Polen will 1,3 Billionen Euro von Deutschland

Vor 83 Jahren, am 1. September 1939, ließ Adolf Hitler Polen überfallen und begann damit, vermutlich ohne diese Absicht, den sehr blutigen Zweiten Weltkrieg (siehe ‚Beginn des 2. Weltkriegs vor 75 Jahren‘). Auch und gerade Polen hat sehr unter diesem Krieg gelitten, aber 1953 offiziell und völkerrechtlich verbindlich auf weitere Reparationen verzichtet, was später noch mehrfach bekräftigt wurde. Das soll nun aufgekündigt werden. „Polen will von Deutschland 1,3 Billionen Euro Reparationen“, erklärte heute Jaroslaw Kaczynski, Vorsitzender der Regierungspartei PiS. Eine offizielle Forderung durch die polnische Regierung ist damit wohl nur noch eine Frage der Zeit. Dabei hat sie weder eine juristische noch eine moralische Grundlage, sondern ist rein politisch motiviert, um in Polen, wo eine Mehrheit diese absurde Forderung unterstützt, Wählerstimmen zu gewinnen und um Deutschland unter Druck zu setzen.

Da darf selbst die Ampel-Koalition nicht umfallen. Die deutsche „Regierung stehe an Seite der Ukraine, ‚egal, was meine deutschen Wähler denken‘, sagt Baerbock“, die grüne Außenministerin. Diese Aussage ist problematisch und sollte nicht zu einer völligen Missachtung des eigenen Volkes führen. Die aktuelle Unterstützung der angegriffenen Ukraine ist eine Sache, doch Billionenforderungen für einen verbrecherischen Krieg vor 80 Jahren, dessen Täter alle tot sind und die Opfer größtenteils auch, tragen nicht zum Frieden in Europa bei. Müsste Polen dann nicht im Gegenzug alle deutschen Gebiete zurückgeben? Dafür könnte es von Russland angeeignetes Land zurückverlangen, welches seinerseits alle einst von der Sowjetunion beherrschten Gebiete wieder beherrschen will, also auch Polen und selbst die DDR. Dieser Revanchismus hat schon zu viel Leid geführt und tut es noch, z. B. in der Ukraine.

37 Gedanken zu „Polen will 1,3 Billionen Euro von Deutschland

  1. Darf ich in die Debatte den Begriff der Verjährung einbringen? Meine väterliche Familie wurde gegen 1585 durch die spanischen Habsburger aus religiösen Gründen aus Belgien vertrieben ähnlich wie unzählige Menschen verschiedenster Konfessionen aus vielen Ländern- soll das alles grenzenlose und ewige Ansprüche begründen, von mir etwa gegen Angehörige der Familie Habsburg oder Belgien? Ist es überhaupt sinnvoll solche Schadensersatzansprüche so ohne weiteres von Tätern und ihren Staaten auf die Bevölkerung überzuleiten? Sollen daran unschuldige russische Verkäuferinnen und Bauarbeiter (und deren Kinder und Enkel) zahlen müssen für Stalins und Putins Verbrechen? Solche Verbrechen sind doch, oder ?, anders zu beurteilen als Staatshaftung für Körperverletzung oder Sachschaden durch eine städtische Straßenbahn oder einen Soldaten bei einer Wehrübung. Braucht das Völkerrecht da nicht Änderung?

  2. Die Ampel wird hier zweifellos entschlossen unsere Interessen vertreten … und Ratenzahlung für die 1,3 Billionen heraushandeln.

    • Ich denke aber, sie wird zumindest einen ordentlichen Zinssatz für den verzögerten Teil der Zahlungen gewähren.

      • Der Habeck führt jetzt ein “ Polen-Umlage“ für deutsche Haushalte ein.
        Österreich wollte auch lange Entschädigungszahlungen von Deutschland haben. Da hat sich der Adenauer immer geärgert, wenn der Bundeskanzler Julius Raab Forderungen gestellt hat.

      • Davon dürfen und müssen wir auch ausgehen, Klaus K., denn alles andere wäre ja voll Nazi.

  3. Auch Griechenland fängt immer wieder mit diesem Thema an. Die Frage wäre, ob man das Thema irgendwie dauerhaft befrieden kann.

    • Klar kann man das: Zahlen und freundlich sein …

      Im Ernst: Da sich die im Versailler Vertrag vorgesehenen Reparationszahlungen als nicht praktikabel erwiesen hatten, wurden zunächst die EWG und dann der Euro eingeführt. Während sich Griechenland bereits bedient hat, müssen die Polen halt noch bis zur eigenen Euroeinführung warten, um an die deutschen Sparbücher zu kommen. Aber sie müssen sich beeilen. Wer zu spät kommt, den bestraft Madame Lagarde …

    • Erinnern Sie sich noch an die sog. Griechenlandrettung vor einigen Jahren und die Hunderte von Milliarden Kosten dafür für Deutschland?

      • Richtig, aber ein Teil der Hellenen will doch noch mehr.

    • Griechenland sollte man unbedingt helfen! Schließlich haben schon die Kelten die Griechen ausgeplündert (Reste sieht man z.B. in baden-württembergischen Museen) (Sarkasmus aus)
      Helfen könnte man diesem Land, indem man 20- 30 deutsche Steuerfahnder mit zweiter Muttersprache Griechisch in das Land schickt. Ganz schnell kämen hohe Einnhamen zu Stande: Hilfe zur Selbsthilfe.

  4. Der Verweis auf die ehemaligen Ostgebiete ist richtig. Es gab zumindest bis zur Wiedervereinigung stets bedeutende Stimmen in Deutschland, die die Ostgebiete zurückhaben wollten. Der damalige CSU-Vorsitzende Theo Waigel hat dies noch 1989 (!) gefordert.

  5. Baerbocks Äußerung ist nicht nur problematisch, wie Sie, Herr Prof. Dilger höflich formulieren, sie grenzt an einen „größenwahnähnlichen“ Anspruch absolutistischer Herrscher. „Was „ihre“ deutschen Wähler denken, kann Frau Baerbock in der Tat total egal sein, die haben nämlich längst das eigene Denken eingestellt und plappern fröhlich nach, was die vermeintliche Lichtgestalt der Grünen von sich gibt und folgen ihr blindlings nach – selbst auf dem Kriegspfad, den Frau Baerbock vom ersten Tag des russischen Überfalls auf die Ukraine beschritten hat.“ So formulierte ich es in meinem Blog.
    Diese Haltung, die aus Baerbocks Äußerungen deutlich wird, nämlich die deutschen Interessen zu vernachlässigen, gar auf die letzte Stelle zu setzen, wie sie so viele der „Grünen“ zeigen, eröffnen den Polen doch erst die Möglichkeit, Forderungen an Deutschland zu stellen, die, wie Sie sehr richtig darlegen, in keiner Weise berechtigt und juristisch haltbar sind.
    Ich kann nur hoffen, dass sich der Kanzler auf sein Versprechen besinnt „zu führen“ und die Frau Außenminister anweist, diese polnische Forderung scharf zurückzuweisen.

      • Nein, es gab ein verkürztes Video, doch auch in der Langversion sind ihre Aussagen eindeutig. Es sollte nicht nach Umfragen regiert werden, aber eben auch nicht explizit gegen die Interessen der eigenen Bürger. Volksentscheide würden helfen, solche Hybris einzugrenzen.

      • Wie Herr Prof Dilger bereits sagte, die Aussage ist tatsächlich so gefallen, ich hätte meinen Beitrag und Kommentar sonst zurückgezogen.
        Es ist aber richtig, dass eine prorussische Seite das damit verbundene Video bearbeitet hat.
        Schwerwiegender noch als die oben zitierte Aussage finde ich jedoch die folgende Klage der Frau Baerbock, die ebenfalls in dem Weltartikel erschien: Zitat: „„Wir werden an der Seite der Ukraine stehen, und das bedeutet, dass die Sanktionen auch im Winter aufrechterhalten werden, selbst wenn es für Politiker sehr schwierig wird“, sagte die Grünen-Politikerin weiter.“ Diesen Satz muss man sich auf der Zunge zergehen lassen…. „wenn es für Politiker sehr schwierig wird“!!!! Oh, es könnte für Frau Baerbock schwierig werden, die Ärmste! Dass es für viele einfache Bürger bereits sehr schwierig ist, ist ihr offenbar …egal!

      • Welche Rolle spielt es denn, ob die Russen oder meinetwegen Putin persönlich das Video gepusht haben, solange es kein Fake ist?

        Statt sich zur Ablenkung am bösen Russen abzuarbeiten, sollte man lieber fragen, warum unsere GEZ- und Privatmedien über diesen Skandal nicht unverzüglich berichtet haben. Und warum sie in der Mehrheit auch jetzt noch lieber mit dubiosen Vorwürfen auf die Russen zeigen, anstatt den Bürger pflichtgemäß über die Treulosigkeit seiner Außenministerine aufzuklären.

        Die Ampel delegitimiert mehr und mehr durch ihre untreue Politik der Unwahrheit unseren sehr guten Staat.

      • @ Piscator vom 02/09/2022 um 18:35 : Dem Zitat nach scheinen Sie für die Haltungsnoten der Grünen Spitzenpolitiker – wie auch durch Mona Jaeger von der FAZ und Teilen der Öffentlichkeit – gewisse Sympathien zu hegen. Wahr ist aber doch, dass die Bestellung zum Minister nicht nur zur Gestaltung, sondern auch zur Anwendung eines regelgerechten Handwerkszeugs national und international verpflichtet und Habeck wie Baerbock dieses Handwerkszeug nicht beherrschen. Dies gemessen am bisherigen Output des Wirkens der Beiden. In der Energiepolitik unvorstellbares Chaos, in der Außenpolitik konfrontatives Auftreten ohne Ergebnisse.

      • Plapper-Lena ist so dumm, dass sie nur in der Politik etwas werden konnte. Selbst bei Aldi an der Kasse hätte sie keine Chance!

    • Damit das klar ist: Frau Baerbock hat ein repräsentaives, kein imperatives Mandat. Damit sind ihre Äußerungen zulässig, ob es den trollen aus St. Petersburg passt oder nicht. Russland hat im Bukarester Memorandum u.a. auf die Krim verzichtet, pacta sunt servanda.
      Wenn man Putin nicht stoppt verlangt er auch noch die SBZ zurück- deshalb bin ich mit Frau Baerbock hier sehr einig.

      • @ „Wenn man Putin nicht stoppt…“
        Natürlich ist das weder Panikmache noch Propaganda, sondern reale Einschätzung einer realen Situation, nicht wahr? So sollen wir es zumindest begreifen und uns fürchten.
        Immer schon wurde die Bevölkerung auf die Gefährdung durch den politischen Widersacher eingeschworen, um genug Einverständnis für den Kampf gegen denselben zu generieren.
        Wenn man die Propaganda eines J.G. untersucht, wird man auf ganz ähnliche Mechanismen stoßen. „Wir“ – und das gilt immer für alle Länder gleich – sind jeweils die Bedrohten, die sich wehren müssen. Auch Putin verklickert seinen Leuten, der Feind stehe im Westen und müsse unschädlich gemacht werden und dazu sei nahezu jedes Mittel recht. Im Gegensatz zu „uns“, und damit meine ich wirklich nur uns als Deutsche, verfügt aber Putin über „jedes Mittel“, inklusive einer Waffe, die uns binnen Sekunden in die Steinzeit zurückbefördern kann.
        Auch deshalb halte ich Baerbocks Rhetorik für gefährlich …“solange es nötig ist“, die Ukraine zu unterstützen, ist eine ebenso schwammige wie unberechenbare Aussage, die aber dennoch eine Verbindlichkeit gegenüber der Ukraine zum Ausdruck bringt, deren Folgen unabsehbar sind, sowohl für die Ukraine, wie für den Westen und damit auch für uns.
        Friedenspolitik sieht anders aus.
        „Wir tun alles, was in unserer Macht steht, den Frieden wieder herzustellen“, wäre eine passendere Formulierung für die so klar vor Augen liegende Notwendigkeit, den Krieg zu beenden. Eben nicht, indem man ihn weiter und weiter ausficht, sondern in denen man ernsthafte Schritte unternimmt, zu einer Verhandlungslösung zu kommen.
        Ich halte wenig davon, die Krim in den Konflikt einzubeziehen, nicht viel davon, mit allen Mitteln die Ostukraine zu „behalten“…
        Und ich bin davon überzeugt, dass sehr viel psychologisches Geschick notwendig ist, die Kriegsparteien an den Verhandlungstisch zu bringen.
        Mit der Forderung nach weiteren schweren Waffen und Milliardenhilfen zu ihrer Beschaffung wird das jedoch kaum gelingen. Auch daran muss sich Frau Baerbock – und mit ihr das gesamte Kabinett – messen lassen.
        Zu meinem großen Bedauern kann ich zudem nicht feststellen, dass die „aus dem Völkerrecht Kommende“ mit psychologischem Wissen oder Fertig- wie Fähigkeiten gesegnet ist. Ich will ihr das nicht anlasten. Aber ich würde mich freuen, hielte sie sich mit markigen Sprüchen in Zukunft zurück.

      • @Rika Meine Einschätzung gründet sich u.a. auf persönliche- flüchtige – Bekanntschaft mit Herrn Dugin und verschiedene osteuropäische Quellen, so wie einiger befreundeter Psychiater aus der forensischen Psychiatrie.

      • @ Piscator
        Ihrer Einschätzung nach muss man von dem Szenario ausgehen, dass Putin nicht in der Ukraine stehenbleiben wird.
        Inwieweit aber entsprechende Äußerungen gestreut sind, um genau diese Reaktion des „Westens“ zu provozieren, können wir wohl nicht mit Sicherheit sagen.
        Ist es nicht wie bei einem Schachspiel – von dem ich allerdings zu wenig verstehe 😉 oder einem ähnlichen Spiel, in dem die Strategie bedeutsam ist? Vorausschauend tätigt der angreifende Spieler einen Zug, nicht, um damit sofort einen Erfolg zu erringen, sondern um den Gegner auf eine falsche Fährte, eine Spielvariation zu locken, die der des „Angreifers“ entgegenkommt.
        Bisher, so will es mir erscheinen, ist die Strategie Putins aufgegangen, der Westen hat reagiert, es ist scheinbar(?) zum Schaden Putins, doch die Erlöse aus dem Erdöl- und Gasgeschäft füllen dennoch seine Kriegskasse, die von ihm eingesetzten Menschen (Soldaten) in diesem Krieg sind ihm herzlich egal,
        und die ursprüngliche Absicht, Teile oder die ganze Ukraine wieder in seinen Machtbereich einzuverleiben, ist im Verlauf der Aktion zweitrangig geworden. (Ich weiß, das ist meine Phantasie, eine mögliche Erklärung für das vollkommen irrationale Verhalten des Diktators.) Und weil seine Irrationalität eine nicht unerhebliche Rolle spielt, muss jede Antwort des Westens sorgfältig abgewogen werden.
        (Ich habe es in meinem Beruf mit schwer verhaltensauffälligen Kindern und Jugendlichen zu tun gehabt. Wir konnten bei einem kompletten Ausflippen eines Schülers das Drehen an der Schraube der Eskalation bis zum Gehtnichtmehr treiben, oder sie Zug um Zug zurückdrehen, bis eine Situation erreicht war, in der überhaupt ein Gespräch zur Lösung eines Konflikts wieder möglich war.)
        Mir scheint, dass wir, der „Westen“, im Moment die Schraube weiter und weiter dreht – und Putin irgendwann darauf mit einer nicht mehr berechenbaren Aktion antworten wird.
        Mir geht es aber nicht um Putin, mir geht es um die Menschen, die auf beiden Seiten der Front elendig verrecken, zerschossen und gedemütigt werden.
        Das muss ein Ende haben. Und zwar bald, sehr bald.

      • Präsident Putin verhält sich doch nicht irrational, sondern wie ein Machtpolitiker des 19. (oder noch früheren) Jahrhunderts, der auch nicht vor Gewalt und Krieg zurückschreckt, um Land zu erbeuten. Zugleich ist er vorsichtig und riskiert gerade keinen Krieg mit der NATO. Wenn sich der Westen als schwach erweist, wird er jedoch weitere Länder angreifen.

      • Piscator
        sagte am 04/09/2022 um 11:41 :“ . . .Damit das klar ist: Frau Baerbock hat ein repräsentaives, kein imperatives Mandat. Damit sind ihre Äußerungen zulässig . . .“ Rika unterscheidet – wie ich – beim Auftritt eines Ministers zwischen Zulässigkeit und Zweckmäßigkeit- verschiedene Ebenen, die für Sie nicht eingängig zu sein scheinen.

      • @Klaus Wolfgang Berger Mir ist das durchaus bewußt, was Sie ansprechen, nur empfinde ich diese Haltung als Zynismus bzw. Feigheit. Das ist ohne Zweifel emotional, aber eher eine Emotionalität im Sinne I. Kants. Das Sittengesetz verbietet mir diese Haltung, weil ich nicht wollen kann, dass alle Menschen sie annehmen und damit die Freiheit aufgeben.

      • Die Grünen opfern doch unsere Freiheit auf dem Altar ihrer Ideologie. Real erreichen sie nichts gegen Präsident Putin oder für den Klimaschutz, was ihnen offensichtlich egal ist.

      • Die Außenministerin hat einen Amtseid geschworen, dass sie ihre „Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden“ werde. Tut sie das? Zumindest kommunikativ hat sie doch ein Desaster angerichtet und ist gegenüber den Deutschen ähnlich undiplomatisch wie gegenüber anderen Völkern. Warum konstruiert sie Gegensätze, statt nach Gemeinsamkeiten zu suchen? Wir haben doch gemeinsame Interessen mit den Ukrainern und sogar den Russen.

        Präsident Putin wird die NATO nicht angreifen, solange ihn diese dazu nicht einlädt (wie es Präsident Biden hinsichtlich der Ukraine tat und Donald Trump bei nochmaliger Präsidentschaft es z. B. hinsichtlich der baltischen Staaten tun könnte).

      • @ Prof. Dilger
        Wie kommen Sie darauf, dass ein US-Präsident Trump die NATO- Bündnisverpflichtungen anzweifeln sollte? Litauen, Lettland und Estland waren vor dem 2. Weltkrieg keine Sowjetrepubliken und in ihrer Geschichte eher skandinavisch geprägt.

        Die Ukraine hingegen bildet zusammen mit Russland geschichtlich die Urzelle des russischen Reiches und hat, abgesehen von ehemals polnischen, bzw. österreichisch-ungarischen Gebieten im äußersten Westen, gar keinen historisch-politischen Bezug zu Europa.

        Ich wiederhole, was ich hier an anderer Stelle bereits geschrieben habe: Es war die US-Regierung unter Obama, die die Finger Richtung Ukraine ausgestreckt hat, was Russland unnötig provoziert hat! Die fürstlich dotierte Spitzenposition im größten
        ukrainischen Energiekonzern für den missratenen Sohn Hunter des damaligen US-Vizepräsisenten Joe Joe Biden ist da nur die Spitze eines korrupten und fragwürdigen Eisberges.

        Die Ukraine hätte die große Chance gehabt, eine wirtschaftliche und politische Brückenfunktion zwischen Ost und West einzunehmen und damit ganz erheblich zu provitieren. Leider gab und gibt es aber „interessierte Kreise“, die „andere Pläne“ hatten. Auch für die Grünen sind die Folgen des Ukraine-Konflikts die perfekte Ausrede, warum, Öl, Diesel, Benzin und Gas jetzt sauteuer sind und man mit Putin den „perfekten Schuldigen“ gefunden hat. Ein ganz schmutziges Spiel und nur wenige blicken da durch…!

      • Er hat es doch schon getan: Donald ‚Trump will kleines NATO-Mitglied nicht mehr verteidigen‘. Sollte er wieder Präsident werden, was gar nicht so unwahrscheinlich ist, und solche Aussagen wiederholen, kann die Konsequenz ein weiterer russischer Überfall sein. Die beste Abschreckung ist dann noch seine Unberechenbarkeit.

        Natürlich gehört die Ukraine eindeutig zu Europa so wie das eigentliche Russland auch, nicht jedoch dessen asiatische Eroberungen. Die anderen Kolonialreiche wurden aufgelöst, Russland ist hingegen immer noch auf gewaltsame Expansion aus. Präsident Putin hat Russland der Ukraine entfremdet und sie wendet sich jetzt definitiv dem Westen zu, außer wenn er sie dauerhaft besetzt und unterdrückt.

  6. Wahrscheinlich stehen in Polen Wahlen an, wie immer, wenn es um Reparationszahlen geht. Polen hatte 1953 Reparationsansprüche aufgegeben und den Verzicht erklärt. Beim Vertrag der Normalisierung der Beziehungen 1970 war der Verzcht der Reparationskosten eine der Voraussetzungen. Die endgültige Anerkennung dann 1990,wo keine Forderungen mehr erhoben wurden durch Anerkennung der Oder-Neiße Grenze. Mit Stand 2017 werden die Ansprüche wieder erhoben.
    Meiner Meinung nach wird sich das Thema wieder erledigen, wenn die nächsten Parlamentswahlen vorüber sind. Trotzdem sollte die Angelegenheit ohne monetäre Forderungen für beide Seiten endlich mal besiegelt werden.
    Somit frage ich hier schon mal an, wann Russland die ersten Rubel zahlt für ihre Zerstörungswut in der Ukraine.

    • @Horst Krebs
      1. In Polen stehen Wahlen an
      2. Polen hat bereits Reparationen bekommen- unklar ist nur, wieviel davon die Sowjetunion für sich abgezweigt hat.
      3. Polen bekommt weniger Geld von der EU wegen Demokratiedefiziten.
      4. Polen ist der größte Nettoempfänger innerhalb der EU

  7. Die Angelegenheit ist bei Olaf Scholz gut aufgehoben. Der kann sich an nichts erinnern: „Einmarsch in Polen ? – Das wüsste ich aber“.

    • Scholz erinnert sich auch nicht daran, daß seine Partei mit ihrer Zustimmung zu den Kriegskrediten mitverantwortlich für die Auslösung des I. Weltkrieges war. Und die Polen scheinen immer wieder zu vergessen, daß sie mitverantwortlich für die größte Massenvertreibung der Menschheitsgeschichte sind.

  8. Der 2. Weltkrieg ist lange her. Von den Verantwortlichen lebt fast keiner mehr. Wie weit wollen wir in der Geschichte der Welt zurück gehen, um Unrecht, Gewalttaten oder Raub aufzuarbeiten, bzw. wieder gut zu machen? Irgendwann muss Schluss sein!

    Natürlich hat Polen besonders gelitten. In seiner Geschichte ist Polen mehrmals von der Landkarte verschwunden, weil seine großen Nachbarn Russland und Preußen/Deutschland es unter sich aufgeteilt haben. Aber das heutige Deutschland hat leider immer die Spendierhosen an und „beglückt“ damit die halbe Welt. Auch wenn ich der Meinung bin, dass Deutschland Polen nichts mehr schuldet, verstehe ich, dass die Polen gerne ein Stückchen der deutschen Geldverteilungsmentalität provitieren möchten. Geben sollten wir allerdings nichts, zumal Polen der größte Nutznießer aus der EU-Kasse ist und Deutschland der größte Netto-Zahler. Indirekt bekommen die Polen also schon ihren Ausgleich…

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