Schul-, Sport- und Bahnausfälle wegen Sturm in der Nacht

Kaum geht die jüngste, ohnehin nicht mehr so gefährliche Welle der Corona-Pandemie zurück, findet sich ein neuer Anlass, um Kindern Schule und Sport zu verbieten. Weil es letzte Nacht ein Sturmtief mit starken Windböen gab, wurden heute am Tag in NRW alle Schulen zur Freude der Schüler und ihrer Eltern geschlossen. Schon gestern, aber auch für heute und morgen hat die Stadt Dortmund allen Kindern und Jugendlichen (sowie erwachsenen Amateuren) den Sport in Sportstätten verboten, während die Fußballprofis spielen durften (und der BVB prompt verlor). Es fiel auch einmal wieder die Bahn aus, während ich mit dem Auto extra etwas langsamer nach Münster fuhr, doch wegen weniger Verkehr gar nicht länger brauchte als sonst. Das nächste Sturmtief wird übrigens für die Nacht von Freitag auf Samstag erwartet, was nicht am Klimawandel, sondern einfach der Jahreszeit und Wetterlage liegt.

32 Gedanken zu „Schul-, Sport- und Bahnausfälle wegen Sturm in der Nacht

  1. Heutzutage wird ja jedes Wetterphänomen auf den angeblich „menschengemachten“ Klimawandel geschoben. Als ob es vor 100 Jahren noch keine Naturkatastrophe gegeben hätte.

    „Umweltschutz“ und „Klimaschutz“ sind doch nicht anderes, als eine grüne Verkleidung, die Sozialisten dazu missbrauchen, den Kapitalismus als gescheitert darzustellen. Dabei hat es niemals ein besseres System als den Kapitalismus gegeben, um gerade auch die „kleinen Leute“ optimal zu versorgen!

    • Natürlich muß jedes Lüftchen dramatisiert werden. Es gilt halt, Panik zu schüren, damit die Leute bereit sind, die anstehenden Klimarettungsschikanen als Rettungsmaßnahmen zu akzeptieren.

      Wie so etwas geht, hat der Bundespanikminister bereits vorgemacht.

      • Einerseits liegt es nahe, dass Wetterphänomene entsprechend der Klima-Hysterie seit der Merkel-Ära politisch ausgebeutet werden, andererseits gibt es – nach dem Vorbild der US-Rechtskultur – in Deutschland die Tendenz, sich strafrechtlich und zivilrechtlich mit überzogenen Warn- und Sicherheitshinweisen und vorbeugenden Maßnahmen freizeichnen zu wollen. Das führt zu einer Formelhaftigkeit in der Gefahren-Abwehr, die zu einer Abstumpfung und somit zum Gegenteil des Gewollten führt.

      • Vor allem gibt es übertriebene Politikmaßnahmen nur für manche Risiken, z. B. Corona, obwohl es für Kinder nicht sonderlich gefährlich ist und sie sich in der Schule weniger anstecken als anderswo, oder nun einen Sturm in der Nacht, während andere Risiken, z. B. durch mangelnde Durchsetzung der Verkehrsregeln oder durch coronabedingte Zwangsmaßnahmen, völlig ignoriert werden.

      • Ausländer- und Multikulti-Lobbyisten hatten sich ja beschwert, weil Hoch- und Tiefdruckgebiete keine arabisch klingenden Namen bekamen. Als das geändert wurde und im Januar ein ungemütliches Tief „Ahmet“ hieß, war das auch wieder nicht recht und es gab gleich „Rassismus“-Verdacht. In Neubuntland lauert hinter jeder Eiche ein Nahtzieh und Björn Höckes Machtergreifung steht unmittelbar bevor? Nur gut, dass wir keine anderen Sorgen haben…?!?

    • Der Effekt der Marktwirtschaft in liberalen Demokratien auf die Umwelt ist ambivalent. Pro Einheit Wirtschaftsleistung wird die Umwelt deutlich weniger belastet als in anderen, z. B. sozialistischen Systemen. Doch die Wirtschaftskraft ist so stark gestiegen, dass die Belastung insgesamt sowie pro Kopf doch recht hoch ist. Mit den richtigen Maßnahmen lässt sie sich weiter reduzieren, aber die deutsche Energiepolitik gehört z. B. nicht dazu, sondern belastet die Umwelt (und das Klima bzw. den CO2-Gehalt der Atmosphäre) zu höheren Kosten stärker.

  2. “ …………..wurden heute am Tag in NRW alle Schulen zur Freude der Schüler und ihrer Eltern geschlossen. “

    Sorry, in unserem Freundeskreisen , bei Verwandten, Nachbar ist plötzliche Schulschließung nicht auf Begeisterung gestoßen, vielmehr auf große Verärgerung.

    Bei d e n Eltern – einschl. Alleinerziehern – die nicht mehr wussten wie sie Arbeitgeber das vermitteln , organisieren sollten. Eine Betroffene davon die in einer Arztpraxis arbeitet.

    Und sonst ? Bei uns hat es auch tüchtig geweht aber lebensgefährlich war der Weg zur Schule für die Kinder nicht. Ist doch auch später und überhaupt Teil unseres Lebens.

    Sollen Kinder nur noch „Warmduscher “ werden, gepampert vom Schulbus bis Ma oder Pa bringt, holt sie aus der Schule mit eigenem PKW ?

    Mann oh man, ist das eine verwöhnte Gesellschaft in Deutschland . Politiker / innen die das befeuern haben keine Bodenhaftung mehr.

    Meine Meinung : Kinder die derart verwöhnt werden habe später größte Nachteile gegenüber ihren
    Artgenossen die aus anderen Nationen kommen.

    • Die Politiker sind die Warmduscher, die wegen eines Sturms in der Nacht den Schulbesuch am nächsten Tag verbieten. Hier sollte ein gar nicht mehr vorhandenes Risiko ausgeschlossen werden, während an anderer Stelle durch die Politik vermeidbare Risiken ignoriert werden (z. B. durch fehlende Rechtsdurchsetzung beim Straßenverkehr).

      • Die Rechtsdurchsetzung im Straßenverkehr folgt extrem einseitig dem Prinzip der höchstmöglichen Abzocke. Verkehrsregeln werden vor allem dort durchgesetzt, wo sich am leichtesten Einnahmen durch die Verkehrsüberwachung erzielen lassen und nicht nach Gefährdungsgrad (was im Unterschied zu tatsächlich geübten Praxis sinnvoll wäre).

      • Es ließen sich viel mehr Verwarnungs- und Bußgelder generieren. Doch es geht mal wieder um politische Opportunität, weshalb besonders gerne Bewohner anderer Kommunen und besser noch Bundesländer abkassiert werden, die vor Ort nicht wahlberechtigt sind.

      • Das ist ein sehr interessanter Aspekt. Jedenfalls für den fließenden Verkehr. Anders sieht es beim ruhenden Verkehr aus. Hier werden auch Ortsansässige gnadenlos abkassiert.

      • Beim konkreten Verstoß werden Ortsansässige und Auswärtige jeweils gleich behandelt. Doch vor Ort weiß man, wo die festen Blitzer sind und auch wo die mobilen Blitzer am liebsten stehen. Doch ich weiß in Dortmund auch, wo ich in der Innenstadt umsonst parken kann und dass in den Außenbezirken Falschparken faktisch (fast) nie bestraft wird (siehe ‚Dortmund gibt Gehwege zum Parken frei‘).

      • Viele Gemeinden zocken auch beim Parken richtig ab und stellen vor allem beinahe nur noch Parkplätze für Kurzparker zur Verfügung. Für Pendler eine Zumutung. Für Einheimische aber auch, da Pendler dann gezwungenermaßen zum Parken in Wohngebiete ausweichen.

        Was das Halten und Parken in der Umgebung von Schulen angeht, kann ich nur konstatieren, dass es vor allem ihre Kinder anliefernde und auf ihre Kinder wartende Helikoptereltern sind, die am Morgen für heilloses Verkehrschaos sorgen und mittags, auf ihre überbehüteten Kinder wartend, alles zuparken. Auch rücksichtslos auf den Gehwegen. Vielleicht werden ja künftig beim Bau von Schulen Drive-In Spuren für die Elterntaxis eingeplant. Zumindest scheint das Problem in einigen Städten endlich hinreichend erkannt:
        https://kurier.at/chronik/oesterreich/sicher-in-die-schule-dank-eltern-taxi-verbot/400114130
        https://www.adac.de/verkehr/verkehrssicherheit/kindersicherheit/schulweg/elterntaxi-hol-bringzonen/
        https://verkehrshelden.com/artikel/kitaschule/elterntaxi

      • Ja, es sind vor allem verantwortungslose Eltern, die andere Kinder gefährden. Deswegen begleiten wir unsere Kinder morgens noch zur Schule, während sie mittags meist allein zurückkommen, da das Abholen entzerrter ist (aber trotzdem nicht ganz ungefährlich). Strafen fände ich hier durchaus gerechtfertigt, aber auch bessere Angebote z. B. von sicheren und legalen Halteplätzen zum Aussteigenlassen.

    • Leider müssen sich die Kindeseltern zumindest meiner Generation (also die Babyboomer) schon auch an die eigene Nase fassen. Ich kann mich nicht erinnern, nach dem ersten Schultag auch nur ein einziges Mal von meinen Eltern zur Schule gebracht worden zu sein. Schon als Erstklässer in Lima, wo die Risiken schon damals deutlich höher waren als heute im sozialstaats- und wohlstandsdegenerierten Deutschland, bin ich entweder mit dem Schulbus gefahren (der in der ersten Zeit praktischerweise in der Nähe unseres Hauses hielt) oder zu Fuß gegangen. Nur in extrem seltenen Ausnahmefällen hat mich unser Gärtner oder der damalige Fahrer meines Vaters zur Schule gebracht. Aber diese Tage lassen sich nach meiner Erinnerung an einer Hand abzählen. Später – so ab der dritten Klasse – durfte ich auch immer öfter mit dem Fahrrad zur Schule fahren, welches bis zum ersten Auto mein einziges eigenes und meistgenutztes Fortbewegungsmittel geblieben ist.

      Heute hingegen stauen sich die hochmotorisierten Leasing-SUVs der Helikoptermütter früh und mittags vor den Schulen. Die meisten Kinder werden nicht durch die absurde Politik, sondern von den eigenen Eltern zu Weicheiern und einseitigen Anspruchstellern erzogen.

  3. Erwachsene können, dürfen, sollten und müssen selber entscheiden, ob sie sich Wetterphänomenen wie Sturm, Starkregen, Glatteis, Überschwemmungen, Schneestürmen oder was auch immer aussetzen. Kindern sollte man diese Entscheidung nicht zumuten. Die Erfahrungen der entsetzlichen Flutkatastrophe im letzten Sommer mögen dazu beigetragen haben, dass die Verantwortlichen jetzt überaus vorsichtig reagierten und die Schulen generell schlossen. Das ist in Anbetracht mancher Schulwege, die Kinder zu meistern haben, sicher richtig. Und deshalb finde ich diese zeitlich begrenzte Anordnung vernünftig, selbst wenn sie Eltern vor Probleme stellt.
    In meiner aktiven Zeit als Fachlehrerin an einer Förderschule habe ich es immer wieder erlebt, dass wegen extremen Glatteises oder wegen ebenso extremen Nebels die Schule für die Schüler ausfiel (meistens wurde das in aller Herrgottsfrühe per Radio bekannt gegeben, WhatsApp und ähnliche Dienste standen vor rund 14 Jahren noch nicht zur Verfügung), wir Lehrer mussten aber dennoch unserer Anwesenheitspflicht nachkommen. Daran mag man erkennen, dass es ausschließlich um das Wohl und den sicheren Weg für Kinder geht.

    • Warum dürfen das erwachsene Eltern nicht für ihre Kinder entscheiden? Die Politiker können und wollen das nicht besser entscheiden, sondern machen das, was sie auch sonst machen, nämlich Politik, und zwar einmal mehr zu Lasten der Kinder und Eltern. Wie schon anlässlich der Pandemie werden die Kinder entweder in die Schule gezwungen oder ihnen wird der Besuch ganz verboten, einen selbstbestimmten Mittelweg gibt es in Deutschland nicht. Faktisch war der Sturm zur Zeit der Schule und auch Schulwege zumindest in NRW vorbei, wie es auch schon vorher prognostiziert worden war.

      • Wie können Sie die Schulschließungen wegen des Sturms vernünftig finden, wenn zur Zeit der Schließungen gar kein Sturm war? Schließungen können aus bestimmten Gründen inklusive Sturm vernünftig sein, doch der Grund muss dann auch jeweils vorliegen. Das gilt ebenso für die meisten Corona-Maßnahmen einschließlich Impfpflicht, die unter bestimmten Umständen gerechtfertigt sein könnten, aber nicht unter den gegenwärtigen.

      • Gut, dann präzisiere ich:
        Dass am Donnerstag die Schulen vorsorglich geschlossen wurden, finde ich angesichts der Unwetterwarnungen ex ante, also aufgrund der Erkenntnisse, die zum Entscheidungszeitpunkt vorgelegen haben dürften, gerechtfertigt.
        Dass es im Nachhinein betrachtet nicht so schlimm war, mag nun für die Schüler und Eltern ärgerlich sein, macht aber die Entscheidung für die Schulschließung nicht automatisch falsch.

        Was ich nicht ganz verstanden habe ist, warum einerseits insbesondere in den Kommentaren hier eine Verweichlichung der aktuellen Schüler-Generation beklagt wird, andererseits aber im Falle einer Schulschließung es offenbar keine Option zu sein scheint, dass die Kinder Daheim bleiben und sich selbst beschäftigen. Dass da nur infrage kommt, die Kinder mit zur eigenen Arbeitsstelle zu nehme, kann ich nicht nachvollziehen, lasse mich da aber gerne aufklären, warum Daheimbleiben den Kinder nicht zuzumuten ist.

        Was das Problem von Kindesmisshandlungen daheim angeht, ist das ein Problem, das nicht zur Basis von Entscheidungen über Schulschließungen/Unterrichtsausfall gemacht werden, sondern an der Wurzel angegangen werden sollte. Wenn die Kinder daheim misshandelt werden, werden sie das z.B. an den Wochenenden sicherlich auch, ebenso bends etc., und nicht nur, wenn die Schule außerplanmäßig ausfällt.

        Bzgl. des Sturms am Freitag mag der Grund dafür dass dort Unterricht stattgefunden hat, gewesen sein, dass der Sturm erst gegen abend über NRW und andere Teile Deutschlands hinweggezogen ist.

        Bzgl. der Corona-Politik dürften wir recht ähnliche Ansichten haben.

      • Ex post war die Entscheidung definitiv falsch, doch auch ex ante war der Sturm für die Nacht angekündigt. Am Morgen gab es noch Böen und konnten Äste herunterfallen, aber das galt am Freitag oder gilt morgen noch mehr, wo jedoch Präsenzpflicht besteht.

        Verantwortungsvolle Eltern können kleinere Kinder nicht stundenlang allein lassen.

  4. Wie war es damals in meiner Schulzeit mit dem Wetter, wo es kein Internet gab und die Wettervorhersagen meistens nicht stimmten. Es war nie, dass ich schulfrei hatte, wenn für den Tag danach Regen oder Wind in Aussicht gestellt wurde. Man hatte schon mal 1 bis 2 Stunden früher frei, wenn die Temperatur über 28 Grad C stieg. Wir nannten das hitzefrei, gibt es vielleicht heute noch. Schuld an der jetzigen Situation ist die Schulpolitik, wo man Abwägungen immer so gestalten muss, dass Risiken ausgeschlossen werden. Somit liegt die Sensibilität so massiv, dass den Kindern jedes Abenteuer vorenthalten bleibt mit den Auswirkungen, dass man schon in der Schule als Weichei erzogen wird.

    • Natürlich muss man Risiken für Kinder immer und unter allen Umständen bedenken und gegebenenfalls auch dadurch minimieren, dass man vorübergehend Aktivitäten oder den Schulbesuch ausschlägt. Das war in meiner aktiven Zeit als Fachlehrerin auch schon so… und in Bezug auf meine eigenen 4 Kinder habe ich es auch erlebt, dass morgens per Radio der Schulbesuch abgesagt wurde.
      Als ich allerdings selber noch ein Schulkind war – ab 1956 – hatten wir zwar auch hitzefrei (um 10.00 Uhr musste die Temperatur schon 25° betragen), aber niemals schnee- oder sturmfrei.
      Ich halte die Maßnahmen nicht für falsch. Man stelle sich doch nur vor, ein Schulbus würde wegen des Sturms verunglücken oder Kinder wären bei dem Wetter mit dem Fahrrad unterwegs…
      Die Kinder wachsen heute nicht mehr so auf wie wir in früheren Jahrzehnten, deshalb kann man sie auch nicht dem aussetzen, was früher noch als „normal“ galt – und in einigen Gegenden bis heute noch „normal“ ist, weit abgelegen auf dem Land oder unzugänglich in den Bergen.

      • Zur Schulzeit und auf dem Weg dorthin gab es keinen Sturm. Natürlich könnte trotzdem noch ein Ast vom Baum fallen, aber das gilt immer und es gibt viel größere Risiken, die von der Politik ignoriert werden. Es wird auch ignoriert, dass die Kinder durch den Schulausfall anderen und gegebenenfalls größeren Risiken ausgesetzt sind (das galt erst recht für die pandemiebedingten Schulschließungen). Zum Glück konnte ich es anders organisieren, doch sonst hätte ich meine Kinder über 60 Kilometer nach Münster mitnehmen müssen, statt mit ihnen einen halben Kilometer zur Schule zu gehen.

      • Das Problem ist: „Viele Kinder haben schwer erziehbare Eltern“ (Rousseau zugeschrieben) .
        Wenn den Kindern auf dem Schulweg etwas passiert, sie schlechte Noten haben und, und und;.. drohen die Eltern mit dem Rechtsanwalt. Es gibt die schöne Karikatur „Erklären Sie mir diese schlechten Noten“ . Man muss sich als Lehrer für schlechte Noten rechtfertigen, besonders an Privatschulen.
        Die Elterntaxis sind etwas ganz schlimmes: selbst die Polizei traut sich nicht mehr dagegen vorzugehen- die Beamten werden angegriffen in BW . (Und zwar von „biodeutschen“ Müttern) .
        Bei all diesem Druck gehen die Schulverwaltungen der Länder (die auch die Privatschulen beaufsichtigen) am liebsten den Weg des geringsten Widerstands und weisen die Schulleitungen auch entsprechend an.
        Andererseits gibt es auch völlig völlig verwahrloste Kinder, die dann auch auf Privatschulen landen. Ich habe den Eindruck, eine gewisse „Lässigkeit“ (nicht zu verwechseln mit Disziplinlosigkeit!) in der Erziehung fehlt. Hinzu kommt das Gift behaviouristischer Konzepte aus den USA und dem ehemaligen Ostblock.

      • An der Grundschule unserer Kinder gab es einen tätlichen Angriff eines Vaters gegen einen Lehrer wegen Falschparkens. Ich denke, dass solche Gewalttaten noch einem anderen, ebenfalls gefährlichen Fehlverhalten viel stärker bestraft werden müssten. Auch das Falschparken insbesondere auf Schulwegen, das Herumfahren auf Bürgersteigen und die Gefährdung von Kindern auf Zufahrten müssten stärker bzw. überhaupt bestraft werden. Diese Verstöße sind übrigens der Grund dafür, dass wir unsere Kinder noch jeden Tag zur Schule begleiten, da sie bei einem ordnungsgemäßen Verhalten der anderen Verkehrsteilnehmer durchaus sicher allein zur Schule gehen könnten.

  5. Es ging um lediglich einen einzigen Tag.
    Warum Eltern nicht für ihre Kinder entscheiden können? Weil bei 20 Eltern pro Klasse 27 Meinungen vertreten werden… siehe dazu doch diese unterschiedlichen Kommentare, ein Schulleiter aber nicht 27 verschiedenen Meinungen gleichzeitig gerecht werden kann, noch weniger ein Schulrat, der für mindestens 25 Schule zuständig ist.
    So ist es einfach aus rein organisatorischen Gründen sinnvoll, das einheitlich für einen ganzen Bezirk oder ein ganzes Bundesland zu regeln.
    Ich verstehe die Aufregung nicht, sie zeigt aber, dass viele Leute von der Organisation von Schule wenig bis gar keine Ahnung haben.

    • Was spricht denn gegen ein differenziertes Angebot? Warum müssen immer alle gleich (schlecht) behandelt werden? Am Donnerstag gab es keine Gefahr, trotzdem wurden die Schulen geschlossen. Freitag war die Gefahr (etwas) größer, doch alle mussten zur Schule. Die Sportplätze wurden gleich für drei Tage geschlossen.

      • Ein noch differenzierteres Angebot können Sie an einer Schule gar nicht mehr handhaben. Schule hat mit Verwaltungsrecht zu tun und Gleichheit vor dem Gesetz ist sogar nach v. Hayek – der dem Begriff Gerechtigkeit eher skeptisch gegenübersteht- richtig

      • Gleichheit vor dem Gesetz ist richtig, aber nicht Gleichmacherei, bei der allen derselbe Unsinn vorgeschrieben wird. Hauptfehler ist die illiberale Schul- statt Beschulungspflicht, obwohl dauernd die Schule ausfällt, sei es wegen Corona, Lehrermangel oder Stürmen in der Nacht.

  6. Herr Dilger, Sie mögen ja von sehr vielen Dingen sehr viel Ahnung haben, in Bezug auf das Schulsystem, mit dem wir es in Deutschland zu tun haben, zeigen Sie aber äußerst wenig Sachverstand, der sich – meiner Meinung nach – vor allen Dingen an der Praxis orientieren sollte und nicht an dem blühenden Wolkenkuckucksheim, das Ihnen vorzuschweben scheint. Natürlich muss und kann man sich nur orientieren an dem, was Schulen leisten müssen und leisten können unter den (schlechten) Bedingungen, die leider immer noch im System sichtbar sind. Stichworte: mangelhaftes Gebäudemanagement, mangelnde Lehrerversorgung, mangelnde Vorausplanung der Schülerzahlen, mangelnde Digitalisierung, mangelnde Vorbereitung der geforderten Inklusion usw, usw.
    Sich über diesen einen Tag aufzuregen, ist angesichts der tatsächlichen Probleme, mit denen es Schule, Schulleiter, Lehrer und auch Schüler (und deren Eltern) zu tun haben, geradezu lächerlich.

    • Sowohl als Elternteil als auch beruflich habe ich mit dem Schulwesen zu tun und erinnere mich auch noch an meine eigene Schulzeit. Ich habe keinen Vorwurf an die Lehrer und Schulleiter formuliert, die nur Vorgaben der Politik umsetzen. Konkret verantwortlich für den ungerechtfertigten Schulausfall letzten Donnerstag in NRW war die zuständige Schulministerin Yvonne Gebauer, die einer früher einmal liberalen Partei angehört.

      Natürlich gibt es größere Probleme als einen eintägigen Schulausfall (z. B. Schulausfälle für etliche Woche, als die Infektionszahlen viel niedriger waren als jetzt, während die Kinder sich in der Schule weniger ansteckten als anderswo und von der Pandemie ohnehin direkt kaum betroffen waren und sind, dafür umso mehr von politischen Zwangsmaßnahmen). Das rechtfertigt diesen aber doch nicht (was Sie behauptet hatten, obwohl es z. B. Freitag stärkere Windböen gab, ohne dass die Kinder zu Hause bleiben mussten oder auch nur durften). Die Kritik an politischen Fehlentscheidungen wird auch nicht dadurch lächerlich, dass es immer noch größere Fehler und Probleme gibt. Sonst dürfte man sich nur noch mit gravierenden Menschheitsbedrohungen beschäftigen und müssten alles andere ignorieren und der Politik einen Freibrief ausstellen selbst für schwere Menschenrechtsverletzungen.

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