Friedensnobelpreis 2021 für mutige Journalisten

„The Nobel Peace Prize 2021“ erhalten Maria Ressa und Dmitri Andrejewitsch Muratow „for their efforts to safeguard freedom of expression, which is a precondition for democracy and lasting peace“. Sie erhalten den Preis auch stellvertretend für alle Journalisten, die für Meinungs- und Pressefreiheit eintreten und ehrlich informieren statt Propaganda und Fake News verbreiten wollen. Frau Ressa leitet Rappler, ein digitales Medienunternehmen für investigativen Journalismus auf den Philippinen, welches sie 2012 zusammen mit anderen gründete und das insbesondere über den brutalen Anti-Drogen-Krieg des philippinischen Präsidenten Rodrigo Duterte berichtet. Sie ist deshalb oft bedroht und angeklagt worden.

Herr Muratow war 1993 Mitgründer von Nowaja Gaseta, einer der letzten unabhängigen Zeitungen in Russland, die er seit langem leitet. Sie berichtet vor allem über Skandale des russischen Staates. Sechs ihrer Journalisten wurden ermordet, prominentestes Opfer war vor genau 15 Jahren Anna Politkowskaja, die über staatliche Verbrechen in Tschetschenien aufklärte. Der Preis ist sehr verdient, denn guter und unabhängiger Journalismus setzt Mut voraus und kann tatsächlich zum Frieden und einer besseren Welt beitragen.

14 Gedanken zu „Friedensnobelpreis 2021 für mutige Journalisten

  1. Alfred Nobel dreht sich im Grabe um: Nachdem der Nobelpreis für Physik bereits an Wissenschaftler ging, die „menschengemachte“ Klimaerwärmung behaupten, ging der Literaturnobelpreis an einen obskuren tansanischen Schriftsteller namens Abdulrazak Gurnah, dessen Hauptqualifikation seine Hautfarbe, sein islamischer Glaube und seine Kolonialismuskritik zu sein schien, obwohl er London seiner Heimat Sansibar vorzieht.

    Maria Ressa von „Rappler“ ist eine philippinische Website, die die erfolgreiche Kriminalitätsbekämpfung des Präsidenten Rodrigo Duterte angreift und vom Omidyar Network (2018: 1,5 Millionen Dollar) sowie der Soros-finanzierten North Base Media finanziert wird.

    Dmitry Muratov von „Nowaja Gaseta“ ist eine russische Oppositionszeitung, die zugibt, dass sie von NGOs finanziert wird, die vom linken US-Milliardär und One-World-Order-Strippenzieher George Soros gegründet wurden.

    Der Waffenhersteller und Dynamit-Erfinder Alfred Nobel galt zu Lebzeiten als „Händler des Todes“ und beschloss daher, sein Vermögen für wohltätige Zwecke zu stiften. Nun scheint sich der Kreis zum Chaosbeschleuniger George Soros zu schließen.

    • Haben Sie denn schon etwas von Abdulrazak Gurnah gelesen? Ich kannte ihn bislang nicht und halte mich deshalb mit einer literarischen Bewertung zurück.

      Kriminalitätsbekämpfung ist für sich genommen eine gute Sache, doch sie kann auch unverhältnismäßig sein und/oder zu viele Unschuldige treffen, weshalb zumindest mehr Transparenz auf den Philippinen zu begrüßen ist.

      Ebenso ist eine der wenigen unabhängigen Zeitungen in Russland zu begrüßen. Die Verschwörungstheorien rund um George Soros dienen da der Putin-Propaganda doch auch nur zur Ablenkung.

      • George Soros, solche Finanzjoungleure nannte der frühere SPD-Vorsitzende Franz Müntefering „Heuschrecken“, fördert mit seiner „Open Society Foundation“ Migrationsströme von der Dritten Welt in westliche Staaten, will Genzen, Kulturen und selbstständige Staaten mit dem Ziel einer „New World Order“ auflösen. Zu diesen globalistischen „Eliten“ gehören auch Klaus Schwab vom „Weltwirtschaftsforum Davos“ („The Great Reset“, „Sie werden nichts mehr besitzen, aber glücklich sein“), der selbsternannte Corona-Experte Bill Gates und Finanzverbrecher von Goldman Sucks, die nicht nur den griechischen Staatshaushalt „frisiert“ hatten. Alles in öffentlich zugängigen Quellen nachlesbar und keine Verschwörungstheorie!

      • Ihre Vorwürfe gegen George Soros sind überzogen, doch die Verschwörungstheorie liegt in dem Zusammenhang, den sie zwischen ihm, den Preisträgern und der Preisvergabe konstruiert haben.

      • Glauben Sie ruhig weiter an das „Gute“ in selbsternannten „Philantrophen“, den neuen Sozialisten… 😡🤢

  2. Gibt es vergleichbare Journalisten, die sich mit Deutschland befassen? Oder ist die soziale Repression hüben effektiver als die physische drüben?

      • Bei den Öffentlich-Rechtlichen fällt mir da nur Markus Lanz ein. Der fühlt wirklich allen auf den Zahn…!

      • Da stimme ich zu, vor allem seit der Coronakrise ist seine Talkshow ein wirklicher Gewinn für das Fernsehen.

  3. Ja, die Wahl ist gut. Pressefreiheit ist ein hohes Gut. Leider haben wir es in Deutschland manchmal fast mit dem Gegenteil zu tun. Irgendwelche Journalisten, wieder eine dieser nicht geschützten Berufsbezeichnungen, schreiben was, stellen es noch online, ohne die Betroffenen zu befragen und dann verfolgt es einen bis ans Lebensende und die Angehörigen auch darüber hinaus. Sie kennen das ja, man muss dann klagen, beweisen usw.. Der Missbrauch der Pressefreiheit ist fast so schlimm wie ihre Unterdrückung. Ob man sie mag oder nicht, ist nicht entscheidend, aber die Personen Andreas Türck, Jörg Kachelmann u.a., die zu Unrecht in der Presse verurteilt wurden, zeigen, was da angerichtet wird. Und die causa Christian Wulff zeigt, dass auch höchste Ämter nicht vor unrechtmäßiger Vorverurteilung schützen. Ich erinnere mich, dass Alice Schwarzer seinerzeit über Jörg Kachelmann -als sich seine Unschuld mehr und mehr andeutete- sagte, er müsse auf jeden Fall vom Gericht verurteilt werden, auch wenn er unschuldig wäre. Denn angesichts so vieler vergewaltigter Frauen ginge es darum, ein Exempel zu statuieren und es wäre eben in Kauf zu nehmen, wenn es darunter mal einen Unschuldigen trifft. Eine Gesellschaft, in der solche Frauen wie Alice Schwarzer verklärt werden, kann einem nur Angst und bange machen

    • Gegen einen Missbrauch der Pressefreiheit schützt am ehesten noch mehr, nicht weniger Transparenz und echter Wettbewerb zwischen unabhängigen Medien statt eine einheitliche veröffentlichte Meinung.

      • Ja, theoretisch schon. Nur erinnere ich mich an einen Freund, Ex-Journalist und halbwegs bekannter Buchautor, schon lange nicht mehr in Deutschland lebend, der mir letzte Woche schrieb, dass es ihn sehr bekümmere, dass die Journalisten in Deutschland eigentlich nur noch voneinander abzuschreiben scheinen und keiner ausschert

      • Das gilt für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk und auch die großen privaten Medien, die staatliche Gelder erhalten. Aber es gibt durchaus unabhängige Journalisten und Medien in Deutschland oder auch im Ausland mit umfangreicher deutscher Bereichterstattung wie die NZZ.

  4. Das sind doch endlich mal würdige Friedensnobelpreisträger. Diese Unsitte Politiker (und Organisationen) zu ehren ist damit hoffentlich fürs erste gestoppt. Genau wegen solcher Preisträger hat der Friedensnobelpreis diese Renomee erhalten und dies ist der einzige Weg die unwürdigen Preisträger wie Kissinger,Obama oder Abiy Ahmed etwas auszugleichen.
    Eine exzellente Wahl!

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