Proteste nach Tod einer Iranerin und ZDF für Kopftuchzwang

Die „Proteste in Iran werden blutiger“ nach dem Tod von Mahsa Amini in Polizeigewahrsam. Sie war verhaftet worden, weil sie nach Ansicht der Sittenpolizei ihr Kopftuch nicht richtig trug. Nun verbrennen viele mutige Frauen im Iran ihre Kopftücher. Die Polizei schießt auf Demonstranten, die ihrerseits über eigene Bewaffnung nachdenken. Es sind die größten Proteste seit vielen Jahren gegen das Mullah-Regime, die sogar zum Sturz dieses Regimes führen könnten oder zumindest zu einer Abschaffung der Sittenpolizei und einer Lockerung des Kopftuchzwangs. Wahrscheinlicher ist leider eine gewaltsame Unterdrückung der Proteste und weiterhin der Frauen.

Das mit Zwangsgebühren finanzierte „ZDF wirft Kopftuch-Kritikern Rassismus vor“. Dabei ist der Islam eine Religion und keine Rasse. Diese Religion und der Koran schreiben auch nicht zwingend Frauen das Kopftuch vor, sondern das tun islamistische Regime, denen sich das ZDF offensichtlich stärker verbunden fühlt als den unterdrückten Frauen.

17 Gedanken zu „Proteste nach Tod einer Iranerin und ZDF für Kopftuchzwang

  1. Das ZDF bedient sich hier eines Schlagworts, das an den Universitäten geprägt und verbreitet wurde. Der widersprüchliche Kampfbegriff des „Rassismus ohne Rassen“ oder „Kulturrassimus“ wurde wesentlich geprägt vom französischen Professor Etienne Balibar, der an Hochschulen in den USA, GB und Frankreich gelehrt hat. Er ist einer von den zahllosen ultralinken Dozenten, die berufsmäßig Propaganda für ihre Gesinnungsgenossen in den Medien durchformulieren und pseudowissenschaftlich aufbereiten.

    Ich selbst wurde in meiner Abschlußarbeit von meinem Professor gezwungen, mich mit Balibars schwachsinniger Theorie zu befassen. Solche intellektuellen Nötigungen vergißt und verzeiht man nicht.

    Derartige Proteste gibt es in der Islamischen Republik Iran alle paar Jahre, aber auch diese Runde wird das Mullahsystem nicht beseitigen. Denn verglichen mit den Staaten ringsherum ist der Iran äußerlich friedlich. Diese innere Stabilität wird natürlich mit Unterdrückung und Unrecht erkauft und gewaltiger Korruption aufrechterhalten. Aber in einer Weltregion, die von blutigen Bürgerkriegen gezeichnet ist, ist sie viel wert. Ich denke, dessen sind sich auch die Iraner trotz aller Wut und Frustration bewußt.

    Daß iranische Frauen das Kopftuch aus Protest so weit am Hinterkopf tragen, konnte ich schon vor zehn Jahren im Land beobachten. Ich vermute, daß nach dem Sturz des Regimes der Iran von einer Deislamisierungswelle ohnegleichen erfaßt wird. Aber das begreifen die vernagelten Mullahs nicht, genauso wenig wie Erdogan, der dasselbe in der Türkei tut.

    • Dass Sie sich mit einem für Ihr Thema relevanten Autor befassen sollten, halte ich nicht für intellektuelle Nötigung, solange Ihnen nicht das Ergebnis vorgeschrieben wurde.

      Der Iran ist nicht „äußerlich friedlich“, sondern in fast alle Konflikte der Region und auch Kriege wie im Jemen gewaltsam verstrickt. Das Mullah-Regime will auch explizit Israel vernichten und strebt aktiv Atomwaffen an. Der innere Friede beruht auf gewaltsamer Unterdrückung.

      • Mit „äußerlich firiedlich“ meinte ich so, wie es von außen für einen Touristen im Iran wirkt. Ich konnte mich in iranischen Städten auch nach Einbruch der Dunkelheit frei und sicher bewegen. Das ist ein großer Wert in einer Weltregion, wo Bombenanschläge auf öffentlichen Plätzen an der Tagesordnung sind.

        Mit Verurteilungen der iranischen Außenpolitik wäre ich etwas vorsichtiger. Man könnte beispielsweise die iranische Unterstützung für schiitische Rebellen im Irak nach dem Angriffskrieg der USA 2003 als moralisch vergleichbar zu der Unterstützung der EU für die ukrainische Armee gegen den Angriffskrieg Rußlands 2022 werten. Es gibt keine Macht, die stärker in die Konflikte der Region verstrickt gewesen als die – überdies raumfremde – USA (Irak, Libyen, Afghanistan, Syrien, Somalia). Wo der Russe von „Spezialoperation“ lügt, faselte die westliche Medienpropaganda jahrelang von „humanitärer Intervention“.

        Ich hege null Sympathien für die Mullahs. Aber was danach kommen würde, wäre nach den chaotischen Erfahrungen ringsherum wahrscheinlich noch schlimmer.

      • Sie sind wirklich ein schlimmer Verächter von Recht und Freiheit. Als Tourist sind Sie auch in Nordkorea sicherer als in einer deutschen Großstadt. Zumindest sind Sie sicherer vor gewöhnlichen Kriminellen, während die Regierung jeden zu jeder Zeit verhaften, foltern und töten kann. Es geht doch gerade darum, dass eine friedliche junge Frau durch das Mullah-Regime aus nichtigem Anlass ums Leben kam. Der Iran hat auch die von Ihnen angeblich so geschätzte Souveränität des Irak und der Völker darin verletzt. Nach dem Mullah-Regime, für das Sie hier sehr viel Sympathie zeigen, kann es nur besser werden. Allerdings wird es nicht friedlich von der Macht lassen, sondern noch viele Menschen töten.

      • Ich stelle gar nicht in Abrede, daß der Iran eine Diktatur ist, aber man kann Autokratien nicht vorwerfen, daß sie mittlerweile besser für Sicherheit und Ordnung auf der Straße sorgen können als die westlichen Gesellschaften mit ihren kontinuierlich wachsenden „sozialen Brennpunkten“ (gemeint sind ethnische). Und sei es auch nur, weil die Verbrecher dort alle in der Regierung sitzen. In Isfahan und anderswo habe ich Päarchen Hand in Hand gehend mit kleinen Kindern im Schlepptau abends friedlich in Massen flanieren. Wer den Nahen Osten kennt, weiß, wie selten und unschätzbar wertvoll solch eine Sicherheitslage ist.

        Was die Forderung nach „Recht und Freiheit“ anbelangt, haben westliche Versuche, die Demokratie mit Gewalt nach Nahost zu exportieren, dort wahrlich genug Schaden angerichtet. Aussagen wie die von Madeleine Albright, die einer Partei angehörte, die Sie als moderat bezeichnen, zeigen auch die ganze Menschenverachtung dieses Politikerschlags (https://www.youtube.com/watch?v=K8YQ8gKIV8U).

      • Im Grunde sagen Sie, dass es unter Hitler besser war und die Vernichtung Israels nicht so schlimm wäre. Sie sollten sich wirklich schämen und sind hier gesperrt.

      • So ist das eben, wenn Leute Diktaturen und Angriffskriege nicht nur verharmlosen, sondern verklären. Ich möchte das in meinem Blog nicht haben.

        Die Antwort von Frau Albright in dem verlinkten Video bezog sich außerdem auf den ersten US-Irak-Krieg zur Befreiung Kuwaits. Da ging es weder um Demokratieexport noch um vermutete Massenvernichtungswaffen. Die USA haben nach dem Krieg keine Kinder umgebracht, sondern Saddam Hussein hat sie sterben lassen, was eine andere Sanktionspolitik vielleicht hätte abmildern können.

      • Die USA haben aber anderswo Kinder umgebracht, etwa in Vietnam. Das sollte man nicht gegeneinander aufrechnen, jedoch auch nicht ignorieren.

      • Die USA haben in Vietnam nicht gezielt Kinder getötet, doch in jedem Krieg sterben Unschuldige. Deshalb sollte man nicht leichtfertig Krieg führen, wie das manche deutsche Politiker jetzt wieder wollen. Im Übrigen war das auch ein Verteidigungskrieg gegen die Aggression von Nordvietnam. In Korea waren die USA damit erfolgreicher.

      • Ich wäre vorsichtig damit, den Vietnamkrieg als Verteidigungskrieg zu bezeichnen. Es gab in Südvietnam schon auch eine Diktatur, die nicht zimperlich mit Kommunisten war.

      • Auch eine Diktatur darf gegen Angriffe von außen verteidigt werden. Die Unverletzlichkeit der Grenzen gilt unabhängig von der Herrschaftsform.

  2. Man könnte die Reaktion des ZDF-Gesinnungsdeppen leicht als Überreaktion eines Einzelidioten abtun und nicht weiter beachten.
    Aber leider ist dieser Vorgang symptomatisch. Ohne Gesinnungsnachweis, der zudem regelmäßig neu zu erbringen ist, hat man offenbar im öffentlich rechtlichen Bereich (und leider auch bei größeren Firmen) keinen Platz mehr.

  3. Die Öffentlich-Rechtlichen müssen total reformiert werden. Da sie sich mit einer steuerähnlichen Zwangsgebühr finanzieren, sollte ihr Budget vom Haushaltsausschuss des Bundestages geprüft werden. Der Fokus muss auf (neutraler!) Information, Bildung und Kultur liegen. Ein öffentlich-rechtliche Sender reicht aus (ARD) und das ZDF wird privatisiert.

    • Die Zwangsbeiträge müssen weg. Sie haben die politische Einseitigkeit doch auch gar nicht verhindert. Besser wäre es, auf den Wettbewerb zwischen den Bundesländern zu setzen und die Autonomie sowie Unabhängigkeit der einzelnen Journalisten zu stärken, nicht der Intendanten und politisierten Gremien zu deren Lasten.

    • Selbst bei der zu 100 Prozent aus Steuergeldern finanzierten Deutschen Welle hat der deutsche Bundestag kein Überprüfungsrecht der Sendeinhalte. Es gilt die „Programmautonomie“ der Deutschen Welle. Da die Rundfunk- und Fernsehräte ihrer Kontrollfunktion nicht nachkommen und individuelle Programmbeschwerden keine Rechtswirkung haben, genießen die öffentlich-rechtlichen Sender faktisch Narrenfreiheit. Ein hermetisch geschlossenes System, das für Propaganda und Selbstbereicherung anfällig ist.

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