Steuererklärung 2018 mit Einnahmenüberschussrechnung

Gestern habe ich unsere Steuererklärung für 2018 erstellt. Es war im Wesentlichen so wie im letzten Jahr (siehe ‚Steuererklärung 2017 fertig‘), nur dass ich diesmal noch schneller war. Das gilt sowohl fürs Joggen zum Finanzamt mit der unterschriebenen komprimierten Erklärung am Ende (von wegen Digitalisierung aller Prozesse) in 34 statt 40 Minuten als auch für das Erstellen selbst. Letztes Jahr brauchte ich, wenngleich mit einer Pause, 3 Stunden und 20 Minuten, dieses Jahr reichten einschließlich der erstmals erstellten Einnahmenüberschussrechnung 2 Stunden und 45 Minuten (vor zwei Jahren waren es, allerdings mit dem Zusammensuchen von Belegen, noch über 8 Stunden gewesen, siehe ‚Steuererklärung 2016 erstellt‘).

Dem ‚Zwang zur elektronischen Einnahmenüberschussrechnung‘ (mit noch einem ‚Steuerbescheid auch ohne Einnahmenüberschussrechnung‘ war nicht zu rechnen) konnte ich leichter nachkommen als gedacht, insbesondere da ich das nötige Zertifikat schon Anfang des Jahres beantragt und installiert hatte (die Zeit dafür habe ich nicht nachgehalten). Trotzdem erscheint es völlig unverhältnismäßig, für eine einzige zusätzliche Einnahmeposition, für die ich schon die Anlage S ausfüllen muss, noch diesen zusätzlichen Aufwand zu fordern.

Immerhin konnte ich in dem langen Formular mit fast nur unpassenden Feldern einen pauschalen Freibetrag für Ausgaben geltend machen. Dazu hatte ich allerdings in der Anlage S keine Möglichkeit gesehen, was schlimmstenfalls noch zu Ärger führt und bestenfalls zu einer zusätzlichen Steuerersparnis, so dass sich der ganze Quatsch zumindest finanziell gelohnt hätte. Das gilt auch für die Steuererklärung insgesamt, die einen ziemlich hohen Stundenlohn bringen würde, wenn es nicht ohnehin unser Geld wäre, welches nur das Finanzamt vorher zu viel abknöpfte.

Mit Kindern in Jugendherberge hinter Nordseedeich

Letzte Woche unternahmen wir die zweite ‚Vater-Kinder-Reise in Niedersachsen‘ bzw. überhaupt. Dafür wurde ich ‚Wieder Mitglied beim Deutschen Jugendherbergswerk‘ bzw. wurden wir alle Familienmitglieder. Meine Frau reiste auch noch am Wochenende hinterher in die Jugendherberge Schillighörn am Ortsrand von Schillig direkt hinter dem Nordseedeich. Landschaft, Ort und Jugendherberge sind grundsätzlich schön und wir haben viel unternommen. So steigen Drachen prima am Deich und lassen sich am feuchten Strand des Wattenmeeres gut Sandburgen bauen. Im Gegensatz zu anderen waren wir nicht mehr im kühlen Meer schwimmen, dafür besuchten wir das Meerwasser-Hallenwellenbad Hooksiel. Fabian, der heute seinen ersten Zahn verlor, ist inzwischen richtig gut beim Radfahren (während ich mit Sophia im Babyjogger lief) und im Minigolf. Es gab einen kleinen Zirkus und bei der Rückfahrt besichtigten wir das Aquarium Wilhelmshaven.

Bei der Jugendherberge sind jedoch drei Abstriche zu machen: Erstens muss pro Person bezahlt werden, wobei auch kleine Kinder kaum billiger als Erwachsene sind und die Vollpension fürs Mittagessen nur ein Lunchpaket vorsieht, welches man sich selbst am Frühstückstisch zusammenstellen darf. Zu viert wird es dann schon recht teuer und erweist sich selbst ein gutes Hotel als günstige Alternative. Zweitens sind Jugendherbergen grundsätzlich familienfreundlich, doch die Kernklientel sind Kinder- und Jugendgruppen. Beide sind ständig laut (einzelne Kinder hingegen nur manchmal, siehe ‚Restaurant verbietet Kinder‘), letztere bis tief in die Nacht hinein, während niemanden die Nachtruhe ab 22 Uhr kümmert. Zum Glück haben meine Kinder einen festen Schlaf, der mir selbst leider nicht vergönnt ist. Drittens funktionierte WLAN nur im Haupthaus und auch der mobile Datenempfang war ansonsten eingeschränkt, was seinerseits das Arbeiten und Blogschreiben beschränkte, denn ich konnte schlecht weg von meinen Kindern.

Kemnader Burglauf 10 km in 49:07

Vor zwei Jahren lief ich ‚Beim Kemnader Burglauf 10 km in 54:37‘ mit unserem „Zweite[m] Baby-Jogger für zwei“ (den wir inzwischen nicht mehr nutzen, da insbesondere Fabian zu groß und schwer geworden ist). Vor gut zwei Wochen, am 25. August, lief ich wieder beim diesmal 14. Kemnader Burglauf mit, und zwar bei Hitze und Sonne allein (die Familie wartete beim Haus Kemnade).

Ich berichte erst jetzt darüber, da die Ergebnisse erst heute online veröffentlicht wurden. Als ich letzte Woche einmal nachfragte, hieß es erst, „aus Datenschutzgründen können wir die Listen leider nicht online veröffentlichen“. Ich verwies darauf, dass die Ergebnisse für die Homepage angekündigt wurden einschließlich der Möglichkeit, seine Urkunde online auszudrucken. Außerdem standen auch noch die Ergebnisse vom Vorjahr auf der Seite, woraufhin man zurückruderte und heute u. a. diese Ergebnisliste online stellte.

Demnach brauchte ich 49 Minuten und 7 Sekunden, was für mich allein recht langsam ist. Allerdings waren die Bedingungen auch recht hart. Ich wurde 23. von 166 männlichen Teilnehmern, während alle 84 Teilnehmerinnen nach mir ins Ziel kamen.

Anmeldung zum Marathon in Essen

In der abgelaufenen Woche habe ich mich für den innogy Marathon „Rund um den Baldeneysee“ in Essen angemeldet. Dieser findet am 13. Oktober statt, was noch etwas Zeit zum Trainieren lässt. Dabei macht das Training ohnehin mehr Spaß und ist gesünder als der Marathon selbst. Zuletzt lief ich den ‚Frankfurt Marathon 2015 in 3:52:53‘ vor knapp vier Jahren. Diesmal hoffe ich auf eine bessere Zeit. Einen Marathon mit ‚Baby-Jogger‘ werde ich wohl nie laufen. Unser ‚Zweiter Baby-Jogger für zwei‘ ist nun ohnehin zu klein für beide Kinder zugleich.

Rekordhitze

Die „Hitzerekorde purzeln: Lingen übernimmt mit 42,6 Grad die Spitze“. „Damit ist erstmals seit Beginn der Wetteraufzeichnungen in Deutschland [im 18. Jahrhundert] die 42-Grad-Marke durchbrochen worden. […] An 25 Messstationen betrugen die Temperaturen am Donnerstag 40 Grad oder mehr, an 15 Stationen wurden Werte gemessen, die den von 2015 bis Mittwoch geltenden deutschen Rekord von 40,3 Grad im unterfränkischen Kitzingen überschritten.“

Liegt das nun am Klimawandel? Ja, aber nicht direkt. Dass es im Sommer öfter heiß ist, ist nicht ungewöhnlich. Dass es so heiß wird, daran werden wir uns jedoch wohl erst noch gewöhnen müssen. Eine globale Erwärmung um bislang vielleicht ein Grad schlägt hier nicht direkt durch, sondern es gibt langfristige Veränderungen an Höhenwinden, die häufiger zu solchen Wetterlagen führen dürften. Jetzt steht einfach ein Hoch lange über Deutschland, bis es dann am Wochenende doch weggeweht wird.

Klimaaktivismus hilft da auch nicht weiter, sondern ganz pragmatische Anpassung ans jeweilige Wetter. So waren wir heute bereits am Morgen joggen und nachmittags im Hallen- statt Freibad. Gestern habe ich beim Zug aus Berlin den Wagen gewechselt, als die Klimaanlage nicht mehr richtig funktionierte. Dann fuhr der Zug gar nicht zum gebuchten Ziel, weshalb ich eben anders gefahren bin. Beim nächsten Mal nehme ich vermutlich doch wieder das Auto, dessen Klimaanlage und Zielerreichung zuverlässiger funktionieren, weshalb die Grünen es verbieten wollen, statt das Bahnfahren zu verbessern.