Giffey findet Stromabschaltungen vertretbar, während Habeck seine Mitarbeiter krank macht

Vor zwei Monaten meinte der grüne Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck, es gäbe in Deutschland kein Stromproblem, weshalb er die gut und sicher laufenden Atomkraftwerke mitten in der Krise abschalten könne (siehe ‚Habeck will lieber Konzerne als Bürger mit Gas versorgen‘). Auch die SPD will unbedingt aus der Atomkraft aussteigen und bevorzugt eine „Stromabschaltung in Berlin: Giffey findet ‚zwei bis drei Stunden‘ vertretbar“. Daran sind jedoch entgegen der Plagiatorin (siehe ‚Giffey tritt wegen Schummelei als Familienministerin zurück, will aber Berlin regieren‘) nicht zu viele Heizlüfter schuld, die überhaupt nur wegen politischer Fehler bei der Gasversorgung eingeschaltet werden, sondern auch die Politiker einschließlich ihr selbst, die gleichzeitig aus der Atomkraft und nun der Nutzung aller fossilen Energieträger aussteigen wollen, obwohl es gar nicht genug Kapazitäten oder gar Speicher für stark schwankende Solar- und Windenenergie gibt.

Richtig wäre es in der aktuellen Lage, alle Möglichkeiten der Energieversorgung zugleich zu nutzen, also neben regenerativen Energien weiterhin die Atomkraft, während auch wieder mehr Kohlekraftwerke in Betrieb genommen werden müssen, nicht unbedingt dauerhaft, aber doch solange, bis Versorgungssicherheit auf andere Weise gewährleistet ist. Aktuell ist sie das nicht und die Regierungen von Bund und Ländern müssten sich mit Priorität darum kümmern, was sie aber pflichtwidrig nicht tun.

Stattdessen beklagt Herr Habeck eine angebliche Überlastung in seinem Ministerium: „‚Die Leute werden krank. Die haben Burnout, die kriegen Tinnitus'“. Er brüstet sich damit, in „seinem Ministerium seien in den vergangenen neun Monaten 20 Gesetze und 28 Verordnungen gemacht worden“. Leider waren sie wegen seiner politischen Vorgaben schlecht wie die Gasumlage, während er in seinem Umfeld niemanden duldet, der sich z. B. mit dem Gasmarkt auskennt (siehe „Robert Habeck macht Geständnis über Gasumlage: ‚Das muss man ehrlicherweise sagen'“, dass „wir aber nicht wussten, das muss man ehrlicherweise sagen – und niemand wusste das – wie dieser Gasmarkt verflochten ist, wie er im Undurchsichtigen, welche Firmen irgendwelche Anteile an Töchtern und so weiter haben“). So fährt man ein Land gegen die Wand, werden Unternehmen vernichtet und Millionen Haushalten mitten im Winter Gas und Strom abgestellt, selbst wenn sie die völlig überhöhten Rechnungen bezahlen.

34 Gedanken zu „Giffey findet Stromabschaltungen vertretbar, während Habeck seine Mitarbeiter krank macht

  1. Wenn ich einem Idioten zuarbeiten müßte, wäre ich sicherlich auch öfters mal krank. Allerdings würde ich als Krankheit nicht unbedingt einen Burnout oder ähnliche, der Karrier schädigende Gründe angeben, solange ein positiver Coronatest dazu völlig ausreicht.

  2. Stromabschaltungen bin ich aus der 🇩🇴 gewohnt. Wohlhabende Leute haben dort sog. Inversoren. Damit werden Autobatterien automatisch geladen, während Strom da ist und dann verbraucht, wenn das Stromnetz abgeschaltet ist. Nur für die Klimaanlage reicht das nicht. Daher haben noch wohlhabendere Leute Generatoren, die mit Diesel betrieben werden. Hier wie dort: Wer Geld und Macht hat, muss nicht frieren, bzw. schwitzen oder im Dunkeln sitzen…

  3. Wie blöd muss ich mich finden, wenn andere frieren und ich nicht. Zum Nichtfrieren muss man ja nicht reich sein. Was unserer Gesellschaft heute mangelt ist Gemeinsinn, Hilfsbereitschaft und Rücksichtnahme. Deshalb, lass den Winter kalt werden. Zusammendrücken muss wieder gelernt werden, bei guten Gesprächen.

    • Die Dinge ändern sich erst, wenn sie unerträglich werden. Je mehr Leute frieren, desto schneller werden sie sich ändern.
      Bis dahin muß man die Menschen immer wieder darauf hinweisen, daß es zwar (noch) genügend Kraftwerke für eine sichere Energieversorgung in Deutschland gibt, diese aber aus ideologischen Gründen nicht verwendet werden dürfen. Und darauf, wer für diesen verbrecherischen Unfug verantwortlich ist.

    • Wollen Sie im Winter aus reiner Solidarität frieren? Es wäre die Aufgabe der Regierung, dies zu verhindern, doch sie ist völlig unsolidarisch und zwingt anderen auf, was sie sich selbst nicht zumutet (z. B. Masken, Isolierung, demnächst Strom- und Heizungsausfälle).

  4. Angesichts Ihres Wortes „obwohl“ am Ende des ersten Absatzes erinnere ich an die gefährliche Schrumpfungsbewegung, deren erklärtes Ziel es ist, weniger Energie zu nutzen. Was mit Solar und Wind zur Verfügung steht, ist gut, wissend, dass das den aktuellen Energiebedarf nicht deckt. Auf den Rest müssen wir leider verzichten.

    • Der Kampf gegen den Wohlstand ist älter als die Grünen. Ich erinnere hier an die Schwarte „Global 2000“, nach der wir schon vor 20 Jahren hätten untergehen müssen.
      Der Tenor ist seit 50 Jahren derselbe: Der Wohlstand der Menschen in der westlichen Welt geht auf Kosten der dritten Welt, des Klimas und des ganzen Planeten. Wir müssen Körner fressen und fahrradfahren, um die Welt zu retten.
      Die Erde hat sich nie darum geschert. Die Bäume, die dem Druck dieses Pamphlets zum Opfer gefallen sind, sind wieder nachgewachsen und es gibt immer noch fossile und andere Rohstoffe. Wir schrumpfen zwar und unsere Wirtschaft geht zum Teufel, aber die Länder der dritten Welt, die von der grünen Wohlstandskrankheit verschont geblieben sind, genehmigen sich mehr Ressourcen als durch die Deindustrialisierung des Westens eingespart werden. Die Erde wird es überleben. Der kranke Westen nicht.

      • Es gibt Umweltprobleme, doch diese lassen sich durch vernünftige Politik und mit marktwirtschaftlichen Methoden abmildern oder sogar lösen, während Linke und Grüne mit ihren Ansätzen nicht nur der Wirtschaft und den Menschen, sondern auch der Umwelt schaden. Energie ist jetzt in Deutschland am teuersten, aber keineswegs am saubersten oder gar sichersten.

  5. Habeck macht nicht nur seine Mitarbeiter krank, sondern die ganze Nation. Thematisch nicht sattelfest in seinem Metier, handwerklich ein Dilettant, dazu ein strenger Ideologe. Wenn seine Entzauberung hoffentlich in diesem Tempo weitergeht, dürfte er am Ende des Winters weg vom Fenster sein. Dann kann er wieder seine Märchen schreiben

      • Das reicht für Hollywood, ABER nicht als Führungskraft einer großen Industrienation!

      • Nach fast einem Vierteljahrhundert sozialistischer Regierungen ist dieses Land weder groß noch eine Industrienation. Habecks Qualifikation reicht also völlig aus.

  6. Dass Herr Scholz auf Einkaufstour in arabischen Öllieferländern ist, solchen Ländern, die allesamt mit Menschenrechten, wie wir sie verstehen, nichts am Hut haben, kommt in meinen Augen dem Versuch gleich, den Beelzebub mit dem Teufel auszutreiben.
    Gerade Katar ist ja nun wirklich kein leuchtendes Vorbild für Demokratie und Menschenrechte. Saudi-Arabien gehört zu den Ländern, in denen Christen (und ihre Werteordnung, die auf der Bibel beruht) im öffentlichen Leben praktisch nicht vorkommen, bzw. denen es verboten ist, ihrem Glauben gemäß zu leben.
    „Wir“ fördern indirekt den islamischen*** Terror weltweit, wenn wir mit den Ländern Geschäfte machen. Aber vermutlich ist das ohnehin in alle Überlegungen eingepreist und dem kapitalistischen System immanent…. „gut“ ist, was dem Markt nützt.

    *** Nach jahrelanger Beschäftigung mit dem Terror, der von Muslimen im Namen Allahs verübt wird, verzichte ich weitgehend auf den Begriff „islamistisch“, zumal sich kaum eine Entsprechung für „christlich“ oder „buddhistisch“ finden lässt. Christentumistisch???

    • Russland ist uns nicht nur geogaphisch viel näher als die arabischen Staaten. Putins Angriffskrieg gegen die Ukraine führt tatsächlich zu moralisch unschönen Erscheinungen. Aber wenn wir Energie nur noch aus Musterdemokratien beziehen wollen, gehen hier ganz sicher die Lichter und Heizungen aus.

      Die Unterscheidung zwischen Islam und Islamismus ist durchaus sinnvoll und wichtig. Es gibt und vor allem gab auch christliche (und buddhistische) Fundamentalisten, die Folter, Mord und Krieg im Namen ihres Glaubens praktiziert haben.

      • In Bezug auf „Musterdemokratien“ haben Sie völlig recht, darum ja auch mein seufzender Kommentar von Teufel und Beelzebub.
        In Bezug auf den Islam unterscheide ich zwischen Religion und Gläubigen. Jede Religion kann missbraucht werden durch fanatisierte „Gläubige“, auch da stimme ich ihnen zu. Während aber das Christentum in seiner „Basislektüre“ gewaltfrei ist – an keiner Stelle wird dazu aufgerufen, Nichtchristen zu töten -, ist das heilige Buch des Islam vom Grundsatz her auch eine wörtlich zunehmende Aufforderung zum Totschlag aller, die sich dem Islam entgegenstellen. Das ist für mich der Grund, nicht mehr zwischen Islam und Islamismus zu unterscheiden. Der Islam, wie er im Koran bekannt wird, ist in seinem Kern gewalttätig, auch wenn es einige Islamwissenschaftler in Deutschland gibt, die immer wieder die Schönheit des Korans preisen und Allah als den Barmherzigen. Leider spricht die Geschichte der Ausbreitung des Islam eine gänzlich andere Sprache. Das Schwert war überzeugender als die Schönheit der Sprache. Ehemalige christliche Städte und Gemeinden im gesamten Mittelmeerraum wurden mit dem Schwert „missioniert“ und nicht von der Liebe Allahs überzeugt.
        Das vergessen meistens auch diejenigen, die anklagend die Gräueltaten der Kreuzritter hervorheben, ohne darauf hinzuweisen, dass die zuvor blühenden christlichen Gemeinden in Kleinasien von muslimischen Eroberern ausgelöscht wurden.

      • Die Bibel ist doch auch voll von Gewalt, Mord und selbst Völkermord. Jesus kann man pazifistisch verstehen, aber eben auch anders, was viele Christen über Jahrhunderte machten und selbst für kleinste Glaubensdifferenzen töteten. Was die wahre Lesart der Bibel oder des Korans sei, sind theologische Fragen, deren Beantwortung vom eigenen Glauben abhängt. Politisch relevant ist hingegen, dass jede Religion auf verschiedene Weise gelebt werden kann. Ein liberaler Rechtsstaat sollte jedem seinen Glauben lassen, aber Terror und andere Verbrechen unterbinden. Die Unterscheidung zwischen Islam und Islamismus ist also gerade für uns im Westen wichtig. Schließlich kennt der Islam keine Mission im christlichen Sinne. Die islamischen Ordnung soll sich weltweit ausbreiten, sei es friedlich oder mit Gewalt, doch in dieser Ordnung dürfen Christen und Juden ihren Glauben behalten.

      • Sie schreiben doch selbst, dass es auch im Christentum sehr blutige Konfessionskriege gab über theologische Differenzen, die heute kaum noch jemand nachvollziehen kann. Im Islam gibt es ebenfalls große Unterschiede, selbst Mohammed hat mal so und mal anders gehandelt. Es ist besser, auf das gute Vorbild zu verweisen, statt das schlechte Vorbild zum allein wahren Islam zu erklären.

      • Ihr Kampf gegen den Islam passt besser zur AfD als einem liberalen Rechtsstaat. Was haben Sie gegen die Religionsfreiheit? Diese umfasst nicht Gewalt und Terror, aber jeden friedlich praktizierten Glauben einschließlich Islam.

      • „Jesus kann man pazifistisch verstehen, aber eben auch anders, “
        Nein, da widerspreche ich sehr entschieden. Jesus kann man nicht anders verstehen als ein liebender, sich selbst hingebender Sohn Gottes.
        „Schließlich kennt der Islam keine Mission im christlichen Sinne“… wohl wahr. Der Islam kennt nur die Mission durch gewaltsame Unterwerfung.
        “ Die islamischen Ordnung soll sich weltweit ausbreiten, sei es friedlich oder mit Gewalt, doch in dieser Ordnung dürfen Christen und Juden ihren Glauben behalten.“
        Ausbreitung des Islam durch Gewalt? Meinen Sie das im Ernst? Das kann ich nicht glauben!
        Dass Christen und Juden in dieser Ordnung ihren Glauben behalten dürfen, stimmt und stimmt nicht! Wie aus allen Quellen hervorgeht, wurden Juden und Christen mit Sondersteuern belegt, hatten weniger Rechte, was sich besonders bei juristischen Auseinandersetzungen negativ auswirkte, wurden etwas in Spanien zur Zeit des Islam dort – also im angeblich „Goldenen Zeitalter“ – gezwungen, sich durch eine bestimmte Kopfbedeckung als „Nichtmuslim“ kenntlich zu machen…
        In streng religiös ausgerichteten Staaten wie Saudi Arabien ist es Christen und Juden nicht erlaubt, ihre Religion zu leben. Wie verstehen Sie unter diesem Aspekt „Glauben behalten“?
        Der Abfall vom Islam steht auch heute noch unter der Androhung der Todesstrafe … die allerdings in Deutschland nicht öffentlich zur Anwendung kommt, nicht wahr? Aber ich kenne ehemalige Muslime, die Christen wurden und sich taufen ließen und sogar Angst vor ihren Familienangehörigen haben…
        Reden wir uns den Islam nicht schön und sanft.
        Dass auch Christen in allen Jahrhunderten schwerwiegende Verbrechen begangen haben, Feldzüge führten, andere Menschen versklavten und / oder zwangsweise tauften, will ich gar nicht in Abrede stellen und noch viel weniger beschönigen.
        Aber sie konnten sich bei all ihren Verbrechen niemals auf Christus selbst berufen.

        Was das sogenannte „Alte Testament“ angeht, so unterhalten Sie sich doch einmal mit Rabbinern, die Ihnen erklären können, dass die dortigen Aussagen immer „temporär“, also nur für die damalige Zeit gültig zu verstehen sind, und keine Handlungsanweisungen für heutige Konfliktlinien bedeuten.

        Ich habe mich sehr intensiv mit dem Judentum beschäftigt und erlaube mir daher diese Empfehlung.

      • Ich möchte Sie bitten, Ihre Doppelmoral woanders auszuleben. Historisch gesehen wurden Gewalt, Folter, Morde und Kriege durchaus von vielen Christen und auch hohen Kirchenleuten mit der Bibel gerechtfertigt und im Namen von Jesus Christus begangen. Sind Ihre Auslegungen von Bibel und Koran die einzig wahren? Historisch hat es sehr viele verschiedene Auslegungen gegeben und wurden von den Angehörigen aller großen Religionen schlimme Verbrechen im Namen ihrer Religion begangen. Richtig ist, dass Muslime heute eher Gewalttäter, allerdings auch eher Gewaltopfer sind. Pluralistische Gesellschaften, zu denen die meisten muslimischen Länder leider nicht gehören, aber Deutschland sehr wohl, sollten Glaubens- und Religionsfreiheit gewähren, und zwar den Angehörigen aller Religionen, solange diese friedlich bleiben und sich an die allgemeinen Gesetze halten. Persönlich müssen Sie den Islam doch gar nicht gut finden, sondern dürfen ihn völlig ablehnen, doch politisch sollten sie ihn und friedliche Moslems tolerieren.

      • „Ihr Kampf gegen den Islam passt besser zur AfD als einem liberalen Rechtsstaat. Was haben Sie gegen die Religionsfreiheit? Diese umfasst nicht Gewalt und Terror, aber jeden friedlich praktizierten Glauben einschließlich Islam.“

        Danke für die Blumen. Mit der AFD habe ich sehr viel weniger am Hut, als Sie je hatten! Nämlich absolut GAR NICHTS !

        Und ich habe auch absolut gar nichts gegen Religionsfreiheit. Ich gehöre einer Freikirche an, die schon vor 150 Jahren in ihren Gründungsstatuten die Religionsfreiheit forderte, auch für „Mohammedaner“, wie es damals noch hieß. Und ja, natürlich soll jeder seinen Glauben friedlich praktizieren können, das ist schließlich ein wesentliches Element unserer Demokratie und zudem grundgesetzlich erfasst.

        Ich „kämpfe“ – wenn wir bei diesem Begriff bleiben wollen – für die Aufklärung über eine archaisch anmutende Ideologie, die sich als „Religion“ versteht und in deren Namen Machtmissbrauch sowohl im ganz privaten Leben der Gläubigen ausgeübt wird (siehe Umgang mit Frauen), als auch im Verbund der staatlichen Gemeinschaft weltweit – wobei Sie nur einen Blick auf die Resolutionen der UNO zu werfen brauchen, die von deren muslimischer Mehrheit in schöner Regelmäßigkeit gegen Israel verhängt werden. Noch interessanter ist die immer noch und immer wieder aktuelle politische Ausrichtung des Iran und ihrer weltlich-religiösen Führer, die via Fernsehen und bei großen öffentlichen Demonstrationen die Auslöschung Israels fordern.
        Ich persönlich kann darin leider gar keine fromme „göttliche“ Inspiration erkennen, wobei aber gerade dies, die Verfolgung der Juden, korankonform ist und ausdrücklich auf Allah selbst zurückgeht.
        Ich müsste jetzt die Sure aufsuchen, die diese Forderung erhebt, aber es ist bereits Mittagszeit – und damit will ich mich anderen Dingen zuwenden.

      • Die UNO hat doch keine muslimische Mehrheit, aber leider eine israelfeindliche, wobei sich auch Deutschland oft nicht mit Ruhm bekleckert.

        Ihr Fehler ist die Gleichsetzung der Weltreligion Islam mit bestimmten, durchaus verbreiteten Auslegungen und verbrecherischen Regimen, während Sie beim Christentum sehr wohl differenzieren und nicht alle Verbrechen im christlichen Namen dem Christentum insgesamt zuschreiben.

      • „Ihr Fehler ist die Gleichsetzung der Weltreligion Islam mit bestimmten, durchaus verbreiteten Auslegungen und verbrecherischen Regimen, während Sie beim Christentum sehr wohl differenzieren und nicht alle Verbrechen im christlichen Namen dem Christentum insgesamt zuschreiben.“

        „nicht alle Verbrechen im christlichen Namen dem Christentum insgesamt zuschreiben“,
        Da haben Sie mich gründlich missverstanden. Ich schreibe alle Verbrechen, die das Christentum hervorgebracht hat, dem Christentum zu. Aber ich sage ausdrücklich, dass sich verbrecherische Christen nicht auf CHRISTUS berufen können, auch wenn sie es in vielen Windungen getan haben mögen oder immer noch tun.

        Ich kann in den Evangelien, der Apostelgeschichte und den Briefen der verschiedenen Apostel keine Rechtfertigung für Mord und Totschlag, Gewalt gegen andere oder gar Schwache entdecken. Die Bibel kann ich in meiner eigenen Sprache lesen – ich besitze mehrere Übersetzungen, was oftmals sehr hilfreich ist, wenn es um Nuancierungen geht.
        Aber natürlich bin ich, was mein Urteil über den Islam angeht, auf deutsche Übersetzungen des Koran und auf deutsche Islamwissenschaftler angewiesen.
        Tilman Nagel gehört für mich zu den wesentlichen Quellen meiner „Erkenntnis“, neben etlichen anderen Autoren, die ich in den letzten 20 Jahren gelesen habe.

        Mein aufkeimendes Interesse am „Wesen des Islam“ hängt ganz entschieden mit 9/11 zusammen… Bis dahin hielt ich – trotz meiner Kenntnisse über arabisch-muslimische Vorstellungen über Israel – den Islam für eine Religion wie jede andere.
        Man verändert sich aber mit jeder weiteren Sicht, die man auf einen „Gegenstand der Frage“ wirft….
        Vielleicht – und das will ich zugestehen – bin ich bewusster und damit auch einseitiger geworden …

      • Historische Tatsache ist, dass Christen einschließlich Kirchenoberhäuptern sich immer wieder auf die Bibel und auch direkt auf Gott (Vater) und Jesus Christus berufen haben, um Gewalt und Krieg zu rechtfertigen. Ganz aktuell macht das der russisch-orthodoxe Patriarch Kyrill, der Putins Krieg religiös zu verklären versucht. Ich halte das für verfehlt, die Rechtfertigung von Gewalt und Terror durch Muslime und mit dem Koran aber ebenso.

      • Es geht mir – und wie oft soll ich es noch sagen – um Aufklärung und Information und nicht um eine pauschale Verurteilung des Islam.

        Ich habe nicht aus einem dumpfen Gefühl heraus geschrieben, dass ich nicht mehr zwischen Islam und Islamismus unterscheide, sondern das wohlüberlegt und auf der Basis der Beschäftigung mit entsprechender Veröffentlichungen getan, wobei ich Tilman Nagel bereits erwähnt habe.
        Bevor ich nun ganze Passagen seines Buches „Angst vor Allah“, Berlin 2014, abschreibe, um einen „wissenschaftlich begründeten“ Kommentar abzuliefern, empfehle ich einfach das Buch zur Lektüre.
        Weitere interessante Bücher:
        Stefan Meining, Eine Moschee in Deutschland, München 2011
        Hans-Peter Raddatz, Allah und die Juden, Berlin 2007
        Ibn Warraq, Warum ich kein Moslem bin, Berlin 2007,
        Hamed Abdel-Samad, Der islamische Faschismus, München 2014
        Daneben habe ich unzählige Aufsätze und Artikel gelesen, die sich alle (wie auch die oben genannten Bücher) sowohl mit den historischen Gegebenheiten zur Entstehung des Islam beschäftigen, als auch der Frage nachgehen, inwieweit ein „Euro-Islam“ oder ein dem „säkular gelebten Christentum“ ähnlich „säkular gelebter Islam“ möglich ist – unter der Prämisse des Absolutheitsanspruchs islamischer Vorstellungen, wonach Koran und Hadith nicht nur das religiöse Leben, sondern das gesamte Leben von der Zeugung bis zum Tode inklusive der Rechtssprechung bestimmen.

        An keiner Stelle habe ich den Christen Absolution erteilt.
        Was Kyrill betreibt, entspricht nicht meinem biblischen Verständnis, Ihrem wohl auch nicht, wie ich Ihrem Kommentar entnehme. Das gilt auch für die Missbrauchsvorwürfe, Kreuzzüge und Zwangstaufen. (Wobei die ersten Baptisten auch gezwungen waren, sich den Regeln der Kirchen unterzuordnen, und sei es nur, um heiraten zu können. Dieses Dilemma wurde mit der Möglichkeit der standesamtlichen Heirat aufgelöst.) Tilman Nagel nimmt auf Seite 262 f auch zur Frage der Berufung der Christen auf Jesus Stellung.

        Wir leben in einer multikulturellen Welt, die viele Fragen aufwirft. Die Beschäftigung mit dem Islam ist eine davon.

        Ich bitte Sie aber, mich nicht länger in Schubladen zu stecken, in die ich nicht gehöre.

      • Sie haben sich doch selbst in die Schublade einsortiert, dass Sie nicht zwischen Islam und Islamismus unterscheiden wollen, während Sie sehr wohl zwischen verschiedenen Varianten des Christentums differenzieren und nur die Ihnen passenden für wirklich christlich zu halten scheinen. Für mich ist damit diese ohnehin nicht zum Blogbeitrag passende Diskussion beendet.

      • Ende der Diskussion.
        Schade.
        Aber mit Ignoranten lässt sich schlecht ein gemeinsamer Nenner finden.

      • Ja, deshalb können wir die Diskussion gerne wieder aufnehmen, wenn Sie Ihre Ignoranz (selbstverschuldete Unmündigkeit im Sinne Kants) überwunden haben. Bis dahin alles Gute!

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