Apple als erstes Unternehmen der Welt über drei Billionen Dollar wert

„Als erstes Unternehmen der Welt: Apple überspringt erstmals 3-Billionen-Dollar-Marke“ beim Börsenwert (und zwar gestern, heute lag der Kurs wieder etwas tiefer). Erst im August 2018 hatte Apple als erstes Privatunternehmen die Grenze von einer Billionen US-Dollar überschritten, im August 2020 dann die zwei Billionen Dollar (größtenteils staatliche Ölkonzerne hatten diese Werte jeweils schon vorher erreicht). Ein Faktor war bereits 2020 die Pandemie, noch wichtiger ist die laxe Geldpolitik der Notenbanken, doch am wichtigsten ist der Kultstatus der Apple-Produkte, die trotz oder sogar gerade wegen ihrer hohen Preise reißenden Absatz finden. Denn sie sind wirklich hervorragend, sowohl technisch als auch vom Design her. Der Unternehmenswert dürfte deshalb weiter steigen, weshalb ich Apple-Aktien zum Kauf empfehlen würde (Diversifikation bleibt wichtig, ist aber auch mit Spitzenunternehmen möglich). Auf den Plätzen zwei und drei folgen Microsoft und Alphabet, der Mutterkonzern von Google. Alle DAX-Unternehmen zusammen sind weniger wert, es gibt weniger Bargeld in US-Dollar (auch der Wert aller ausgegebenen Euro-Scheine und Münzen ist geringer) und das deutsche Bruttoinlandsprodukt eines Jahres ist nicht viel höher.

29 Gedanken zu „Apple als erstes Unternehmen der Welt über drei Billionen Dollar wert

  1. Generelle Zustimmung, vor allem hinsichtlich der Kaufempfehlung für die Aktie. Allerdings konnte ich persönlich mich bislang nicht für die iPhones begeistern. Ich bin Anhänger der Samsung Galaxy Produkte, die auch gut kompatibel mit Computern basierend auf Microsoft Windows sind.

      • Ich arbeite seit mehr als 32 Jahren ausschließlich mit Mac-Rechnern und die sind bei mir im harten Dauereinsatz. Im Schnitt benötige ich etwa alle fünf Jahre ein neues MacBook. Meist aber nur, weil kein Update auf die jeweils aktuellste Version des Betriebssystems mehr möglich war, was für mich selbst nicht wichtig wäre (’never change a running sytem‘), oft aber von außen aufoktoyiert ist – zum Beispiel durch Updates beim Onlinebanking. Lediglich zwei Mal musste ich ein MacBook Pro ersetzen, weil der Bildschirm streikte. Einmal wurde er Opfer eines mechanischen Schadens durch ein Malheur im Auto (hinter dem Fahrersitz eigequetscht, als ich auf einer längeren Fahrt eine Pause einlegte und die Liegesitzfunktion nutzte) und einmal wegen einer defekten Grafikkarte (da war das betreffende Gerät aber bereits fünf Jahre alt und täglich von mir benutzt worden).

        Erfreulich ist, dass die jüngste Generationen des MacBook Pro auch mit den (nach der letzten Generation, die nur noch zwei Minianschlüsse hatte) wieder eingeführten bisherigen USB-Anschlüssen kaum größer ist als das Leichtgewicht „MacBook Air“.

        Auf einen zusätzlichen Desktop-Rechner verzichte ich bereits seit gut 20 Jahren. Ein Tablet oder Smartphone halte ich (jedenfalls für mich persönlich) bis heute für entbehrlich, denn ich möchte nicht zum jederzeit und überall verfügbaren Knecht meines mobilen Empfangsgerätes mutieren.

      • Man sollte Anlageentscheidungen, @300sel, nicht von persönlicher Produkt-Präferenz abhängig machen. Anderenfalls setzen Sie sich wegen Ihrer Begeisterung für BMW mit deren Aktien ein Kuckucksei ins Nest und Prof. Dilger setzt mit dem Kauf von BVB- Aktien für seinen Sohn seine väterliche Autorität auf´s Spiel. 😀

      • Lieber Herr Berger,

        das war nur eine Replik auf den Erfahrungsbericht von Herrn Dilger mit seinem MacBook Air, keine Kaufempfehlung für Apple-Aktien.

        Grundsätzlich gebe ich Ihnen natürlich Recht, dass man Aktien nicht oder zumindest nicht nur nach der eigenen Präferenz für Produkte der Unternehmen kaufen sollte. Andererseits war ich im Jahr 2001 (lange vor dem Erscheinen des ersten iPhone) zuletzt Apple-Aktionär und besaß damals eine hohe vierstellige Zahl von Apple-Aktien. Hätte ich die seinerzeit einfach liegen lassen und nicht mehr hingeschaut, statt mich von der Negativstimmung durch den Niedergang des „Neuen Markts“ beeinflussen zu lassen, wäre das heute der Deal meines Lebens. Aber hätte, hätte, Fahrradkette.

        Was deutsche Automobilhersteller angeht, ist BMW doch international gar nicht so schlecht aufgestellt. Ich persönlich präferiere bei moderneren Autos allerdings eher Mercedes oder Toyota bzw. Lexus (die sind am zuverlässigsten!). Und BMW-Oldtimer wie meine haben vielleicht noch einen gewissen Einfluss auf das Markenimage von BMW, aber sicher keinen signifikanten Einfluss mehr auf den Aktienkurs.

  2. Der Applekurs ist in den letzten 5 Jahren um ca. 500% gestiegen. Den 6ten Aktiensplitt erwarte ich nicht mehr. Es ist besser, die Aktie jetzt zu verkaufen, statt sie zu kaufen.

    • Ein Aktiensplit ist für die Kursentwicklung nicht entscheidend. Natürlich wird Apple nicht ewig in dem Tempo weiterwachsen können, doch bei einem guten Lauf sollte man auch nicht vorzeitig aussteigen. Aktien schützen außerdem vor Inflation. Nur bei einem starken Zinsanstieg würde die gesamte Börse leiden, doch auf absehbare Zeit rechne ich nicht damit, schon gar nicht bei der EZB.

      • Gibt es historisch einen Zusammenhang zwischen hohen Zinsen und der Börsenentwicklung? In der Theorie gibt es zwei gegensätzliche Mechanismen: Einerseits könnte man bei hohen Zinsen vermuten, dass Anleger wieder mehr zu sicheren Anlagen greifen und daher die Nachfrage nach Aktien geringer wird. Andererseits ist die Aktienrendite im Schnitt gleich der sicheren Rendite plus einer Risikoprämie. Wenn die sichere Rendite steigt, steigt dann auch die Aktienrendite. Nur wer später einsteigt, hätte dann eine höhere Rendite, falls die Kurse zuerst fallen.

      • Die Bildung von Aktienkursen hängt von undurchschaubar vielen Faktoren ab. Niemand kann ihre Entwicklung sicher vorhersagen.

      • Könnte man die Entwicklung sicher vorhersagen, würde auch das eingepreist (was nicht logisch unmöglich ist, dann aber keine Extragewinne mehr ermöglichen würde). Die Wirkung einzelner Faktoren lässt sich viel leichter vorhersagen als die Entwicklung all dieser Faktoren und deren Zusammenspiel. So führen steigende Zinsen c. p. zu fallenden Kursen.

      • Alles richtig. Natürlich lässt sich die Entwicklung einzelner Faktoren leichter vorhersagen als ihr Zusammenspiel. Gemeint war meinerseits aber vor allem die Entwicklung des Aktienkurses.
        Investitionen in Aktien sind immer spekulativ. Durch breite Streuung lässt sich das Risiko zwar reduzieren, aber eine Garantie für steigende Kurse gibt es nicht. Wer weiß, dass er sein Geld zu einem bestimmten Zeitpunkt X verfügbar haben muss, sollte also weitsichtig agieren und Kursgewinne entsprechend vorausschauend mitnehmen.

      • Langfristig steigen die Kurse, das ist (nahezu) sicher. Die lange Frist kann allerdings tatsächlich lang sein und Jahrzehnte betragen. Nötige feste Geldbeträge zu einem bestimmten Zeitpunkt legt man besser zurück bzw. nominal sicherer an.

      • Niemand kann Zäsuren vorhersagen. Natürlich können Sie theoretisch alles versuchen auszusitzen, aber auch sicher geglaubte Engagements können in relativ kurzer Zeit wertlos werden. Beispiele gibt es dafür zuhauf.

      • Einzelne Aktien können wertlos werden, selbst Apple, doch ganze Aktienmärkte eigentlich nicht. Selbst beim völligen Zusammenbruch der Wirtschaft schneiden sie besser ab als z. B. Staatsanleihen oder Immobilien. Wenn sogar internationale Streuung nichts mehr nützen sollte, dann haben wir ganz andere Sorgen als langfristige Renditen.

      • Jein. Ganze Märkte oder Marktsegmente können schon zusammenbrechen. Siehe ‚Neuer Markt‘ im Jahr 2001 und kurz darauf das alle westliche Aktienmärkte betreffende Ereignis „nine-eleven“. Wenn der ganze Staat pleite geht (was auch nicht soooooooo unwahrscheinlich ist), reduziert sich dieses Problem allerdings wohl tatsächlich zum Luxusproblem.

      • Teilmärkte können empfindliche Verluste erleiden, doch wer durchgehalten hat, konnte danach mit Technologiewerten umso höhere Kursgewinne erzielen. Der deutsche Staat war schon mehrfach insolvent und hat zwei Weltkriege verloren, doch viele deutsche Aktien behielten einen gewissen Wert und sind langfristig stark gestiegen.

      • So weit der Blick zurück.
        Aber was bringt die Zukunft?
        Deutschland mit seinen vielen „Sozialen Errungenschaften“, seinen hohen Abgabesätzen, seiner ausgeuferten Bürokratie und seiner „Klimapolitik“ macht seinen eigenen Unternehmen das Leben nicht gerade leicht und der Wettbewerb aus anderen Ländern schläft nicht.

      • Die meisten Konzerne sind international aufgestellt und werden sich schon zu helfen wissen. Die Marktwirtschaft wird angegriffen, nicht die Großunternehmen, die davon sogar profitieren können. Mehr Sorgen als die Entwicklung der Aktien macht mir, ob man in Deutschland noch etwas davon hat. Es drohen nicht nur deutlich höhere Steuern, Abgaben und sogar Enteignungen, sondern noch viele weitere Verbote, so dass man sein Geld hier kaum noch sinnvoll ausgeben, aber auch nicht mehr gut reisen kann.

      • Das sehe ich ähnlich. Der Mittelstand und mit ihm die Mittelschicht geraten unter die Räder.

      • Ist das nicht in beiden Fällen der gleiche Mechanismus? Die Aktienrendite liegt wegen des Risikos in der Regel im Erwartungswert über dem Zins, sollte also bei steigendem Zins steigen. Dazu fällt bei schnell steigendem Zins der Kurs, da sich die Gewinne nicht so schnell erhöhen können. Beim Zinsniveau ist es etwas komplizierter als beim Zinsanstieg, da niedrige Zinsen von den Notenbanken normalerweise in wirtschaftlich schwierigen Zeiten gesetzt wurden, in denen auch die Gewinne niedrig waren. Dass die Zinsen trotz Boom so niedrig gelassen wurden, war eher eine politische Entscheidung, die sich jetzt mit höherer Inflation rächt.

      • Bei Apple war im August 2020 die Ankündigung des Splits 4:1 so entscheidend, dass er zu einem historischen Kurssturz führte. Auf den Kursverlauf hatte dies allerdings keinen Einfluss. Ich persönlich würde die Aktie jetzt nicht mehr kaufen und meine Überschüsse in den kaputten chinesischen Markt stecken. Wer schwache Nerven hat, sollte das aber lassen.

      • Das stimmt doch gar nicht, im August 2020 ist der Apple-Kurs gestiegen, direkt nach dem Split auch (natürlich mit Berücksichtigung der höheren Zahl an Aktien), danach im September 2020 allerdings aus anderen Gründen erst einmal nicht mehr.

        Chinesische Aktien sind vor allem eine politische Wette. Wenn Xi Jinping schlecht schläft, sind Ihre Aktien dort morgen vielleicht gar nichts mehr wert bzw. gehören einfach einem anderen.

      • Herr Krebs: Wenn Sie einen marktbreiten ETF (z.B. auf den FTSE All-World) kaufen, dann haben Sie sowohl Apple als auch Unternehmen wie Alibaba oder Tencent im Portfolio. China lief nach dem Dotcom-Crash sehr gut, im Moment aber aufgrund politischer Gegebenheiten nicht so richtig.

      • „so dass man sein Geld hier kaum noch sinnvoll ausgeben, aber auch nicht mehr gut reisen kann.“

        Welche Produkte oder Dienstleistungen sind denn hier gemeint? Es gibt Hürden, z.B. Quarantäneregelungen für Ungeimpfte bei Reisen, aber bis auf Besuche in örtlichen Diskotheken fällt mir aktuell nichts ein, was man nicht bekommen oder machen darf. Sie können für Golf, Ski fahren, Luxusautos,… eigentlich fast beliebig viel Geld ausgeben.

      • Es ist fast alles verboten oder zumindest stark beschränkt, wofür wir bisher mit den Kindern gerne Geld ausgegeben haben. Vieles, was nichts kostet, wird ihnen zusätzlich verboten oder beschränkt (am krassesten waren die Spielplatzverbote im Freien, aber auch die Schulschließungen und Sportverbote waren schlimm oder kürzlich Quarantäne trotz negativer Tests). Schon vor Corona wurden vernünftige Autos madig gemacht, sonst hätte ich mir bereits ein neues gekauft. Letztes Jahr haben wir relativ viel Geld in einen Dachausbau gesteckt, doch ein reiner Spaß war das auch nicht (immerhin kann sich das Ergebnis sehen und nutzen lassen).

      • Das ist traurig und unterstreicht, dass die Maßnahmen zumindest für Kinder und Jugendliche viel schlimmer sind als die Krankheit selbst.

  3. Läuft bei Apple. Der Umstieg auf Apple Silicon hat ihnen einen guten Schub verpasst. Ich denke in Zukunft wird Apple mit den Macs noch höheren Absatz erreichen.

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