Johnson übersteht parteiinternes Misstrauensvotum knapp

Mit „211 zu 148 Stimmen: Boris Johnson übersteht Misstrauensvotum“ in seiner eigenen Partei, der Conservative and Unionist Party, den Tories. Anlass für das Misstrauensvotum waren zahlreiche illegalen Partys in seinem Amtssitz während der Corona-Pandemie. Die Regierung gängelte die britischen Bürger, ohne sich selbst an die von ihr verhängten Maßnahmen zu halten. Das kennen wir auch von deutschen Politikern, aber nicht in dieser krassen Form. Boris „Johnson musste wegen der Teilnahme an einer illegalen Lockdown-Party eine Geldstrafe zahlen und gilt damit als erster amtierender Premierminister Großbritanniens, der erwiesenermaßen das Gesetz gebrochen hat.“

Der Mehrheit seiner Partei bzw. von deren Abgeordneten ist das jedoch egal, insbesondere da kein Nachfolger in Sicht ist, der eher einen Wahlerfolg verspricht. Seine innerparteilichen Gegner werden sich voraussichtlich nicht mit der Opposition verbünden, um ihn im Unterhaus zu stürzen. Das nächste parteiinterne Misstrauensvotum wäre erst in einem Jahr wieder möglich. So bleibt Mister Johnson Premierminister, obwohl er nicht seriös regiert und auch keine klar erkennbaren politischen Ziele mehr hat. Gute Politiker oder gar Staatsmänner (und -frauen) sind leider überall knapp, nicht nur in Deutschland.

13 Gedanken zu „Johnson übersteht parteiinternes Misstrauensvotum knapp

  1. Es ist wirklich erstaunlich, wie gut er sich an der Macht halten kann, obwohl die negativen Folgen des Brexits im Hinblick auf das BIP oder den Arbeitsmarkt mittlerweile offensichtlich sind . Aber er hat halt trotz allem auch eine gewisse Coolness.

  2. Johnson ist ins Straucheln geraten, weil er dem Druck nachgegeben hat, idiotische Gesetze zu erlassen. Interessant wäre die Antwort auf die Frage, wer ihn wie zu diesen Lockdowns gezwungen hat, die jeder vernünftige Mensch zu umgehen versucht hat.

  3. Ich muss Ihnen leider widersprechen. Gute Politiker & Staatsmänner sind (in Deutschland) nicht* knapp. Es besteht nur keine Nachfrage (der Wähler, vor allem auch der innerparteilichen).

    [* Keineswegs denke ich hier an die Laienschauspieler der AfD, auch nicht an bekannte Politiker der anderen Parteien. Andere in den Parteien, unter denen sich möglicherweise potentielle herausragende Jahrhundert-Staatsmänner befinden mögen, sind ziemlich sicher genau aus diesem Grund unbekannt und werden es bleiben, da absichtsvoll innerparteilich kaltgestellt á la „Der ist sehr fähig, denn müssen wir kaputtmachen.“]

    • Ohne hohes Staatsamt ist man kein Staatsmann, ohne bezahltes Amt oder Mandat kein professioneller Politiker. Es gibt viele Bürger, die solche Ämter sachlich besser ausfüllen könnten, aber wohl gerade deshalb sind sie keine Politiker. Das ist ein Mangel des politischen Systems, nicht der einzelnen Menschen.

  4. Wer heute nach Amerika auswandern möchte, der hat hier schlecht gelebt. Warum sollte ein Professor, nur weil er Professor ist, auswandern sollen? Zur Auswanderung gehören andere Dinge, und sollten die Kinder mal einen Drang in den Wilden Westen haben, wollen die Wenigsten ihre Eltern dabei haben.

  5. Pingback: Johnson tritt zurück | Alexander Dilger

  6. Pingback: Johnson tritt zurück - FreeSpeech.international

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..