Klage gegen Zwang zu zweiter Restmülltonne zurückgenommen

Meine ‚Stadt will lieber Geld statt Abfall vermeiden‘. Deshalb ärgere ich mich seit vier Jahren mit ihr herum und habe sogar vor zwei Jahren ‚Klage wegen pauschaler Abfallgebühren‘ eingereicht. Heute habe ich diese Klage mangels Aussicht auf Erfolg zurückgenommen (und die Einstellung eines zweiten Verfahrens beantragt, welches das Gericht von sich aus eröffnet hatte, ohne mich auch nur darüber zu informieren, weil mein Einspruch gegen den Abnahmezwang der zweiten Restmülltonne und die dafür angesetzten Gebühren rechtlich gesehen zwei völlig verschiedene Dinge seien). Für morgen war vom Verwaltungsgericht Gelsenkirchen ein Erörterungstermin angesetzt worden. Wegen der für uns ebenfalls von der Stadt Dortmund verkürzten Kitaöffnungszeiten (im Rahmen der Öffnung wieder für alle Kinder) habe ich heute telefonisch angefragt, ob ich überhaupt kommen müsse. Das wurde von der zuständigen Richterin verneint, die aber auch recht deutlich machte, dass ich den Prozess verlieren würde.

Ich halte das zwar weiterhin für ungerecht, aber das hilft nichts. Ich müsste wohl durch alle Instanzen ziehen bis zum Bundesverfassungsgericht oder zum Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte wegen der Diskriminierung von Familien mit kleinen Kindern (der von der Stadt als Vergleich angebotene, aber ohnehin jedem offenstehende Wechsel zu einer vierwöchigen Leerung von einer größeren Restmülltonne ist z. B. bei stinkenden Windeln nicht annehmbar) und allgemein der Benachteiligung von größeren Haushalten, bei denen pro Kopf einfach weniger Müll anfällt. Aber das wäre mit hohen Kosten verbunden, nicht nur an Geld, sondern vor allem auch an Zeit und Aufmerksamkeit. Dabei gibt es noch viel wichtigere Sachen, sowohl für mich und meine Familie als auch politisch.

Wäre ich noch parteipolitisch aktiv, hätte ich vielleicht weitergekämpft, sei es wegen der Symbolik vor Gericht oder auch im Stadtrat nach den anstehenden Kommunalwahlen. Zwischenzeitlich habe ich mir selbst geholfen, was ich wohl gleich hätte tun sollen (und jedem rate, der ebenfalls über eine Klage nachdenkt), statt den Klageweg zu beschreiten. Ich habe nämlich schon im Januar die Biotonne abgemeldet und mit der Nutzung der zweiten Restmülltonne, die ich die ganze Zeit ungenutzt bezahlen musste, begonnen. Das ist wohl kaum im Sinne der Abfallvermeidung und -trennung, aber diese Anreize setzt nun mal die Stadt Dortmund ohne rechtliche Handhabe dagegen.

8 km in 43 Minuten beim digitalen NRW-Uni-Laufcup

Dieses Jahr fällt der Leonardo-Campus-Run coronabedingt aus (siehe für letztes Jahr ‚5 km Leonardo-Campus-Run in 22:42‘). Dafür gibt es einen „NRW-Uni-Laufcup digital“. In der gerade ablaufenden Woche waren 8 km zu laufen (auf frei gewählter Strecke), in der kommenden Woche werden es 10 km sein, dann 12 km und schließlich 5,555 km. Ich habe in Dortmund drei Versuche für die 8 km unternommen und mich von 45:23 über 44:58 auf gestern 42:59 verbessert. Heute habe ich auf der Dortmunder Seite 43:00 gemeldet, weil auf dem Smartphone öfter eine Sekunde mehr angezeigt wird als auf meiner Laufuhr. In echten Wettkämpfen bin ich schneller, aber so ganz allein ist die Zeit schon in Ordnung. Diese Woche kam auch die Urkunde vom ‚Corona Run Halbmarathon in 2:06:49‘. Einen echten Rekord hat jedoch heute meine vierjährige Tochter aufgestellt, die erstmals 10,05 km radelte (ihr sechsjähriger Bruder radelte auch mit, hat das jedoch schon öfter geschafft, während wir Eltern nebenher liefen).

Corona Run Halbmarathon in 2:06:49

Eigentlich sollte heute der VIVAWEST-Marathon stattfinden (siehe ‚Anmeldung zu Marathon in Gelsenkirchen und Essen‘), der coronabedingt verschoben wurde (oder auch noch ganz ausfällt). Ich war ohnehin nicht gut trainiert wegen meiner ‚Gürtelrose‘ (siehe auch ‚Laufe wieder‘). Heute sind meine Frau und ich dann im Rahmen von Corona Run trotzdem einen Marathon gelaufen bzw. hintereinander beide je einen Halbmarathon. Ich lief als Zweiter zum Lanstroper Ei und auf anderem Weg zurück. Für den Halbmarathon brauchte ich 2:06:49. Für einen Wettkampf ist das langsam für mich (siehe zuletzt ‚Phoenix-Halbmarathon 2019 in 1:39:40‘), für einen Lauf alleine in Ordnung. Es entspricht 10 Stundenkilometern. Meine Frau war übrigens zuvor genau drei Minuten schneller auf anderer Strecke (u. a. zum Rombergpark).

Dortmund gewinnt Geisterspiel gegen Schalke

Heute habe ich zum ersten Mal (bewusst, vielleicht vorher schon einmal nebenher in einem Lokal o. ä.) Sky Sport News HD geguckt. Denn dort wurden heute völlig frei (im Gegensatz zum öffentlich-rechtlichen Rundfunk mit seinen Zwangsbeiträgen) fünf zeitgleiche Spiele der Fußballbundesliga ganz ohne Zuschauer im Stadion in einer Konferenzsendung gezeigt. Eigentlich interessiert hat mich nur das Spiel von Borussia Dortmund gegen Schalke 04, bei dem Schalke seinem Namen alle Ehre machte und 0:4 verlor. Meinen Glückwunsch an Dortmund!

Die Borussen behalten so immerhin die Chance, doch noch Bayern München den Meistertitel abzujagen. Allein schon deshalb lohnt sich die Fortsetzung der Bundesligasaison. Aber auch sonst begrüße ich es, dass nicht mehr alles ohne hinreichenden Grund verboten wird. Volle Stadien wären wohl tatsächlich immer noch zu riskant (und Stadionbesuche mit hinreichend Abstand lassen sich vermutlich leider nicht praktisch umsetzen), aber das Risiko für die jungen und regelmäßig getesteten Spieler ist überschaubar, während Millionen Fernsehzuschauer eine beliebte Freizeitbeschäftigung zurückgewinnen. Zum Brot kommen jetzt also auch wieder die Spiele hinzu, um das Volk ruhig zu halten, dem man seine Freiheiten größtenteils genommen hat.

Muttertag 2020

Auch dieses Jahr wünsche ich allen Müttern ‚Alles Gute zum Muttertag!‘

Ich finde es interessant, wie vieles über die Jahre gleich bleibt, aber manches sich auch ändert. Wie letztes Jahr gab es wieder Frühstück am Bett, Süßigkeiten und Kinderbilder für meine Frau, die Sendung mit der Maus und am Abend zeitversetzt den aktuellen Tatort. Dagegen fielen das Joggen, der Besuch meiner Mutter (nicht wegen Corona, sondern aus einem anderen Grund) und der Familienspaziergang mit Eisessen (es fing zu regnen an, als wir gerade losgehen wollten) aus. Neu war, dass ich mich neben dem Frühstück um drei weitere Mahlzeiten gekümmert habe, nämlich Pfannkuchen am Mittag, ebenso selbstgebackene Muffins am Nachmittag und das Fertigstellen des Muttertagskörbchens, welches ich vom Restaurant Overkamp abholte. Was für mich eine besondere Leistung darstellt, toppen viele Mütter jeden Tag.

Außerdem habe ich noch unsere Tochter Sophia heute gleich zweimal beim Radfahren begleitet (sie kann fast schon allein radeln, aber doch noch nicht ganz bzw. noch nicht sicher genug). Beim Memory gewinnt jetzt immer unser Sohn, so auch heute. Schließlich habe ich erstmals Kirschmadenfallen in unseren Kirschbaum gehängt.