EZB-Mitarbeiter wollen wegen Inflation mehr Lohn

Die International and European Public Services Organisation (IPSO), die „EZB-Gewerkschaft[,] fordert mehr Lohn“ wegen Inflation, die die EZB und ihre Beschäftigten absichtlich laufen lassen und sogar noch aktiv anheizen. „Die von der EZB vorgeschlagene Erhöhung von 1,3 Prozent ’schützt unsere Gehälter nicht mehr vor der Inflation'“. Denn die EZB strebt inzwischen zwei Prozent Inflation an und schafft in Deutschland, wo die meisten ihrer Mitarbeiter arbeiten, diesen Monat wohl sogar sechs Prozent. Die Mitarbeiter wollen deswegen ihren Lohn an die von ihnen selbst nicht begrenzte Inflation koppeln, was die EZB für normale Beschäftigte ablehnt, um keine Lohn-Preis-Spirale in Gang zu setzen.

Aber keine Sorge, die EZB-Beschäftigten wissen, dass sie nur eine kleine privilegierte Minderheit sind: „Wir schaffen keine Inflation oder eine Lohn-Preis-Spirale, wenn wir die Gehälter der EZB-Mitarbeiter an die Inflation anpassen“. „Wenn die EZB eine Rolle bei der Inflation spielt, dann über ihre Geldpolitik und nicht über den Mechanismus, mit dem sie die Gehälter ihrer Mitarbeiter anpasst“, solange alle anderen schlechter behandelt werden und Reallohnverluste hinnehmen müssen. Nein, EZB-Mitarbeiter, ihre Führungskräfte und auch Politiker sollten nicht besser behandelt werden als die Betroffenen ihrer Politik, sondern deren Folgen selbst spüren.

10 Gedanken zu „EZB-Mitarbeiter wollen wegen Inflation mehr Lohn

  1. EZB Gewerkschaft ist lernfähig. “ …lernen von den Grünen heißt siegen lernen. “

    Abgewandelt vom allgegenwärtigen DDR Spruch “ ….von der Sowjetunion lernen, heißt siegen lernen ! “

    Die Grüne Baerbock – neue Außenministerin – hat als Forderung in der – nur für sie – harten Corona Zeit einen Ausgleich / Zuwendung von ca. € 7.000,00 erhalten.

    Da können die EZB Mitarbeiter/innen noch ein Stück Scheibchen abschneiden.

    Unsere Kollegen in der Fertigung – Industrie – müssen dafür per Liter Super – Benzin als Corona Ausgleich jetzt um die € 1,799 berappen , wissen nicht woher sie das Geld nehmen sollen.

  2. Diskussionen über Lohnerhöhungen für Bedienstete der EU und der EZB sollten erst einmal beginnen mit Diskussionen über deren bisherige absolute Höhe. Im übrigen lösten die weitestgehende Abschaffung der EU- Bürokratie und der EZB dieses Problem: Deren Bedienste müßten sich nicht länger mit angeblich unzureichenden Gehältern abgeben, sondern könnten sich richtig in der freien Finanzwirtschaft tummeln.

      • Ich bin dafür, verfassungsrechtlich die Aufhebung von Beamtenverhältnissen einzuführen. Ist es Zufall, daß der erste „neo“-calvinistische Präsident der USA das Beamtentum abschaffte?

      • Solange das Grundgesetz nicht völlig ausgehebelt wurde (durch die angestrebten Vereinigten Staaten von Europa?), werden sich die bestehenden Beamtenverhältnisse nicht einfach auflösen lassen. Man könnte dagegen auch im geltenden Recht sofort anfangen, nicht mehr zu verbeamten (Berlin hatte das für Lehrer z. B. ausgesetzt, Rot-Rot-Grün will sie aber demnächst wohl wieder verbeamten), außer vielleicht im hoheitlichen Kernbereich (insbesondere bei Richtern und Polizisten).

  3. Die IPSO, die Gewerkschaft der EZBler, muss nicht zwangsläufig die Inflationserwartungen der Frau Lagarde teilen („Inflation nur vorübergehend“) Unter taktischen Gesichtspunkten empfiehlt sich gerade jetzt für die IPSO ein kräftiger Schluck aus der Pulle. Wobei man der Öffentlichkeit nicht vorenthalten sollte, dass die EZBler in Deutschland weder Lohnsteuer noch Sozialabgaben leisten. Ein unbefristeter Dauer-Streik bei der EZB ist vielleicht das beste Mittel gegen Inflation. Übrigens: Die Deutsche Notenbank, die in den Gründer-Jahren des EURO schon für überflüssig erachtet wurde, plant gerade die räumliche und personelle Ausweitung ihrer Kapazitäten.

  4. EZB-Mitarbeiter sollen einen Ausgleich für die vom Arbeitgeber mit herbeigeführte Inflation bekommen? Und die „Doofen“, die sich für Mindestlohn buckeln? Wenn ihr kein Brot habt, dann esst doch Kuchen…🤯🤪

  5. Pingback: EZB-Mitarbeiter wollen wegen Inflation mehr Lohn – Bernwards Blog – für Einigkeit, Recht und Freiheit

  6. Pingback: Inflation von 5,2 Prozent und Reallohnsenkungen | Alexander Dilger

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