Wenig los zwischen den Jahren

Auch wenn die Zeitung jeden Tag ähnlich dick ist, passiert nicht jeden Tag gleich viel Wichtiges. Heute habe ich z. B. einmal wieder eine halbstündige Nachrichtensendung im Fernsehen gesehen ohne eine einzige echte Nachricht. Auch bei Google News finde ich nichts, worüber sich wirklich zu bloggen lohnt (vielleicht von den Beleidigungen des WDR im doppelten Sinne abgesehen).

Ich glaube, dass das kein Zufall ist. Natürlich gibt es Zufallsschwankungen hinsichtlich wichtiger Ereignisse. Aber es gibt auch Perioden, in denen grundsätzlich weniger passiert, weil die meisten Menschen einschließlich mir vor allem privaten Dingen nachgehen. In diesem Sinne wünsche ich eine geruhsame Zeit zwischen den Jahren. Denn wenn etwas mit Nachrichtenwert los ist, ist es leider meistens nichts Positives.

Mehrheit will Silvestertradition verbieten

„Brauchen wir ein Böllerverbot?“ Die liberale Antwort ist Nein, zumindest für Silvester. An 363 Tagen im Jahr (bzw. in Schaltjahren an 364 Tagen) besteht ohnehin ein Verbot für privates Feuerwerk und Böller ohne Sondergenehmigung. Nur an Silvester und Neujahr gibt es aus Gründen der Tradition eine Ausnahme, die selbst wieder Ausnahmen hat z. B. in Verbotszonen oder hinsichtlich der erlaubten Feuerwerks- und Knallkörper.

Nur leider ist die Mehrheit der Deutschen (und Zuwanderer nach Deutschland) nie liberal gewesen und auch nicht mehr traditionsbewusst. Niemand muss knallen, aber 57 Prozent wollen es auch allen anderen verbieten und nur 36 Prozent sind gegen ein pauschales Verbot.

Der Wert der Freiheit wird auch in diesem eher unbedeutenden Fall verkannt und es wird ganz naiv nach dem eigenen unmittelbaren Interesse bzw. Geschmack oder auch einer zu eng verstandenen Moral geurteilt. Es wäre besser, die bestehenden Normen, auch hinsichtlich des Gebrauchs von Feuerwerk und Böllern, durchzusetzen, statt immer mehr zu verbieten. Daran halten sich dann immer mehr Leute gar nicht mehr, die ihrerseits nur ihre eigenen unmittelbaren Interessen sehen, zumal die Fülle der Verbote kaum bzw. völlig willkürlich sanktioniert wird.

Deutschsprachiges Facebook-Profil überholt englischsprachiges

Meine „Englischsprachige Facebook-Seite“ (eigentlich dieses Profil) erreichte Anfang des Jahres ‚5.000 Freunde in vier Tagen‘, was das Limit darstellt. Einige Monate hat das gehalten bzw. konnten gelegentliche Abgänge durch Zugänge ausgeglichen werden (am ‚Sechste[n] Jahrestag dieses Blogs‘ Anfang Juni hatte ich dort 4.986 Facebook-Freunde), doch inzwischen bröckelt es deutlich, weil die anfangs wahllos akzeptierten „Freunde“ häufig doch nicht so real und seriös waren. Einige Accounts werden wohl von Facebook gelöscht, andere von den Betreibern. Einige „Freundschaften“ werden wohl beendet, weil ich nichts kaufe, keinen Kredit beantrage und auch unseriösen Links nicht folge. Andere beende ich selbst, wenn sie zu unseriös und zugleich aktiv sind, während ich mir den Bestand wohl besser nicht genauer anschaue. Jedenfalls ist er auf aktuell 4.172 Facebook-Freunde geschrumpft. Die meisten Neuzugänge kommen jetzt über mein deutschsprachiges Profil, von dem ich Anfragen von Profilen fremder Sprache weiterleite.

Heute berichte ich darüber, weil es erstmals mit 4.184 Facebook-Freunden über dem Wert für die englischsprachige Seite liegt. Das Limit von 5.000 dürfte nächstes Jahr erreicht werden, woraufhin das regelmäßige ‚Ausmisten bei Facebook‘ etwas gründlicher ausfallen dürfte. Schon jetzt bin ich bei der Annahme von Anfragen etwas selektiver als früher und werde dann meine neuen Kriterien vorstellen.

Die Profile unterscheiden sich übrigens nicht nur in der Sprache, sondern vor allem auch in den Inhalten. Auf dem deutschsprachigen Profil teile ich vor allem die Verlinkungen auf diesen Blog, die automatisch auf meiner ‚[…] Fanseite bei Facebook‘ mit momentan 344 Likes erscheinen. Auf der englischsprachigen Seite berichte ich fast jeden Tag kurz über vor allem familiäre Aktivitäten. Wen das interessiert, der kann der Seite folgen oder sollte sich direkt bei mir melden. Doppelte Freundschaften akzeptiere ich nur in Ausnahmefällen von mir real bekannten Personen, aber ein Wechselwunsch ist kein Problem. Mir selbst wäre stets der Inhalt wichtiger als die Sprache (solange ich diese verstehe).

Altmaier kritisiert längst beschlossene Bon-Pflicht

Es gibt immer mehr unsinnige Gängelung in Deutschland (siehe zuletzt ‚Bundestag dehnt Meisterzwang aus‘, ‚Merkel und Scholz wollen Aktiensparer statt Spekulanten besteuern‘ und ‚Bundesrat gegen günstigere Bahntickets, aber für neue Steuern und Abschlüsse‘). Dazu gehört auch die Bon-Pflicht, die ab dem 1. Januar 2020 (mit Übergangsfristen bis September) alle Einzelhändler zum Ausdrucken und Aushändigen von Kassenbons auch für kleinste Geschäfte wie den Kauf eines Brötchens verpflichtet. Darunter leiden nicht nur die Händler, sondern auch die Kunden und die Umwelt.

Ungewöhnlich in diesem Fall ist nur der Widerspruch von einem Regierungsmitglied: „Altmaier warnt Scholz vor Öko-Desaster“. Die Kritik vom Bundeswirtschaftsminister ist berechtigt und kommt nur ziemlich spät nach dem Beschluss in der Regierung und dem Parlament. Doch besser spät als nie. Steuerhinterziehung lässt sich mit weniger Müll wirkungsvoller bekämpfen, z. B. mit manipulationssicheren Kassen.