Wahl-O-Mat Mecklenburg-Vorpommern 2021

Über den ‚Wahl-O-Mat Berlin 2021‘ hatte ich schon berichtet. Der Wahl-O-Mat zur Bundestagswahl wird erst am Donnerstag freigeschaltet. Deshalb stelle ich nun vor, welche Übereinstimmung mit den antretenden Parteien ich mit meinen Antworten auf die 38 Fragen vom „Wahl-O-Mat Mecklenburg-Vorpommern 2021“ erzielt habe (wie üblich ohne Gewichtung):

AfD 78,9 %
CDU 73,7 %
Bündnis C 69,7 %
FDP 65,8 %
NPD 64,5 %
LKR 61,8 %
Freier Horizont 57,9 %
Freie Wähler 56,6 %
Tierschutz hier 55,3 %
Unabhängige 53,9 %
Gesundheitsforschung 51,3 %
dieBasis 51,3 %
Die Humanisten 47,4 %
ÖDP 40,8 %
Team Todenhöfer 38,2 %
SPD 35,5 %
DiB (Demokratie in Bewegung) 34,2 %
FPA (Freiparlamentarische Allianz) 31,6 %
Piraten 30,3 %
Grüne 28,9 %
DKP 26,3 %
Die PARTEI 26,3 %
Die Linke 21,1 %
Tierschutzpartei 19,7 %

Vor fünf Jahren lautete meine Empfehlung noch, ‚AfD in Mecklenburg-Vorpommern wählen‘. Dabei war ich schon 2015 aus der AfD ausgetreten, schätzte aber den Landesverband in Mecklenburg-Vorpommern besser ein als viele andere Landesverbände und die Bundespartei. Inzwischen halte ich jedoch die AfD überall für unwählbar. So ist gestern sogar Uwe Junge, ehemaliger Landes- und Fraktionsvorsitzender in Rheinland-Pfalz, aus der AfD ausgetreten, weil selbst ihm die AfD inzwischen zu rechts(extrem) geworden ist (siehe Facebook). Hinzu kommt, dass die AfD kaum noch Kompetenz und eigene Ideen hat sowie keinerlei Chance auf Regierungsbeteiligung und politische Gestaltung.

Die CDU liegt bei mir auf dem zweiten Platz, aber es ist immer noch der Landesverband von Frau Merkel und in der SPD-geführten Landesregierung hat sich dieser auch nicht mit Ruhm bekleckert. So komme ich einmal mehr dazu, die Wahl der FDP zu empfehlen, die es zumindest zurück in den Landtag schaffen dürfte und vielleicht sogar in die Landesregierung, wo sie sich dann hoffentlich für mehr Freiheit und Wohlstand einsetzt.

38 Gedanken zu „Wahl-O-Mat Mecklenburg-Vorpommern 2021

  1. Der AfD-Austritt von Uwe Junge, den ich sehr schätze, besorgt mich natürlich. Leif-Erik Holm, einer der AfD-Vorsitzenden in MeckPom, ist ebenfalls ein sachlicher, gemäßigter Mann, der mein Vertrauen hat und in seinem Landesverband den Einfluss des „Flügel“ zurückgedrängt.

    Ich werde die AfD auch dann noch wählen, wenn sie morgen einen Besenstiel als Kandidat aufstellt. Bis es etwas Besseres gibt, kann nur mit der Wahl der AfD den Blockparteien Angst machen. So wie in Österreich zu beobachten ist, starren die anderen Parteien auf die FPÖ und werden thematisch vor ihr her getrieben. Wenn die AfD nur das leistet, hat sie ihren Zweck als Werkzeug erfüllt…!

    • Völlig unverständlich ist mir Uwe Junges Empfehlung, die LKR zu wählen.
      Jede stimme für LKR (oder jede andere Partei unterhalb der 5%-Hürde) ist eine Stimme weniger gegen R2G und somit mittelbare Unterstützung für den linken Narrensaum der Republik.

      • RGR hätte weniger eine Perspektive, wenn sich schwarzgelb von der AfD tolerieren ließe. Das ist derzeit zwar kein Thema, zumal im Bund, hätte es aber werden können, wenn das Modell Kemmerich aus dem Februar 2020 erfolgreich geblieben wäre. Dieses Projekt wurde leider von CDU und FDP im Bund versenkt (Merkel/Lindner).

      • IM Erika agiert eben wie eh und je für die SED. Wundert Sie das?

      • Es läuft ja noch die Wette, bei der sie darauf gewettet haben, dass Merkel erneut zur Bundeskanzlerin gewählt werden wird …

      • @Andreas Walter

        Das würde ich immer noch nicht ausschließen. Es wird ja ganz offen darüber spekuliert, dass die CDU ihren Kanzlerkandidaten auf der Zielgeraden doch noch austauscht, um an der Macht zu bleiben. Es kann also durchaus dazu kommen, dass Merkel für eine fünfte Amtszeit antritt. Sag niemals nie …

      • Die CDU wird ihren Kanzlerkandidaten sicher nicht mehr austauschen. Doch es könnte durchaus nach einem schlechten, aber nicht zu schlechten Wahlergebnis einen anderen Kanzler der Union geben als Armin Laschet.

      • Kanzlerkandidat ist letztlich derjenige, der antritt, um vom Bundestag zum Kanzler gewählt zu werden. Die wahlberechtigten Bürger wählen ja bei der Bundestagswahl nur die Direktkandidaten im Wahlkreis sowie die Listen der Parteien. Sie haben nicht einmal Einfluss auf die Reihung innerhalb dieser Listen.

      • @AD 31.8 23.57: Lassen Sie uns mehr und konkreter über diese spannende These bzw. Szenario erfahren.

    • Francomacorisano: Den angeblichen Blockparteien (deren Zusamnenarbeit und Ähnlichkeiten anders als bei wahren Blockparteien – siehe DDR- freiwillig sind) Angst machen?
      Solange die AFD alleine noch nicht einmal in die Nähe von Macht kommt, ja sogar trotz Krisen und Regierungsversagens bei etwas über 10 % auf Bundesebene stagniert, macht die AfD auf Bundesebene CDU/CSU, SPD, GRÜNEN,
      FDP kaum Angst: Notfalls- bei sehr unwahrscheinlichen 10 oder 20 % mehr für die AfD – koaliert man eben „breiter“ zusammen. Spricht die AfD ein Thema an, wie sinnvoll auch immer, ist allein das Ansprechen durch die AfD Anlaß genug,
      für die anderen Parteien, solche Vorschläge liegenzulassen oder zu verwerfen: Die AfD treibt nicht andere Pateien vor sich her, sondern sie vertreibt so öfter auch sinnvolle Vorschläge von Chancen auf Verwirklichung.

      • Der Bundestag ist offenbar ein großer Kindergarten, in dem es nicht um inhaltsorientierte Politik geht, sondern nahezu ausschließlich um Befindlichkeiten und den Erhalt von Mandaten und Jobs für Parteisoldaten.

      • Die FDP könnte schon seit Jahren viel mehr. Aber sie steht sich selbst im Wege und eiert herum, klassisch Sonyboy Lindner… 😛

      • @francomacorisano

        Christian Lindner verkörpert den Prototypen des proaktiven Politkarrieristen. In seinem Kielwasser tummeln sich überwiegend Günstlinge, die als ebensolche Karrieristen passiv von ihm profitieren.

        Programmatische Inhalte? Nur noch ein austauschbares Mittel zum Zweck.
        Ist aber in den anderen Parteien im Grunde auch nicht anders.

        Die „Parlamentarische Demokratie“ ist moralisch am Ende. Sie repräsentiert nicht den Wählerwillen, sondern die Karriereinteressen von Parteisoldaten. Die politischen Parteien sind längst zu risikoaversen Selbstbedienerinstitutionen geworden.

  2. Kompetenz gäbe es in der AfD eigentlich nach wie vor genug. Die kann sich nur gegen Machiavellismus und den von destruktiven Agenten instrumentalisierten Pöbel nicht (mehr) durchsetzen bzw. hat es satt, sich in ständigen innerparteilichen Grabenkämpfen zu verschleissen (zu viel Kakophonie, keine konstruktiven Ergebnisse) und stellt sich daher kaum noch zur Wahl.

  3. Wahlomat zeigte doch auch wieder in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern, wo in der Wählergunst die AfD stünde, wäre sie ohne rechte Tendenzen.

    • Richtig. Aber das ist dem CDU-Wahlhelfer Alexander Gauland und seinen Sparringspartnern egal, denn sie verfolgen andere Ziele.

      • 300sel: Sie haben recht: Merkels und Laschets beste Förderer sind Gauland und Höcke: Sie ziehen Wähler von SPD und Linken ab, verhindern zumindest zum Teil rot-rot-grüne Mehrheiten, und ihr Rechtskurs verhindert jede Koalitionsmöglichkeit der AfD mit CDU/CSU/FDP, gibt den Unionslinken beste Argumente für Koalitionen mit Rot-Grün…

      • Genau so ist es. Gaulands langjährige Zöglinge Kalbitz und Poggenburg nicht zu vergessen, sowie den dubiosen Ex-Pressesprecher Christian Lüth von der Friedrich-Naumann-Stiftung (sic!) und last but not least Melanie Amann vom Hauptstadtbüro des SPIEGEL. Nur leider erkennt das in der AfD höchstens eine Handvoll der Mitglieder und im Bundesvorstand offenbar niemand. Die meisten tragen Scheuklappen.

      • Die AfD mag linke Koalitionen ermöglichen, aber sie hat inhaltlich schon auch Einfluss. Schauen Sie sich nur an, wie die CDU heute davon spricht, dass sich der Flüchtlingszuzug aus 2015 nicht wiederholen dürfe. Das dürfte wohl auch dem Einfluss der AfD geschuldet sein.

      • Nein, das ist den schlimmen Folgen dieser Fehlentscheidung geschuldet, die ohne AfD vermutlich viel offener angesprochen würden, während diese Diskussion bislang als AfD-lastig und politisch nicht korrekt möglichst vermieden wird.

      • @Alexander Dilger

        Das ist wohl leider tatsächlich so, zeigt aber auch, wie wenig Verlass auf propagierte Inhalte der Parteien ist.

      • @Mercedes

        Auch die CDU müssen sie an ihren Taten messen und nicht an ihren Worten.
        Schon Konrad Adenauer (CDU) sagte bekanntlich „Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern“.

  4. NPD
    Unabhängige
    DKP

    Letzer Platz: FDP
    Mist, ich glaube ich sollte bei so Piefke Wahl-O-Mat nicht mitmachen, was kommen da immer für Ergebnisse raus.

  5. ich frage mich, warum in den „gemäßigten Kreisen“ der AFD und den gemäßigteren AFD-Sympathisanten die Causa Junge so bewertet wird. Ich habe mir seinen FB-Text zum Austritt durchgelesen, und angesichts der ganzen Ausfälle von Herrn Junge („Schwuchtelbinde“, Volksverräter-Vorwurf gegen die Kirche, diverse Tweets, die ihn eher im Narrensaum verortbar machen etc.) sind die Aussagen des Textes doch blanker Hohn. Wenn DAS alles nicht Stammtischstrategie und Polemik ist, was dann? Herr Junge hat bei mir (nicht AFD) jedenfalls immer mehr Fremdscham-Momente ausgelöst als mancher Vetreter des Flügels. Vielleicht kann er ja dann alsbald in der LKR „gegen Multikulti“ stellen. Mal sehen, ob die so begeistert davon sind.

    • Die Vorwürfe von Herrn Junge sind nicht unberechtigt, allerdings bei seiner Vorgeschichte tatsächlich etwas schräg. Doch andere haben sich schon vorher so verhalten und wurden dann trotzdem gerne von LKR genommen. Vielleicht wechselt irgendwann selbst Herr Gauland zu LKR…

      • Der geplante Wechsel zur LKR zeigt jedenfalls, dass er politisch nichts mehr erreichen möchte.

        Warum wechseln so wenige (wenn überhaupt) ehemalige AfD-ler zu den Freien Wählern? Hier wäre der potentielle Einfluss am größten, wobei es sein kann, dass die FW diese Personen gar nicht aufnehmen.

      • @Mercedes

        Die Freien Wähler haben doch oberhalb der Kommunalpolitik nirgends Einfluss. Nicht einmal in Bayern, wo sie in der Regierung sitzen und sich FW-Chef Hubert Aiwanger von Markus als Clown durch die Manege führen lässt.

      • LKR ist so ne Art Abklingbecken für den maximalen Ruhestand und für den wiki-Artikel. Die Frage mit den FW ist sehr berechtigt. Jeder nicht ganz so rechte AfDler, der eine neue Heimat für weitere Aktivitäten in einer Parlamentspartei sucht, müsste bei den FW anklopfen (oder bei der FDP) und dann Aufbauarbeit leisten. Allerdings haben die FW je nach Region kein durchgängig liberal-konservatives Profil.

      • @Alexander Dilger

        Tronkenburg macht in der AfD doch einen verdammt guten Job für die CDU.
        Bei LKR würde er nur eingesetzt, wenn LKR erfolgreich würde.
        Aber seien Sie beruhigt, so weit wird es nicht kommen.

    • Fremdscham„…???
      Noch so ein neudeutsches Wort aus der linksgrünen Ecke. Existiert in meinem Wortschatz nicht!

  6. Die fortgesetzte Herabsetzung der LKR und auch die verzweifelte Suche nach einer parteipolitischen (Wahl-)Heimat deutet darauf hin, dass Einige hier damit hadern, sich nicht frühzeitig gelöst zu haben. Hätten sie sich nicht über ein Jahr z.B. in so Familienläden verzettelt, sondern ebenfalls rechtzeitig einem gemeinsamen ernstzunehmenden parteipolitischen Neuanfang angeschlossen, hätte man mit Ihrem Sachverstand unser gutes parteipolitisches Programm mit vereinten Kräften noch deutlicher nach außen tragen können.

    Uwe Junge, der gemäßigte grundkonservative Oberst, ist überhaupt nicht in der LKR, noch hat er einen Antrag auf Mitgliedschaft gestellt. Über absurde Gauland-Anspielungen springen wir als selbstbewusste LKRler sportlich hinweg.

    • Es ist doch genau umgekehrt. Ein kleiner Bruchteil der LKR-Jünger hätte z. B. in der Familien-Partei oder auch andeswo viel mehr erreichen können. LKR ist die ineffizienteste Partei in Deutschland mit dem schlechtesten Verhältnis von Wählern pro aktivem Mitglied oder gar abgestaubtem Abgeordneten.

    • Die Bayernpartei hat auch ein hervorragendes Programm. Ihre Chancen, in den Bundestag zu kommen sind aber gleich null, obwohl sie mindestens zehn mal so viele Wähler zu mobilisieren im Stande ist als LKR.

      • Bei einer „Lega Süd“ wäre ich dabei, wenn Rheinland-Pfalz und Saarland mitmachen. Am Besten zusammen mit Österreich…! 😜

    • Ich habe mir die Programme „2 Grad“ und „SAFE“ angesehen. Gefällt mir als Diskussionsgrundlage. Angesichts der wechselvollen Geschichte von ALFA/LKR und der daraus resultierenden Ressentiments liegt für mich der Gedanke einer Partei-Neugründung mit den Aktiven und den noch bestehenden Kontakten nahe. Es ist besser als der gegenwärtige Zustand. Denn wenn die Partei LKR mehr ins Rampenlicht kommt, werden sich z. B. einige Antifas an die Zeit erinnern, als eine größere Zahl von LKR´lern auf der Suche nach USP an die Themen der AfD heranrückte (es war die Zeit, als Van Suntum das Handtuch warf). In der Folge konnten keine Veranstaltungen mehr ungestört stattfinden.

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