NRW Uni-Laufcup 2021 und Leonardo-Campus-Run digital

Beim „NRW Uni-Laufcup digital 2021“ (für letztes Jahr siehe ‚Digitaler NRW-Uni-Laufcup abgeschlossen‘) brauchte ich für die 10 km in Dortmund 51:15. Für die 10 km, die für Köln gewertet wurden, die ich allerdings auch in Dortmund lief, brauchte ich 53:56. Die 7,5 km für Münster bewältigte ich in 37:59 ebenfalls in Dortmund. Für Aachen waren 5,555 km zu laufen bzw. wegen der Messgenauigkeit meiner Laufuhr 5,56 km, die ich ebenfalls in Dortmund in 27:18 lief. Im Gesamtergebnis brauchte ich für die vier Läufe (über 33,06 km) 2:50:28, womit ich 39. von 56 Männern wurde und 1. in meiner Altersklasse (von zwei). Bei Einbezug auch der Teilnehmerinnen wurde ich 47. von 97. Meine Frau war mit 2:56:04 die 23. von 41 Teilnehmerinnen.

In Münster gab es dieses Jahr außerdem den Leonardo-Campus-Run digital, für den ich am 23. Juni gleich zwei zusätzliche Läufe virtuell in Dortmund lief. Für 10 km brauchte ich 53:40, womit ich 46. von 95 Männern wurde und 1. in meiner Altersklasse (von vier). Für zusätzliche 5 km benötigte ich am gleichen Tag 24:21 als 26. von 113 Männer und 1. meiner Altersklasse (von ebenfalls vier). Wirklich schnell bin ich also nicht mehr, was neben dem Alter und relativ schlechten Training wohl auch am virtuellen Charakter dieser Wettkämpfe liegt, wodurch ich langsamer laufe und die tatsächliche Strecke länger ist.

Zweitimpfung

Ende Mai wurde ich zum ersten Mal mit dem Impfstoff von BioNTech und Pfizer ‚Geimpft‘. Heute bekam ich die zweite Impfung wieder im Impfzentrum Dortmund ohne jegliche Probleme bürokratischer oder gesundheitlicher Art. Die Einstichstelle tut wie beim ersten Mal bei Druck etwas weh, aber das wäre vermutlich auch bei einer Kochsalzlösung so. Selbst wenn die Doppelimpfung nicht so wirksam gegen Infektionen mit der Delta-Variante sein sollte wie gehofft, reduziert sie nach den vorliegenden Erkenntnissen das ohnehin für die meisten Menschen einschließlich mir sehr kleine Risiko einer schweren Erkrankung oder gar des Todes noch einmal deutlich.

Ich hoffe deshalb, dass wir jetzt, wo jeder zumindest ein erstes Impfangebot bekommen hat, endlich unser Freiheit und Grundrechte vollständig zurückbekommen. Mündige Bürger können selbst und besser als Politiker mit ganz anderen Interessen verantwortliche Entscheidungen treffen. Aber auch Kinder sollten nicht länger gequält werden, da ihre Risiken einer schweren oder gar tödlichen Erkrankung ohnehin auch ohne Impfung viel kleiner sind.

Geimpft

Vor dreieinhalb Wochen hatte ich einen ‚Impftermin reserviert trotz unklarer Regeln in NRW‘. Die Regeln sind nicht wirklich klarer geworden. Nach dem „Impffahrplan der Stadt Dortmund“ dürften Hochschulangehörige aktuell wohl (nur) von Hausärzten geimpft werden. Trotzdem fuhr ich heute Morgen zum Impfzentrum Dortmund, wo meine Arbeitgeberbescheinigung ohne Nachfragen akzeptiert wurde. Es gab drei weitere bürokratische Anlaufstellen im Impfzentrum, während die Impfung selbst mit dem Impfstoff von BioNTech und Pfizer nur wenige Sekunden dauerte. Nach rund zwanzig Minuten war ich wieder draußen.

Die Impfstelle tut bei Druck etwas weh. Sollte es mehr Komplikationen geben, werde ich darüber berichten. Doch nach den vorliegenden Daten ist eine Impfung für die meisten Erwachsenen empfehlenswert, da die Impfrisiken weitaus geringer sind als die von COVID-19. Außerdem schützt man auch andere und trägt dazu bei, dass der ‚Ausnahmezustand seit [über] einem Jahr‘ für alle erkennbar gar nicht mehr gerechtfertigt ist.

Dortmund gewinnt den Pokal 2021

Es ist wieder, wie zuletzt 2017, Zeit für einen ‚Glückwunsch dem BVB zum Pokal‘. Heute hat Borussia Dortmund das Pokalfinale in Berlin gegen RB Leipzig 4:1 gewonnen. Es ist der fünfte Pokalsieg von Dortmund. Schon am Samstag gewann Dortmund 3:2 gegen Leipzig in der Bundesliga und machte dadurch den FC Bayern München vorzeitig zum Deutschen Meister (bereits zum 31. Mal). Meinen Glückwunsch auch dazu!

Zoobesuch mit Auflagen

Heute waren wir im Dortmunder Zoo. Normalerweise wäre das wohl nicht berichtenswert. Wir waren früher mit unseren Kindern recht häufig in Zoos. Doch die Zeiten sind nicht normal und auch die Zoos wurden in den Dauerlockdown geschickt, so dass einige Tiere gelangweilt waren und extra bespaßt werden mussten (siehe „Dortmunder Zoo: Tiere im Lockdown“).

Seit dem 10. März darf der Zoo wieder öffnen. Allerdings gibt es Auflagen wie eine Reservierungspflicht und das ständige Tragen von Mund-Nase-Bedeckungen, was im Freien wenig sinnvoll ist und ausgerechnet von einem Bediensteten der Sicherheitsfirma konsequent missachtet wurde. Außerdem sind alle Tierhäuser zu und auch sonst weniger Tiere zu sehen als üblich, während erstaunlich viele Besucher im Zoo waren. Vielleicht sind alle wie wir noch schnell heute gegangen, da es morgen zu einer weiteren Verschärfung kommt, nämlich einer Corona-Testpflicht mit tagesaktuellem negativen Ergebnis (siehe diese Allgemeinverfügung in Verbindung mit der jüngsten Coronaschutzverordnung von NRW).

Das gerade erst wieder aufgenommene Fußballtraining unserer Kinder wäre auch nur noch unter dieser Bedingung möglich (zumindest für unseren Sohn, während die Tochter noch nicht in der Schule und damit weder test- noch maskenpflichtig ist), fällt deswegen aber wieder ganz aus. Dabei wäre Sport gesünder als diese ganzen Schikanen.

Tödlicher Unfall auf Schulweg unseres Sohnes

Ein „Auto überrollt Kind (4) – Junge stirbt nach Verkehrsunfall in Dortmund“, und zwar auf dem Schulweg unseres Sohnes. Allerdings lassen wir ihn gerade wegen dieser Baustellenampel, die ständig von Autos noch bei Rot überfahren wird, und der nachfolgenden regulären Fußgängerampel noch nicht alleine zur Schule gehen. Eigentlich liegt die Schule auf unserer Seite der Straße, aber wegen einer Dauerbaustelle ist der Bürgersteig gesperrt, was den Weg zur Schule objektiv deutlich gefährlicher macht, wie dieser Unfall belegt. Es parken auch ständig Autos auf dem Gehweg und rangieren dort herum, z. T. sogar von Eltern der Grundschüler und Kindergartenkinder. Doch ‚Dortmund gibt Gehwege zum Parken frei‘ und nimmt den Tod von Kindern billigend in Kauf, während die Kinder zugleich massiv unter Corona-Maßnahmen zu leiden haben, die ihnen selbst überhaupt nichts nützen. Das verstorbene Kind und seine Angehörigen tun mir sehr leid, aber auf die mitverantwortliche Stadt bin ich wütend.

Bund subventioniert marode Kaufhauskette

Der „Bund will Galeria Karstadt Kaufhof mit Hunderten Millionen Euro stützen“. Es soll einen Staatskredit von bis zu 460 Millionen Euro vom Wirtschaftsstabilisierungsfonds geben. Dabei war der Konzern schon vorher marode und erst letztes Jahr in einem Insolvenzverfahren. Die Wahrscheinlichkeit eines Totalausfalls des Kredits ist höher als die der vollständigen Rückzahlung. Es wäre besser, den Lockdown zu lockern, statt ein überlebtes Geschäftsmodell und darüber letztlich Banken und Vermieter zu subventionieren.

Ich war gegen den ‚Kahlschlag von Galeria Karstadt Kaufhof auch in Dortmund‘, wobei Karstadt und Karstadt Sports zumindest bis zur letzten staatlich verordneten Schließung doch wieder eine Perspektive in Dortmund hatten, während Kaufhof schon geschlossen wurde. Trotzdem ist dieser Weg der Marktverzerrung durch Staatshilfen für Konzerne, während kleinere Wettbewerber in die Röhre schauen, ökonomisch falsch und auch unfair. Dabei finanziert der Bund den Kredit selbst auf Pump und will sich dabei nicht länger selbst beschränken (siehe ‚Kanzleramtschef will Schuldenbremse mit Grundgesetzänderung aushebeln‘).

Bombe in Aplerbeck

Gestern wurde ein „Blindgänger an der Eggensteinstraße in Aplerbeck gefunden – Circa 1.900 Anwohner*innen und B1 betroffen“. Laut Karte gehörten wir gerade nicht dazu. Trotzdem fand ich heute Morgen einen Zettel mit Evakuierungsaufruf im Briefkasten, der gestern Nachmittag, als ich die Tagespost entnahm, noch nicht darin war. Nach etlichen Anrufversuchen beim Ordnungsamt und der Stadt selbst kam ich endlich durch und bekam die Bestätigung, dass unser Haus als einziges in der Straße nicht evakuiert werden müsste. Trotzdem bin ich dann lieber nach Münster gefahren, als mich vielleicht mitten in meiner Vorlesung per Zoom deswegen doch noch mit dem Ordnungsamt oder sogar der Polizei herumstreiten zu müssen. Nach der kontrollierten Sprengung der Bombe fuhr ich zurück, den Stau auf der zuvor gesperrten B1 umfahrend. Es gibt eben nicht nur Corona, sondern auch noch ganz andere Gefahren und Beschränkungen im Alltag. Zumindest leben wir im Frieden, auch wenn der letzte Weltkrieg noch nachwirkt und die Bundeswehr an ferne Orte geschickt wird.

Familienspaziergang mit Laternen

Dieses Jahr durfte es keinen ‚Martinszug in Aplerbeck‘ und auch sonst keine offiziellen ‚Laternenumzüge‘ in ganz Deutschland geben. Doch wir lassen uns von den Politikern, die auch Karneval und demnächst wohl sogar Weihnachtsfeiern wie schon das Osterfest verbieten wollen, den Spaß nicht vermiesen, sondern sind einfach so mit unseren Kindern und Laternen spaziert. Dabei haben wir auch andere Familien gesehen, die dieselbe Idee hatten.

Zweiter Lockdown wird kommen

Seit heute bin ich überzeugt, dass der zweite bzw. erste richtige Lockdown in Deutschland kommen wird, und zwar drastischer als im Frühjahr und mit noch schlimmeren Folgen. Diese Vorhersage beruht auf zwei Annahmen. Erstens steigt die Zahl der positiv Getesteten wieder, was sich aus saisonalen Gründen so fortsetzen wird. Zweitens haben unsere Politiker jedoch die Kontrollillusion, das mit ihren Maßnahmen aufhalten zu können. So haben die Ministerpräsidenten zusammen mit der Kanzlerin heute die Grenze für schärfere Maßnahmen nicht etwa angehoben, sondern abgesenkt von 50 auf 35 gemeldete Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche, wobei ab 50 noch schärfere Maßnahmen gelten sollen, was gerade in Dortmund erreicht wird (siehe „Corona-Alarm in Dortmund: Inzidenzwert rast über 50 – Stadt ist jetzt Risikogebiet“). Die Maskenpflicht wird ausgeweitet, private Feiern werden noch viel stärker eingeschränkt, die Kontaktbeschränkungen werden deutlich verschärft und eine Sperrstunde eingeführt. Nur bei den Beherbergungsverboten gibt es noch keine Einigung, aber auch keine Rücknahme der bestehenden unsinnigen Verbote, sondern die Androhung ihrer Ausweitung (siehe „Keine Einigung über Beherbergungsverbote – Die Beschlüsse in der Übersicht“). Das ist noch kein Lockdown, aber Herr Söder droht ihn bereits explizit an: „Wir sind dem zweiten Lockdown eigentlich viel näher, als wir es wahrhaben wollen“.

Im Frühjahr gingen die Infektionen bereits vor den besonders einschneidenden Maßnahmen zurück. Das hielt auch an, als diese Maßnahmen wieder etwas gelockert wurden. Die meisten ‚Staatliche Maßnahmen beeinflussen Corona-Verlauf nicht‘, wie auch die internationale Evidenz zeigt. Das galt beim Rückgang der Infektionen und wird jetzt auch bei der Zunahme gelten, die beide vor allem saisonal bedingt sind. Da die verantwortlichen Politiker das jedoch nicht glauben oder zumindest nicht zugeben wollen, werden sie immer neue Maßnahmen erfinden, die viel weniger das Virus hemmen als die Wirtschaft und Gesellschaft. Die „Deutsche Wirtschaft bricht in der Corona-Krise stärker ein als erwartet“, und zwar nach der jüngsten Schätzung dieses Jahr um 5,4 Prozent, während für nächstes Jahr noch ein Wachstum von 4,7 Prozent erwartet wird, welches den Rückgang also nicht auszugleichen vermag. Die Schätzung ist allerdings bereits überholt, da sie nicht von schärferen Maßnahmen ausgeht. Dabei wurden heute Verschärfungen verabredet und weitere angedroht. Nach Ostern soll auch Weihnachten ausfallen.