The Economist kritisiert Merkel und befürwortet Scholz

The Economist titelt „The mess Merkel leaves behind“ und hat auch noch einen langen Special Report „After Angela: Germany“ zu den vielen Baustellen, die sie ihrem Nachfolger überlässt. Ganz zum Ende ihrer langen Amtszeit kommen diese kritischen Bewertungen, obwohl die Probleme schon lange offensichtlich sind und z. B. zur Gründung der AfD führten, die nun selbst zu einem der vielen Probleme geworden ist, die Frau Merkel hinterlässt.

Als nächsten Kanzler empfiehlt die liberale Zeitschrift ausgerechnet Olaf Scholz, der eine Ampel-Koalition bilden solle, „because the CDU/CSU, frankly, has blown it.“ Dabei hat vor allem Frau Merkel es verbockt und sie steht nicht mehr zur Wahl, wirft aber noch einen langen Schatten: „Germany may well end up with a government that fails to get much done. That is the mess Mrs Merkel has left behind.“ Herr Scholz könnte tatsächlich gewinnen, und zwar gerade weil er keine Reformen verspricht, sondern z. B. die Rente als sicher bezeichnet und ihr Niveau sowie das Renteneintrittsalter als unverhandelbar.

44 Gedanken zu „The Economist kritisiert Merkel und befürwortet Scholz

  1. Man darf nicht den Fehler begehen und Merkel isoliert von der CDU sehen. Immerhin hat diese Klatschhasenpartei sie vier mal in Folge zur Kanzlerkandidatin gemacht.

  2. „…obwohl die Probleme schon lange offensichtlich sind und z. B. zur Gründung der AfD führten, die nun selbst zu einem der vielen Probleme geworden ist, die Frau Merkel hinterlässt. “

    Economist ist nicht Maßstab für journalistische Intelligenz. Entscheidungen für die Zukunft werden nur von deutschen Bürger/innen getroffen .

    Folgt man Meinungsumfragen kann einem Angst und Bange werden. Scholz Bundeskanzler und das Problem Merkel wird Institution in Deutschland.

    Wir treue Anhänger vom Prof. Alexander Dilger haben in den letzten Monaten z.K. nehmen müssen dass er Total – Ablehnung n o c h aktuell größter Opposition im Bundestag hegt wie u.a. seine o.g. Intention ausweist. Gleichwohl er in vielen Sachfragen dem AfD Wahl- O- Mat zustimmt, auch so ein Paradoxon für mein schlichtes Hirn.

    Es macht keinen Spaß mehr. Rückzug auf das Private wie ehemals meine vielen Freunde und Verwandten in der DDR. ( ….Potsdam, Ostberlin ) . Letztes Treffen vor 14 Tagen zum 80 Jahre Geburtstag mit ca. 35 Familienmitglieder – 4 Söhne der Geehrten – gestandene Männer mit Frauen, Kinder , auch bereits Enkelkinder . Meinung zur Politi und Wahl : …unisono Ablehnung Politik Merkels.

    Wer wen / welche Partei wählt, wurde nicht thematisiert, konnte man nur raten.

    • „ Wir treue Anhänger vom Prof. Alexander Dilger haben in den letzten Monaten z.K. nehmen müssen dass er Total – Ablehnung n o c h aktuell größter Opposition im Bundestag hegt wie u.a. seine o.g. Intention ausweist. Gleichwohl er in vielen Sachfragen dem AfD Wahl- O- Mat zustimmt, auch so ein Paradoxon für mein schlichtes Hirn.“

      Sehr unglücklich formuliert. Aber falls dennoch richtig verstanden: was ist neu („letzten Monate“) daran, dass our friendly host die AfD ablehnt?

      Ich finde im Übrigen diese Partei schon alleine deshalb unwägbar, weil sie bereits am Freitag ihren Wahlkampf-Abschluss(Veranstaltung) hatte.

      Deutlicher kann man doch gar nicht demonstrieren, dass es diesen Leuten ausschließlich um ihre Kohle und Behaglichkeit geht. Eine Opposition, die jetzt schon im Schlafwagen an die Tröge reist.

      Zum Kotzen.

      • Alle Parteien hatten am Freitag ihre großen Abschlusskundgebungen, die Union in München, die SPD in Köln. Das heißt nicht, dass der Wahlkampf zu Ende ist, für die AfD schon gar nicht! Samstag stehen Infostände in vielen Fußgängerzonen, Plakate werden (wieder) aufgehängt, Werbematerial in Briefkästen gesteckt und Überzeugungsgespräche an Haustüren oder auf der Straße bis zur letzten Minuten geführt. Der Wahlkampf ist wegen der Terrororganisation „Antifa“ für die AfD-Mitglieder teilweise lebensgefährlich!

    • Für „treue Anhänger“ wie Sie sollte ich wohl noch einmal die gleich zwei wichtigen Gründe erläutern, warum ich die AfD aktuell für unwählbar halte:

      Erstens gibt es in der AfD zu viele Extremisten, die das Grundgesetz grundsätzlich ablehnen und den Nationalsozialismus verherrlichen. In NRW wählt man mit der AfD z. B. „das freundliche Gesicht des ns“ (siehe ‚Erststimme in Dortmund II‘). Das geht gar nicht. Beim ‚Wahl-O-Mat Bundestagswahl 2021‘ geben sich z. B. auch III. Weg und NPD recht bürgerlich, ohne es zu sein. Kein Demokrat oder gar Liberaler kann solche Parteien wählen. Das Problem auf der linken Seite ist doch, dass man dort diese Abgrenzung zur umbenannten SED nicht mehr hinbekommt und wegen der Übereinstimmung in vielen Einzelfragen die Differenz im Kern ignoriert.

      Zweitens hat die AfD keinerlei Aussicht auf Regierungsbeteiligung, womit sie mindestens eine linke Partei in der Regierung stärkt, vielleicht sogar zwei oder alle drei. Das hängt natürlich mit dem ersten Punkt zusammen, kommt aber hinzu. Selbst wenn die Ausgrenzung der AfD ungerechtfertigt wäre (z. B. wenn Herr Lucke noch an der Spitze stünde oder Herr Meuthen sich irgendwann durchsetzen würde), führt sie faktisch dazu, dass Stimmen für die AfD nur Protest ausdrücken und nichts zu einer besseren bzw. nicht ganz so schlechten Regierung beitragen.

      Der „Rückzug auf das Private“ ist genau das, was jetzt Rot-Rot-Grün bringen könnte. Die Wahl morgen wird sehr knapp, sowohl hinsichtlich einer Mehrheit für Rot-Rot-Grün als auch in der Frage der stärksten Partei, die nicht automatisch den Kanzler stellt, aber doch den größten Ansprüch darauf hätte im Pokerspiel, welche der vielen Koalitionsmöglichkeiten am Ende realisiert wird. Dagegen ist fast schon entschieden, dass die Grünen auf dem dritten Platz vor der FDP landen werden. Deswegen wähle ich morgen die CDU, sicher nicht wegen Frau Merkel und auch nicht wegen Herrn Laschet oder ihrem Programm, an das sie sich dann ohnehin nicht hält.

      • @Alexander Dilger

        Ihre Argumente gegen die AfD sind bekannt, die müssen Sie nicht noch tausend Mal wiederholen.
        Aber bitte skizzieren Sie doch einmal, was taktisch besser daran sein soll CDU (bzw. CSU) zu wählen als FDP.

      • Bitte schreiben Sie mir nicht vor, was ich in meinem eigenen Blog schreiben soll, zumal Herr Mueller doch quasi danach gefragt hatte.

        Die Entscheidung zwischen CDU und FDP ist weniger wichtig als die Entscheidung für eine der beiden Parteien. Dagegen würde ich die Söder-CSU auf keinen Fall wählen, in Bayern also an Ihrer Stelle definitiv die FDP (als AfD-Mitglied müssen Sie es ja keinem verraten, sondern einfach nur machen). Für die CDU spricht, dass das Rennen um Platz 1 mit der SPD noch bzw. wieder offen ist. Das hat zwar vor allem symbolische Bedeutung, doch diese könnte entscheidend sein bei den Verhandlungen nach der Wahl, welche der vielen möglichen Koalitionen tatsächlich gebildet wird. Herr Laschet ist auch nicht so schlecht, wie der öffentlich-rechtliche Rundfunk tut, und auf jeden Fall besser als Herr Scholz, der in echte Skandale verwickelt ist und dessen Partei viel linker ist als er und die Rot-Rot-Grün anstrebt. Dagegen dürfte das Rennen um Platz 3 gelaufen sein. Ob die FDP nun 11 oder 12 Prozent erhält, ist letztlich egal.

      • Keine Sorge, ich habe bereits vergangene Woche per Brief gewählt und mein Kreuz nicht bei der CSU gemacht. 😏

        Ihre Argumente pro CDU leuchten mir trotzdem nicht ein, da ich zwischen CDU und SPD keinen nennenswewrten Unterschied sehe. Lachets Skandale mögen weniger gewichtig sein als die vom getarnten Hardcore-Marxisten Olaf Scholz, aber das macht ihn (Lachet) trotzdem nicht besser als den Selbstdarsteller Christian Lindner. Bei der FDP geht es diesmal zudem immerhin darum, ob sie auf Platz 4 oder Platz 5 landet, also vor oder hinter der AfD. Alleine das müsste aus Ihrer Sicht doch genügen, eher eine Wahl der FDP als der CDU zu empfehlen.

      • Selbst wenn Sie die Unterschiede zwischen Herrn Scholz und Herrn Laschet nicht sehen wollen oder können, wird es mit Herrn Laschet zumindest kein Rot-Rot-Grün geben. Ob die FDP vor (was ich stark hoffe und auch annehme) oder hinter der AfD landet, ist für die Koalitionsverhandlungen völlig irrelevant. Wenn die FDP vor den Grünen läge, wäre das relevant, doch nach den jüngsten Umfragen ist das zu unwahrscheinlich, während es die Union durchaus noch vor die SPD schaffen kann, vielleicht ganz knapp mit (m)einer Stimme.

      • Sie haben offenbar nicht richtig gelesen. Ich sehe keine relevanten (!) Unterschiede zwischen SPD und CDU. Die Personen Lachet und Winkekatze-Scholz repräsentieren ja nicht die Partei als Ganzes. Beide sind austauschbar. Die Parteien und ihr denkbetreutes Klatschvolk bzw. linksradikales Stimmvieh aber bleiben. Die CDU ist eine reine Mitläuferpartei, die jedem „Führer“ hinterherläuft und die Genossen sind auf dem besten Wege sich zu radikalisieren. Gute Gründe, keine von beiden zu wählen. Aber kein Grund, eine Empfehlung für die Klatschhasen-CDU auszusprechen.

      • Von Ihnen als AfD-Mitglied erwartet auch niemand eine Empfehlung für die CDU; schlimm genug, dass Sie implizit Höcke & Co. empfehlen. Aber natürlich gibt es relevante Unterschiede zwischen SPD und Union, insbesondere den direkt davor benannten, dass die Union mit keiner extremistischen Partei koalieren will, während die SPD eine Koalition mit der umbenannten SED explizit nicht ausschließt und in weiten Teilen sogar befürwortet. Auch bei den Sachfragen wollte die SPD immer die linken Positionen, die die Union eigentlich ablehnte, auch wenn sie dann unter Frau Merkel immer wieder einknickte. Vielleicht ändert sich das unter Herrn Laschet, wir wissen es nicht, doch zumindest besteht die Hoffnung, bei der SPD nicht.

      • Es geht hier doch gerade nicht um die AfD (ich empfehle im Übrigen auch weder Herrn Höcke noch Herrn Gauland, welchen Sie – im Unterschied zu mir – vor noch gar nicht all zu langer Zeit sehr verehrt haben).

        Es geht um die Frage, warum Sie statt der FDP die sozialdemokratische CDU empfehlen, die sich ohne Hemmungen sowohl mit der linksextremen SPD wie mit den maoistisch-marxistischen Grünen ins Bett legt und auch keine Scheu hätte, mit der SED zu koalieren (denken Sie nur an Herrn Günther in Schleswig-Holstein und an das Debakel um Ministerpräsident Kemmerich in Thüringen – oder haben Sie das alles schon wieder vergessen?).

      • Sie können halt nicht gründlich lesen und vergessen auch alles sofort wieder. Herrn Gauland habe ich nie verehrt, doch ich hielt ihn für einen bürgerlichen Politiker, der er auch war einschließlich Anfangszeit der AfD. Warum er dann dazu übergegangen ist, Rechtsextremisten in der AfD zu unterstützen, ist mir bis heute nicht klar. Es gibt mehrere mögliche Erklärungen, die alle nicht schön sind.

      • Tronkenburg war nie bürgerlich. Höchstens seine Fassade. Lesen Sie doch endlich einmal „Fink´s Krieg“ von Martin Walser. Danach werden Sie anders über Gauland denken.

      • Laschet ist ein nicht völlig unsympathischer, hinterhältiger Tölpel und sicher viel harmloser als Merkel und würde sich im Regierungshandeln wahrscheinlich durch Unfähigkeit selbst paralysieren. Das spricht dafür, ihn trotz erheblicher Bedenken zu wählen.

      • Herr Prof. Dilger: Kurz gesagt: Erneut wie ich. (Wir armem Liberalen)

  3. Selbstverständlich hat die Union als Ganzes versagt, weil sie eine Armee von devoten Klatschhasen war und ist. Sie (die Mitglieder) hat stets Merkel und die Delegierten gewählt und bestätigt und auch zum Schluss wieder durch die Delegierten ihre eigenen Mehrheitsinteressen bezüglich des Spitzenkandidaten verraten lassen. Geht sie nun unter, so geschieht das zu recht, verdient und ist überfällig.

    Ich kann Scholz nicht für Rentenstabilität kritisieren, weil Merkel die Rente mit den ihren beitragsfreien Gästen kaputt gemacht hat – ich sehe nicht ein, warum Scholz hier bloß als Exekutor resignativ vollstrecken soll.

    • @Ex-Parteifreund
      „Ich kann Scholz nicht für Rentenstabilität kritisieren, weil Merkel die Rente mit den ihren beitragsfreien Gästen kaputt gemacht hat …“

      Merkels Gäste sind nur der Brandbeschleuniger für den Niedergang der ausgeuferten Sozialsysteme. Gerade die gesetzliche Rente wird auch so schon seit mehr als drei Jahrzehnten vom Steuerzahler subventioniert. Ganz besonders von Leistungsträgern, die selbst gar nicht an diesem Bankrottsystem teilnehmen und nicht anspruchsberechtigt sind. Das System der gesetzlichen Rente ist so ziemlich das asozialste, was der so genannte „Sozialstaat“ (auch Orwell-Sprech) zu bieten hat.

  4. Es ist durchaus legitim der AfD viel Schlechtes nach zu sagen – dennoch war sie einst die erfolgreichste Parteineugründung – in den fünf Ostländern setzte sie diesen Weg fort und dürfte jetzt dort die stärkste Partei werden.

    Im Westen trifft das leider nicht zu – und hier insbesondere in NRW, wo man weder Wahlkampf macht, noch die Bürger erreicht.

    Solange in der Politik Totalversager Karriere machen können, wird sich an dieser auch nichts ändern – gleich welche Partei man auch wählt

    • Die AfD hat ein Doppelproblem, Extremismus und Überopportunismus. Interessanterweise sind die Extremisten erfolgreicher, insbesondere in der ehemaligen DDR, während Die Linke dort pragmatischer ist und im Westen viel ideologischer. Doch selbst als stärkste Partei kann die AfD in ihren Hochburgen nicht (mit)regieren und im Bund füllt sie nur den übervollen Reichstag oder lässt sogar Plätze frei (fast wie eine ‚Partei der Einerlisten‘), was Rot-Rot-Grün begünstigt.

      • Die AfD ist im Osten allerdings auch im Bürgertum verwurzelt, schauen Sie sich an, welche Leute dort teilweise Direktkandidaten sind: Professoren, Menschen, die seit Langem im Beruf stehen,… Die Partei wird diesmal wohl auch mehr Direktmandate als 2017 holen.

      • Ja, die AfD wird in den NBL einige Direktmandate erringen. Und sodann werden die Flügelanten dort wieder behaupten, man müsse es nur machen wie sie und die AfD wäre auch im Westen erfolgreicher. Das stimmt natürlich nicht. Aber erklären Sie das doch einmal einem Ossi.

    • Herr Elsen, ich habe seit Jahren das Geschehen in der AfD NRW nicht verfolgt, weiß aber, dass Sie stets ein fairer und Überblick habender Beobachter waren und schätze Ihr abgewogenes Urteil. Würden Sie bitte einmal den Stand der Dinge bezüglich des Landesverbandes schildern? Danke!

      • @ Ex-Parteifreund

        natürlich werde ich nicht zu viele Details hier öffentlich zum Besten geben.

        Aber – NRW wählt mit Delegierten, Hessen und Bayern hat es ihm gleich getan – und so wurden annähernd die gleichen MdB wiedergewählt (obwohl wir doch gegen das Berufspolitkertum sind,

        Michael wird es bestätigen können: Der erste Bundesvorstand schuf eine Internetplattform (Internes Arbeitsforum der Alternativen für Deutschland) auf der 20 % der damaligen Mitglieder und mehr als 50 % der damaligen Aktiven sich bewegten

        und nicht Einer davon steht auf einer der Listen von NRW, Niedersachsen, Bayern oder Hessen.

    • @Erwin

      Alles zutreffend, lieber Erwin. Aber so lange sich die AfD nicht teilt, wird sich daran nchts ändern, da die Bürger im Westen der Republik nun einmal nicht ticken wie unsere „Landsleute“ aus dem Beitrittsgebiet und auch nach weiteren 30 Jahren nicht so denken werden.

      • @ Michael

        Ich halte es immer noch mit den 85 % der Mitglieder, die nicht Höcke oder Meuthen anhängen, sondern nur der AfD.

        Ansonsten sollten wir uns als Unternehmer mehr von den faktischen Leistungen überzeugen lassen, als von theoretischen Annahmen.

      • Einzelnen Personen anzuhängen ist immer fatal. In Unternehmen spricht man vom Schlüssepersonenrisiko. In der AfD (aber auch in der FDP) hat man davon offenbar noch nicht all zu viel gehört.

  5. Wieso. Dafür könnte man auch die LKR wählen. Falls es die überhaupt noch gibt. Die können so Viele wählen, wie wollen, sie wird nie die 5% auch nur aus der Ferne sehen.

    • Wer Splitterparteien wählt, die fernab der 5%-Hürde rangieren, der kann erstens auch gleich zuhause bleiben und fördert damit zweitens mittelbar die Linksparteien, da jede Stimme für eine solche Splitterpartei de facto eine Stimme weniger gegen RRG ist.

      • Es gibt marginale Unterschiede. Wer (gültig) wählt, erhöht marginal die Fünf-Prozent-Hürde, an der Die Linke noch scheitern könnte. Wer die AfD wählt, macht eine Mehrheit für Rot-Rot-Grün marginal unwahrscheinlicher außer dort, wo die AfD-Liste erschöpft ist und die Plätze dann unbesetzt bleiben, was immerhin marginal Kosten spart. Nur wer Union oder FDP wählt, trägt allerdings dazu bei, dass der Regierungseinfluss von Grünen und/oder SPD kleiner bleibt.

      • Genau das ist doch der Punkt: Ist eine Ampel bzw. Jamaica das kleinere Übel oder Kenia? Wenn Sie (wie ich) Kenia fast genauso gruselig finden wie RRG, können Sie doch nicht ernsthaft raten, CDU zu wählen. Dann bleibt nur die FDP!

      • Rot-Rot-Grün ist schlimmer als Kenia, Jamaika ist besser als eine Ampel. Die Wahrscheinlichkeiten für Jamaika steigen, wenn die Union vor der SPD liegt. Auch bei Kenia und einer „Großen“ Koalition wäre Herr Laschet als Kanzler besser als Herr Scholz. Innerhalb der Ampel wäre eine starke FDP gut, doch ebenfalls eine starke Union als Opposition. Herr Laschet könnte Oppositionsführer werden, wenn die Union den ersten Platz erreicht. Sonst bricht völliges Chaos in der Union aus und droht Herr Söder als nächster Kanzler.

      • Laschet als Oppositionsführer?
        Es darf gelacht werden. Da bleibt er doch lieber Ministerpräsident in NRW.

        Was das Chaos angeht, das werden wir so oder so erleben.
        Und dass Markus Söder niemals als Bundeskanzler nach Berlin geht, das können Sie mir glauben. Nur hat es wenig Sinn, darüber zu wetten, da wir auf das Ergebnis ja bis zu seinem Ausscheiden aus der Politik warten müssten.

      • Bei einer krachenden Niederlage morgen kann sich Herr Laschet vielleicht nicht einmal mehr als NRW-Ministerpräsident halten und sicher nicht als CDU-Bundesvorsitzender. Sollte er nicht in den Bundestag einziehen (mangels Direktmandat), kann er allerdings dort auch nicht Oppositionsführer werden.

        Ich hoffe, dass Herr Söder nie Bundeskanzler wird. Entgegen Ihren ständigen Beteuerungen strebt er das jedoch offensichtlich an. Anders ist seit anhaltender Feldzug gegen Herrn Laschet nicht erklärbar. Herr Söder ist tatsächlich der beste Wahlkämpfer für die SPD und Rot-Rot-Grün.

      • Falls Laschet nicht einmal in den Bundestag einzieht, wird er sich selbstverständlich bis zum Ende der Legislaturperiode an sein Ministerpräsidentenamt klammern. Wetten?

      • Das war ja auch nur einer böser Witz auf Kosten der LKR.

        Nein, der Professor hat es hier geschafft, mich noch einmal zum CDU Wähler mit beiden Stimmen zu machen.

      • Ich hoffe, dass es etwas nützt. Im schlimmsten (zum Glück sehr unwahrscheinlichen) Fall bleibt Frau Merkel Kanzlerin und wir hätten sie sogar noch gewählt.

      • @Alexander Dilger und Neuer Klatschhase
        „Im schlimmsten (zum Glück sehr unwahrscheinlichen) Fall bleibt Frau Merkel Kanzlerin und wir hätten sie sogar noch gewählt.“

        Bravo!
        Genau darauf könnte es hinauslaufen.

        Wann treten Sie beide in die Klatschhasenpartei ein?

      • Das ist nicht wahrscheinlich und durch mehr Stimmen für die CDU wird es noch unwahrscheinlicher. Sie tragen also eher dazu bei als ich, wobei ich das wirklich für den worst case hielte, noch schlimmer als Rot-Rot-Grün.

      • Ich trage dazu nicht bei, da ich weder Union noch SPD gewählt habe. Ich will keinen neuen Aufguss der „GroKo“. Davon ab werden wir aber beide nicht verhindern können, dass es zu RRG kommen wird.

      • @Neuer Klatschhase

        Ein (böser) Witz auf Kosten eines Witzes?

        Auch nicht schlecht.

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