Offizieller Katastrophenfall nach Hackerangriff

Es kam zur Ausrufung vom „Erste[n] Cyber-Katastrophenfall in Deutschland – Landkreis Anhalt-Bitterfeld lahmgelegt“. Zum Glück sind keine Menschenleben in Gefahr, doch die Verwaltung wurde „praktisch vollkommen lahmgelegt“ und kann z. B. keine Sozialleistungen mehr auszahlen. Kommunen gelten als besonders gefährdet, weil sie keine großen IT-Abteilungen haben. Es waren aber auch schon Universitäten und Unternehmen betroffen, zuletzt spektakulär in den USA.

Typischerweise klauen Hacker gar keine Daten mehr, sondern verschlüsseln die Daten auf den Rechnern, um sie erst gegen ein Lösegeld wieder freizugeben, was bei Zahlung tatsächlich erfolgt. Während früher bei Erpressung die Übergabe des Lösegeldes der schwächste Punkt war, wird jetzt einfach eine Zahlung in Bitcoins verlangt und stehen die Rechner in Staaten, die bei der Strafverfolgung zumindest nicht kooperieren oder sogar selbst zu den Tätern gehören. Es ist nötig, sowohl bei der Prävention als auch Strafverfolgung mehr dagegen zu tun.

6 Gedanken zu „Offizieller Katastrophenfall nach Hackerangriff

  1. Nicht jeder „Fortschritt“ ist ein Segen. Dieses Beispiel zeigt nur einmal mehr die Schattenseite(n) der Digitalisierung auf.

  2. Merkel hat in ihrer 16jährigen Katastrophenamtszeit mehrfach angekündigt, aus Deutschland ein digitales Musterland machen zu wollen. Aber eine ergebene Staatsministerin dafür im Kanzleramt reicht nicht! Stattdessen sind wir im internationalen Vergleich weiterhin digitale Diaspora.

    Mag sein, dass Merkel sich um europäische und internationale Konflikte gekümmert hat, aber in Deutschland hat sie NICHTS geleistet, noch nicht einmal eine Steuerreform die sie angekündigt hatte, bevor sie Kanzler wurde. Merkel ist der nationale Totalausfall. Zur Hölle mit ihr!

    • Wenn Frau Merkel einfach nichts gemacht hätte, wäre ich schon froh, doch sie hat schwere Fehler gemacht und damit ihrem Land, ihrem Volk und auch Europa schwer geschadet. Trotzdem wünsche ich ihr nicht die Hölle, sondern nur den Auszug aus dem Kanzleramt so schnell wie möglich.

  3. Cyberangriffe auf Behörden in Deutschland waren bislang selten. Die Dunkelziffer ist aber bislang sehr erschreckend. Das Landeskriminalamt spricht von nahezu 300 Hackerattacken pro Woche im letzten Jahr. Im Fall Sachsen hatte man noch das Glück, dass keine Gefahr für Leib und Leben bestand. Krankenhäuser, Feuerwehr, Rettungswesen waren von der Attacke nicht betroffen.
    Der Kaseya Angriff auf die USA vor einigen Tagen betraf auch Deutschland. Dass solche Attacken Weltkriege auslösen können, braucht nicht betont werden.

    • Kriminelle Hackerangriffe auf normale Unternehmen und Kommunen werden keinen Krieg auslösen. Da müssten schon militärisch sehr sensible Bereiche oder überlebensnotwendige Infrastruktur betroffen sein. Gewöhnliche Kriminelle lassen lieber die Finger davon, aber Terroristen oder feindliche Staaten könnten tatsächlich dort angreifen.

      • Ich lese gerade in der Neuen Züricher Zeitung wegen den Hackerangriffen. USA warnen Russland. Biden fordert von Putin Maßnahmen.

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