Politiker für Waschlappen und weniger Beleuchtung, aber gegen ernsthafte Lösungen wie Atomkraft

„Nicht so viel duschen – Kretschmann empfiehlt Bürgern den Waschlappen“. Mit seinen drolligen Energiespartipps und Bevormundungsideen steht der grüne Ministerpräsident von Baden-Württemberg nicht allein. „Kalt duschen reicht ihm nicht: CDU-Günther will unsere Heizungen runterdrehen“. Der grüne Vizekanzler Habeck hat bereits einen konkreten „Regierungsentwurf: Mit diesen Regeln will die Ampel im Winter Energie einsparen“:

Gemeinschaftsflächen, „die nicht dem dauerhaften Aufenthalt von Personen dienen“, sollen im Winter nicht mehr beheizt werden. Das seien etwa Warte- und Eingangsräume in Rathäusern und Schulen. Krankenhäuser, Pflegestätten und Kitas seien davon ausgeschlossen.
Die Beleuchtung von Denkmälern und öffentlichen Gebäuden soll untersagt werden.
Einzelhändler sollen ihre Türen nicht mehr dauerhaft offen haben. Ausnahmen seien Notausgänge und Fluchtwege.
In öffentlichen Gebäuden, die nicht bewohnt sind, sind Trinkwassererwärmungsanlagen wie Durchlauferhitzer oder dezentrale Warmwasserspeicher auszuschalten.
Zwischen 22 Uhr und 6 Uhr soll beleuchtete Werbung verboten werden.
Private Pools sollen nicht mehr mit Gas und Strom beheizt werden dürfen. Für öffentliche Schwimmbecken soll dies aber nicht gelten.
Die Lufttemperatur in Arbeitsräumen in öffentlichen Gebäuden soll auf bestimmte Höchsttemperaturen begrenzt werden:
1. für körperlich leichte und überwiegend sitzende Tätigkeit 19 °C,
2. für körperlich leichte Tätigkeit überwiegend im Stehen oder Gehen 18 °C,
3. für mittelschwere und überwiegend sitzende Tätigkeit 18 °C,
4. für mittelschwere Tätigkeit überwiegend im Stehen oder Gehen 16 °C und
5. für körperlich schwere Tätigkeit 12 °C.

Diese Detailregelungen passen ideal zur grünen Verbotspartei (siehe ‚Habeck hält Verbote für kostenlos und effiziente Preise für unsozial‘ und ‚Baerbock hält jedes Verbot für einen Innovationstreiber‘), aber leider überhaupt nicht zum Ernst der Lage. Die extrem gestiegenen Preise sorgen schon dafür, dass die meisten Menschen, die diese Preise plus Steuern, Abgaben und Gasumlage bezahlen müssen, vernünftig und sparsam mit Energie umgehen. Der zusätzliche Einspareffekt solcher Regeln ist verschwindend gering, während die Politiker sich weigern, ihrer Verantwortung gerecht zu werden und für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung zu sorgen. Wirtschaftsminister „Habeck lehnt längere AKW-Laufzeiten zur Gas-Einsparung ab“, obwohl sie mehr bringen würden als die vorgeschlagenen Verbote und Spartipps. Deutsches Gas soll auch nicht gefördert werden, der Einkauf von zusätzlichem ausländischen Gas gelingt dem Minister nicht und mit Russland strebt seine Partei auch keine Verständigung an. Seiner Klientel ist das egal, doch mit Recht ist eine „Große Mehrheit mit Arbeit von Scholz und Ampel unzufrieden“.

44 Gedanken zu „Politiker für Waschlappen und weniger Beleuchtung, aber gegen ernsthafte Lösungen wie Atomkraft

  1. Die Unzufriedenheit der Bürger ist den grünen Ideologen egal. So kurz vor dem Endsieg über den deutschen Wohlstand werden sie ihre Macht bis zum äußersten nutzen und ihm den Todesstoß versetzen.

    • Die Grünen sind doch selbst nur verwöhnte Wohlstandskinder. Wenn es ihren eigenen Wohlstand ruiniert haben, werden sie am meisten herumjammern. Aber bis dahin saufen sie gerne Wein ohne Maske, während sie den anderen Wasser und Waschlappen predigen sowie Gesichtslappen vorschreiben.

      • Erst wenn in Prenzlauer Berg Windräder und Asylantenheime stehen, werden die grünen Wohlstandskinder zur Besinnung kommen. Bis dahin werden die Negativeffekte der eigenen Politik auf die anderen umgewälzt, während man sich im Lichte der eigenen vermeintlichen moralischen Überlegenheit sonnt.

        Daß die deutsche Politik von der sozialen Distinktionssucht einer relativ kleinen Gruppe an Ideologieproduzenten dominiert wird, ist die eigentliche Armutserklärung. Früher ging es wenigstens noch um Kohle oder Kolonien, Dinge, die einen konkreten, meßbaren Gewinn versprachen. Heute wird alles nur noch in moralischer Währung gehandelt. Deswegen ist die Politik auch so wirr und linienlos, weil die unterdrückte Realität immer wieder der Ideologie reingrätscht.

  2. Ampel fährt unser wunderbares Deutschland sinn- und ziellos an die Wand.

    15 Jahre Ex-Kanzlerin Merkel haben extreme Spuren hinterlassen, Hoffnung auf
    Änderung zum positiven Denken und Handeln waren vergebens.

    Opposition CDU geschleift , blutleer. Fast wie ein Klon.

  3. In der dunkeln Jahreszeit ist öffentliche Beleuchtung ein nicht zu unterschätzender Faktor für das Wohlbefinden der Bevölkerung. Einerseits aus Sicherheitsaspekten, andererseits für die Glückshormone.

    Aber wir hatten ähnliche Übergriffe der Regierungen bereits in der Coronazeit, als Freizeitaktivitäten wie Restaurantbesuche, Sauna, Sport in Gruppen,… als nicht notwendig eingestuft wurden.

    • Für junge Grünwähler*:Innen entfällt damit auch die Notwendigkeit, abends auf die Begleitung durch einen männlichen Verwandten zu verzichten.

  4. Dazu passt ein mit sich zufriedener Kanzler: »Das Neun-Euro-Ticket ist eine der besten Ideen, die wir hatten.«
    Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) am Sonntag beim Tag der offenen Tür der Bundesregierung in Berlin
    Was will man dazu noch sagen!

  5. Was für die partielle Körperpflege im übrigen Deutschland das Bidet ist, ist es in Baden-Württemberg der Waschlappen. Und der bisherige harte Kern der Berliner Verwaltungsangestellten wird nun auch noch erkranken („krankfeiern“ wie die Schwaben sagen).

  6. Ich denke zwar auch, dass man wieder mehr auf Atomkraft setzen sollte, aber auch diese Technologie garantiert keine sichere Versorgung. So benötigen AKW viel Wasser, was in Dürreperioden, wie sie vermutlich immer ausgeprägter auftreten werden, ein Problem ist. Ein anderes Problem ist Korrosion, was aktuell in Frankreich zu beobachten ist. Dort werden für den kommenden Winter bereits Blackouts und Strompreise über 1 Euro pro kWh erwartet. Frankreich hat offensichtlich auch ein Problem mit der Energiediversifizierung.

    • Das sind keine grundsätzlichen Gegenargumente (nach Art von Trittin). Der Reparatur- und Sanierungsstau in Frankreich hat sich wegen des Herumgefuckles von Macron zur Weiternutzung der AKW aufgebaut. Diese Unentschlossenheit zahlen jetzt die Verbraucher mit Knappheitspreisen. Von Kühlproblemen ist derzeit noch nichts bekannt. Das Start-UP Newcleo (gegründet 2021) hat Antrag auf Betriebsgenehmigungen für (zunächst kleinere) bleigekühlte Reaktoren in Frankreich und GB gestellt. In Frankreich hat es 2022 eine Tochtergesellschaft gegründet, die den Bau einer Fabrik zur Herstellung von Mischoxid- Brennelementen (MOX) vorantreibt. Diese Uran-Plutonium-Mischoxide sind aus abgebrannten Brennstäben herstellbar. Anker-Aktionär von Newcleo ist die Familie Agnelli.

      • Dabei geht es um das Wasser aus den inneren Kühlbecken. Davon getrennt kann es einen äußeren Kühlkreislauf mit Flusswasser geben.

    • Sie haben völlig Recht, wenn Sie darauf hinweisen, dass die Technologie Atomkraftwerk noch immer nicht völlig oder zumindest auch nicht ausreichend sicher ist. Wenn wir alle an den Unfall von Tschernobyl denken und versuchen uns klarzumachen, was der aktuelle Stand dieser Katastrophe dort ist, dann ist uns allen sicher mehr als nur unbehaglich zu Mute. Der viele Beton in der Hülle kann das Problem nicht verdecken, dass die Katastrophe sich weiter in die Erde hineinarbeitet. Ein Bekannter, der bei Westinghouse arbeitet, versuchte mir die Situation dort zu erklären – bei mir hängengeblieben ist, diese Tschernobyl Katastrophe explodiert weiter in die Tiefe gehend vor sich hin, weil sich die Reaktionen dieses Reaktortyps nicht stoppen lassen. Vielleicht weiß jemand hier ja Präziseres dazu berichten. Nach menschlichem Wissen soll der Tschernobyl Unfall in seinen Reaktionen nicht zu stoppen sein.

      • Zu Tschernobyl wird berichtet, dass der Reaktorblock 4 konstruiert worden war, waffenfähiges Plutonium zu erzeugen; d.h. er bestand aus vielen Kleinstreaktoren in einem Grafitblock, und ohne die für bloße Stromerzeugung üblichen Schutzvorrichtungen (Beton-Kuppel, Containment), um Brennstäbe leichter austauschen zu können. Diese besondere Konstruktion geriet infolge unzulässiger Manipulationen an der Stromversorgung in Block 1 nicht nur in Brand, sondern führte auch zu einer intensiven Verteilung des Abbrandes durch Kamin-Wirkung. Solche Konstruktionen sind weder in den USA noch in Russland mehr in Gebrauch. Ein Rückschluss auf die Sicherheit kommerziell genutzter AKW sei insoweit unzulässig
        https://eike-klima-energie.eu/2021/03/21/der-katastrophenreaktor-in-tschernobyl/ .

      • Horst Krebs
        sagte am 23/08/2022 um 16:42 :“Herr Berger, den Autor des Berichtes in ihrem angegebenen link dürfen sie aber nicht ernst nehmen.“
        Ich nehme ihn bislang ernst. Aber wenn Sie anderweitige Informationen haben, bemühen Sie sich bitte.

      • In Tschernobyl explodiert nichts mehr. Es gibt noch viel hohe Radioaktivität für lange Zeit. Diesen Reaktortyp hat es in der Bundesrepublik Deutschland nie gegeben und nach dem Untergang der DDR wurde er auch auf deren Gebiet nicht weiter betrieben.

      • Ungern widerspreche ich Ihnen, weil Sie vielleicht nicht auf dem aktuellen Stand des Problems sind. In Tschernobyl arbeitet es sehr wohl noch, es gibt deutliche Zeichen und Messungen von Reaktionsaktivitäten. Man fürchtet mögliche Explosionen, die die marode Betonhülle zerstören können.

        u.a. der Deutschlandfunk berichtet heute (25.8.22)
        „Hinweise auf erneute Kettenreaktionen
        35 Jahre nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl gibt es beunruhigende Meldungen aus der Ukraine: Messungen im schützenden Betonmantel um den havarierten Meiler deuten darauf hin, dass im geschmolzenen Kernbrennstoff erneut nukleare Kettenreaktionen angelaufen sind.“
        Sensoren im havarierten Reaktorblock des ukrainischen Kraftwerks Tschernobyl haben einen erhöhten Neutronenausstoss gemessen. Das besorgt Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen, ein Zeichen für eine unmittelbar drohende Katastrophe ist es (noch) nicht.
        Dass es im stillgelegten Reaktorblock immer wieder Zeichen für nukleare Kettenreaktionen gibt, ist nichts Ungewöhnliches. Kleinere Nester erhöhter Aktivität gab es seit dem Reaktorunfall 1986 immer wieder. In der Regel hat die gemessene Aktivität nach einiger Zeit nachgelassen. Diese jetzt nicht.
        Signale aus dem Sarkophag
        Tschernobyl ist nuklear gesehen sicher nicht tot und wird es auch für längere Zeit nicht sein. In den einbetonierten Resten des Unglücksreaktors gibt es auch 35 Jahre nach dem Unfall spaltbares Material, das noch aktiv ist.

        https://www.bfs.de/DE/themen/ion/umwelt/lebensmittel/pilze-wildbret/pilze-wildbret.html

        https://www.deutschlandfunk.de/reaktorruine-in-tschernobyl-hinweise-auf-erneute-100.html

      • Natürlich gibt es dort noch Kernspaltungen. Schlimmstenfalls stürzt der Sarkophag ein, was jedoch auch ein rein lokales Ereignis wäre. Die ernsthaften Gefahren liegen jetzt beim umkämpften Atomkraftwerk Saporischschja.

    • Diversifikation ist in jedem Fall wichtig. Die Probleme der französischen Atomkraftwerke werden hierzulande übertrieben und liegen auch daran, dass dort nicht genug investiert wurde. Neue Kernkraftwerke sind noch einmal deutlich besser und sicherer.

  7. Sparen (auch von Energie, Lebensmitteln, etc.) war mal eine bürgerliche Tugend. Den Luxus, den wir uns heute leisten, hätte ich mir in meiner Schulzeit nicht denken können. Jetzt soll auf einmal „Sparen“ eine grüne Ideologie sein? Das muss mir bitte jemand erklären.

    • Gemeint sind die Einschränkungen im seit Ihrer Jugend erworbenen Lebensstandard durch mittelbaren und unmittelbaren Zwang. Tugend und Zwang schließen sich begrifflich aus.

      • Linke und Rechte wollen anderen ihre Vorstellungen vom richtigen Leben aufzwingen. Liberale lassen jeden auf seine Weise nach Glück suchen, solange dabei anderen nicht aktiv geschadet wird.

    • Das alles hier in den grünen Topf geworfen wird und dann durch Umrühren alles vereinheitlicht wird, hat sich hier eingebürgert. Um so mehr freue ich mich, dass sie das jetzt mal in Frage gestellt haben und würde mich freuen, wenn Ihnen jemand antwortet.

    • Gegen freiwilliges Sparen ist doch gar nichts zu sagen und die explodierenden Preise setzen mehr als genug Sparanreize. Zwangssparen und unnötige Beschränkungen der persönlichen Freiheit, die (fast) nichts einsparen, sind hingegen sozialistisch und grün statt bürgerlich oder gar liberal.

      • Verstehe ich Sie richtig @Alexander Dilger. Sie würden dann auch das Überleben der menschlichen Rasse der „Freiheit“, wie Sie sie verstehen unterordnen? Ist der individuelle Egoismus wichtiger als der Gesamtnutzen? Mich erinnert dieser Begriff von Freiheit doch sehr an die Libertät der Reichsstädte im Heiligen römischen Reich deutscher Nation, die ihre Privilegien als „Freiheiten“ verteidigten.
        Zum Sparen noch ein Zitat von M. Rommel: „Sparen heißt, Geld, das man hat, nicht auszugeben – nicht, Geld nicht auszugeben, das man nicht hat“ In der aktuellen Lage muß man vielleicht besser von Konsumverzicht – den gerade das Christentum immer empfohlen hat – als von Sparen reden.

      • Sie verstehen mich falsch. Ihre Zwangsideologie vernichtet nicht nur Freiheit und Wohlstand, sondern auch Menschenleben und die Umwelt. In der sozialen Marktwirtschaft geht es darum, den individuellen Egoismus im richtigen Rahmen für alle nutzbar zu machen, statt dem Egoismus der Herrschenden zu Lasten aller anderen freien Lauf zu lassen. Gute Christen verzichten freiwillig selbst und zwingen nicht andere dazu zum eigenen Vorteil.

      • @Alexander Dilger Das ist im Pietismus (v.a. bei Wilhelm Roscher, dem pietistischen Wirtschaftswissenschaftler im 19 Jahrhundert) ein heiß diskutiertes Thema, das nie zu Ende gebracht wurde: ist Egoismus vielleicht nicht gerade sündhaft? Lutherisch verschärft: muss nicht der Staat den menschlichen Egoismus begrenzen, um ein Überleben der Gattung Mensch möglich zu machen? Theologisch gesprochen (für Fachleute, die hier auch mit diskutieren): ist das nicht der erste Gebrauch des Gesetzes, dass Gott Staat und Gesetze gegeben hat, um die menschliche Neigung zur Sünde einzuschränken. (Nicht ganz meine Position- aber zur Klarstellung). Dann wäre die Verbotspolitik geradezu ein sittliches Muss. (Luther selber löst es übrigens ganz anders- aber das würde zu weit führen.)

      • Am schlimmsten kommt der Egoismus doch nicht bei privaten Akteuren zur Entfaltung, schon gar nicht in einem liberalen Rechtsstaat mit sozialer Marktwirtschaft, sondern bei staatlichen Akteuren. Welcher Privatmann richtet so viel Schaden an wie Präsident Pution oder auch nur Wirtschaftsminister Habeck? Es wäre schon viel gewonnen, wenn sich die Politiker an ihre eigenen Gesetze und Vereinbarungen halten würden. Dann wäre z. B. die Ukraine gar nicht überfallen worden. Es ist richtig, schwere Verbrechen zu verbieten und das dann nach Möglichkeit auch durchzusetzen, aber Sie wollen doch den Menschen ganz harmloses Alltagshandeln verbieten, was nicht richtig ist und in letzter Konsequenz selbst wieder zu Verbrechen führt.

      • Zum Glück@Alexander Dilger ist eine große Mehrheit der Bundesbürger für Habeck als Kanzler. Offensichtlich haben große Teile des Bürgertums begriffen, dass wir eben nur mit grünen Konzepten aus der Krise kommen. Offensichtlich sind die Bürger klüger.

      • Ist das ironisch gemeint? Als die Grünen den Bundesbürgern versprochen hatten, sie könnten die Welt zu einem Preis von einer Kugel Eis pro Monat retten, mag das lustig gewesen sein. Doch langsam werden die wahren Kosten der völlig verfehlten Energiepolitik offenbar. Die Preise vervielfachen sich und Millionen Menschen droht, im Winter im Dunkeln frieren zu müssen. Selbst der grüne Vizekanzler muss inzwischen einlenken, während Sie weiterhin unethisch grüne Propaganda betreiben, ohne sich zu schämen.

    • Piscator
      sagte am 25/08/2022 um 19:52 :“ . . .muss nicht der Staat den menschlichen Egoismus begrenzen, um ein Überleben der Gattung Mensch möglich zu machen? . . .“
      M.E. ordnen Sie dem mehrdeutigen Begriff vom Staat eine Teleologie zu und verheddern sich dann zwangsläufig bei der Heranziehung von Lehrmeinungen oder historischen Beispielen.

      • @Klaus Wolfgang Berger
        Natürlich haben Sie recht- ich habe zu diesem Hilfsmittel gegriffen, um eine Position deutlich zu machen.
        Die Frage ist tatsächlich: ist der Markt bzw. die Marktakteure so vernünftig, dass sie das Überleben der Menschheit gewährleisten können? Ich gebe zu, dass ich daran erhebliche Zwiefel habe. Die historische Betrachtung von Denkern wie Konfutius, Plato oder Luther zeigt, dass einzelne Kaufleute ja durchaus um des persönlichen Profits bereit sein können, Mensch verhungern zu lassen („Kornwucher“) .
        Ich bin übrigens ein Anhänger von Jonas´ „Prinzip Verantwortung“ und seiner Auslegung des kategorischen Imperativs.
        @Alexander Dilger Ein wenig frieren- ein wenig im Dunkeln sitzen- das sind Unbequemlichkeiten, die gering sind im Vergleich mit der möglichen Ausrottung des Menschen. Mir fehlt die Verhältnismäßigkeit. Zum Vizekanzler: Gerechtigkeit ist ja kein Zustand, sondern ein Prozess. Das hat Rawls sehr schön gezeigt. Schämen muß ich mich nicht dafür, dass ich die Tugend der Mäßigung auch im Konsum verlange, weil es im Maßhalten kein Übermaß geben kann. Schämen müssen sich eher die Ideologen, die ewige Steigerung des Konsums predigen.
        Übrigens zum Waschlappen funfact https://www.spiegel.de/panorama/leute/matthias-maurer-ueber-die-vorteile-von-waschlappen-nach-der-dusche-musste-er-sich-uebergeben-a-8a4573e9-4a6d-44b9-8996-14f1ea1ea66c

      • Sie moralisieren ohne Bezug zu den Tatsachen. Das Überleben der Menschheit wird nicht von Privatleuten gefährdet, sondern staatlichen Akteuren z. B. mit Atom- und Biowaffen. Diese setzen auch Hunger als Waffe ein oder verursachen ihn millionenfach aus Inkompetenz und sozialistischer Zwangsideologie. Dagegen hat es in kapitalistischen Ländern außerhalb von Kriegszeiten keine gravierenden Hungersnöte mit Massensterben mehr gegeben (die von Ihnen angeführten Denker lebten vorher unter feudalen Verhältnissen). Rein abstrakt wäre etwas Frieren oder Hungern natürlich weniger schlimm als der Untergang der gesamten Menschheit, aber konkret und real gibt es da überhaupt keinen Zusammenhang oder sogar den umgekehrten, dass die von Ihnen hofierten Hungerregime auch die ganze Menschheit gefährden im Gegensatz zu liberalen Demokratien und Rechtsstaaten mit Marktwirtschaft. Präsident Putin fackelt das Gas jetzt einfach so ab, ohne dass es Wohnungen wärmt oder Strom erzeugt, was ökologisch nicht besser ist, aber wirtschaftlich und für den Wohlstand viel schlechter. Natürlich kann es auch im Maßhalten ein Übermaß geben, wenn Sie andere ohne hinreichenden Grund hungern und frieren lassen wollen, was unethisch und global durchaus der Fall ist, doch zum Glück noch nicht in Deutschland. Die Grünen arbeiten mit Ihrer Unterstützung daran.

      • @Alexander Dilger “ Dagegen hat es in kapitalistischen Ländern außerhalb von Kriegszeiten keine gravierenden Hungersnöte mit Massensterben mehr gegeben “ Die Hungersnöte hat man im Kapitalismus in den globalen Süden outgesourct.

      • Wo der globale Süden auf weniger von Ihnen geforderten Zwang und Verzicht gesetzt hat, sondern zumindest etwas Marktwirtschaft zuließ, ging es gleich wirtschaftlich aufwärts und gibt es auch keine schweren Hungersnöte mehr. Das beste Beispiel ist China, wo unter Mao noch Zigmillionen Menschen verhungerten. In Nordkorea verhungern immer noch viel Menschen, in Südkorea schon lange keiner mehr, obwohl es nach der Spaltung des Landes erst ärmer war.

  8. Kevin Kühnert war ja mal richtig witzig, als er Kretschmanns Waschlappenidee mit der Bemerkung „Jetzt habe ich Bilder im Kopf, die ich eigentlich gar nicht haben will“ konterte. Ich würde jedoch eher sagen, ich habe jetzt Gerüche in der Nase, die ich gar nicht haben will“. Wie auch immer: Habeck müsste seine Liste noch vervollständigen: Gebadet wird auf Geheiß der GRÜNEN im selben Wasser, nur hintereinander. Erst die Mama, dann Papa, dann die Kinder und zum Schluss irgendein ungeliebter Onkel. Oder erst der Vermieter, dann der Mieter. In letzter Variante müsste Lindner ins Badewasser von Spahn steigen. Bei dem Unsinn, den die GRÜNEN verzapfen, könnte aus der Satire bald Realität werden.

    • Herr Lindner ist als Regierungsmitglied natürlich von allen Zwangsmaßnahmen befreit, die nur fürs gemeine Volk gelten und noch deutlich verschärft werden können. Es geht doch auch ganz ohne Baden, Heizen und Strom.

  9. Viele Grüne duschen wahrscheinlich schon lange nicht täglich und sehen von weitem schon aus, als würden sie unangenehm riechen…

  10. Pingback: Kabinett beschließt unsinnige Corona- und Energiesparregeln | Alexander Dilger

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