Geimpft

Vor dreieinhalb Wochen hatte ich einen ‚Impftermin reserviert trotz unklarer Regeln in NRW‘. Die Regeln sind nicht wirklich klarer geworden. Nach dem „Impffahrplan der Stadt Dortmund“ dürften Hochschulangehörige aktuell wohl (nur) von Hausärzten geimpft werden. Trotzdem fuhr ich heute Morgen zum Impfzentrum Dortmund, wo meine Arbeitgeberbescheinigung ohne Nachfragen akzeptiert wurde. Es gab drei weitere bürokratische Anlaufstellen im Impfzentrum, während die Impfung selbst mit dem Impfstoff von BioNTech und Pfizer nur wenige Sekunden dauerte. Nach rund zwanzig Minuten war ich wieder draußen.

Die Impfstelle tut bei Druck etwas weh. Sollte es mehr Komplikationen geben, werde ich darüber berichten. Doch nach den vorliegenden Daten ist eine Impfung für die meisten Erwachsenen empfehlenswert, da die Impfrisiken weitaus geringer sind als die von COVID-19. Außerdem schützt man auch andere und trägt dazu bei, dass der ‚Ausnahmezustand seit [über] einem Jahr‘ für alle erkennbar gar nicht mehr gerechtfertigt ist.

33 Gedanken zu „Geimpft

  1. Wenn jeder die Möglichkeit hat, sich selbst zu schützen, entfällt das Totschlagargument, andere schützen zu müssen.

  2. Gratulation ist etwas unpassend aber gleichwohl fühlt man sich danach erleichtert, beruhigt, dann wartend auf zweite Impfe.

    Druck auf dem Oberarm ? Hatte ich ebenfalls vor 4 Wochen , max. 2 Tage auf dem linken Oberarm. Danach Ruhe. War bei der Hausärztin ( …Praxis mit 2 Ärztinnen, 5 weitere Mitarbeiter, ein Arzt als Neurologe, Kompetenz ist gegeben, die können keine neuen Patienten mehr aufnehmen. ) Man beobachtet sich einfach nach den vielen Negativnachrichten intensiver als wenn man sich Beule, Prellung etc. irgendwo holte.

    Sie kommen berufsbedingt mit so vielen Menschen zusammen, kommt vielen Personen zugute. Impfung höchste Zeit ! Alles Gute weiterhin.

    • Eigentlich merke ich die gestrige Impfung gar nicht mehr, wenn ich nicht stark auf den Oberarm drücke. Ich mache mir jedoch ohnehin viel mehr Sorgen wegen der schlechten Politik als wegen der Impfung oder auch einer möglichen Infektion. Zumindest aktuell treffe ich kaum Menschen (den seit langer Zeit meisten bin ich im Impfzentrum begegnet), sondern wickele beruflich fast alles per Zoom ab.

      • Dann könnte man die Universitätsgebäude eigentlich auch dauerhaft anders nutzen…

  3. Lasst Euch nur alle brav impfen. Ich will nicht Versuchskaninchen sein und stelle mich erstmal ganz hinten an… 😉

      • Nun ja. Ich halte mich nicht bei Massenveranstaltungen auf, die es im Moment sowieso nicht gibt. Meine Angst vor Corona hält sich in Grenzen, denn es ist eine Grippewelle und die gibt es jedes Jahr. Menschen.mit chronischen Vorerkrankungen mussten schon immer vorsichtig sein.

        Man kann es nicht oft genug sagen: China hat große Schuld, ob Unfall oder Absicht. Außer Peking-Ente kenne ich NICHTS Gutes, das aus China kommt! Zum Glück halten chinesische Produkte auf Grund ihrer miserable Qualität nicht lange… 🥵

      • Es ist kein Grippe-, sondern ein Coronavirus. Vor allem dessen Neuartigkeit ist das Problem. Langfristig sind Coronaviren eher harmloser.

    • Es ist nicht so, dass kürzlich Infizierte den Geimpften gleichgestellt werden, doch bei Infektion vor mehr als sechs Monaten Sie durch alle Raster fallen (alle Maßnahmen bleiben bestehen, aber Sie sollen sich auch noch nicht impfen lassen)?

      • Richtig. Personen, deren Infektion über sechs Monate zurückliegt, gelten nicht mehr als genesen, sondern werden mit den Gesunden, die nicht geimpft, genesen oder getestet sind, rechtlich gleichermaßen zurückgestellt. Das betrifft immerhin ein paar hunderttausend Genesene. Wir unterlagen bislang schon den Einschränkungen wie alle anderen, obwohl wir lange Zeit die einzige Gruppe waren, die anderen Ansteckungsschutz boten. Jetzt werden wir wieder nach hinten relegiert.

        Da das Sechsmonatsfenster in der zweiten Jahreshälfte auch die Geimpften erfaßt, bin ich gespannt, wie es weitergehen soll. Verlieren diese vielen Millionen Menschen alle auch wieder ihre Freiheitsrechte?

        Nicht alle Geimpften werden sich auch noch für eine Auffrischungsimpfung zur Verfügung stellen, wenn diese überhaupt notwendig ist. Und wie oft soll sich dieser Zyklus wiederholen? Extremisten wir Lauterbach, die sogar Impfungen für Kinder fordern, werden wohl einen Ewigkeitslockdown fordern, aber meine Geduld ist jetzt fast erschöpft.

      • Wenn schwere Krankheitsverläufe und Todesfälle jetzt erst saisonal und dann dauerhaft durch die Impfungen zurückgehen, wird sich der Dauerlockdown nicht fortsetzen lassen, zumal Frau Merkel geht und am besten Herr Spahn gleich mitnimmt.

  4. Gratulation. Nach zwei bis drei Wochen sind Sie zu etwas mehr als 50% geschützt vor der britischen Variante. Es gibt also einen gewissen Schutz, aber den Sekt würde ich erst einmal noch im Kühlschrank lassen.

    • Impfungen können tatsächlich Mutationen begünstigen, allerdings vor allem dann, wenn sie nicht schnell flächendeckend erfolgen. Die Andeutung, dass die Geimpften mit größerer Wahrscheinlichkeit sterben würden, widerspricht eindeutig der vorliegenden Evidenz.

  5. Auch ich werde mich impfen lassen. Zuvor werde ich aber noch abwarten, mit welchen Repressalien ich dazu gezwungen werde, und wann diese unerträglich werden.

      • Die Freibiervariante halte ich für wenig wahrscheinlich. Die EUdSSR hat für jeden Einwohner etwa drei Impfdosen bei Biontec bestellt. Und die wollen die auch verspritzen. Wenn sich da rumsprechen würde, daß man ne Kiste Bier kriegt, wenn man nur lange genug wartet …

  6. Ich kenne 3 Familien in meiner Nachbarschaft, die in Büsum und St. Peter Ording Ferien machen, aber deren Zweitimpfungstermin in diese Ferienzeit fällt. Gut ist, dass sie nach Hause fahren (400Km). Sie fahren einen Tag später aber wieder in ihre Ferienunterkunft. Da muss man sich fragen, ob Deutschland das nicht besser organisieren kann. Es geht ja nur um Nadel rein, Nadel raus mit digitaler Datenübertragung

    • Da liegt es mir auf den Lippen zu fragen, ob sich diese Familien nicht besser organisieren können? So wie es sich anhört, scheinen sie immerhin einen Familientermin zuhause erhalten zu haben. Wer mehr will, muß sich halt hinter das Telefon klemmen.

      Ich bin immer wieder erstaunt, wie unsere Kosmopliten und Irgendwoler in der Coronakrise an der (Selbst)Organisationsaufgabe scheitern. In der Krise sieht man, daß viele Anywheres, die sich „rund um den Globus zuhause fühlen“, nicht einmal einfache Inlandsreisen organisieren können.

      Ich habe, obwohl Nationalist, schon ein halbes Dutzend Auslandsreisen unternommen. Vielleicht sollte ich mal einen Ratgeber für unsere Westentaschenweltbürger verfassen.

      • Details weiß ich nicht. Kann ja sein, dass sie die Urlaubsunterbrechung schon vorab in Kauf genommen haben. Es ging mir nur darum darzustellen, wie unflexibel man sein muss, um diese Dinge in Kauf zu nehmen. Deutschland ist eben das, was es ist, und ich bin froh, dass sie in Zukunft etwas mehr von der digitalen Welt umsetzen werden. Aller Anfang ist eben schwer, und ich bin froh, dass heute nicht mehr das Ende der Krawatte in die Schublade gesteckt werden muss, damit man nicht vom Stuhl fällt. (Hiermit entschuldige ich mich vorab meines schlechten Kommentars)

    • Das ist nicht gut organisiert, aber es gibt noch viel gravierendere Fälle von schlechter Organisation, sei es bei der Impfstoffbeschaffung oder aktuell den Testcentern mit offener Einladung zum Betrug durch Herr Spahn.

  7. Ihre Aussage, man trüge durch eine eigene Impfung dazu bei, „dass der Ausnahmezustand seit [über] einem Jahr‘ für alle erkennbar gar nicht mehr gerechtfertigt ist“ kann ich nicht nachvollziehen. Aus einer freiheitlichen Perspektive ist es hinreichend, dass jeder Erwachsene, der sich selbst durch eine Impfung schützen möchte, die Möglichkeit hat, dies zu tun. Dies scheint der Fall zu sein, nachdem sich nunmehr auch Hochschullehrer offensichtlich problemlos impfen lassen können und keine Priorisierung mehr vorgenommen werden muss, da es ein hinreichendes Impfstoffangenbot gibt. Kinder sind von schweren Verläufen von Covid19 so wenig betroffen, dass ein Impfangebot an Kinder in dieser freiheitlichen Perspektive keine notwendige Bedingung darstellt. Wieviele sich tatsächlich impfen lassen, ist hierbei unerheblich. Nur so wäre gewährleistet, dass die Impfungen freiwillig erfolgen und sich niemand weder ex- noch implizit zu einer Impfung genötigt sieht.

    • Es ist zwar über die Hälfte der Menschen in Deutschland inzwischen zumindest einmal geimpft, aber es hatte noch nicht jeder ein Impfangebot. Noch gilt die Priorisierung und auch danach ist der Impfstoff noch bis Ende Juni oder bis in den Juli hinein knapp. Persönlich denke ich, dass die meisten Maßnahmen schon die ganze Zeit nicht gerechtfertigt waren und spätestens enden müssten, wenn jeder ein Impfangebot hatte. Aber die von Ihnen kritisierte Aussage war eine andere, nämlich dass der Ausnahmezustand „für alle erkennbar gar nicht mehr gerechtfertigt“ sei, was wohl erst bei Herdenimmunität und damit verbunden dauerhaft niedrigen Inzidenzwerten der Fall sein wird (wird „alle“ wortwörtlich verstanden, wird es hingegen wohl nie der Fall sein).

  8. Es gibt ja recht viele, die auf die Herdenimunität bei 70% warten. Warum sagt man nicht jetzt schon, dass es keine Herdenimunität geben wird? Jeder, der nicht geimpft wird, wird sich anstecken, es ist nur eine Frage der Zeit. Auch Geimpfte sind und bleiben Virenträger, wenigstens im Rachenraum.

    • Natürlich kann und wird es Herdenimmunität geben, wenn hinrichend viele Menschen geimpft sind oder sich infiziert haben. Die Behauptung von „Christian Drosten: ‚Wer sich nicht impfen lässt, wird sich unweigerlich infizieren'“, ist schlicht gelogen, da er es natürlich besser weiß. Herdenimmunität bedeutet allerdings nicht, dass das Virus ganz verschwindet, sondern nur, dass es zu keinen explosionsartigen Ausbrüchen mehr kommt. Wer nicht geimpft ist, kann sich also weiterhin infizieren. Wer geimpft ist, allerdings auch, wenngleich mit geringerer Wahrscheinlichkeit und auch geringerem Risiko einer schweren oder gar tödlichen Erkrankung.

  9. Wenn Corona wirklich so gefährlich wäre, dann müssten mehr Infizierte sterben. Der beste Schutz ist ein gesundheitsbewusstes Leben. Mehr dazu auf meiner Internetseite (bitte auf meinen Nick-Namen klicken).
    Die Corona-Maßnahmen stiften mehr Schaden als Nutzen.

    • Ich habe ihre Traumdeutungen und -hoheiten gelesen und stelle fest, sie haben mit dem Thema hier nichts zu tun. Ich vermute, dass ihre Angabe hier, dass die Corona Maßnahmen mehr Schaden als Nutzen auslösen gemacht wurden, damit wir ihre philosophischen Ergüsse lesen sollen. Haben sie eine andere Erklärung?

    • Es sind doch Zehntausende in Deutschland gestorben und Millionen weltweit. Das rechtfertigt nicht die unverhältnismäßigen und zu großen Teilen gar nicht effektiven Maßnahmen, doch es ist auch nicht nichts. Insbesondere die Menschen in den Altenheimen hätten besser geschützt werden sollen und das Impfen rettet Menschenleben.

  10. Pingback: Zweitimpfung | Alexander Dilger

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