10 km beim Bunert Solo Run Dortmund in 45:24

Kürzlich haben wir den ‚Digitale[n] NRW-Uni-Laufcup abgeschlossen‘. Heute waren meine Frau und ich erstmals seit den Corona-Beschränkungen wieder bei einem richtigen Laufwettbewerb dabei, beim Bunert Solo Run Dortmund, der allerdings eine Besonderheit hatte, nämlich Einzelstarts aller Läufer jeweils 30 Sekunden auseinander. (Wir hätten auch zusammen starten dürfen, aber wer hätte dann auf unsere Kinder aufgepasst?) Meine Frau lief 5 km in 22:44 und war damit relativ gesehen viel besser als ich mit nahezu gleichem Tempo über 10 km in 45:24 (siehe „Ergebnisliste“). Damit wurde ich immerhin 50. von 137 Männern, 7. von 20 in meiner Altersklasse und 59. von 223 Läuferinnen und Läufern insgesamt über 10 km.

Interessant ist noch, dass meine Laufuhr nicht 10 km gemessen hat, sondern nur 9,55 km. Wenn die Uhr tatsächlich Strecken um 4,5 Prozent unterschätzt, waren meine Zeiten auch bei dem digitalen Laufwettbewerb und im Training eigentlich besser. Es könnte auch sein, dass das Unterschätzen der Strecken vor allem bei Wettkämpfen auftritt, da ich dann längere Schritte mache, während die Uhr zur Streckenmessung wohl GPS-Daten und die Zahl der Schritte zusammen mit der mittleren Schrittlänge kombiniert. Allerdings war wohl auch die heutige Strecke nicht perfekt vermessen und auf jeden Fall die 5 km-Runde kürzer als die Hälfte der zwei Runden der 10 km, weil der Abzweig zum Ziel deutlich kürzer war als das Verbindungsstück wieder zum Startbereich.

CDU will eigene Frauenquote und Gleichstellung statt Gleichberechtigung für alle

Die „CDU-Spitze einigt sich auf verbindliche Frauenquote“, die ab der Kreisebene in den Vorständen (aber nicht für Einzelpositionen wie Vorsitzende und Schatzmeister) 2021 mit 30 Prozent beginnen soll, über 40 Prozent 2023 auf 50 Prozent ab 2025 ansteigt. Der Frauenanteil bei den CDU-Mitgliedern liegt hingegen bei 26 Prozent. Der CDU-Bundesparteitag muss noch zustimmen, wobei er üblicherweise der Parteispitze folgt. Passende Worte findet Astrid Hamker, die Vorsitzende des CDU-Wirtschaftsrats (siehe „‚Übermotiviert‘: CDU-Wirtschaftsrat weist Frauenquote zurück“):

„Mir kommen Vorstöße wie der von Frau Merkel für die Wirtschaft oder der von Frau Kramp-Karrenbauer für die CDU ziemlich übermotiviert und unrealistisch vor“, sagte Hamker […].
So wie keine Führungspositionen in den Betrieben von oben angeordnet werden könnten, so verhalte es sich auch mit weiblichen Kandidatinnen in einer Partei. „Bei der CDU frage ich mich, ob sie angesichts einer Bundeskanzlerin, einer EU-Kommissionspräsidentin und derzeit noch einer Parteivorsitzenden sowie drei von fünf Spitzen ihrer Bundesministerien in weiblicher Hand überhaupt diese Frauendebatte braucht“, sagte Hamker.

Damit wird die CDU endgültig zur linken Partei, die nach dem Geschlecht diskriminiert und dieses für wichtiger hält als das Individuum, dessen Qualifikation und auch die demokratische Wahl. Sie überholt noch die SPD, die eine Frauenquote von 40 Prozent hat, und schließt zu Grünen und Linken auf, die mindestens die Hälfte aller Parteiämter, allerdings auch Mandate an Frauen vergeben.

Leider beschränkt sich die CDU nicht auf eine Quotenregelung für sich selbst, was letztlich ihre Sache ist, sondern die Merkel-„Regierung beschließt Gleichstellungsstrategie“. Diese soll nicht nur in „Wirtschaft, Politik, Kultur und Wissenschaft gleichermaßen“ die Gleichberechtigung durch Gleichstellung ersetzen, sondern auch tief in die Familien hineinregieren, wo die Politik den Frauen und Männern bei der „Erziehungs-, Haushalts- und Pflegearbeit“ nicht helfen, sondern ihnen die politisch korrekte Verteilung vorschreiben will.

Nach der Frauenquote für Aufsichtsräte (siehe ‚Starre Frauenquote kommt‘) soll demnächst auch eine Frau für jeden Vorstand von größeren börsennotierten Unternehmen vorgeschrieben werden. Schließlich will Familienministerin Franziska Giffey den meisten Familien durch Abschaffung des Ehegattensplittings schaden, also Ehen mit gleichem Einkommen ungleich besteuern, und zwar zukünftig höher, wenn die Einkommensverteilung zwischen den Ehepartnern ungleich ist.

Digitaler NRW-Uni-Laufcup abgeschlossen

Zuerst lief ich ‚8 km in 43 Minuten beim digitalen NRW-Uni-Laufcup‘. Es folgten 10 km in 52:40, 12 km in 1:02:55 und letzte Woche 5,555 km (bzw. 5,56 km wegen der Mess[un]genauigkeit meiner Laufuhr) in 26:08. Interessanterweise wurde ich dabei immer schneller (pro Kilometer), obwohl die Distanzen erst länger wurden. Jede Distanz bin ich übrigens dreimal gelaufen und hier steht jeweils der schnellste Wert. Letztes Jahr war ich allerdings noch schneller, als ich die ‚5 km Leonardo-Campus-Run in 22:42‘ lief. Mir fehlt wahrscheinlich der echte Wettkampfcharakter. Die schnellsten 5,555 km lief ich übrigens in Münster um den Aasee, alle anderen elf Läufe in Dortmund.

Alle Ergebnisse finden sich hier, wobei ich nur auf die Gesamtergebnisse eingehe, bei denen alle vier Läufe zusammengezählt wurden. Ich komme dann auf 3:04:43 für die insgesamt 35,555 km. Damit wurde ich der 89. von 142 Männern. Die hintere Hälfte ist eher neu für mich, wobei es wohl auch einen Selektionseffekt gab: Es machten eher bessere Läufer mit, von denen auch nicht alle die vier Läufe durchgehalten haben. Meine Frau wurde übrigens die 36. von 97 Frauen. Von allen 239 Teilnehmerinnen und Teilnehmern wurde ich 109.

Klage gegen Zwang zu zweiter Restmülltonne zurückgenommen

Meine ‚Stadt will lieber Geld statt Abfall vermeiden‘. Deshalb ärgere ich mich seit vier Jahren mit ihr herum und habe sogar vor zwei Jahren ‚Klage wegen pauschaler Abfallgebühren‘ eingereicht. Heute habe ich diese Klage mangels Aussicht auf Erfolg zurückgenommen (und die Einstellung eines zweiten Verfahrens beantragt, welches das Gericht von sich aus eröffnet hatte, ohne mich auch nur darüber zu informieren, weil mein Einspruch gegen den Abnahmezwang der zweiten Restmülltonne und die dafür angesetzten Gebühren rechtlich gesehen zwei völlig verschiedene Dinge seien). Für morgen war vom Verwaltungsgericht Gelsenkirchen ein Erörterungstermin angesetzt worden. Wegen der für uns ebenfalls von der Stadt Dortmund verkürzten Kitaöffnungszeiten (im Rahmen der Öffnung wieder für alle Kinder) habe ich heute telefonisch angefragt, ob ich überhaupt kommen müsse. Das wurde von der zuständigen Richterin verneint, die aber auch recht deutlich machte, dass ich den Prozess verlieren würde.

Ich halte das zwar weiterhin für ungerecht, aber das hilft nichts. Ich müsste wohl durch alle Instanzen ziehen bis zum Bundesverfassungsgericht oder zum Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte wegen der Diskriminierung von Familien mit kleinen Kindern (der von der Stadt als Vergleich angebotene, aber ohnehin jedem offenstehende Wechsel zu einer vierwöchigen Leerung von einer größeren Restmülltonne ist z. B. bei stinkenden Windeln nicht annehmbar) und allgemein der Benachteiligung von größeren Haushalten, bei denen pro Kopf einfach weniger Müll anfällt. Aber das wäre mit hohen Kosten verbunden, nicht nur an Geld, sondern vor allem auch an Zeit und Aufmerksamkeit. Dabei gibt es noch viel wichtigere Sachen, sowohl für mich und meine Familie als auch politisch.

Wäre ich noch parteipolitisch aktiv, hätte ich vielleicht weitergekämpft, sei es wegen der Symbolik vor Gericht oder auch im Stadtrat nach den anstehenden Kommunalwahlen. Zwischenzeitlich habe ich mir selbst geholfen, was ich wohl gleich hätte tun sollen (und jedem rate, der ebenfalls über eine Klage nachdenkt), statt den Klageweg zu beschreiten. Ich habe nämlich schon im Januar die Biotonne abgemeldet und mit der Nutzung der zweiten Restmülltonne, die ich die ganze Zeit ungenutzt bezahlen musste, begonnen. Das ist wohl kaum im Sinne der Abfallvermeidung und -trennung, aber diese Anreize setzt nun mal die Stadt Dortmund ohne rechtliche Handhabe dagegen.

8 km in 43 Minuten beim digitalen NRW-Uni-Laufcup

Dieses Jahr fällt der Leonardo-Campus-Run coronabedingt aus (siehe für letztes Jahr ‚5 km Leonardo-Campus-Run in 22:42‘). Dafür gibt es einen „NRW-Uni-Laufcup digital“. In der gerade ablaufenden Woche waren 8 km zu laufen (auf frei gewählter Strecke), in der kommenden Woche werden es 10 km sein, dann 12 km und schließlich 5,555 km. Ich habe in Dortmund drei Versuche für die 8 km unternommen und mich von 45:23 über 44:58 auf gestern 42:59 verbessert. Heute habe ich auf der Dortmunder Seite 43:00 gemeldet, weil auf dem Smartphone öfter eine Sekunde mehr angezeigt wird als auf meiner Laufuhr. In echten Wettkämpfen bin ich schneller, aber so ganz allein ist die Zeit schon in Ordnung. Diese Woche kam auch die Urkunde vom ‚Corona Run Halbmarathon in 2:06:49‘. Einen echten Rekord hat jedoch heute meine vierjährige Tochter aufgestellt, die erstmals 10,05 km radelte (ihr sechsjähriger Bruder radelte auch mit, hat das jedoch schon öfter geschafft, während wir Eltern nebenher liefen).