Australien wirft ungeimpften Tennisstar raus

Der Weltranglisten-Erste im Tennis hat seinen „Gerichtskrimi verloren: Djokovic verlässt Melbourne“. Er war nach Australien eingeladen worden, um an den Australian Open teilzunehmen, die er bereits neunmal gewann. Es hätte sein 21. Grand-Slam-Titel werden können, ein absoluter Rekord. Doch nach seiner Ankunft wurde sein Visum annulliert und er musste in ein Abschiebehotel, weil er nicht gegen Corona geimpft ist. Seine medizinische Ausnahmegenehmigung wegen einer COVID-19-Infektion wurde nicht anerkannt und er verwickelte sich dabei auch in Widersprüche. So gibt es Bilder von ihm bei öffentlichen Auftritten ohne Maske, während er infiziert gewesen sein soll. Trotzdem ließ ein Richter seine Einreise zu und befreite ihn aus dem Abschiebehotel. Der australische Einwanderungsminister annullierte daraufhin sein Visum erneut, was schließlich ein Bundesgericht als rechtmäßig beurteilte. Damit musste Novak Djokovic ausreisen, was er inzwischen getan hat.

Die australische Regierung gibt dabei ein ganz schlechtes Bild ab. Der Tennisspiele wurde eingeladen und ist offensichtlich kerngesund. Von ihm geht keinerlei Infektionsrisiko aus, jedenfalls hinsichtlich des Virus, während die Regierung eine Zunahme von Impfskepsis fürchtet. In Melbourne hatte es den weltweit längsten Lockdown gegeben, der mangels Erfolg abgebrochen werden müsste. No-COVID ist gescheitert. Doch nun will man einen Tennisprofi nicht großzügiger behandeln als die eigene Bevölkerung und besteht auf Prinzipien, auch wenn sie im konkreten Fall erkennbar keinen Sinn ergeben bzw. reine Schikanen sind. Umgekehrt muss sich auch Herr Djokovic fragen lassen, warum er sich lieber ausweisen lässt und seiner Karriere schadet, als sich impfen zu lassen. Die Risiken sowohl von COVID-19 als auch der Impfung sind in seinem Fall sehr gering, weshalb sich beide Seiten nicht mit Ruhm bekleckert haben, sondern einen unnötigen Konflikt öffentlich austrugen, durch den am Ende beide verloren, auch wenn die Regierung mit Macht ihre Position durchsetzen konnte. Australien war lange ein liberales und gastfreundliches Land, was leider nicht mehr so ist.

28 Gedanken zu „Australien wirft ungeimpften Tennisstar raus

    • Das Risiko von Herzmuskelentzündungen scheint inbesondere für junge und sportliche Männer höher zu sein, weshalb eine Impfung für sie nicht unbedingt empfehlenswert ist und schon gar nicht vorgeschrieben werden sollte. Trotzdem ist dieses Risiko absolut betrachtet klein und ist es von einem Tennisprofi nicht unbedingt clever, dafür auf Millionen Euro und große sportliche Erfolge zu verzichten. Es muss auch niemand zur Dopingkontrolle oder mit dem Flugzeug fliegen, aber im Spitzensport, zu dem man ebenfalls nicht gezwungen wird, empfiehlt es sich schon.

      • „… ist es von einem Tennisprofi nicht unbedingt clever, dafür auf Millionen Euro und große sportliche Erfolge zu verzichten.“

        Auf die paar Millionen wird es dem Ausnahmespieler Djokovic nicht mehr ankommen. Das tut ihm finanziell nicht weh. Größer dürfte für ihn die verpatzte Chance eines 21. Grand-Slam-Sieges wiegen.

    • Ich habe als junger, sportlicher Mann (auch wenn ich mich nicht mit Leistungssportlern vergleichen kann) vor jener impfinduzierte Herzmuskelentzündung Sorge.

      Im Falle von Davies lässt sich jedoch nur schwer nachvollziehen, was die Ursache der leichten Herzmuskelentzündung war. Es kann die Impfung gewesen sein, die Corona-Infektion oder auch eine andersartige Infektionskrankheit. Ich gehe davon aus, dass er nach seiner Impfung keinen Ultraschall bekommen hat und somit ein Vergleichswert fehlt.

      • Alphonso Davies hatte trotz Impfung eine Corona-Infektion. Die Impfung hat ihn also auch nicht vor der Herzmuskelentzündung geschützt. Unklar ist, ob die Impfung selbst dazu beitrug oder nicht.

  1. Vor allem müssen sich die Medien fragen, warum diese Lappalie über Wochen ganz oben in den Schlagzeilen war.

      • Meinten sie jetzt, wenn er nicht der beste Spieler gewesen wäre, dass man ihn dann hätte nicht ausgewiesen?
        Ich vermute, die Ausweisung war ein Akt, um dem australischen Volk zu zeigen, dass die Entscheidung in Volkes Sinne gewesen ist. Die Australier sind/waren selbst großen Opfern unterworfen, und hätten eine andere Entscheidung auch nicht verstanden.
        Serbische Bürger benötigen zur Einreise nach Spanien ebenfalls einen Impfausweis oder eine Sondergenehmigung. Um dieses Verhalten von Djokovics, der vor einigen Wochen dort ungeimpft und ohne Genehmigung trainierte, ermittelt nun das spanische Innenministerium. Das menschliche Versagen Djokovics hatte monetäre Gründe, als vorbildlicher Sportler war ihm die Gesundheit seiner Anhänger egal. Ich bin fassungslos, das man hier versucht, die Angelegenheit zu relativieren.

      • Es könnte durchaus sein, dass jetzt ungeimpfte Spieler am Turnier teilnehmen, um deren Ausnahmegenehmigungen kein so großer Zirkus veranstaltet wurde. Tatsächlich sollte ein Exempel statuiert werden, dass es einem ausländischen Tennisstar nicht besser ergeht als normalen Australiern – statt alle besser und vor allem der Situation angemessen zu behandeln.

        Herr Djokovic hatte und hat weiterhin starke finanzielle und sportliche Anreize, sich impfen zu lassen. Sollte er tatsächlich von einer Infektion gewusst haben und sich dann trotzdem bewusst ohne Maske und Abstand unter Leute begeben haben, wäre das zu sanktionieren, nicht jedoch seine fehlende Impfung.

  2. Ich finde die Entscheidung der australischen Regierung absolut nachvollziehbar und richtig. Gleicher Grundsatz, gleiches Recht für alle – oder, wie es eine deutsche Tennisspielerin formulierte, man kann nicht dem Star Sonderrechte einräumen, die man einem Qualifikanten verweigert. Gerade weil der „Star“ auf immer Fans und Nachfolger hat, die sich ein Beispiel an ihm nehmen, hat er auch eine besondere Verantwortung. Die Regierung Australiens hat ihrer Bevölkerung sehr viel zugemutet, soll aber großmütig über die Ungereimtheiten im Fall Djokovics hinwegsehen? Das, Herr Dilger, kann doch nicht ihr Ernst sein.
    Jeder, der den Impfgegnern nur die kleinste fadenscheinige Begründung für ihre Verweigerung liefert, ist in meinen Augen unsolidarisch mit allen denjenigen, die sich in den Kliniken seit Monaten über ihre Kräfte hinaus für die Schwerstkranken einsetzen, unsolidarisch denjenigen gegenüber, die in den Schulen mit Mundschutz lernen müssen, unsolidarisch mit denjenigen, die allein in den Altenheimen bleiben, weil Freunde sie nur noch unter größten Auflagen besuchen können, unsolidarisch mit dem Gesundheitssystem, das von uns allen finanziert und getragen wird und das durch Corona überaus strapaziert wird.
    Nein, die australische Regierung hat nicht falsch gehandelt und die Richter haben nicht falsch entschieden.

    • Gleiches Recht für alle ist richtig, scheint hier aber gerade nicht praktiziert worden zu sein, weil andere ohne Impfung spielen dürfen (siehe „Unmut über Ausnahme für Djokovic“). Außerdem sollte das Recht nicht nur gleich angewendet werden, sondern auch für sich genommen sinnvoll sein. Warum werden Ungeimpfte überhaupt ausgeschlossen, wenn sie erkennbar gesund sind und die Impfung kaum noch vor Infektionen schützt? Tests und Quarantäne senken jedenfalls die Wahrscheinlichkeit einer unentdeckten Infektion deutlich stärker als eine Impfung. Das gilt ebenfalls in Deutschland, wo Ungeimpfte und inzwischen auch Genesene ungerechtfertigt diskriminiert werden.

      • Das Narrativ ist doch gleich mehrfach nicht richtig. Der Staat schränkt durch Normsetzung und seine Staatsgewalt dahinter Freiheitsrechte ein. Ungeimpfte schreiben anderen nichts vor und wenden keine Gewalt an (von einzelnen Chaoten abgesehen, die bestraft werden sollten), sondern können höchstens fahrlässig mit etwas höherer Wahrscheinlichkeit als Geimpfte das Virus weiterverbreiten oder selbst im Krankenhaus landen. Aber so groß ist bei Infektionen der Unterschied gar nicht mehr und ein Test kann ihn umdrehen (ein negativ getesteter Ungeimpfter ist mit geringerer Wahrscheinlichkeit infektiös als ein ungetesteter Geimpfter mit ansonsten gleichen Eigenschaften). Im Krankenhaus und auf der Intensivstation riskieren Ungeimpfte vor allem ihr eigenes Leben. Die mögliche Überlastung hat sich bislang nicht realisiert und dazu würde dann auch anderes Verhalten stärker beitragen als der Verzicht aufs Impfen wie z. B. Rauchen oder übermäßiges ungesundes Essen (und als Faktor, nicht Verhalten, das Alter). Wenn das aus Ihrer Sicht massive Freiheitseinschränkungen rechtfertigt, bleibt nicht mehr viel individuelle Freiheit übrig (und langfristig auch nicht mehr viel Wohlstand und Gesundheit, deren Schutz doch eigentlich das Ziel ist).

  3. „Im Krankenhaus und auf der Intensivstation riskieren Ungeimpfte vor allem ihr eigenes Leben. Die mögliche Überlastung hat sich bislang nicht realisiert“ Da erkundigen sie sich doch besser mal bei den dort beschäftigten Pflegekräften, Medizinern, Reinigungskräften und allen Mitarbeitern, die sonst noch in Krankenhäusern beschäftigt sind. Sie alle leiden unter der Überlastung, schieben Sonderschichten, machen Überstunden und müssen sich darüber hinaus noch von renitenten Impfgegnern beschimpfen lassen, wie ich es aus meiner nächsten Umgebung mehrfach gehört habe.
    Ungeimpfte auf den Intensivstationen riskieren nicht nur ihr eigenes Leben, sie erschweren in nicht mehr hinnehmbarer Weise das Leben der anderen. Als sei es für die behandelnden Ärzte und Pflegekräfte ein Pappenstiel, sich der Schwerstkranken anzunehmen oder sogar immer wieder mit dem Tod anvertrauter Patienten zurechtkommen zu müssen.
    Diese Ignoranz geht mir nur noch auf den Geist und dafür fehlt mir jegliches Verständnis.

    • Ich verstehe dieses latente Ungeimpften-Bashing nicht. Wie u.a. Herr Dilger an mehreren Stellen richtig schreibt, gefährden sich Ungeimpfte schlimmstenfalls selbst und ein negativ getesteter Ungeimpfter stellt für alle ein geringeres Risiko dar als ein ungetesteter Geimpfter. Die wahren Corona-Spreader sind inzwischen vor allem Geimpfte, die glauben, sie seien steril und sich daher nicht testen lassen. Ich kenne trotzdem keinen einzigen Ungeimpften, der über Geimpfte herzieht, wie es leider viele Geimpfte mit den Ungeimpften machen.

      • Hier wird Freiheit mit Privilegien verwechselt. Freiheit ohne Gleichheit gibt es nicht, Freiheit geht nur bei Gleichheit vor dem Gesetz.

      • Grundrechte sind keine Privilegien, sondern sie dürfen vom Staat nur mit guter Begründung zum Schutz von Grundrechten anderer beschränkt werden. Dabei gilt Gleichheit vor dem Gesetz, aber nicht Gleichheit im Verhalten oder Ergebnis.

    • Argumentiert wird mit einer möglichen Überlastung der Kapazitäten, die schlimmstenfalls Triage erfordert, nicht mit einer starken Belastung der Beschäftigten bereits im Normalbetrieb, die es auch schon vor Corona gab und danach weiter geben wird. Es sind auf den Intensivstationen 14 Prozent der Betten frei und 11 Prozent mit Corona-Patienten belegt. Dabei wurden die Kapazitäten in der Pandemie nicht etwa auf-, sondern abgebaut. Wie können Politiker mit diesem eigenen Versagen schwere Grundrechtseingriffe für die gesamte Bevölkerung, insbesondere aber Ungeimpfte und vor allem Kinder rechtfertigen? Die Impfpflicht für medizinisches Personal wird dieses Problem noch verschärfen statt reduzieren.

  4. @Piscator

    Sie meinen, es sei ein unvertretbares ‚Privileg‘, frei über einen körperlichen Eingriff oder Nichteingriff zu entscheiden? Seltsame Sicht.

  5. @Cato maior
    ich bin mir sicher, Ihr Namensvetter hätte es auch so gesehen, wie ich. Der Mensch ist nun einmal ein Gemeinschaftswesen ( ζῷον πολιτικόν) also hat die Gemeinschaft an Anrecht auf ihn. (Nach Aristoteles) Freiheit ist nur möglich in einer Gemeinschaft, Robinson Crusoe eine Utopie.
    Ein weiteres Argument: mit Ihrer Argumentation müsste auch der Abbruch der Schwangerschaft freigegeben werden, also der § 218 StGB ganz abgeschafft werden im Namen der Freiheit. Würden Sie mir darin zustimmen?

    • Wir Menschen sind soziale Wesen, aber eine liberale Gesellschaft schützt die Grundrechte der einzelnen Menschen und gewährt ihnen möglichst große Freiheiten. Diese sind nicht schrankenlos (außer für Robinson, weil es keinen anderen Menschen gibt, der seine Freiheit faktisch oder moralisch beschränken könnte), da sie sonst miteinander kollidieren würden und insgesamt weniger umfangreich wären. Von daher kann selbst eine Impfpflicht unter bestimmten Umständen gerechtfertigt sein, die aber aktuell nicht gegeben sind.

      Bei Abtreibungen geht es darum, welche Rechte einem Fötus oder bereits Embryo zugesprochen werden und wer für das werdende Kind entscheiden darf. Ich denke, dass in der Regel schwangere Frauen darüber besser befinden können als Sie (oder ich), so wie bei den Impfungen jeder besser über seinen eigenen Körper entscheidet, statt das Ihnen zu überlassen.

      • @Alexander Dilger& Cato der Ältere
        Danke für Ihre Antworten. Darf ich den Stand der Diskussion so zusammenfassen: 1. über einen Schwangerschaftsabbruch sollen alleine die Frauen entscheiden. 2. Für mich ist unklar, wann @Alexander Dilger, Sie die Bedingungen für eine Impfpflicht gegeben sehen.
        @Cato maior Vom ethischen Standpunkt kann ich Ihnen nur bedingt zustimmen. Der einzige Unterschied liegt in der Wahrscheinlichkeit des Todes eines anderen Menschen. (Wobei noch offen ist, ab wann bei einer Schwangerschaft von einem Menschen gesprochen werden kann. )
        Faktisch wird es darauf herauslaufen, dass die Coronaimpflicht kommen wird, aber erst dann, wenn es nichts mehr bringt. Sie wird also reine Symbolpolitik bleiben. Aber alle werden damit glücklich sein und sich wohlfühlen und damit ist das Ziel bundesdeutscher Innenpolitik erreicht. (Tut mir leid für den Sarkasmus)

      • Bitte lesen Sie mein ‚Diskussionspapier zur Kosten-Nutzen-Analyse von Impfungen und Impfpflicht‘. Interessant sind auch die früheren Argumente vom Deutschen Ethikrat (auch schon zur Masernimpfpflicht, die er ablehnte), bis er sie aus tagespolitischem Opportunismus über Bord geworfen hat. Eine Impfpflicht zum Fremdschutz kann gerechtfertigt sein, aber nur, wenn die Impfung andere tatsächlich hinreichend schützt (das muss nicht perfekt sein, aber deutlich besser als durch andere Maßnahmen wie z. B. Testen oder Masken), was bei den Corona-Impfungen aktuell nicht der Fall ist. Eine Impfpflicht zum Selbstschutz ist schwerer zu rechtfertigen und setzt voraus, dass sie den Betroffenen eindeutig und sicher viel mehr nutzt als schadet. Auch das trifft aktuell nicht zu, jedenfalls nicht für alle. Schließlich kann Selbstschutz auch anderen helfen, wenn er z. B. die Überlastung von Intensivstationen verhindert. Aber das tun die Impfungen ebenfalls nicht, da die Intensivstationen gar nicht überlastet sind, obwohl ihre Kapazität von den verantwortlichen Politiker ab- statt aufgebaut wurde.

        Faktisch handelt es sich um rein opportunistische Symbolpolitik, die auf der Lüge gründet, mit der Impfpflicht wären alle Probleme gelöst und könnte die Normalität zurückkehren, woran uns nur die Impfgegner hindern würden. Deshalb wird nach Einführung dieser Pflicht niemand glücklich sein und ist Verschleppung tatsächlich der beste Ausweg für die Politiker, die sich und uns in dieses Lage manövriert haben.

    • Wie der antike Marcus Porcius Cato Censorius das mit der Impfpflicht gesehen hätte, wissen wir nicht.

      Ob die Gemeinschaft ein Anrecht auf das Individuum hat, ist eine ideologische Frage. Ich bin allerdings weder Anhänger des Sozialismus oder gar Kommunismus noch irgendeiner religiösen Weltanschauung. Mich können Sie daher für eine solche Position nicht gewinnen.

      Impfpflicht und Schwangerschaftsabbruch sind im Übrigen nicht vergleichbar. Beim Impfen geht es um das Befinden des Betroffenen selbst, beim Schwangerschaftsabbruch hingegen um Leben oder Tod eines noch gar nicht ausgetragenen Individuums, das sich nicht selbst artikulieren kann. Das sind zwei völlig verschiedene Angelegenheiten.

      Zur Frage der Abschaffung des § 218 StGB bin ich der Meinung, dass darüber ausnahmsweise nur der weibliche Teil der Bevölkerung befinden sollte.

      • @Alexander Dilger
        Danke. Ich schaue mal, dass ich das über Nash-Gleichgewichte nachrechne. (Das fällt mir leichter). Aber erst einmal kuriere ich meine Erkältung (keine Corona) aus.

      • Gute Besserung! Bei einer Impfpflicht geht es gerade nicht um Nash-Gleichgewichte, sondern eine einheitliche Lösung mit Zwang. Das Gleichgewichtskonzept macht Sinn beim freiwilligen Impfen, wobei schlecht zu erklären ist, warum Menschen sich nicht impfen lassen, denen es selbst nutzt. Meine Erklärung lautet, dass der subjektive Nutzen vom objektiven bzw. intersubjektiv von außen wahrgenommenen Nutzen abweichen kann. Eine autoritäre Politik setzt dann auf äußeren Zwang, eine liberale Politik lässt den Menschen die Freiheit, sich gegebenenfalls auch gegen ihre eigenen Interessen zu entscheiden. Zwang ist dann höchstens gerechtfertigt, um andere zu schützen, wofür die Corona-Impfungen jedoch nicht genügend vor Infektionen schützen.

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