Russland beschießt ukrainisches Atomkraftwerk, während deutsche länger laufen könnten

Letzte Nacht wurde ein „Brand an Europas größtem Kernkraftwerk nach russischem Angriff gelöscht“. Zum Glück trat keine Radioaktivität aus, doch dass überhaupt ein Atomkraftwerk beschossen wurde, ist eine schlimme Eskalation von Putins Krieg, wofür allein der russische Präsident die Verantwortung trägt. Der CDU-Vorsitzende Friedrich „Merz hält Eingreifen der Nato für möglich“ deswegen, doch die Bundesregierung handelt dann doch verantwortungsvoller als der Oppositionsführer. US-Präsident Joe Biden hatte ein Eingreifen der USA und NATO ausgeschlossen, was Bundeskanzler Olaf Scholz bekräftigte. Vielleicht hätte der amerikanische Präsident das besser nicht oder anders gemacht, doch nun muss sich der Westen auch daran halten, um keinen Dritten Weltkrieg zu riskieren.

Es steht ohnehin noch ein anderes, friedliches Mittel zur Verfügung, um etwas gegen diesen Angriffskrieg zu tun oder ihn zumindest nicht länger selbst zu unterstützen. „Europa könnte nächsten Winter ohne russisches Gas auskommen“, muss sich deshalb also nicht erpressen lassen und auch nicht länger die russische Invasion finanzieren helfen. Dazu muss allerdings insbesondere in Deutschland die fatale Politik gestoppt werden, aus allen zuverlässigen Energiequellen gleichzeitig aussteigen zu wollen. Der Einsatz von Kohle führt nicht einmal zu mehr Emissionen von Kohlendioxid, weil er im europäischen Emissionshandel ausgeglichen wird. Außerdem erklärte die deutsche „Atomwirtschaft: Letzte Kernkraftwerke können weiter betrieben werden“, wenn die Politik endlich zur Besinnung kommt und es erlaubt. Zumindest Teile der Grünen scheinen inzwischen dazu bereit zu sein (siehe „So streiten die Grünen jetzt über die Atomkraft“). Ansonsten brauchen wir vielleicht eine neue Regierung, doch bitte ohne Kriegspläne gegen Russland, bei deren Umsetzung auch noch deutsche Atomkraftwerke unter Beschuss geraten könnten.

57 Gedanken zu „Russland beschießt ukrainisches Atomkraftwerk, während deutsche länger laufen könnten

  1. Die Grünen regieren wieder mit und schon gibt es Krieg in Europa. Das hatten wir doch 1999 schon. Interessant, wie sich Geschichte wiederholt und wieder die grüne Theorie von der Realität eingeholt wird…!

    • Ganz einfache Antwort, @francomacorisano : autoritäre Regimes halten grüne Regierungen für schwach und meinen, dann könnten sie angreifen. Russland hat ja auch immer wieder Serbien ermuntert, aggressiv aufzutreten. Das war schon 1914 so und wiederholt sich immer wieder 1999 und eben jetzt. Der Kuschelkurs, der vorher mit Putin gefahren wurde war falsch. Man hätte Georgien nach Europa holen sollen, genauso wie Armenien. Putin hätte früher sehen müssen, dass Europa für seine Werte einsteht.

      • Ukraine, Georgien und Armenien in die EU holen? Das sind bettelarme Länder, teilweise auf Dritte-Welt-Niveau. Wer bezahlt das? Hypermoralisten wie Sie schmeißen gerne mit Geld um sich und bezahlen darf die Rechnung der Malocher…💩💩💩

      • Es wäre gut, wenn sich die EU wieder mehr auf den gemeinsamen Markt besinnen würde als auf Zwang und Umverteilung. Dann nutzt sie allen, reichen wie armen, alten wie neuen Mitgliedern.

      • @Piscator
        Wie weit wollen Sie die EU noch ausdehnen?
        Sind die Karpaten denn nicht genug?

        Oder vermissen Heiko von der Leyen und andere Junker auch noch durch die Weltkriege verloren gegangene Latifundien in Afrika, Ozeanien und Asien, die Uschi über EU-Erweiterung für die Familie zurückholen soll?

      • @ancomacorisano
        Das war Bayern auch, ein Dritte-Welt-Land, bevor die Preussen es unter die Fittiche nahmen – mit Korruption ist es dann hochgekommen. Darf ich fragen, was Sie denn arbeiten? Sie waren doch lange im Ausland, meine ich und wollten jetzt nach Deutschland zurückkommen? Und Malocher; die Bauern und Gastronomen arbeiten am meisten und bekommen am wenigsten. Das beste Einkommen dürften Diplomvolkswirte wie Dieter Bohlen haben: arbeitet der? Polemik gegen Polemik- mehr möchte ich damit gar nicht zeigen. Wir haben nun einmal nur eine Welt und Geld ist eben nur eine Verrechnungseinheit, aber kein realer Wert. Vielleicht wollen Sie einen Globus nur mit Bayern darauf (oder Sachsen ) . Tut mir leid, den kann Ihnen niemand verkaufen, genauso wie liniertes Karopapier.

      • @ Piscator
        Ihre schräge Gleichsetzung von Bayern mit Ostblockstaaten passt zu Ihrem linksgrünen „One World“-Geschwurbel . Ich kenne Sie nicht und will Sie auch gar nicht kennenlernen, wette aber, dass Sie kein Malocher, wie Bauern und Gastronomen sind! Und wie Sie auf Dieter Bohlen in diesem Zusammenhang kommen, bleibt Ihr Geheimnis…

    • Die Grünen sind nicht die Ursache für diese Kriege, höchstens für die deutsche Kriegsbeteiligung 1999. Seither sind sie gar nicht mehr pazifistisch, sondern besonders auf Konfrontation aus, so auch jetzt.

      • Tja @francomacorisano Die Wette haben Sie verloren. D. Bohlen habe ich genau über die Gastronomie erleben „dürfen“ (und anschließend heulende Azubis trösten müssen). Da hatte ich nämlich genau das Problem, erklären zu müssen, warum er so viel Geld bekommt, obwohl er es nicht „verdient“. (Wenn Sie sich wundern wegen einiger anderer posts: ich habe ein sehr bewegte Berufsbiographie und alles, was ich in der Psychiatrie brauchte, habe ich der Gastronomie gelernt.)

      • @ Piscator

        Mit Ihnen habe ich nicht gewettet und daher auch keine Wette verloren. Es ist Ihr Privatvergnügen, wen Sie trösten, weil Dieter Bohlen viel Geld verdient. Bleiben Sie in der Psychiatrie. Dort können Sie normalen Menschen keinen Schaden zufügen…!

  2. Eine neue Regierung wäre nicht schlecht, aber erst soll die alte Merkels Leichen abräumen: Wehrpflicht, Energiewende und Atomausstieg.
    Danach kann die neue Regierung Deutschland wiederaufbauen.

    PS:
    Kriegspläne gegen Rußland wird auch eine neue Regierung angesichts unserer Pussywehr nicht schmieden können …

      • Olaf Scholz hat auch Waffenlieferungen in Kriegsgebiete und die Einführung einer Impfpflicht kategorisch ausgeschlossen. Fide, sed cui, vide!

  3. Die aktuelle Realität muss furchtbar sein für Grüne, Rote, Linke , FFF Bewegung eingeschlossen.

    Seit sehr vielen Jahren in Deutschland vs. konventionelle Energieindustrie , gegen persönliche Mobilität per PKW aktiv tätig.

    Wie immer bei Ideologen/innen schier unmöglich notwendige Kurskorrektur vorzunehmen.

    Beispiel Robert Habeck von “ Die Grünen “ ….Putin ärgern, schaden wenn man weniger heizt. “

    Auf diesen Ratschlag kann nur kommen wer so saturiert ist dass er sich einfach nicht vorstellen kann dass hart arbeitende Frauen, Männer , Rentner die gerade so im Monat rumkommen bei Umsetzung vom perfiden Gedanken persönlich gequält werden. Ein Stück Lebensfreude verlieren.

    Viel mehr noch als bei aktuell steigenden Kosten für Lebensmitteln, Heizung, Energie, Benzin, Diesel , Heizöl, Steuern für CO2 Minimierung.

    Persönlich als Naturfreund – nicht nur verbal sondern auf eigener größeren Scholle – treibt mich um dass im Reinhardswald / Hessen hektarweise Bäume , Buchen, Eichen , umgelegt werden.

    Für 18 Windkaraftwerke H = 250 m, Rotor D = 150 m, Betonfundamente, Servicestraßen, Leitungen, Grundwasser-Schädigungen. Umweltschäden wider Mensch, Tier, Fauna , Landschaftsbild. Ein Industriepark im Jahrhundert-Wald , genannt Märchenwald.

    In dieser aktuellen furchtbaren Lage von Krieg vs. Ukraine mit Energie-Kollabierung konventionelle
    Kraftwerke einschl. sauberer AKWs weiterhin zu verhindern, zu verbieten ist unfassbar.

    Krieg in Europa und in Deutschland regiert Chaos bzgl. Energieversorgung.

  4. Wenn es eine Lektion des 2. Weltkrieges gibt, die heute weiter gilt, so heißt sie, ein Appeasement eroberungsgieriger Diktatoren führt zu großen Kriegen. Dies gilt für die Anfangserfolge Hitlers (Wiederbesetzung des Rheinlandes, Abtretung des Sudetenlandes, Einnahme der CSR, Vereinigung mit Österreich.)
    So hätte die CSR bei einer Allianzzusage der Briten gekämpft und möglicheerweise mit ihren überlegenen Skodapanzern und den zwei Pässen durch die Tatra die Sache für Hitler sehr blutig gestaltet.
    Analoges gilt für die Landnahme der Japaner in der Mandschurei und in China 1938, wo die Großmächte des Westens überhaupt nicht reagierten – bis Pearl Harbour.
    Auch Mussolinis afrikanische Abenteuer wurden quasi wohlwollend begleitet.

    Die Lehre hieraus: Wir müssen Putin jetzt wirksam stoppen; der Entzug seines Desserts für 14 Tage wird nichts bewirken. China sieht sehr aufmerksam zu und wird die Untätigkeit der NATO als Indiz werten, über Taiwan herzufallen.
    Die Parallelen zur Vorgeschichte des 2. Weltkrieges sind frappierend.

    • Was erwarten Sie? Die ukrainische Erde hat schon viel zu viel deutsches Blut gesehen. Das muß für die nächsten 1000 Jahre reichen …

    • Günther Konorza, alles schön und gut theoretisiert.

      Wie möchten Sie – Ihre Vorschläge – bitte konkretisieren, in Tat umsetzen ?

      Als Berliner ( West ) hätten wir “ …..die Russen “ auch gerne zum Mond geschossen gleichwohl uns klar war dass dann der Reichstag wieder in Schutt und Asche gelegt würde.

      Putin stoppen ? Mein Vorschlag geht vs. Krieg der nur Tod und Verderben bringt. Urkaine erklärst sich als Neutraler
      Staat a la Österreich, Finnland .

      Bedingung : Russische Soldaten raus aus der Ukraine, sofort.

      • Wir wissen nicht, ob Herr Putin nicht doch die ganze Ukraine dauerhaft behalten will. Vergleichbar ist, wie schwer sich die eigentlich überlegene russische Armee mit einem viel kleineren, aber entschosseneren Gegner tut.

      • „. . . Ukraine erklärt sich als Neutraler Staat a la Österreich, Finnland .Bedingung : Russische Soldaten raus aus der Ukraine, sofort.“
        Neutralität als alleiniges Kriegsziel Putins ist AfD-Gerede- an der Realität vorbei (wird noch nicht einmal mehr von den Linken geteilt)..

      • Die Ukraine war und ist neutral. Erst Herr Putin hat sie dazu gebracht, dass sie sich von Russland abwendet und Schutz sowie Wohlstand im Westen sucht.

      • @Bernd L. Müller
        Ein österreichischer neutraler Staat war nur möglich, weil damals einige Pufferstaaten zwischen österreich und der UdSSR lagen. Hier wird es kaum gehen.

      • Die Ukraine war und ist ein neutraler Staat. Was hat es ihr genützt? Langfristig wird sie nur dann in Frieden und Freiheit existieren können, wenn sie zur NATO gehört oder zumindest von ihr geschützt wird. Kurzfristig ist das nicht möglich, sondern frühestens nach diesem Krieg, vielleicht sogar als Ergebnis von Friedensverhandlungen (Russland darf z. B. die Krim und den Donbas behalten, lässt dafür jedoch den Rest der Ukraine ziehen).

    • Wir hatten in Deutschland keine Erkenntnisprobleme- vielmehr unter Merkel Führungsprobleme: Sie hat angeblich mehr als 600 Meinungsumfragen erheben und sich danach in ihren Entscheidungen treiben lassen. Es ist die historische Schuld der Spitzenfunktionäre von CDU/CSU, Frau Merkel unter Verzicht auf politische Öffentlichkeitsprägung als Jobmaschine für Parteimitglieder einzusetzen – und zwar auf der Basis mehrheitlich unpolitischer Partei-Mitglieder. Die Krönung war die Wahl Laschets zum Partei-Vorsitzenden (und damit zum Kanzler-Kandidaten).

      • Es gibt wirklich zu denken, dass Frau Merkel vor allem den Mehrheitswillen umgesetzt hat. Das könnte gegen Volksentscheide in Deutschland sprechen, wobei ich immer noch auf die öffentliche Diskussion setzen würde, die bei ihr nicht stattfand.

        Herr Laschet wäre ein besserer Kanzler geworden als Frau Merkel oder Herr Söder.

    • Grundsätzlich stimme ich zu, aber ein Krieg der NATO gegen Russland ist trotzdem nicht die Lösung, sondern nur die klare Bereitschaft, beim Überschreiten vorher genau aufgezeigter roter Linien nicht zu kneifen. Im konkreten Fall wurde diese rote Linie aber gerade nicht aufgezeigt, sondern genau umgekehrt eine Einmischung bei einem Überfall auf die Ukraine ausgeschlossen. Das war vielleicht ein Fehler, der jedoch nicht durch einen zweiten Fehler ergänzt werden sollte, nun wortbrüchig in den Krieg zu ziehen.

      • Wie schon einmal geschrieben, ist vor allem darauf zu achten, dass Deutschland sich aus dem Krieg heraushält. Einige Protagonisten in der CDU fangen bereits zu zündeln an.

      • Man kann viel gegen Bundeskanzler Scholz und auch US-Präsident Biden sagen, aber aus diesem Krieg werden sie uns heraushalten. Das sollten wir anerkennen.

      • @Helmut S.

        Allen voran der neue Vorsitzende der CDU …

        Vielleicht muss einmal darüber nachgedacht werden, ob die heutigen politischen Kontrollsysteme und auch der Zugang zu Mandaten und Regierungsämtern („Wahlfreiheit“ ohne irgendeine Qualifikation) noch zeitgerecht sind.
        Zu viele als „Befreier“ oder „Hoffnungsträger“ gestartete „Demokraten“ haben sich in kürzester Zeit in übelste Despoten verwandelt. Und das nicht nur in Afrika, Fernost und Russland …
        Die vorhandenen politischen Systeme (das gilt auch für die „Repräsentative Demokratie“ in all ihren Facetten) sind leider ein vorzüglicher Nährboden für Emporkömmlinge, die besser in geschlossenen Anstalten aufgehoben wären als an den Schalthebeln der Macht.

  5. Klaus Wolfgang Berger,

    können es glauben oder nicht, gibt noch an der AfD vorbei Meinungen die Lösungen sind. Wenn Ihnen die naheliegende “ Neutralität “ nicht gefällt, sind Krieg , Auseinandersetzung für nächsten Jahrzehnte anzustreben ? Dann kann es auch k e i n e Neutralität für westliche europ. Nationen geben.

    Ukraine in die Nato oder EU ? Sie plädieren wie die Grünen für Klima – Neutralität ohne konventionelle Energieverwendung / Nutzung.

    Aber wenn Wind nicht bläst, Sonne keine Energie spendet, dann ist was ? Polemik ? Mainstream bringt nicht weiter.

    • @Herr Mueller – Die weiteren Kriegsziele Putins sind die Einsetzung einer ihm genehmen Regierung, die Verfolgung von Oppositionellen („Nazis“), die Entwaffnung – kürz : ein Vasallen-Staat. Das ist von Putin ausdrücklich so bekundet. Die Taktik der Ukraine geht dahin, mit hinhaltendem Widerstand und mit Sanktionen der Freien Welt Russland zur Erkenntnis zu bringen, dass Aufwand und Ertrag in einem unvertretbaren Missverhältnis stehen.

      • Der Preis ist extrem hoch, doch Herr Putin hat die Ukraine trotzdem angegriffen. Wahrscheinlich hat er sich verkalkuliert und jetzt sollte nach einem gesichtswahrenden Ausweg für ihn gesucht werden.

      • @Alexander Dilger
        Ich fürchte, kein noch so hoher Preis würde einen religiösen Spinner (wie es Putin möglicherweise ist) von seinem Hasardspiel abhalten. Ein religiöser Spinner rechnet mit einer Belohnung im Jenseits, die unermesslich hoch ist.

      • Präsident Putin würden doch eher ewige Höllenqualen drohen. Er glaubt aber nicht daran, sondern nur an die reine Macht einschließlich Gewalt auf Erde.

      • @Piscator

        Wie kommen Sie auf die Idee, dass Putin ein religiöser Spinner sein könnte?
        Machen Sie es sich damit nicht etwas zu einfach und verschließen die Augen vor der Realität?

        Die Frage ist doch viel eher, ob es sich bei dem Angriff Russlands auf die Ukraine „nur“ um die Großmannssucht eines Einzelnen (Putin) handelt, oder ob die Gründe nicht vielleicht doch etwas tiefer liegen. Am Ende wird sich sehr wahrscheinlich herausstellen, dass es einmal mehr um „Geopolitik“, also um Rohstoffe geht. Einer, der es ganz sicher weiß, ist Altbundeskanzler Schröder, der aktuelle Buhmann der Nation.

      • Es geht nicht um Rohstoffe, sondern die persönliche Machtsicherung von Herrn Putin, wobei er sich vermutlich verkalkuliert hat.

      • Das denke ich nicht. Putin saß doch fest im Sattel. Seine Macht war gut abgesichert. Wenn es ihm nur darum ginge, seine Macht weiter abzusichern, hätte er besser gar nichts unternommen.
        Allerdings würde ich inzwischen nicht mehr ausschließen, dass Putin auf Geheiß Chinas handelt, das seinen Hunger nach Rohstoffen stillen muss. Wir werden ja sehen, welcher rohstoffreiche ex-sowjetische Satellitenstaat als nächster von Putin ins Visier genommen wird.

      • @Cato der Ältere
        Ich habe unter anderem Theologie und BWL studiert und in der Psychiatrie gearbeitet. Ausserdem hatte ich flüchtig Kontakt mit A. Dugin. Putins Verhalten als dass eines religiösen Fanatikers ist mir daher plausibler, als rationales, wirtschaftliches Verhalten. Ihre Theorie schließt meine überhaupt nicht aus.

      • Herr Putin ist doch rein religiöser Fanatiker, sondern ein reiner Machtpolitiker, der Krieg als Mittel der Politik und Interessensdurchsetzung sieht.

      • @Piscator

        Sie meinen Alexander Geljewitsch Dugin, diesen Rasputin-Verschnitt für Arme?
        Glauben Sie ernsthaft, dass Putin sich von so jemandem beeinflussen lässt?
        Ist das nicht eher eine Zeitungsente der Boulevardpresse?

    • Die Ukraine wird doch gerade deshalb angegriffen, weil sie neutral war. Die NATO ist kein Angriffs-, sondern ein Verteidigungsbündnis. Selbst Finnland und Schweden hoffen auf ihren Schutz. Welches westliche Land ist denn noch wirklich neutral? Höchstens die Schweiz, von friedlichen Freunden umgeben.

      • Das ergibt keinen Sinn. Welche Wirtschaftssanktionen hätten der Schweiz denn gedroht? (von wem?)

      • Die Auswirkungen auf Dritte waren vorhersehbar. Man muss im Übrigen schon ein ganz großer Tor sein, um zu glauben, unsere Sanktionen gegen Russland würden Russland härter treffen als uns selbst. Der lachende Dritte ist China.

      • @Cato maior
        von meinen Schweizer Verwandten höre ich es anders: jetzt die alte Form der Neutralität beizubehalten wäre eine Parteinahme für Putin gewesen.

      • Diese unter den Eidgenossen nicht gerade unumsrtrittene Version ist die Darstellung von Ignazio Cassis (amtierender Bundespräsident der Schweiz).

      • „Die NATO ist […] ein Verteidigungsbündnis.“ Das mag teilweise wahr sein, aber es ist nicht die volle Wahrheit. Die NATO hat Serbien angegriffen. Dieser Krieg diente nicht der Verteidigung des NATO Buendnisgebiets, da Serbien die NATO nie bedroht oder gar angegriffen hat. Der Krieg gegen den Irak von 2003 war nicht direkt ein NATO Einsatz, aber einige NATO Laender waren direkt militaerisch beteiligt. Andere NATO Laender haben den Irak Krieg indirekt unterstuetzt, zum Beispiel durch Erlaubnis zur Nutzung von Luftwaffenstuetzpunkten auf ihrem Staatsgebiet oder durch die Gewaehrung von Ueberflugrechten.

        Es ist wohl allgemein menschlich, dass man die Verfehlungen der eigenen Seite weit weniger wahrnimmt als die der anderen.

      • In liberalen Demokratien dürfen Sie die eigene Seite auch ungerechtfertigt kritisieren, in Russland würden Sie dafür verhaftet. Diese Kriege sind doch überhaupt nicht vergleichbar, weder von den Zielen noch Mitteln her. Für Putins Angriffskrieg gegen die Ukraine gibt es überhaupt keine Rechtfertigung und Entschuldigung.

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