E-Mail zum Urwahlantrag

Gerade habe ich E-Mails in den Kommentaren gelöscht, nun stelle ich selbst eine E-Mail ins Netz. Es ist zwar meine eigene E-Mail, die aber als Antwort auf die erste Rundmail des neuen Landvorstands auch wesentliche Teile von dessen E-Mail zitiert. Allerdings ist eine Rundmail des Landesvorstands wohl weniger schützenswert als E-Mails weniger bekannter Mitglieder an viel kleinere Verteiler. Außerdem geht es um keinerlei Geheimnis, sondern um eine für alle Mitglieder relevante Differenz hinsichtlich eines Urwahlantrags, den Sie ganz am Ende finden. Wenn Sie diesen Antrag selbst auch stellen wollen, sollten Sie ihn an geschaeftsstelle@nrw-alternativefuer.de und den Sprecher (von dem Sie, wenn Sie Mitglied sind, die Rundmail erhielten) sowie urwahl@web.de schicken. Meine Antwort auf die erste „Mail des neuen AfD Landesvorstandes NRW“ lautet:

Sehr geehrte Landesvorstandsmitglieder, lieber Jörg,

Herr X [Name hier und nachfolgend ersetzt, AD] hat Sie gestern Abend mit Email samt einer Anlage angeschrieben

Mich hat er nicht angeschrieben und ich kenne auch sonst niemanden, der sich darüber beschwert hätte. Bei meinem Blog gab es Hinweise auf entsprechende E-Mails durch andere Personen.

Wir vermuten, dass Herr X alle Mitglieder in NRW kontaktiert hat, wobei es sich unserer Kenntnis entzieht, wie Herr  an Ihre datenschutzrechtlich vertraulich zu behandelnden Adressen gekommen sein mag.

Ich vermute, dass das nicht zutrifft, so dass Herr X nicht in dieser Form gegenüber allen Mitgliedern beschuldigt werden sollte. Nach Aufklärung des Sachverhalts wäre eine Entschuldigung über denselben Verteiler angemessen.

Die Nominierungen konnten deshalb an diesem Tag nicht durchgeführt werden, da die Abwahl der noch verbliebenen Vorstandsmitglieder über Gebühr Zeit in Anspruch genommen hatte.

Das trifft nicht zu. Die Nominierungen hätten in kurzer Zeit und planmäßig noch vor dem Parteitag erfolgen können. Gegen das angebliche „Schaulaufen“ gab es jedoch erheblichen Widerstand, z. T. von den gleichen Personen, die dann am Sonntag Kandidatenvorstellungen auf einem Parteitag für unbedingt erforderlich hielten.

Die Parteitagsdelegierten  hatten dann am Sonntag, 01.12., unter anderem einen von Herrn Dilger sehr spät eingereichten Antrag auf Urabstimmung noch im Dezember zur Ermittlung  d e s  Spitzenkandidaten NRW für die Europawahl mit großer Mehrheit abgelehnt.

Mein Dringlichkeitsantrag wurde nicht sehr spät, sondern sehr früh am Sonntag eingereicht. Vorher gab es noch überhaupt keinen Grund dazu.

Der neue Landesvorstand hält in Anbetracht der großen Bedeutung der Europawahlen für die AfD eine Nominierung von hochkarätigen Kandidaten für das Europäische Parlament durch eine unpersönliche Urabstimmung über Internet bzw. auf brieflichem Wege, nur an Hand von auf der Homepage hinterlegten Bewerbungen, für eine Benachteiligung weniger bekannter Kandidaten.

Mut zur Wahrheit! Weniger bekannte Kandidaten haben als Spitzenkandidat für NRW ohnehin keine realistische Chance, sei es in NRW oder erst recht im Bund. Außerdem könnte die Kandidatenvorstellung durchaus persönlich gestaltet werden, z. B. durch Videos und Chats im Internet oder Bezirkskonferenzen mit den Kandidaten.

Der am letzten Wochenende anlässlich des Landesparteitags in Arnsberg neugewählte Vorstand empfindet den inhaltlich gleichbedeutenden Antrag auf Urabstimmung  n u r  4 8  Stunden nach einer abschlägigen Abstimmung am Landesparteitag als den Versuch der gezielten Umgehung eines mit 2/3 Mehrheit gefassten Landesparteitagsbeschlusses.

Nein, der Parteitag hat doch nicht beschlossen, was er auch gar nicht könnte, dass es keine Urabstimmung geben soll. Er hat nur den entsprechenden Antrag von mir nicht unterstützen wollen, so dass er jetzt auf andere Weise (durch Mitglieder, Kreise, Bezirke oder auch den Landesvorstand) eingebracht werden kann.

Deswegen empfiehlt der Landesvorstand NRW im übergeordneten Interesse der Alternative für Deutschland ausdrücklich, dem Antrag des Herrn X aus den dargelegten Gründen jegliche Unterstützung zu versagen.

Es wurde nur ein Grund, die angeblich schlechteren Vorstellungsmöglichkeiten für weniger bekannte Kandidaten, benannt und von mir zurückgewiesen. Umgekehrt gibt es weitere Gründe für die Urwahl wie die höhere demokratische Legitimation. Dass sich hier der Vorstand in das satzungsmäßige Antragsrecht von Mitgliedern einmischt, finde ich nicht in Ordnung.

Im Übrigen ist der Antrag auf Urabstimmung in der von Herrn X vorgelegten Form nach § 10 Ziffer 7 der Landessatzung unzulässig.

Der Antrag ist nach § 11 Absatz 7 in Verbindung mit Absatz 1 bis 5 Landessatzung sehr wohl zulässig. Nicht vereinbar mit § 11 Absatz 5 scheint mir jedoch diese Art der einseitigen Information der Mitglieder zu sein. Der Landesvorstand müsste sich in dieser Sache zumindest neutral verhalten, selbst wenn einzelne seiner Mitglieder sich auf andere Weise bessere Nominierungschancen ausrechnen mögen.

Im Übrigen wünsche ich viel Erfolg bei der Vorstandsarbeit!

Alexander Dilger

P. S.: Ich schließe mich natürlich selbst diesem Urwahlantrag an:

Zur Nominierung des Spitzenkandidaten des Alternative für Deutschland Landesverbandes NRW für die Europawahl 2014 soll noch im Dezember 2013 eine Urwahl gemäß § 11 Abs. 7 Landessatzung durchgeführt werden.

Sobald 5 % der Mitglieder diese Urwahl beantragt haben, informiert der Landesvorstand alle Mitglieder darüber und ruft zu Kandidaturen auf. Binnen einer Woche danach können Interessierte ihre Kandidatur erklären. Kandidaten benötigen die Unterstützung von mindestens 30 Mitgliedern, wobei jedes Mitglied nur einen Kandidaten unterstützen kann. Die so unterstützten Kandidaten dürfen sich auf der Landeshomepage vorstellen, während die Urwahl durch alle Mitglieder zwei Wochen lang elektronisch und/oder per Brief vom Landesvorstand organisiert wird. Der Kandidat, der die meisten Stimmen erhält (relative Mehrheit), wird Spitzenkandidat des Landesverbandes und vom Landesvorstand bei der Europawahlversammlung vorgeschlagen. Der für Anfang Januar 2014 geplante Landesparteitag kann weitere NRW-Kandidaten nominieren.

93 Gedanken zu „E-Mail zum Urwahlantrag

  1. Ich lehne die Alleingänge von Mitgliedern gegen die klare Willensäusserung der Parteitagsdekegierten durch Herrn Hecker entschieden ab. Auch wurde ich bereits aus ganz NRW zu einer zweiten Mail „urwahl@web.de“ angerufen, auf die Herr Hecker sich in seiner Mail bezogen hat. Wer hinter dieser Anonymen Mail steckt, kann nur jemand sein, der über den Landeslistenverteiler verfugt! Ich habe in Arnsberg den Antrag zur Urwahl unterstützt, das jetzige Vorgehen den Parteitagsbeschluss auszuhebeln lehne ich ab!

    • Es ist keine E-Mail über den Landeslistenverteiler verbreitet worden (außer der des Landesvorstands). Es wurde auch kein Parteitagsbeschluss gefasst, dass es keine Urwahl geben soll. Das wäre gar nicht bzw. nur über eine Satzungsänderung möglich gewesen. Der Parteitag hat nur nicht selbst eine Urwahl beantragt. 5 % der Mitglieder können das weiterhin tun. Wenn Sie eigentlich für eine Urwahl sind, sollten Sie das tun.

      • Herr Dilger, NRW-weit sind E-Mails mit dem Absender „Urwahl@web.de“ versendet worden. Diese Mail-Adresse wurde in einer gleichlautenden Mail von Herrn Hecker benannt und als CC Referenzmail angegeben. Es besteht also eine wie auch immer geartete Verbindung zwischen Herrn Hecker und dem Besitzer dieser Mailadresse „Urwahl@web.de“ die für einen NRW-weiten Versand verwendet wurde, halt mit einem anonymen Absender. Es bleibt die Frage was es soll, nachdem der Delegiertenparteitag klar eine Urwahl wie in Ihrem Antrag gefordert abgelehnt hat, hier erneut der Partei eine solche Diskussion aufzuzwingen und die Partei und den Vorstand mit an der Arbeit an wichtigeren Themen zu behindern. Es vor dem Delegiertenparteitag in Aschaffenburg einen NRW Delegiertenparteitag geben, so wurde dies in Arnsberg besprochen. Ansonsten sollte jedem Bewerber für ein Europamandat klar sein, dass wenn die Delegierten sich von einzelnen Bewerbern „genervt“ fühlen, sich sicher ein keine wie auch immer geartete Empfehlung halten werden. Es gilt jetzt die durch eine Mitgliederversammlung gewählten Delegierten zu überzeugen, wer der geeignetste Kandidat für NRW ist. Ob dieser Kandidat es dann in Aschaffenburg schafft auf Platz 2 zu kommen, bestimmen alle Länderdelegierten auf dem Bundesdelegiertenparteitag in Aschaffenburg. Das sollte jeder Kandidat bedenken, wenn er jetzt sich dabei ist zu positionieren.

      • Was verstehen Sie unter einem „NRW-weiten Versand“? Herr Hecker hat eine zweistellige Anzahl ihm zugänglicher Mailadressen angeschrieben. Aus gut unterrichteten Kreisen weiß ich, dass von der Adresse urwahl@web.de sogar nur eine einstellige Zahl von E-Mails versandt wurde. An alle Mitglieder hat allein der Landesvorstand geschrieben, wozu er grundsätzlich berechtigt ist, mit dieser Stoßrichtung gegen Herrn Hecker und einen satzungsgemäßen Antrag aus der Mitgliedschaft jedoch wohl eher nicht. Der Partei und dem Vorstand wird auch keinerlei Diskussion aufgezwungen. Jedes Mitglied kann nach Belieben den Antrag unterstützen oder das lassen. Es muss auch niemand diesen persönlichen Blog von mir lesen. Schließlich können die Delegierten wählen, wen sie wollen. Allerdings überlege ich ernsthaft, ob ich nach diesem „Shitstorm“ meine eigene Kandidatur zurückziehe. Auch und gerade von Ihnen bin ich enttäuscht.

      • Herr Dilger, Sie sind von mir enttäuscht? Wenn Sie meinen Rat vorher eingeholt hätten, dann hätte ich Ihnen ein anderes Vorgehen empfohlen, als das welches Sie und Herr Hecker hier vorantreiben. Aber jeder ist des eigenen Glückes Schmied. Und Niemand wird gewählt oder abgewählt, weil andere das so wollen, sondern weil er für sein Handeln eigenverantwortlich ist. Ich schätze Sie auch weiterhin und hoffe Sie treten als Kandidat zur Nominierung im Januar an.

      • „Niemand wird gewählt oder abgewählt, weil andere das so wollen, sondern weil er für sein Handeln eigenverantwortlich ist.“ Man wird gewählt oder nicht gewählt, weil die Mehrheit das so will. Das hat etwas mit dem Verhalten der Kandidaten zu tun, aber nicht nur. Vor allem der Eindruck von den Kandidaten ist wichtig, ob dieser nun richtig ist oder nicht. Wir meinen doch z. B., dass Frau Merkel und Herr Schäuble schlecht für uns, unser Land und Europa handeln, doch ganz viele Wähler in Deutschland sehen das anders, weshalb sie voraussichtlich in ihren Ämtern verbleiben werden.

      • Die Mehrheit orientiert sich am Handeln der Personen !! Diese wird dann gewählt oder nicht gewählt, wenn dieses Handeln mit der Wählermeinung oder -Stimmung entweder übereinstimmt oder halt nicht übereinstimmt! Dafür ist dann jeder Kandidat eigenverantwortlich.

  2. Es ist möglich, Zugriff auf die Mail-Adressen einer Rundmail zu erhalten, ohne dass dazu irgendein „krummes Manöver“ angewandt werden muss. Wenn man Mails an mehrere Empfänger verschickt, so gibt es dazu zwei Verfahren: „CC“ und „BCC“. Das standardmäßig ausgewählte „CC“ ist dabei das falsche, denn dann erhalten alle Empfänger im „adressiert an“-Feld sämtliche Empfängeradressen. Beim BCC-Verfahren bekommt jeder Adressat eine „eigene“ Mail, die auch nur die eigene Adresse als Empfänger ausweist, die anderen Empfänger sind also unsichtbar. Deshalb sollten Rundmails nur über BCC verschickt werden, da ansonsten (CC) jeder Empfänger sämtliche Empfänger-Adressen auslesen kann (auch wenn manche Mail-Programme diese Adressen nicht offenlegen).

    Von daher hat Herr Assmuth Unrecht: Wenn eine Rundmail über CC versandt wurde, dann haben alle Empfänger die Adressen aller anderen Empfänger erhalten. So etwas kommt leider häufig vor. Man muss also nicht Zugriff auf den Listenverteiler haben, sondern nur irgendwann mal eine CC-Rundmail erhalten haben. Die darin enthaltenen Adressen lassen sich dann einfach als Stoß kopieren und anderweitig einfügen.

    PS: Ich empfehle nachwievor, öffentlich sichtbare Mail-Adressen zu verfremden, um sie für automatisierte Spam-Programme unsichtbar zu machen.

    • Sie kennen offensichtlich die Hintergründe nicht. Das was sie da oben zum Thema „Mailverteiler“ beschreiben haben, ist Volkshochschulstandard Grundstufe. Geht leider am Inhalt der Diskussion vorbei.

      • Vielen Dank für die sehr erwachsen vorgetragene Klarstellung, Herr Ass.muth. Und die Volkshochschule muss man dafür gar nicht besuchen, es reicht eine Internet-Suchmaschine. Deren Bedienung setzt aber voraus, dass man keine krassen Rechtschreibfehler auf „Running Gag“-Manier baut, was ich bei einigen Leuten nicht für gegeben halte.
        Ihnen geht es erkennbar darum, einem kleinen Kreis von Personen eine rechtswidrige Handlung anzudichten, also den Verdacht in eine bestimmte Richtung zu lenken. („[K]ann nur jemand sein, der über den Landeslistenverteiler verfugt“.) Dies verbinden Sie dann auch mit der kruden Schlussfolgerung, jetzt plötzlich gegen die Urwahl zu sein – ein Schelm, wer dabei Böses denkt.

      • Herr oder Frau Bernemann, ich verstehe Sie leider nicht, weder den Inhalt noch die Stoßrichtung Ihrer Nachricht.

  3. Alles zum Wohle der Partei ….. 😦 Herr Professor Dilger hätte auch im Januar noch sehr gute Aussichten gehabt der Mann ganz vorn auf der Kandidatenliste für NRW zu werden, aber je früher je besser – koste es was es wolle. Wie war das noch? +/- 8000 EURO für eine Uhrwahl? geht es hier doch um viel mehr. Für mich ist dieses Vorgehen eine Enttäuschung.

    • Herr Dilger findet das Vorgehen sicherlich auch nicht gut, da die Belästigung von Parteimitgliedern durch unerwünschte Mails sicherlich nicht deren Begeisterung für die angeregte Urwahl erhöht.
      Ob 8000 Euro zu viel für Basisdemokratie sind, weiß ich nicht.

      • was hat die Urwahl einers hervorgehobenen Wahlvorschlags, und um mehr geht es dabei nicht, mit Basisdemokratie zu tun? Die Basis in programmatischen Fragen oder bei der Wahl der wirklichen Kandidaten zu befragen fällt mir dabei ein aber doch nicht für einen Wahlvorschlag. Im Übrigen ist eine Mitgliederversammlung NRW für Januar geplant, warum ist die nicht Basisdemokratisch? Eine solche Veranstaltung ist für die Partei vergleichsweise erheblich günstiger und wird aufgrund des notwenidigen Programmparteitages sowieso stattfinden müssen, so kann man einen Tag Programm und einen Tag Wahlvorschlags Abstimmung durchführen. Dieses Versprechen wurde von Herrn Dilger vom Vostand explizit gefordert und ich vertraue auf das neue Team das es den auch halten wird.

      • Da schlage ich doch vor, daß Sie Herr Dilger, als einzig mir bekannter federführender Akteur in diesem Projekt „Nominierung des Spitzenkandidaten des Alternative für Deutschland Landesverbandes NRW für die Europawahl 2014“, als den Sie sich ja auch bei jeder sich bietenden Möglichkeit selbst outen, dem Landesverband NRW dieses elektronische „recht bequeme“ Programm als Spende an die Partei zukommen lassen.
        Und eine öffentliche Bereiterklärung alle „Arbeiten“, die mit dieser Urwahl (wenn sie denn von den Mitgliedern gewollt sein sollte) zusammenhängen, selbst zu übernehmen und durchzuführen, um den neugewählten Vorstand diesbezüglich zu entlasten und den Rücken freizuhalten für die wesenlich wichtigeren Dinge und Themen in unserer Partei, würde vielleicht Ihr etwas ramponiertes Ansehen innerhalb NRW’s etwas aufbessern.

      • Laut Satzung ist der Landesvorstand für die Durchführung einer Urwahl verantwortlich. Wenn er mich um Hilfe bittet, helfe ich gern.

      • Natürlich hätte eine Urwahl auch schon vor drei Wochen eingeleitet werden können, z. B. von Ihnen. Ich war damals noch für eine Nominierung durch die Mitgliederversammlung. Diese Nominierung fand dann nicht statt. Wer garantiert denn, dass der für Januar angekündigte Parteitag tatsächlich stattfindet und diesen Punkt tatsächlich behandelt? Die Urwahl ist satzungsmäßig verankert, alles andere nicht.

      • Vielen Dank für Ihr Hilfeangebot, worüber der LV dann ggf. zu entscheiden hat und ich bitte meine etwas unpräzisen Ausführungen in punkto der Verantwortlichkeiten für die Durchführung der eventuellen Urwahl zu entschuldigen. Aber es freut mich, daß Sie ansonsten an meinem Beitrag nichts auszusetzen hatten.

  4. § 11 Abs. 7 sieht eine Urwahl des „Spitzenkandidaten der Landespartei“ bei einer allgemeinen Wahl vor. Zur Europawahl wird eine Bundesliste aufgestellt, die Kandidaten darauf sind solche der ganzen AfD. „Kandidaten der Landespartei“ gibt es bei der Europawahl schlicht nicht, schon gar keine „Spitzenkandidaten“.

    Im übrigen ist das sturen Beharren auf Positionen, die ursprünglich vertretbar und verständlich gewesen sein mögen, ab einem gewissen Punkt aber nur noch nerven, ein Kamikazemanöver, mit dem sich gerade eben erst zwei andere ins Abseits geschossen haben. Warum jemand das unbedingt nachmachen wollen könnte ist mir schleierhaft.

    • Rechtsetzung findet analog Anwendung, wenn eine Regelungslücke besteht. Die einzige bedeutende Ausnahme hiervon ist das Strafrecht. („Keine STRAFE ohne Gesetz“.)

      „Im übrigen ist das sturen Beharren auf Positionen, die ursprünglich vertretbar und verständlich gewesen sein mögen, ab einem gewissen Punkt aber nur noch nerven“
      Sie regen eine Art Inflation für Sachargumente an? Also, eine „verständliche“ Position wird nach einiger Zeit nicht mehr verständlich? Na, dann müssen Sie selbst ja keine Argumente bringen.

    • PS: Warum jemand linksgrüne, Pleite gegangene Propagandablättchen wie die FR liest, ist wiederum mir schleierhaft.

    • Natürlich sollte es auch auf der Bundesliste zur Europawahl einen Spitzenkandidaten des Landesverbandes NRW geben. Eine Urwahl verbessert die Chancen, dass dieser Spitzenkandidat tatsächlich einen aussichtsreichen Platz erhalten wird.

      • Da allenfalls die ersten 5-7 Personen auf der Liste eine Chance auf Einzug in das Europaparlament haben, sind regionale Aspekte irrelevant. Es sollten die Fähigsten sein. Egal, wo die herkommen.

      • Lieber Herr Wunsch, ich habe mich oft gefragt, mit welcher Messlatte die Fähigkeiten der Bewerber gemessen werden sollen. Soll es die Aneinanderreihung der akademischen Titel sein oder die Anzahl der DIN-A4 Seiten voller beruflicher Erfolge in der Vita eines Bewerbers. Wir wollen DIESEN Euro nicht und müssen die Personen in die Parlamente schicken, denen wir am ehesten zutrauen, zur richtigen Zeit, am richtigen Platz „NEIN“ zu sagen ohne dem Reiz und dem Glamour der großen politischen Bühnen zu erliegen. Hoch-und Höchstqualifizierte haben die Altparteien auch, so zahlreich, wie die Sterne des Himmels und trotzdem haben wir DIESEN Euro – oder vielleicht gerade deswegen? Die berufliche Höchstqualifikation ist also erwiesenermaßen nicht das entscheidende Kriterium. Auf die platon´schen Philosophenkönige, frei von irdischen Besitztümern und Begehrlichkeiten, können wir nicht warten. Woran sollen wir unsere fähigsten (im Sinne Ihres Kommentars) Leute erkennen?

      • Matthäus 7, 15-23 passt hervorragend in diese Debatte. Mir ist aber niemand in unseren Reihen bekannt, der bereits im Bundestag oder im Europäischen Parlament als Abgeordneter tätig war und dessen Abstimmungsverhalten ich überprüfen könnte, um ihn an seinen Taten zu erkennen. Ich kenne das Gleichnis nach Matthäus 7, 20 mit Bäumen und Früchten. Wenn ich einen Apfelbaum pflanze und der zur Erntezeit Birnen trägt, mache ich ein dummes Gesicht und bin enttäuscht. Ich kann mir aber wenigstens beim Verkäufer mein Geld zurückholen. Bei Politikern gibt es leider keine Regressansprüche wenn erkannt wird, dass sie falsche Früchte tragen. Was bleibt sind das dumme Gesicht, die Enttäuschung und – der Schaden.

  5. „….Mut zur Wahrheit! Weniger bekannte Kandidaten haben als Spitzenkandidat für NRW ohnehin keine realistische Chance, sei es in NRW oder erst recht im Bund…..“

    Und was folgt daraus? Das Ergebnis der Urwahl bzw. des Nominierungsparteitages steht doch ohnehin bereits fest. Oder bezeichnen Sie Ihre Kandidatur möglicherweise als „alternativlos?“ Das widerspräche allerdings dem Geist der Partei, die sich selbst als Alternative für Deutschland bezeichnet.
    Sorry, aber das gehört sich nicht, auch wenn ich Ihre fachliche Befähigung nicht infrage stelle.

    • Das Ergebnis der Urwahl oder auch eines anderes Nominierungsverfahrens steht überhaupt nicht fest. Es gibt nicht nur einen, sondern ein paar (oder zumindest ein Paar) aussichtsreiche Kandidaten. Auf eine Entscheidung zwischen diesen sollten sich die Mitglieder konzentrieren. Jetzt 33 Bewerber zur Europawahl oder über 150 in Schmallenberg zur Bundestagswahl lenken davon eher ab. Formal darf natürlich jeder gleichermaßen kandidieren, aber eine Art Vorwahl oder die Hürde von 30 Unterstützern im Urwahlantrag hat durchaus ihren Sinn.

      Nicht sinnvoll finde ich es, dass jetzt über die Art des Nominierungsverfahrens eine Art Vorwahl ausgetragen werden soll. Alle Beteiligten sollten hier weniger taktisch, was welchem Kandidaten marginal nützen könnte, sondern strategisch denken, was der Partei am meisten nutzt und satzungsgemäß ist. Der Landesvorstand könnte doch einfach abwarten, ob es genügend Unterstützer für einen Urwahlantrag gibt oder nicht.

      • Der Landesvorstand kann nicht nur abwarten sondern er muß sogar abwarten.
        Aber der Landesvorstand hat auch das Recht seine eigene Meinung zu einem Sachverhalt zu haben, und diese entsprechend kundzutun, oder etwa nicht?

      • Meiner Auffassung nach ist der Landesvorstand als Landesvorstand in dieser und anderen Angelegenheiten zur Neutralität verpflichtet. Das bedeutet nicht, dass Landesvorstandsmitglieder nicht auch noch andere Rollen haben können, z. B. als potentielle Kandidaten. Sie dürfen auch ihre persönliche Meinung äußern, müssen diese dann jedoch als solche kennzeichnen.

      • Außerdem hat die Delegiertenversammlung als basisdemokratisches Gremium sich bereits ganz klar positioniert: mit einem ablehnenden NEIN. Die Frage bleibt doch warum wurde der Antrag abgelehnt. Weil er einseitig Herrn Dilger genutzt hätte und die anderen Kandidaten mit weniger Prominenz, aber vielleicht gleicher oder besserer Qualifikation, benachteiligt hätte. Daher ist ein Nominierungsparteitag im Januar die einzige Lösung für ein faires und gerechtes Verfahren. Es bleibt der Hinweis, dass ich in Arnsberg den Antrag von Herrn Dilger unterschrieben habe, dass ich aber auch das Votum des Delegiertenparteitages akzeptiere. Eine Beteiligung auf die jetzt geschehene Art und Weise politisch nachzuhaken, um vielleicht doch noch hinten rum über die Mitglieder zum Ziel einer vorzeitigen Nominierung zu kommen, ist ein schlechter Versuch. Mit diesen Winkelzügen verschlechtert jeder seine Chancen auch nominiert zu werden.

      • Ein Delegiertenparteitag ist kein basisdemokratisches Gremium, sondern das ist die Mitgliederversammlung. Der Parteitag hat dagegen gestimmt, selbst einen Urwahlantrag zu stellen. Es ist einfach nicht richtig, dass dies ein Votum dagegen gewesen wäre, dass Mitglieder einen solchen Antrag stellen. Eine frühzeitige und demokartisch legitimierte Nominierung hätte mir nicht mehr oder weniger genutzt als jedem anderen Kandidaten. Diese ganzen haltlosen Vorwürfe gehen mir inzwischen auf die Nerven. Warum unterstellen hier so viele immer sofort unlautere Motive? Wenn Sie gleich oder besser qualifizierte Kandidaten sehen, dann wählen Sie diese doch einfach.

  6. Zunächst sollte noch einmal betont werden, dass nur die Urwahl ALLEN Mitgliedern die Möglichkeit einräumt, ihren Kandidaten zu benennen. Dies war schließlich mit der Mitgliederversammlung am 30.11. auch so vorgesehen; kann aber mit einem Parteitag, auf dem schließlich nur die Delegierten das Sagen haben, nicht umgesetzt werden. Deshalb hatte ich am 30.11. auch nicht für eine Schließung der Mitgliederversammlung gestimmt.
    Jeder, der das „Beharren auf Positionen“ als nervig bezeichnet, möge sich selbst einmal fragen, ob er auch eigene Positionen, von denen er wirklich überzeugt ist, einfach nur deshalb aufgibt, weil andere anderer Meinung sind. Anstatt etwas „nervig“ zu finden, sollte man sich lieber mit den Sachverhalten auseinandersetzen.
    Mir ist zumindest eine Urwahl die sympathischere Lösung.

  7. Wann hört es endlich auf, dass wir uns mit einzelnen Personen beschäftigen?
    Ich will endlich, dass wir zusammen eine Politik machen, die den Berlinern zeigt das es auch anders geht.
    Was wir bisher Politisch hin bekommen haben ist ein Trauerspiel.
    Ich will Politik machen, und mich nicht mit Einzelkämpfern auseinander setzen!!!

  8. Also, was mich jetzt wundert, wie viele Gegner Herr Dilger plötzlich hat!

    Da unterstützt er einen Vorschlag, der basisdemokratischer nicht sein könnte – und es ist wieder nicht recht.

    Und plötzlich sind es dann die Kosten, die der Partei entstehen können. Kosten, die selbstverständlich aber die Mitglieder in einer ganz anderen Größenordnung tragen müssen, wenn man mal wieder an den Rand des Bundeslandes zu irgendwelchen Versammlungen einlädt, zu dem dann folgerichtig nur ganz wenige Mitglieder kommen. (und kämen alle ginge es um Hunderdtausende Euro!)

    Des weiteren – ich habe keine Mail von Herrn XY bekommen – einem Landesverteiler kann diese also nicht entnommen sein. Wohl aber habe ich eine Mail vom Landesvorstand bekommen, in der XY beschuldigt wird, mir eine Mail geschickt zu haben, wobei ein Verstoß gegen das Datenschutzgesetz angedeutet, wenn auch nicht behauptet, wird.

    Nur mal zur Klarstellung: Welches Mitglied andere Mitglieder anschreibt, geht keinen Vorstand etwas an! Das angeschriebene Mitglied kann sich weitere Kontakte verbitten, das war es aber schon. Zudem – wie will man die unglaublich hohe Hürde von 5 % denn anders erreichen, die es braucht um Mitgliederwillen einzufordern.

    Erst wenn ein Mitglied sich widerrechtlich Daten beschafft, dann wäre das relevant. Und dann muss sich der Vorstand fragen lassen, wie er es eigentlich mit dem Datenschutz hält, zu dessen Einhaltung er auch – strafrechtlich bewehrt – verpflichtet ist.

    Nein, hier haben wir (meiner Meinung nach) eine Fortsetzung der Machtspielchen. Und zu meiner Verwunderung muss ich feststellen, dass mehrere sich in den Vorstand wählen ließen und gleichzeitig für das Europaparlament kandidieren.

    Zur Erinnerung: “ Das Mandat darf unter Nebentätigkeiten nicht leiden“ Jetzt hat man doch immer erzählt, wie aufwändig Vorstandsposten seien.

    Interessant aber, dass Herr Dilger glaubt, dass er von den Mitgliedern mehr Stimmen bekäme – und der Vorstand und Andere das offensichtlich befürchten. Und die Entscheidung lieber Deligierten überlassen.

    Ist also das Deligiertenvotum so stark unterschiedlich zum Mitgliedervotum.
    q.e.d.

    • Im Wesentlichen stimme ich zu, nur ein Detail: Ich weiß gar nicht, ob ich von den Mitgliedern mehr Stimmen bekomme. Das halte ich auch nicht für entscheidend, sondern dass es überhaupt eine demokratisch legitimierte Nominierung gibt. Wenn dann jemand anderes von der Mehrheit nominiert wird, kann ich damit auch gut leben. Es scheint allerdings umgekehrt so zu sein, dass einige mich um jeden Preis (einschließlich Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Wahrheit, wofür die Alternative für Deutschland eigentlich steht) verhindern wollen.

      • Herr Dilger, also Delegierte, die durch eine Mitgliederversammlung demokratisch gewählt wurden und nun einen Kandidaten nominieren, den Sie dann in Aschaffenburg auch wählen werden, sind aus ihrer Sicht mit der getroffenen Nominierungsentscheidung nicht demokratisch legitimiert diese zu treffen? Herr Dilger, bitte, das meinen Sie doch nicht ernsthaft, oder?

      • Wie kommen Sie darauf? Ist Ihnen vielleicht der grundlegende Unterschied zwischen Nominierung eines NRW-Bewerbers und Wahl auf die Europaliste nicht klar?

  9. Hier in Bochum sind einige MItglieder angeschrieben worden, die nie zuvor öffentlich in Erscheinung getreten sind und dies auch nie wollten. So stellt sich nun tatsächlich die Frage wie jemand ohne Zugriff auf eine Mitgliederdatenbank an deren Mailadresse kommt. Sicher wird man das aufklären können, einige angeschriebene erwarten dies zumindet.

    Warum haben Sie Herr Dilger den neuen Vorstand um die Zusage gebeten eine entsprechende MItgliederversammlung im Januar einzuberufen wenn Sie nun lieber eine Urabstimmung möchten.

    Sicher erinnern Sie sich, dass ich vor 3 Wochen auf der Kreissprecherkonferenz für eine Urabstimmung war. Damals gab es viele Gegenargumente, auch von Ihnen, denen ich mich letztlich anschließen konnte. Nun ist es doch die bessere Methode? das hat nichts mit Verhinderung zu tun. Wenn es Ihnen so sehr um die Basisdemokratie geht stelle ich die Frage, sind Sie auch beim Bundesvorstand für eine Urabstimmung eingetreten? warum entscheiden in Aschaffenburg sogar nur Delegierte? Und dann fanden Sie doch vor 3 Wochen sogar die Verabschiedung eines Wahlprogramms in Aschaffenburg für einen denkbaren Weg, daher wundert mich der neue Drang zur innerparteilichen, direkte Demokartie nun schon, die schien mir bis vor wenigen Tagen einen anderen Stellenwert zu haben.

    • Sie gehören doch zu den Leuten, die Samstag vehement gegen ein „Schaulaufen“ waren, um es jetzt für notwendig zu halten. Ich war dafür, die Mitgliederversammlung entscheiden zu lassen. Als das nicht mehr ging (also als meine zweite Wahl), habe ich am Sonntag einen Urwahlantrag eingebracht. Der Parteitag wollte diesen nicht unterstützen, was jedoch keineswegs eine grundsätzliche Ablehnung einer Urwahl bedeutet, wie der Vorstand fälschlich behauptet. Entsprechend bin ich jetzt (dritte Präferenz) für diesen neuen Urwahlantrag, den idealerweise 5 % der Mitglieder stellen. Wenn auch das nicht gelingt, führt hoffentlich (4. Wahl) ein Parteitag im Januar die Nominierungen durch. Ich fürchte allerdings, dass es auch dazu nicht kommen wird („worst case“), sondern einige (einschließlich Ihnen?) rein destruktiv unterwegs sind. Die Folgen für den Landesverband, vielleicht auch die Gesamtpartei, werden negativ sein, während sich umgekehrt eine Urwahl gerade auch nach außen gut vermarkten ließe. Es geht im Moment auch noch gar nicht um Personen, wie Sie unterstellen, sondern schlicht das Wahlverfahren. Dass ich nicht rein taktisch agieren, sondern mein Wort halte, haben vielleicht selbst Sie am Samstag gemerkt.

      • Lieber Alexander Dilger,
        Sie könnten allen Parteimitgliedern, außer Ihnen selbst vielleicht, einen großen Dienst erweisen, wenn Sie die Gründungs- und Findungsphase des neuen Landesvorstandes nicht mit Ihren persönlichen Ambitionen und damit verbundenen, unadäquaten Aktivitäten belasten würden.
        Ich hoffe auf Ihre Einsicht. –
        Herzliche Grüße, Ingo Schumacher.

      • Ich hatte mich in der Sache doch sehr zurückgehalten, bis gestern diese unsägliche E-Mail vom Landesvorstand kam. Er wäre klug beraten, davon wieder abzurücken. Ansonsten könnte Herr X eine Strafanzeige wegen Verleumdung stellen. Die Positionierung des Vorstands als Vorstand gegen einen Mitgliederantrag auf Urwahl entspricht auch nicht der Satzung. Ob dieser Antrag die notwendige Unterstützung findet und wer dann ggf. gewählt wird, ist eine ganz andere Frage.

      • Was der Landesvorstand plant kann auf einer Versammlung jederzeit noch korrigiert werden Professor Dilger. Eine Reduktion von 33 auf 10 Kandidaten würde natürlich wenig Sinn machen, woher diese Information kommt weiß ich natürlich nicht. Gegen das Schaulaufen war ich aus einer absolut praktischen Erwägung, einen Landesvorstand zu haben war mit erheblich wichtiger als eine Kandidaten Vorauswahl. Das die Wahl des Landesvorstands nicht an einem halben Tag erfolgen würde wußte jeder der schon in Rommerskirchen dabei war. Die Idee der Urwahl wäre bei entsprechd guter Vorbereitung eine gute Idee gewesen, warum sind Sie der nicht schon im November gefolgt? Jetzt ein Hauruckverfahren erzwingen zu wollen ist erheblich weniger Basisorientiert. Ich werde übrigens die Wahl im Januar ausdrücklich unterstützen, wir haben im Kreis schon unsere Listenwahl gedanklich vom ursprünglich geplanten Wochenende auf zwei Abende in die Wochenmitte gepackt um sowohl am 11./12. als auch am 17./.18. für eine erneute Mitgliederversammlung und einen LPT bereit zu sein.

      • Im November hatten der Landesverband und ich noch ganz andere Sorgen. Außerdem war der Landesvorstand nicht mehr beschlussfähig. Schließlich musste es ohnehin die Mitgliederversammlung zur Delegiertenwahl geben (obwohl eine elektronische Wahl der Delegierten mein Plan B gewesen wäre, wenn alte Vorstandsmitglieder die Mitgliederversammlung ganz zerstört hätten). Warum sollte diese dann nicht die Nominierungen vornehmen? Es handelte sich um reine Taktiererei, aber nicht von mir. Einige haben durchaus ein Interesse daran, dass es auch im Januar keine Nominierung gibt. Sie ist rechtlich ohnehin nicht vorgeschrieben und die politische Bedeutung scheint vielen leider nicht klar zu sein.

  10. Mann oh Mann , wir wählen im Januar einen Favoriten für NRW. Es wird doch auch kein anderer Hoffnungsträger darauf verzichten wollen. Wo bleibt eigentlich Ihre Logik ?
    Das möchte ich Ihnen hiermit versprechen !

    Natürlich steht die Zeit gegen Sie , so werden Sie es doch intelligenten Menschen nicht übel nehmen diesen Umstand zu sehen . Und tun Sie mir bitte einen Gefallen . Ähnlich wie bei personellen Besetzungen , an denen Sie permanent rumnörgelten ohne eine Alternative zu nennen , widerholen Sie gebetsmühlenartig auch hier diesen dumpfen Blödsinn. Bei Erkenntnis der Dinge die geleistet wurden und nun nachvollziehbar gewisse Zeit gekostet haben , benennen Sie mir nun bitte das wir anders machen konnten um die von Ihnen als so wichtige Personalie zeitlich hinzubekommen . Ich erinnere an ca 3 Std. Wahl bis wir den zweiten Stellvertreter gewählt hatten .Abends hatten wir am zweiten Tag schließlich mit Blockwahl von sechs Beisitzern wegen Zeitverkürzung alle gewählt und die Meisten die Schnauze gestrichen voll . Von der sich ständig verringernden Menge der “ Wahlkämpfer “ am Sonntag ganz zu schweigen .

    1. Wollten Sie es nun am Samstag nach 11,5 Std. noch anhängen ?
    2. Wollten Sie es am Sonntag nch 19. 00 angehen oder
    3. einfach die Vorstandswahl opfern um einen * Vorschlag * nach Aschaffenburg zu entsenden ?

    Nun gurken sie auf diesem Thema fast unerträglich herum , so daß es Ihnen gewiss nicht schwerfallen wird eine K O N K R E T E Aussage zu treffen was Sie gesehen und gemacht ! hätten um Ihren Wunsch in Erfüllung gehen zu lassen .

    Es waren 33 ? Europawillige am Start . Ich gebe diesen nur fünf Minuten Redezeit und fünf Minuten Fragezeit ( waspro Nase erfahrungsgemäss 15 minuten in Anspruch nimmt . )

    Und nun Sie bitte ! Aber konkret und kein wisch wasch aus dem bekannten Rethorik Kurs von von Pfarrer Bolte . Die Lösung Herr Dr, Dilger !

    • Wenn Sie nicht immer nur gegen mich agitieren, sondern auch einmal zuhören würden, wüssten Sie längst, wie der bereits unterbreitete Vorschlag aussah (dem auch die übrigen Vorstandsmitglieder ursprünglich zustimmten, bis sie sich auf reine Destruktion verlegten): Es hätte eine Vorwahl gegeben, um das Kandidatenfeld von 33 auf z. B. 10 zu reduzieren. Jeweils 3 Minuten Vorstellungs- und dann nochmals Diskussionszeit, schon wäre der Punkt nach einer Stunde vorbei gewesen. Es hätten zwei Wahlgänge genügt, in der Auszählzeit hätten wir etwas anderes machen können. Nun wollen Sie die nächsten Wochen nichts anderes diskutieren und dann noch ein Wochenende dafür opfern. Viel Spaß!

      • Wenn Sie besser zugehört hätten … Was soll ich noch alles tun ? Wir waren nur ich ! und das meistens nur . Sie werden es verstehen 😉 Also entging mir sogar , daß meine Frau per Antrag die Fragenden auf Drei reduziert hatte . Das war vorher nach oben offen .

        In einem Punkt hatte Frau Fischer Recht , was natürlich dann auch noch fürchterlich fies schadete , denn ich wurde sauer ! Sie hätten das Dingen bei der Truppe gewonnen. Da ich das sah , 😉 etwas geschah 😉 …….. Was dann allerdings geschehen wäre, so als neuer Sprecher für NRW weiß ich nicht genau … So war es an der Zeit die Sache zu beenden .

        Nein , bin ich nicht !
        Wir schreiben uns immer so .

      • Sie schreiben immer so, ich versuche hingegen, möglichst klar und deutlich zu schreiben und mich auch an mein Wort zu halten. Dagegen versprachen Sie vorher groß, dass Sie mich als Europakandidat unterstützen würden, wenn ich nicht als Sprecher kandidiere. Wie Ihre Unterstützung aussieht, kann man jetzt hier und vor allem bei Facebook besichtigen.

      • Das hatte ich wohl falsch verstanden, hier waren die 10 Kandidaten …
        also so wie in Berlin ??? was denken Sie wie viele Mitglieder die Profile im Netz gelesen hatten – die hätten einfach die 23 Namen gestrichen die sie nicht kennen – ist das demokratisch? ein praktisches aber nicht sehr schönes Wahlverfahren.

      • Wenn Sie, Herr Dilger hiermit zum Ausdruck bringen möchten, daß Ihnen zur Verteidigung Ihrer Sichtweise der Dinge nichts mehr weiter einfällt, okay!
        Aber weiterhin kritische Anmerkungen zu Ihrem relativ offensichtlichen Ziel – auf biegen und brechen eine „Nominierungsliste NRW“ mit Ihnen auf Platz 1 zu erlangen – sind hoffentlich nach wie vor erlaubt, oder?

        Ich denke zwar, daß es für den und oder die Bestplatzierten auf dieser Liste, wenn es denn je dazu kommen mag, wichtiger sein müßte bei den stimmberechtigten Delegierten zu punkten. Aber man kann natürlich auch darauf bauen, daß ein Platz 1 auf dieser „NRW-Vorschlagliste“ automatisch einen aussichtsreichen Platz auf der Bundesliste garantiert.

        Also wenn ich ein aussichtsreicher Kandidat für einen der oberer Plätze „dieser“ Liste wäre, würde ich mich darauf konzentrieren möglichst viele Stimmen der 64 NRW-Delegierten hinter mich zu bringen und eventuell verlorenes Vertrauen zurück zu gewinnen, als weiteres Porzellan zu zerschlagen. Denn was würde mir ein Platz 1 auf einer „NRW-Wunsch-Vorschlagsliste“ nützen, wenn mir ein Großteil der 64 NRW-Delegierten ihr Votum vorenthält und ich darüber hinaus über die Grenzen von NRW hinweg ein „schwieriges“ Image aufbaue, wo in Summe einfach zu wenig lupenrein Positives über mich zu Buche schlägt. Außerdem reicht es auch bestimmt nicht aus für einen Platz unter den TOP 10 in der Bundesliste, wenn man es als Kandidat nicht auch übergreifend zu Stimmen aus den anderen Bundesländern bringt, oder?
        Und das vor allem dann nicht, wenn man nicht das Glück hat schon bereits vor der Wahl zu dem ausgeklüngelten, erlauchten Personenkreis zu gehören, die von allen möglichen Rednern bis hin zu den Versammlungsleitern einmal hier besonders gelobt werden oder einmal dort als Wunschkandidat gehuldigt werden, wenn man schon nicht das Glück hat mit Herrn Lucke verwandt zu sein – halt eben so, wie es unlängst viele von uns am vergangenen Wochende in Arnsberg Live erleben konnten.

        Ich wünsche auf jeden Fall allen Kandidaten viel Erfolg bei Ihren Bemühungen und vielleicht wäre es hierzu auch förderlich wenn der NRW-Vorstand die Deaktivierung der Kandidatenvorstellungsliste des Bewerberportals auf der NRW-Homepage wieder zurücknimmt. Aber vielleicht gibt es ja auch für diese in meinen Augen etwas wettbewerbsverzerrende Maßnahme gute Gründe, die ich z.Zt. noch nicht kenne.

      • Danke für die Tipps, doch ich möchte gar nicht auf Biegen und Brechen nominiert werden, während Sie und andere mich unbedingt verhindern wollen. Mir geht es nämlich gar nicht um Personen, auch nicht um meine, sondern um die Sache. Ich möchte vor allem, dass der Euro verschwindet, was sich vermutlich weder im Europaparlament noch in Deutschland entscheiden wird, sondern in einem der Südländer einschließlich Frankreich.

      • Das ich Sie „unbedingt verhindern will“ halte ich zwar für etwas überzogen formuliert, aber Sie haben richtig erkannt, daß Sie mich nicht zu Ihren Fürsprechern zählen können und meine Stimme bekämen Sie z.Zt. auch nicht; aus vielerlei Gründen, die ich hier auch nicht unbedingt ausbreiten muß, wenn Sie mich nicht ausdrücklich darum bitten sollten.
        Zwar hatte ich Sie in Rommerskirchen noch gewählt, aber das wäre mir nicht passiert, wenn ich zu diesem Zeitpunkt gewußt hätte, daß Sie erst einen Tag vorher aus der FDP ausgetreten sein sollen, was ich vor Monaten einmal irgendwo gelesen habe.

        Aber Ihr Dank für meine Tipps ehrt mich und mir ist zwischenzeilich während der Lektüre der vielen neuen Kommentare vom heutigen Tag (und da hätte ich ja auch an vielen Stellen etwas zu sagen können – aber vielleicht isses jetzt auch alles überflüssig) folgende Idee gekommen, wie es sogar möglich wäre, daß ich und bestimmt auch tausende Andere „Fan“ von Ihnen werden könnte.

        Wenn Ihre Einlassungen und Erklärungen und „glühenden“ Lobeshymnen auf die basisdemokratischte Form aller Wahlen = die Urwahl (wenn auch mit „später“ Einsicht – weil „wir“ hätten sé ja auch schon etwas früher haben können, wie hier und dort berichtet) wirklich ehrlich und ernst gemeint sind und es Ihnen nicht um Ihre eigene Person geht sondern um die Sache, dann setzen Sie sich doch an die Spitze einer basisdemokratischen Bewegung, weshalb doch urprünglich die große breite Masse aller Mitglieder der AfD überhaupt erst in diese Partei eingetreten ist.

        1.) Schwören Sie ab von den ganzen „Kungeleien“ und dem „Seilschaftsgehabe“, was auch hier in unserer Partei lebt – und zwar von Anfang an, wie Sie sehr wohl wissen – weshalb ja auch trauriger Weise schon wieder hunderte Mitglieder aus der AfD ausgetreten sind (ganz aktuelles Beispiel = „kama“ heute 23:15!).
        2.) Beenden Sie Ihren Plan mit Hilfe der „NRW-Urwahl“ auf Platz 1 in NRW zu gelangen, weil Ihnen das in Aschaffenburg, wie oben von mir beschrieben wahrscheinlich nicht viel nützen wird, zumal Sie von der Parteispitze ziemlich sicher nicht mehr protegiert werden.
        3.) Seien Sie der Initiator für eine BUNDESWEITE Urwahl der Europawahlkandidatenliste der AfD.

        Dann brauchen wir hier in NRW auch keine MV mehr zu diesem Thema – Aschaffenburg kann auch ausfallen – und sie könnten damit nicht nur ihre Popularität in NRW (und das vor allem bei den Mitgliedern) steigern, und nicht nur über die Grenzen von NRW hinaus bekannt werden, sondern Sie könnten eventuell sogar letztendlich auf dem ersten Platz zur Europawahl landen und vielleicht sogar berühmt werden oder vielleicht sogar in die Geschichte eingehen. Wer weiß?

        Bitte denken Sie einmal in Ruhe darüber nach – und vielleicht schlafen Sie auch ein bis mehrere Nächte mal darüber – Sie schalten einfach Ihre Blog auf „Ruhemodus“ und spielen das ganze mal durch.
        Ich bin überzeugt, daß Sie das schaffen könnten – allerdings nur, wenn Sie nicht in alte Muster verfallen sollten (siehe Punkt 1).
        Sie haben auch positive Eigenschaften! Sie haben diese nur bisher für die falschen Zwecke eingesetzt – oder salopper gesagt – aufs falsche Pferd gesetzt!
        Ich bin gespannt…

      • Darüber muss ich nicht schlafen, denn ich kann Ihnen gleich mitteilen, dass Ihr Vorschlag gesetzeswidrig ist (das nehmen Sie mir vermutlich jetzt auch übel, obwohl ich gar nichts dafür kann). Eine offizielle Kandidatenliste muss über eine Wahlversammlung aufgestellt werden. Es gibt nur Gestaltungsmöglichkeiten (durch den Bundesvorstand) dahingehend, ob eine Bundesliste oder Landeslisten aufgestellt werden und ob dies durch Delegierten- oder Mitgliederversammlungen geschieht. Die Urwahl von Spitzenkandidaten, wie sie Bundes- und Landessatzung vorsehen, ist auch nicht wirklich bindend (ungefähr so wie das SPD-Mitgliedervotum über den Koalitionsvertrag).

        Ich bin übrigens am 24. März aus der FDP aus- und in die AfD eingetreten. Die Gründung des Landesverbandes erfolgte am 12. April.

  11. Kann es sein, dass Deutschland wieder einmal kriegt, was es verdient (nämlich keine vernünftige Alternative) ,weil seine Einwohner schon wieder eine Chance auf echte Veränderung (für lange Zeit vermutlich die letzte) verspielen?
    Meine Gott, ist dieses ewige Gezänk ätzend!

    Ich habe auch keine Mail von Herrn Hecker erhalten, dafür aber ein Schreiben des neuen Vortstands, das das nächste Unheil ankündigt.

    Die AfD hat genau mit der Person Lucke, seiner Kompetenz und seinen programmatischen Vorgaben so viel erreicht. Das sollte die Leitlinien für Brüssel doch aufzeigen. Kleinkriege kann man sich erst leisten, wenn dieser Schritt bewältigt ist. Im Moment fürchte ich einen Riesensatz zurück.

    • Ich sehe das nicht so negativ. Am Wochenende sind wir doch ein großes Stück vorangekommen. Eine suboptimale E-Mail (oder je nach Perspektive einen nicht so guten Blog-Beitrag) verkraftet die Partei. Auch in den anderen Landesverbänden ist die Entwicklung begrüßenswert. Ende Januar wird eine gute Liste zur Europawahl aufgestellt, dann führen wir geschlossen Wahlkampf, auch kommunal und für drei Landtage. Die Alternative für Deutschland wird als echte Alternative erfolgreich sein.

      • Ihr Wort in Gottes Ohr!
        Ich glaube, ehrlich gesagt, ja auch daran. Trotzdem kann es nicht schaden, gelegentlich einmal darauf hinzuweisen, dass der innerparteiliche Selbstfindungszauber durchaus um Einiges dezenter ablaufen könnte. Von der sogenannten „Professorenpartei“ sollte man erwarten dürfen, dass sie sich auch hinsichtlich ihrer Organsiationsentwicklung alternativ und nicht dermaßen „orange“ verhält;-)
        Gegenseitige Herabwürdigungen in der Öffentlichkeit, Intrigen, selbsgefällige Alleingänge, dumm-schädliche Putschversuche, überbordendes Antrags-Kleinklein …. das alles mag verständlich sein, aber man muss sich auch über die möglichen Nebenwirkungen im Klaren sein. Die Geier lauern an allen Ecken – gegnerische Politiker, ihre Sympathisanten bei den Medien, verhinderte Möchtegern-Senkrechtsstarter. Der Erfolg im Mai wird maßgeblich davon abhängen, welches Bild die AfD vor Beginn des Wahlkampfs abgibt. Wenn die Kampfhandlungen bis dahin abgeebbt sein sollten und man sich einigt, die Lucke-Linie weiter zu verfolgen, wird die Partei stark sein.

      • Am letzten Wochenende hat sich doch die Lucke-Linie in NRW vollständig durchgesetzt. Man kann sogar argumentieren, dass sich damit meine historische Mission in der AfD erfüllt hat (das erläutere ich bei Interesse ein anderes Mal genauer). Folglich sollen die Mitglieder oder meinetwegen auch Parteitagsdelegierten darüber abstimmen, ob Sie für mich in der absehbaren Zukunft noch eine Funktion in der Partei sehen oder nicht. Ich verspreche, dieses Votum zu akzeptieren und ggf. gar nichts mehr in der Partei zu machen und auch hier nicht mehr über sie zu schreiben etc. Was ich nicht akzeptabel und auch nicht demokratisch finde, sind die Tricksereien und das Getöse, mit denen einige versuchen, ein solches Votum zu verhindern. In Arnsberg ist das leider gelungen und nur deshalb gibt es überhaupt noch diese Unruhe.

  12. Dringender Aufruf an alle Parteimitglieder der Alternative für Deutschland NRW:

    Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Parteimitglieder,
    mit einem besonderen Anliegen wende ich mich heute persönlich an Sie. Sie haben gestern Abend eine E-Mail vom Landesvorstand bekommen. Darin spricht sich der neue Sprecher Jörg Burger im Namen des gesamten Vorstands dagegen aus, eine Urwahl zur Festlegung eines Europawahl-Kandidaten durchzuführen.

    Meine Position ist jedoch eine gegenteilige. Ich finde, wir können uns als Alternative für Deutschland nicht für mehr direkte Demokratie stark machen, wenn wir diese Forderung nicht auch in den eigenen Reihen erfüllen. Deshalb bitte ich Sie herzlich und zugleich eindringlich, sich dieser Urwahl unbedingt anzuschließen und den Aufruf dazu außerdem weiterzuleiten an andere AfD-Mitglieder in Ihrem Bekanntenkreis.

    Entgegen anderslautenden Äußerungen hat der Landesparteitag am vergangenen Wochenende sich nicht gegen eine Urwahl ausgesprochen. Auch ist eine solche Urwahl keineswegs unzulässig, wie manche behaupten. Es ist also das Recht der Mitglieder, eine solche Urwahl durchzuführen, wenn sich mindestens 5% der Mitglieder dafür aussprechen. „Eine Stärkung der Demokratie und der demokratischen Bürgerrechte“ und „Mehr direkte Demokratie auch in den Parteien“ steht wörtlich in unserem Wahlprogramm. Entsprechend dieser klaren Forderung sollten wir es auch in unserem AfD-Landesverband in Nordrhein-Westfalen handhaben.

    Ca. 300 Euro kostet ein Programm zur elektronischen Urwahl. Das sollte uns die Sache wert sein, in Nordrhein-Westfalen den Begriff Basisdemokratie wirklich mit Leben zu füllen!

    Übrigens – damit es keine Missverständnisse gibt: Die Adressen für meine E-Mail habe ich aus meinem persönlichen Adressbuch beziehungsweise stammen aus öffentlich zugänglichen Quellen. Ich bin mir sicher, dass Herr Hecker es genauso handhabt und nicht gegen den Datenschutz verstoßen hat.

    Den Antrag mitsamt Erläuterungen finden Sie hier:

    Sehr geehrter Frau Dr. Forner,
    sehr geehrter Herr Burger, sehr geehrte Herren des Landesvorstands,

    hiermit beantrage ich, Mitgliedsname und -nummer:

    Zur Nominierung des Spitzenkandidaten des AfD-Landesverbandes NRW für die Europawahl 2014 soll noch im Dezember 2013 eine Urwahl gemäß § 11 Abs. 7 Landessatzung durchgeführt werden.

    Sobald 5 % der Mitglieder diese Urwahl beantragt haben, informiert der Landesvorstand alle Mitglieder darüber und ruft zu Kandidaturen auf. Binnen einer Woche danach können Interessierte ihre Kandidatur erklären. Kandidaten benötigen die Unterstützung von mindestens 30 Mitgliedern, wobei jedes Mitglied nur einen Kandidaten unterstützen kann. Die so unterstützten Kandidaten dürfen sich auf der Landeshomepage vorstellen, während die Urwahl durch alle Mitglieder zwei Wochen lang elektronisch und/oder per Brief vom Landesvorstand organisiert wird. Der Kandidat, der die meisten Stimmen erhält (relative Mehrheit), wird Spitzenkandidat des Landesverbandes und vom Landesvorstand bei der Europawahlversammlung vorgeschlagen. Der für Anfang Januar 2014 geplante Landesparteitag kann weitere NRW-Kandidaten nominieren.

    Mit freundlichen Grüßen
    Mitgliedsname

    P. S.: Dieser Antrag darf gerne weiter verbreitet werden und ist zur Antragstellung mit eigenem Namen an geschaeftsstelle@nrw-alternativefuer.de zu schicken, außerdem in Kopie (CC) bitte an joerg.burger@nrw-alternativefuer.de sowie urwahl@web.de senden.

    Mit meiner nochmaligen Bitte, dem Antrag zu folgen, sende ich
    Beste Grüße aus Dortmund
    Maria Fischer

    • auch ich schließe mich diesem Aufruf an,

      obwohl es mir eigentlich gleich ist, wen wir (bundesweit) für das Europaparlament nominieren ( wir haben mehr fähige Bewerber, als wir je an Mandaten erringen könnten)

      Aber – es ist höchste Zeit, dass wir unserer Kernforderung mehr Demokratie auch in die Parteien zu tragen auch Taten folgen lassen.

      und demokratische Teilhabe dürfte auch die Mitglieder zu engagierteren Wahlkampf führen.

    • Ich halte den Antrag für vollkommen wiedersinnig in der jetzigen Situation. Aber bitte, Wenn Frau Fischer, Herr Dilger und Herr Hecker hier so erpicht darauf sind, dann sollen Sie so weitermachen. Aber dann sollen Sie auch mit dem Ergebnis in Aschaffenburg leben können, wie immer dieses ausgehen wird.

      • Warum ist der Antrag widersinnig? Sie dürfen das natürlich meinen, doch andere dürfen trotzdem einen solchen Antrag stellen. Wo ist dabei denn das Problem? Natürlich werden wir alle das Ergebnis von Aschaffenburg akzeptieren. Es geht darum, ob und ggf. wie Aschaffenburg vorbereitet wird. Bei 150 Kandidaten wie in Schmallenberg (oder 750, wenn wir das auf die fünffache Größe des Bundesverbandes hochrechnen) platzt die Wahlversammlung.

  13. Ich sehe nicht den Sinn einer Vorwahl auf Landesebene, ob Urwahl oder sonstwie.
    Denn die Listenwahl findet durch die Bundesdelegierten statt.
    Diese sind nicht an irgendwelche Landesvorwahlergebnisse gebunden.

    • wie ich Sie einschätze, Herr Wunsch, sind Sie aber durchaus für das urdemokratische Verfahren einer Urwahlt zu haben, dann bleibt auch das Desaster von neuen Parteitagen (wie jetzt in BW) erspart – und das kostet ganz andere Beträge, egal ob man nun von 300 oder 8.000 € spricht.

  14. Die Alternative für Deutschland ist schnell erwachsen geworden. Jetzt muss sie aufpassen, dass sie nicht der Progerie verfällt und genauso schnell altert. Der Versuch, die Strukturen der etablierten Parteien zu kopieren, geht auf Kosten der Ideale, für welche die Alternative für Deutschland angetreten ist: Transparenz und so viel Basisdemokratie wie möglich. Hinterzimmer-Politik und Seilschaften passen nicht zur Alternative für Deutschland.

  15. Ich kann dieses Hick Hack nicht mehr ertragen. Ich bin aus der AfD ausgetreten. Voller Hoffnung bin ich das erstemal in meinem Leben in eine Partei eingetreten (bereits im März), nicht um aktiv Politik zu betreiben. Ich wollte meinen finaziellen Beitrag leisten und mit meiner Mitgliedschaft dokumentieren, dass die Altparteien nicht mehr zu ertragen sind. Nun stelle ich fest, dass die AfD sich im klein klein suhlt. Warum muss das öffentlich stattfinden? Warum steht die Sache nicht im Vordergrund? Ich habe keinerlei Präferenz für die eine oder andere Seite in dieser und auch vorhergenden Auseinandersetzungen. Ich bin nur maßlos entäuscht. Meine 82-jährige Mutter konnte ich überzeugen nach 50 Jahren statt SPD nun AfD zu wählen. Was sage ich ihr jetzt?
    Es gibt immer Entscheidungen im Leben die man akzeptieren muss. Ich bin Mitglied im Betriebsrat (Nachrücker) des größten Software-Herstellers in Deutschland und weiß wo von ich rede.
    Warum gibt man dem Landesvorstand NRW nicht die nötige Ruhe um sich auszurichten, sprich sich auf das Wesentliche zu konzentrieren?
    Sollte die AfD die Entscheidung treffen, weiterhin an ihren Zielen festzuhalten (z. B. die unsägliche Euro-Rettungspolitik) werde ich die AfD weiterhin wählen. Die internen Auseinandersetzungen, egal ob von Herrn Renner, Dilger oder sonst wem werde ich mir nicht mehr antun.

    • Es tut mir leid, dass Sie die AfD wieder verlassen haben. Meinen Sie, mir als direkt Betroffenem macht dieser Hick-Hack Spaß? Aber so ist Politik nun einmal, ob in alten oder neuen Parteien. Es gibt ständig Streit um Positionen und Personen, was sich beides auch nicht einfach voneinander trennen lässt. Die Ausrichtung der Partei geschieht nicht in oder gar durch Ruhe, sondern in Form von Auseinandersetzungen, die nur mehr oder weniger gesittet ablaufen können. Mit einem Erfolg von Herrn Renner hätte die AfD zumindest in NRW nicht an ihren ursprünglichen Zielen (siehe Bundestagswahlprogramm) und dem Kurs von Herrn Lucke festgehalten. Ihrer Mutter können Sie sagen, was ich Ihnen jetzt rate: Wählen Sie weiter die AfD, denn wir halten an den Zielen fest, auch wenn es nicht einfach ist.

      • „Aber so ist Politik nun einmal […]“

        Dann versuchen Sie es doch mal alternativ!

      • „Die Alternative ist, keine Politik mehr zu machen. Das ist wirklich eine attraktive Option.“

        D.h. Sie haben schon kapituliert, ohne es wirklich versucht zu haben?

      • Nein, es ging Ihnen doch um Alternativen. Dass ich kämpfen kann, habe ich doch bereits hinreichend bewiesen. Nun muss ich vielleicht eher das Gegenteil zeigen, dass ich auch Frieden zu halten vermag. Dieser Blog-Beitrag war dafür eher kontraproduktiv, allerdings durch die ungünstige E-Mail provoziert. Im Grunde bin ich Tit-for-Tat-Spieler („wie du mir, so ich dir“). Deshalb hassen mich die problematischen Mitglieder so, weil ich ihnen auch Probleme bereite, während vernünftige und nette Menschen mit mir gut klarkommen.

      • Natürlich meine ich die im Blog-Beitrag erwähnte erste E-Mail vom neuen Landesvorstand. Ich hoffe, dass die nächsten Rundmails besser sind und ich hier gar nicht darauf eingehen muss oder ich den Landesvorstand dafür sogar loben kann. Denn eigentlich halte ich den Landesverband jetzt für befriedet, nur das leidige Nominierungsthema ist noch offen geblieben.

    • Wenn sich der Klügere/Bessere/Kompetentere zurückzieht, stärkt er die Kräfte, die er nicht haben will. Bitte bedenken Sie das.
      Ich teile Ihren Frust, aber die Zeit ist viel zu kurz, um das Handtuch zu werfen. Es gibt genügend gute Leute in der Partei, die noch genug Gelegenheit haben, sich durchzusetzen. Der Trend geht doch schon dahin. Man kann durchaus auf die Wirksamkeit der Selbsreinigungsskräfte hoffen.
      Zum Schimpfen gibt es aber immer noch genug Anlass;-)

  16. Ich habe die hier veröffentlichen Kommentare alle gelesen und sehr lange überlegt, ob ich den Antrag auf Urwahl nun unterstützen soll oder nicht. Beide Seiten haben gute Argumente.

    Letztendlich habe ich mich FÜR einen Antrag entschieden, und zwar aus einem einzigen Grund: Wenn wir als AfD mehr Basisdemokratie verlangen (pro Volksentscheid), dann müssen wir das innerparteilich auch so leben. Klar hat diese Art der Mitbestimmung auch ihre Tücken. Auch ich werde vermutlich keine 123 Bewerbungen lesen – andererseits ist es den Delegierten m. E. auch nicht zuzumuten, persönliche Vorstellungen von 123 Bewerbern auf einem Delegiertenparteitag über sich ergehen lassen zu müssen. Sie sollen lieber ihre wertvolle Zeit damit verbringen, endlich Sachpolitik zu machen und über Sachanträge abstimmen.

    Sicher wollen manche Mitglieder gerne mehr Möglichkeiten, sich aktiv in die Partei einzubringen als durch das Verteilen von Flyern. Und nicht alle haben die Möglichkeit, sich zu Delegierten wählen zu lassen – sei es aus finanziellen, beruflichen, familiären oder gesundheitlichen Gründen. Deshalb hoffe ich daß ein Programm zur Durchführung eines Mitgliedervotums – was auch immer es tatsächlich kosten mag – allein schon aus diesem Grunde in Zukunft noch öfter zum Einsatz kommen wird. Allein schon, damit es sich rechnet 😉

    Ein Mitgliedervotum in Einzelfragen ist unbestreitbar demokratischer als die Entscheidung von demokratisch gewählten Delegierten. Wer das anders sieht, darf eigentlich die Forderung nach Volksabstimmung der AfD nicht unterstützen.

    Bleibt so oder so zu hoffen, daß sich die besten Kandidaten durchsetzen. Mir persönlich ist es dabei sogar egal, ob diese aus NRW kommen oder aus einem anderen Landesverband. Und ja, die besten zu finden wird für uns einfache Mitglieder sicher ebenso schwierig wie für die Delegierten – das ist die Krux der Demokratie.

  17. „Letztendlich habe ich mich FÜR einen Antrag entschieden, und zwar aus einem einzigen Grund: Wenn wir als AfD mehr Basisdemokratie verlangen (pro Volksentscheid), dann müssen wir das innerparteilich auch so leben.“

    Das hast Du einmal mehr treffend formuliert – wie ich auch Deiner restlichen Argumentation nur zustimmen kann.

    Außerdem möchte ich mich persönlich lieber in Ruhe mit den Bewerbern auseinandersetzen, bevor ich eine Entscheidung treffe. So ein 5 minütiges Vorstellungsgespräch plus 5 Minuten Fragerunde ist nicht nur ein Marathon insgesamt, es ist auch nicht weiter nachprüfbar.

    Ich persönlich würde Niemanden auf eine Liste wählen, den ich nicht einmal googeln kann.

  18. Also ich bin prinzipiell für die Idee einer Urwahl. Schon aus IT-technischem Interesse (und deshalb hätte ich auch gern gewusst, welche 300€-Software hier vorgeschlagen wird). Und überhaupt verstehe ich nicht was sich die Leute so aufregen. Egal was wir in NRW veranstalten, ob Urwahl, Mitgliederversammlung oder was auch immer, es hätte lediglich empfehlenden Charakter (denn wählen tut letztendlich die Bundesvollversammlung). Insofern also eine gute Gelegenheit um mit ein paar neuen Varianten der innerparteilichen Demokratie zu experimentieren. Ich gebe allerdings zu dass die Urwahl-Idee weniger Geschmäckle hätte, wenn sie bereits vor Arnsberg ins Gespräch gebracht worden wäre. Aber dann wiederum sehe ich auch nicht, warum hier Leute annehmen dass Alexander Dilger bei einer Urwahl bessere Chancen hätte als bei einer Mitgliederversammlung (und beide Veranstaltungen schließen einander zudem nicht aus).
    Dirk Scharnbecks Idee einer bundesweiten Urwahl (die dann natürlich auch nur empfehlenden Charakter haben könnte) finde ich auch nicht ganz verkehrt. Allerdings sollte dann das Eurovision-Wahlverfahren angewendet werden: Niemand darf für das eigene Land abstimmen („And the twelve points from NRW go to …“). Vielleicht bei der nächsten Europawahl …

    • Werter proessorenpartei.de. Sie schreiben: „denn wählen tut letztendlich die Bundesvollversammlung“. Genau das ist es ja, worum es geht. Mit der Urwahl schafft Dilger locker den Weg nach Aschaffenburg, ohne Urwahl sicherlich nicht. Aber was passiert dann in Aschaffenburg? Die Deligierten (ca. 65 oder mehr), die gegen Dilger sind, fahren ja dann garnicht nach Aschaffenburg. Also rücken Deligierte nach, dass können ja nur Wähler für ihn sein, weil es ja sonst keinen Sinn macht, dorthin zu fahren. Damit kommt er dann locker auf Platz 2. Das ist das ganze Kalkül der Dilger Gruppe. Dabei steht noch oben an, dass behauptet wird, dieses Verfahren sei wesentlich demokratischer. Es ist keinesfall demokratischer, das Gegenteil ist der Fall, es ist eine demokratische Manipulation, grenzwertig sogar, und ich kann nur hoffen, dass unser neuer Landesvorstand sich so entscheidet, wie er sich entschieden hat.

      • Was ist das für ein verschwörungstheoretischer Unsinn? Woher wollen Sie wissen, was ich mit und ohne Urwahl schaffe? Ich weiß es jedenfalls nicht. Wenn es für alle offensichtlich wäre, könnte man sich die entsprechende Ur- oder Delegiertenwahl doch auch sparen, so wie Bernd Lucke keine Vorwahl für seine unumstrittene Spitzenkandidatur benötigt. In jedem Fall wird es in Aschaffenburg Delegierte geben, die für mich sind (ich selbst z. B.), und andere, die gegen mich stimmen werden, falls ich denn antrete. Gegen ein klares NRW-Votum werde ich das nicht tun, doch dazu muss ein solches Votum überhaupt stattfinden. Wer auch immer von NRW nominiert wird, kann auch nicht sicher sein, Platz 2 oder überhaupt einen aussichtsreichen Listenplatz zu erhalten. Denn auch darum muss man kämpfen und es könnte durchaus noch bessere Kandidaten von anderswo geben. Gerade deswegen ist es wichtig, dass in NRW nicht irgendwer ausgekungelt wird, sondern der beste Bewerber möglichst breit und fair gewählt wird. Dass eine Urwahl manipulativ und undemokratisch sein soll, haben Sie sich einfach ausgedacht. Warum sollte eine Entscheidung des Vorstands demokratischer sein als eine der Mitglieder?

      • Werter Herr Krebs,

        was finden Sie jetzt bitte demokratisch grenzwertig? Dass die Mitglieder eine andere Meinung vetreten (könnten), als die so genannten Deligierten? (vielleicht aus gutem Grund sind die Mitglieder meist gegen Deligierte, und es ist sicherlich grenzwertig demokratisch, wenn die Deligierten gänzlich anders abstimmen als es die Mitglieder täten)

        Oder dass, die Deligierten dann einfach ihrer Aufgabe nicht nachkommen, um die sie sich gedrängt haben. Finden Sie das demokratisch?

        Nein, Herr Krebs, die meisten Mitglieder beteiligen sich erst gar nicht an irgend welchen Spekulationen, wem welches Verfahren am meisten nutzt.
        )Solche strategischen Erwägungen ist etwas für die ‚Spezialisten‘ – wir hätten diese im Wahlkampf so dringend gebraucht.)

        Denn die Mitglieder sind meist nie einer Partei angehörig gewesen, sie sind ausschließlich aus Idealismus beigetreten – ohne je die geringste Chance auf einen fininaziellen Vorteil zu haben. Im Gegenteil – sie haben vielfach jede Menge Zeit und Geld investiert.

        Und ja – alle die AfD Interessierten, die ihr hier lesen mögt, und euch mit Schaudern abwenden wollt – das hier ist nicht die AfD, das hier sind nicht die Mitglieder, nicht die Idealisten.

        Und – mögen manche hoffen, die Mitglieder seien so leicht zu manipulieren, wie eine Horde Schafe – oder was wollten Sie mit Ihrer ‚demokratischen Manipulation‘ anders ausdrücken? – diesen also, die in Mitgliedern nur Schafe sehen wollen, gut genug zum Plakate kleben, Flyer verteilen, während die wirklich Schlauen überall ihre Netzwerke pflegen,

        diesen also sei gesagt – Schafe sind die Mitglieder nicht.

    • Es gibt mehrere mögliche Softwarelösungen, für 300 Euro z. B. folgende, die allerdings vorher noch getestet werden müsste: https://de.surveymonkey.com/

      Was hat denn die Urwahl-Idee für ein „Geschmäckle“? Ich habe hier doch genau erklärt, wie sie sich entwickelt hat und was meine Präferenzfolge in dieser Frage ist. Diese ganzen Verschwörungstheorien sind falsch bzw. fallen auf ihre Urheber zurück. Jedenfalls könnte die AfD hier wirklich einmal mit Verfahren der direkten Demokratie experimentieren. Die Kandidatenkür könnte dann auch nach außen werbenden Charakter haben, während diese Diskussion im Vorfeld bei öffentlicher Beachtung vermutlich eher abschreckend wirken würde.

      • Und was wäre wenn in 4 Monaten Landtagswahl wäre oder die große Koalition platzt?
        Die Wandlungsfähigkeit einiger Parteimitglieder überrascht und macht mich ein weinig stutzig. Wo liegen hier eigentlich die politischen Interessengebiete? Sorry, aber ab einer Abstimmung werde ich mich nicht beteiligen. Macht endlich wieder Politik!

      • Abstimmungen und Wahlen sind wesentlicher Teil der Politik. Dass Frau Merkel wieder Bundeskanzlerin wird, ist z. B. viel bedeutsamer als das CDU-Wahlprogramm oder auch der Koalitionsvertrag.

      • Geschmack (Geschmäckle) hat immer eine starke subjektive Komponente. Und ob es jetzt so clever ist, die Urwahl-Idee nach einem deutlich abschlägigen Parteitagsbeschluss mit anderen Mitteln durchpeitschen zu wollen, sei dahingestellt (die Parteitagsdelegierten unseres Kreises sind, soweit ich mich umgehört habe, „not amused“).
        Ich habe mir auf der Surveymonkey-Webseite mal angesehen, welche Features da für 300€/Jahr angeboten werden. Die Rede ist von Online-Umfragen. Und es wäre sicher nicht verkehrt, hin und wieder mal Online-Umfragen unter den Parteimitgliedern durchzuführen. Allerdings, für eine Urwahl muss absolut sichergestellt werden dass nur autorisierte Teilnehmer, und auch diese nur einmal, abstimmen, andererseits muss aber auch die Anonymität strikt gewährleistet sein. Und ob Sureymonkey das auch bietet, bin ich nicht sicher (laut Beschreibung auf der Webseite werden doppelte Antworten durch Zufallszuweisungen (A/B-Tests) und Zufallsauswahl vermieden, für eine Urwahl erscheint mir das nicht als praktikabel. Ebenfalls möglich ist eine Begrenzung auf eine Antwort pro IP-Adresse, aber das ist auch nicht zielführend). Aber man kann ja mal die kostenfreie Version testen (10 Fragen pro Umfrage, 100 Beantwortungen pro Umfrageseite). Ein erfolgreicher technischer Test ist für mich die Grundvoraussetzung um die Urwahl-Idee überhaupt weiter zu verfolgen.
        Mit freundlichen Grüßen,
        Ulf Winkler, Kreis Düren

      • Es gibt zwei Dinge, die aus meiner Amtszeit als Sprecher noch offen sind: Es wurden 52 von 54 Kreisverbänden gegründet, doch zwei im Münsterland fehlen leider noch. Außerdem wurde diese aus meiner Sicht notwendige Nominierung mehrfach verschoben. Nun beschuldigen mich viele hier, nur einen persönlichen Vorteil zu suchen. Sehen Sie es bitte einmal andersherum: Ich riskiere einmal mehr meine Beliebtheit und mindere meine Wahlchancen, um etwas Notwendiges für die Partei zu erreichen. Wenn ich andere, besser geeignete Kandidaten sehen würde, würde ich übrigens sofort für diese verzichten. Käme z. B. Herr Schäffler noch schnell zur AfD, dann sollte er für NRW antreten (nicht weil ich ihn inhaltlich für so viel überzeugender halte, sondern weil er bereits prominent ist und weitere Unterstützer nachzieht).

        Die Grundversion von Surveymonkey ist übrigens nicht für eine Urwahl geeignet. Man muss da schon etwas tiefer einsteigen und deshalb auch die 300 Euro ausgeben, um die „Umfrage“ an ausgewählte E-Mail-Adressen zu verschicken und nur diesen eine geheime Antwort zu erlauben. Der Veranstalter der Umfrage, also laut Satzung der Landesvorstand, kann dann sehen, wer geantwortet hat, aber nicht, was individuell geantwortet wurde, so wie es auch bei einer Briefwahl wäre. Letztere Option müsste wohl ohnehin denjenigen Mitgliedern eröffnet werden, die keine (gültige) E-Mail-Adresse haben.

  19. Hallo Herr Dilger, verschwörungstheoretisch war mein Statement sicherlich nicht, es ist eine angewendete Praxis. Wenn sie sich nicht diesen Hut anziehen, dann ist es allenfalls verschwörungspraktisch anwendbar, und sie hätten sicher etwas dazu gelernt. Als anständiger Mensch muss ich ihnen natürlich Recht geben, ich kann ja nicht das Gegenteil behaupten. Trotzdem fand ich es richtig, der Unbedarftheit hier mal einen Riegel vorschieben zu wollen. Manipulierte Demokratie ist übrigens nicht etwas unwürdiges, rechtslastiges oder verbotenes, solange sie den breiten Bereich des Grenzwertes nicht überschreitet. Auch moralisch ethisch muss es nicht zweifelhaft sein, da man zu diesem Zeitpunkt nicht ermessen kann, ob die von mir benannte grenzwertige Demokratie nicht letztendlich zur allerbesten Lösung führt.

  20. Pingback: No Logo | Alexander Dilger

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