Union verliert deutlich, könnte aber doch noch den Kanzler stellen

Das vorläufige amtliche Endergebnis der heutigen Bundestagswahl liegt noch nicht vor und ich berichte morgen darüber wie auch über die Landtagswahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern. Doch die „Hochrechnung 23:36 Uhr“ zeigt schon die wichtigsten Resultate:

Die Union erzielt das schlechteste Ergebnis bei einer Bundestagswahl überhaupt und ist der eigentliche Wahlverlierer. Sie liegt knapp hinter der SPD, hat aber trotzdem noch die Chance auf die Kanzlerschaft mit einer Jamaika-Koalition. Die SPD hat im historischen Vergleich auch kein gutes Ergebnis, legt jedoch gegenüber 2017 zu und wird stärkste Partei. Das sichert ihr aber nicht die Kanzlerschaft. Denn Rot-Rot-Grün ist definitiv nicht möglich und eine „Große“ Koalition unter SPD-Führung unwahrscheinlich, so dass sie auf eine Ampel-Koalition setzen muss.

Die Grünen legen zwar deutlich zu und kommen auf den dritten Platz, aber sie sind weit entfernt von den beiden (ehemaligen) Volksparteien und ihr Anspruch auf die Kanzlerschaft war völlig ungerechtfertigt. Trotzdem werden sie wohl zusammen mit der FDP, die zulegt und wieder den vierten Platz erreicht, zu den Kanzlermachern. Wahrscheinlich werden sich Grüne und FDP vorab zusammensetzen und unter sich ausmachen, wer Kanzler wird in einer Ampel- oder Jamaika-Koalition. Persönlich fände ich Jamaika besser und halte diese Koalition nun sogar für wahrscheinlicher, gerade weil die Union schwächer ist als die SPD und deshalb mehr Zugeständnisse machen muss.

Die AfD verliert etwas und kommt nur noch auf den fünften Platz, ist aber für die Regierungsbildung ohnehin irrelevant, auch wenn es rein rechnerisch für eine Bahamas-Koalition von Union, FDP und AfD reichen würde. Die Linke scheitert nach der Hochrechnung knapp an der Fünf-Prozent-Hürde. Ob sie sie doch noch überwindet oder mit drei Direktmandaten in den Bundestag kommt, berichte ich morgen, aber eine Koalition mit SPD und Grünen hätte auch dann keine Mehrheit, was die beste Nachricht des Wahlabends ist.

109 Gedanken zu „Union verliert deutlich, könnte aber doch noch den Kanzler stellen

  1. Es ist doch eigentlich egal, wer mit wem koaliert und wer Kanzler werden darf. Alle Block-Parteien wollen die ganze Welt mit Milliarden Euro an Steuern und Abgaben deutscher Bürger vor CO2 „retten“, alle wollen die deutsche Staatskasse nach Brüssel geben und zunehmend von der EU regiert und ausgenommen werden. Keine Partei wird die permanente Asylflut stoppen, und jede dieser Parteien wird die Bürger mit endlosen grünen Geboten und teuren Verboten in den Wahnsinn treiben. Und der Krampf gegen Räschds geht weiter, denn hinter jedem Baum lauert ein Nahtzieh.

    Was wäre denn auch der Unterschied, wenn sogar Sonyboy Lindners FDP mit Janine Wisslers SED ins Bett ginge, aus der schon die alte Merkel (vormals Angela Kasner) kam? Die Wissler ist immerhin jünger und hübscher… 😜😝😎

    • Es gibt schon noch Unterschiede und Sie sollten froh sein, dass es für Rot-Rot-Grün nicht reicht. Dagegen hat die AfD offensichtlich gar keine Lust, koalitions- und regierungsfähig zu werden. Dann sollten sich ihre Wähler aber auch nicht beschweren, dass andere regieren.

      • @Alexander Dilger
        „Dagegen hat die AfD offensichtlich gar keine Lust, koalitions- und regierungsfähig zu werden.“

        Das stimmt so nicht. Immerhin hat Herr Chrupalla die Bahamas-Koalition bereits als (zumindest rechnerisch) mögliche Option ins Spiel gebracht.

      • Ich bin nicht Chrupalla und denke auch nicht wie er. Ich habe nur auf die rechnerische Möglichkeit und auf Chrupallas „Angebot“ hingewiesen, ohne es zu bewerten.

      • Rechnerisch ist doch auch eine Koalition von SPD, Grünen und AfD möglich. In Sozialismus und Freiheitsbeschränkung ist man sich einig, nur beim Nationalismus müsste man noch etwas diskutieren, bis sich eine gemeinsame gruppenbezogene Identitätspolitik ergibt.

      • Ja, rein rechnerisch wäre das möglich.
        Auch Rot-Gelb-Blau oder Schwarz-Grün-Blau wären theoretisch möglich.
        Lediglich der SED und dem SSW fiele in keiner denkbaren Konstellation die Rolle eines potentiellen Kanzlermachers zu.

      • Die politische Wirklichkeit ist aber so, dass Koalitionen mit der AfD ausgeschlossen sind. Sie tut auch nichts dafür, um das für 2025 zu ändern. Faktisch verbleiben damit nur noch SPD-Union, Ampel und Jamaika. Da die Union zu zerstritten ist, wird es auf die Ampel hinauslaufen. Ich hoffe, dass Herr Lindner gut verhandelt und sich auch danach nicht nur über sein Ministeramt freut so wie Herr Westerwelle 2009.

      • Ich widerspreche Ihnen nicht, dass die theoretischen Optionen einer Regierung unter Einbeziehung der AfD momentan ziemlich unrealistisch sind. Auch dass sich die AfD endlich von ihren „Sozialpatrioten“ – oder wie auch immer man diese Zeitgenossen bezeichnen will – trennen müsste, um koalitionsfähig zu werden, steht für mich schon lange außer Frage. Ob das bis 2025 passiert oder nicht, wissen die Götter. Der diesjährige Bundesparteitag könnte zwar richtungsweisend werden, sicher ist aber auch das nicht.

        Die Rot-Grün-Gelb Ampel ist von den drei verbliebenen realistischen Optionen das geringste Übel, da von einer Jamaica-Koalition ohnehin nicht mehr zu erwarten wäre als ein Einknicken der inhaltslosen Unionsparteien vor den grünen Maoisten.

  2. Die besten Nachrichten des Abends sind tatsächlich, dass es für RRG nicht reicht und dass die Mauerschützenpartei womöglich an der 5%-Hürde scheitert.

    Dass Christian Lindner und Robert Habeck tatsächlich gemeinsam den künftigen Kanzler bestimmen, halte ich indes für ziemlich unwahrscheinlich. Warum sollten es sich die Genossen von SPD und Union so schwer machen? Die „Sozialdemokraten“ (SPD/CDU/CSU) werden sich schon einig werden und das, was sie für eine ‚Große Koalition‘ halten, noch einmal vier Jahre fortsetzen.

    • Ich glaube ehrlich gesagt, dass Rot-Schwarz nun der Best Case wäre. Eine Beteiligung der Grünen, egal ob mit Laschet oder Scholz, wäre schädlicher. Vielleicht schafft es die Union ja sogar mal 1-2 Gesetze auch inhaltlich einzubringen. Sie haben ja nicht mehr die Kanzlerschafft inne.

      Bei der Ampel stirbt die FDP, bei Jamaica gleich CDU und FDP. Die Grünen werden da unermessliche Forderungen stellen und mit der Hilfe der Medien auch durchsetzen.

      • @Peter Burger

        Ich teile Ihre Einschätzung was Ampel und Jamaica angeht (beides auf Grund der von ihnen geschilderten Folgen unwahrscheinlich), gleichwohl ich eine weitere ‚GroKo‘ für den zweitgrößten GAU nach RRG (dieser Kelch ist nur gerade noch an Deutschland vorüber gegangen) halte.

      • Aber Sonyboy Christian Lindner, das „liberale“ Würstchen, will doch unbedingt Minister werden, neben Kobold-Baerböckchen als Außenministerin („Völkerrechtsexpertin“) und Skandal-Scholz als Kanzler? Dieser schlimmste Opportunist hat gestern in der „Berliner Runde“ beim Verarbeiten seines „Jamaika-Traumas“ schon mal rot-grünen Speichel geleckt. Widerlich!

      • Keine Panik. Die Minister aus den Sesselkleberparteien SPD und CDU/CSU werden schon dafür sorgen, dass es „weiter so“ geht und weder die Maoisten noch die FDP mitregiert.

      • Rot-Schwarz könnte das „kleinere Übel“ sein. Da weiß man, was man hat. Denn, schlimmer geht immer…

      • Die FDP wird sich auf die Ampel einlassen und ihre Kernforderungen durchsetzen. Die Politik wird deswegen nicht gut werden, aber besser als unter Frau Merkel schon.

      • „Kernforderungen“ der FDP?
        Schwarze Null und keine Steuererhöhungen. Sonst noch was?
        EU-besoffen, klimaverrückt und migrationsdusselig ist die FDP ja schon jetzt, genau wie die Grünen und Roten…!

      • Na also, eine Ampelkoalition ist doch quasi ein Selbstläufer. Ich sage nicht, dass ich sie gut finde, sondern nur, dass sie inzwischen am wahrscheinlichsten ist und auch vier Jahre durchhalten kann.

      • Abwarten und Tee trinken. Ich traue sowohl den Genossen als auch der Union ohne Weiteres zu, dass die GroKo – allen bisherigen Beteuerungen zum Trotz – einfach unter SPD-Führung neu aufgelegt bzw. fortgeführt wird.

      • Einfach so wird das nicht gehen, sondern vielleicht nach Scheitern der Verhandlungen um Ampel und Jamaika sowie der Entmachtung von Herrn Laschet.

      • Dass Lachet als CDU-Vorsitzender zurücktreten muss, steht außer Frage. Je länger er zögert, die Verantwortung für das Debakel der Union zu übernehmen, desto mehr verbaut er sich damit seine politische Zukunft. Aber mit einem Rücktritt Lachets wäre doch der Weg für eine GroKo-Fortführung geebnet. Ich halte das jedenfalls für wahrscheinlicher als Ampel oder gar Jamaica, auch wenn ich es für keine gute Lösung halte.

      • Herr Laschet hat keine politische Zukunft mehr, wenn er nicht Kanzler wird. Deswegen setzt er immer noch auf diese Möglichkeit trotz nur noch minimaler Chancen.

      • Ist es wirklich Realitätsverlust, wenn man alles auf eine Karte setzt, weil man nur noch diese eine Karte hat? Herr Laschet hätte jedoch besser von Frau Merkel lernen sollen, wie man solche Zuspitzungen vermeidet und aus jeder Situation einen Vorteil herausholt. Beispielsweise hätte er wohl besser Herrn Söder bei der Kanzlerkandidatur den Vortritt gelassen wie damals Frau Merkel Herrn Stoiber, der gerade heute 80 Jahre alt geworden ist.

      • @Alexander Dilger

        „Hätte, hätte Fahrradkette“ eben.

        Bereuen Sie es noch nicht, diesem Hampelmann und seiner Partei Ihre Stimme gegeben zu haben?

      • Laschets Lage wäre dann vielleicht besser aber nicht die Gesamtlage.

  3. In toto 45,4% für SPD/GRÜNE/DIE LINKE (https://www.fr.de/politik/bundestagswahl-2021-ergebnisse-live-hochrechnungen-bundestag-spd-union-cdu-gruene-linke-aktuell-news-zr-91001375.html) sind ein deutlicher Linksrutsch (2017 zusammen 39%) und ein klares (IMO sehr beunruhigendes) Wählersignal. Das sollte man bei allem Orakeln über eine etwaige „Jamaica“-Koalition (letzter Strohhalm an den sich die Union gerade klammert) nicht übersehen.

    Aber schlimmer geht immer, wie die Landeshauptstadt der Steiermark beweist:
    https://www.vol.at/graz-wahl-kpoe-nach-erster-hochrechnung-auf-platz/7136234

    • 2017 war die Merkel-CDU linker und 2013 hat es im Bundestag (wenn auch nicht bei den Wählern) eine rot-rot-grüne Mehrheit gegeben, doch die SPD wollte lieber unter Frau Merkel mitregieren.

      • 2013 ist die FDP aus dem Bundestag geflogen und die AfD noch nicht eingezogen. Da blieben bei der Zusammensetzung des Bundestags prozentual mehr abgegebene Stimmen unberücksichtigt als heute.

      • Ja, die AfD hätte damals Rot-Rot-Grün ermöglicht (denn ohne sie wäre die FDP nicht knapp an der Fünf-Prozent-Hürde gescheitert) und hat faktisch Frau Merkel genutzt.

      • Das ist mir zu sehr „hätte, hätte Fahrradkette“. Man sollte Parteien nicht verbieten anzutreten, um andere Parteien, die ihren Job nicht richtig gemacht haben, zu schützen. Die Verantwortung für eine Niederlage muss in einer Demokratie schon jede Partei bei sich selbst suchen.

      • Eben. Und wenn mehr Parteien zur Wahl stehen, dann muss jede Partei versuchen so gut wie möglich zu überzeugen und sich selbst fragen, was sie verkehrt gemacht hat, wenn sie nicht das erhoffte Ergebnis erzielt. Sich in die Opferrolle zu flüchten ist jedenfalls kein Qualitätsmerkmal.

  4. Es gibt immerhin noch eine zwar hauchdünne bürgerliche Mehrheit im neuen Bundestag. Wegen der Berührungsängste mit der AfD ist die zwar nur hypothetisch, aber sie wird das Allerschlimmste verhindern.

    Ansonsten ist jede Niederlage für Merkel und ihre Partei ein Sieg für Deutschland.

    • Die AfD sorgt dafür, dass es weder eine bürgerliche noch eine linke Mehrheit im Bundestag gibt, da sie beides nicht ist und auch mit keinem koalieren kann. Deswegen wird es eine übergreifende Koalition geben, wahrscheinlich die Ampel.

  5. Ich hab mir das nicht genau angeschaut. Aber mein Ersteindruck ist, dass uns die ländlichen Regionen vor RRG gerettet haben. In meiner Geburtsstadt z.B. ist der Zuwachs von RRG zu vernachlässigen. Da hat v.a. die FDP von der Schwäche der CDU profitiert und die AfD sich gehalten. Grüne kaum Zuwächse, SPD lediglich moderate Gewinne und Linke kleiner als die Basis oder FW. LKR mit 0 Stimmen.

    In den Großstädten sieht es anders aus. Dort sehe ich dramatische Zuwächse von SPD und Grüne, dramatische Verluste von CDU und AfD. Die FDP kann ebenfalls nicht wirklich davon profitieren.

    Man muss sich überlegen, warum die Großstädte so stark auf die mediale Beschallung eingegangen sind. Die Union darf den Grünen nicht mehr nachlaufen. Sonst verliert sie noch die letzten Wähler auf dem Land und eine linke Mehrheit ist dauerhaft unvermeidbar. FDP und AfD werden die Nachfolge nicht sein. Beide haben klar erkennenbar ihre gläsernen Decken erreicht. Die

    • Was mir auffällt: Die AfD verliert die sozial prekären Protestwähler. Auf dem Land punktet sie aber durchaus und nimmt der CDU klassische konservative Stimmen ab. Durchaus auch im Westen. Das geht ein wenig unter und erklärt auch die Stärke im Osten. Ich denke weiterhin, dass der entscheidende Schlüssel für Wahlerfolge größtenteils konservative Migranten sind. In den Grünen-Vierteln müssen es die bürgerlichen Parteien nicht mehr versuchen. Beim migrantischen Bandarbeiter könnten sie ankommen. Das ist dieses Mal wohl nicht gelungen.

      • @Peter Burger
        „Was mir auffällt: Die AfD verliert die sozial prekären Protestwähler.“

        Das sehe ich anders. Laut gestriger vorläufiger Wählerwanderung der AfD konnte die AfD einzig 110.000 Wähler von der stalinistischen Mauerschützenpartei SED gewinnen (wohl eindeutig aus den NBL) und hat an alle anderen Parteien sowie an die Nichtwähler insgesamt 770.000 Stimmen verloren. Davon 60.000 an die Union, 210.000 an die SPD, 150.000 an die FDP (!), 60.000 an die Jünger Mao Zedongs (Bündnis90/Grüne), 120.000 an „Sonstige“ und 170.000 an die Nichtwähler. Die meisten potentiellen AfD-Wähler wollen eben keinen „patriotischen Sozialismus“, denn den wollen nur Ossis. Und wer Sozialismus will, der wählt lieber die roten Genossen oder die Maoisten. Aber Stalin und Hitler sind mega-out. Ich hoffe, dass dies in der AfD endlich auf breiter Front und insbesondere von der Parteiführung richtig erkannt wird und die entsprechenden Schlüsse daraus gezogen werden.

      • Ich beziehe mich auf sozial schlecht gestellte Viertel in westdeutschen Großstädten mit sehr hohem Migrantenanteil.

        Im Osten ist das anders. Der 60jährige Arbeitslose in der Platte mag jetzt AfD statt Linke gewählt haben.

        Aber im Westen sieht man, dass sich die Verluste auf dem Land in Grenzen halten, hier und da sogar ein leichtes Plus steht. In den Großstädten hat man die bürgerlichen Wähler an die FDP verloren. Aber der klassische Fabrikarbeiter auf dem Dorf wählt weiterhin AfD, er ist in seltenen Fällen möglicherweise erst jetzt zur AfD gewechselt.

      • @Peter Burger

        Wie viele „klassische Fabrikarbeiter auf dem Dorf“ gibt es noch?
        Gerade die starke Wählerbewegung von der AfD richtung SPD zeigt doch, dass Blau eben nicht „das neue Rot“ ist, wie manche Sozialisten in der AfD meinen (allen voran Guido Reil), sondern dass die Wähler zum Original zurückkehren, wenn die AfD ihre Erwartungen nicht erfüllen kann. Und der Spagat vom Nationalismus über Sozialismus bis hin zu liberalen und konservativen Positionen ist nun einmal nicht unter einen Hut zu bringen.

      • In Baden-Württemberg gibt es diese noch recht zahlreich. Die sind noch nicht ausgestorben. Die kann man mit konservativen Ansichten erreichen und die AfD hat das durchaus geschafft. Nicht mehr im Umland der Metropolregionen, aber schon noch auf dem richtigen Land.

        Die Basis hat in einigen Gemeinden, die ich gut kenne, fast 5% erreicht. Die prozentualen Veränderungen lassen für mich nur einen Schluss zu: Das waren größtenteils ehemalige CDU-Wähler. Offensichtlich sind die Corona-Proteste zutiefst bürgerlich getragen. Das ist ein interessanter Aspekt: Die Grünen haben überhaupt nicht darunter gelitten, obwohl ihr Wählerklientel (Jungwähler) am heftigsten darunter leidet.

      • Bei Corona-Protesten sind einfache Bürger, viele davon betagt, alle unbewaffnet und gewaltfrei, von der Staatsmacht mit äußerster Brutaliät niedergeknüppelt und sogar verhaftet worden, während migrantische Clan-Mitglieder die Polizei auslachen, ja verhöhnen und ungestört ihr Ding drehen. Was ist aus Deutschland geworden…?!?

      • Wundert Sie das noch?
        „Geht es den Flüchtlingen gut, geht es uns allen gut“ (Wahlslogan der KPÖ in Graz).
        Das sieht der großstädtische Blödmichel in Deutschland doch genauso. 😭

    • Vielleicht kann sich die CDU in der Opposition erneuern. Sonst kommen neue Parteien. Die AfD kann sie offensichtlich nicht beerben, sondern hat sich in ihrer Nische eingerichtet ohne Gestaltungswillen.

  6. Die schlechte Nachricht in der guten. Die Linke schafft es trotz herber Verluste in den neuen Bundestag. Das ist sehr schade, aber R2G ist damit weiterhin vom Tisch.

    Für mich persönlich wäre Schwarz/rot/gelb das Beste und ich sehe es da wie Herr Dilger. Die CDU kann im Rahmen des Klimaschutzes mit unsozialen Steuererhöhungen mehr Kompromisse machen, als die SPD.

    Die AfD ist auf ihren Kern geschrumpft und sie haben auch mich verloren. Mit japanischer Einwanderungspolitik, EU-Austritt und diesem Anbandeln mit den Querdenkern/Impfgegner. Damit gewinnt man keine bürgerlichen Wähler und als Koalitionspartner kommt man so auch nicht in Frage.

    Die Stimmen der Sonstigen sind interessant. Während es der Linken gelungen ist, die sozialistische Konkurrenz (MLPD, SGP, DKP) auf großen Abstand zu halten, ist das den grünen überhaupt nicht gelungen. Tierschutzpartei kommt wieder über 1,5% und auch Volt schafft auch 0,4%.

    Auf der rechten Seite hat es die AfD nicht geschafft das Querdenkermileu komplett aufzusaugen. Die Basis erreicht 1,4%. Die restlichen Parteien rechts der AfD haben keine Bedeutung. NPD 0.1% und der dritte Weg kommt auf 0.0%

    Bei Todenhöfer hat sich wohl der Auftritt mit Özil bezahlt gemacht. Gerade da ja keine Erdoganpartei angetreten ist, konnte Todenhöfer wohl diese Stimmen einsammeln.

    Die Lkr traten ja auch an und das positive für die ist, dass sie nicht als letztes durch das Ziel gegangen sind. Aber sie haben es geschafft ihre Stimmen, trotz höher Wahlbeteiligung zu vierteln. Warum die es bei jeder Wahl immer wieder versuchen, erschließt sich mir nicht.

    • LKR hat halt nicht die Effizienz eines SSW, die durch Sonderregeln mit knapp 50000 Stimmen einen Sitz erlangen konnten.

      • LKR scheitert nicht an den Prozenthürden, sondern bekäme und bekommt auch ohne sie keinen Sitz (besonders deutlich bei der EU-Wahl), jedenfalls nicht von den Wählern, während wohl immer noch Abgeordnete der AfD überlaufen.

    • Die LKR ist ja in mehr Bundesländern angetreten als viele andere Kleinparteien, kann man ja deshalb schwer vergleichen.
      In NRW wurde man toller Vorletzter nur die SGP war dahinter.

      • LKR ist ein Rohrkrepierer, genau wie Petrys „Blaue Partei“ oder Poggenburgs Mitteldeutsche Trallala…

      • Schlimmer, denn die anderen AfD-Abspaltungen sind schnell wieder verschwunden, doch LKR existiert als Politsekte weiter trotz völliger Erfolg- und Perspektivlosigkeit.

      • Wenigstens richtet LKR keinen Schaden im Außenverhältnis an. Tragisch ist es allenfalls für die Mitglieder dieser Sekte, deren Hoffnungen sich nie erfüllen werden.

  7. Zum AFD-Ergebnis wird sich wieder jede Seite die eigene Analyse basteln. Ich weiß jetzt schon, daß auf Sezession auf die ganz guten (aber im Vergleich zu 2017 schlechteren) Ergebnisse in einigen Ruhrgebiets-Städten verwiesen werden wird sowie auf den Sieg (ausgrechnet) Höckes in Thüringen. Damit wird dann eine Argumentation in Richtung sozialer Patriotismus (Sozialismus) aufgesetzt, während hier auf diesem Blog naturgemäß durch den entsprechenden Publikumsverkehr eher bei der Analyse andere Schwerpunkte erkannt und gesetzt werden. Das Thema Land/Stadt spielt zu Recht eine Rolle, denn gerade die Grünen sind nun einmal DIE Partei der urbanen anywheres (Gauland) und spielen in den meisten Diskursen der Einheitsparteien kaum eine Rolle. Ebensowenig wie die östlichen Bundesländer. Das ist gestern wieder bei A.Will deutlich geworden, wie Herr Haseloff beinahe flehentlich auf die spezielle Situation dort hingewiesen hat – insbesondere auf die starke AFD mit ihrer Vielzahl Direktmandate – und darauf in keinster Weise seitens der anderen Gäste eingegangen wurde. Im Gegenteil war es Hr.Ötzdemir vor allem wichtig, daß die Brandmauer gegen Hr.Maaßen nicht ausgereicht habe und die Sorge daß die Union vielleicht anfangen könnte, rechts zu blinken.

    Frau Weidel in der Berliner Runde hat sich das AFD-Ergebnis zwar so weit schön geredet, daß sie sogar von Zuwächsen ohne Freie Wähler und „Die Basis“ sprach, aber so ganz unrecht hat sie dann auch nicht. Wenn man diese Effekte mit berücksichtigt hat sich die Partei fast auf dem Niveau von 2017 halten können. Das ist mehr, als man von einem solch zerstrittenen Haufen bei den Umständen erwarten konnte. Dazu kommt, dass es kein Mobilisierungsthema außer Covid gab. Das sind also durchaus Stammwähler. Als Nicht-AFDler muss ich das zumindest mal zur Kenntnis nehmen. Tiefere Analysen seitens der Medien bzw. Politikwissenschaftlern werden da, denke ich, sicher auch die Tage drauf zu sprechen kommen nachdem es im ersten Impuls direkt hieß, die AFD habe die Wahl verloren. Das wird noch deutlicher, wenn man abseits der prozentualen Ergebnisse die Zahl der Sitze ansieht (zuletzt 87 Sitze, jetzt 83) . Damit ist natürlich keine Aussage über ein weiteres Wachstumspotential getroffen und man muss erstmal sehen, wer da für die AFD in den Bundestag gewählt wurde.

    • Bei „Die Basis“ mag das zutreffen, bei den FW aber nicht unbedingt. Also ohne die Existenz der FW hätten diese Wähler auch Union oder FDP wählen können. Es ist außerdem zu berücksichtigen, dass auch dem linken Lager Stimmen im Parlament „fehlen“ durch die Tierschutzpartei, „Die PARTEI“, Piraten, Volt,…

    • Fakt ist, dass die AfD nur von der SED Wähler gewonnen hat und ihre Verluste sich in alle anderen Richtungen verteilen. Auch ist Blau nicht „Das neue Rot“. Da gibt es nichts schön zu reden. Sofern die Partei hieraus nicht die richtigen Kosequenzen zieht, sondern glaubt, man brauche es nur überall so zu machen wie in Sachsen und in Thüringen, dann steht sie in den Alten Bundesländern und im Bund endgültig auf verlorenem Posten.

      • Vor allem in Sachsen hat die AfD von der Schwäche der CDU profitiert. Die Partei ist dadurch lokal in einer starken Position, was sie für den ein oder anderen Akzent nutzen könnte. Eine Garantie für bundesweiten Einfluss ist das natürlich nicht. (Die FW entwickeln sich ja auch nicht wirklich über Bayern hinaus, wie deren enttäuschendes bundesweites Ergebnis zeigt.)

      • Dafür, dass die Freien Wähler keine realistische Chance hatten, sind 2,4 Prozent schon recht viel. Das gilt natürlich auch für die 10,3 Prozent der AfD ohne jede Aussicht auf Regierungsbeteiligung. Dafür müsste sich die AfD stark ändern, wonach es jedoch nicht aussieht. Das Wahlergebnis gibt doch gerade denen Auftrieb, die die AfD noch radikaler und einsamer aufstellen wollen.

      • Darauf läuft es hinaus. Die „Wahlsieger“ haben jetzt Oberwasser in der AfD und werden den Kurs weiterverfolgen, der die anderen und damit die ganze AfD klein und von jeder möglichen Regierungsbeteiligung fern hält.

    • Die-Basis-Wähler sind meiner Beobachtung nach in der Tat eher konservativ geprägte Wähler. Gleiches gilt für die FW. Zusammen mit der AfD und Teilen der FDP gäbe es nach wie vor Potenzial für eine 35-40% starke bürgerliche Volkspartei. Die bräuchte es auch, um dem grünen Mainstream der Metropolen etwas entgegenzusetzen.

      Scholz hat seine Wahl in der Mitte bei den Rentnern gewonnen. Diese Wähler wollen auch keinen links-grünen Kurs. Insofern ist hier die inhaltliche Linksverschiebung der Wähler ausgeblieben.

      Viel Mehr Sorge bereitet mir die Spaltung zwischen Stadt und Land, welche bereits bei den Landtagswahlen sichtbar war. Das Land bleibt größtenteils konservativ. Die linken Parteien verzeichnen hier unterproportional Zuwächse. Aber in der Stadt gibt es einen explosionsartigen Zustrom an Wählern. Diese haben aber nicht Scholz, sondern Baerbock gewählt. Die Grünen mögen bundesweit nur 6% hinzugewonnen haben. Lokal waren es teils viel mehr. Özdemir mit 40% in einer Autostadt muss bedenklich stimmen.

    • Die AfD hat inzwwischen einen recht hohen Stammwähleranteil (bundesweit im Durchschnitt knapp zweistellig, im Westen niedriger, im Osten z. T. sogar stärkste Partei), dem es offensichtlich egal ist, dass sie keine realistische Chance auf Regierungsbeteiligung und Umsetzung ihrer Forderungen hat. Um diese zu erhalten, müsste sie sich anders aufstellen, woran große Teile offensichtlich kein Interesse haben.

  8. 1) Laschet wird ganz sicher nicht Kanzler – er ist in der Öffentlichkeit „durch“
    2) Die Union hätte eine theoretische Chance aufs Kanzleramt, wenn sie jemand anderen im neuen Bundestag nominieren würde. Nach Lage der Dinge würde es auf Daniel Günther hinauslaufen, der Erfahrung mit Jamaika hat (der Bundeskanzler muss kein Abg.-Mandat haben)
    3) Dennoch wird ein so riskantes Manöver nicht gemacht werden. SPD würde von Betrug am Wähler sprechen und 90% der Medien mit einstimmen und wie die Wilden trommeln ud die Mär vom Wahlbetrug noch jahrzehntelang erzählen
    4) Insofern ist völlig klar, dass die AMPEL kommt. Man sollte sich nun wirklich nicht der völlig naiven Hoffnung auf Jamaika hingeben. Der Drops ist gelutscht- jedenfalls mit Laschet
    5) Spannend wird, wie ein Kanzler Scholz seine Versprechen (keine höheren Rentenbeiträge usw.) mit der FDP umsetzen will, wenn diese ihr Versprechen „keine Steuererhöhungen“ einhalten will. Da die sozialen Sicherungssysteme dramatisch am Boden liegen, bin ich wirklich neugierig, wie die FDP den Kühnerts und Eskens ihre sozialistischen träume ausreden wollen

    • @Sodenkamp

      zu 2)
      Kommunistenversteher Daniel Günther als Bundeskanzler?
      Warum sollte die FDP da mitmachen?

      zu 4)
      Ich denke nicht, dass es auf eine Ampel hinausläuft. Eher auf Rot-Schwarz.
      Die Gründe benennen Sie unter 5) selbst.

      Sollte sich die FDP auf Ampel oder Jamaica einlassen, diskreditiert sie sich damit bei ihren eigenen Wählern. So schlau, das rechtzeitig zu erkennen, wird die Parteiführung der FDP wohl noch sein.

      • Die FDP kann nicht noch einmal aus Koalitionsverhandlungen aussteigen, insbesondere wenn ihre Kernforderungen erfüllt werden. Folglich kommt es zu einer Ampel mit Herrn Lindner als Finanzminister und formal weder Steuererhöhungen noch einem offenen Bruch der Schuldenbremse.

    • Der Wind hat sich heute tatsächlich in Richtung Ampel gedreht, vor allem angesichts verschiedener Aussagen von Protagonisten der Union.

    • Die Union wird jetzt nicht ihren Kanzlerkandidaten auswechseln, sondern Herr Laschet noch einen letzten Verhandlungsversuch gewähren und sich dann in ihre Rolle als stärkste Oppositionsfraktion fügen. Es wird wahrscheinlich eine Ampel-Koalition geben mit einem Kompromiss, bei dem alle Kernforderungen zumindest formal erfüllt werden.

  9. Tut mir leid für Euch, dass die Grünen jetzt Regierungspartei wird. Eure Kommentare sind auch nicht dazu angetan, dies mal zu akzeptieren. Man muss die alten Zöpfe nicht nur abschneiden, man muss sie auch wegkehren. Genau das ist auch der Grund, warum die CDU das schlechteste Wahlergebnis seit dem.2. Weltkrieg bekommen hat.
    Im Einleitungstext wurde die CSU nicht erwähnt. Kam sie 1949 noch auf 29% hat sie bei der jetzigen Bundestagswahl 2% mehr bekommen. Hier mal Glückwunsch

  10. Warum nicht das Offensichtliche? Nämlich Rot-Schwarz?
    Die CDU ist sowohl nach links gerückt als auch ergrünt. Die SPD kann für heutige Verhältnisse auch als bürgerlich gelten. Der „mad fringe“ mit Erschießung der Reichen können wir vernachlässigen.
    Glaubt jemand im Ernst, dass eine Dreierkoalition mit den Ökotaliban stabil sein kann? Beide Dreier sind wesensgemäß instabil; wir hätten in spätestens einem Jahr Neuwahlen. Dies wäre im Rahmen des Grundgesetzes kein leichter Ausweg.
    Also: Bundeskanzler Scholz, Laschet Entsorgungsfall; Söder steht schon mit Samuraischwert bereit, Sekundant Merz ebenfalls.

    • @Günther Konorza

      Ihre Einschätzung ist völlig realistisch. CDU und CSU werden sich an ihre Ministerposten klammern und eine Bahamas Koalition, wie sie sich Tino Chrupalla wünscht (https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/bundestagswahl/id_90871592/bundestagswahl-tino-chrupalla-afd-uns-auszugrenzen-hat-nicht-funktioniert-.html), ist zwar unwahrscheinlich, wäre aber wohl immer noch stabiler und zukunftsfähiger als jede Ampel oder Jamaica.

      • die Einschätzung ist völlig unrealistisch. Die Bevölkerung ist einer neuen GROKO müde, auch unter SPD-Führung. Die Lähmung, die sich erneut über Deutschland legen würde, wäre ja quasi mit Händen zu greifen.

        Lindner kann nicht NEIN zu einer Ampel sagen, das ist sein Dilemma. Denn eine zweite Fahnenflucht kann er sich nicht erlauben. Wie die Ampel ihre teilweise völlig konträren Ziele dann zusammenbringen will, ist tatsächlich schwer vorauszusagen. Ich gehe davon aus, dass Scholz der FDP maximal entgegenkommen wird. Es war sicher auch kein Zufall, dass Lindner schon zur Unzeit dem höchst mittelmäßigen Bundespräsidenten die FDP-Stimmen zur erneuten Kandidatur zugesagt hat. Da wird garantiert schon lange gekungelt für den jetzt eingetretenen Fall und die FDP wird einen hohen Preis fordern. Trotzdem: eigentlich ist der Ausschluss von Steuererhöhungen komplett inkompatibel mit den Verheißungen der Roten und Grünen

      • Eben weil die Forderungen der Genossen und der grünen Maoisten höchst inkompatibel zu allen Grundsätzen der FDP sind, halte ich es für sehr unwahrscheinlich, dass eine Ampel zustande kommt.

        Steigbügelhalter für eine Jamaica-Koalition mit Pausenclown Lachet als Kanzler zu werden, können sich aber weder FDP noch die GrünInnen leisten.

        Scholz wird daher gar nichts anderes übrig bleiben als eine rot geführte ‚GroKo‘ zu bilden in der dann Figuren wie Frau Esken und Herr Kühnert den Ton angeben werden. Ist ja außerdem auch am naheliegendsten. Man kennt sich und arbeitet schon lange genug zusammen. Ein Rollentausch wird sich daher kaum bemerkbar machen. Stillstand – garniert mit noch mehr Sozialismus – goes on.

        Gute Nacht Deutschland!

      • Die FDP will doch inzwischen mehr Klimaschutz als die Grünen. Da die CO2-Zertifikate nicht als Steuern zählen, lassen sich die Positionen durchaus vereinbaren. Die Ampel wird kommen, da die Union nicht mehr die Kraft zum Regieren oder auch nur ernsthaften Verhandeln hat.

      • Eben weil die Union so kraftlos ist, ist sie eine leichte Beute für die SPD (Rot-Schwarz). Aber warten wir es einfach ab.

      • Nein, es gibt keine starke Person in der Union, die das will und durchsetzt. Sowohl Herr Laschet (der gar nicht mehr stark ist) als auch Herr Söder wollen nur Kanzler werden, nicht Vizekanzler und Minister.

      • Laschet kann nicht Kanzler und Söder will es gar nicht. Aber Altmaier, Bär, Braun, Klöckner, Scheuer, Spahn und noch so einige andere „junge“ hoffnungsvolle Unions-Minister wollen ganz bestimmt nicht auf Ministerämter verzichten. Von Friedrich Merz einmal ganz abgesehen.

      • Es gibt immer Leute, die gerne Minister wären, aber keiner von ihnen kann die Union im jetzigen Zustand in eine Regierung führen. Rein theoretisch könnte Herr Söder jetzt noch Kanzler werden. Skrupel hätte er keine, doch er ist nicht clever und mutig genug. Er demontiert lieber weiter Herrn Laschet und die ganze Union mit der Hoffnung auf 2025.

      • Markus Söder geht nicht nach Berlin. Er hatte nie wirkliches Interesse am Kanzleramt und wird es auch in Zukunft nicht anstreben. „Lachender Dritter“ könnte allenfalls Friedrich Merz werden, aber auch das ist meines Erachtens ziemlich unwahrscheinlich.

      • Welcher Teufel ihn reitet, die Beschädigung Lachets der CDU zu betreiben, das müssen Sie schon Markus Söder fragen, nicht mich. Das steht aber auf einem anderen Blatt als Ihre Vermutung, dass er ernsthafte Ambitionen (gehabt) hätte, Bundeskanzler zu werden. Die hatte er nie und wird er auch in Zukunft nicht haben.

      • Bis auf den letzten Satz stimme ich zu. Man braucht doch gar keine Steuererhöhungen, wenn man CO2-Zertifikate teuer verkaufen kann. Außerdem lassen sich auch noch andere Abgaben erhöhen und Schulden verstecken.

      • Bahamas ist völlig abwegig und zeigt, dass auch Sie noch nicht wirklich verstanden haben, in welcher aussichtslosen Lage sich die AfD befindet.

      • Ich habe nicht gesagt, dass ich eine Bahamas-Koalition für realistisch halte. Sie sollten schon genau hinsehen.

      • Sie haben geschrieben, eine Bahamas-Koalition sei „zwar unwahrscheinlich, wäre aber wohl immer noch stabiler und zukunftsfähiger als jede Ampel oder Jamaica“, was einfach Quatsch ist.

      • Das ist keine Begründung, sondern eine (Ihre persönliche) Annahme.

      • Sie können offenbar keine Fakten liefern.
        Folglich ist es keine Tatsache, sondern Ihre Annahme.

    • Gerade Herr Söder will die Union jetzt in der Opposition sehen, damit er selbst 2025 bessere Chancen hat. Auch sonst gibt es keine hinreichende Geschlossenheit in der Union. Die eigentliche Frage ist, ob sich die CDU in der Opposition regenerieren kann oder untergeht (zumindest als Volkspartei). Die Ampel ist jetzt am wahrscheinlichsten und wird dann auch vier Jahre halten oder sogar länger.

  11. Gestern haben die Kommunisten bei den Gemeinderatswahlen in Graz, immerhin zweitgrößte Stadt in Ö, über 29% der Stimmen geholt. Die sind an sich in Graz sehr stark aber dieser große Erfolg ist überraschend. Da ärgert sich die FPÖ immer, da gibst viele Wähler die wählen bei Parlamentswahlen FPÖ und bei Gemeinderatswahlen KPÖ.
    Bei den Landtagswahlen in Oberösterreich erreichte eine „impfkritische““ Partei über 6%. Das ist ein riesiger Erfolg, da die in den Medien kaum vorgekommen sind . Der Parteiname ist auch gut, kann man nicht meckern: MFG Menschen Freiheit Grundrechte
    FPÖ hat 10% verloren aber immerhin 20% erreicht, nur wird jetzt der innerparteiliche Machtkampf wieder losgehen.
    HC Strache Partei hat in Graz 0,28 % erreicht, immerhin um einiges besser als immer die Nullkommanullen von LKR erreichen.

  12. Pingback: Ergebnis der Bundestagswahl 2021 | Alexander Dilger

  13. Wenn alle Verhandlungen stocken, findet sich vielleicht jemand der es wagt, mit wechselnden Mehrheiten zu regieren? Unwahrscheinlich, aber immerhin eine theoretische Option.

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