Allgemeine Impfpflicht mindert Nutzen und Freiheit

Immer mehr Politiker sprechen sich für eine allgemeine Impfpflicht aus, die sie noch vor wenigen Wochen kategorisch ausgeschlossen hatten. Die Argumente dafür sind erstaunlich unterkomplex (bzw. rein populistisch und nicht sachlich). Selbst rein utilitaristisch ist es nicht so, dass der Gesamtnutzen bzw. die Wohlfahrt am größten ist, wenn ausnahmslos alle geimpft werden. Es soll (und muss) auch bei einer allgemeinen Impfpflicht individuelle Ausnahmen für medizinisch begründete Einzelfälle geben, in denen die Impfung gesundheitlich zu riskant ist oder gar nicht wirkt. Das könnte allerdings für ganz Bevölkerungsgruppen wie die meisten Kinder vor der Pubertät zutreffen oder sogar für junge Erwachsene, die auch ungeimpft nur selten schwer an COVID-19 erkranken, während bei ihnen Impfschäden relativ häufig auftreten (beides wohl wegen des in jungen Jahren besseren Immunsystems).

Hinzu kommen die Fälle, in denen Menschen eine Impfung sehr stark ablehnen, also subjektiv einen hohen Disnutzen empfinden, der den objektiven Nutzen des Impfens für die Betreffenden und andere übersteigt. Dieser Gesichtspunkt wird noch wichtiger, wenn neben dem Nutzen auch die Grundrechte und die individuelle Freiheit berücksichtigt werden (siehe auch mein ‚Diskussionspapier zu liberaler Corona-Politik‘). Selbst ein hoher objektiver (medizinischer) Nutzen für einen mündigen Menschen rechtfertigt es dann nicht, seine freie Entscheidung mit staatlichem Zwang zu verhindern, wenn sie subjektiv anders ausfällt. Eine Impfpflicht ist ein solcher staatlicher Zwang, selbst wenn nicht gewaltsam der Impfstoff gespritzt wird, sondern „nur“ Geld- und ersatzweise Haftstrafen drohen.

Die einzige Rechtfertigung für eine Impfpflicht kann in einem liberalen Rechtsstaat darin liegen, dass eine erzwungene Impfung weniger schwerwiegend ist als die Nachteile für andere bei unterlassener Impfung und zugleich keine milderen Mittel als dieser Zwang zur Verfügung stehen. Beides ist aktuell bei der Corona-Pandemie nicht erfüllt. Die ihrerseits nicht völlig risikofreien Impfungen senken vor allem für die Geimpften die Risiken von schwerer Erkrankung und Tod. Das spricht für eine Impfung aus Klugheitsgründen, aber gerade nicht für einen Impfzwang. Impfungen schützen auch davor, andere zu infizieren, aber nicht vollständig. Die anderen können sich besser durch eine eigene Impfung schützen. Wer geimpft ist, ist dann kaum noch durch die Ungeimpften gefährdet, insbesondere wenn die Ungeimpften (zusätzliche) Schutzmaßnahmen einhalten müssen. Welche davon gerechtfertigt sind, ist eine separat zu behandelnde Frage, doch in jedem Fall sind solche Maßnahmen milder als eine Impfpflicht, insbesondere wenn sie nur für Ungeimpfte gelten, die ihnen dann durch eine freiwillige Impfung entgehen können (nicht gerechtfertigt sind solche Maßnahmen allerdings dann, wenn sie keinen anderen Zweck verfolgen, als Druck zur Impfung für die Ungeimpften zu erzeugen).

Die Ungeimpften können ihrerseits von den Geimpften und vor allem von anderen Ungeimpften angesteckt werden, könnten sich allerdings durch eine eigene Impfung dagegen schützen. Vor allem können sie nicht von anderen eine Impfung verlangen, die sie für sich selbst ablehnen. Tatsächlich anders verhält es sich nur bei den Menschen, die gar nicht wirksam geimpft werden können oder dürfen, was aktuell vor allem auf die meisten Kinder zutrifft und grundsätzlich auf einige vorerkrankte Menschen. Das könnte für eine bereichsspezifische Impfpflicht in der Medizin, Pflege, Kinderbetreuung und -bildung sprechen, nicht jedoch für eine allgemeine Impfpflicht, zumal die Option besteht, den Bereich zu verlassen, wenn jemandem der Verzicht auf die Impfung wichtiger ist als die Arbeit mit besonders schutzbedürftigen Menschen. Dass einige Menschen tatsächlich lieber ihren Beruf aufgeben, als sich impfen zu lassen, zeigt, wie großen Disnutzen sie bei einer Impfung empfinden und wie schwer sie eine allgemeine Impfpflicht treffen würde.

72 Gedanken zu „Allgemeine Impfpflicht mindert Nutzen und Freiheit

  1. Der Widerstand gegen eine Impfung war von vorn herein aussichtslos. Gegen den Willen der Machtelite kann sich der Einzelne nicht behaupten.

    Aber der Widerstand war nicht zwecklos. Jeder, der bis heute den Repressionen standgehalten hat, hat dazu beigetragen, daß nun die häßliche Fratze der Machthabenden sichtbar wird.
    Für jeden wird nun offenbar, daß denen unsere Grundrechte nichts wert sind. Im Ernstfall findet sich schon eine Begründung, sie aufzuheben.

    Allen, die das nicht sehen wollen und in ihrer Coronahysterie gar darüber jubeln, sei gesagt: Wenn man heute die körperliche Unversehrtheit eines Menschen zu Gunsten der Gesundheit eines anderen Menschen zur Disposition stellt, dann kann man morgen mit derselben Begründung einem lebenden Menschen eine seiner Nieren herausoperieren, um sie einem Dialysepatienten zur Verfügung zu stellen.

    Wenn heute schon solch lächerliche Begründungen für Grundrechtsverletzungen akzeptiert werden, dann wird es bei der anstehenden Rettung des Klimas und der gesamten Menschheit überhaupt keine Schranken mehr für das Einstampfen der Grundrechte geben.

    • Ich persönlich bin gegen eine Impfpflicht. Dabei spielen bei mir die Grundrechte und freiheitsrechtlige Restriktionen keine Rolle.
      Ich habe mich impfen lassen, um andere zu schützen. Das gleiche verlange ich vom anderen.

      • Sie wissen, daß Sie im Zweifelsfall genaus infektiös sind, wie Ihr ungeimpfter Nachbar? Das Märchen vom Fremdschutz können Sie Ihrem Frisör erzählen.

      • Die Viruslast kann bei Geimpften und Ungeimpften gleich sein, doch die Impfung verkürzt die Dauer und verkleinert die Wahrscheinlichkeit (bei sonst gleichem Verhalten).

      • Der Zweifelsfall hat mindestens 2 Seiten. Wenn ich sie freundlich begrüße, ihnen die Hand gebe, oder womöglich umarme, ist die Chance, dass ich sie infiziere, etwas geringer. Dafür dürfen sie mir, mit Abstand, auf die Schulter klopfen.

      • Das zeigt doch, dass die Impfung nur ein Faktor unter vielen ist. Ungeimpfte ohne Kontakte stecken sich und andere nicht an, Geimpfte auf Massenveranstaltungen ohne Abstand (etwa Karnevalsauftakt in Köln) haben da viel größere Risiken.

      • Warum sind Sie gegen eine Impfpflicht, wenn Ihnen die Grundrechte egal sind und Sie von anderen eine Impfung verlangen? Gegenseitige Rücksichtnahme ist angemessen. Eine Impfung kann dazu beitragen, Abstand und Reduktion der Kontakte aber auch.

    • Grundrechte schützen sich nicht von selbst. Wenn die Mächtigen sie verletzen wollen und die Institutionen zu ihrem Schutz einknicken, dann gelten sie faktisch nicht mehr. Trotzdem ist Impfverweigerung nur aus Trotz nicht die richtige Reaktion. Wenn sich mehr Menschen freiwillig impfen lassen, wird der Drang geringer nach einer Impfpflicht auch für die, die absolut nicht wollen und z. T. auch gute Gründe dafür haben.

      • Mir gefällt das Wort „Impfverweigerung“ nicht. Ein Angebot kann man ablehnen, verweigern kann man nur einen Befehl.

      • Bei einer Impfpflicht wäre es definitiv Verweigerung. Diese bliebe übrigens möglich, wäre dann allerdings verboten und hätte Konsequenzen. Auch einem reinen Angebot kann man sich verweigern. Die deutsche Sprache ist da nicht so festgelegt. Auch schon ohne Impfpflicht hat die Ablehnung des Angebots Konsequenzen. Deren Ausgestaltung als Strafe wäre jedoch unzulässig, sondern es ist jeweils eine sachliche Begründung nötig (die teilweise dünn ist).

  2. Statt einer bereichsspezifischen Impfpflicht in der Kranken- oder Altenpflege wäre eine Testpflicht nicht nur das mildere, sondern vielleicht auch das wirksamere Mittel. Eigentlich müssten auch die Geimpften getestet werden. Bei einer negativen Testung eines Geimpften wäre zwar das Schutzniveau im Vergleich zu einem negativ getesteten Ungeimpften vielleicht noch höher, aber so marginal, dass eine Impfpflicht auch ergänzend zu einer Testpflicht aus meiner Sicht nicht gerechtfertigt wäre. Hinzu kommt, dass bei einer Impfpflicht der Verlust von Fachkräften droht und damit unterm Strich die medizinische Situation wohl noch verschärft wird.

    Ansonsten bleibt es dabei: Die Impfung ist in erster Linie Eigenschutz vor einer schweren Erkrankung, auch wenn die Wirksamkeit (etwas) niedriger ist als erhofft und leider schon nach wenigen Monaten nachlässt. Dass man sogar Kinder impfen will, obwohl das individuelle Nutzen-Risiko-Verhältnis offenkundig negativ ist und zusätzlich andere Menschen dadurch nicht vor einer Ansteckung geschützt sind, ist skandalös.

    Für immungeschwächte Menschen, die nicht geimpft werden können, stellt nicht nur das Coronavirus eine Lebensgefahr dar. Um diese Menschen als Kollektiv zu „schützen“, müssten wir mindestens jeden Winter in den Lockdown gehen. Das wäre Wahnsinn. Nein, diese Menschen müssen sich selber schützen und können nicht erwarten, dass Millionen Menschen ihre Freiheit einbüßen.

    Die Impfdebatte ist wie die gesamte Coronapolitik leider sehr irrational, beschädigt die Glaubwürdigkeit der Politik und den Rechtsstaat und spaltet die Gesellschaft nur noch weiter.

    • Ich wollte gar nicht aktiv für eine bereichsspezifische Impfpflicht argumentieren, sondern nur darauf hinweisen, dass sie ein milderes Mittel wäre als eine allgemeine Impfpflicht. Wahrscheinlich haben Sie recht, dass es jeweils noch mildere Mittel gibt, sowohl zur Impfpflicht als auch zur Bereichsbegrenzung (auch im medizinischen Bereich gibt es Aufgaben, die getestete Ungeimpfte gut erfüllen können, insbesondere wenn die Patienten zustimmen).

      Besonders schutzbedürftige Menschen sollten sich nach Möglichkeit selbst schützen. Aber es kann sein, dass sie das im Krankenhaus oder Pflegeheim nicht mehr können. Dann sind der Staat und die für sie verantwortlichen Menschen besonders in der Pflicht. Das bringt auch mehr als gravierende Einschränkungen für die gesamte Bevölkerung.

      • Vielleicht werden bald alle Vorrechte für Geimpfte hinfällig und kommt wieder ein Lockdown für alle. Nach Einführung einer Impfpflicht kann man ohnehin auch die Geimpften wieder schlechter behandeln.

  3. Spahn lehnt die allgemeine Impfpflicht ab. Das heißt: sie kommt. Denn das macht er immer so, um auf der Gegenseite kurz vor der Wende ins Gegenteil a) noch ein paar Punkte zu machen und damit b) diese Seite denkt, er hätte ja anders gewollt, wenn er gekonnt hätte.

  4. Frage: wenn a) die Impfpflicht kommt und b) man auf die individuelle behördliche Aufforderung / Anordnung wartet un man sich erst dann c) mit einem Impfstoff der Wahl der Behörde impfen lässt … ist dann eine Haftung der öffentlichen Hand im Falle von Impfschäden nicht zwingend logisch? (Selbstverständlich würde es dabei extrem schwer, eine medizinische und rechtliche Anerkennung durchzusetzen, aber das ist ja mittlerweile normal in Deutschland.)

    • Die juristische Logik ist anders. Faktisch kümmert sich der deutsche Staat um alle Kranken einschließlich Impfgeschädigten (außer wenn bei einer Triage ein Ungeimpfter Vorrang hat…).

  5. Man geht davon aus,
    – dass die Virenlast bei Ungeimpften höher ist,
    – die erkrankten Ungeimpften die Intensiv-Betten überproportional beanspruchen
    Es wird wohl dabei bleiben, dass die Nötigung zur Impfung über Kontaktbeschränkungen und Testauflagen für Ungeimpfte erfolgen soll, wie sie Macron anscheinend erfolgreich durchgeführt hat. Maßnahmen müssen die Akzeptanz der Öffentlichkeit behalten, damit sie nicht zu Entgleisungen wie in den Niederlanden führen. Ich halte diesen Ansatz für richtig.

    • Dieser Gedanke verdient es, ausgedehnt zu werden. Es gibt schließlich noch andere Menschen, die ihre Gesundheit gefährden.
      Vielleicht sollte man in diesem Zusammenhang für jeden Wohnblock einen Gesundheitswart einführen, der auf die Ernährungsgewohnheiten seiner Nachbarn achtet und ggf. Meldung ans Bundesgesundheitshauptamt macht.

      • Nein- dieser Gedanke verdient keine Ausdehnung, da es bei den genannten Punkten nicht um Eigen-Gefährdung geht.

      • Doch, Sie argumentieren mit einer Überlastung des Gesundheitswesens. Wenn das eine Impfpflicht rechtfertigt, rechtfertigt es grundsätzlich auch ein Tabak- und Alkoholverbot, das Vorschreiben von gesundem Essen und Bewegung etc.

    • Die Virenlast ist bei erkrankten Geimpften nicht niedriger, aber hält wohl kürzer an. Außerdem erkranken Geimpfte seltener, vor allem schwer. Trotzdem ist eine Nötigung zur Impfung nicht zulässig. Dann muss man explizit für eine Impfpflicht argumentieren (vielleicht auch nicht für alle, sondern nur besonders gefährdete oder andere gefährdende Personen). Ohne Impfpflicht müssen Einschränkungen nur für Ungeimpfte (aber natürlich auch solche für alle) mit konkreten Risiken begründet werden.

  6. Vorab, ich war gegen eine Impfpflicht im Sommer, habe meine Meinung jedoch geändert. Im Süden und Südosten der Republik sind Klinken bereits überlastet, eine optimale intensivmedizinische Behandlung nicht mehr gewährleistet. Geimpfte, z.B. nach einem Unfall können nicht mehr versorgt werden weil Deppen aus Faulheit oder Ignoranz oder in wenigen Fällen auch aus medizinischen Gründen, sich nicht impfen lassen. Selbst bei uns im Münsterland müssen Pflegekräfte und Ärzte Doppelschichten schicken, da ungeimpfte Kollegen nicht mehr „am Patienten“ eingesetzt werden. Diese ungeimpften Kollgen haben geregelte Arbeitszeiten, bekommen weiter ihr Geld und der Frust bei den geimpften Kollegen ist grenzenlos. Wenn Sie aus ideologischen Gründen einen Zusammenbruch der Intensivmedizinschen Betreuung als geringeres Übel sehen, ist dass absolut ihr Recht. Idiotisch finde ich es trotzdem.

    • Verstehe ich Sie richtig, daß gesunde, getestete Ärzte aus (impf-)ideologischen Gründen daran gehindert werden, sich um die Patienten zu kümmern?
      Da schießen Sie wohl auf die Falschen.

    • Es gibt im nennenswerten Umfang ungeimpfte Ärzte und Klinikpersonal? Wie kann das denn sein – sollten das wirklich alles Idioten sein? Müssen wohl, wenn Sie das idiotisch finden, weil Ihre Auffassung offensichtlich das Letzte Wort und die größte Weisheit zu sein hat.

      • Jeder soll das für sich entscheiden, dabei aber auch die Folgen für andere bedenken. Ärzte und Pfleger habe da mehr Verantwortung als Einsiedler.

    • Eben. Es ist schon ziemlich beeindruckend Kosten und Nutzen von Impfungen bzw. Impfpflicht abzuwägen und das momentan zentrale Problem, nämlich die Überlastung des Gesundheitswesens, zu ignorieren.

      • Das deutsche Gesundheitswesen ist nicht überlastet. Bundesweit gibt es freie Kapazitäten an Intensivbetten (und an anderen Krankenhausbetten ohnehin). In einzelnen Kreisen ist das nicht mehr der Fall, was jedoch in der Vergangenheit schon oft passierte und auch an einem Abbau dieser Betten (bzw. des dafür nötigen Fachpersonals) mitten in einer Pandemie liegt. Selbst in den am stärksten belasteten Kreisen sind die COVID-19-Patienten, zu denen auch Geimpfte gehören, in der Minderheit. Warum fordern Sie kein sofortiges Rauchverbot, welches ein weniger gravierender Grundrechtseingriff wäre und mehr bewirken würde?

      • Es gibt noch keine grössere Überlastung weil Massnahmen dagegen getroffen wurden. Die Frage ist halt, ob diese dauerhaft reichen, verschärft werde müssen oder ob wichtige Versorgung nicht mehr gewährleistet werden kann. Das hätte mit einer Impfpflicht vermieden werden können.

        Ich argumentierte übrigens nicht für eine Impflicht, sondern wunderte mich, wie sie diesen Punkt in einer pro und contra Betrachtung auslassen konnten.

        Der Vergleich mit dem Rauchverbot hinkt natürlich, da es keine Raucherpandemie gibt bei der plötzlich viel mehr Raucher als gewöhnlich medizinische Betreung brauchen. Rauchen ist nicht ansteckend.

      • Es gibt doch auch jetzt noch andere Corona-Maßnahmen. Der Abbau der Intensivbetten mitten in der Pandemie war hingegen keine gute Idee (und war vor allem politisch getrieben bzw. über finanzielle Anreize). Rauchen belastet auch Nichtraucher und wird sozial weitergegeben. Das kann man durchaus mit einer Ansteckung vergleichen und es ist ein Gleichgewicht auf hohem Niveau erreicht worden (es gibt viel mehr Raucher als COVID-19-Infizierte und die langfristigen Gesundheitsfolgen sind noch schlimmer).

    • Warum soll die gesamte Bevölkerung dafür in Geiselhaft genommen werden, dass die Politik einen Teilbereich des Gesundheitswesens, konkret die Intensivmedizin, nicht ordentlich organisiert? Warum wurde die Zahl der Betten bzw. deren Personal mitten in einer Pandemie stark abgebaut? Warum dürfen getestete Ärzte und Pfleger nicht mehr zu ohnehin infizierten Patienten?

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  8. Gravierend ist auch, dass bislang kein Update der Impfstoffe auf die Delta Variante durchgeführt wurde, wobei diese Variante mittlerweile die dominierende ist Wir boostern also mit nicht kompatiblen Impfstoffen auf die jetzige Situation. Natürlich wird das Volk nicht informiert. Die Gründe dafür sind bekannt.

      • Delta hat 2 Mutationen. Seit gestern ist ein neues Virus aus Afrika bekannt, es hat 10 Mutationen. Die möglichen Bestandteile der Immunisierung können sie nachlesen.

      • Ja, Herr Krebs, die Variante steht ante portas. Professor L. jubelt schon, seine Talkshowverlängerung ist damit in trockenen Tüchern.

      • Ein Update der Impfstoffe würde bedeuten, dass alle gelagerten Impfstoffe unbrauchbar würden. Es würde dann auch einen Unterschied geben zwischen den schon geimpften Personen. Ein Update wird es aber geben müssen, und immer wieder, auch abhängig von den Mutationen.

      • Die gelagerten Impfstoffe wären ebenso brauchbar wie jetzt, doch die Nachfrage würde sich schnell auf die neuen verlagern, einfach weil sie besser wären. Eine Anpassung an die wichtigsten Mutationen wäre deshalb sinnvoll und würde Leben sowie Gesundheit schützen.

  9. Mit einer Impfpflicht, die übrigens verfassungskonform wäre, hätten wir diese Pandemie schon längst hinter uns gelassen. Der Nutzen einer Impfung übersteigt bei weitem etwaige kurz nach der Impfung auftretende Nebenwirkungen. „Langzeitschäden“ gibt es schon gar nicht bei Impfungen. Eines dieser vielen Missverständnisse. Eine dauerhaft niedrige Impfquote in der Bevölkerung begünstigt zudem die Ausbreitung neuer Varianten, gegen welche wiederum die bislang zugelassenen Impfstoffe weniger wirksam sind (ganz genau wissen wir es noch nicht, aber erste Studien deuten in diese Richtung). Die Mehrheit der Bevölkerung will die Impflicht. Inzwischen sind es über zwei Drittel der Deutschen. Es war ein schwerer Fehler der Merkel-Regierung, eine solche Impfpflicht nicht einmal zu thematisieren, sondern nur auf Freiwilligkeit zu setzen. Die Menschen brauchen klare Ansagen. Bis auf wenige Ausnahme für Menschen mit medizinischer Medikation gibt es keinen Grund, sich nicht impfen zu lassen. Jedes Schulkind muss heutzutage gegen Masern geimpft sein und da kräht auch kein Hahn nach, aber bei Corona wollen es die Leute auf einmal so genau wissen, dass sie beim Impfstoff sogar nach Herstellern (BioNTech, Moderna etc) unterscheiden (was man bei der Grippeimpfung sicher noch nie getan hat). Ein absurdes Schauspiel! Die Politik hat grandios versagt in der Pandemie. Aber anders als Impfgegner, Quer“denker“ und Rechtsradikale meinen.

    • Das Grundrecht der körperlichen Unversehrtheit ihrer Untertanen war der Obrigkeit noch nie besonders viel wert. Weder in den Schützengräben vor Verdun noch in den Straßen von Stalingrad. Warum sollte das heute anders sein?

      Eine Begründung für diese Grundrechtseinschränkungen läßt sich immer finden. In Ihrem Fall halt der Traum vom Endsieg über das Virus.

    • Eine Impfpflicht ist nicht per se verfassungskonform oder verfassungswidrig, es kommt neben den Umständen entscheidend auf die Ausgestaltung an. Der Nutzen übersteigt auch nicht für jeden die Risiken, zu denen durchaus Langzeitschäden gehören können (ein möglicher Tod gehört dazu oder lebenslange Gesundheitsschäden). Es gibt die Ansicht, dass es bei Impfungen keine zeitlich verzögerten Schäden gäbe, die erst nach Jahren auftreten und nicht schon kurz nach der Impfung. Das ist aber nur ein schwacher Trost, wenn der Schaden kurz darauf eintritt und erst später oder auch gleich erkannt wird. Richtig ist, dass die bekannten Risiken der Impfung für die Bevölkerung insgesamt deutlich kleiner sind als die Risiken durch COVID-19. Das reicht aber für eine allgemeine Impfpflicht nicht aus, da es nicht für jede Untergruppe gilt, insbesondere wohl nicht für Kinder (bei Masern ist das anders). Neue Virusvarianten entstehen weltweit und Deutschland hat darauf nur einen geringen Einfluss wie z. B. auch beim Klimaschutz.

      • Die IMPFPFLICHT ist RECHTLICH MÖGLICH und wird auch kommen. Wir wären schon längst viel weiter und könnten uns unsinnige Lockdowns und 2G/3G Chaos sparen. Die Politik hat kapituliert vor IRRATIONALEN ÄNGSTEN und QUERDENKERPROPAGANDA. Damit muss jetzt endlich Schluss sein! Andere Länder machen es längst vor und schauen ungläubig auf Deutschland. https://www.volksverpetzer.de/aktuelles/impfpflicht-rechtlich-moeglich/

      • Die Quelle ist unseriös. Welches Land hat denn tatsächlich schon eine Impfpflicht? Sie ist rechtlich in Deutschland vermutlich möglich, aber nicht in jeder beliebigen Ausgestaltung und mit beliebiger Begründung. Außerdem muss man nicht jede rechtlich mögliche Freiheitsbeschränkung machen, sondern sollte inhaltlich gut Gründe haben und auch eine ernsthafte Abwägung mit weniger schwerwiegenden Eingriffen vornehmen.

  10. 1) Alle in der EU zugelassenen Impfstoffe (BioNTech, AstraZeneca, Moderna, J&J) sind SICHER und SCHÜTZEN ZUVERLÄSSIG VOR SCHWEREN ERKRANKUNGEN.

    2) Nebenwirkungen treten WENIGE TAGE BIS WOCHEN nach der Impfung auf und sind inzwischen GUT ERFORSCHT und BEHANDELBAR. In der Abwägung ist das Risiko an den Nebenwirkungen der Impfung schwer zu erkranken UM EIN VIELFACHES GERINGER einzustufen als an dem Coronavirus selbst. Dies gilt umso mehr, je höher die Prävalenz (Krankheitshäufigkeit in der Bevölkerung) ist. JE HÖHER die Inzidenz ist (wie jetzt gerade wieder), DESTO MEHR spricht für die Impfung.

    2a) Es gibt KEINE Nebenwirkungen bei Impfungen, die erst mehrere Jahre nach der Impfung auftreten. Was es gibt, sind LANGZEITSTUDIEN, die es braucht, um extrem seltene Nebenwirkungen, die in kurzem zeitlich Abstand nach der Impfung auftreten können, zu entdecken. Ein klassisches Missverständnis also, für deren naive Verbreitung der überbezahlte und ahnungslose Bengel Kimmich auch völlig zu Recht kritisiert wurde. Naja, jetzt ist er ja in Quarantäne und hat genügend Zeit, über sein egoistisches und unsolidarisches Verhalten nachzudenken. Gute Besserung!

    2b) Wir wissen nach nunmehr fast einem Jahr NICHT WENIG, sondern SEHR VIEL über die Wirkungen und Nebenwirkungen der Impfstoffe. Anders als von Covidioten und Impfgegnern suggeriert, haben wir eine SEHR GUTE Datenlage. Die meisten Nebenwirkungen sind leicht. Schwere Komplikationen nach der Impfung treten praktisch nicht auf (Ausnahmen bestätigen die Regel).

    2c) Die Impfstoffe sind bereits nach wenigen Stunden oder Tagen AUS DEM KÖRPER VERSCHWUNDEN. Sie lösen sich quasi auf, nachdem sie die gewünschte Wirkung (SCHUTZ der geimpften Person durch Aktivierung des Immunsystems) erreicht haben. Wer das weiß, fürchtet keine ominösen „Langzeitnebenwirkungen“. Der mRNA-Impfstoff ist übrigens besonders zukunftsträchtig, weil er nicht Teile des Virus in den Körper injiziert, sondern lediglich das Erbgut (Bauanleitung/mRNA) des Virus, was bereits ausreicht, um das Immunsystem zu aktivieren. (Die Befürchtung, es könne so auch zu einer Veränderung des menschlichen Erbguts kommen, KANN AUSGESCHLOSSEN WERDEN. mRNA gelangt nicht in den Zellkern. Und mRNA kann nicht in DNA integriert werden.)

    3) Um die Tyrannei der Ungeimpften zu durchbrechen, plädiere ich schon länger für eine GENERELLE IMPFPFLICHT, die ein für alle Mal klare Verhältnisse schafft. Es war ein großer FEHLER, dieses Thema von Anfang an für ALTERNATIVLOS zu erklären. Eine Impfpflicht würde auch zu weniger gesellschaftlichen Verwerfungen führen als die „Impfpflicht durch die Hintertür“ durch 2G/3G-Maßnahmen so wie sie jetzt durchgeführt wird. Das Prinzip der Freiwilligkeit ist VÖLLIG GESCHEITERT. Es gibt einfach einen mit der Wissenschaft auf Kriegsfuß stehenden Teil in der Bevölkerung (siehe auch die Parallelen beim Thema Klimawandel), dem nicht mit den besten Argumenten beizukommen ist. Eine IMPFPFLICHT (mindestens für Ärzte/Pfleger/Lehrer/Bundeswehr/etc) ist MEHRHEITSFÄHIG.

    4) Mit den steigenden Infektionszahlen steigt auch die Zahl der Menschen, die trotz vollständiger Impfung auf der Intensivstation landen. Dennoch ist die Impfung der BESTE SCHUTZ. Denn wer nicht vollständig geimpft wird, hat ein VIEL HÖHERES RISIKO schwer zu erkranken.

    5) Es gibt KEINE MÖGLICHKEIT, dem Virus zu entkommen. Impfung oder Infektion. Jeder Nichtgeimpfte wird sich noch bis zum Jahresende infizieren. Es gibt KEINEN MEDIZINISCH-SACHLICHEN GRUND, auf noch zuzulassende Impfstoffe zu warten. [Bitte maximale Wörteranzahl von 500 beachten; 282 Wörter nach 497 abgeschnitten, AD.]

    • Die Impfstoffe sind nicht absolut sicher, sondern es gibt sehr häufig Beschwerden (einschließlich Fieber und Krankschreibung über Tagen oder Wochen) und selten schwere Impfschäden bis hin zum Tode. Im Durchschnitt ist COVID-19 schlimmer, aber daran erkrankt nicht jeder und für bestimmte Gruppen (insbesondere junge Männer und Kinder) könnte das Gesamtrisiko durch die Impfung schlimmer sein als durch die Krankheit. Insbesondere kleinere Kinder (für die die Impfschäden noch überhaupt nicht gut erforscht sind) sind auch nicht sonderlich ansteckend für andere, weshalb eine Impfpflicht für sie zum jetzigen Zeitpunkt völlig unethisch wäre und selbst eine Impfempfehlung nicht begründet möglich ist (was sich im Zeitablauf ändern kann).

      Herr Kimmich hat nie behauptet, dass es Nebenwirkungen gibt, die erst nach Jahren auftreten würde (wobei das durchaus vorstellbar ist, nur eben bislang keine empirische Evidenz dafür vorliegt). Er wurde auf dem Fußballplatz gefragt und hat ehrlich geantwortet. Dass Langzeitstudien fehlen, ist richtig. Nun ist er infiziert (aber zumindest bislang nicht erkrankt) und wird sich danach auch erst einmal nicht impfen lassen dürfen.

      Der autoritäre Ansatz von Herr Söder ist völlig gescheitert, ebenso die Versuche der vollständigen Ausrottung in Australien und Neuseeland, die in Deutschland ohnehin nicht hätten funktionieren können. Schweden kommt inzwischen mit seinem liberalen und vertrauensvollen Ansatz besser durch die Pandemie als Deutschland. Am Ende ist eben entscheidend, was die Menschen tatsächlich tun, nicht was ihnen vorgeschrieben wird, vor allem wenn die Vorschriften in sich unsinnig sind oder nicht eingehalten werden.

      „Jeder Nichtgeimpfte wird sich noch bis zum Jahresende infizieren.“ Das sind Fake News. Wir können um einen beliebigen Betrag wetten, dass es auch 2022 noch uninfizierte Ungeimpfte geben wird (und auch noch 2032, jedenfalls ohne harte Impfpflicht, also solange es noch Ungeimpfte gibt, was weltweit sicher der Fall sein wird).

      • Ihre laienhaften Bedenken sind allesamt längst widerlegt und langweilen nur noch. Ich habe meinem Kommentar nichts hinzuzufügen.

      • Immerhin bin ich Wissenschaftler, während Sie keine inhaltlichen Argumente haben und lieber Fake News verbreiten. Eine reine Wiederholung Ihres Kommentars schalte ich nicht frei.

    • „Jeder Nichtgeimpfte wird sich bis zum Jahresende infizieren.“

      Das ist keineswegs zwingend. Aber wenn es doch so käme, würde der ganze Bluff in sich zusammenfallen, da die Hekatomben von Toten ausblieben.

      • Das ist einfach Unsinn und könnte selbst mit einer Millionen Infizierten am Tag nicht mehr erreicht werden, zumal irgendwann Herdenimmunität einsetzt, zumindest kurzfristig.

  11. Herr Dilger, schalten Sie den zweiten Teil meines Kommentars frei. Mit weiteren wichtigen Argumenten für Sie zur Kenntnisnahme.

  12. Sie sind medizinischer Laie. Und Wissenschaftler kann alles und nichts bedeuten. Sie haben selbst auf Ihrem Kerngebiet (Euro/Währungspolitik) kräftig daneben gelegen. Wieso sollte es nun ausgerechnet auf einem Ihre Kompetenz weit überschreitenden fachfremden Gebiet anders sein?

    • Sind Sie Mediziner? Meine Statistikkenntnisse gehen über die der meisten Mediziner hinaus. Ich habe außerdem Philosophie studiert und mich mit Erkenntnis- sowie Wissenschaftstheorie beschäftigt. Die Währungspolitik ist hingegen nicht mein wissenschaftliches Kerngebiet. Doch wo soll ich da kräftig daneben gelegen haben? Die beklagten Probleme sind doch alle da, nun auch noch Inflation.

      • Wenn Ihre Kenntnisse tatsächlich so gut wären, dann würden Sie nicht die in hunderten von Studien belegte MASSIVE EVIDENZ für die WIRKSAMKEIT der IMPFUNGEN bestreiten und stattdessen eine Scheindiskussion über vermeintliche Freiheitseinschränkungen anzetteln. Da beißen Sie bei jemandem wie mir tatsächlich auf Granit. So viel sei Ihnen versichert. Die Impfung SCHAFFT FREIHEIT und RETTET MENSCHENLEBEN.

      • Sie klopfen nur Sprüche. Wo bestreite ich denn die Wirksamkeit der Impfungen? Aber natürlich ist eine Impfpflicht eine Freiheitsbeschränkung und ein massiver Grundrechtseingriff. Es mag dafür hinreichende Grüne geben, aber diese müssen dann argumentativ dargelegt und verteidigt werden. Ich sehe nicht, dass Sie dazu in der Lage sind oder es auch nur versuchen würden.

  13. Einfaches Rechenbeispiel für die Verharmloser und Leugner:

    Derzeit: 75.000 Neuinfektionen

    Das bedeutet, wenn zwischen 0,5% (Optimum)und 2,0% (Pessimum) der Infizierten sterben werden, dass wir auf Basis der heutigen Infektionszahlen zwischen 375 und 1500 Tote betrauern werden müssen.

    Zum Vergleich, nur auf Deutschland jeweils bezogen: Erster Weltkrieg: 2 Mio Soldaten gefallen, 0,6 Mio Zivilisten vor allem an Hunger gestorben, macht pro Tag in etwa 1.600 Tote in Deutschland bzw. auf deutscher Seite.

    Zweiter Weltkrieg: 4 Mio Soldaten gefallen, 350.000 Zivilisten im Bombenkrieg und bei der Eroberung NS Deutschlands gestorben, 350.000 infolge der Vertreibung umgekommen, 650.000 Deutsche (politische Gegner, Juden, Sinti, Behinderte) durch die Nazis ermordert, macht insgesamt in Deutschland 5.350.000 Tote (ohne Österreich und „Volksdeutsche“, inkl. derer kommt man auf etwa 5,9 Mio). Das sind am Tag 2600 Tote. (Natürlich hatte der von NS Deutschland ausgehende Krieg anderswo noch viel heftigere Opferzahlen verursacht.)

    Mit anderen Worten wir nähern uns bei pessimistischer Herangehensweise täglichen Opferzahlen, die Deutschland zuletzt in der Weltkriegen kannte.

    Die Impfung ist der GAME CHANGER.

    • Das ist doch ein völlig unpassender Vergleich. Das Median-Alter der Corona-Toten liegt über der durchschnittlichen Lebenserwartung in Deutschland. Die Übersterblichkeit ist auch nicht sonderlich hoch. Ist es wirklich so viel schlimmer, an COVID-19 als an Grippe, Krebs oder Herzinfarkt zu sterben?

      Gerade alte und vorerkrankte Menschen verdienen Schutz, aber warum konzentriert man sich dann bei den Maßnahmen auf Kinder und junge Leute? Auch die Impfungen bringen den alten Menschen viel mehr, allerdings keinen absoluten Schutz, wie die vielen Impfdurchbrüche zeigen. Warum fordern Sie jetzt eine Impfpflicht, wo es schon mit den Booster-Impfungen nicht klappt, die viele von sich aus wollen und auch nötiger brauchen?

      • „wie die vielen Impfdurchbrüche zeigen“ Einer dieser vielen anstrengenden rhetorischen Tricks von Impfgegnern. Zur Klarstellung: Das Gegenteil ist richtig. Es gibt NUR WENIGE IMPFDURCHBRÜCHE. Und diese kommen auch NICHT ÜBERRASCHEND. Allein bei regelmäßiger Zeitungslektüre wüsste man dies.

        „mit den Booster-Impfungen nicht klappt“ Was klappt nicht? Sie reden sich um Kopf und Kragen. Das wird ja immer wilder!

        Ihr KERNPROBLEM ist letztlich die VERHARMLOSUNG der Krankheit, was psychoanalytisch auf Ihr impffeindliches Umfeld (insbesondere in den Sozialen Medien) zurückzuführen ist. Sie werden aber von den FAKTEN und WISSENSCHAFTLICHEN ARGUMENTEN täglich geradezu ÜBERROLLT.

      • Es gibt Hunderttausende Impfdurchbrüche, also Infektionen mit Symptomen trotz Impfung. Wenn das nicht viele sind, was dann? Hinzu kommen symptomlose Infektionen, bei denen Geimpfte aber selbst infektiös sein können, ohne es zu wissen. Richtig ist, dass für Ungeimpfte eine Infektion und Erkrankung noch wahrscheinlicher sind.

        Wenn Sie Zeitungen lesen und verstehen würden, wüssten Sie, dass die Booster-Impfungen in Deutschland extrem schlecht organisiert sind und längst nicht jeder Impfwillige rechtzeitig eine Booster-Impfung erhalten wird. Deswegen erkranken und sterben Menschen, ohne dass die verantwortlichen Politiker sich schämen würden. Diese schimpfen lieber wie Sie auf die Ungeimpften.

        Ich verharmlose die Krankheit nicht, verbreite aber auch keine Panik wie Sie. COVID-19 ist nicht Ebola und schon gar kein Weltkrieg, sondern gefährdet vor allem sehr alte und vorerkrankte Menschen, die nicht hinreichend geschützt werden, weil Politiker, Massenmedien und auch Menschen wie Sie lieber Ablenkungsdiskussionen führen und junge gesunde Menschen gängeln wollen.

    • Das ist doch sehr laienhaft und mit der Unwahrheit, dass jeder Ungeimpfte sich zwangsläufig infizieren würde. Gegeben seine Infektion (und die öffentliche Aufregung), hätte sich Herr Kimmich wohl wirklich besser impfen lassen, doch er hätte auch ohne Infektion durch den Winter oder sein Leben kommen können. Vor ihm hatten sich übrigens mehrere geimpfte Mannschaftskameraden infiziert. Ob er überhaupt erkrankt und Spätfolgen bleiben, ist auch noch ungewiss.

      • Nicht alles ist „laienhaft“, was Ihnen nicht passt. Herr Kimmich hätte sich tatsächlich schon längst impfen lassen MÜSSEN. Jetzt muss er mit den Konsequenzen und LANGZEITFOLGEN der Infektion leben. Ich wünsche ihm gute Besserung! Auch gesundheitlich.

      • Sie haben damit angefangen, mir Laienhaftigkeit vorzuwerfen, ohne Ihren Expertenstatus darzulegen. Herr Kimmich hätte sich natürlich nicht impfen lassen müssen, weil es in Deutschland keine Impfpflicht gibt. Wahrscheinlich wäre eine Impfung für ihn klüger gewesen, aber es war seine Entscheidung und im Gegensatz zu Ihnen beklagt er sich nicht.

  14. Herr Dilger, einmal mehr ISOLIEREN Sie sich innerhalb der wissenschaftlichen Zunft mit Ihrer DESTRUKTIVEN Art, Politik zu kommentieren, was Sie deshalb ZUM SELBSTSCHUTZ besser sein lassen sollten. Das „Modell Wagenknecht“ (Anti-Politik als Geschäftsmodell anstelle von konstruktiver Sacharbeit) ist ausgelutscht und führt augenscheinlich nicht zu dem gewünschten Erfolgt. Dies gilt auch für diesen Ihren Blog.

  15. Impfpflicht und Impfzwang sind 2 unterschiedliche Dinge. Die Impfpflicht darf nur dann gesetzlich geregelt werden, wenn das freiwillige Impfangebot nicht mehr zur Pandemiebekämpfung ausreicht. Wo genau diese Grenze ist, wer bestimmt das? Die Politik oder die Wissenschaft?

    • Es gibt keinen Unterschied zwischen Impfpflicht und -zwang, nur der Umfang an betroffenen Personen und Strafen kann verschieden groß sein. Wenn das Impfangebot nicht ausreicht, wie gerade beim Boostern, macht eine solche Pflicht ohnehin keinen Sinn, die schwächelnde Nachfrage erhöhen soll. Politische Ziele müssen von der Politik festgelegt werden. Wissenschaftlich lässt sich ermitteln, wie hoch die Impfquote für Herdenimmunität sein muss, wobei der Wert von der vorherrschenden Virusmutation, den sonstigen Maßnahmen und vor allem dem Verhalten der Menschen abhängt. Bei einer hochansteckenden Variante und schlechter Impfwirkung ist Herdenimmunität gar nicht erreichbar, wenn wir nicht alle zu Einsiedlern werden.

  16. Zum Thema Impfdurchbrüche: Da wären Sie als Mensch mit überdurchschnittlichen Statistikkenntnissen doch der richtige Ansprechpartner, wenn Impfungen im Schnitt eine 90 % Schutz gewähren. Sich beim Autofahren anzuschnallen schützt auch nicht bei jedem Unfall, trotzdem ist es verpflichtend und (fast immer) sinnvoll. Bei der Zulassung von Impfstoffen und der Empfehlung der Stiko werden der Impfnutzen und Impfrisiken statistisch abgewogen -> Ohne individuelle Gründe ist eine Impfung gegen Covid 19 also klar besser als die Alternative.
    Körperliche Unversehrtheit kann auch durch die Pflicht zum Schulsport verletzt werden…wenn man sich dabei verletzt. Wollen Sie deshalb Sportunterricht abschaffen?

    • Der Impfschutz ist leider geringer, zumindest nach einiger Zeit ohne Booster-Impfung. Die STIKO hat auch lange keine allgemeine Impfempfehlung für Kinder ab 12 Jahren abgegeben, bis der politische Druck zu groß wurde. Mal sehen, wie sie für die kleineren Kinder entscheidet, die noch weniger von COVID-19 bedroht sind, aber massiv von der kinderfeindlichen Politik. Ich bin allgemein gegen Schulpflicht und würde Unterricht zu Hause auch außerhalb von Pandemiezeiten zulassen. Gerade Sport sollte freiwillig sein und Spaß machen.

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