Familien-Partei beigetreten

Wie angekündigt, habe ich mich einer neuen Partei zugewandt. Seit heute bin ich Mitglied der Familien-Partei Deutschlands. Es ist eine kleine, dafür aber recht erfolgreiche Partei, die z. B. ein Mandat im Europaparlament errang (auch wenn der Abgeordnete inzwischen ausgetreten ist). Ich will mithelfen, dass diese Partei größer und vor allem noch erfolgreicher und bekannter wird. Wer dabei ebenfalls mithelfen will, kann sich gerne bei der Partei oder direkt bei mir melden. Familie ist jedenfalls ein wichtiges Thema und bietet Anknüpfungspunkte zu anderen Themen wie soliden Finanzen, besserer Bildung und einem Europa der Vaterländer.

Wie bei so kleinen Parteien nicht ungewöhnlich, habe ich gleich ein Parteiamt bekommen. Ich wurde in Abwesenheit (wegen familiärer Verpflichtungen) zum stellvertretenden Vorsitzenden des Stadtverbandes Arnsberg gewählt, der ebenfalls heute gegründet wurde. Vorsitzender des Stadtverbandes ist Reinhard Wilhelm.

Anlass für die Gründung und den Beitritt jetzt statt später ist die „Bürgermeisterwahl 2018“ in Arnsberg. Der Stadtverband wird nächste Woche einen Kandidaten nominieren. Dieser dürfte kaum gegen den CDU-Kandidaten gewinnen können, doch ein Achtungserfolg sowie Werbung für die Partei und von neuen Mitgliedern sind möglich. Nach der Bürgermeisterwahl sollen dann u. a. ein Kreisverband Dortmund und ein Bezirksverband Arnsberg gegründet werden.

In diesem Blog werde ich jetzt gelegentlich über die Familien-Partei berichten, wozu ich eine neue Kategorie eingerichtet habe. Ansonsten ändert sich wenig. Vor allem bleibt es mein persönlicher Blog. Ich schreibe hier weder dienstlich noch im Namen der Familien-Partei. Dafür werden andere Kommunikationskanäle aufgebaut. So hat der Stadtverband Arnsberg bereits eine Facebook-Seite und eine Facebook-Gruppe, die sich über ein „Gefällt mir“ bzw. einen Beitritt freuen.

79 Gedanken zu „Familien-Partei beigetreten

  1. Bitte erläutern Sie, warum Sie denken, dass die Familienpartei aufstrebend ist. Bei allen größeren Wahlen in diesem Jahr lief es schlechter als jeweils in den Wahlen davor.

    • In NRW und bei der Bundestagswahl ist die Familien-Partei doch gar nicht mit Listen angetreten. Die Fünf-Prozent-Hürde ist bei Landtags- und Bundestagswahlen für solch eine Kleinpartei ohnehin kaum überwindbar. Im Europaparlament und bei Kommunalwahlen gibt es diese Hürde aber nicht mehr (auch die neu errichteten Ersatzhürden dürften fallen). Wo die Familien-Partei antritt, hat sie dann durchaus Chancen.

      • Ja eben, ein Nichtantritt ist nun nicht gerade ein Zeichen von Prosperität. Aber bitte…

      • Was sagt es aus, wenn eine Partei ohne realistische Chance antritt? LKR schafft so 0,0 Prozent. Es ist vernünftiger, sich auf aussichtsreiche Wahlen zu konzentrieren.

    • Die AfD spielt jetzt in einer anderen Liga, aber die Familien-Partei ist sowohl inhaltlich überzeugender als auch voraussichtlich bei den Wählern erfolgreicher als z. B. LKR oder Die Blaue Partei.

      • Na- das ist doch eher ein Spießer-Verein- wenn auch geeignet, die Münsteraner Idylle gegen Brüssel einzutauschen- das steht doch dahinter ?
        Nichts mehr mit EU-Reform und DM-Restitution.
        Übrigens: Der Herr Wilhelm ist doch ein früherer Kampfgefährte von uns ?

      • Ich wohne nicht in Münster und andere zieht es stärker nach Brüssel. Mir geht es um die Inhalte, die sich hinsichtlich Euro und EU noch ausbauen lassen. Herr Wilhelm war tatsächlich auch mal in der AfD, als diese noch liberaler war.

      • Die Neusortierung des deutschen Parteiensystems steht gerade am Anfang. Da kann vieles passieren – die CDU kann den Weg der italienischen DC in die Bedeutungslosigkeit nehmen / die SPD wird wohl weiter talwärts fahren usw.. Abgesehen davon, dass mir persönlich der Begriff der Familie in Ihrer neuen Partei zu eng gefasst ist, halte ich den Zeitpunkt Ihrer Entscheidung auf jeden Fall für verfrüht. Für ein erneutes parteipolitisches Engagement hätte ich Ihnen geraten, die nächsten beiden Jahre abzuwarten. Die nicht unwahrscheinlichen tektonischen Verschiebungen des deutschen Parteisystems sollten dann klarere Konturen angenommen haben. Dass die Familienpartei dabei jedoch jemals eine Rolle spielen wird, ist nicht zu erwarten. In der Politik muss man aber immer auch Macht und Einfluss anstreben, denn Macht an sich ist ja nichts Böses – es kommt drauf an, was man daraus macht. Ich fürchte, für Ihre neue Partei, wird sich die Frage nach Verantwortung über einzelne kommunale Mandate hinaus nie stellen

      • Was machen denn die im Bundestag vertretenen Parteien aus ihrer Macht? Macht an sich ist nichts Böses, doch sie selbst und vor allem das übermäßige Streben nach ihr korrumpieren.

        Eigentlich hatte ich noch die Bildung der Jamaika-Koalition und den Bundes- sowie Landesparteitag der AfD abwarten wollen. Sollte die FDP in der Opposition bleiben, könnte sie sich positiv entwickeln. Dasselbe gilt für die AfD, wenn sie ihren Kurs korrigiert. Ich habe jetzt beide Entwicklungen quasi vorweggenommen.

    • Ich glaube besser kann man es nicht sagen! Problematisch ist nur jetzt Unterschiede zwuschen LKR und Familienpartei azszuarbeiten?
      Viel Erfolg!

      • Die Familienpartei ist viel breiter aufgestellt. Es wurde wohl schon einmal über Möglichkeiten der Zusammenarbeit geredet. Vielleicht lässt sich das wiederholen, wozu LKR aber anerkennen müsste, dass es nicht allein auf die Mitgliedszahlen auf dem Papier ankommt.

  2. Familienpartei ist ganz kritisch zu sehen, schließlich hat ja kaum ein Deutscher noch eigene Kinder. Da hätten Sie besser die Hunde-, Yoga- oder Autopartei gegründet. Jetzt geraten Sie noch stärker mit den Progressiven ins Gehege. Familie ist quasi proto-nazistisch, da Kinder die CO2-Bilanz verschlechtern, der Dritten Welt und den Flüchtlingen die Ressourcen wegnehmen und ein weißes Europa perpetuieren, was nach dem Angriff auf den Leipziger Professor als absolut rassistisch gilt.

    Ganz schlecht also. Ich wünsche Ihnen aber trotzdem viel Glück beim revolutionärsten Akt, den die Post-68er Welt noch anzubieten hat, einer eigenen Familie. Einen politischen Tipp hätte ich bereits: eine Fotoserie mit einem prominenten Sympathieträger und seiner Familie bringt ihnen mehr Presseaufmerksamkeit und Wähler als alle ausgefeilten Parteitagsbeschlüsse zusammen. An letzteres glauben eigentlich nur LKR-Liberale, Resultat bekannt.

    • Familie ist positiv besetzt, aber eine bürgerliche Angelegenheit. Linke würden sie am liebsten abschaffen und durch den Staat ersetzen, der alle Kinder gleich (schlecht) behandeln könnte.

  3. Verstehe ich es eigentlich richtig, dass genau Sie nun für die BM-Wahl in Arnsberg kandidieren wollen? Muss man dafür nicht dort wohnen?

  4. An die Familien-Partei hatte ich zunächst auch gedacht, als Sie vom Eintritt in eine Kleinpartei schrieben; das Durchscrollen des Wiki-Beitrags deutete für mich aber auf eine aktuell schwächere Entwicklung dieser Partei hin, so dass ich eher auf die Freien Wähler tippte.Sowohl innerparteilich als auch im Europawahlkampf werden Sie gut zu tun haben. Die mind. 0,5% sind kein Selbstläufer und viele (Semi-) Promis werden versuchen, über den Spitzenplatz einer Kleinpartei-Liste ins EU-Parlament zu kommen.
    – Inhaltlich klingt vieles durchaus sympathisch, allerdings bin ich gespannt, was die Vorschläge der Familien-Partei zu den drängenden Themen Migration, rasanter demographischer Wandel und kulturellen Veränderungen sind. Diese Themenfelder haben sehr viel mit „Familie“ zu tun ebenso wie die Sozial-, Wirtschafts- und Finanzpolitik, von der Steuerpolitik, über die Diskussion des BGE usw.
    Bundespolitisch sehe ich praktisch keine Chancen. Selbst wenn es zu gravierenden Aufspaltungen bei den großen Parteien kommen würde, wäre eine Familien-Partei Stand heute nur irgendwo ein Anhängsel..

    • Ich denke, dass man bundespolitisch nur erfolgreich sein kann, wenn man die Themen aufgreift, die den Konservativen aktuell wichtig sind, also Migration, Islam, etc.

  5. Gute Entscheidung. Vor der Eurokrise, der Flüchtlingskrise und bevor es die AfD gab, habe ich seit 1994 stets die Familienpartei oder die ÖDP gewählt.

    Der erste Grund war die Haltung der Uniion zur Abtreibung. Die Union hat nach der Wiedervereinigung um Stimmen im Osten zu bekommen, eine jahrzehntelang vehement vertretene Position zum Lebensschutz einfach so aufgegeben. Als Kathoilk konnte und kann ich es nicht mit meinem Gewissen vereinabren, eine Partei zu wählen, die den Schutz des ungeborenen Lebens verschlechtert hat und an dieser Haltung festhält.

    Der zweite Grund war die damals verstockte Haltung der Union zum Umweltschutz. Dass diese Haltung nun vom Verstocktsein in’s Irrationale gekippt ist, macht es nicht besser.
    Zerlegt sich die AfD werde ich wieder zu diesen Parteien zurück kehren.

    Allerdings müssen Sie sich eine Nuance christlicher geben, wenn Sie in der Familienpartei etwas werden wollen.
    Und ich weiß nicht genau wie Sie zum Klimaschutz stehen. Aber ohne eine dezidiert bejahende Haltung dazu wird das wohl auch nichts.

    Ausserdem neigt Familienpartei wohl etwas zu Sektiertum.. Eine Fusion der Partei mit der ÖDP scheiterte, trotz großer inhaltlicher Gemeinsamkeiten, an der Familienpartei. Möglicherweise gelingt es Ihnen im Verbund mit anderen hier etwas aufzubrechen.

    • Da haben wir es schon: Abtreibungsgegner a la Frau v. Storch würden vermutlich versuchen solche Parteien wie die Familienpartei zu penetrieren. Wenn man mit den Erzkonservativen Abtreibungsgegnern der ÖDP fusionieren wollte, deutet ja schon einiges darauf hin. Was wollen Sie da, als Liberaler, Prof. Dilger?

      • Die ÖDP gilt als linkskatholisch. Mir momentan zu links und zu wenig entschieden für den Schutz des ungeborenen Lebens:

        Schwangerschaftsabbrüchen steht die ÖDP größtenteils skeptisch gegenüber. Sie befürwortet und unterstützt jedoch den gefundenen und geltenden Rechtskompromiss.[33] Die ÖDP verspricht sich von ihrem Sozialprogramm eine deutliche Verminderung der Abtreibungsquote, da mit dessen Umsetzung die sozialen Motivationen dazu weitgehend beseitigt würde.

        https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%96kologisch-Demokratische_Partei#Sozial-_und_Familienpolitik

        Im Übrigen ist es liberal gegen Abtreibung zu sein, weil es der erste und wichtigste Anspruch des Bürgers gegen den Staat ist, den Schutz des eigenen Lebens zu sichern. Und das Ungeborene ist eigenständiges menschliches Leben und Träger von Grundrechten, wie auch das BVerfG feststellte.

        Und der Herr Prof. Dilger sollte in dieser Frage, wenn er in der Familienpartei eine Rolle spielen will, nicht hinter die Position der Familienpartei, zurüc fallen:

        Die Familien-Partei plädiert dafür, die Adoptionsmöglichkeiten insbesondere für Ehepaare, die keine Kinder bekommen können, zu erleichtern. Ihr erklärtes Anliegen ist es, durch verstärkte materielle und institutionelle Hilfe in Schwangerschaftskonflikten sowie durch die dauerhafte Zahlung von Erziehungsgehalt und durch Deckung der Kinderkosten die Häufigkeit von Schwangerschaftsabbrüchen nachhaltig zu verringern.

        https://de.wikipedia.org/wiki/Familien-Partei_Deutschlands

        Da sieht man dass ÖDP und Familienpartei hier fast identisch sind. Leider werden in beiden Positonen die behinderten Ungeborenen nicht erwähnt.
        Aber ein Fortschritt wäre es schon.

      • Rechtlich gesehen werden keine Bürger abgetrieben, biologisch gesehen zumindest in den ersten Wochen auch noch keine Menschen. Es handelt sich um menschliches Leben, doch das trifft auf jede unserer Körperzellen zu. Ein mögliches Abgrenzungskriterium könnte wie beim Ende des Lebens in der Existenz von Gehirnströmen liegen.

    • Sektierertum, Spaltungen, brutale innerparteiliche Auseinandersetzungen gibt es auch jede Menge bei kleinen Parteien, man denke an Senioren- und Tierschutzparteien, an die Piraten uvm. Die ödp gibt es seit 34(!) Jahren, Erfolge außer auf kommunaler Ebene Fehlanzeige, Verschleiß an engagierten Mitgliedern sehr hoch. Die einzigen Achtungserfolge auf Länderebene, 2% in Bayern und 1,4% in BaWü liegen schon lange zurück.

      • Es gibt keine Erfolgsgarantie. Die größeren Parteien haben jedoch die bekannten größeren Probleme. Von den Kleinparteien finde ich die Familienpartei am besten und noch eine Neugründung wäre gleichzeitig anstrengender und riskanter.

    • Rechtlich gesehen ist der Nasciturus ( der, der geboren werden wird) ein Bürger, hat das BVerfG festgestellt.
      http://www.ak-lebensrecht.de/info/gesetz_bverfge.html
      Auszug unten

      Das Festlegen des Todes mit Erlöschen der Hirnstörme hat einen anderen Hintergrund. Damit ist der Sterbeprozess irreversibel und das Bewusstsein kann nicht wieder hergestellt werden.

      Früher galt ein Mensch als tot, wenn das Herz nicht mehr schlug, weil dann der Sterbeprozess irreversibel war.

      Wird es der Medzin eines Tages gelingen Menschen mit erloschenen Hirnstörme wieder zu beleben, wird es ein anderes Kriterium für den Tod geben.

      BVerfG:
      Leben im Sinne der geschichtlichen Existenz eines menschlichen Individuums besteht nach gesicherter biologisch-physiologischer Erkenntnis jedenfalls vom 14. Tage nach der Empfängnis (Nidation, Individuation) an (…). Der damit begonnene Entwicklungsprozeß ist ein kontinuierlicher Vorgang, der keine scharfen Einschnitte aufweist und eine genaue Abgrenzung der verschiedenen Entwicklungsstufen des menschlichen Lebens nicht zuläßt. Er ist auch nicht mit der Geburt beendet; die für die menschliche Persönlichkeit spezifischen Bewußtseinsphänomene z.B. treten erst längere Zeit nach der Geburt auf.

      Deshalb kann der Schutz des Art. 2 Abs. 2 Satz 1 GG weder auf den ‚fertigen‘ Menschen nach der Geburt noch auf den selbständig lebensfähigen Nasciturus beschränkt werden. Das Recht auf Leben wird jedem gewährleistet, der ‚lebt‘; zwischen einzelnen Abschnitten des sich entwickelnden Lebens vor der Geburt oder zwischen ungeborenem und geborenem Leben kann hier kein Unterschied gemacht werden. ‚Jeder‘ im Sinne des Art. 2 Abs. 2 Satz 1 GG ist ‚jeder Lebende‘, anders ausgedrückt: jedes Leben besitzende menschliche Individuum; ‚jeder‘ ist daher auch das noch ungeborene menschliche Wesen.

  6. Bin mal kurz über das Programm gepflogen. Als Hundehalter finde ich die Abschaffung der grundgesetzwidrigen Hundesteuer, die es meines Wissens in keinem anderen EU Staat gibt wichtig. Wenn man überlegt wie viele Hundebesitzer es gibt, dann liegt hier ein großes Potential. Wenig liberal ist der Grundsatz: „ie Familien-Partei Deutschlands steht für einen gerechten Sozialstaat. “ Soziale Gerechtigkeit ist für mich ein „Wieselwort“. Natürlich gilt das Sozialstaatsprinzip, aber sozial und gerecht, das riecht nach Sozialismus? Und wie steht es mit dem EEG und der These, dass das menschegemachte CO2 unser Klima wandelt? Hier riecht das Programm für mich auch nach Planwirtschaft. Begrüßenswert ist die kritische Haltung zur Zeiterbeit, denn diese ist moderne Sklaverei. Kritisch ist dieser Satz im Wirtschaftsprogramm: „Die Familien-Partei Deutschlands stellt das Gemeinwohl über das Wohl einzelner Wirtschaftszweige oder Gruppierungen“. Wer definiert das Gemeinwohl und welche Auswirkungen hat ein solcher Grundsatz auf die soziale.aber freie Marktwirtschaft im Sinne eines Walter Eucken oder Friedrich August von Hayek? Als Vatr von 3 und Opa von 8 Kinder kann ich diese Partei bedenkenlos wählen, aber als Anhänger der österreichschen Schule der Nationalökonomie und als Kritiker von FIAT Money habe ich Fragen. Das gleiche gilt für die kommunalpolitischen Positionen der Familienpartei. Zu viele NRW Kommunen sind im HSK (Haushaltssicherung) und meilenweit von „kommunaler Selbstverwaltung“ entfernt. Mit wachsenden Aufgaben für Soziales (Grundsicherung, Kosten für Flüchtlinge etc.) wachsen auch die (Grundsteuer)-Hebsätze oder Hundesteuern und asill die Familienpartei in Sachen Kommunalpolitk ändern und wo soll das Geld für Familienföderung auf kommunaler Ebene herkommen, denn die Kssen der Kämmerer sind leer und werden bei steigenden Zinsen noch leerer werden?

    • Sie haben andere politische Vorstellungen als ich. Es wäre gut, wenn die Kommunen mehr selbst entscheiden dürften, was auch, aber nicht nur die Finanzen betrifft. Allerdings setzt das eine andere Politik in Bund und Ländern voraus, wo die Familienpartei auf absehbare Zeit leider keinen Einfluss haben wird.

  7. Erstaunlich, sich sowas erneut anzutun und ein totes Pferd zu satteln. Ein-Themen Parteien ohne klare Ideologie neigen dazu, ein Sammelsurium von Karrieristen mit unterschiedlichem Hintergrund zu werden. Streit und Kollaps sind somit logisch vorprogrammiert. Daran ist ja schon die AfD hescheitert. Lucke sagte „nicht links, nicht rechts, der Vernunft verpflichtet“ und lockte so auch Leute an, die nicht dazu passten. The rest is history… Und zweimal den gleichen Fehler machen?

    • Herr Lucke und Sie haben doch mit ALFA/LKR nach der AfD zweimal die gleichen Fehler gemacht. Die Familienpartei hat eine ganz andere Geschichte und wird sich besser entwickelt. Ein wie großer Erfolg es wird, wird sich zeigen. Bündnispartner wären gut.

      • Ich denke inzwischen, dass es nicht an der Person Lucke gelegen hat, sondern am Wesen Partei. Bei der PdV scheint sich genau das Gleiche abgespielt zu haben: inhaltliche Differenzen, kurz danach bilden sich zwei Gruppen, die sich hauptsächlich gegenseitig bekämpfen. Siehe auch –> AfD, –> LKR.

    • Inwiefern ist die AfD gescheitert? Sie ist drittstärkste Fraktion im Bundestag. Ich sehe immer noch nicht, wie Klein(st)parteien relevanten Einfluss ausüben wollen.

      • Die ursprüngliche AfD von 2013 gibt es nicht mehr. Die AfD von heute ist zumindest bei den Wählern erfolgreich, verfolgt aber andere Ziele. Die Merkel-CDU bekommt doch auch immer noch die meisten Stimmen, macht jetzt aber oft das Gegenteil von der CDU vor ihr.

      • Vielleicht kommen ja bundesweite Volksabstimmungen. Alle Jamaikaner sind dafür, ausser der CDU. Bei den 100 Dissenspunkten gibt es nur einen, bei dem die CDU gegen alle andere steht, eben die bundesweiten Volksabstimmungen.

        Die ÖDP hat in Bayern z.B. per Volksabstimmung ein Rauchverbot in allen Gaststätten durchgesetzt, ohne Ausnahmen.

      • Auch die potentiellen Oppositionsparteien sind doch alle für Volksentscheide, womit es eine Zweidrittelmehrheit zur Grundgesetzänderung gäbe. Warum formuliert die AfD keinen Antrag. Dieser würde zwar abgelehnt, damit aber die anderen Parteien ordentlich vorführen.

  8. Übermäßig liberal erscheint mir diese Partei tatsächlich nicht zu sein. Zu Euro und EU habe ich spontan gar nichts gefunden, aber vielleicht können Sie da ja tatsächlich positiv eingreifen. Viel Erfolg.

      • Eine Partei, die in einer aktuellen Pressemitteilung folgenden Satz über Jens Spahn verbreitet: „Ein Mann der gar nicht weis was arbeiten bedeutet und aufgrund seiner Homosexualität wahrscheinlich niemals im Leben Verantwortung für eine Familie mit Kindern tragen wird.“ist wirklich nicht übermäßig liberal. Und auf jeden Fall weniger liberal als die CDU, die einen Politiker wie Jens Spahn als möglichen Merkel Nachfolger aufbaut.

      • Der Satz ist gleich auf mehrfache Weise unglücklich, aber nicht Beschlusslage der Familienpartei. Wie viele weit schlimmere Sätze sind z. B. aus der AfD zu hören?! Die Merkel-CDU ist doch auch weniger liberal als orientierungslos bis grün.

  9. Die Mitgliederzahlen gehen wohl nach oben, zumindest nach Aussagen des Bundesvorsitzenden.
    Aber entscheidend sind eher andere Kriterien.
    1. Marke
    Familien-Partei ist ein positiver und selbsterklärender Name.
    2. Leumund
    Die Mitglieder haben es noch nicht geschafft, den Namen zu ruinieren. Wir haben das geografische Umfeld der Hochburgen abgeklopft. Der Name fällt nicht negativ auf.
    3. Extremismusgefahr
    Die besteht gerade nicht. Familie ist eben zu „spießig“. Das ist einfach mal gut. Ich schaue mir die Piraten, die AfD und den LKR-NRW an: Ganz ehrlich, ich habe keine Lust mehr auf eine Wiederholung.
    4. Programm
    Grds. kann man so ziemlich alles in die „Familie“ packen. Aber eines ist klar, jede Art von Forderung, Politik muss sich an der Messlatte: „Hilfreich für Familien“ messen.
    Das Erziehungsgeld ist nicht genauer spezifiziert. Aber letztlich muss klar sein, dass die Unsitte, dass die Familien Bildungsreinrichtungen wie KiTa und Kindergarten bezahlen müssen, nicht hinnehmbar ist. Es gibt ein gesellschaftliches Interesse daran, dass Kinder vernünftig sozialisiert und gebildet werden. Einerseits, andererseits bekommen gerade die Kinder, die es am nötigsten haben, diese beiden Leistungen nicht. Die Folgen kennen wir: Vandalismus, unvermittelbare Sockelarbeitslose, Folgekriminalität, weniger Demokratie, weil das Volk dazu zu dumm sei.
    Es ist auch eine inakzeptable Unsitte, dass Hausfrauen mit Mini-Rente in die Grundsicherung stürzen, weil ihre Leistungen auch sozialversicherungsrechtlich als bedeutungslos deklariert sind.
    Aber selbst die alternden Singles sind – es ist paradox – nunmehr schutzbedürftig. Wenn Selbstverwirklichung im letzten Altersabschnitt angekommen wird, dann lautet „Selbstverwirklichung“ Einsamkeit, bittere Einsamkeit und unendliche Langeweile. Ein Spaziergang durch irgendein Altersheim legt dies in ungemütlicher Art und Weise offen.
    5. Möglichkeiten
    Die bisherigen Funktionäre halten die Verbände autonom. Es besteht sehr viel Gestaltungsspielraum. Material für Wahlkämpfe wird reichlich zur Verfügung gestellt: Stände, Banner, Fahnen, Unterhaltungsgerät für Stände…
    6. Ergebnis
    Die Familienpartei ist nicht der Sechser im Lotto, kein Renner, aber eine solide Golf-Klasse.
    Der LKR als rostige Ente mit Motor-, Getriebe- und Lenksäulenschäden nähert sich dem Ende zu. An so einem Ding lohnt sich auch keine Reparatur, selbst wenn die Kupplung oder Reifen noch richtig gut sind. Die kann man lieber ausbauen und in einen neuen PKW verbauen, wenn es passt.
    Die AfD ist ein verbeulter Tesla bei dem sich der Lenk-O-Mat verselbständigt hat und das Fahrwerk hat einen starken, nicht mehr in den Griff zu kriegenden Rechtsdrall.
    CDU/CSU/FDP sind jeweils Fahrzeuge, die über Generationen über zig Halterwechsel hinaus kaputt gebastelt worden sind. Die sind wie eine S-Klasse in fünfter türkischer Proll-Hand.
    Mit den Dingern kommt man auf keine Autobahn mehr, ein Überholmanöver auf der Landstraße ist abwegig. Es hat auch keinen Sinn, die kaputt reparierten und geflickten Dinger irgendwie wieder flott zu machen. Es fehlt nicht nur an Ersatzteilen, sondern die verbauten Teile sind fest gerostet und sträuben sich auch gegen den Ausbau.
    Man kann natürlich warten, bis ein Super-Porsche vorbei kommt. Das Problem ist nur: Es ist nicht absehbar, dass einer kommt. Es kommt zudem auch auf den Fahrer an. Wenn es richtig dumm kommt, dann ist es wieder so ein Herr, analog zu dem Herrn mit kurzem Schnäuzer und Seitenscheitel [315 von 814 Wörtern abgeschnitten, AD].

    • Eine starke Marke und gute Programmansätze, daraus lässt sich theoretisch was machen. Aber mit 600 oder 1000 Mitgliedern bundesweit und das seit Jahren oder Jahrzehnten kaum verändert? Bei starker Performance mag ein Einzug ins EP mit 1-2 Abgeordneten möglich sein, aber auch bei hohem Einsatz scheinen bei einer BT-Wahl mehr als 0,5% bis 1% kaum möglich. Die Wirkung einer solchen Kleinpartei ist dann bestenfalls indirekt, etwa als pressure group oder Lobby für die Familie.

      • Auf ein gutes Ergebnis lässt sich aufbauen. Vielleicht ist ein Bündnis mit weiteren Kleinparteien oder auch vernünftigen Teilen aus anderen Parteien möglich. Es ließe sich auch mehr Demokratie wagen z. B. in Form von offenen Listen.

  10. Ich sehe für Sie in der Familienpartei keine Zukunft. Ein Problem der AfD war und ist, dass sie verschiedene Weltbilder beinhaltet, die nicht immer kompatibel sind. Das kann in einer alten und großen Partei wie der CDU funktionieren, da sie sich vor allem als Kanzlerpartei versteht und bereits stabile und vor allem hierarchische Strukturen gefunden hat. In kleineren Parteien wird das hingegen immer zu Streit führen, da hier die Kompromissneigung viel geringer ist.

    Trotz allem wünsche ich Ihnen auf persönlicher Ebene viel Erfolg!

  11. Schon eine nur viertelstündige Recherche zur Partei läßt mich deutlich Abstand empfinden. Ob sie i.e.S. liberal ist, läßt sich daraus nicht mit Bestimmtheit ableiten, in der heutzutage eher „wirtschaftsliberal“ verstandenen Interpretation ist sie es aber sicher nicht. Ebensowenig erkenne ich, ob sie stark konservativ determiniert ist. Ich finde vielmehr einen Bauchladen sehr allgemein gehaltener und damit jederzeit in jede Richtung relativierbarer politischer Standpunkte.

    Das Konzept des Familienwahlrechts und die vehemente und unbedingte Forderung nach (v.a. finanzieller) Rundum-Absicherung von Familien empfinde ich als absurd übersteigert, weit entfernt allein schon von Praktikabilität, v.a. aber im Ergebnis auch von „demokratisch“ und „sozialer Gerechtigkeit“. Hier ist ein starker sozialistischer Drall zulasten der Autonomie des Einzelnen zu erkennen, steht beim Verständnis von Staat das Umverteilungsvehikel „nach Bedarf, nicht nach Leistung“ im Vordergrund.

    Völlig desillusionierend aber ist, daß die Partei einem Intrigantenstadl nahe kommt, Vorsitzende und Spitzenkandidaten auf allen Ebenen öfter mal vom motivierten Engagement nahtlos zum Austritt übergehen, interne Fraktionen mit Verleumdung und übler Nachrede agieren, multipliziert über Kanäle zu diversen Presseorganen. Das sollte Ihnen, Prof. Dilger, aus Ihrer Zeit in der AfD wohl geläufig sein, da war es keinen Deut anders. Erstaunlich, daß Sie erneut solch ein unerquickliches Habitat zur (politischen) Heimat machen. Ihre Überqualifikation immerhin wird Sie wohl sicher schnell in innerparteilich „aussichtsreiche“ Kanditaturen und letztlich Ämter & Würden bringen.

    • Die Familien-Partei ist doch bislang ganz anders organisiert als z. B. die AfD. Sie ist eher ein loses Bündnis aus lokalen Initiativen. Das beinhaltet Risiken, aber auch Chancen, insbesondere bei Kommunalwahlen, von denen es 2019 sehr viele gibt.

    • Ich teile die Einschätzung von Herrn Meister. Die Familienpartei spricht auf Ihrer Webseite von „sozialer Kälte“. Und das in einem Land, das unter den Lasten der Sozialpolitik einmal ersticken wird….

      • Das ist doch überhaupt kein Widerspruch. Die momentane Sozialpolitik ist gängelnd, teuer, ineffizient und ineffektiv. Der Staat sollte vor allem den wirklich Bedürftigen helfen, die sich nicht selbst helfen können, und allen anderen ermöglichen, selbst vorzusorgen.

  12. Alea iacta. Sub specie aeternitatis ist es vielleicht wichtiger, sich tatsächlich um Familienbelange zu kümmern. Wie Prof Kirchoff der Jüngere beton, geht die Familie der Staatsbildung um mindestens 3.000 Generationen voraus, woraus sich auch ihr Vorrecht vor dem Staat ableitet.
    Zum Recht z.B. der Ungeborenen: In Freie Welt: Kommentar von Gunther G. Konorza, FA f. Orthopädie 25.08.2014 – 18:52
    „Ein sehr wesentlicher Gesichtspunkt, bisher völlig vernachlässigt: der Vater (Erzeuger ist ein feministischer Kampfbegriff) ist bisher weltweit an der Abtreibungsentscheidung nicht beteiligt; ja, er wird nicht einmal gehört. Meines Erachtens müsste der Vater, der auch mit dem Kind zu tun hat, wenigstens angehört werden. Ein Fall eines Kollegen ist mir persönlich bekannt, der der abtreibungswilligen Mutter die Tochter im Einverständnis abgenommen und alleine erzogen hat.
    Mit Prof. Herzog müsste selbst ein Jurist einsehen, dass wenn die biologische Position des Vaters schwächer ist, sie aufgrund des Gleichberechtigungsgebotes vom Staat entsprechend gestärkt werden müsste.
    Zusammengefasst muss die Abtreibungsdebatte mit der Rolle des Vaters neu eröffnet werden (…). Die gegenwärtige Regelung sieht im Übrigen keine Straffreiheit vor, sondern lediglich eine Aussetzung der Strafverfolgung nach Beratungsgespräch.“

    • @Günther Konorza
      Alles was den Schutz des ungeborenen Lebens verbessert, ist willkommen. Der Vater soll aber höchstens eine Abtreibung verhindern können. Das er aber die Entscheidung einer werdenden Mutter für das Kind irgendwie behindern kann, z.B. durch Aussetzen der Zahlungspflicht für ein behindertes KInd, ist undenkbar.

    • Es scheint bislang keinen offiziellen Standpunkt der Familien-Partei dazu zu geben. Persönliche denke ich, dass man den Familiennachzug restriktiv handhaben, aber auch nicht kategorisch verbieten sollte. Die Differenzierung nach anerkannten Asylbewerbern und nur geduldeten Personen macht durchaus Sinn.

  13. Familienpartei ist ja nicht nur für Familien und Kinder da, sie setzen sich auch für gerechte Rente ein. Ich weiß nicht, ob sie auch schon europaweit organisiert ist. Für mich ist diese Partei der Grundstein des Lebens miteinander und sollte immun sein gegen Heuchelei und Postenmanagement. In diese Partei wäre ich auch Mitglied geworden, wenn ich mich in die LKR nicht engagiert hätte. Die Partei wird ihren Weg finden, viel Glück!

  14. Wenn man bei den EU-Wahlen in Deutschland ein Mandat bekommen will, dann „EUAUS ( Kurzbezeichnung) EU-Austrittspartei“. Das könnte für 0,6% reichen.

    „EUSTOP EU-Austritt, Direkte Demokratie, Neutralität (EU-STOP)“ hat bei den letzten EU- Wahlen in Österreich 2,8% erreicht. Ist natürlich in Deutschland schwieriger, da viel mehr Listen zur EU-Wahl antreten. Die 2,8% waren beachtlich, da doch die meisten Wähler die gegen die EU sind gar nicht zur EU-Wahl gehen. Bei einer Wahlpflicht ( man bekommt eine Geldstrafe, wenn man nicht zur Wahl geht) hätte diese obskure Kleinpartei wohl um einiges besser abgeschnitten.

  15. Guten Abend Herr Prof. Dilger,

    Glückwunsch für Ihre Entscheidung! Die beiden ehemaligen AfD-Protagonisten Petry und Pretzell werden im Jan. 2018 nach der Bundestagswahl nicht mehr dem Parlament angehören. Sie haben hoch gepokert, sind aber dann tief gefallen.

    Gruß aus dem Sauerland

    Bernhard Zündorff

    • Herr Pretzell ist nicht im Bundestag. Er wird 2019 nicht wieder ins Europaparlament gewählt werden, dann aber noch drei Jahre im Landtag von NRW sitzen, während 2019 in Sachsen ein neuer Landtag gewählt wird, dem Frau Petry nicht mehr angehören dürfte.

  16. Auf der Startseite der Familienpartei las ich heute einen Beitrag des Bundesvorsitzenden zu Erhalt der Rente mit 63, mit Seitenhieb auf die Homosexualität Spahns sowie mit zahlreichen Orthografiefehlern. So wird das nichts mit dieser Partei.
    HFR

  17. Die Familienpartei hat einen großen Vorteil. Ihr Name
    Ich will gar nicht wie viele Wähler, gerade im Osten, sie gewählt haben weil sie so heißen. Unter dem Begriff Familie versteht jeder was. Darum ist ein Versagen wie von LKR in Niedersachsen kaum möglich. 0,3% sind immer drinn. Und mit einem Wahlkampf sind bei der Europawahl 0,7% drinn und damit ein Mandat. Mehr aber auch nicht. Seit jahren bekommt die Familienpartei weder aufmerksamkeit noch viel Geld. Ein Teufelskreis. Auch trat sie weder in Niedersachsen noch zur BTW an. In Niedersachsen wurde sie nicht als Partei anerkannt. Das hat selbst LKR nicht geschafft. Auch zur BTW wurde ja de facto nicht angetreten, obwohl ein 0,5% Ergebnis machbar gewesen wäre. Ähnlich wie bei den freien Wähler, die sogar Stimmen dazu gewonnen haben. Langfristig glaube ich nicht an irgendein ein Ergebnis über vlt. 1,5% in Meck-Pomm. Selbst mit einem EU-Mandat, denn auch damit wird es keine Medienresonanz geben. Oder hat wer mit bekommen, dass der Abgeordnete aus der Partei ausgetreten ist? Ich nicht

  18. Ein unglücklicher Umstand wollte es, dass ich diesen Beitrag entdeckt habe, nach dem ich einen Artikel über das Unwesen von Großfamilien in Neukölln gelesen habe. Da bekommt „Familien-Partei“ eine Konnotation, die sie (bei mir) nicht mehr loskriegt. Zwischen Clan und Klientelpartei sind die Unterschiede möglicherweise marginal? Diese vorgebliche „Spießigkeit“ im Namen finde ich jedenfalls eher bedrohlich – obwohl ich selbst große Familie habe.

  19. Pingback: Wilhelm Bürgermeisterkandidat der Familien-Partei in Arnsberg | Alexander Dilger

  20. Na, herzlichen Glückwunsch – teile und herrsche für Merkel, 0,2% bis 0,5% und ein bißchen Spaß an der Backe (oder auch nicht) für jede Ex-AfD-Gründung – und in Summe dann einige Prozente weniger für die AfD.

    Wir, die wir zusammen mit Lucke die AfD verlassen haben, waren wohl noch reinen Herzens und der festen Auffassung, die „anständigere“ Alternative hätte keine Schwierigkeiten, ihrerseits 5% zu bekommen. Und mit jedem Wahlergebnis platzte eine weitere Seifenblase.

    Das wird den „Blauen“ nicht anders ergehen, oder irgendeiner weiteren mehr oder weniger liberal-konservativen Partei. Leider eine Entwicklung in genau die falsche Richtung.

    Natürlich ist das Personal der AfD im Wesentlich unwählbar (mit dem Abgang von Petry und Pretzell ein bißchen weniger). Aber das Programm ist durchaus wählbar. Und ab und zu stelle ich mir die Frage, ob es nicht besser ist, die falschen Leute zu wählen, die das Richtige wollen, statt die Superleute mit dem Spitzenprogramm, die es nicht mal in die Nähe einer Erwähnung am Wahlabend schaffen.

    • Die Familien-Partei ist keine Neugründung und für eine Kleinpartei ziemlich erfolgreich. ALFA bzw. jetzt LKR habe ich hingegen von Anfang an keine Chance gegeben. Herr Lucke hätte seine Position in der AfD besser verteidigen können und müssen. Auch nach seiner Niederlage wäre er besser geblieben. Doch was hätte es für einen Unterschied gemacht, wenn Sie oder ich alleine geblieben wären? Die AfD taugt jetzt noch als Protestpartei, die hoffentlich zum Abgang statt längeren Verbleib von Frau Merkel beiträgt.

  21. Welche Gründe sprechen für Sie, für einen Beitritt bei den Freien Wähler, diese Partei ist die erfolgreichste unter den kleinen Parteien und den Freien Wähler traue ich irgendwann zu über die 5% Hürde zu springen.

    Die Freien Wähler kommen gleich nach der AfD bei mir. Wenn die Freien Wähler mal einen prominenten Spitenkandidaten wir Dirk Müller oder Hans Werner Sinn finden würden, hätten Sie gute Chancen in den Bundestag einzuziehen.

    • Die Freien Wähler sind tatsächlich die erfolgreichste unter den kleinen Parteien. Ihr Schwerpunkt liegt aber ganz eindeutig in Bayern. Dort gibt es mit großem Abstand die meisten Mitglieder, so dass man in anderen Bundesländern kaum Einfluss auf den Bundesverband hätte. Es ist auch wichtig, zwischen der Partei der Freien Wähler und den vielen kommunalen Initiativen zu unterscheiden, die häufig nicht so gut auf die Partei zu sprechen sind. Herr Lucke war kurz vor AfD-Gründung mit den Freien Wählern in Niedersachsen nicht erfolgreich (allerdings deutlich erfolgreicher als mit LKR). Der Bundesvorsitzende Hubert Aiwanger ist laut Erzählungen auch eher schwierig (ich kenne ihn allerdings nicht persönlich). Vor allem sind die Freien Wähler für den Euro. Ich denke nicht, dass sie aus eigener Kraft in den Bundestag einziehen können. Doch sie wären ein wichtiger Bündnispartner, wenn das Ziel gemeinsam angestrebt wird.

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