Grad steigen sollte.

      Wir wissen nicht genau, warum es keine Neanderthaler mehr gibt. Wahrscheinlich wurden sie von den modernen Menschen verdrängt, vielleicht sind sie aber auch in unserem Genpool aufgegangen.

      Die Menschheit wird wahrscheinlich nicht auf natürliche Weise vergehen, sondern auf die eine oder andere Weise ihren eigenen Untergang herbeiführen. Wenn man das verhindern oder zumindest lange hinausschieben will, sollte man sich auf die wirklich großen Risiken konzentrieren. Der Klimawandel gehört nicht dazu.

      • @Alexander Dilger Was sehen Sie denn als größere Risiken an? Das interessiert mich ernsthaft, ist also keine rhetorische Frage.

      • Unter ‚Hawkings große Fragen‘ werden einige Risiken benannt. Die größte Gefahr sehe ich im Dritten Weltkrieg, in dem neben Atom- auch Biowaffen eingesetzt werden könnten. Ein künstliches exrem tödliches Virus oder Bakterium könnte auch aus Versehen aus einem Labor entweichen oder absichtlich von Terroristen freigesetzt werden. Der baldige Einschlag eines großen Asteroiden ist deutlich unwahrscheinlicher, aber ebenfalls menschheitsbedrohend. Supercomputer könnten die Menschheit ausrotten oder zumindest unterwerfen. Auf mittlere Sicht ist es sehr wahrscheinlich, dass das menschliche Erbgut derart verändert wird, dass wir im biologischen Sinne keine einheitliche Spezies mehr sein werden.

  3. @Alexander Dilger
    den Supercomputer sehe nicht als Gefahr an, denn, wie Eminescu (oder eine seiner Vorlagen, das ist bei diesem Autor immer schwierig) gezeigt hat, kann es keine Intelligenz ohne Körper geben. („Ballade von der körperlosen Schönen“)

    • Computer zeigen doch jeden Tag, dass sie viel besser rechnen und strategische Spiele spielen können als Menschen. Noch sind sie den Menschen nicht in jeglicher Hinsicht überlegen, aber das ist durchaus wahrscheinlich, insbesondere wenn sie nicht nur in Jahren, sondern Jahrzehnten, Jahrhunderten und Jahrtausenden denken.

      Was Körper angeht, können Computer nicht nur Roboter und andere Maschinen lenken, sondern auch uns Menschen als ihre Werkzeuge einsetzen. Wir könnten die Computer so programmieren, dass sie nicht gegen uns arbeiten, aber einzelne Menschen könnten das umprogrammieren oder selbstlernende Programme solche Restriktionen umgehen. Gerade in einem Krieg könnte es nötig werden, Supercomputern mehr Kompetenzen zu geben, um nicht gegen die Supercomputer des Gegners zu verlieren.

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