Grüne wollen mit Linke und Linksextremistin koalieren

„Linke wählen Wissler und Bartsch als Spitzenduo“. Dietmar Bartsch ist für die Verhältnisse der umbenannten SED pragmatisch (was nicht viel heißt, siehe ‚Linken-Chef will Zwangsarbeit statt Erschießungen für Reiche‘), ist aktuell Fraktionsvorsitzender und war schon vor vier Jahren Spitzenkandidat, damals mit Sahra Wagenknecht. Nun hat er mit Janine Wissler eine andere Linksextremistin an seiner Seite (siehe ‚Linke wählt Linksextremistin zur Vorsitzenden‘).

Das eigentliche Problem ist nicht einmal, dass Die Linke trotzdem wieder in den Bundestag einziehen wird, sondern dass sie erstmals realistische Chancen auf eine Regierungsbeteiligung hat. „‚Wer Baerbock wählt, der bekommt die Linkspartei'“. Das sagen nicht nur Unionspolitiker, sondern Robert „Habeck schließt Grün-Rot-Rot nicht aus – und fordert von Linkspartei Bekenntnis zur Nato“. Die „Linke lehnt Bekenntnis zur Nato ab“, was aber nichts heißen muss. Die Grünen forderten 1998 auch noch den Austritt aus der NATO, um dann gleich Deutschland in den ersten, auch noch völkerrechtswidrigen Angriffskrieg seit 1945 zu führen. Die Linke hat unter ihrem alten Namen die Nationale Volksarmee auch in Militäreinsätze geschickt, die Angriffskriege der Sowjetunion bejubelt und auf die eigenen Bürger schießen lassen. Schließlich könnten sie in einer Regierung auch weiter Kritik an der NATO äußern, ohne dass diese zu einem Austritt aus der NATO oder der Regierung führen müsste.

In den meisten anderen Politikfeldern ist nämlich die Schnittmenge zwischen Linke, Grünen und SPD sehr groß. Dem Klimaschutz soll alles untergeordnet werden und die individuelle Freiheit wollen sie mit dieser und auch jeder anderen Begründung so stark wie möglich beschneiden. Der einzige Vorteil an Grün-Rot-Rot wäre, dass es dann vielleicht endlich wieder eine ernsthafte Opposition gäbe, während insbesondere eine grün-schwarze Regierung die Union endgültig entkernen würde, wie in Baden-Württemberg bereits zu beobachten ist.

20 Gedanken zu „Grüne wollen mit Linke und Linksextremistin koalieren

  1. Laschet könnte ja die sogenannte Deutschland Koalition der alten BRD Parteien bilden. Die einzige Variante, wo die Grünen nicht direkt in der Regierung sind. Und als Sahnehäubchen die FDP knapp vor der SPD.

  2. Die Grünen genießen Narrenfreiheit. Ein Pakt mit der umbenannten SED, der Staats- und Unterdrückungspartei der zweiten deutschen Diktatur, sollte für jeden Demokraten ausgeschlossen sein. Aber die Medien schreiben Die Linke zu „fast schon Sozialdemokraten“ schön, während diese ihren altkommunistischen Enteignungsphantasien immer ungehemmter freien Lauf läßt. Zuerst auf dem Wohnungsmarkt, dann als „Erfolgsmodell“ wahrscheinlich auch anderswo. Der einzige Grund, sich nicht vor Rotrotgrün zu fürchten, ist, daß die CDU bereits einen Großteil ihres Programmes umgesetzt hat. Die Zeitbombe tickt also sowieso gerade in der EU-, Migrations- und Energiepolitik.

    • Die Linke wird total verharmlost und als ehemalige SED der Sozialdemokratie gleichgestellt! Empörung! CDU und Linke sind kaum zu unterscheiden… Finde den Fehler.

  3. Ich glaube, wir sind politisch zu alt und zu arg von der Vergangenheit vorbelastet um zeitgemäß zu argumentieren. Wir sollten aufhören, einfach drauf los zu dreschen, und mit dem Guten, das noch in uns steckt, die Zukunft unterstützen. Wir sind mittendrin im Übergang. Ich hoffe auf ein Deutschland ohne Laschet ein Russland ohne Putin und ein Belarus ohne ihren letzten Diktator Europas.

    • Sind Ihnen Ihre Enkel egal oder warum wollen Sie diese der umbenannten SED überlassen? Es gibt leider noch mehr Diktatoren in Europa. Herr Laschet ist mit diesen am wenigsten zu vergleichen.

      • Meine Worte waren deutlich. Ich habe Laschet nicht mit einem Diktator verglichen. Dafür hat er wahrlich nicht das Zeug. Bei aller Kritik wäre es mir lieber gewesen, wenn mein post sachlicher diskutiert würde.

      • Sie haben Herrn Laschet ohne Komma in eine Reihe mit Herrn Putin und Herrn Lukaschenko gestellt, nun scheinen Sie ihn noch darunter anzusiedeln. Insgesamt sind Ihre Kommentare weniger sachlich als meine Kritik daran.

  4. Ideologisch liegen Bündnis90/GRÜNE, SED und SPD so eng beinander, dass man sie eigentlich gleich zu einer Partei (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) vereinen könnte. Wenn sich die CDU noch mit einbringt, sind die DDR-Verhältnisse für Gesamtdeutschland hergestellt. Viel fehlt dazu nicht mehr. https://www.youtube.com/watch?v=jFPPKiQOf1Y

  5. Die Linke macht fast alles falsch. Aber gut ist, dass die Linke für Abrüstung eintritt.
    Die CDU sollte sich für omni-laterale Abrüstung und für eine Einwanderungspolitik nach dänischem Vorbild aussprechen. Dann kann sie im September stärkste Partei werden.
    Aber erstmal ist die Wahl in Sachsen-Anhalt. Die AfD könnte erstmals stärkste Partei werden. Es ist zutiefst undemokratisch, wenn die AfD nicht an der Landes-Regierung beteiligt wird.
    Mehr dazu auf meiner Internetseite (bitte auf meinen Nick-Namen klicken).

    • Was ist undemokratisch daran, wenn die Mehrheit keine Regierung mit der AfD möchte? Ob ein Ministerpräsident von Die Linke tatsächlich besser ist als einer von der FDP, ist eine ganz andere Frage.

  6. Was für ein Unfug. Janine Wissler war Mitglied von vom Verfassungsschutz als extremistisch eingeschätze Gruppen. Stimmt. Anders aber als Höcke oder die AfD in Thüringen ist sie selbst aber nicht so einfach als Extermistin einstufbar und scheinbar tut das der Verfassungsschutz auch nicht.
    Auch die suggerierte Gleichstellung der Linken mit der SED, als sei die Linke nur eine umbenannte SED, ist inhaltlich fragwürdig. Junge urbane Westlinke haben mit der SED nichts zu tun. Und grundsätzlich wird die Linke eher von vielen Medienschaffenden als linke sozialdemokratische Kraft eingeschätzt. Da frage ich mich, mit welcher Expertise hier eine solche Einschätzung vorgenommen wird.

    • Frau Wissler ist extremistischer als Herr Höcke. Sie meint: „Die klassenlose Gesellschaft lässt sich nicht einführen über Parlamente und Regierungen.“ „Wir sollten uns nicht der Illusion hingeben, dass wir die Gesellschaft aus den Angeln heben können über Anträge und Reden im Parlament.“ Sie will „ernsthaft das System in Frage stellen“ (siehe „Klassenkämpferin im Parlament“) und verharmlost linke Gewalt (siehe „‚Die CDU hätte auch den Sturm auf die Bastille verurteilt'“).

      Die Linke erklärte selbst vor Gericht, dass sie rechtsidentisch mit der SED ist (siehe „Die Linke – Wir sind Rechtsnachfolgerin der SED“). „Junge urbane Westlinke“ sind übrigens häufig viel extremer als alte DDR-Kader, die unter widrigen Umständen oft pragmatisch handelten. Wer tritt denn sonst heute noch ohne Not in eine derart vorbelastete Partei ein?

      • Die Linke/PDS/SED könnte einen Wahlzyklus vor ihrem politischen Aus stehen. In der Fläche wird die Partei gerade von der AfD aufgerollt. Und die letzte Verteidigungslinie aus 3 plus x Direktmandaten für den Bundestag bröckelt mittlerweile auch.

        Ironischerweise scheint der Todesstoß von den Grünen zu kommen, die für die linken Direktmandate in Berlin-Pankow und Leipzig II favorisiert sind.

        Wäre eine Ironie der Geschichte, wenn ausgerechnet die deutschfeindlichen Grünen die Wende im Osten vollenden würden.

        https://www.insa-consulere.de/insa-wahlkreiskarte/

    • „Medienschaffenden“…die Sprache verrät viel. In der DDR gab es auch die „Kulturschaffenden“. Klar, daß die sich gegenseitig Deckung geben. In Thüringen wurden nun auch die „Verfassungsschützenden“ aktiv, dessen Präsident Mitglied des Stiftungsrats der linksradikalen Antonio-Amadeu-Stiftung ist. Da frage ich mich, wer eigentlich so blöd ist, nicht zu merken, welches Spiel im Land gespielt wird.

      • @Eurokanadier
        „Da frage ich mich, wer eigentlich so blöd ist, nicht zu merken, welches Spiel im Land gespielt wird.“

        Ich tippe mal auf mindestens 85% der Bevölkerung.
        Wer bietet mehr?

  7. Pingback: AfD-Basis wählt Höcke-Vertraute zu Spitzenkandidaten | Alexander Dilger

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