Wilhelm Bürgermeisterkandidat der Familien-Partei in Arnsberg

Vor einer Woche bin ich der ‚Familien-Partei beigetreten‘ und habe zusammen mit anderen den Stadtverband Arnsberg gegründet. Dieser hat jetzt neben seiner Facebook-Seite und Facebook-Gruppe auch eine Homepage und einen Twitter-Account. Vor allem hat er seit heute auch einen Kandidaten zur „Bürgermeisterwahl 2018“ in Arnsberg. Der Vorsitzende des Stadtverbandes Reinhard Wilhelm wurde als Kandidat nominiert. Ich wünsche ihm möglichst viel Erfolg bei der öffentlichen Wahl und werde ihn demnächst bei der Sammlung der nötigen Unterstützerunterschriften unterstützen.

27 Gedanken zu „Wilhelm Bürgermeisterkandidat der Familien-Partei in Arnsberg

    • Bei der Bürgermeisterwahl geht es vor allem um politisches Kalkül und weniger um Fachkompetenz.Das notwendige Fachweissem (Gemeindeordnung, Haushaltsrecht, Satzungen etc.) ist in der jeweiligen Stadtverwaltung bzw. derKommunalaufsicht (Bezirksregierung) reichlich vorhanden und abrufbar. Wichtiger istdie Zusammenarbeit mit demStadtrat. Wenn dieser gegen den Bürgermeister arbeitet ,ist er eine „lame duck“ . Im konservativen Sauerland ist jeder Bürgermeister gut beraten, wenn er mit der CDU geht. Diese hat den Kandidaten Petewr Erb vorgeschlagen, also braucht mankeine intimen Kenntnisse, um zu prognostizieren, wer gewinnen wird. Die SPD will einen Kandidaten dagegen stellen. Damit sind die Chancen von Herrn Reinhard Wilhelm, diese Wahl zu gewinnen gleich Null. In 2001 bin ich mal in der Eifel – aus Spass an der Freunde- als unabhängiger Kandidat mit Unterstützung der Freien Wähler und der SPD gegen den CDU Platzhirsch angetreten. Es gab 3 Kandidaten und ich erhielt rund 29% aus dem Stand, obwohl ich in dieser Gemeinde vorher nie Kommunalpolitik machte. Mein Wahlkampf war sehr gut und wurde von der Uni Duisburg ( Prof.Dr.Korte) mit einem ersten Prei der Kampagne NRW ausgezeichnet. Die 29% habe ich allerdings der Unterstützung von 2 Fraktionen, die im Gemeinderat Simmerath vertreten waren, zu verddanken. Ohne diese wäreich wahscheinlich einstellig geblieben.Man kann also auch aus der Ferne prognostizieren, dass Herr Wilhelm weniger als 10% der Stimmen einsammeln wird. Beiüber 70000 Einwohner hat er mittels „canvassing“ -aufgrund der Anzahl der Haushalte- keine realistische Chancesichvorzustellen. Also wird er Geld in die Hand nehmen müssen,um mittels Plakaten, Flyern, Facebook Werbung etc. sein Gesicht bekannt zu machen. Wenn er dabei die Familienpartei mit ins Spiel bringt bereitet er so die Kommunalwahl 2019 vor. Das eigentliche Ziel dieser Kandidatur ist also die Kommunalwahl 2019. Da die 2,5% Hürdegefallen ist, wird Herr Wilhelm , wenn er keinegroben Fehler macht, in 2019 für die Familienpartei imStadtrat von Arnsberg sitzen.Er sollte allerdings die Kosten einer Bürgermisterkandidatur nicht unterschätzen. Gewinnt er als BM Kandidat nur 1-2% der Stimmen,ist er politisch für die Kommunalwahl 2019 verbrannt.

      • Sie müssen meine Kandidatur eher als demokratischen Beitrag sehen. Durch meine Kandidatur erweitere ich die Wahlmöglichkeiten der Bürger.

        Die Stadt Arnsberg wurde bislang von einem Verwaltungsjuristen angeführt und die Bürger haben die Möglichkeit, diese Tradition fortzusetzen.

        Die Stadtrat Arnsberg hat zudem beschlossen, 30 Mio. EUR für den Umbau des Rathauses zu investieren. Das ist das teuerste Projekt seit Bestehen Arnsbergs in den heutigen Grenzen. Der Stadtrat hat jetzt schon bedenken, das Mammut-Projekt personell gestemmt zu kriegen und möchte einen Projektsteuerer für 60.000 EUR p.a. für die nächsten drei Jahre beschäftigen. Ich persönlich würde als Bürger eher für einen Volljuristen als für einen Polizisten, Betriebsleiter oder Kaufhaus-Filialleiter stimmen.

        Aber Sie haben Recht, auf kommunaler Ebene spielt es häufiger eher eine Rolle, ob jemand Schützenhauptmann und von der richtigen Partei aufgestellt ist. Allerdings gibt es auch Beispiele, dass solche Aspekte nicht immer ziehen. Ich verweise exemplarisch auf Drensteinfurt, Ense, Havixbeck, wo sich jeweils unabhängige Kandidaten gegen bestehende Parteien durchgesetzt haben.

        Wie später der Umgang mit dem Stadtrat sein wird, das wird man sehen. Aber ich gehe davon aus, dass allen Beteiligten klar ist, dass es in einem Krieg zwischen Bürgermeister und Stadtrat keine Gewinner geben wird. Vom konstruktiven Umgang können aber alle Beteiligten profitieren. Dass ein vernünftiger Umgang möglich ist, das zeigen die obigen Beispiele.

      • Ich denke, dass die mutige Kandidatur von Herrn Wilhelm unsere volle Unterstützung verdient.
        Meckern alleine reicht nicht.

        Die Ansätze in den Jamaika Verhandlungen etwas für die Familie zu tun, sind schon wieder dahin. Die Familienpartei ist wahrscheinlich die Einzige mit dem festen Willen, die Familien zu fördern.
        Das Motto der Familienpartei könnte heißen:

        “ Familie als Basis unseres Staates“

    • Die Arnsberger Politik kann man dahingehend als interessanter als die Bundespolitik bezeichnen, als der Weg in eine Bundes-GroKo mehr oder weniger vorgezeichnet zu sein scheint. Eine Minderheitsregierung wäre sehr interessant gewesen, aber davor scheuen die beteiligten Parteien offensichtlich zurück.

    • Man braucht es nicht beim alltäglichen Hochklappen der Bürgersteige um 21 Uhr belassen. Mit etwas Phantasie lässt sich ein Ort beleben. Ich denke da an Pfaffenhofen an der Ilm, ein kleines Städtchen an der Bahnstrecke München – Nürnberg, durchflossen von einem Flüsschen (oder etwas größeren Bach), von der Bausubstanz her Mittelmaß, keine Fachwerkhäuser.
      Ein Paar Leute dort hatten die (einigermaßen verrückte) Idee, sich am Wettbewerb zur lebenswertesten Kleinstadt der Welt zu beteiligen. Sie arbeiteten eine Präsentationsmappe aus und erhielten tatsächlich den Titel (https://www.welt.de/reise/nah/article13703109/Pfaffenhofen-lebenswerteste-Kleinstadt-der-Welt.html).
      Dieses Jahr war dort die Landesgartenschau. Sie war nicht jeden Tag gut besucht. Aber einige (subventionierte) Einrichtungen bleiben und machen das Städtchen noch für einige Jahre attraktiv.
      Vielleicht lässt sich auch in Arnsberg eine Präsentationsmappe erstellen. Ein Fließgewässer ist ja vorhanden.

      • Vielen Dank für den Tipp. Ich werde mir Ihre Seite anschauen.

  1. Ich habe soeben meine Mitgliedschaft bei der LKR beendet und möchte der Familienpartei beitreten. Was muss ich jetzt tun?

    • Das halte ich für eine vernünftige Entscheidung, zu der hoffentlich noch viele kommen.

      Einen Mitgliedsantrag finden Sie auf der verlinkten Seite des Stadtverbandes. Wenn Sie erst einmal dort mitarbeiten möchten (er ist Ihnen geographisch am nächsten), schicken Sie ihn an die Adresse im Impressum, sonst an das Postfach auf dem Antrag.

      • Ist es nicht für alle Beteiligten von Vorteil, dass Herr Krebs LKR verlassen hat? Sein Aufnahmeantrag zur Familien-Partei würde wie jeder andere geprüft. So ein Klima wie in LKR möchte niemand in der Familien-Partei, doch dafür war wohl kaum Herr Krebs alleine verantwortlich. Noch in der AfD war er mir jedenfalls nicht negativ aufgefallen.

      • Es ist in der Tat abschreckend, wenn posts von Herrn Widmann offenbaren, welch gruselige Atmosphäre in der LKR herrscht(e ?). Wir wollen so etwas in der Familien-Partei nicht.

        Gerade in einer kleinen Partei, die in nächster Zeit mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit gar nicht in den Genuss lukrativer Mandate kommt, müssen doch die Rahmenbedingungen derart sein, dass die Teilnahme an den parteilichen Aktivitäten Spaß macht.

        Umgekehrt gewinnt doch keiner, wenn Chancen, die die ALFA / LKR durchaus hatte, so zerschossen werden, weil die Mitglieder unmotiviert sind und die wenige Öffentlichkeit, die die Verhältnisse kennt, sich erschreckt abwendet.

      • Jedenfalls hat er in diesem Blog längst seine Ehre verloren, insofern er nicht doch noch ein Bargeldversteck unter seinem Kopfkissen entdeckt.

        Ich bewundere Sie ja für Ihr Engagement. Wenn es um die Stadt an sich gehen würde, okay, nachvollziehbar. Aber es als Schritt des Aufbaus einer Partei zu sehen?

        Da wird Deutschland von verantwortungslosen Politikern zu einem zweiten Detroit gemacht und hier klauen sich völlig bedeutungslose Kleinparteien die Mitglieder, weil sie davon träumen, den ganz großen Wurf zu landen. Das ist jetzt nicht böse gemeint, aber das grenzt fast an Realsatire.

      • Bei der Familien-Partei geht es nicht darum, „den ganz großen Wurf zu landen“, sondern um vernünftige Politik von Bürgern für Bürger. So hat die AfD auch einmal angefangen (wie wahrscheinlich die meisten Parteien), aber sich leider in kürzester Zeit ganz anders entwickelt. Es würde mich freuen, wenn sie zu ihren Wurzeln zurückfindet, doch ich glaube nicht daran.

        Auch die Entwicklung der FDP werde ich weiter mit Interesse verfolgen, doch eine richtige Tat von Herrn Lindner stellt noch nicht die durch viele Taten verlorene Gläubwurdigkeit wieder her.

        Schließlich geht es nicht darum, anderen Kleinparteien die Mitglieder zu klauen. Ich bin über jeden Aufnahmeantrag froh. Jeder Antrag wird dann ernsthaft geprüft und darüber vernünftig entschieden, was zumindest in der AfD NRW lange nicht der Fall war und wohl bis heute nicht ist.

      • @Burger

        Die Zeiten haben sich doch geändert. Würde heute noch einmal gewählt werden, dann würde die CDU unter 30 Prozent , die SPD unter 19 Prozent landen. Es würde gerade für eine Koalition reichen. Die AfD fängt jedoch nicht den Abschwung auf. Ihre Aushängeschilder haben sich überwiegend für eine reaktionäre und / oder nationalistische Sichtweise entschieden. Die klassischen CDU-Wähler stellen einige Protestwähler, aber nicht die Stammwählerschaft. Die FDP konnte viele CDU-Wähler gewinnen, aber keine Stammwähler. Irgendwie werden sich die Leerräume füllen, wir werden sehen, wer sie füllt. Möglicherweise werden sich einige Klein- und Kleinstparteien zu einer größeren Partei zusammen schließen. Man wird sehen. Ich sehe alles ziemlich relaxt, auch die Bürgermeisterwahl. Der Antritt ist für mich zwar gewöhnungsbedürftig. Aber man gewöhnt sich an alles. Im Februar ist das Spektakel dann eh vorbei. Ich hoffe, dass wir dann ein respektables Ergebnis einfahren werden. Wenn wir als Dritter, also vor der AfD, oder besser durch die Zielgerade laufen sollten, dann haben wir viel erreicht.

      • Weder AfD noch FDP sind perfekt. Aber ihre Probleme würden oder werden sich bei der Familienpartei auch ergeben, sollte sie je eine gewisse Größe erreichen. Man wird zerrieben zwischen einem Konformitätsdruck auf der einen Seite und einer notwendigen Abgrenzung, ohne die man überflüssig ist, auf der anderen Seite.

        Die Altparteien würden und werden Sie nicht begrüßen. Entweder Sie müssten sich gnadenlos anpassen und mehr als ein paar seltene Show-Einlagen der Selbstständigkeit, wie man Sie jetzt von Lindner sehen durfte, sind nicht drin. Das würde Ihnen die Möglichkeit geben, auch honorige Persönlichkeiten einzubinden. Aber die dafür notwendige Anpassung, wenn nicht gar Unterwerfung, würde Sie überflüssig machen. Oder aber Sie folgen dem Modell der AfD: Sie stehen alleine gegen alle anderen Parteien und werden zum Pariah. Das wird allerlei schwierige Gestalten anziehen und ihren Leumund schwer beschädigen.

        Ich setze darauf, dass analog zu Österreich ein Effekt der Gewöhnung auftritt. Hierfür reichen nicht ein paar Jahre, es werden Jahrzehnte sein. Vielleicht ist es dann zu spät, vielleicht auch nicht. Die AfD ist sehr! vielversprechend in den Bundestag gestartet. Es gibt keine Skandale und starke Reden (ich empfehle Ihnen die Rede von Alice Weidel, die bald die 1-Millionen-Marke knacken dürfte, obwohl sie totgeschwiegen wurde). Außerdem äußern sich auch immer mehr Vertreter der rechten Seite nachdenklich. Hier ist Gauland zu nennen. Hier ist aber auch Poggenburg zu nennen, der plötzlich weniger Bewegung möchte. Und hier ist selbst Höcke zu nennen, der nach seiner Ausspionierung nachdenklich wirkt und davon spricht, dass man gegen diese „Künstler“ keine Rachegedanken hegen sollte, sondern sich dadurch unterscheiden möchte, dass man mit dem politischen Gegner anders umgeht. Sollte all das nachhaltig sein und die Hahnenkämpfe mit der Zeit nachlassen, dann dürfte auch eine Etablierung mit steigender Unterstützung möglich sein.

        https://www.youtube.com/watch?v=AE50VZnrMTw&t=3039s Minute 5-13

        Ich respektiere ihr Engagement. Das kostet Zeit und auch Geld. Ich wünschen ihnen Erfolg, ich glaube nur nicht daran. Solange es Ihnen Spaß macht und Sie keine falschen Erwartungen hegen, ist auch alles prima. Viele Ihrer Gedanken sind richtig und es ist immer hilfreich, wenn sie in der Öffentlichkeit vertreten werden.

      • @Burger

        Die AfD benimmt sich wie die Axt im Walde, analog wie die Die Grünen. Die Folge ist, dass die Bürger diese im Regelfall nicht ( mehr ) wählen wird, nur noch aus Protest mehr nicht. Für die Bürger sind Gauland, Höcke, Poggendorf, von Storch unten durch. Weidel wirkt nicht authentisch, eher anbiedernd gegenüber Gauland. Sie wird nicht viel oder gar nichts retten.

    • Bitte denken Sie daran, dass eine Doppelmitgliedschaft nicht möglich ist, weshalb der Kündigungsnachweis beigefügt werden sollte.

      Viele Grüße

      Reinhard Wilhelm

      • In der jetzigen Situation ist es besser, wenn ich der Familien-Partei zum jetzigen Zeitpunkt nicht beitrete. Das liegt daran, dass diese Partei völlig unbelastet ist, was die personelle Struktur angeht. Eigentlich bin ich ein leises Mitglied und meinen Grundsätzen treu. Ich musste mich aber in meiner vorherigen Partei entscheiden, ob ich mich wehren sollte, oder nicht. Dem zur Folge bin ich mit mir im Reinen.
        Ich werde die Familienpartei auch ohne Mitgliedschaft unterstützen können, nicht mit meinem Namen aber mit meinem guten Willen.

      • Lieber Herr Krebs,

        ich danke Ihnen für Ihre großmütige Entscheidung. Wir wollen in der Tat in der Familien-Partei keine Zustände wie in der LKR oder AfD. Wir können als Außenstehende in der Tat nicht beurteilen, wer ursächlich oder nachrangig handelt. Es ist für uns einfacher, wenn involvierte Personen so besonnen und zurückhaltend agieren wie Sie.

        Wir freuen uns im übrigen über jede Unterstützung, egal ob über eine Mitgliedschaft oder über eine Unterstützung außerhalb der Partei.

        Liebe Grüße

        Reinhard Wilhelm

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