Diktatorensohn Marcos wird philippinischer Präsident

Ein ‚Mörderischer Schwätzer w[u]rd[e] philippinischer Präsident‘ vor sechs Jahren. Rodrigo Duterte hat dann tatsächlich viele echte und rein mutmaßliche Drogendealer und andere Kriminelle umbringen lassen. Sein Nachfolger wird voraussichtlich leider noch schlimmer, denn „Ferdinand Marcos Jr. wird wie sein Vater Präsident der Philippinen“. Sein Vater war ein brutaler und korrupter Diktator, der anfangs auch gewählt worden war, dann aber einfach im Amt blieb, bis er durch einen Volksaufstand vertrieben wurde. Ich finde es immer wieder erschreckend, wie offensichtlich nicht geeignete und undemokratische Personen und Parteien trotzdem eine Mehrheit der Wähler gewinnen können. Demokratie ist offensichtlich nicht perfekt und von innen gefährdet. Vizepräsident wird übrigens wahrscheinlich Sara Duterte-Carpio, die Tochter des scheidenden Präsidenten, was unterstreicht, wie sich Familienclans die Philippinen zur Beute machen und dann gegenseitig schützen.

20 Gedanken zu „Diktatorensohn Marcos wird philippinischer Präsident

  1. Es wird auf den Philippinen nicht viel anders sein als hier. Die Wähler übernehmen das, was ihnen von den Medien vorgekaut wird, und handeln (wählen) entsprechend. Gehen Sie mal in einen EDEKA-Laden und zählen Sie die Leute, die mit dem Gesichtslappen rumlaufen. Dann wissen Sie, wie Leute wie Marcos gewählt werden können.

    • Schräger Vergleich: In Deutschland werden die Masken neuerdings getragen, um beim Hamstern und dem Kauf von Verhütungsmitteln nicht identifiziert zu werden. Es ist die Befreiung des Käufers von sittlichen Zwängen.

    • Ich trage Maske bei Edeka (Rewe), weil sie mich weder stört noch behindert, und mir bisher niemand sagte, daß sie schadet, einige Wissenschaftler aber sagen, sie zu tragen sei sinnvoll. Mein Wahlverhalten ähnelt nach seinen Erklärungen hier sehr dem von Herrn Prof. Dilger…

      • Ein Cowboyhut würde Sie wahrscheinlich auch nicht stören, trotzdem tragen Sie keinen. Ist es nicht vielmehr so, daß Sie den Lappen tragen, weil Sie von den Medien hysterisiert worden sind?

      • Die Medien sind hier nicht Haupttreiber. Die Politik hatte Masken verbindlich vorgeschrieben und z. T. schwere Strafen verhängt. Jetzt sind die Regeln unklar (die meisten Läden empfehlen nur Masken, dürften sie aber auch privat für ihre Mitarbeiter und Kunden vorschreiben) und viele Menschen machen einfach weiter, was nicht verboten ist und vielleicht sogar höflich, wenn die meisten anderen Personen im Laden eine Maske tragen und wünschen.

    • Das ist wirklich ein völlig unpassender Vergleich. Eher würde noch eine breite Zustimmung zu völlig unnötigen Zwangsmaßnahmen passen, aber doch nicht das freiwillige Tragen von Masken, um sich und andere zu schützen oder auch nur Ängste anderer zu respektieren.

    • Nein, menschliches Handeln ist nicht so sehr von der Ethnie abhängig. Tatsächlich geben die Ergebnisse solcher Wahlen Grund für Überlegungen, ob wirklich immer mehr direkte Demokratie gefordert werden sollte.

      • Das Problem ist nicht die Demokratie, ob direk oder indirekt, sondern die Richtung der Willensbildung.

        In der Theorie geht die Willensbildung vom Volke aus und die gewählten Personen versuchen dann, diesem Willen möglichst gut zu folgen, um gewählt zu werden. Leider zerschellt auch diese Theorie an den Klippen der Praxis.
        In der Praxis geht die Willensbildung von einer Elite aus, die dann mit den ihr zur Verfügung stehenden Werkzeugen (Medien) das Volk so lenkt, daß es den Willen der Elite als eigenen Willen empfindet und dann bei Wahlen entsprechend funktioniert.
        Ohne die Platzhirsche im Medienwald könnte deshalb auch eine direkte Demokratie funktionieren.

      • „Die Philippinen“ ist keine Ethnie, sondern eine Inselgruppe mit übrigens verschiedenen Ethnien. Kultur und Sitten -ich sage das ohne Wertung- sind keine Frage der Ethnie, sondern von Geschichte und Tradition. Trotz meiner kompetenteren Begründung teile ich somit Ihre Auffassung.

    • klimaleugner
      sagte am 11/05/2022 um 17:12 :“ . . .In der Praxis geht die Willensbildung von einer Elite aus, die dann mit den ihr zur Verfügung stehenden Werkzeugen (Medien) das Volk so lenkt, . . .“ – Die Merkel-Ära scheint etwas anderes zu lehren. Sie soll in den 16 Jahren ihrer Regierung 500 Meinungsumfragen eingeholt und sich daran orientiert haben. Die herrschende Meinung war wechselhaft geprägt von Umwelt-, Klima- wie sozialen Themen- eingängige Themen, bei denen jeder mitreden konnte und die maßgeblich bestimmt waren von Links-Grün. Viele Medien haben aus Marketing-Gründen diese Meinungsbildung begleitet. Anders Tichys Einblick mit geringen Absatzerfolg, die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck GmbH mit Verschleiß an Chefredakteuren. Mein Vorwurf an die CDU/CSU geht dahin, eben nicht ihre Möglichkeiten für Ziel-Diskussion und Meinungsprägung genutzt zu haben, sich stattdessen von Beliebtheitswerten der Kanzlerin hat treiben lassen.

      • Haben Sie schon mal darüber nachgedacht, warum die „öffentliche Meinung“ so geprägt war?

      • Hätten Sie den Beitrag von Herrn Berger mal zu Ende gelesen …

    • „Was hat dieses Massaker mit direkter Demokratie zu tun?“

      Habe ich mich beklagt über die Wahl von Marcos‘ Sohn oder Sie? Ich habe keinen Bezug auf Demokratie genommen, nur unter Beleg bemerkt, dass die Philippinen (nochmal: nicht die Ethnien der ziemlich diversen „Philippiner“) „anders“ seien. Oder würden Sie etwa behaupten wollen, wir müssten auch hier bald mit Figuren wie Marcos, Duterte oder dem Massaker-Clan rechnen? Wenn nein, warum sind die Philippinen dann nicht „anders“?

      • Sie sollten nicht alles auf sich beziehen. Herr Sodenkamp hatten wegen Ihres zweifelhaften Beispiels Zweifel an der direkten Demokratie angemeldet. Ihre Überheblichkeit gegenüber den Philippinen ist jedenfalls unangebracht und unhistorisch. Hitler-Deutschland war um ein Vielfaches schlimmer. Auch jetzt verüben zahlreiche Clans in Deutschland schlimme Verbrechen, woran zwar kaum ethnische Deutsche beteiligt sind, was jedoch deutsche Politiker zulassen und indirekt sogar fördern.

  2. Klaus K: Mehr Distanz zu Hysterie als durch meine Äußerungen, warum ich möglichen Coronaschutzverstärker trage, ist nicht denkbar. Nach aller möglichen Information kann das zumindest nicht ausgeschlosssen werden. Welchen möglichen Schutz könnte dagegen das Tragen eines Cowboyhutes bringen? Insofern ist Ihre Gleichsetzung von Cowboyhut mit Coronamaske schlichter – und billigpolemischer- Blödsinn!

  3. Wer wirklich tiefe Einblicke in die philippinische Gesellschaft und asiatisches Leben haben möchte dem sei der Roman ›Reise ins Verderben‹ sehr empfohlen.

    If you really want to have deep insights into Philippine society and Asian life, the novel ›Journey into Disaster‹ is highly recommended.

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