Humboldt-Uni zensiert Biologin und Regierung erlaubt jährlichen Geschlechtswechsel

Die „Humboldt-Uni distanziert sich von Vortrag zu Geschlecht und Gender“, von einer eigenen Doktorandin und letztlich von der Wissenschaftsfreiheit und der Biologie. Bislang war ich stolz darauf, an der Humboldt-Universität zu Berlin promoviert worden zu sein, die inzwischen aber die Namen von Alexander und Wilhelm von Humboldt wohl zu Unrecht trägt.

Die Doktorandin der Biologie Marie-Luise Vollbrecht wollte am Samstag bei der „Langen Nacht der Wissenschaften“ eine Vortrag halten mit dem Titel „Geschlecht ist nicht gleich (Ge)schlecht. Sex, Gender und warum es in der Biologie nur zwei Geschlechter gibt“. Die Universitätsleitung sagte den Vortrag kurzfristig ab und schob erst Sicherheitsbedenken vor, weil es Gewaltdrohungen von unfriedlichen Wissenschaftsfeinden gegeben hatte. Es folgte später eine inhaltliche und personelle Distanzierung:

Die „Meinungen“, die Frau Vollbrecht in einem Artikel in der Zeitung „Die Welt“ am 1. Juni [„Wie ARD und ZDF unsere Kinder indoktrinieren“] vertreten habe, stünden „nicht im Einklang mit dem Leitbild der HU und den von ihr vertretenen Werten. Die HU hat sich dem […] wechselseitigen Respekts vor dem/der Anderen verpflichtet. Wir distanzieren uns daher von dem Artikel und den darin geäußerten Meinungen ausdrücklich.“

Die Tatsache, dass es biologisch genau zwei Geschlechter gibt, ist nicht mehr politisch korrekt und darf selbst an Universitäten nicht mehr vorgetragen werden. Auch das ‚Bundesverfassungsgericht erfindet drittes Geschlecht‘ und die „Eckpunkte des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und des Bundesministeriums der Justiz zum Selbstbestimmungsgesetz“ sehen vor, dass zukünftig jede(r) das (rechtliche) Geschlecht und die Vornamen einmal jährlich nach Belieben ändern darf, womit Frauenquoten etc. eine noch größere Farce werden als ohnehin schon, während der Schutz von Frauen und Mädchen in Deutschland deutlich zurückgeht.

Verbot von Abtreibungsverboten fällt in den USA und Werbeverbot für Abtreibungen in Deutschland

‚Oberster Gerichtshof plant[e] Aufhebung seines eigenen alten Urteils zu Abtreibungen‘ in den USA. Heute hat er so entschieden, womit die politische Entscheidung zum Umgang mit Schwangerschaftsabbrüchen wieder bei den gewählten Politikern liegt. „‚Tragischer Fehler‘, sagt Biden – ‚Entscheidung Gottes‘, sagt Trump“. Beides ist falsch. Donald Trump hat wesentlich zu diesem Urteil beigetragen durch seine Ernennung entsprechender Richter. Er ist aber nicht Gott, selbst wenn er sich dafür halten mag. Das Urteil ist allerdings kein Fehlurteil, sondern korrigiert eine Fehlentscheidung und Kompetenzanmaßung desselben Gerichts vor 49 Jahren. In der amerikanischen Verfassung findet sich schlicht keine Regelung zu Abtreibungen und die generelle Abtreibungserlaubnis bis zur Lebensfähigkeit des Fötus außerhalb des Mutterleibs hatte sich das Gericht damals einfach ausgedacht und damit sich selbst zum Übergesetzgeber ohne demokratische oder verfassungsmäßige Legitimation erklärt. Es ist richtig, diese Entscheidung wieder den gewählten Volksvertretern zu überlassen, sei es auf Ebene der Einzelstaaten oder der USA insgesamt. Inhaltlich wäre es richtig, Abtreibungen nicht grundsätzlich zu verbieten und zu bestrafen, sondern innerhalb kürzerer Fristen generell  und darüber hinaus bei bestimmten Gründen zuzulassen. Einige Bundesstaaten werden jetzt noch lockerer sein und andere viel strenger.

Der Deutsche „Bundestag kippt Werbeverbot für Abtreibungen“ ebenfalls heute. § 219a Strafgesetzbuch wurde vielleicht zu streng ausgelegt und hätte deshalb abgeschwächt werden können, um sachliche Informationen zu Abtreibungen eindeutig zu erlauben. Doch die komplette Abschaffung und damit das Zulassen von aktiver Werbung für weiterhin rechtswidrige Schwangerschaftsabbrüche ist ein Fehler, der den hierzulande gefundenen Kompromiss zu Abtreibungen aufkündigt. Das könnte durchaus zu einer Gegenbewegung wie in den USA führen und hilft den betroffenen Frauen nicht.