Kommunistische Partei Chinas wird 100

Offiziell wurde die Kommunistische Partei Chinas vor genau einhundert Jahren am 1. Juli 1921 gegründet, was heute in China entsprechend gefeiert wurde. Tatsächlich erfolgte die Gründung wohl erst am 23. Juli 1921, als der erste Nationalkongress der Partei mit wenigen Delegierten begann. Einer der Gründer war Mao Zedong, der die Partei ab 1935 und ganz China ab 1949 bis zu seinem Tod 1976 (siehe ‚Mao starb vor 40 Jahren‘) dominierte, was zu Zigmillionen Toten führte. Erst nach seinem Tod begann unter Deng Xiaoping der wirtschaftliche Aufstieg Chinas, der bis heute anhält.

Politisch war China nie eine Demokratie und wird seit 1949 von der Kommunistischen Partei Chinas beherrscht. Trotzdem war die Oligarchie mit einer kleinen Führungsgruppe und begrenzten Amtszeiten seit dem Tod Maos besser als die Diktatur durch einen einzigen Mann, die Xi Jinping jetzt wieder für sich geschaffen hat (siehe ‚Xi wird faktisch Chinas Diktator auf Lebenszeit‘). Der Generalsekretär der Partei und Staatspräsident „Xi Jinping beschwört ‚große Mauer aus Stahl'“ gegen ausländische Kritiker, während er die Freiheit in Hongkong abgeschafft hat und Taiwan einverleiben will. Es bleibt zu hoffen, dass es keinen Krieg gibt und die Verhältnisse nach ihm wieder besser werden.

17 Gedanken zu „Kommunistische Partei Chinas wird 100

  1. In den 1970ern, als die Kulturrevolution wütete, war China im Westen populärer als heute. Man frage Kretschmann, Trittin oder Barroso. Das sagt doch alles aus – über den Westen.

  2. Nicht nur militärisch wäre das Risiko eines Angriffs auf Taiwan für China unkalkulierbar. Der gesamte chinesische Außenhandel wird in US-Dollars abgewickelt, bis auf 1,8% mit Hongkong. Kein Mensch will den chinesischen Yuan auch nur anpacken. Mrs. Yellen könnte im Ernstfall mit einem Wort China den Geldhahn zudrehen.
    Wie Adolf Hitler hat China – und damals auch Japan – kein eigenes Öl. Es bezieht fast Alles von den Golfstaaten. Auch hier können die USA die Straße von Molukka bei Singapur schließen und Herr Xi stünde vor der leeren Tanksäule.

    Militärisch setzt eine amphibische Operation ohne Überraschungseffekt eine dreifache Übermacht voraus; zusätzlich die absolute See und Luftherrschaft. Letztere würden die USA kaum den Chinesen überlassen, womit das Risiko für Xi Jin Ping unkalkulierbar wird.
    Logischerweise hat er daher in seiner Rede betont, dass die Wiedervereinigung mit Taiwan nur friedlich geschehen kann.

    • Gegen eine friedliche Wiedervereinigung, der beide Seiten zustimmen, wäre nichts zu sagen. Doch gerade die Hongkong-Politik von Präsident Xi hat diese doch extrem unwahrscheinlich gemacht. Die größte Gefahr ist, dass er eine Annexion unternimmt (wie sein russischer Kollege auf der Krim) in der Hoffnung, dass die USA dafür keinen Weltkrieg anfangen, der dann aber vielleicht doch losbricht.

    • China hat seit Jahrzehnten erfolgreich Netzwerke gestrickt. Nicht nur in Asien, sondern auch in Afrika und zuletzt Südamerika. Im Zweifel wird China viele Freunde haben, sei es aus Überzeugung oder weil China inzwischen mächtig und finanzstark ist. Während wir alle zu lange den Fehler gemacht haben, auf tatsächliche oder auch nur vermeintliche Gefahren durch den Islam zu schauen, haben wir Europäer die viel größere Gefahr aus China ausgeblendet. Und die USA haben 4 Jahre durch Trump und sein unseliges „America first“ verloren

      • Von China geht eine ganz andere Gefahr aus als vom Islamismus. Für Europa ist sie jedoch relativ klein, während Donald Trump den wohlverstandenen Interessen der USA geschadet hat.

  3. Pingback: Kommunistische Partei Chinas wird 100 – Bernwards Blog

  4. Gleichwohl ich absolut nicht zum Fanclub von Friedrich Merz gehöre, empfehle ich diese Ausgabe seiner „Merzmail“ zu lesen:
    https://www.friedrich-merz.de/_merzmail/merzmail-51/

    Bleibt nur zu hoffen, dass auch die Mitstreiter in seiner eigenen Partei erkennen, welche Gefahr sich hinter der Übernahme der Ideologie der Kommunistischen Partei Chinas für Europa verbirgt.

    • Welche Gefahr sehen Sie denn für Europa? China will uns nicht erobern, sondern sanktioniert höchstens Kritik an seinem Kurs, der vor allem die Chinesen selbst und ihre nationalen Minderheiten drangsaliert und die unmittelbaren Nachbarn gefährdet.

      • Sie haben mich missverstanden. Ich meinte, dass ich kommunistische chinesische Ideologie und z.B. das chinesische Sozialpunktesystem hier lieber nicht haben möchte. Aber die Weichen sind von Frau Merkel und ihren Vasallen ja bereits gestellt.

      • Die große Zustimmung zu den unverhältnismäßigen Pandemiemaßnahmen zeigt, dass viele Deutsche von Freiheit und Grundrechten nicht viel halten, weder für sich selbst noch gar für andere.

      • So ist es. Auch das ein Grund, warum Deutschland keine Zukunft hat. Der übergriffige Staat wird dieses Land unter dem Jubel der meisten seiner Bewohner ersticken.

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